Goldlehrpfad "Goldspur Eisenberg"

Auf den Spuren der
Goldsucher


 

Unsere Rundwege auf dem Eisenberg zeigen, wo schon vor vielen Jahrhunderten nach Gold gegraben worden ist. Folgen Sie den Spuren der Goldsucher und lassen Sie sich zu den spannensten Stellen führen, wo nach Gold-, Eisen- und Kupfererz geschürft wurde.

Goldspur Eisenberg
in Korbach-Goldhausen

Die Goldspur Eisenberg ist mehr als nur ein Lehrpfad. Sie dokumentiert eindrucksvoll die montanhistorischen Spuren Deutschlands reichster Goldlagerstätte. Mit der Goldspur Eisenberg ist neben der Gold- und Bergbauabteilung im Museum Korbach ein weiteres attraktives Freizeitangebot in der Region Korbach geschaffen worden.

Die Spuren der Goldgräber auf der Suche nach dem begehrten Edelmetall sind an vielen Stellen auf dem Eisenberg sichtbar.

Mit Stollen und Schächte durchlöcherten die Bergmänner den 562 m hohen Korbacher Hausberg und rangen entlang goldführender Gesteinsschichten dem Eisenberg das begehrte Edelmetall in mühevoller Kleinarbeit ab.

Die Goldspur Eisenberg ist in zwei eigenständige Abschnitte untergliedert, die separat voneinander, aber St. Georg Schacht an der Goldspur Eisenbergauch nacheinander erwandert werden können. Der 1. Abschnitt beschreibt anhand von 12 Informationsstationen die wichtigsten Spuren der Goldgräber in Goldhausen und um die Burgruine Eisenberg mit Georg-Viktor-Turm auf den Gipfel des Eisenbergs. Diese erste Spur hat eine Länge von ca. 3,3 km. Für die Begehung sollte man rund 1,5 Stunden einplanen.

Der 2. Abschnitt der Goldspur verläuft südöstlich auf dem Eisenberg und führt am Unteren Tiefen Tal Stollen (dem Besucherstollen), an Waschhalden, am Steinbruch sowie weiteren Spuren der Goldgräber vorbei. Diese Außenzone richtet sich an Besucher, die mehr Zeit mitbringen, die Kernzone des Lehrpfades bereits begangen haben oder einfach weitere Informationen wünschen. Die Punkte dieses Abschnittes sind mit Buchstaben versehen. Diese so genannte Außenzone kann in einem Zeitraum von ca. 2-3 Std. begangen werden. Da dieser Weg durch den Wald führt, ist festes Schuhwerk einzuplanen.

Als Einstieg in die Goldspur Eisenberg
wird die Station 1 und der Rundweg R1 empfohlen.
(Bei der Anfahrt dem Parkplatzschild folgen)  Zur Straßenkarte

 

Die Stationen dokumentieren deutlich all die Mühen, die von den Bergleuten seit dem Mittelalter bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts auf sich genommen haben und vermitteln in weiten Zügen die Faszination, die seit Jahrhunderten von dem Gold des Eisenberges ausgeht. Neben den Informationstafeln der Stationen sind sehenswerte Stellen mit Buchstaben und Symbolen  gekennzeichnet. Um was es dort geht, erfährt man in der sehr zu empfehlenden Begleitbroschüre.

Zum Nachlesen wurde diese 36-seitige Begleitbroschüre entwickelt, die für Kern- und Außenzone gleichermaßen relevant ist, und auch die Goldgräberspuren auf der nicht mit Schautafeln bestückten Außenzone anschaulich beschreibt. Diese Broschüre kann in der Tourist-Information (Kontakt) und im Museum Korbach gekauft werden. Für den schnellen Überblick halten das Museum Korbach und die Tourist-Information einen Flyer mit kartographischer Bearbeitung der Goldspur Eisenberg bereit.

 

"Wo kann ich hier denn überhaupt Gold finden ?"
Das ist natürlich die „Goldsucher-Frage Nr. 1" am Eisenberg. Oder auch: „Wie sieht das Gold hier eigentlich aus?"

Man stelle sich vor, das Gold läge am Eisenberg bei Goldhausen in großen Nuggets einfach herum. Oder fingerdicke Adern aus Gold würden einem an der Felswand entgegenglänzen! ! Wäre das Edelmetall so einfach zu finden, was würde wohl passieren?
Sicher würde sich jeder die Taschen damit vollstopfen, um schnell reich zu werden. Und Streit gäbe es auch, weil jeder am liebsten alles für sich haben wollte.

Zum Glück ist es am Eisenberg aber friedlich, weil sich das Gold hier gut versteckt. Nur in ganz wenigen und dünnen Gesteinsschichten sind winzige Goldkrümel fest eingewachsen. Auch wenn man ein solches Gesteinsstück in der Hand hält, kann man das Gold darin nur mit viel Glück erkennen.
Den Bergleuten ging es früher genauso. Trotzdem haben sie in den dunklen Stollen ziemlich viel Gold gefunden, weil sie die richtigen Schichten in den Felsen kannten. Außerdem haben sie sich etwa 500 Jahre lang in den Berg hinein gegraben, in Handarbeit mit Hammer und Meißel als Werkzeuge.
Die goldhaltigen Steine wurden am Bach in einer Wassermühle klein gestampft und dann die Steinkrümel vorsichtig ausgewaschen. Danach konnten die Goldgräber winzige Goldflitter aufblinken sehen. Diese wurden alle gesammelt und nachher zu größeren Stücken zusammengeschmolzen.

Es ist heute noch zu sehen, wo die Bergleute gearbeitet haben. Wir zeigen, in welchen Steinen sich das Gold versteckt und wie es aussieht. Es gibt auf unserer GOLDSPUR auch sonst noch einiges zu sehen, zu entdecken und auszuprobieren.

 

Das Besucherbergwerk im Unteren-Tiefe-Tal-Stollen gibt Einblick in rund 600 Jahre Bergbautradition. Er wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erweitert und ist damit prädestiniert als Attraktion für Besucher. Es ist kein "Pantoffelbergwerk", sondern richtiges Abenteuer mit Helm und Grubenlampe.
Mehr Infos hierzu finden Sie unter Goldbergwerk und Führungen.
 
Das Korbacher Museum im Zentrum der Altstadt bietet u.a. Einblicke in die Geschichte des Goldbergbaus am Eisenberg. Dieser Besuch ist sehr empfehlenswert!

Mehr InfosDirekt zur Homepage des Museums

 

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