| Neben einer Reihe von Schachtpingen (verstürzten oder verfüllten Schächten) zeugen vor allem verschüttete Stolleneingänge von dem ausgedehnten Bergbau. Besonders am östlichen Fuße des Berges finden wir umfangreiche "Waschhalden". (Infos zum Thema Goldwaschen) Dort wurde Goldflitter aus dem verwitterten Gestein der Berghänge ausgewaschen. Insgesamt wurden 1 - 1,5 Tonnen Gold aus dem Eisenberg gewonnen. |
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| Im Zuge des Bergbaus entwickelte sich Anfang des 15. Jh. die Bergmannssiedlung Goldhausen. Neben politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten Ende des 16. Jh. bereitete die Erschöpfung der Lagerstätte der Goldgewinnung im Eisenberg noch vor dem 30jährigen Krieg ein Ende. Jüngere Versuche bis in die neueste Zeit, den Goldbergbau wiederzubeleben, schlugen deshalb auch fehl. Die Bergbaurechte gingen in die Hand der 1919 gegründeten "Gewerkschaft Waldecker Eisenberg". Es wurden allerdings nur noch wissenschaftliche Untersuchungen an den Goldvorkommen durchgeführt. Anlässlich der Gründung eines Besucherbergwerks übernahm im Jahr 2003 der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" die Rechte. |
| Der im 15. Jahrhundert aufgefahrene St.-Georg-Schacht,
dessen Lage in der Ortsmitte Goldhausens heute eine Schachthütte markiert, ist noch
fast bis an den Grundwasserspiegel in einer Teufe von etwas unter 34 m befahrbar. 1992
wurde er für wissenschaftliche Forschungsarbeiten erneut mit dauerhaften Eisenfahrten
(Leitern) versehen. Der Schacht führt direkt in die über 180 m Länge aufgeschlossenen, bis 28 m hohen Goldabbaue der Erzlager 1-3. Noch anschaulicher als im Unteren Tiefen-Tal-Stollen lassen sich hier die Techniken des alten Firstenstoßbaues erkennen. Die Grube dürfte um 1400 oder früher angelegt sein, als bereits der Erbstollen zur Absenkung des Grundwasserspiegels bis zu den Georg-Bauen vorgetrieben war. Dendrochronologische Analysen von Grubenhölzern aus höheren, also jüngeren Abbauen der Grube ergaben Daten um 1484, 1486 und 1506. Der Untere-Tiefe-Tal-Stollen (als Besucher-bergwerk geöffnet), dicht südöstlich des Ortes Goldhausen, wurde im 15./16. Jahrhundert als 100 m lange Untersuchungsstrecke aufgefahren. 1922 bis 1929 veranlaßte C.-Th. Rauschenbusch ihre Erweiterung und ließ sie in der erzführenden Zone um 160 m verlängern. Dabei traf man auf eine alte offene Richtstrecke der Grube St. Sebastian mit zwei Schachtquerschlägen, mehreren Suchorten, einer Haspeistube sowie versetzten Goldabbauen. Eindrucksvoll zeigt auch dieser 100 m weit begehbare Grubenabschnitt spätmittelalterliche Vortriebs- und Abbautechnik in den steilstehenden Erzlagern. |
Modell der St. Georg Grube |
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Außer den Tiefbauen
weist der Eisenberg übertägig zahlreiche Spuren des Goldbergbaus auf. So im Westteil des
insgesamt 1900m langen Bergzuges noch 200m der großen Tagebaupinge des 12.- 14.
Jahrhunderts. Am östlichen Bergfuß sind in einem 2,5 ha großen Waldstück Goldwaschkulen (13.- 16. Jahrhundert) weitgehend ungestört erhalten geblieben. Sonstige Schacht- und Schurfpingen sind auch anderorts am Berg vorhanden, die jedoch leider alle nicht der Öffentlichkeit zur Besichtigung zur Verfügung stehen.
Blick in den bis zu 28 m hohen |
Wie
entstand das schimmernde Edelmetall,
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