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Keine Angst vor Hornissen

Frühjahrszeit ist auch Hornissenzeit, auf diese einfache Formel kann man kommen, denn jetzt brummen sie wieder, diese größten Vertreter aus der Wespenfamilie in unserer Region. 
Räuber sind sie, das kann jeder feststellen, der sie beim Eintragen der erbeuteten Insekten in ihr Nest beobachtet. Gefährlich sind sie aber auf keinen Fall für den Menschen, gleichwohl kann ihr Stich bei Allergikern zu Beschwerden führen. Es handelt sich schlicht um Märchen, wenn davon berichtet wird, wie ein paar Hornissen Pferde und sogar Menschen umbringen.

Hornissen sind nicht gefährlicher als ihre nächsten Verwandten ,die Wespen. Nicht zuletzt die erwähnten Märchen haben aber dazu geführt ,dass diese für unser ökologisches Gleichgewicht wichtigen Tiere auf die "Rote Liste" der gefährdeten Tierarten gerieten. Um so erfreulicher ist es, dass es in den letzten Jahren mit der Zahl der Hornissenvölker stetig aufwärts ging. Freilich damit verbunden ist gelegentlich auch Ärger, nämlich dann, wenn sie ihre Nester dort bauen, wo sie nun wirklich stören; auf bewohnten Dachböden ,in Gartenlauben, in Vogelkästen ,die in Obstbäumen hängen, im Gemäuer und auf Hochsitzen .Dann hilft im Ernstfall nichts anderes, die Insekten müssen umziehen, wo eine Umsiedlung ohne größeren Aufwand möglich ist.

Die Nester werden dafür in eigens konstruierte Nistkästen umgesetzt Nach einer gewissen Übergangszeit, in der sich die Tiere an das neue Nest und die neuen Gegebenheiten gewöhnt haben, wird ein günstiger Moment abgepasst. Sobald die meisten Tiere daheim sind, wird das Flugloch verschlossen. Neu ankommende Bewohnerinnen werden mit Hilfe eines Käschers eingefangen und in den Kasten eingebracht. Bis auf ganz wenige Tiere wird so das ganze Volk umgesiedelt. Ein Pappstück vor dem Einflugloch verhindert, dass die Tiere gleich wieder losfliegen Es wird dann ein neuer Platz ausgesucht, an dem der Kasten aufgehängt wird. Haben die Tiere die Pappe durchgenagt, haben sie sich an die neue Umgebung gewöhnt und die Umsiedlung ist abgeschlossen.

Wer noch irgendwelche Fragen zu Hornissen hat, und wer weiß wo Hornissen vorkommen meldet dieses bitte an folgende Adresse, entweder telefonisch unter Nummer 05631-60466, schriftlich an folgende Adresse:

Friedrich Bachmann Am Kleegarten 48
34497 Korbach-Goldhausen
oder auch als E-Mail unter bachmann@goldhausen.de

Für zahlreiche Meldungen wäre ich dankbar.

im Mai 2002

 

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