titel-goldhausen.jpg

Chronik der Presseberichte aus 2002

Presseberichte 2002

 

Wasserrohrbruch im Gemeinschaftshaus

Frost bescherte Goldhäusern eine unliebsame überraschung

Pech für die Goldhäuser: überm Saal des Gemeinschaftshauses platzte ein Wasserrohr. Das Wasser lief erst in den Saal, dann durch bis in den Keller. Nach Silvester sollen Entfeuchtungsmaschinen die Räume wieder trockenlegen.

von Jörg Kleine

KORBACH-GOLDHAUSEN. Frost im Wasserrohr sorgte für überschwemmung im Goldhäuser Dorfgemeinschaftshaus. Das Wasser lief vom Dachboden bis runter in den Keller.

Für ihr Dorfgemeinschaftshaus legen sich die Goldhäuser seit anderthalb Jahren ins Zeug. Dabei probten sie ein neues Modell in Korbach: Die Stadt zahlt für Bauvorhaben eine vorher fixierte Summe Geld, der Ortsbeirat bekommt Freiraum bei der Umsetzung.

Profitieren sollen davon beide Seiten, denn die Stadt will möglichst sparen, die Dörfer wiederum haben Interesse, dass sich Eigenleistung auch sichtlich bezahlt macht.
Goldhausens Ortsvorsteher Wolfgang Behle ist denn auch zufrieden. Das Dorfgemeinschaftshaus hat inzwischen einen Küchenanbau, dazu ein Kühlhaus. Insgesamt bietet sich den Goldhäusern damit mehr Platz für Treffen und Feiern. Im gleichen Zug gab es neue Fliesen für Toilettenräume und Ausschank, überdies ein großes Fenster mit Zugang vom Saal aufs Grundstück. Auch für gebrauchtes Pflaster aus der Korbacher Altstadt fanden die Goldhäuser am Gemeinschaftshaus beste Verwendung.
Kurz vor der geplanten Eröffnungsfeier macht ihnen ausgerechnet Väterchen Frost einen Strich durch die Rechnung. Beim plötzlichen Temperatursturz zuletzt ist eine Wasserleitung unterm Dach zugefroren und dann geplatzt. Das Wasser lief durch die Decke zunächst in den Saal, stieg auf zehn Zentimeter - und sickerte dann runter bis in den Keller.
Das Neujahrsschießen im Schützenraum haben die Goldhäuser bereits abgesagt, denn erst mal muss die Suppe wieder ausgelöffelt werden. Entfeuchtungsgeräte sollen die Räume nach Silvester möglichst schnell wieder trockenlegen.

Möglicher Fehler bei der Eigenleistung? "Nein, das ist völlig auszuschließen", betont Horst Paul vom Korbacher Bauamt. Das - isolierte - Wasserrohr unterm Dach hat mit der Erweiterung der Küche nichts zu tun. Die Goldhäuser hatten einfach Pech, noch dazu, weil ein Teil ihrer Arbeit wieder zunichte gemacht worden ist. Denn die neuen Tapeten mussten inzwischen wieder runter.
Trotzdem behält Wolfgang Behle die baldige Eröffnungsfeier im Visier: wenn nicht im Januar, dann eben im Februar.

WLZ - im Dezember 2002

 

Handarbeit hilft: 2000 Euro

Groß war die Freude beim Handarbeitskreis der Eisenberger Landfrauen, dass bei ihrem Basar im November nahezu alle Handarbeiten sowie sämtliche Kuchen verkauft worden waren. Freude dann am Montag auch bei Dr. Michael Ehrlich. Denn der Vorsitzende des Korbacher Fördervereins für krebskranke Kinder nahm den Erlös des Basars entgegen: 2000 Euro. Seit Juli hatten die 20 Frauen aus Goldhausen, Lengefeld, Nordenbeck, Ober- und Nieder-Ense auf den Basar hingearbeitet. Montags trafen sie sich und frönten ihrem Hobby Handarbeit. Da wurde gestickt, gehäkelt, geheftet, geklebt und gemalt. Seit acht Jahren gibt es den Handarbeitskreis innerhalb des Landfrauenvereins Eisenberg. Der Markt in Nieder-Ense war ihr dritter Basar. Zuvor hatten die fleißigen Bienen um Vorsitzende Ingrid Schulze und die Leiterin des Handarbeitskreises, Helga Rütter, ein Kirchenprojekt sowie eine kranke Frau finanziell unterstützt. (zmo) Foto: Briehl

HNA - im Dezember 2002

 

WLZ-Adventskalender: Blick in den St.-Georgs-Schacht in Goldhausen

In einem gewissen Berge Gold gefunden

Hier geht''s hinunter: Der Dortmunder Geologe Dr. Wolfgang Homann öffnet die Tür zum St.-Georgs-Schacht in Goldhausen. Homann ist einer der besten Kenner des Goldbergbaus am Eisenberg.Foto: jk

von Jörg Kleine

KORBACH-GOLDHAUSEN. Advent, Advent - die Waldeckische Landeszeitung hat einen Adventskalender zusammengetragen, in dem Sie, unsere Leser, jeden Tag ein Türchen öffnen können, das Ihnen für gewöhnlich verschlossen bleibt. Ob ein Turbinenhäuschen, eine Bodenluke oder der Eingang eines Bunkers: Hinter jeder Tür verbirgt sich eine Geschichte. Diesmal öffnen wir die Tür zum St.-Georgs-Schacht in Goldhausen.

Zur Adventszeit mitten im Dorf in die Unterwelt abzugleiten, das birgt einige Gefahr. Nein, Grubenlampe, Helm, Handschuh und gutes Schuhwerk sind an Bord, da kann nicht viel passieren. Aber gebratene Weihnachtsgänse, Christstollen und Schokoladenlebkuchen sollten nicht zur Vorbereitung gehören: Zwischen Stahlleitern vorn und nacktem Fels im Rücken passt kein dicker Speckgürtel.

Die Bergleute, die in Goldhausen vor 500 bis 600 Jahren ans Werk gingen, waren eher schmal wie Handtücher. Bei kargem Licht und kargem Lohn trieben sie sich mit Hammer und Schlägel täglich nur zentimeterweise ins Gestein, erzählt Dr. Wolfgang Homann beim 40 Meter tiefen Abstieg in die Vergangenheit. Eher karg war ebenso die Ausbeute - zumindest verglichen mit manch südafrikanischer Goldmine. Doch in rund 800 Jahren gewannen die Bergleute aus dem geschieferten Gestein des Eisenberges immerhin rund 1,2 Tonnen pures Gold.
Schon im 13. Jahrhundert muss das Edelmetall aus Waldecker Landen für Furore gesorgt haben. Der große deutsche Naturforscher, Philosoph und Theologe Albertus Magnus ("De Mineralibus") schwärmte 1250 in höchsten Tönen davon: "Das Gold jedoch, das in unseren Zeiten in reichlicherem Maße gefunden wird, kommt aus dem Königreich Böhmen, und neuerdings wird in den Teilen des teutonischen Westfalens, in einem Orte, der Curbeth genannt wird, in einem gewissen Berge Gold gefunden, von dem, wenn es gereinigt wird, weniger verloren geht als von irgendeinem anderen."
Machte das böhmische Erz Prag zur goldenen Stadt, dann dürfte sich in Deutschland heute wohl Korbach mit diesem Titel schmücken. Graf Philipp II. (1453 bis 1524), Stifter der Eisenberger Grafenlinie, wurde von Kaiser Maximilian I. 1486 sogar zum Ritter vom Goldenen Sporn geschlagen. Und selbst in Goethes "Götz von Berlichingen" spielen Graf und Gold eine Rolle - mit Lösegeld.
Götz lauerte 1516 Philipp auf, setzte ihn samt Diener auf einem fränkischen Schloss gefangen und ließ ihn erst frei, als die Waldecker ihm 8000 Goldgulden gezahlt hatten. Diese Episode aus dem wahren Leben dichtete Goethe später auch in sein Drama hinein - der Waldecker Graf in der Rolle des "Weislingen".

Reich geworden ist - außer vielleicht Götz von Berlichingen - von dem Eisenberger Gold indes niemand. Von dieser Seite des realen Dramas kündet auch der St.-Georgs-Schacht. "Glück auf", glänzt es in goldenen Lettern auf der Lore vorm Eingang. Unterm Holzdach öffnet der Dortmunder Geologe Wolfgang Homann eine schwere stählerne Luke, dann geht es senkrecht hinab über teils glitschige Stahlleitern. Vor zehn Jahren haben Homann und sein Team vom Dortmunder Naturkundemuseum die Leitern in schweißtreibender Arbeit im Fels verankert. Bisweilen sind die Stufen aber so nah an der Wand, dass nur die Fußspitze Halt findet.
Als wir auf der 40-Meter-Sohle ankommen, öffnen sich die Gänge der Bergleute nach oben wie Dome. Trotz des Winters ist sogar die Temperatur moderat, die Lungen füllt klare, feuchte Luft. Im Schein der Grubenlampen schillert das Gestein mal rötlich-bunt, mal gelblich an den Wänden. über Kopf haben sich Tausende kleiner milchig-weißer Tropfsteine formiert. Und überall gibt es Spuren vergangener Jahrhunderte zu entdecken.

Goldene Nuggets sind hier im Bauch des Berges, 13 Stockwerke tief unter den Wohnhäusern, für Laien leider nicht zu finden. Doch der neue Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" will die lange Tradition zumindest touristisch ummünzen. So öffnet sich das Türchen am St.-Georgs-Schacht in Zukunft vielleicht auch für Gäste zu einem der beeindruckendsten Abenteuer des Waldecker Landes.

WLZ - im Dezember 2002

 

Goldhausen siegt im Stadtpokal knapp vor Korbach

EPPE (pfa). Bei den Korbacher Stadtmeisterschaften im Luftgewehr- und Luftpistolenschießen gewann die Mannschaft aus Goldhausen. Mit 1212 Ringen verwiesen die Sportschützen die Teams aus Korbach (1207 Ringe), Meineringhausen, Eppe (je1193) und Lengefeld (1154) auf die Plätze. Beste Einzelschützen des im Epper Schießstand ausgetragenen Wettkampfes waren mit dem Luftgewehr Jochen Brand (188), Kornelia Graf (183) und Bernd Mütze (182). Pistole: Ulrich Weiland (186), Jürgen Fihlon (177) und Jochen Kolberg (173). Karl-Heinz Rupprath, Schießwart der Epper Sportschützenabteilung, und der stellvertretende Ortsvorsteher Günther Daubert überreichten den erfolgreichen Teilnehmern ihre Siegerpokale.

WLZ - im November 2002

 

Bachmann an Spitze der Grünen

KORBACH. Die Korbacher Grünen haben einen neuen Vorsitzenden: Friedrich Bachmann wurde in der Mitgliederversammlung an die Spitze des Stadtverbandes gewählt. Der 58-Jährige aus Goldhausen übernimmt das Amt von Klaus Fieseler, der im Oktober aus beruflichen Gründen zurückgetreten war. Bereits seit einiger Zeit vertritt Bachmann die Korbacher Belange im Kreisvorstand seiner Partei und arbeitet in den Korbacher Agenda-21-Arbeitsgruppen Stadtentwicklung und Verkehr sowie Naturschutz und Landwirtschaft mit. Er ist außerdem Mitglied im Korbacher Naturschutzbund.

Bachmann kündigte an, Schwerpunkt der Arbeit der Grünen solle neben dem nahenden Wahlkampf die Stadtentwicklung sein. In diesem Zusammenhang kritisierte er die Entscheidung des Stadt-Parlaments, dass Kaufland auf dem Sonneborngelände bauen darf. Kaufland werde keine Probleme lösen, sondern nur neue schaffen. Kaufland sei bloß ein großer Supermarkt mit einigem, zusätzlichem Ramsch-Sortiment. Dieses Angebot werde niemanden zusätzlich nach Korbach, geschweige denn in die Fußgängerzone locken. (NH)

HNA - im November 2002

 

Korbacher Ortsteil Goldhausen wird an Kläranlage angeschlossen

Alte Leitung ist abgeklemmt

KORBACH-GOLDHAUSEN (pl). In Goldhausen brechen neue Zeiten bei der Abwasserentsorgung an: Am 4. November klemmten Bauarbeiter die alte Schmutzwasserleitung ab. Bis zum Ende der Woche soll der Korbacher Ortsteil an die Verbandskläranlage bei Hillershausen angeschlossen sein.

Dann gehen auch die übrigen Bausteine der neuen Abwasserentsorgung in Betrieb. Herzstück ist ein 275 Kubikmeter großes unterirdisches Regenrückhaltebecken nahe der Kneippanlage unterhalb des Dorfes. Gespeist wird es von einem rund 400 Meter langen Abwasserkanal aus Betonrohren.
Ein zusätzlicher Auffangteich mit 500 Kubikmetern Fassungsvermögen soll das Becken bei besonders starken Regenfällen entlasten. Dort führte das Schwalmstädter Bauunternehmen Rudewig gestern Erdarbeiten aus. Rund 400 000 Euro werden nach Angaben des Twistetaler Ingenieurbüros Gröticke und Partner, das für die Planung und Bauleitung verantwortlich ist, für Kanal und Fangbecken investiert.

Dazu kommt eine etwa zwei Kilometer lange Kunststoffleitung, die das Schmutzwasser aus Goldhausen zum Sammler des Abwasserverbandes befördert, von wo es schließlich zur Kläranlage unterhalb von Hillershausen gelangt. Die Zeit der Hauskläranlagen in Goldhausen ist damit vorüber.
Im Frühjahr war mit dem Bau des Abwasserkanals und des Regenbeckens begonnen worden. Während die neue Anlage ihren Betrieb in dieser Woche aufnehmen soll, können einige Erdarbeiten voraussichtlich erst im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Der viele Regen in den vergangenen Tagen hat den Boden zu stark aufgeweicht.

WLZ - im November 2002

 

Goldhäuser pflastern ihren Festplatz

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Nicht nur in Eppe und in Meineringhausen hat man für alte Pflastersteine Verwendung. Auch die Goldhäuser nutzen Altes, um damit Neues zu schaffen: Fleißige Helfer säuberten rund 200 Quadratmeter gebrauchtes Pflaster vom Korbacher Rathausvorplatz und verlegten es hinter dem Dorfgemeinschaftshaus (DGH) neu. Viele Goldhäuser waren dem Aufruf des Ortsbeirats gefolgt und packten kräftig zu, damit der neue Festplatz hinter dem DGH noch vor Einbruch des Winters befestigt wurde. Unterstützt wurden die Männer durch einige Frauen, die sich um das leibliche Wohl der Arbeiter kümmerten. Der Korbacher Bürger meister Klaus Friedrich und der Magistrat sprachen den freiwilligen Helfern ihren Dank aus. Die Leistungen spiegelten den guten Geist innerhalb der Dorfgemeinschaft wider, betonte der Bürgermeister.

WLZ - im November 2002

 

Belastet? Goldhäuser ließen Blut.

Gleiche Blutuntersuchung wie in Korbach: Wie wirken sich Mobilfunkstrahlen auf den Körper aus?

Gerda llian (l.) ließ sich von Rita Mark (r.) Blut abnehmen. Das soll daraufhin untersucht werden, ob es sich beispielsweise durch Mobilfunkstrahlen verändert hat. FOTO: BRIEHL

GOLDHAUSEN. Wie stark sind sie belastet? Wie sehr wirken sich Strahlen des Mobilfunks und von schnurlosen Telefonen auf den Körper aus? Um das herauszufinden, kamen am 21. Oktober 58 Menschen in das Goldhäuser Dorfgemeinschaftshaus. Dort ließen sie sich von einem Arzt und drei Arzthelferinnen Blut abnehmen. Dazu aufgerufen hatte die Bürgerinitiative Goldhausen.

Ende Juli und im August hatte schon die Korbacher Bürgerinitiative die Einwohner der Kreisstadt aufgefordert, an der Blutuntersuchung teilzunehmen. Bei beiden Untersuchungen wurden veränderte Blutwerte festgestellt.
Das Blut aus Goldhausen wird in einem Labor in Ingelheim untersucht. Beispielsweise darauf, ob mehr unreife rote Blutkörperchen durch die Adern gepumpt werden, als bei normalen Werten. Strahlen können daran Schuld sein, dass rote Blutkörperchen zu früh ins Blut abgegeben werden. Produziert werden sie im Knochenmark. Weil sie dann aber noch nicht reif sind, können sie nur wenig Sauerstoff aufnehmen. So wird der Körper auf Dauer mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Ob auch Goldhäuser veränderte Blutwerte haben, das wird in zehn bis 14 Tagen feststehen. Dann soll das Laborfertig sein. ärztin Julia Günther wird die Probanden über ihre Daten informieren. Außerdem werden die Werte der internationalen Organisation Icreserve zur Verfügung gestellt. Sie erforscht, wie sich Strahlen auf Organismen auswirken.
58 Menschen - das kommentiert Sabine Gernandt-Krüger von der Bürgerinitiative Goldhausen auf HNA-Anfrage mit "gut gelaufen". Seit einem Jahr gibt es die Initiative in dem Korbacher Stadtteil. Eine Sendeanlage steht in dem Dorf. Eigentlich seien die Werte in Goldhausen nicht hoch, das hatte ein Baubiologe im Auftrag der Stadt gemessen. Dennoch hätten Goldhäuser über Schlafstörungen und "verschiedene Krankheitsbilder" geklagt, meint Sabine Gernandt-Krüger. Es gebe auch "vermehrt Krebsfälle". Schuld daran müsse nicht nur der Mobilfunksender sein. Auch schnurlose Telefone sendeten starke Strahlen.
Und dass nicht mehr Sender von Mobilfunk-Firmen in Goldhausen installiert werden, das sei dem Dorf zugesichert worden, erklärt Gernandt-Krüger. (ABG)

WLZ - im Oktober 2002

 

MGV Nieder-Ense richtete Liederabend für seinen Dirigenten Hartmut Scharfe aus

Dem Chorleiter zur Ehr'

Ein Teller für den Jubilar, ein Strauß für die Ehefrau: Hartmut Scharfe (links) wurde für seine langjährige Chorleiter-Tätigkeit gehrt, neben ihm Friedrich Egert (MSB-Präsident), Hannelore Scharfe, Heinz Rhode (Vorsitzender MGV Nieder-Ense) und Annelies Weibel (Vorsitzende Sängerbezirk Korbach).

NIEDER-ENSE. Einen Liederabend zu Ehren von Hartmut Scharfe aus Goldhausen veranstaltete der MGV Nieder-Ense am Samstagabend. Der Grund: Seit 40 Jahren leitet Scharfe diesen Chor.

Vorsitzender Heinz Rhode hieß die Gäste im Dorfgemeinschaftshaus willkommen, und Schriftführer Uwe Hochbein hielt einen humorvollen Rückblick auf die vier Jahrzehnte.
Als der Verein im Sommer 1962 plötzlich ohne Chorleiter da stand und man dringend einen Dirigenten suchte, wurde man auf einen jungen Lehrer in Goldhausen aufmerksam, der sogar Musik studiert hatte. Hartmut Scharfe. Er wurde gefragt, ob er das Dirigentenamt übernehmen wolle und reagierte zunächst überrascht und skeptisch. Nach einer Bedenkzeit sagte er aber zu, fing sofort mit den Chorproben an und nach nur wenigen Tagen hatte der MGV Nieder-Ense beim Erntedankfest den ersten Auftritt mit dem neuen Chorleiter.

1965 übernahm Hartmut Scharfe dann auch die Leitung beim gemischten Chor Goldhausen und zwei Jahre später beim MGV Ober-Ense. Seit Mitte der 80er Jahre treten die Sänger der Ense-Dörfer als Chorgemeinschaft auf.
Im ersten Teil des Liederabends sangen sie Liedgut von vor 40 Jahren; darunter "Mein Mund, der singet" und "Friedlich am Wege". Petra von Hanxleden dirigierte vertretungsweise den Goldhäuser Chor bei "Drei gute Dinge" und dem " Schifferlied". Danach folgten modernere Stücke wie "Wir danken dir". Unter der Leitung von Reinhold Krüger boten die Enser Sänger dar "Schwinge dich auf" und "Glocken der Heimat". Zum Abschluss übernahm der Jubilar wieder selber die Chorleitung. Für "über den Wolken" vom Gemischten Chor Goldhausen und "Ein Traum vom Glück" von der Chorgemeinschaft Ense gab es großen Beifall. Und schon traditionell sangen alle gemeinsam das "Eisenberger Lied".

Zuvor hatte es viele Lob- und Dankesworte für den Jubilar gegeben. 40 Jahre Chöre leiten heiße 40 Jahre Freude bereiten, sagte Annelies Weibel als Vorsitzende des Sängerbezirks Korbach. Als Glücksfall und Juwel für den Bereich von Itter, Ense und Eisenberg bezeichnete Friedrich Egert, Präsident des Mitteldeutschen- und Vorsitzender des Waldeckischen Sängerbundes, den engagierten Chorleiter. Er habe, damals unüblich, mit instrumentaler Begleitung der Gesangvereine begonnen. Weibel und Egert überreichten an Scharfe eine Ehrenurkunde des Deutschen Sängerbundes sowie eine Ehrennadel. Für die Stadt Korbach gratulierte der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Günter Heck. Außer als Chorleiter habe sich Scharfe auch als Begründer des Musizierkreises Eisenberg und der Volkstanzgruppe Goldhausen sowie als Koordinator bei städtischen Veranstaltungen hervorgetan. Darum sei er eine bekannte und geachtete Persönlichkeit, so Heck. Auch Vertreter der von Scharfe grundsätzlich sowie in Vertretung geleiteten Gesangvereine sprachen ein Grußwort. Den Glückwünschen schlossen sich Ortsvorsteher Karl-Heinz Briehl und Pfarrer Reiner Koch an. Durchweg wurde Scharfes ruhige, sachliche und freundliche Art gelobt.
Ein besonderes Dankeschön galt auch Hannelore Scharfe, ohne deren Verständnis das Engagement ihres Mannes nicht möglich gewesen wäre. Der Jubilar selbst erzählte, die Musikalität liege in seiner Familie und daraus habe er immer wieder Kraft für seine Arbeit geschöpft. Scharfe: "Immer war die Musik mein Begleiter." (ZUT)

HNA - im Oktober 2002

 

"Tag des Geotops" - Exkursionen, Führungen, Ausstellungen

Erdgeschichte lockt Besucher

WALDECK-FRANKENBERG (jk). Faszinierende Einblicke in die Erdgeschichte gab es beim "Tag des Geotops". Trotz miesen Wetters verzeichneten die Organisatoren in Waldeck-Frankenberg Hunderte von Besuchern.

Bergwerke, Steinbrüche, Ausstellungen und geführte Wanderungen lockten am Sonntag an insgesamt acht Orten im Landkreis zum "Tag des Geotops ". " Trotzdem gut", heißt dabei Sven Bökenschmidts (Uni Marburg) Resümee mit Blick aufs Wochenendwetter.

Glanzlichter im Landkreis

Der Vöhler Diplomgeologe gehört zum Arbeitskreis für einen geplanten Geopark Waldeck-Frankenberg, der auch die Veranstaltungen am Sonntag mit organisiert hatte. Schließlich sollte der "Tag des Geotops" auch ein Baustein sein, um für die erdgeschichtlichen Besonderheiten der Region zu werben.
An der Grube "Christiane" in Adorf (Eisenerz) eröffnete Reinhold Sude, Geschäftsführer des Naturparks Diemelsee, den geologischen Reigen für die Besucher. Die Gemeinde Diemelsee stiftete Brötchen und Wurst, fachliches Interesse kam naturgemäß auch vom engagierten Adorfer Knappenverein. Bökenschmidt hätte sich als Experte vor
Ort zwar freundlicheres Wetter gewünscht, doch schwenkte er flexibel auf Vortrag und Bergwerksbesuch um -ohne die geplante Wanderung.

Zugkraft durch Fossilien

Rund 20 Besucher zog es in Adorf zum Bergwerk, rund 250 tummelten sich bei den drei Führungen in der "Korbacher Spalte". Das fossilienträchtige Denkmal aus der Permzeit (vor 250 Millionen Jahren) soll Kernpunkt eines Geoparks werden, und für einen Blick auf eine weltweit bedeutende Fundstätte ließen sich die Besucher offenbar auch nicht von dunklen Wolken schrecken.
Besucherführer Armin Prager war für Korbach äußerst zufrieden, ebenso bei den Exkursionen zum Goldbergbau am Eisenberg (Goldhausen). 40 bis 50 Besucher nahmen Informationen und Exponate zu Deutschlands ehemals größter Goldlagerstätte dankbar auf. Der neue Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" dachte auch an Kaffee und Kuchen.

Informationen zu Deutschlands größter historischer Goldlagerstätte gab es auf dem Eisenberg, wo Armin Prager (Mitte) Besucherführungen lenkte. (Foto: kdl)

Wanderungen und Führungen lockten ebenso nach Bergfreiheit im Kellerwald und nach Rodenbach bei Frankenberg. Dr. Heiner Heggemann (Landesamt für Umwelt und Geologie) zählte rund 40 "sehr interessierte" Gäste in der früheren Rodenbacher Ziegelgrube.
Verschiedene Gesteinsschichten zeugen dort wie in Korbach von Meeresbewegungen in der Permzeit. Statt fossilen Tierknochen sind in Rodenbach vor allem versteinerte Pflanzenreste zu entdecken. Für Mineralienfreunde sind dort zudem Malachit, Bleiglanz oder Pyrit interessant.
Weitere Anlaufstationen waren am Sonntag die Schiefergrube "Christine" in Willingen und das Informationszentrum "KellerwaldUhr" im Frankenauer Feriendorf (Naturpark Kellerwald-Edersee). Rund 50 Besucher "waren insgesamt begeistert von der Ausstellung", zog Landschaftspfleger Volker Nagel (Forstamt Edertal) das Fazit. Geologische Karten, Einblicke in das Geoparkkonzept, dazu Mineralien und Fossilien aus dem Kellerwald zogen überdurchschnittlich viele Besucher zur "KellerwaldUhr". Wichtige Anregung aus den Reihen der Gäste: Die Beschilderung zum Informationszentrum sollte verbessert werden.

Als zusätzliches Bonbon für Besucher gab es am Wochenende teils Broschüren mit Themen zum "Tag des Geotops" und eine neue Ausgabe der Zeitschrift MagNatur, die auch Beiträge heimischer Fachautoren publizierte. Bökenschmidt denkt weiter an die Zukunft: "Eine solche Veranstaltung als Werbung für einen Geopark könnten wir durchaus wiederholen."

WLZ - im Oktober 2002

 

Umbau des Feuerwehrgerätehauses abgeschlossen

Neuer Raum für die Kameradschaft

Die Goldhäuser Wehrführung gemeinsam mit Ehrengästen aus Politik und Feuerwehr im frisch renovierten Gerätehaus.

KORBACH-GOLDHAUSEN (wk).
Vom schlechten Wetter ließen sich die Goldhäuser Feuerwehrleute ihre gute Laune am Samstag nicht verderben, denn am Wochenende ging endlich ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: Der neue Schulungsraum der Feuerwehr wurde seiner Bestimmung übergeben.

Der neue Schulungsraum konnte eingerichtet werden, weil ihn die Gefriergemeinschaft nicht mehr benötigte. Ende vergangenen Jahres hatte sich die Gemeinschaft aufgelöst. Mit Finanzmitteln der Stadt Korbach und mit über 2000 Stunden Eigenleistung ist das Projekt verwirklicht worden. Außerdem wurden die Räume des Gerätehauses neu gestrichen sowie eine Heizungsanlage eingebaut und die Toiletten modernisiert.

Wehrführer Karl Helmut Tepel bedankte sich bei der Stadt und den vielen freiwilligen Helfern für die Unterstützung. Stadtrat Wilhelm Kappelmann und der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Günther Heck gratulierten den Goldhäusern zu ihrer neuen Unterkunft. Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Manfred Hankel, wünschte sich einen Raum für Gemeinschaft und Kameradschaft. Ortsvorsteher Wolfgang Behle überbrachte den Helfern den Dank des Ortsbeirates. Für die Feuerwehren der Stadt Korbach bedankte sich der stellvertretende Stadtbrandinspektor Willi Straußberg.

Die Goldhäuser Wehr nutzte die Gelegenheit, um mit einem Tag der offenen Tür auf die Dienste der Feuerwehren aufmerksam zu machen. Zahlreiche Besucher informierten sich über die Einsatzmöglichkeiten der ausgestellten Geräte und Fahrzeuge der Kernstadt Korbach. Es gab Vorführungen, wie zum Beispiel eine Fettexplosion oder die Befreiung von Personen aus einem Unfallauto.

WLZ - im Oktober 2002

 

Goldhäuser übernimmt Korbachs Altsstadt-Schreinerei

Schreinerei Schmalz mit neuer Leitung

Birgit und Jürgen Schulze (links) mit ihren Kindern, den Mitarbeiter der Schreinerei und Ingeborg Schmalz (rechts) foto: Harald Casper

Ob Innenausbau, Restaurationen oder Möbelherstellung: kein Problem für Schreinermeister Jürgen Schulze. Auch Türen, Fenster und Treppen werden fachgerecht erstellt und eingebaut.

Seit dem 1. August hat der 33-Jährige den Handwerksbetrieb von lngeborg Schmalz gepachtet, in dem er bereits 1988 seine Gesellenprüfung abgelegt hat. Nach drei Gesellenjahren in der Firma Schmalz hat er zahlreiche Erfahrungen in verschiedenen Betrieben gesammelt und 1996 die Meisterprüfung abgelegt. Nun ist Jürgen Schulze an seinen Ausbildungsort zurückgekehrt. Alle Mitarbeiter seines Vorgängers Friedrich Schmalz hat er übernommen.

Der Traditionsbetrieb in der Altstadt neben der Freilichtbühne kann bereits auf sein 270-jähriges Bestehen zurückblicken und ist damit einer der ältesten Handwerksbetriebe in der Region. Nun lenkt ein neuer Schreinermeister mit frischen Ideen den Blick nach vorn. Zu erreichen ist Jürgen Schulze mit seinem Team unter 05631-2249. pr

Internet: www.schreinerei-schmalz.de

Korbacher Bote - im September 2002

 

Feuerwehr Goldhausen in Korbachs tschechischer Partnerstadt

Besuch bei Kameraden in Vysoke Myto

Goldhäuser Feuerwehrleute reisten in Korbachs tschechische Partnerstadt Vysoke Myto - unser Bild zeigt sie vor dem Prager Tor. Links im Bild der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Günther Heck, der die Gruppe begleitete.

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Korbachs tschechische Partnerstadt Vysoke Myto besuchten 17 Jugendliche und 13 Erwachsene der Jugendwehr und der Einsatzgruppe der Feuerwehr Goldhausen. Untergebracht waren sie in Zelten und im Stützpunkt.

Der Empfang durch die tschechischen Feuerwehrkameraden war herzlich. Die Jugendlichen waren in Zelten untergebracht und die Erwachsenen bezogen ein Mannschaftsquartier im Gebäude. Nach dem Abendessen und kurzer Erkundung der Stadt wurden mit den tschechischen Feuerwehrleuten in gemütlicher Runde die ersten Gespräche geführt. Hierbei waren Englisch, Deutsch, Gestik und die Hilfe einiger Dolmetscher erforderlich, um sich zu verständigen.
Gleich in der ersten Nacht erlebten die Camper eine böse überraschung - ein kräftiges Gewitter brach über die Stadt herein. Da sich auch nach einigen Stunden keine Besserung abzeichnete und die Sachen durchnässt waren, zogen die Jugendlichen in den Raum der noch nicht installierten Atemschutzübungsstrecke um.
Am Morgen standen der Empfang beim Bürgermeister und eine Stadtführung in Vysoke Myto auf dem Programm. Nach der Besichtigung des Stützpunktes wurde das Wetter besser und die Gruppe teilte sich. Die Erwachsenen besuchten eine weitere Feuerwehr im Nachbarort Chocen. Die Jugendlichen zogen es vor, schwimmen zu gehen und in der Sonne den fehlenden Schlaf der verkürzten Nacht nachzuholen.
Am nächsten Tag stand die Besichtigung der Berufsfeuerwehr Pardubice, einer Stadt mit rund 100 000 Einwohnern, auf dem Programm. Durch einige übungen demonstrierte diese ihre Arbeit. Abends standen der Besuch eines Biergartens und eines Minigolfplatzes auf dem Programm.

Während des Besuches der Goldhäuser Feuerwehrleute standen noch eine Stadtbesichtigung in Litomysl, Freibadbesuche, Kartfahren sowie eine Abschiedsfeier mit den Gastgebern an. Auf der Rückfahrt legten die Goldhäuser noch einen dreistündigen Zwischenstopp in Prag ein.
Alle waren von der Fahrt begeistert und freuen sich auf den Gegenbesuch der Feuerwehrkameraden aus Vysoke Myto - sie wollen im kommenden Jahr nach Korbach reisen.

WLZ - im August 2002

 

25 Jahre Goldhäuser Grillhütte

Ein beliebter Ort für Sommerfeste feiert "Geburtstag": Nachdem im Jahre 1976 die Tretbeckenanlage an der Straße nach Goldhausen fertig gestellt war, entstand ein Jahr später ganz in der Nähe eine Grillhütte. Die Stadt Korbach stellte das Material zur Verfügung und der Bau konnte in Eigenleistung durch die Goldhäuser Feuerwehr in mehreren Tagen Arbeit über die Bühne gehen. Im Laufe der Jahre erledigte die Feuerwehr notwendige Reparaturen und pflasterte die Flächen vor und in der Grillhütte.

Der sonnig gelegene Standort mit Blick zum Eisenberg und die Nähe zum erfrischenden Tretbecken sorgen dafür, dass die Grillhütte von Einheimischen und Gästen gern genutzt wird. Am 16. Juni veranstaltete der Verein "Unser Dorf" anlässlich dieses 25-jährigen Geburtstages einen Wandertag, der mit einem Grillnachmittag endete. Vorsitzender Dirk Vahland gab einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Hütte. Alle waren sich einig: Die "Grillhütte auf'm Hübbel" ist sicherlich einer der gemütlichsten Orte in Goldhausen.

im Juni 2002

 

Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" gegründet - 42 Mitglieder am ersten Tag - Vorsitzender Wolfgang Behle

Besucher erwartet einzigartiges Bergbau-Erlebnis

KORBACH (jk). "Historischer Goldbergbau Eisenberg": Mit viel Schwung und Eigenleistung will ein neuer Verein goldene Geschichte schreiben. Der Zulauf ist prächtig, denn schon bei der Gründung in Goldhausen trugen sich 42 zahlende Mitglieder in die Liste ein. Vorsitzender ist Wolfgang Behle.

Besucherbergwerk, Abfahren in den Georgs-Schacht, Spuren des mittelalterlichen Tagebaus: "Wir kommen schnell zur Vorstellung, den Bergbau durch ein Besucherbergwerk zu erschließen", ermuntert Erwin Braun. Bei all den modernen Bergbaurelikten überall in der Welt sticht Goldhausen mit Glanzlichtern heraus: "Hier ist der mittelalterliche Bergbau noch authentisch erhalten. Und das ist sehr, sehr selten in Deutschland", schwärmte der frühere Leiter des Bergamts Kassel zum Auftakt der Gründungsversammlung in Goldhausen.

Gute Vorarbeit

Rund 50 interessierte Besucher tummelten sich am Mittwochabend im Goldhäuser Gemeinschaftshaus, um den Verein aus der Taufe zu heben. Ortsvorsteher Wolfgang Behle, Claus Günther von der Stadt und Erwin Braun als Berater hatten gute Vorarbeit geleistet - ob Satzung, Vorstandswahlen oder thematischer Inhalt.
Doch zunächst musste ein Vereinsname her. Vorsichtshalber hatte die Initiatoren im Vorfeld einen Wettbewerb zur Namensgebung gestartet (wir berichteten). Das gesamte Spektrum reichte von "Glück auf Goldhausen" über "Goldfreunde Korbach" und "Aurum" bis "Goldgrube Eisenberg".
Aus den Einsendungen und weiteren Vorschlägen bei der Gründungsversammlung kamen schließlich acht mögliche Namen in die Abstimmung. Die Mehrheit einigte sich schlicht auf den ursprünglichen Untertitel: "Historischer Goldbergbau Eisenberg e.V." heißt der Verein fortan.

Auch die Vorstandswahlen verliefen reibungslos und förderten die Männer zu Tage, die sich schon im Vorfeld für die Vereinsgründung stark gemacht hatten. Vorsitzender ist Ortsvorsteher Wolfgang Behle, Stellvertreter der Korbacher Hotelier Ulrich Zabel, Schriftführer Claus Günther als Mitarbeiter der Stadt. Dazu kommt Karl-Helmut Tepel als Kassierer. Als Beisitzer wirken Hobby-Geologe Armin Prager (Korbacher Spalte), Friedrich Bachmann und Hermann Wittmer an der erweiterten Spitze des Vereins mit.

12 Euro Beitrag

Einige Debatten gab es zur Vereinssatzung mit insgesamt 15 Paragraphen. Der Verein verfolgt gemeinnützige Zwecke und keine eigenwirtschaftlichen Interessen, darin sind sich alle einig. Es geht um Bewahrung und Förderung des historischen Goldbergbaus. Allerdings soll es bald Besucherführungen geben, möglicherweise auch Souvenirs und Getränkeverkauf, wenn der Startschuss für die öffentlichkeit fällt. Da warnte Andreas Kwoll, Leiter der Touristikzentrale des Kreises, mögliche Konflikte mit dem Steuerrecht gleich im Vorfeld zu vermeiden.
Der langjährige Vorgänger Horst König und Versammlungsleiter Ralf Hochstaedt (Rechtsanwalt) sahen indes keine Schwierigkeiten, zumal der Goldhäuser Verein mit Bergwerksfreunden in Adorf oder Bergfreiheit vergleichbar sei: "Sonst dürften auch Sportvereine keine Getränke verkaufen", meinte König.
Die Satzung wurde letztlich einstimmig beschlossen. Der Mindestbeitrag für Vereinsmitglieder beträgt jährlich zwölf Euro für Privatleute, 24 Euro für Institutionen wie Kommunen, Vereine oder Unternehmen.

Viel Eigenleistung

Nach den Formalien steht derweil das inhaltliche Konzept im Vordergrund. Kernpunkt ist zunächst, den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen als Besucherbergwerk zu öffnen. Spezialist Erwin Braun sieht darin kein Problem: "In Eigenarbeit machbar."
Voraussetzungen: Das Entwässerungsrohr am Grubeneingang muss tiefer sein, im Stollen soll das Wasser an die Seite gelenkt werden. Dazu kommen kleinere Arbeiten auf der Strecke. Vielleicht schon im Herbst sollen Besucher dann 250 Meter und mehr bis in die engen mittelalterlichen Partien vorstoßen können.
Als Anlaufpunkt haben die Goldhäuser die Wohnung im Gemeinschaftshaus im Blick - ob Diavorträge, Erläuterungen zum Bergbau oder entsprechende Staffage. Wer ins Besucherbergwerk kommt, soll schließlich authentisches Abenteuer mit Helm und Geleucht erleben. überdies sieht Braun Chancen, auch den tiefen St.-Georgs-Schacht oben im Dorf für kleine Gruppen zu öffnen.
Voraussetzung sind entsprechend ausgebildete Führer, möglichst mit Unterstützung des Korbacher Museums. Zudem brauchen die Korbacher Goldfreunde entsprechende Genehmigungen. Die Bergbaurechte hat nach wie vor die "Gewerkschaft Waldecker Eisenberg", vertreten durch die Familie Rauschenbusch (Kirchen/Sieg). Das Terrain über der Erde gehört der Waldeckischen Domanialverwaltung, dazu kommen Denkmalpflege und staatliche Bergaufsicht (Regierungspräsidium), die das Ansinnen des Vereins absegnen müssen.

Genehmigungen

Doch die meisten Hürden haben die Initiatoren offenbar schon im Vorfeld genommen: Rolf Kaufmann, Chef der Domanialverwaltung, sichert Unterstützung zu; Familie Rauschenbusch scheint wohlgesinnt; auch Stadt Korbach und Naturpark Diemelsee wollen mit zupacken. Gisela Rauschenbusch kann den neuen Goldrausch in Goldhausen nicht mehr erleben. Ihr Großvater Carl Theodor Rauschenbusch hatte das Fieber im Eisenberg in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts neu entfacht, die Enkelin ist vor Wochen gestorben.

Gewinner des Wettbewerbs um die Namensgebung des Vereins ist Stephan Spatke aus Korbach. Er gewinnt ein Goldgräber-Menü für zwei Personen im Goldflair-Hotel "Am Rathaus".
Jeder Interessent kann Mitglied werden im Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg". Ansprechpartner: Wolfgang Behle, Am Kleegarten 23, Goldhausen (Telefon 05631/61633); Claus Günther, Tourist-Information Rathaus (Telefon 05631/53-231, E-Mail: claus.guenther[at]korbach.de)

WLZ (Jörg Kleine) - im Juni 2002; Bilder HNA

 

Historischer Goldbergbau - 12. Juni Gründungsversammlung in Goldhausen:

Verein mit Besucherbergwerk im Blick

KORBACH - GOLDHAUSEN (jk). Am 12. Juni gründet sich in Goldhausen ein Verein, um glänzendes Erbe zu bewahren: Goldbergbau am Eisenberg. Wichtiges Ziel ist ein Besucherbergwerk.

Korbachs Hausberg ist die größte historische Goldlagerstätte Deutschlands, damit auch ein Pfund für Denkmalschutz und Besucher. Noch firmiert die Initiative um den Goldhäuser Ortsvorsteher Wolfgang Behle als "Interessengemeinschaft", doch nächsten Mittwoch, 19.30 Uhr, im Gemeinschaftshaus wollen engagierte Bürger einen Verein aus der Taufe heben.

40 Meter tief ist der St.-Georg-Schacht in Goldhausen. Der gefährliche Abstieg ist indes vorwiegend Wissenschaftlern vorbehalten. Im Vordergrund Dr. Wolfgang Homann. Der Geologe vom Naturkundemuseum Dortmund fühlt sich im Labyrinth der Goldhäuser
Unterwelt wie zu Hause.

Interessenten willkommen

Jeder, der sich einsetzen möchte, ist willkommen - ob Goldhäuser, Korbacher oder einfach nur Fan von Geologie, Bergbau und Geschichte. Zur Namensfindung des Vereins riefen die Initiatoren Anfang Mai zu einem Wettbewerb auf, parallel bereiteten sie eine Satzung vor, über die dann die Gründungsversammlung zu entscheiden hat.

Magnet für Besucher

Mit von der Partie im engsten Kreis sind neben Behle und Bernd Saure aus dem Ortsbeirat auch Karl-Helmut Tepel, Claus Günther (Tourist-Information), Hobby-Geologe Armin Prager, Hotelier Ulrich Zabel und Werner Hankel (Korbacher Hanse). Als Stadtverordneter machte sich Heinz Langerzik, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Stadtentwicklung, stark.

Großes Ziel des Vereins ist ein Besucherbergwerk im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen. Der soll Besuchergruppen bis ins Herz des mittelalterlichen Bergbaus führen: hinein mit Grubenlampen und Gummistiefeln. Daneben bietet Goldhausen eine Reihe weiterer Abenteuer in Sachen Gold - vom Lehrpfad über Relikte des Tagebaus bis zum Sankt-Georg-Schacht. Das Programm am 12. Juni: Referat des früheren Kasseler Bergamtsdirektors Erwin Braun, Namensgebung für den Verein, Satzungsbeschluss und Vorstandswahl.

HNA - im Juni 2002

 

Jetzt packen die Goldhäuser selbst an

Goldhäuser Verein pflegt öffentliche Grünflächen und Anlagen und bekommt dafür von der Stadt Geld

Mit dem Mäher durch Goldhausen: Um die öffentlichen Grünanlagen kümmern sich die Goldhäuser im Auftrag der Stadt unserem Bild Karl-Heinz Tepel (r.). Dahinter (v. L): Ralf Buchloh und Frank Maiwald, Mitarbeiter der Stadt, Bürgermeister Friedrich, Ortsvorsteher Wolfgang Behle.   GOLDHAUSEN. Sie packen mit an: Rasenmäher, Sense, Schaufel und Pinsel nehmen die Goldhäuser nun selbst in Hand, wenn öffentliche Anlagen in dem Korbacher Ortsteil gepflegt und repariert werden müssen. Dafür wurde der Grünflächen-Pflegeverein gegründet.

Das machen die Goldhäuser aber nicht, weil sie zu viel Zeit haben. Für die Arbeit bekommen sie von der Stadt Geld, und zwar so viel, wie die Kommune durchschnittlich in den vergangenen Jahren für solche Arbeiten in dem Ort bezahlen musste. Der Vorteil für Goldhausen: Gibt der Verein nicht alles aus, kann er den Rest behalten und Kleinigkeiten für das Dorf kaufen, beispielsweise Hinweistafeln für den Goldlehrpfad und neue Pflanzen. Einen Antrag dafür müssen sie bei der Stadt auch nicht stellen.

Die Stadt hat davon auch Vorteile: Erstens werde der Bauhof entlastet, dessen Mitarbeiter bisher auch wegen kleinerer Arbeiten in die Ortsteile fahren mussten, erklärt Bürgermeister Klaus Friedrich. Zweitens spare die Stadt Geld. "Goldhausen hat hier Modellcharakter." Das Dorf sei bisher der einzige Korbacher Ortsteil, der die öffentlichen Grünflächen selbst pflege, meint Friedrich.
5300 Euro bekommt der Pflegeverein in diesem Jahr. Für diesen Betrag mähen die Mitglieder Rasen, beschneiden Pflanzen, reinigen die Buswartestelle und das Tretbecken, Pflegen die Pflanzen und Wege auf dem Friedhof, schließen regelmäßig den Georg-Viktor-Turm für Besucher auf und kümmern sich um den Goldlehrpfad. Noch ein Vorteil: Wenn Arbeiten anstehen, können sie sofort erledigt werden. Die Goldhäuser müssen nicht mehr warten, bis der Bauhof Zeit hat.
Gibt es Aufgaben, die mit viel Arbeit verbunden sind, wird aber weiterhin der Bauhof beauftragt. Ortsvorsteher Wolfgang Behle beschreibt: Ist eine große Fläche Rasen zu mähen, kommen die städtischen Mitarbeiter. Der Grünflächen-Pflegeverein kürzt dann dort das Gras, wo die große Maschine nicht hingekommen ist. Also bleiben den Goldhäusern die kleineren Aufgaben. Das Geld, das der Ort behalten darf, sei auch ein Dankeschön dafür, dass sich die Einwohner für ihr Dorf engagieren. Alle Korbacher Ortsteile setzten sich dafür ein, dass ihre Dörfer attraktiv blieben, sagt Klaus Friedrich. Ob auch sie ihre öffentlichen Grünflächen und Anlagen selbst pflegen wollen, wird sich bald zeigen. In Goldhausen seien Erfahrungen gesammelt worden, die mit den anderen Ortsvorstehern in den kommenden Wochen besprochen werden sollen. (ABG)  

HNA - im Juni 2002

 

Gigantische Sicht im goldenen Dorf

Goldhausen liegt idyllisch am Eisenberg - Gold ist eine Attraktion des Dorfes

Abenteuer in Goldhausen: Nicht oft können Besucher den Tiefentalstollen von innen bestaunen Ist der Goldverein gegründet,soll aber regelmäßig durch die engen dunklen Gänge geführt werden. (Foto: Briehl) GOLDHAUSEN. Die Sicht über das Upland ist gigantisch. über sanft geschwungene, vom Wald grün gefärbte Berge hinweg reicht der Blick bis zum Dommelturm, wenn die Luft klar ist. Die Lage Goldhausens, erhöht am Westhang des Eisenbergs, ist ein Grund, weshalb der Korbacher Ortsteil so lebens- und liebenswert ist, meint Ortsvorsteher Wolfgang Behle. "Wenn ein bisschen Wasser hier war', sehe es aus wie in Capri." Kommt Behle aus dem Urlaub, schaue er zuerst aus dem Wohnzimmerfenster. Die weite Landschaft, seine Heimat vor Augen, stelle er sich jedesmal wieder die Frage: "Was willst du eigendlich woanders?"
Früher war es das Gold, was den Ort so wertvoll machte. Heute ist es die Idylle.
Wegen des Edelmetalls wurde Goldhausen vermutlich gegründet, vor 576 Jahren soll das geschehen sein.

Im Jahr 1426, so steht es im Ortssippenbuch, bauten Bergleute die Siedlung. Die Arbeiter waren auf der Suche nach dem großen Glück, in Form des glänzenden Metalls.
Heute machen sich Gäste des Ortes auf die Suche nach dem Abenteuer. Ein bisschen davon finden sie in den alten Stollen unterhalb Goldhausens, beispielsweise im Tiefentalstollen auf der Südseite des Eisenbergs. Dort werden ab und zu Führungen durch die dunklen schmalen Gänge angeboten.
Bis zu diesem Schacht zieht sich der Goldlehrpfad, der im Ort beginnt. Unter welchen Bedingungen Bergleute vor Hunderten von Jahren arbeiteten und welches Werkzeug sie benutzten, um sich durch Erde und Stein Richtung Gold zu graben, unter anderem das wird auf den Tafeln beschrieben. Um Besucher regelmäßig durch die Stollen führen zu können, soll einer besonders gesichert werden, erklärt Wolfgang Behle. "Man muss halt was zum Anfassen haben."
Zum Anfassen ist auch der Georg-Viktor-Turm oberhalb des 350-Einwohner-Dorfes. Nicht nur von unten kann das 23 Meter hohe Bauwerk bestaunt werden. Von der Spitze aus sind der Dörnberg, der Herkules oberhalb Kassels, das Hohe Gras, die Eder- und Lahnberge und die Berge des Sauerlandes zu sehen.
Wenn er ein paar Tage Bürgermeister von Korbach wäre, was würde Behle für Goldhausen tun? Die Antwort kommt prompt: Das Dorfgemeinschaftshaus erneuern. Der Saal müsse gestrichen, Fenster und Türen erneuert und hinter dem Gebäude gepflastert werden. Bisher seien die Küche um den Schänk- und den Kühlraum erweitert und eine Behinderten-Toilette eingebaut worden, erklärt der Ortsvorsteher. Ihn stört, dass alles mit zeitlichem Abstand umgesetzt wird, statt das Gemeinschaftshaus auf einmal in Ordnung zu bringen.
Dieser Treffpunkt bedeutet den Einwohnern viel. Sie feierten oft in den Räumen. Wenn es fertig ist, wird es alle 14 Tage besetzt sein, schätzt Wolfgang Behle. Ebenfalls in dem Haus untergebracht ist der Jugendraum, dessen Schlüssel sich die jungen Goldhäuser beim Ortsvorsteher abholen können.
Was fehlt in Goldhausen? Behle fallen zwei Dinge ein: eine Gaststätte, seit vier Jahren gibt es dort schon keine mehr, und ein Ortsmittelpunkt, beispielsweise ein Platz, auf dem sich die Einwohner treffen, um zu feiern.

An jungen Menschen mangelt es dem Ort nicht. Viele blieben nach ihrer Ausbildung in Goldhausen, bauten selbst oder an das Haus der Eltern an, sagt Behle. 16 Bauplätze habe das Dorf, 13 seien zurzeit noch frei, ein weiteres Baugebiet könne bald ausgewiesen werden.
Was Goldhausen ebenfalls lebenswert mache, sei die Gemeinschaft. "Jeder kennt jeden." Und die Gemeinschaft ist aktiv. Ein besonderes Treffen organisieren die Einwohner einmal im Jahr: das Dorffrühstück. Ein großes Büffet wird aufgebaut und die Goldhäuser schlemmen gemeinsam. Die älteren bringen zu dieser Gelegenheit Bilder von früher mit, meint Behle. "Das ist immer schön, wenn die Alten kommen." Wenn sie von damals erzählten, "liegen wir immer flach".
Wichtig für die Gemeinschaft und das kulturelle Angebot sind die Vereine des Ortes, das ist die Freiwillige Feuerwehr, der Schützenverein und der Gesangverein. Jung ist der Verkehrsverein. Dessen Mitglieder kümmern sich um die Grünflächen in Goldhausen, pflegen die Pflanzen und setzen neue. Der Verein, der aus der Arbeitsgruppe Unser Dorf entstanden ist, soll den Korbacher Ortsteil verschönern.

HNA - im Juni 2002

 

Besucherstollen Eisenberg - Bergbaudenkmal:

Goldener Verein sucht klingenden Namen

KORBACH (jk). In Goldhausen formiert sich ein Verein, um historisches Erbe zu bewahren: Goldbergbau am Eisenberg. Wichtiges Ziel ist ein Besucherstollen. Bei der Vereinstaufe rufen die Organisatoren zur ideenreichen Unterstützung auf - der passende Name wird gesucht.

Konzentration im Herzen des Eisenbergs: Heinz Langerzik und der frühere Kasseler Bergamtsleiter Erwin Braun (r.) bei einer Erkundungstour im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen. Ein neuer Trägerverein will den Stollen für Besucherzugänglich machen. (Foto: jk) Goldbergbau hat über 800 Jahre Geschichte am Eisenberg. Rund 14 Kilometer Such- und Abbaustrecken durchlöchern Korbachs Hausberg, rund um Goldhausen sind Spuren von Tage- und Bergbau zu sehen. So steht der historische Goldbergbau als einzigartiges Industriedenkmal in Deutschland seit Ende 1996 unter Schutz.

Helm und Grubenlampe

Seit vorigem Jahr gibt ein Goldlehrpfad am Eisenberg Informationen für Spaziergänger. Doch künftig wird's viel mehr zu entdecken geben: Ein Besucherstollen soll ins Herz des mittelalterlichen Bergbaus führen.

Der Untere-Tiefe-Tal-Stollen gibt Einblick in rund 600 Jahre Bergbautradition, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erweitert und ist damit prädestiniert als Attraktion für Besucher. Kein "Pantoffelbergwerk" soll's sein, sondern richtig Abenteuer mit Helm und Grubenlampe.

Gründung im Juni

Ein neuer Verein will das Ziel bald mit viel Eigenarbeit und möglichst öffentlichen Zuschüssen verwirklichen. Unter Federführung des Goldhäuser Ortsvorstehers Wolfgang Behle haben sich engagierte Goldhäuser und Korbacher zusammengetan, um eine gemeinnützige Organisation aus der Taufe zu heben. Mit von der Partie bei der Gründung sind neben Behle und Bernd Saure auch Karl-Helmut Tepel, Claus Günther (Tourist-Information), der engagierte Hobby-Geologe Armin Prager, Hotelier Uli Zabel und Werner Hankel (Korbacher Hanse). Stadtverordneter Heinz Langerzik, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Stadtentwicklung, will ebenfalls als Motor wirken. Nächste Woche soll das Projekt in den Parlamentsaasschuss, und Langerzik ist optimistisch: "Ich sehe kein Problem, dass sich die Stadt hier einbringt."
Am Mittwoch, 12. Juni, 19.30 Uhr, ist Gründungsversammlung im Goldhäuser Gemeinschaftshaus. Bis dahin soll die Satzung ausgearbeitet werden - die möglichst viele neue Mitglieder dann verwirklichen. Als Jahresbeitrag sind zwölf Euro pro Person geplant.

Preis zu gewinnen

Jeder Interessent ist im Verein willkommen, um die jahrhundertelange Bergbaugeschichte am Eisenberg zu bewahren, das Industriedenkmal zu schützen, Menschen für den Goldbergbau zu begeistern. Ideenreichtum ist ab sofort gefragt: Der Verein ruft zum Wettbewerb bei der Namensgebung, dem Gewinner winkt ein Goldgräber-Menü für zwei Personen. Vorschläge sind schriftlich an die Tourist-Information, Stechbahn 1 (Rathaus), zu richten. Informationen und Handzettel zur Teilnahme am Wettbewerb gibt es auch beim Gold- und Töpfermarkt am 11. und 12. Mai in der Fußgängerzone.  

WLZ (Jörg Kleine) - im Mai 2002

 

In Goldhausen soll ein Besucherbergwerk entstehen:

Abtauchen in eine goldene Zukunft

KORBACH. Am Eisenberg laufen Besucher auf goldenem Boden. Künftig soll sie ein wahres Abenteuer bis Ins Herz der schillernden Unterwelt führen. Ein in ganz Deutschland herausragender Besucherstollen, das scheint klar, ist nur noch eine Frage des Wollens. Und für "Korbach goldrichtig" ein Glanzstück zum Anfassen.

Erwin Braun macht Mut. Mit dem denkmalgeschützten mittelalterlichen Bergbau hütet Goldhausen einen Touristen-Schatz, der über Hessens Grenzen hinweg kaum zu finden ist. "Die Schwierigkeiten liegen nur dabei, dass sich ein paar Leute finden müssen, die das machen", sagt der frühere Chef des Bergamts Kassel lapidar.
Helm auf dem Kopf, Lampen prüfen - gestiefelt und gespornt steht Braun mit Ortsvorsteher Wolfgang Behle, Naturschützer Herbert Ruhwedel und dem Korbacher Stadtverordneten Heinz Langerzik bereit zum Abtauchen in eine goldene Vergangenheit.
Bild: Heinz Langerzik, Erwin Braun und Wolfgang Behle.

Mittelalterlicher Stollen

Der Untere-Tiefe-Tal-Stollen ist Relikt aus mittelalterlicher Bergbaublüte in Goldhausen. Vom 14. bis 16. Jahr- hundert hackten sich die Kumpel hier täglich aufs Neue zentimeterweise ins Gestein. In den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts fuhr Carl Theodor Rauschenbusch alte Stollen dann weiter auf, erzählt Braun - auch im Unteren Tiefen Tal. Der pensionierte Grauschopf strotzt vor Energie, hat noch immer dieses Funkeln in den Augen, wenn es um die Geschichte der Erde geht. Der Mann hatte sein Hobby zum Beruf gemacht.

Schillerndes Gestein

Rechts tunkt Eisenschwamm den Fels in sattes Rot, über Kopf leuchtet Braun auf ein weißes Kalksteinbändchen, das den Goldsuchern ehedem den Weg zum wertvollen Erz verriet. Vor fast 300 Millionen Jahren in der Karbonzeit haben hier gewaltige Bewegungen der Erdkruste den Eisenberg gefaltet. In den versteinerten Schichten der früheren Meeressedimente stieg extrem heißes Wasser von einigen hundert Grad auf und mobilisierte Gold. In Klüften des Gesteins kristallisierte das Erz dann unter geringeren Temperaturen wieder aus. Aber statt ehern fühlt sich das Kalzitbändchen eher fettig an.
Mit der Gelassenheit eines erfahrenen Geologen steuert Braun weiter bis rund 250 Meter tief in den Berg. Er zeigt nach links, nach oben, nach rechts - überall und in teils schillernden Farben gibt es im Schein der Grubenlichter etwas zu entdecken.
Derweil läuft Wolfgang Behle etwas unruhiger einher. Den Stollen kennt der Goldhäuser Ortsvorsteher schon fast wie seine Westentasche. Der Mann will endlich was umsetzen, will endlich mal Besuchergruppen sehen am Eingang.
"Hier, das Wasser muss an einer Seite etwas kanalisiert werden und dann besser abfließen", guckt Behle mehr auf den Boden. Abfluss im Wald tiefer legen, heißt eine erste Aufgabe, um den Einstieg in den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen zu erleichtern.

Helm auf, Stiefel an

Ansonsten, meint auch Braun auf dem Weg zurück ins Freie, muss am Stollen gar nicht viel gemacht werden: "Den größten Teil könnten Vereinsmitglieder in Eigenarbeit leisten. "Stützen unter der Decke braucht es nicht, Wasser am Boden kann weiter fließen, und auch elektrisches Licht würde Besuchern wohl eher das Abenteuer verderben. "Das muss authentisch sein, mit Stiefeln, Grubenhelmen und fester Jacke", ist Ortsvorsteher Behle überzeugt. Wer will schon Disney Land am Eisenberg, Besucherbergwerk mit Teppich, Wandleuchten und Computersteuerung? Trotz allem Schweiß und Blut, den sie unter erbärmlichen Bedingungen vergossen haben, würden sich die Bergleute aus Jahrhunderten wohl im Grabe umdrehen.

Refugium für Fledermäuse

Ohnehin wäre auch Herbert Ruhwedel von Lampen an der Stollenwand nicht gerade begeistert. Als Mitglied des Naturschutzbundes (NABU) und Hüter einer besonders scheuen Spezies, gehört der Bergbau auch zu Ruhwedels Revier. Großes Mausohr, Fransenfledermaus, Braunes Langohr, selbst die Teichfledermaus listet der Frankenauer auf. Die ganze Vielfalt heimischer Flugkünstler fühlt sich im Stollen mittlerweile zu Hause.
"1. November bis 15. April", ruft Ruhwedel, als sich Wolfgang Behle vorm Eingang gerade die Stiefel abstreift. Winterliche Ruhepause für Fledermäuse ist gemeint. Behle nickt - und atmet tief ein: Ein Trägerverein kann her, dann Land und Stadt finanziell ins Boot. "Die Stadt ist schließlich Nutznießer der Geschichte."

WLZ (Jörg Kleine) - im Mai 2002

 

Arbeiten zum Anschluss Goldhausens an die Verbandskläranlage bei Eppe sind angelaufen

Das Bild zeigt die Pressarbeiten an der L 3083 in der Nähe der Walmemühle. Der Bagger auf dem Bild rechts trägt Muttererde auf einem Acker am Fuße von Goldhausen (Hintergrund) ab. Nachdem das Abwasserrohr verlegt worden ist, soll die Schicht wieder aufgebracht werden. (Fotos: pfa)  

KORBACH -GOLDHAUSEN (pfa). Die Tage der Hausklärgruben im Korbacher Stadtteil Goldhausen sind gezählt: Seit einigen Tagen laufen die Arbeiten für den Anschluss des Ortes an die Kläranlage des Abwasserverbandes Oberes Aartal bei Eppe. In der Nähe der Kneippanlage unterhalb von Goldhausen entstehen ein unterirdisches Regenrückhaltebecken mit 275 Kubikmeter Fassungsvermögen sowie ein nachgelagertes Erdbecken, das bis zu 500 Kubikmeter Wasser fasst.

Regen- und Schmutzwasser fließen künftig in 50 bis 80 Zentimeter starken Rohren in das erste Fangbecken. Wenn dieses Betonbassin bei starken Regenfällen überlastet ist, läuft Flüssigkeit in das überirdische Becken über. Von hier aus nimmt das Abwasser in Zukunft seinen 2,5 Kilometer langen Weg ins Tal durch 20 Zentimeter dicke Kunststoffrohre, die mit einer speziellen Fräse verlegt werden. Seit zwei Tagen treiben Mitarbeiter des Diemelstädter Bauunternehmens Bracht in der Nähe der Walmemühle ein Stahlrohr unter der Landesstraße 3083 hindurch. "Die Straße muss nicht gesperrt und aufgerissen werden", erklärte am Montag an der Baustelle Dipl.-lng. Wilhelm Gröticke vom Twistetaler Ingenieurbüro Gröticke und Partner, das mit Planung und Bauaufsicht beauftragt ist. Von dort aus sind es nur noch einige Meter bis zur bereits liegenden Zubringerleitung, die in der Kläranlage endet. Nach Angaben Grötickes soll das Projekt im Spätsommer ab- und Goldhausen an die Kläranlage angeschlossen sein. Weitere Orte, die später noch mit der Anlage verbunden werden sollen, sind den Angaben zufolge der Korbacher Stadtteil Nieder-Schleidern und der Willinger Ortsteil Welleringhausen.

WLZ - im April 2002

 

Theatergruppe führt heiteres Lustspiel auf

Ein Liebesbrief und seine Folgen

Bild links: Sorgt für allerhand Wirbel und Durcheinander: Der Liebesbrief an Waldemar. Die Theatergruppe "Unser Dorf"
Von links: Andreas Emde, Uschi Benirschke, Ingo Scriba, Jens Hartmann, Petra Thielemann, Dirk Vahland, Bernhard Tent

Was passiert, wenn die schriftliche Liebeserklärung an Waldemar in die falschen Hände gerät? Und was hat es für Folgen, wenn der Empfänger nicht so ganz feststeht? Das zeigte das heitere Lustspiel "Viele heißen Waldemar" von der Theatergruppe "Unser Dorf".

Waldemar sen, (Andreas Emde) findet bei der Suche nach seinem Lottoschein durch Zufall einen Liebesbrief unter der Kommode. "Liebster Waldemar" steht da geschrieben. Der gemütliche Familienvater fühlt sich nicht angesprochen, schließlich heißt sein Sohn (Ingo Scriba) auch Waldemar und ist im besten Alter für solche Anwerbungen. Doch seine Frau (Uschi Benirschke) findet die geheime Liebeserklärung und verdächtigt gleich ihren Mann einer Affäre. Und als ob zwei Waldemars für Verwechslungen nicht genug wären, trägt auch der beste Freund der Familie diesen Vornamen. Verwechslungen, Beschuldigungen und allerhand lustige Situationen sind programmiert. Regisseur Wilfried Jesinghausen und Souffleuse Daniela Mehring begleiten das Stück.

Mit einem heiteren Verwechslungsspiel meldet sich nach zwei Jahren Bühnenabstinenz die Theatergruppe "Unser Dorf Goldhausen" zurück. Nach dem Erfolg von "Das Millionending" im Jahr 2000 widmen sich Regisseur Wilfried Jesinghausen und seine siebenköpfige Darstellertruppe in diesem Jahr Liebeserklärungen und ähnlichen Katastrophen. Aus drei Stücken des Deutschen Theaterverbands wählten die Akteure "Viele heißen Waldemar" von Dieter Adam aus, einem der Autoren von "Peter Steiners Theaterstadl". "Da passte einfach alles" kommentiert Souffleuse Daniela Mehring die Entscheidung. Seit Anfang November wurden die Texte einstudiert und die Bühne gebaut. An allen drei Terminen wurde ein musikalisches Nebenprogramm geboten; der Verein "Unser Dorf Goldhausen e.V." übernahm die Bewirtung.

08. März 2002

 

Gemischter Chor wählt neuen Vorstand und ehrt Mitglieder

Insgesamt gutes Sängerjahr

Unser Bezeigt (v. l. n. r.) den Vorsitzenden Günther Vahland, Margret Zenke, Margret Wäscher, Chorleiter Hartmut Scharfe, die Vorsitzende des Sängerbezirks Korbach im Waldeckischen Sängerbund, Annelies Weibel, und den stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins und Ortsvorsteher Wolfgang Behle.

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Günther Vahland bleibt Vorsitzender des Gemischten Chores Eisenberg. Dies entschieden die Mitglieder einstimmig bei der Generalversammlung Anfang Februar.

Auch der zweite Vorsitzende Wolfgang Behle wurde in seinem Amt bestätigt, ebenso Schriftführerin Ilselore Jost und ihre Stellvertreterin Marlies Gernandt. Die langjährige erste Kassiererin Helene Tepel, Daniela Mehring als Stellvertreterin und Almuth Kottenhahn als Notenwartin standen für eine neue Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung, Edelgard Tepel, Sabine Gernandt-Krüger und Walter Thielemann losten sie in ihrer Position ab.

Chorleiter Haltmut Scharfe, bezeichnete das Jahr 2001 mit seinen zahlreichen .Veranstaltungen als "insgesamt gutes Sängerjahr". Laut Vahland und Scharfe sucht der Chor noch neue aktive Sängerinnen und Sänger, die den Chor verstärken.
Die Vorsitzende des Sängerbezirks Korbach im Waldeckischen Sängerbund, Annelies Weibel, überreichte Urkunden und Anstecknadeln für 40-jährige Vereinszugehörigkeit an Hildegard Säure, Margret Wäscher und Margret Zenke sowie für 25-jährige Vereinszugehörigkeit an Günther Vahland.  

WLZ - im Februar 2002

 

Versammlung des Verkehrsvereins "Unser Dorf Goldhausen"

Satzung genehmigt - Margret Wäscher ist Ehrenmitglied

Goldhausen e.V.Margret Wäscher ist Ehrenmitglied des Vereins "Unser Dorf Goldhausen". Unser Bild zeigt sie zusammen mit dem gewählten Vorstand, der auf Beschluss der Mitgliederversammlung jetzt ins Vereinsregister eingetragen werden kann.

Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Vereins "Unser Dorf Goldhausen" stand der Beschluss über die Eintragung ins Vereinsregister. Erste Amtshandlung nach der juristischen Neugründung war die Ernennung von Margret Wäscher zum Ehrenmitglied.

Vorsitzender Dirk Vahland gab zu Beginn einen überblick über das ereignisreiche Jahr des früheren Verkehrsvereins, der sich im März mit der Initiative "Unser Dorf" zum Verein "Unser Dorf Goldhausen" zusammenschloss.
Viele Veranstaltungen und Aktivitäten wurden für die gesamte Dorfgemeinschaft unter der neuen Führung organisiert. Ebenso wie die Mitgliederzahl wuchs nach dem Zusammenschluss auch der Kassenbestand, den Kassierer Ulrich Fischer präsentierte.
Von einem Teil des Geldes und mit Unterstützung der Vereine wurde ein Musikschrank für das Gemeinschaftshaus angeschafft.

Mit der Genehmigung der Satzung beschlossen die Mitglieder zugleich die Eintragung ins Vereinsregister.
Die Wahlen verliefen reibungslos, da der Vorstand des im Vorjahr fusionierten Vereins wieder komplett antrat und bestätigt wurde: Vorsitzender Dirk Vahland, (Stellvertreterin Petra Thielemann), Kassierer Ulrich Fischer (Stellvertreter Bernd Mütze), Schriftführerin Claudia Prieske (Stellvertreter und Pressewart Volker Scharfe), Beisitzer Albert Illian (Bereich Baumaßnahmen), Friedrich Bachmann (Natur und Bepflanzungen) und Kirsten Westmeier (Kinder- und Jugendarbeit).

"Vergesst aber die vergangenen 25 Jahre nicht", sagte Ortsvorsteher Wolfgang Behle mit Blick auf die Neugründung des Vereins. Dass dies nicht passieren wird, zeigte dann schon die Ehrung von Margret Wäscher, die zum Ehrenmitglied ernannt wurde und eine Urkunde für 25-jährige Mitgliedschaft erhielt. Sie leistete über Jahre besondere Arbeit bei der Pflege und Verschönerung des Ortsbildes. Ebenfalls für 25- jährige Mitgliedschaft wurde Frieda Mark ausgezeichnet.

Ein umfangreiches Programm steht für das Jahr 2002 bevor: Die Saison beginnt mit dem Kinderkarneval am 11. Februar ab 15.00 Uhr im DGH. Die Theatergruppe präsentiert sich am 08. März um 20.00 Uhr und am 09. März um 15.00 und 20.00 Uhr mit Ihrem neuen Stück "Vielen heißen Waldemar". Der Aktionstag zur Pflege der Beete und Hecken findet am 27. April ab 13.00 Uhr statt. Im Mai treffen sich Kinder und interessierten Erwachsenen zur Kontrolle der Nistkästen mit anschließendem Stockbrotbacken. Am 16. Juni steht ein Wandertag an. Der Abschluss soll anlässlich des 25 jährigen Jubiläums der Grillhütte an dieser stattfinden. An einem Sommerwochenende ist ein Familienzelten an der Grube Eisenberg geplant. Am 22. September wird gewählt. Wie auch bei der vergangenen Kommunalwahl wird wieder zu einer Wahlparty eingeladen. Der Abschluss der Veranstaltungen wird ein Adventsnachmittag am 15. Dezember sein.
Zu diesen Veranstaltungen sind nicht nur die Vereinsmitglieder, sondern alle Goldhäuser und Gäste recht herzlich eingeladen.  

01. Februar 2002