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Chronik der Presseberichte aus 2003

Presseberichte 2003

 

Regierungspräsidium gibt Genehmigung für den Besucherstollen am Eisenberg:

Auf den Spuren der Goldgräber

Einige Gruppen haben bereits den Besucherstollen am Eisenberg besichtigt. Unter anderem stiegen rund 30 Mitglieder des HoGa-Verbands Korbach-Willingen in den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen. Organisator und Hotelier Ulrich Zabel regte an, den Stollen künftig auch für besondere Trauungen zu öffnen. (Foto:pr)

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). Der neue Goldrausch in Korbach kann beginnen: Das Bergamt hat den Besucherstollen im Eisenberg amtlich abgesegnet. Das verheißt für Gäste ein in ganz Deutschland herausragendes Erlebnis.

Der Eisenberg ist Deutschlands größte Goldlagerstätte und ein in Mitteleuropa herausragendes historisches Industriedenkmal. Nach viel ehrenamtlicher Vorarbeit hoffte der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" zunächst schon im Frühjahr auf eine Genehmigung aus dem Regierungspräsidium (Kassel), um Gäste in die goldene Unterwelt zu lenken. Doch Brief und Siegel für das Besucherbergwerk ließen auf sich warten.

250 Meter in den Berg

Erwin Braun (I.) steht dem Goldbergbau-Verein als Fachmann zur Seite. Braun war früher Chef des Bergamts Kassel. (Archivfoto: jk)

Inzwischen ist die Genehmigung erteilt, die ersten Führungen ins Herz des Korbacher Hausbergs sind bereits gelaufen. Die offizielle Eröffnung soll indes erst im nächsten Jahr folgen, denn von Ende Oktober bis Mitte April ist Schonzeit für Fledermäuse im Stollen.
Derweil haben sich zehn Besucherführer für die neue Aufgabe präpariert. In kleinen Gruppen von zehn bis zwölf Personen bringen sie Gästen ein Abenteuer nahe: 250 Meter hinein in den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen mit seinen Ursprüngen aus dem 15. Jahrhundert.
Regie bei den Schulungen führten Erwin Braun, früher Leiter des Bergamts Kassel, und Dr. Wolfgang Homann, ehemals Leiter des Naturkundemuseums Dortmund. Die beiden Eisenberg-Experten sind auch Mitglieder des Vereins. Vorsitzender ist der Goldhäuser Ortsvorsteher Wolfgang Behle. In Kürze steht ein weiterer - ehrenamtlicher -Arbeitseinsatz an, um den Stollen für den Start im nächsten Jahr herzurichten. Jeder Freiwillige ist willkommen.

WLZ  - im Oktober 2003

 

Die Hobbys unserer Leserschaft (Korbacher Bote)

Goldsucher

Ganz schön viel Metall: In Goldhausen im Eisenberg gab es früher Goldbergbau...

Seltsames wird geschehen in den kommenden Wochen auf dem Korbacher Hausberg, dem Eisenberg. Für Außenstehende schier unbegreiflich werden selbst bei strahlendem Sonnenschein dutzende neugierige Leute im leuchtend gelben Friesennerz und in Gummistiefeln, "bewaffnet" mit Helm und Geleucht, durch Goldhausen ziehen mit nur einem Ziel: echtes Gold zu sehen!

Allen voran Friedrich Bachmann. Doch nur er weiß, dass tief im Winterquartier von Mausohr-, Langohr-, Bart-, Fransen- und Wasserfledermaus, also im unteren Tiefe-Tal-Stollen, keine Nuggets herumliegen oder dicke Goldadern aus dem schwarzen Schiefergestein glänzen. Die Gold-Krümelchen liegen leider gut versteckt und so gut wie unsichtbar in sehr dünnen Gesteinschichten verborgen.
Nichtsdestotrotz ist der Eisenberg Deutschlands reichste Goldlagerstätte, und immerhin holten Bergleute im Mittelalter in mühevoller Hammer- und Meißel-Arbeit bis zu 1,5 Tonnen des wertvollen Gesteins ans Tageslicht. Die Spuren der Goldgräber sind an vielen Stellen rund um den Eisenberg auch heute noch sichtbar.
Am besten am Unteren Tiefe-Tal-Stollen: Etwa 300 Meter führt er in den Berg hinein, zum Händchenhalten zu schmal, sommers wie winters"klimatisiert" auf 8 Grad, immer glitschig, nass und vor allem stockdunkel!
Alsbald wie möglich soll nun der Stollen Besuchern zugänglich gemacht werden. Lediglich die Genehmigung des Bergamtes steht noch aus. Dann kann es endlich losgehen. Nach einjähriger Vorlaufzeit hat der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" ein umfassendes Konzept rund um das begehrte Edelmetall auf die Beine gestellt.

Mitglied und Beisitzer Friedrich Bachmann ist einer unter vielen, der Interessierte ins "Herz" des Eisenbergs geleiten und geduldig Fragen beantworten wird. Die Führungen beginnen beim Dorfgemeinschaftshaus, wo die Besucher zunächst mit dem nötigen Rüstzeug eingedeckt werden: Mantel, Gummistiefel, Helm, Berglampe und etwas "goldige Theorie". In Zukunft sind eventuell auch Aus Personen für eine gute halbe Stunde ins Berginnere.
"Das ist es, was den Eisenberg so interessant macht: Mittelalterlichen Bergbau kann man nirgends so hautnah erleben wie hier in Goldhausen", ist Friedrich Bachmann überzeugt. Der Pensionär hat sich viele, viele Stunden in Büchern schlau gemacht, sieh mit Geologen und anderen Wissenschaftlern unterhalten und ist nun bestens gerüstet für den Besucheransturm.

Friedrich Bachmann hat ein goldenes Hobby gefunden - sicherlich auch schon Spuren von Gold. Foto: rr

Darüber hinaus ist der 59-Jährige auch sehr engagiert in zahlreichen anderen Organisationen und weiß mit Menschen umzugehen: unter anderem ist er aktiv im Naturschutzbund, im Kreisverband der Bündnis 90/Die Grünen, bei der Agenda 21 und der Korbacher Bürgerinitiative "Tempo 30-Zone". Für das Besucherbergwerk wünscht sich Friedrich Bachmann viele interessierte Menschen, die ihm mit "gespitzten Ohren" zuhören. Auch wenn er "nur" zugezogener Goldhäuser ist, liegt ihm der 562 Meter hohe "Goldberg" doch sehr am Herzen und das zeigt er immerhin sehr engagiert!
Folgen Sie doch auch demnächst einmal hautnah den Spuren der Goldgräber! Wann es endlich losgeht, erfahren Sie unter [www.goldhausen.de] und oder bei der Touristlnfo im Rathaus.

Korbacher Bote  - im Oktober 2003

 

Jubiläum des Kleinkaliber-Schützenvereins Goldhausen

Seit 1959 wird nicht mehr scharf geschossen - "Gut Schuss" für die nächsten 75 Jahre

Sie haben sich um den Goldhäuser Schützenverein als engagierte Mitglieder verdient gemacht: Die geehrten Sportschützen mit den ersten Gratulanten, unter ihnen Kreisschützenmeister ücker, Ortsvorsteher Behle sowie Stadtrat Graf.

KORBACH-GOLDHAUSEN (kdl). Die Geselligkeit und die Gemütlichkeit sollten im Vordergrund stehen, wenn der Kleinkaliber-Schützenverein Goldhausen seinen 75. Geburtstag feiert. Statt ausschweifender Reden gab es einen kurzen Kommers, um so länger zu feiern.
Vorsitzender Garsten Vahland, der zuvor schon auf die Ehre aufmerksam gemacht hatte, als Urenkel des ersten Vereinsvorsitzenden Karl Vahland das Jubiläums ausrichten zu dürfen, musste eingestehen: "Ich bin nicht der einzige Urenkel." Die Vereinsbrüder Armin Bartmann und Markus Hartmann sind ebenfalls Nachkommen des Goldhäuser Oberschützen der ersten Stunde. 1928 gegründet war das Vereinsleben wegen mangelnder Mitglieder bereits vor dem Krieg ins Stocken geraten, während der Kriegsjahre kam es jedoch völlig zum Erliegen.

Nachdem der Verein am 7. Februar 1955 wieder gegründet war, erfüllte der Kleinkaliber-Schießstand nicht mehr die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen, sodass der Kleinkaliber-Schießstand stillgelegt wurde. Die Schützen zogen 1959 schließlich in den Schulraum um und wechselten vom Kleinkaliber zur Luftdruckwaffe. "Vor 44 Jahren wurde hier noch scharf geschlossen", sagte Carsten Vahland im alten Schulsaal, der heute als Dorfgemeinschaftshaus dient.
Im KKSV sind zurzeit drei Luftgewehrmannschaften - darunter eine Seniorenmannschaft - und eine Luftpistolenmannschaft aktiv. Zudem bilden sechs junge Schützen eine Jugendmannschaft. 1959 lehnten die Goldhäuser einen Antrag aus Lengefeld, dem Schützenverein beizutreten, noch ab.
Heute indes sind die auswärtigen Mitglieder nicht mehr wegzudenken: 95 Sportschützen gehören dem Verein an, darunter Mitglieder aus Korbach, Nieder-Ense, Ober-Ense, Lelbach und Immighausen. "Die Zeiten haben sich geändert", stellte Vorsitzender Garsten Vahland unumwunden fest.
"Die Sportschützen bilden im hektischen Treiben der Zeit einen wahren Ruhepol", sagte Heinz Graf im Namen der Stadt Korbach anerkennend. Auf Konzentration und eine ruhige Hand komme es bei ihnen an. Der Beitrag der örtlichen Vereine für die Gesellschaft werde oftmals unterschätzt.

Die Stadt Korbach werde jedoch ihr Möglichstes tun, die Vereine bei ihrer Arbeit zu unterstützen, versicherte Graf. Nach dem Motto: "Hier in Goldhausen sind wir im Schützenverein goldrichtig" hatte Graf ad hoc auch etwas gegen Nachwuchssorgen parat: Graf meldetet seinen Sohn Torben als 96. Vereinsmitglied an.
Ortsvorsteher Wolfgang Behle gratulierte im Namen des Ortsbeirats und der örtlichen Vereine: der Goldhäuser Feuerwehr, dem Gemischten Chor Eisenberg, dem Verein historischer Goldbergbau, "Unser Dorf" Goldhausen, sowie der Sport- und Spielgemeinschaft Ense-Nordenbeck. Der Ortsvorsteher betonte, wie eng die Geschichte des Schützenverein mit der des Dorfes verwoben sei. Die Ideale des Vereins, die Fähigkeit, das eigene Ich der Gruppe unterzuordnen, seien es wert, an kommende Generationen weitergegeben zu werden. Auch zahlreiche benachbarte und befreundete Vereine gratulierten den Goldhäuser Schützen zu ihrem Jubiläum.

Matthias Schäfer, Leiter des Kreissportamts, gratulierte auch im Namen des Sportkreises Waldeck. Einen Dank an alle, die die Arbeit für den Verein geleistet haben und über lange Jahre im Vorstand aktiv waren, richtete Kreisschützenmeister Detlef ücker aus. Der Vorsitzende des Schützenvereins Bömighausen kam nicht mit leeren Händen, sondern überreichte mit einem "Gut Schuss" den Goldhäusern eine Ehrenscheibe des Hessischen Schützenverbandes.
Als langjähriges Vorstandsmitglied zeichnete der Kreisschützenmeister Friedrich Zenke mit der Ehrennadel des Schützenkreises 22 in Silber aus. Von 1976 bis 1999 war Zenke als Vorsitzender oder stellvertretender Vorsitzender der Sportschützen aktiv. Mit der Ehrennadel des Schützenkreises in Bronze geehrt wurden die Wiedergründungsmitglieder von 1955 Heinrich Zenke und Friedrich Saure sowie Hannelore Scharfe, Charlotte Grebe und Christian Grohmann.
Das hessische Ehrenzeichen in Bronze des Schützenverbandes erhielten Cornelia Graf, Anja Mütze, Willi Grebe, Markus Hartmann, Jürgen Fihlon, Ernst Hartmann, Günther Vahland, Hartmut Scharfe, Horst Butterweck und erneut Christian Grohmann. Auch Vereinsvorsitzender Carsten Vahland wurde geehrt. Er darf sich von nun an mit dem hessischen Verbands-Ehrenzeichen in Silber schmücken.

WLZ  - im Oktober 2003

 

Verzögerung, aber gute Aussichten fürs Korbacher Goldbergwerk:

Besucherstollen soll im August öffnen

Der Besucherstollen am Eisenberg bietet Einblick in goldene Geologie und Jahrhunderte der Bergbaugeschichte. (Foto:jk)

KORB ACH (jk). Die Zeichen stehen bestens, doch es gibt etwas Verzögerung im Goldbergwerk: Anfang August sollen die ersten Führungen im neuen Besucherstollen am Eisenberg beginnen.

Im Betriebsplan sind noch leichte änderungen nötig, nachdem Spezialisten des Regierungspräsidiums den Stollen zuletzt in Augenschein nahmen. Mit großer ehrenamtlicher Mühe hatte der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" mit dem Goldhäuser Ortsvorsteher Wolf gang Behle an der Spitze bereits viel Vorarbeit geleistet. Doch müssen im wahrsten Sinne noch einige Steine im Innern des Korbacher Hausbergs aus dem Weg geräumt werden, erklärt Claus Günther. Er ist Leiter der Korbacher Tourist-Information und engagiertes Mitglied des Vereins. Zugleich soll das Sickerwasser im. Unteren-Tiefen-Tal-Stollen noch besser abgeleitet werden.
Grundsätzlich zeigten sich die Fachleute des Regierungspräsidiums aber aufgeschlossen für das Vorhaben. Es geht um einzigartiges Erlebnis in der Unterwelt von Deutschlands größter Goldlagerstätte. Der Besucherstollen soll rund 250 Meter tief hineinführen bis in mittelalterliche Abbauzonen.

Realistisches Ziel ist, Anfang August mit den ersten Führungen zu beginnen. Dabei ist das Interesse von außerhalb inzwischen enorm: überregionale Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen warten mit Spannung auf Einblicke ins Besucherbergwerk. Zwischen 1200 und 1618 gewannen Bergleute rund 1,2 Tonnen reines Gold aus dem Eisenberg. Aber auch in späteren Zeiten keimte der Goldrausch immer wieder auf. In den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts war es Carl Theodor Rauschenbusch (Kirchen/Sieg), der den Erzabbau wieder aufnahm. Und bis in die 90er Jahre hinein gab es Bohrungen und Versuche internationaler Unternehmen.

In den 70er und 80er Jahren steckte der Geologe Dr. Jens Kulick viel Kraft in die Erforschung der Goldlagerstätte und spürte viele Stollen und Schächte wieder auf. Kurz vor seinem Tode 1996 ließ Kulick die insgesamt rund 20 Kilometer umfassenden Such- und Abbaustrecken unter Denkmalschutz stellen.

WLZ  - im Juli 2003

 

Goldbergbau am Eisenberg - Besucherstollen - Sparkassenstiftung spendet 5000 Euro:

Auf den Spuren des Waldecker Goldes

Echtes Gold können Besucher am Eisenberg künftig auch unterm Mikroskop bewundern - wo die fein verteilten Flitter unter vielfacher Vergrößerung zu wahren "Nuggets" wachsen. Rund zehn Korbacher und Goldhäuser wurden bislang als Besucherführer geschult. Zum Programm gehörten neben Geschichte und Bergbaukunde auch Goldwaschen und späteres Mikroskopieren. (Foto:jk)

KORBACH - GOLDHAUSEN (jk). Das Projekt "Goldbergbau" kommt immer besser in Schwung. Die Sparkassenstiftung spendete gestern 5000 Euro für den neuen Besucherstollen am Eisenberg. Landrat Helmut Eichenlaub unterstrich die touristische Bedeutung und das enorme ehrenamtliche Engagement des Trägervereins. Der lockt künftig mit Führungen und Goldwaschen rund um Deutschlands größte Goldlagerstätte.
Das Regierungspräsidium muss noch seinen amtlichen Segen geben, dann steht den ersten Führungen im künftigen Besucherbergwerk in Goldhausen nichts mehr im Wege. So werden die ersten Neugierigen mit Grubenhelm und Stiefeln wohl noch im Juni auf Spurensuche der mittelalterlichen Goldgräber gehen.

Bergrechte erwerben

Wichtig für den 2002 gegründeten Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" ist derzeit, auch die Bergrechte zu erwerben. Besitzerin ist weiterhin die "Gewerkschaft Waldecker Eisenberg" unter Federführung der Familie Rauschenbusch aus dem Siegerland. Carl Theodor Rauschenbusch hatte in den zwanziger Jahren am Korbacher Hausberg einen neuen Goldrausch entfacht, der im Korbacher Museum sehr eindrucksvoll dokumentiert ist.
Nach zahlreichen Gesprächen mit Rauschenbuschs Nachfahren steht dem Kontrakt zur übertragung der Bergrechte grundsätzlich offenbar nichts mehr im Wege, berichtete gestern Wolfgang Behle - Ortsvorsteher in Goldhausen und zugleich Vorsitzender des Fördervereins. Was der Verein aber dringend braucht, ist das erforderliche Geld. Insgesamt geht es um rund 40 000 Euro für Besucherstollen, kleine Ausstellung, Räumlichkeiten am Dorfgemeinschaftshaus, Arbeitsmaterial, Lampen bis zu Jacken und Stiefel für Besucher. Rund 10 000 Euro müssen davon für die Bergrechte fließen.
Die Hälfte steuerte gestern die Sparkassenstiftung Waldeck-Frankenberg bei. Landrat Helmut Eichenlaub, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums, und Rolf-Dieter Purrmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, überreichten einen symbolischen Scheck mit 5000 Euro. Die Vereinsspitze um Behle, Gastronom Uli Zabel, Friedrich Bachmann und Claus Günther, Leiter der Korbacher Tourist-Information, nahm den Betrag dankbar entgegen.

Ehrenamtlich engagiert

"Respekt, Dank und Anerkennung für großes ehrenamtliches Engagement", zollte Landrat Eichenlaub beim Treffen am Unteren-Tiefen-Tal-Stollen, dem künftigen Besucherbergwerk. Eichenlaub und Purrmann sehen in dem Projekt einen wichtigen Eckpfeiler zum Erhalt des historischen Goldbergbaus -aber auch für die touristische Vermarktung des gesamten Landkreises. Für die Kreisstadt bedeutet der Stollen zugleich den sichtbaren Beweis in Sachen Stadtmarketing: "Korbach goldrichtig". Die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Zukunft sind mehr als berechtigt, denn der Eisenberg ist Deutschlands größte historische Goldlagerstätte und seit 1250 schriftlich belegt. Der Geologe und Heimatforscher Dr. Jens Kulick ließ kurz vor seinem Tode Ende 1996 den gesamten Goldhäuser Bergbau unter Denkmalschutz stellen.

Stollen und Goldwaschen

Rund 1,2 Tonnen reines Gold gewannen Bergleute und Abenteurer über die Jahrhunderte. Und noch immer steckt über eine Tonne edles Metall im Gestein. So geht es im Besucherstollen um hautnahes Erlebnis und authentische Spuren des Erzabbaus bis hinein in mittelalterliche Grubenbaue. Die Tour führt über 250 Meter tief in den Berg. überdies sollen Besucher künftig in kleinen geführten Gruppen auch Gold waschen in Waldecker Bächen und Flüssen.
Rund zehn engagierte Freiwillige waren bereits in drei Schulungen dabei, um Gästen künftig die Welt des Goldbergbaus fachmännisch zu erklären. An der Spitze stehen als Experten Dr. Wolfgang Homann, früherer Chef des Dortmunder Naturkundemuseums, und Erwin Braun, ehemaliger Leiter des Bergamts Kassel. Beide sind engagierte Mitglieder des Vereins und haben wesentliche Vorarbeit für den Besucherstollen geleistet. Derweil hofft der Verein auf weitere Spenden.
Ansprechpartner für den Verein: Wolfgang Behle, Am Kleegarten 23 in Goldhausen, Tel. 05631/61633. Künftige Führungen und Information: Claus Günther, Rathaus Korbach, Tel. 05631 / 53-231.

WLZ  - im Juni 2003

 

Leser-Aktion von WLZ und Hessen-Fernsehen - Die Ersten im Besucherstollen

Mittendrin im "Tiefen Tal" des Goldbergs

Untere-Tiefe-Tal-Stollen ist künftig Anlaufpunkt für Besucher. WLZ-Leser durften gestern bei der gemeinsamen Aktion mit dem Hessen-Fernsehen schon mal mit auf die Reise. Mit dabei das Kamerateam, Korbachs Museumsleiter Dr. Wilhelm Völcker-Janssen (I.), der frühere Bergamtsleiter Erwin Braun (5. v. r.), HR-Reporter Jochen Schmidt (Mitte) und Mitglieder des Vereins "Historischer Goldbergbau Eisenberg", die den Stollen in Eigenleistung begehbar machen. (Foto: jk)

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). Glänzende Nuggets trugen sie nicht nach Hause, aber ein Abenteuer war es allemal: WLZ-Leser erlebten exklusiv den künftigen Besucherstollen im Eisenberg und die Dreharbeiten des Hessen-Fernsehens zu einem Film über den Goldbergbau.

562 Meter hoch ist Korbachs Hausberg, das wussten die Sieger unseres Gewinnspiels bestens. Wie es im Innern des Goldbergs aussieht, das kannten bislang nur Geologen und Bergleute. Viele brennen deshalb darauf, Deutschlands größte Goldlagerstätte einmal hautnah zu erleben. Möglichst noch ab Mai soll der Besucherstollen deshalb dauerhaft Einheimische und Touristen locken.

Mit WLZ in der ersten Reihe

Bei einer gemeinsamen Aktion von Waldeckischer Landeszeitung und Hessen-Fernsehen durften drei WLZ-Leser plus Begleitung gestern die Ersten sein: Für sie öffnete sich die stählerne Tür zum Unteren-Tiefen-Tal-Stollen, dessen Ursprünge im 15. Jahrhundert liegen.
Doch bevor es 250 Meter tief in den Berg ging, mussten sich Karin und Harald Rösler (Korbach), Jens und Miriam Mehring (Vöhl), Christoph und Georg Schrey (Korbach) im Dorfgemeinschaftshaus erst mal präparieren: Helme auf, Gummistiefel und Wetterjacken an, dazu das Geleucht, wie es in der Bergmannssprache heißt.
Nach Begrüßung durch Bürgermeister Klaus Friedrich, Ortsvorsteher Wolfgang Behle, WLZ-Redakteur Jörg Kleine und HR-Reporter Jochen Schmidt tauchten die Gewinner ein in fast 1000 Jahre Bergbaugeschichte, die in Mitteleuropa herausragend ist. Als Experte nahm Erwin Braun, früherer Chef des Bergamts Kassel, die Gruppe mit auf die Reise durch 300 Millionen Jahre altes Gestein.

Spuren des Bergbaus

Der Stollen wurde um 1420 in den Berg getrieben, dann unter Regie von Carl Theodor Rauschenbusch (Kirchen/ Sieg) in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts erweitert. Mal dunkel (Mangan), mal knallrot schillernd (Eisen), mal seifig und hell gebändert (Tuffite) zeugen Spuren von den geologischen Prozessen im Gestein, die letztlich auch das goldene Erz anreicherten. Regelrechte Goldklumpen sind hier zwar nicht zu finden, aber fein verteilt steckt immer noch über eine Tonne edles Metall im Eisenberg. Am Ende der 250 Meter langen und gut zugänglichen Strecke gab Braun für die neugierigsten der Besucher auch noch den Blick frei auf die engen, mittelalterlichen Grubenbaue, die den Eisenberg als historisches Industriedenkmal so wertvoll machen.

Derweil hielt der Hessische Rundfunk die Tour in die Goldhäuser Unterwelt in Bild und Ton fest, ließ WLZ-Leser ihre Eindrücke vor der Kamera schildern. Aber mehr dazu gibt es am Montag, 19.30 Uhr, in der Hessenschau. "Hessen von unten" heißt die laufende Serie.
Resümee der sechs ersten Besucher, die nach rund einer Stunde wieder wohlbehalten ans helle Tageslicht kamen: ein einzigartiges Erlebnis mit vielen neuen Eindrücken mitten in der Heimat. Erkenntnis des tapferen HR-Reporters Jochen Schmidt: In (fernsehjtechnischen Notlagen bewahren selbst Gummistiefel manchmal nicht vor nassen Füßen.

WLZ  - im Mai 2003

 

Unterer Tiefentalstollen Goldhausen voraussichtlich ab Juni frei für Touristen

Harte Arbeit im dunklen Stollen

Tief unter der Erde: Mitglieder des Vereins Historischer Goldbergbau Eisenberg tragen einen Haufen aus Steinen und Matsch ab, der im Unteren Tiefentalstollen bei Goldhausen den Weg versperrt. Mit dabei (v. L): Wolfgang Behle, Rudolf Fabinger, Alexander Sessler, Karl-Helmut Tepel und Ingo Schulz.

GOLDHAUSEN. Es ist dunkel und eng. Von der niedrigen Decke tropft Wasser. Der schwache Schein der Kopflampe erleuchtet den Gang nur zwei, drei Meter weit. In der Ferne ertönt ein Geräusch. Ein Schaben und Kratzen. Es wird lauter, der Lichtschein stärker. 400 Meter tief im Eisenberg stoßen acht Männer immer wieder ihre Schaufeln in einen großen Haufen aus Abraum.

Diese Szene im Unteren Tiefentalstollen bei Goldhausen könnte im Mittelalter spielen. Vor Hunderten von Jahren war der Schacht angelegt worden, um nach Gold zu suchen. Die Szene passt aber auch in unsere Zeit: Am Samstag rackerten Mitglieder des Vereins Historischer Goldbergbau Eisenberg in dem alten Stollen. Die Gruppe um Vorsitzenden Wolfgang Behle macht den Unteren Tiefentalstollen Touristen-fertig. Anfang Juni soll er voraussichtlich für Besucher geöffnet werden, schätzt Behle.
Zurzeit ist der schmale Schacht nur 240 Meter weit begehbar, ohne dass die Kleidung stark schmutzig wird und die Helme gegen die Decke krachen. Dann versperrt ein Hügel aus Stein und Erde den Weg. Und den tragen die Männer noch an den kommenden zwei Samstagen ab. Wenn der Haufen weg ist, können Besucher noch 160 Meter tiefer in den Berg. Dort stehen Holzstützen - zwar neu angebracht, aber nach alter Bauart. Und nicht aus Sicherheitsgründen, sondern um zu zeigen, wie Bergleute früher die Gänge sicherten. Nach diesem Stück wird der Gang schmaler und niedriger - nicht mehr für Führungen gedacht.

Bevor der Goldstollen für Touristengruppen geöffnet wird, haben die Männer noch einiges zu tun. Schubkarre um Schubkarre, gefüllt mit schwerem Schlamm und Geröll, fahren die Männer aus dem Schacht. Provisorisch angebrachte Lampen und Leuchten an den Helmen weisen ihnen den Weg durch tiefe Pfützen - abenteuerliche Arbeit im Innern des Eisenbergs. Wenn sie fertig sind, prüft das Bergamt noch einmal den Unteren Tiefentalstollen. Das Amt muss dann den Gang freigeben.
Für die beiden nächsten Samstage sucht der Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg noch Helfer, die im Unteren Tiefentalstollen die Schaufeln schwingen.
Informationen unter 0171/22 29 18 1 (ABG)

HNA  - im Mai 2003

 

Wettbewerb der Korbacher Feuerwehren

Goldener Pokal für Goldhausen II

Die Sieger: Lengefeld l, Goldhausen II und bei den Jugendlichen Goldhausen l holten sich während der Korbacher Pokalwettkämpfe die Trophäen.

HELMSCHEID. Korbacher Stadtpokal der Feuerwehren: Um den wurde gestern in Helmscheid gekämpft. Die insgesamt 21 teilnehmenden Feuerwehrgruppen - Jugendwehren und Einsatzabteilungen - kamen aus neun Korbacher Ortsteilen.

Der Wettbewerb diente aber nicht nur der Ermittlung des Pokalsiegers. Er war gleichzeitig auch Vorbereitung auf den Kreisentscheid aller Waldeck-Frankenberger Feuerwehren am 25. Mai in Korbach.

In der Klasse der aktiven Feuerwehrmitglieder belegte die Gruppe Lengefeld I mit 1000 Punkten und einer Verteilerzeit von 1,12 Minuten den ersten Platz. Die Mannschaft aus Goldhausen holte mit ebenfalls 1000 Punkten, dafür einer Verteilerzeit von 1,20 Minuten den Pokal für den zweiten Sieger. Auf dem dritten Platz, mit 995 Punkten, steht die Nordenbecker Feuerwehr, gefolgt von den Wehren aus Nieder-Ense (mit 915 Punkten), Rhena (mit 887 Punkten), Ober-Ense (mit 869 Punkten) und Lelbach (mit 807 Punkten).
Bei den Pokalkämpfen ohne Fragebogen holte die Gruppe Goldhausen II mit 1000 Punkten und einer Verteilerzeit von 1,25 Minuten den goldenen Pokal. Lengefeld II brachte es mit 1000 Punkten und einer Zeit von 1,27 Minuten auf den zweiten, Meineringhausen mit 984 Punkten auf den dritten Platz.
Auf Platz vier und fünf stehen Helmscheid (938 Punkte) und die Lengefelder Damengruppe (902 Punkte).
Die Abteilung der Jugendlichen: Die Gruppe Goldhausen I erkämpfte mit 1495,6 Punkten den ersten, Goldhausen II mit 1463 Punkten den zweiten Platz. Mit 1458,2 Punkten belegte die Mannschaft aus Lelbach Position drei, gefolgt von der Rhenaer Jugendwehr (mit 1400,6 Punkten), Nieder-Ense (mit 1297,2 Punkten) und Meine-ringhausen (mit 1273,6 Punkten). (ZBG)

HNA  - im Mai 2003

 

Reinhold Krüger und Hartmut Scharfe prägten über lange Jahre das musische Geschehen im Landkreis

Goldhäuser Goldjungs mit Spaß an der Musik

Musikalische Werbung für Goldhausen: Hartmut Scharfe (links) und Reinhold Krüger sind musikbegeistert. FOTO: TRAUTMANN

GOLDHAUSEN. Der Eisenberg mit dem Georg-Viktor-Turm, Goldbergbau und erfolgreiche Feuerwehrmannschaften - das verbindet man gerne mit dem Korbacher Ortsteil. Doch auch für die heimische Chor- und Musikszene ist Goldhausen ein Synonym.

Mit Hartmut Scharfe - er wird am 31. März 70 Jahre alt - und Reinhold Krüger, der bereits am 2. Februar seinen siebzigsten Geburtstag feierte, wohnen dort zwei rüstige Rentner im musikalischen Unruhestand. Reinhold Krüger wurde in Goldhausen geboren und verbrachte später die Schulzeit in Korbach, ehe seine Familie wieder zurück in das kleine Dorf am Eisenberg zog. In einem Korbacher Autohaus absolvierte Krüger eine Lehre, bildete sich in Kassel weiter zum Kfz-Meister und ist vielen Opel-Fahrern noch ein Begriff. Seine Freizeit widmet er dem Chorgesang. Vater Willi Krüger legte dazu den Grundstein, indem er den mitunter widerwilligen neunjährigen Sohn ins Geigenspiel einwies. Allmählich bekam Reinhold Krüger Spaß an der Musik und lernte den Umgang mit Schlagzeug und Akkordeon. 1964 suchte der Chor Helmscheid einen Chorleiter.
Auf Drängen seines Vaters versuchte sich Krüger dort als Chorleiter - und wollte nach der ersten übungsstunde wieder aufgeben. Doch die Sänger machten dem Anfänger Mut, so dass Krüger im Dirigentenamt immer sicherer wurde.

Er nutzte Möglichkeiten zur Weiterbildung und wurde von seinem Vater unterstützt. Es blieb nicht bei dem einen Chor, Krüger leitete bald auch den Gemischten Chor Nordenbeck sowie die Männergesangvereine Wirmighausen und Eppe. Krüger bezeichnet sich als Laienchorleiter, hat er sich doch seine Kenntnisse ohne Musikstudium selber angeeignet. Nebenbei engagierte er sich im Schützenverein, bei der Feuerwehr und bis zur Eingemeindung Goldhausens im Gemeinderat.
Hartmut Scharfes Geburtsort ist Delitzsch bei Leipzig. Er wuchs in Eilenburg an der Mulde auf und übersiedelte 1947 mit seiner Familie nach Korbach. Hier machte er 1954 sein Abitur an der Alten Landesschule und begann anschließend mit dem Lehrerstudium in Weilburg. Hauptfach war Musik. Ab 1958 unterrichtete Scharfe als Junglehrer an der Volksschule in Goldhausen und ab 1974 an der MPS Goddelsheim. "Ich war Klassenlehrer zahlloser Kinder", erzählt er. 1962 wollte man den Lehrer als Chorleiter für den MGV Nieder-Ense gewinnen. Zögernd nahm er das Amt an, hatte aber rasch Erfolg damit. Einige Jahre später übernahm er den Gemischten Chor Goldhausen und den MGV Ober-Ense. Scharfe gründete die Landjugend Goldhausen, die als Volkstanz- und Trachtengruppe bekannt wurde, aber nicht mehr besteht. 1973 gründete er den Musizierkreis Eisenberg, diese Gruppe gibt es heute noch und erst seit kurzem hat sie einen anderen Leiter.

Musikalität liegt bei Scharfes in der Familie: "Immer war die Musik mein Begleiter", erinnert sich Scharfe. Wie Krüger wurde auch er Mitglied im Schützenverein und bei der Feuerwehr. Außerdem kümmert er sich um die Kriegsgräberfürsorge.
Scharfe und Krüger gründeten beide eine Familie und bauten ein Haus. Anfang der sechziger Jahre machten die Männer zusammen Tanzmusik, waren Sänger im Goldhäuser Gesangverein und wurden Chorleiter. Sie verstehen sich gut und vertreten sich im Dirigentenamt. Für ihr ehrenamtliches Wirken erhielten sie Auszeichnungen der Sängerbünde sowie den Ehrenbrief des Landes Hessen.
Auch wenn Scharfe und Krüger inzwischen Nachfolger für ihre Chorleitertätigkeiten suchen - sind sie noch ständig auf Achse für ihre musikalischen Hobbys. (ZUT)

HNA  - im März 2003

 

Musizierkreis Eisenberg unter neuer Leitung

Berberich gibt den Ton an

Gerald Berberich ist neuer Dirigent des Musizierkreises Eisenberg. (Foto: pr)

KORBACH - OBERENSE (r). Das Orchester des Musizierkreises Eisenberg hat seit Jahresbeginn mit Gerald Berberich offiziell einen neuen Dirigenten. Nachdem der Gründer und bisherige Dirigent des Vereins, Hartmut Scharfe, nach 28-jähriger Arbeit Ende 2001 sein Amt abgab, hatte Berberich das Orchester zunächst kommissarisch begleitet.

Zunächst übernahm Gerald Berberich im September für drei Monate probeweise die Leitung des Orchesters. Nach dieser Schnupperphase erklärte er sich bereit, ab Januar offiziell als Dirigent zu fungieren.
In der Jahreshauptversammlung des Musizierkreises wählten die Mitglieder ihren Dirigenten nun auch zum Vorsitzenden des Vereins. Berberich löst damit Helga Falarzik ab, die ihr Amt aus persönlichen Gründen niederlegte. Dem Vorsitzenden stehen vier Beisitzer zur Seite: Gerlinde Vogel, Anja von der Ehe, Ute Kesting und Dagmar Brieden. Des Weiteren wurden in den Vorstand gewählt: Christina Vesper (zweite Vorsitzende), Gabi Kann (Schriftführerin), Regina Zimmermann (Kassenwart) und Harald Hutwelker (öffentlichkeitsarbeit). Der ehemalige Kassenwart Hans-Jürgen Jost kandidierte nach über 20 Jahren im Vorstand aus beruflichen Gründen nicht mehr.

Gerald Berberich hat sich während seiner Arbeit an der Korbacher Musikschule berufsbegleitend an der Bundesjugendakademie in Trossingen zum Gitarrenlehrer ausbilden lassen. 13 Jahre engagierte er sich an der Musikschule besonders für die Gruppen- und Ensemblearbeit mit jungen Leuten. Seit 1996 arbeitet er als selbständiger Musiker mit eigenem Studio.
Die Möglichkeit, wieder mit jungen Menschen zu musizieren, war ausschlaggebend für ihn, auf den Musizierkreis Eisenberg zuzugehen. Bereits nach den ersten Proben war der entscheidende Funke übergesprungen. Musikalische Elemente wie E-Gitarre, E-Bass, Percussion, Keyboard und Gesang erweitern nun das Klangspektrum des Orchesters. Neue Arbeits- und Probenelemente stießen auf gute Resonanz. Entsprechende Reaktionen aus den Reihen der Aktiven zeigen den Verantwortlichen, dass die musikalische Zukunft des Orchesters beim neuen Leiter in guten Händen liegt.
Weitere Interessenten - es wird noch ein Schlagzeuger gesucht - können sich bei Herrn Berberich (Tel. 05631/8986 oder 0171/9857214) melden.

WLZ  - im März 2003

 

Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" - Im Mai soll Besucherstollen eröffnet werden:

Mit Helm und Leuchten in die Goldgrube

Im kommenden Mai soll der Besucherstollen in Goldhausen möglichst eröffnet werden. Mit Helm und Leuchte geht es dann in die goldene Unterwelt des Eisenbergs - wie hier Vereinschef Wolfgang Behle, Geologe Erwin Braun und Christoph Köthke bei einer Erkundungstour im vorigen Herbst (Foto: jk)

KORBACH (jk). Das Ziel ist ehrgeizig, aber der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" ist hoch motiviert: Im Mai sollen die ersten Besucher in Goldhausens goldene Unterwelt abtauchen. Inzwischen liegt auch ein Angebot vor, die Bergrechte wie geplant zu übernehmen.

Die Offerte der "Gewerkschaft Waldecker Eisenberg" liegt bei 10000 Euro, um die Rechte zu erwerben. Der Verein hätte damit freie Fahrt, um Besuchern aus nah und fern echtes Abenteuer zu bieten. Denn der Eisenberg ist Deutschlands größte historische Goldlagerstätte. Insgesamt 14 Kilometer Such- und Abbaustrecken stehen seit 1997 unter Denkmalschutz.
Fest im Visier hat der Verein mit Goldhausens Ortsvorsteher Wolfgang Behle an der Spitze den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen. Das mittelalterliche Bergbaurelikt ist mit moderatem Aufwand herzurichten und soll Besucher rund 250 Meter tief in den Berg führen.

Viel Eigenleistung

Auch für die Ausrüstung ist bereits gesorgt. Hessens Umweltminister Wilhelm Dietzel überreichte zuletzt 5000 Euro aus einem Fördertopf des Landes. Die Summe hat der Verein bereits bestens investiert - in Stiefel, Helme und Jacken für die künftigen Besucher. Lampen samt Ladestation der voriges Jahr geschlossenen Grube Hirschberg sollen folgen. Die Spezialisten liefern überdies Holz, um einige Punkte im Stollen zu befestigen, erklärt Claus Günther. Er ist Schriftführer des Vereins und Leiter der Tourist-Information der Stadt Korbach.
Zudem muss das Wasser im vorderen Teil des Stollens noch seitlich kanalisiert werden. Somit steht für die Vereinsmitglieder noch schweißtreibende Arbeit auf dem Plan.
Ende März/Anfang April, wenn die winterliche Schutzfrist für die Fledermäuse endet, soll es losgehen. Parallel geht es darum, eine frühere Wohnung am Dorfgemeinschaftshaus als Anlaufziel für Besucher zu renovieren. Farbe und Tapeten hat der Verein schon besorgt.

Besucherführer

In den Startlöchern stehen ebenso rund zehn Mitglieder, die künftig Führungen übernehmen. Für praxisnahe Ausbildung bürgen dabei Erwin Braun und Dr. Wolfgang Homann, beide Mitglieder des Vereins und Kenner des Eisenbergs. Braun war früher Chef des Bergamts Kassel, Homann Leiter des Naturkundemuseums Dortmund.
Und selbst beim Hessentag in Bad Arolsen möchte der Verein den Eisenberg ins Rampenlicht rücken. Vorgesehen ist ein Motivwagen für den großen Festzug - wenn sich eine Arbeitsgruppe dafür findet.
Derweil gilt es für den Vereinsvorstand, möglichst bald die wichtigste Hürde zu nehmen: die Bergrechte unter Dach und Fach zu bringen. Regie bei den Anteilseignern führt noch immer die Familie Rauschenbusch aus dem Siegerland, die in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts einen neuen Goldrausch am Eisenberg entfachte. Gisela Rauschenbusch, die das Goldhäuser Vermächtnis ihres Vaters Carl Theodor bis zuletzt verwahrte, starb voriges Jahr. Alleiniger Liquidator zur Auflösung der Gewerkschaft ist damit deren Neffe Professor Müller-Jahncke

Bergrechte kaufen

Voraussichtlich im April will Müller-Jahncke zu einer Versammlung der Anteilseigner rufen, um auch über den Verkauf der Bergrechte zu entscheiden. Klarer Auftrag durch die Mitgliederversammlung des Goldbergbau-Vereins ist deshalb, bei den Verhandlungen am Ball zu bleiben. Zu klären sind auch Versicherungsfragen gegen eventuelle Bergschäden in der Zukunft.
Größte Herausforderung ist indes die Finanzierung, denn als Verhandlungsbasis stehen 10 000 Euro im Raum - die der gemeinnützige Verein derzeit nicht aufbringen kann. Zwar hat die Sparkassenstiftung einige Tausend Euro Förderung zugesagt, signalisiert Günther. Und auch der Lions-Club Korbach-Bad Arolsen will 500 Euro beisteuern. Doch der Verein braucht weitere Spenden, um das goldene Erbe Korbachs zu bewahren und zugänglich zu machen.

WLZ  - im März 2003

 

Gemischter Chor Eisenberg zieht Bilanz

19 Auftritte und 36 Proben

In der Versammlung des gemischten Chores Eisenberg wurden langjährige Mitglieder ausgezeichnet. Unser Bild zeigt (v. I.) Gisela Krüger, Vorsitzenden Günther Vahland, Werner Eimer, Helene Tepel, Chorleiter Hartmut Scharfe und die Vorsitzende des Sängerbezirks Korbach, Annelies Weibel. (Foto: pr)

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). In der Jahreshauptversammlung des gemischten Chores Eisenberg in Goldhausen blickte Vorsitzender Günther Vahland auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Außerdem wurden treue Mitglieder geehrt.

Der Chor traf sich in den zurückliegenden Monaten zu 36 Proben und 19 öffentlichen Auftritten, zog Vahland Bilanz. Zu den musikalischen Höhepunkten zählten die Teilnahme am Altstadt-Kulturfest und die Auftritte bei mehreren Veranstaltungen befreundeter Vereine. Der Verein zählt aktuell 34 aktive und 36 passive Mitglieder.
Chorleiter Hartmut Scharfe war mit der geleisteten Arbeit zufrieden. Er würde gern mit mehr Sängerinnen und Sängern arbeiten und ermunterte die Mitglieder, im Freundes- und Bekantenkreis entsprechend zu werben. Bei den in diesem Jahr anstehenden Terminen stellte Scharfe die Jubiläumsveranstaltung zum 80-jährigen Bestehen des gemischten Chores Eisenberg am 7. und 8. Juni in Goldhausen heraus.

Die Vorsitzende des Sängerbezirks Korbach, Annelies Weibel, zeichnete in der Versammlung zwei verdiente Mitglieder aus. Urkunde und Ehrennadel für 50-jähriges aktives Engagement nahmen Gisela Krüger und Helene Tepel in Empfang. Außerdem wurde Werner Eimer für 25-jährige passive Mitgliedschaft von Günther Vahland mit einer Urkunde geehrt.

WLZ  - im Februar 2003

 

Verein "Unser Dorf Goldhausen"

Jahreshauptversammlung karnevalistisch aufgelockert

KORBACH - GOLDHAUSEN (r). Ein karnevalistisches Programm sorgte in der vergangenen Woche für ein volles Haus bei der Jahreshauptversammlung des Vereins "Unser Dorf Goldhausen". Im nächsten Jahr soll es eine öffentliche Karnevalsfeier geben.

Zu Beginn der Jahreshauptversammlung blickte Vorsitzender Dirk Vahland auf die vielen Veranstaltungen des vergangenen Jahres zurück. Ein besonderer Höhepunkt war aus Vereinssicht das Theaterwochenende, das bei allen Bürgern sehr gut angekommen war. Vahland dankte den Mitgliedern für die geleistete Arbeit bei der Pflege der Goldhäuser Gemarkung und der Kinder- und Jugendarbeit. Um alle diese Veranstaltungen weiterhin umsetzen zu können, wurden die einst zur Aktion "Unser Dorf" gegründeten Arbeitsgruppen wieder aktiviert. Mit den Gruppen "Bau- und Wartungsmaßnahmen", "Büsche, Bäume und Naturschutz", "Festausschuss", "Kinder- und Jugendarbeit" sowie der Gruppe "Dokumentation" soll die Arbeit in Zukunft besser verteilt werden und einfacher zu organisieren sein.

Durch diese neue Gruppenverteilung wurde es möglich, den Kinderkarneval nun doch am 3. März durchzuführen. Weitere Höhepunkte werden neben den Aktionstagen das Dorffrühstück am 30. März, das Kinderspielfest am 19. Juli und die Adventsfeier am 14. Dezember sein. Heinrich Schüttler und Wilfried Vahland wurden in Abwesenheit für ihre 25-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Mit einem Loblied auf das Bier eröffnete Dirk Vahland das anschließende Karnevalsprogramm. "Ich find mich schön", kommentierte Ursula Benirschke aus der Butt und amüsierte durch eine wunderbar schrullige Verkleidung. Welche Missverständnisse bei einer Hotelbuchung auftreten können, spielten Petra und Walter Thielemann vor. Auch der Goldhäuser Goldjupp (Ulrich Fischer) sowie die spontane Einlage von Bernhard Tent und Walter Thielemann heizten die Stimmung der Gäste weiter an. Dirk Vahland trug im passenden Kostüm die Sorgen und Nöte eines Babys vor. "So macht eine Generalversammlung Spaß", wurde von vielen die Initiative der Vereinsmitglieder bei der Programmgestaltung gelobt.

Ortsvorsteher Wolfgang Behle empfahl dem Verein, dieses Programm allen Goldhäusern zu präsentieren. Das sprach den Verantwortlichen Mut zu, im nächsten Jahr eine öffentliche Karnevalsveranstaltung in Goldhausen zu organisieren.

WLZ (ohne Bilder) - im Februar 2003

 

Wechsel und Beförderungen bei der Goldhäuser Feuerwehr

Andreas Sinsch neuer Wehrführer

Karl-Helmut Tepel (2. v. r.) gab den Vorsitz der Goldhäuser Feuerwehr an Andreas Sinsch ab (2. v. I.). Anja Mütze erhielt das goldene Leistungsabzeichen des Kreises, Luisa Behle wurde zur Oberfeuerwehrfrau befördert.

KORBACH - GOLDHAUSEN (r). Andreas Sinsch ist neuer Wehrführer in Goldhausen. Vorgänger Karl-Helmut Tepel skizzierte bei der Jahreshauptversammlung ein ereignisreiches Jahr für die Brandschützer.

Bei den Vorstandswahlen im Goldhäuser Gemeinschaftshaus trat Karl-Helmut Tepel nicht mehr an. Zehn Jahre lenkte Tepel in Personalunion als Vorsitzender und Wehrführer erfolgreich die Geschicke der Freiwilligen Feuerwehr im Korbacher Ortsteil.

Tepels Nachfolger ist Andreas Sinsch, als Stellvertreter würde Arno Zenke bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurden die Jugendwarte Dirk Straußberg und Dirk Wilke. Beide stellten sich vorerst j edoch nur für zwei Jahre zur Verfügung.
Neuer Kassierer der Goldhäuser Brandschützer ist Bernd Zenke, zum Gerätewart wurde Walter Thielemann gewählt. Sie lösten Volker Vahland und Wilfried Jesinghausen ab, die sich nicht mehr zur Wahl stellten. Bernd Mütze tritt als Schriftführer die Nachfolge von Andreas Sinsch an. Als Beisitzer wurde Albert Illian bestätigt.
Der scheidende Vorsitzende Tepel blickte im Jahresbericht auf viele Ereignisse zurück. Insgesamt leisteten die Goldhäuser 2002 fast 1600 ehrenamtliche Dienststunden.
Geprägt war das vergangene Jahr im Ortsteil von Umbau- und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses. Aktive und passive Mitglieder erbrachten zusätzlich etwa 1600 Arbeitsstunden. Zum ersehnten Tag der offenen Tür gaben die Brandschützer dann für alle Bewohner einen interessanten Einblick in die Arbeit der Wehr. Dazu zählten eine Fahrzeugausstellung und Vorführungen - etwa die Rettung von eingeklemmten Personen nach einem Autounfall.

Insgesamt sechsmal wurde die Feuerwehr im Vorjahr alarmiert. Beim ersten Einsatz, einem Zimmerbrand in Goldhausen, waren die Männer und Frauen bereits vier Minuten nach Alarm an der Einsatzstelle und vermieden somit größeren Schaden. Dazu kam der Brand eines Möbelhauses in Korbach. Ausrücken mussten die Brandschützer ebenso zu technischen Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen und Hochwasser. Gut gerüstet zeigten sich die Goldhäuser zugleich in Wettkämpfen. Beim Kreisentscheid in Korbach belegte Goldhausen den 14. Platz. Beim Stadtpokal in Meineringhausen errang der Ortsteil in einer Gruppe Rang zwei, in einer weiteren Gruppe den dritten Platz - mit einer reinen Frauenmannschaft.
Wie leistungsfähig die Goldhäuser Feuerwehrfrauen sind, zeigen auch Auszeichnungen und Beförderungen. Korbachs Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt gratulierte Luisa Behle, die zur Oberfeuerwehrfrau befördert wurde, und Anja Mütze, die das goldene Leistungsabzeichen des Landkreises erworben hat.

Jugendwart Dirk Straußberg zeigte sich besonders erfreut über die starke Beteiligung der Jugendlichen - ob Wettkämpfe, Zeltlager, Umweltaktionen oder Organisation des Osterfeuers. Herausragend war für die Nachwuchswehr die Fahrt in Korbachs tschechische Partnerstadt Vysoke Myto. Ein Gegenbesuch aus Tschechien ist bereits geplant.
Stadtrat Heinz Graf überbrachte bei der Hauptversammlung die Grüße des Magistrats. Wie Graf dankten auch Ortsvorsteher Wolfgang Behle und Stadtbrandinspektor Schmidt für das große Engagement der Wehr. Dabei nahm Schmidt die jungen Goldhäuser Lena Behle, Stefan Frese, Katrin Tepel und Marc Saure neu in den aktiven Dienst auf.

WLZ - im Januar 2003

 

Lotto-Mittel als Gewinn fürs Besucherbergwerk:

übergabe am Sankt-Georgs-Schacht

Hessens Umweltminister Wilhelm Dietzel ist zuversichtlich für das Projekt, den Goldbergbau künftig als Erlebnis für Besucher zu öffnen, betonte er beim Treffen mit Ortsvorsteher Wolfgang Behle. In den Händen das Gestein aus dem Eisenberg als Symbol. (Foto: jk)

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). Grubenhelm auf, Stiefel an: Im Mai sollen die ersten Besucher ins Goldbergwerk am Eisenberg abtauchen. Die Landesregierung hat einen Obolus beigesteuert, um das Projekt für einen Besucherstollen zu verwirklichen.

Wilhelm Dietzel kam nicht mit leeren Händen nach Goldhausen. Keine Goldbarren zwar, aber immerhin 5000 Euro aus dem Lotto-Topf des Landes. Und aus diesem dankbaren Fundus können die hessischen Minister einige Anliegen aus ihrem Ressort fördern. So bringt ausgerechnet das Glücksspiel für Goldhausen posthum mehr ein als monatelanges Schuften manches Bergarbeiters im Laufe der Jahrhunderte.
Nach der Gründung des gemeinnützigen Vereins "Historischer Goldbergbau Eisenberg" sind die Mitglieder um den Vorsitzenden Wolfgang Behle in die Offensive gegangen, um mit Nachdruck ein ehrgeiziges Projekt wahr werden zu lassen: Besucherführungen in den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen. Denn der Eisenberg, das ist amtlich, ist Deutschlands größte historische Goldlagerstätte.

Immer wieder zerschlugen sich in der Vergangenheit Ideen, das mittelalterliche Erbe für die Gegenwart sichtbar und nutzbar zu machen. So fühlten sich im Stollen bislang vor allem einige Fledermausarten heimisch. Die sollen auch in Zukunft nicht um ihren Winterschlaf gebracht werden, aber von Frühjahr bis Herbst dürfen künftig Besuchergruppen Goldhausens Unterwelt entdecken.
Die Chancen stehen prächtig, denn inzwischen engagieren sich selbst erfahrenste Bergbauspezialisten im Verein: Dr. Wolfgang Homann, ehemals Leiter des Dortmunder Naturkundemuseums, und Erwin Braun, früher Chef des Bergamts Kassel.

Im ersten Zug braucht der Verein rund 20000 Euro, addieren Behle, Schriftführer Claus Günther und Kassierer Karl-Helmut Tepel beim Treffen mit Umweltminister Dietzel im Feuerwehrhaus. Da geht es vor allem um die Schulung von Besucherführern, um Helme, Bekleidung und die frühere Hausmeisterwohnung im Dorfgemeinschaftshaus. Dort soll in Zukunft der Treffpunkt für Gäste eingerichtet werden. Parallel arbeitet der Verein daran, die Bergrechte zu erwerben. Die liegen noch immer bei der "Gewerkschaft Waldecker Eisenberg", mithin der Familie Rauschenbusch. Carl Theodor Rauschenbusch hatte zusammen mit Industriepartnern in den 20er und 30er Jahren vorübergehend einen neuen Goldrausch am Eisenberg entfacht. Voriges Jahr starb Rauschenbuschs Tochter Gisela, und die Erben sind offenbar bereit, die Bergrechte zu verkaufen.
Mit dem Zuschuss aus dem Lotto-Topf und einer Zusage der Sparkassenstiftung über weitere 5000 Euro lässt sich in Goldhausen also planen. Aber rund 10 000 Euro müssen die Goldförderer noch auftreiben. Da sind auch Spenden aus der Bevölkerung höchst willkommen.

Derweil hörte Dietzel bei den Plänen des Vereins genau hin, schließlich gehört neben Umwelt, Landwirtschaft, Forsten und Naturschutz auch Bergbau in sein Ressort. Und ein Goldberg, der zur Entdeckungsreise für Besucher lockt, wäre natürlich auch für ganz Hessen eine prächtige Werbung. "Sie sollten nur dem Finanzminister nicht zu viel erzählen", schmunzelte Dietzel. Doch die goldenen Reserven im Eisenberg sind zwar noch immer tonnenschwer - nur nicht wirtschaftlich umzumünzen.
Als Rohstoff für gebeutelte staatliche Etats kommt das Goldhäuser Erz somit nicht in Frage.
An Ideen zur Vermarktung mangelt es hingegen nicht: Der Verein könne doch symbolische Aktien als ansprechend gestaltete Erinnerungsstücke verkaufen, schlug Dietzel vor - "am besten schon beim Hessentag in Bad Arolsen".
Fernziel wäre dann, auch den St.-Georgs-Schacht bis in rund 40 Meter Tiefe für hartgesottene Besucher zu öffnen - und Goldwaschen für Gäste anzubieten. So könnte Goldhausen fortan wohl goldene Zeiten erleben.

Jeder Interessent kann Mitglied werden im Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg". Ansprechpartner: Claus Günther, Tourist-Information Rathaus (Tel. 05631/53-231). Spendenkonto: 79376, Sparkasse Waldeck-Frankenberg, BLZ 52350005.

WLZ - im Januar 2003