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Chronik der Presseberichte aus 2004

Presseberichte 2004

 

Lichterbogen für das Goldgräberdorf

Ein Schmuckstück ziert zur Adventszeit den Ortseingang

Wilhelm Schüttler (I.) und Wolfgang Behle sind stolz auf ein kleines Schmuckstück am Ortseingang: Schüttler spendierte einen Lichterbogen mit Bergmannsmotiv, der zur Adventszeit leuchtet. (Foto: jk)

KORBACH (jk). Ein bergmännischer Lichterbogen heißt Besucher in Goldhausen zur Adventszeit willkommen. Wilhelm Schüttler hat das kleine Kunstwerk fürs Korbacher Goldgräberdorf gestiftet. Derweil frönt Schüttler im Hobbykeller selbst der handwerklichen Leidenschaft und fertigt Schwibbogen aus Holz.

Wer zur Adventszeit in die geschmückten Fenster blickt, kann sie auch hier zu Lande leuchten sehen - die mit Kerzen gekrönten Schwibbogen. Die Lichterbögen sind eine Tradition aus dem Erzgebirge, die Wilhelm Schüttler Ende der 80er Jahre für sich entdeckte.

Schwibbogen nach Art der Handwerker aus dem Erzgebirge hat Schüttler zu seinem Hobby gemacht. Rund 15 Stunden braucht er für ein kleines Kunstwerk. (Foto: jk)

Mit Chorleiter Hartmut Scharfe machte er sich 1987 erstmals auf den Weg in die damalige DDR. Scharfe hat Verwandtschaft dort, und Schüttler wollte den anderen Teil Deutschlands unbedingt kennen lernen. Vom Anlaufpunkt Elsterwerda ging es in einem Tagesausflug nach Annaberg-Buchholz ins Erzgebirge. "Und da stehen die in Massen", erinnert sich Schüttler an seine Begegnung mit den Schwibbogen. Denn das Erzgebirge ist bekannt für Bergbau und Schnitzereien.
Da Goldhausen eine ähnliche Bergbautradition hat, kam Schüttler später die Idee, auch für den Eisenberg "so ein Ding zu besorgen". Metallbaufirmen hier in der Region winkten ab, um Schüttlers Gedanken zu verwirklichen. So holte der Goldhäuser das Handwerksstück für rund 500 Euro direkt aus dem Erzgebirge.

Inzwischen leuchtet am Ortseingang ein metallener Schwibbogen mit Bergbaumotiv und Lichterkranz, den Schüttler für seinen Heimatort aus eigener Tasche gespendet hat. Ortsvorsteher Wolfgang Behle half mit, und Hermann Wittmer montierte ein Untergestell, damit der Lichterbogen auch genau an die Willkommenstafel am Ortseingang passt.
So soll der Lichterbogen künftig immer zur Adventszeit auf Goldhausens Bergbaugeschichte aufmerksam machen, freut sich Ortsvorsteher Behle. Zumal Behle auch Vorsitzender des Vereins "Historischer Goldbergbau" ist, der mit viel ehrenamtlichem Einsatz den neuen Besucherstollen am Eisenberg verwirklicht hat.

Dabei brachte die erste Saison am Eisenberg bis Mitte Oktober bereits rund 1500 Besucher nach Goldhausen. Im "Unteren-Tiefen-Tal-Stollen" erhielten sie einen spannenden Einblick in Deutschlands größte Goldlagerstätte mit über 800-jähriger Geschichte. (mehr Infos unter www.goldspur-eisenberg.de)

Derweil ist aus Schüttlers Touren ins Erzgebirge längst ein privates Hobby geworden. Aus Buche, Pappel oder Limbaholz fertigt der Goldhäuser seit rund 15 Jahren Schwibbogen mit unterschiedlichsten Motiven, die im Verwandten- und Bekanntenkreis sehr begehrt sind. Bis ins Ruhrgebiet und selbst nach Finnland sind Motive aus Schüttlers Hobbykeller schon gelangt - ob Lichterengel, Bergmann, Waldhaus, Wildfütterung oder christliches Motiv.

WLZ  - im Dezember 2004

 

Gemeinschaftshaus umgebaut und modernisiert

Muskelschmalz hat sich gelohnt

Zur Eröffnungsfeier eine glänzende Silhouette der Stadt: (v. l.) Bürgermeister Klaus Friedrich, Ortsvorsteher Wolfgang Behle und Pfarrer Burkhard Uffelmann. (Foto:jk)

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). Mit Büffet und guter Laune feierten die Goldhäuser ihr neu gestaltetes Dorfgemeinschaftshaus. Kräftige Eigenleistung und Spenden machen sich in Korbachs Goldgräberdorf sichtbar bezahlt.

"In Goldhausen hat sich einiges getan. Ich freue mich über den gelungenen Anbau und die Renovierung", betonte Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich bei der Feier am Freitagabend. Großes Lob zollte der Rathauschef der engagierten Ortsgemeinschaft, die sich mächtig einsetzte, um dem Haus ein neues Antlitz zu verpassen.
So blickte Pfarrer Burkhard Uffelmann auf Feste und Gottesdienste voraus, die "wir immer wieder feiern werden". Das Gemeinschaftshaus sei damit Zeichen für enge Bande zwischen Gemeinde und Kirchengemeinde.

Rohrbruch und weiter

Dabei mussten die Goldhäuser in den vergangenen dreieinhalb Jahren auch Rückschläge wegstecken. Vor Weihnachten 2002, als schon die Eröffnungsfeier geplant war, machte ihnen Frost einen Strich durch die Rechnung. Ein plötzlicher Temperatursturz ließ ein Wasserrohr unterm Dach platzen. Das Wasser lief durch die Decke in den Saal, stieg auf zehn Zentimeter - und sickerte dann bis in den Keller durch. Die Goldhäuser warf das Missgeschick aber nicht aus der Bahn.
Friedrichs Anerkennung kommt dabei nicht von ungefähr, schließlich sparte die Eigenleistung bares Geld im Stadtsäckel. ähnlich wie bei der Mehrzweckhalle in Hillershausen vereinbarten die Goldhäuser ein Finanzierungsmodell mit Muskelschmalz. Die Stadt stellte insgesamt knapp 80 000 Euro bereit, die Eigenleistungen wurden jedoch nicht abgezogen, sondern flossen als weitere Investitionen ins Projekt. So wurden über 11000 Euro zusätzlich frei für Theke, Fliesen oder Tür zur Terrasse, resümierte Ortsvorsteher Wolfgang Behle mit Stolz.
Weitere 3600 Euro sammelte der Ortsbeirat an Spenden der Bewohner, um dem Saal von der Glastür bis zur Decke zu neuem Glanz zu verhelfen. Die Pflastersteine für den Hof besorgten sich die Goldhäuser aus gebrauchtem Material der Stadt.

Fassade mit Bild

Für Kunst am Bau sorgte der Malermeister und frühere Ortsvorsteher Friedrich Saure, der am Giebel des Dorfgemeinschaftshauses den Eingang des neuen Besucherstollens als Bild darstellte. Zur Eröffnung am Freitag steuerte Metallbauer Klaus Fiedel überdies noch eine stählerne Silhouette der Stadt bei - ein Symbol für "Korbach goldrichtig".
So erntete der Goldhäuser "Flaggenträger" Wolfgang Behle für seinen beherzten Einsatz dicke Komplimente. Im Namen des Ortsbeirats überreichte Karola Vahland einen Messingtaler der Korbacher "Goldspur", für Behles Frau Angelika gab es einen Blumenstrauß.

Behle bedankte sich artig bei den Handwerksfirmen, bei Stadt und Parlament, lobte die gute Kooperation mit Bauamt und Kulturamt. Doch hieße er nicht Behle, wenn er den Bürgermeister völlig wunschlos verabschiedet hätte: Eine neue Tür für den behindertengerechten Eingang und einen neuen Raumteiler für den Saal haben die Goldhäuser noch auf der Liste.

WLZ  - im November 2004

 

Radiomoderatoren haben Hessenwanderung freudig hinter sich gebracht

Auf und von den Socken durch Hessen

Die beiden Gipfelstürmer Klaus Reichert (links) und Daniel Hartwich sind angekommen. Hauptutensilien: Festes Schuhwerk zum Wandern und geölte Stimme zum Moderieren.

In Goldhausen war gerade ein Dorffest mit Kinderspielen im Gange, als sich die beiden "Quasselstrippen" vom Radio spontan ankündigten. (Fotos: den)

WILLINGEN/GOLDHAUSEN (den/jos). Wirkliche Erleichterung war ihnen nicht anzumerken. Als die beiden HR3-Moderatoren Klaus Reichert und Daniel Hartwich am Sonntag nach 300 Kilometern Fußmarsch von Süd- nach Nordhessen am Kopf des Ettelsberges ankommen, bleiben die strapazierten Wanderschuhe an und die Stimmen immer noch auf 180. Job ist eben Job.

Und der bestand in den letzten zwei Wochen darin, zu Fuß von A nach B zu kommen - genauer von Lampertheim im Süden Hessens ins hohe Willingen (WLZ-FZ berichtete). Dass das klappte, lag vor allem an der Hilfsbereitschaft der Menschen, die den beiden Plappermäulern beim Erleben des "Abenteuers Hessen" (so der offizielle Titel) mit Rat (die Seouls führten sie durch das unbekannte Terrain) und Tat (übernachtungsmöglichkeit stellen) zur Seite standen.

Tipps vom Langlauftrainer

Und auch auf der letzten Etappe von Goldhausen über den Uplandstieg und die Diemelquelle nach Willingen hatten sich wieder etliche Mitwanderer gefunden, die die zwei bei ihrem strammen Marsch mit Bergschuhen und Gehstöcken begleiteten. Allen voran Jochen Behle, der Langlauf-Bundestrainer. Er hatte neben der Ortskenntnis auch noch ein paar handfeste Kniffe aus dem Training für die Wandervögel parat.
"In Hessen gibt es anscheinend immer noch Leute, die so Typen wie uns bei sich zu Hause übernachten lassen", erklärte Reichert die T(ort)our am Ende für gelungen. Dabei hatten sich die Kilometerfresser, die umgerechnet mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von gerade einmal 1,3 km/h unterwegs waren, gar nicht besonders auf den langen Weg vorbereitet. Reichert hat sich nur mit Lauftraining fit gemacht, Hartwich hat "wahrscheinlich gar nichts gemacht", schätzte der ältere der beiden Moderatoren am Ende.
Es stand nicht nur Wandern auf dem Programm. Zwischendurch galt es, Aufgaben zu erfüllen. Etwa, Skier zu wachsen. Und mit denen dann von der Mühlenkopf schanze zu springen. "Da haben die beiden schon ein bisschen Bammel gekriegt", lächelt Behle über den nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag.
Ein harter Job war der Weg indes schon. "Wir konnten nicht jeden Abend Wettsaufen mit der Freiwilligen Feuerwehr machen", lächelt Reichert. Schließlich haben die beiden jetzt eine Arbeitszeit von 336 Stunden aufzuweisen - zwei Wochen lang 24 Stunden.

Der letzte Arbeitsakt war die letzte "Schalte" zum Heimsender in 200 Kilometer Entfernung. Da gaben die beiden und ihre 15 Begleiter noch einmal alles - wenn auch Hartwich am Ende etwas abgespannt wirkte. Trotzdem, es funktionierte gut: Mit den Leuten klönen, scherzen, reden. Und sobald das Mikrofon an war, noch einen Zahn zulegen. Manche ließen sich gar durch die charmante Art der beiden zur Begleitung von mehreren Etappen hinreißen. So wie die neunjährige Sonja Richter aus Wetzlar, nach Ansicht Reicherts "das eisernste Mädchen Hessens".
Der Weg war in dieser Zeit das Ziel: Land und Leute und ihre Eigenarten kennen lernen. Das hat den beiden anscheinend so viel Spaß gemacht, dass sie nach der Ankunft auf dem höchsten Punkt Nordhessens erst einmal wieder runterkommen müssen.

Reichert werde wohl erst mal ein trauriges Buch lesen, um das übermaß an Fröhlichkeit ein wenig abzuschütteln. Und Hartwich macht sich schon wieder auf die Socken. "Einen Spaziergang ganz alleine" wird er zu Hause wohl als erstes unternehmen. Dahin fuhren sie übrigens nach den 300 Kilometern Fußmarsch verständlicherweise mit dem Auto.
Vorher sind die beiden spitzzüngigen Moderatoren allerdings schon einmal auf ein zwar nicht motorisiertes, aber doch entspannendes Transportmittel umgestiegen: Vom Korbacher Stadtteil Goldhausen aus haben Hartwich und Reichert neun Kilometer sitzend, in einer Kutsche, zurückgelegt. Dafür haben die Plappermäuler allerdings eine Erklärung parat: .Von Herzhausen nach Immighausen sind wir dank eines engagierten Wanderclubs nicht in fünf, sondern in 14 Kilometern gelangt", klagten sie völlig erschöpft.

Die Herzhäuser Führer hatten es zwar vermutlich nur gut gemeint, haben die Rundfunkleute allerdings aus dem Zeitplan geschmissen. Ganz kurzfristig haben die sich bei Gerda Illian in Goldhausen einquartiert - zur Freude der Bewohner, denn in dem "330-Seelen-Dorf" war gerade ein Fest auf dem Platz "Am Gruggelbusch" in Gange. Dort bereiteten die Goldhäuser den "Abenteurern" einen zünftigen Empfang.

WLZ  - im August 2004

 

Korbacher Gold für den Lauf zu den Olympischen Spielen

KORBACH (aw). Jetzt kann es losgehen: Heute um 9 Uhr starten die Mitglieder des Vereins Gold für Olympia (CfO) am Korbacher Rathaus ihren Lauf nach Athen. Gestern abend fand der Auftakt am Eisenberg statt. Am Unteren-Tiefen-Tal-Stollen suchten Lothar Albrecht, Chef der Streckenplanung von GfO, und Wolfgang Behle, Vorsitzender des Vereins Historischer Goldbergbau Eisenberg, Gold in Korbachs Hausberg. Anschließend wurde dieses in die Staffelstäbe, die die 60 Läufer bis in die Olympiastadt tragen, eingelassen. Unser Bild zeigt von links Lothar Albrecht, Volker Bandowski, Vorsitzender von GfO, Wolfgang Behle und GfO-Kassierer Dieter Wrana. (Foto:aw)

WLZ  - im Juli 2004

 

Zeltlager und Wettkämpfe um den Feuerwehr-Stadtpokal in Rhena

Lelbach, Goldhausen und Lengefeld siegen

Die Sieger des Stadtpokalwettkampfes: Die Frauenmannschaft aus Lengefeld (kniend) und die Mannschaft Goldhausen l zusammen mit Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt (l.) sowie den Stadträten Franz Ricke (2. v. L) und Heinz Graf (3. v. l.) (Fotos: rm)

KORBACH-RHENA (rm). In Rhena wurde am Wochenende der Wettkampf um den Stadtpokal der Feuerwehren aus der Großgemeinde Korbach ausgetragen. Jung und Alt kämpfte um Punkte und Sekunden.

Die Jugendwehren der Stadt verbrachten das Wochenende im Zeltlager auf dem Rhenaer Bölzplatz gemeinsam mit ihren Gästen aus Pyritz (Polen) und Waltershausen (Thüringen). Am Samstagmorgen traten sie zum Wettkampf nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift an. Zwölf Mannschaften waren am Start.
"In der Prüfung mussten die Kinder ihr Können bei einer Brandbekämpfung mit drei C-Strahlrohren und der Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer unter Beweis stellen", erläuterte Stadtjugendwart Karsten Stein. Außerdem wurden theoretische Kenntnisse in einem Fragebogen übergeprüft. Am Ende landeten die Teams aus Lelbach und aus Goldhausen punktgleich auf dem ersten Platz. Den dritten Rang belegte die Mannschaft aus Lengefeld mit 1646,6 Punkten.
Bei den Erwachsenen trafen sich am Sonntagmorgen 19 Teams zum Leistungsvergleich. "So viele Teams wie in diesem Jahr haben noch nie an den Wettkämpfen teilgenommen", freute sich Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt. Das hänge sicherlich auch mit den veränderten Wettkampfbedingungen zusammen. "Wir haben den Mannschaften die Möglichkeit gegeben, den theoretischen Teil der Prüfung auszulassen. Daher werden zwei Mannschaften den ersten Rang belegen - eine in der Gruppe mit und eine in der Gruppe ohne Fragebogen." Geprüft wurde auf der Grundlage der Feuerwehrleistungsübungen des Landes Hessen für das Jahr 2004.

Die Mannschaft der Jugendfeuerwehr Goldhausen: Sie belegte mit 1652 Punkten den ersten Platz. Die Aktiven der Jugendfeuerwehr Lelbach erreichten die gleiche Punktzahl und konnten für den Sieg ebenfalls einen Pokal mit nach Hause nehmen.

Die Sieger in diesem Jahr sind die Lengefelder Frauenmannschaft, die ohne den theoretischen Teil am Wettkampf teilnahm, sowie das aus Goldhausen (Knotenzeit von 14 Sekunden). Beide Teams erreichten die maximale Punktzahl 1000.
Auf den weiteren Plätzen landeten in der ersten Gruppe (mit Theorie): 2. Nordenbeck - (1000, Knotenzeit 16 Sekunden), 3. Lengefeld I (992), 4. Goldhausen II (990) und 5. Nieder-Ense I (987). Zweite Gruppe (ohne Theorie): 2.Nieder-Ense II (987), 3. RhenaII (975), 4. Rhena III (970), 5. Rhena I (955).
Ein großes Lob und ein Dankeschön richtete Friedhelm Schmidt im Rahmen der Siegerehrung an die Organisatoren aus Rhena. "Alle haben hart gearbeitet und diesen Wettkampf reibungslos und ohne Zwischenfälle über die Bühne gebracht."

WLZ  - im Juni 2004

 

35 Jahre Jugendfeuerwehr Goldhausen

Jubiläumsfest mit Pokalwettkampf

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Die Jugendfeuerwehr Goldhausen besteht seit 35 Jahren. Aus diesem Grunde findet am Samstag, 19. Juni, ab 13 Uhr ein Pokalwettkampf mit befreundeten Mannschaften am Dorfgemeinschaftshaus statt. Die Siegerehrung ist für 17 Uhr vorgesehen.

Mit zwölf Jungen wurde die Jugendfeuerwehr Goldhausen 1969 gegründet. Heute gehören ihr 16 Mädchen und acht Jungen an. Erste Jugendwarte waren Willi Straußberg und Günther Vahland. Es folgten Wolfgang Behle und Wilfried Jesinghausen. Ihre Stellvertreter waren Gerhard Wäscher und Karl-Wilhelm Butterweck. Bereits im 17. Jahr sind derzeit Dirk Straußberg und Dirk Wilke als Jugendwarte in ihrem Amt. Seit einem Jahr werden sie von Marc Saure und Stefan Frese unterstützt. Alle Jugendwarte leisteten eine hervorragende Arbeit und verstanden es, die Jugendlichen immer wieder zu begeistern und zu motivieren. So blieben große Erfolge bei den Jugendfeuerwehrwettkämpfen nicht lange aus. Bereits im Gründungsjahr wurden die Goldhäuser Kreissieger. Zwischen 1973 und 1981 wurde dieser Erfolg neunmal in Folge wiederholt. Von 1999 bis 2003 gelang bei den Stadtpokalwettkämpfen fünfmal nacheinander ein Doppelsieg. Darüber hinaus gehören viele weitere Siege bei Wettbewerben außerhalb der Kreisstadt und zwei Teilnahmen am Landesentscheid zur Bilanz.

Aber nicht nur Wettkämpfe und feuerwehrtechnische Ausbildung gehören zum Jahresprogramm. Ebenso sorgen gesellige Aktionen wie die Teilnahme an Zeltlagern, sportliche und kulturelle Veranstaltungen für Spaß und Abwechslung. Unter dem früheren Jugendwart Wilfried Jesinghausen begeisterten die Mädchen und Jungen regelmäßig ein großes Publikum bei der Aufführung von Theaterstücken. Für die körperliche Fitness sind Fußballspiele, Wandern, Schwimmen, Kegeln und Schlittschuhlaufen sehr beliebt. Außerdem nimmt die Jugendfeuerwehr Goldhausen regelmäßig an Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen teil. Für Geld in ihrer Kasse sorgten die Jugendlichen immer wieder selbst durch die Abholung von Altpapier, Verteilung von gelben Säcken und das jährliche Osterfeuer.
Für den Pokalwettkampf am Samstag haben sich bisher zwölf Mannschaften angemeldet. Weitere Jugendwehren sind willkommen. Von 13 bis 17 Uhr gibt es außerdem Informationen zum Brandschutz im Haushalt und zum Verhalten bei Bränden. Auch Fettexplosionen, wie sie jederzeit in der Küche passieren können, werden vorgeführt. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt. Nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen. Nach der Siegerehrung wird ab 18 Uhr das Fußball-Europameisterschaftsspiel Lettland gegen Deutschland im Dorfgemeinschaftshaus auf einer Großleinwand übertragen. Die Jugendfeuerwehr hofft auf viele Gäste.

WLZ  - im Juni 2004

 

Krüger legt Taktstock beiseite

Dirigent des Gemischten Chores wird nach 40 Jahren Arbeit verabschiedet

Vorbereitung: Reinhold Krüger vor einer seiner letzten übungsstunden in Helmscheid FOTO: TRAUTMANN

GOLDHAUSEN. "Mit Sicherheit wird mir was fehlen", sagt Reinhold Krüger (71), der nach 40 Jahren sein Amt als Dirigent beim Gemischten Chor Helmscheid aufgeben will. Eine Nachfolgerin ist mit Carmen Jost gefunden, und ihr übergibt Krüger "einen intakten Chor, der gut in Schuss ist". Zufrieden, ein bisschen stolz, aber auch etwas wehmütig blickt der Chorleiter zurück.

"Schuld" an seiner Chorleiterkarriere war Vater und Chorleiter Willi Krüger. Er brachte dem neunjährigen und mitunter widerspenstigen Sohn die Geigentöne bei, und freiwillig lernte Reinhold Krüger später dem Umgang mit Schlagzeug und Akkordeon.
"Im Frühjahr 1964 bekam ich plötzlich Besuch", erzählt er. Vorstandsmitglieder des Gemischten Chores Helmscheid wollten den jungen Mann als Chorleiter gewinnen, und nur auf Drängen seines Vaters ließ Krüger sich dazu überreden. Ziemlich mulmig war es ihm auf der Fahrt zur ersten übungsstunde, und am liebsten hätte er alles rückgängig gemacht. "Vor den Sängern wusste ich nicht, wo ich hingucken und was ich mit meinen Armen machen sollte". Doch die Helmscheider machten dem Anfänger Mut, und allmählich liefen die Proben immer besser.
An den ersten Auftritt bei einem Sängerfest in Mühlhausen erinnert sich Krüger genau: "Meine Hände zitterten noch eine halbe Stunde nach unseren Vorträgen". Zusätzlich hatte der Vater auch noch allerlei an seinem Sohn zu kritisieren. Reinhold Krüger nutzte Weiterbildungsmöglichkeiten, er wurde sicherer und erhielt immer öfter ein Lob. Andere Vereine warben ihn an, und über viele Jahre hinweg leitete er gleichzeitig
die gemischten Chöre Helmscheid und Nordenbeck sowie die Männergesangvereine Eppe und Wirmighausen, die "Krüger-Chöre". Am einzigen freien Abend der Woche sang er zusammen mit Frau Gisela im Chor seines Heimatortes Goldhausen mit. All das lief neben der anstrengenden Arbeit als Kfz-Meister in einem Korbacher Autohaus. Allein mit den Helmscheider Sängern kann Krüger auf ein Repertoire von über 150 Liedern zurückgreifen, 50 davon seien aktuell und nach einer kurzen Auffrischung fertig für einen Vortrag, meint er. Gerne denkt er an einige Höhepunkte zurück, dazu zählen erfolgreich absolvierte Bewertungssingen in der Korbacher Stadthalle, ein Auftritt bei der Bundesgartenschau in Kassel, und besonders schön fand er immer die Sängerfeste in Helmscheid. Da ging es zwar locker zu, aber die chorische Leistung stimmte. Das schlimmste Erlebnis war, als er während eines Bezirkssängerfestes bei der Gedenkfeier am Ehrenmal den Ton nicht richtig angeben konnte. Drei Mal versuchte er, den Akkord aufzubauen, und jedes Mal war es verkehrt. Vor all den Anwesenden wäre er "am liebsten in der Erde versunken" - aber ein anderer Dirigent half rechtzeitig und alles wurde gut.
Reinhold Krüger erhielt für sein ehrenamtliches Wirken den Landesehrenbrief sowie Auszeichnungen der Sängerbünde. Ehrennadel und Urkunde des Deutschen Sängerbundes für 40-jährige Chorleitertätigkeit gibt's beim Liederabend in Helmscheid.

Mit dem Dirigieren in Eppe hörte Krüger bereits vor sieben Jahren auf, in Wirmighausen ist ein Chorleiterwechsel in Planung, und in Helmscheid ist es diesen Sommer soweit. Dann ist endlich mehr Zeit für die Familie da. Oder? "Ich glaube, als Sänger kann ich noch eine Weile in Helmscheid mitmachen und es einfach genießen, keine Verantwortung mehr zu haben...." (ZUT)

HNA Von (Ursula Trautmann) - im Juni 2004

 

Besucherbergwerk "Unterer-Tiefer-Tal-Stollen" feierlich eröffnet

Auf goldenen Spuren im Eisenberg

Der Geschichte des Goldbergbaus vom Mittelalter bis zur Neuzeit können Besucher in Korbachs jüngster Attraktion nachspüren. Am Sonntag, den 02. Mai 2004 ist das Besucherbergwerk "Unterer-Tiefer-Tal-Stollen" im Eisenberg eröffnet worden. Vertreter aus Politik und Wirtschaft verfolgten den Festakt. UnserBild (v. l.) zeigt Ortsvorsteher Wolfgang Behle mit der Korbacher Goldmarie Pia Papenfuli, Bürgermeister Klaus Friedrich, Wolf-Dieter Müller-Jahncke von der Gewerkschaft Waldecker Eisenberg und dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Ulrich Zabel. (Foto: tk)

KORBACH-GOLDHAUSEN (tk). Der Geschichte des Goldbergbaus vom Mittelalter bis zur Neuzeit können Besucher ab sofort auf den Grund gehen. Am Sonntag ist das Besucherbergwerk "Unterer-Tiefer-Tal-Stollen" im Eisenberg feierlich eröffnet worden.

"Kienspäne dienten in der Anfangszeit des Bergbaus als einzige Beleuchtung": Bergdirekter a. D. Erwin Braun (Ahnatal) bei seinem kurzen Fachvortrag.

Vor vier Jahren wurden bei einer Veranstaltung des Naturparks Diemelsee die ersten überlegungen angestellt, vor zwei Jahren der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" gegründet, gestern die ersten Führungen angeboten. Verglichen mit dem Arbeitstempo der Bergleute früherer Zeiten verwirklichten die 80 Vereinsmitglieder, Sponsoren und ideellen Unterstützer das Projekt in Rekordgeschwindigkeit. Vereinsvorsitzender und Ortsvorsteher Wolfgang Behle sprach nicht zuletzt deshalb von einem "wichtigen, historischen Tag". Mit einer symbolischen Vertragsunterzeichnung griffen Behle und Professor Wolf-Dieter Müller-Jahncke von der Gewerkschaft Waldecker Eisenberg dem in wenigen Wochen endgültig vollzogenen Eigentümerwechsel vor. Berg- und Schürfrechte gehören dann dem historischen Goldbergbauverein.
"Mit diesem Verein liegen wir goldrichtig", lobte Bürgermeister Klaus Friedrich das Engagement. Er verschwieg nicht, dass es Widerstände zu überwinden gab und teilweise noch gibt: naturschutz- und privatrechtlich begründete Einwände sowie Befürchtungen von Anwohnern, das Besucherbergwerk führe zu hohem Verkehrsaufkommen in den Dorfstraßen. Holger Kulick, der Sohn des 1997 verstorbenen Korbacher Geologen Dr. Jens Kulick, erinnerte an den erfolgreichen Einsatz seines Vaters. Dieser hatte kurz vor seinem Tod erreicht, dass der Eisenberg als Industriedenkmal unter den Schutz des Landes Hessen gestellt wurde. Für ihn wäre ein Traum in Erfüllung gegangen, hätte er diesen Tag noch erleben dürfen, sagte Kulick beim Festakt.

Weitere Grußworte sprachen Vertreter von Knappenvereinen aus Dreislar und Borken. Bergdirektor a. D. Erwin Braun steuerte einen kurzen Blick in die Geschichte des Bergbaus im "Tiefen-Tal-Stollen" zum Programm bei, das musikalisch vom Gemischten Chor Eisenberg gestaltet wurde. Dekan Bernd Böttner hielt zur Eröffnung eine Andacht.

Junge Besucher beim Goldwaschen am Dorfgemeinschaftshaus.

Zahlreiche Besucher ließen sich bis Sonntagnachmittag vom Goldfieber anstecken, nutzten die Gelegenheit, sich bei einer Führung oder in der Dauerausstellung im "Zechenhaus" über die laut Stadtmarketing "größte Goldlagerstätte" in Deutschland zu informieren. Rund 1,2 Tonnen Edelmetall förderten die Bergleute unter härtesten Arbeitsbedingungen über die Jahrhunderte zu Tage. Fachleute schätzen, dass noch etwa eine Tonne Gold im Eisenberg steckt.
Von dieser Aussicht angelockt, sorgte Carl Theodor Rauschenbusch Anfang des 20. Jahrhunderts für einen neuen Goldrausch am Eisenberg. Er entdeckte alte und erschloss neue Stollen. Gold in Form goldener Taler fanden am Eröffnungstag aber lediglich die jüngsten Besucher. Die kleinen Fundstücke beim Goldwaschen waren aber mehr wegen ihrer inneren Werte begehrt - der Schokolade.

An die Strecke, die ein Besucher heute in einer Minute zurücklegt, hat ein Bergmann früherer Zeiten vier Jahre gearbeitet. Sabine Mehring mit Teilnehmern einer Führung am Eröffnungstag.(Fotos: tk)

WLZ  - im Mai 2004

 

Wechsel an der Schlüssel-Stelle

Jugendherberge Korbach: Rebekka Rieth folgt als Leiterin auf Renate Plappert

übergabe: Den symbolischen Schlüssel der Korbacher Herberge, den Renate Plappert als Leiterin (rechts) 14 Jahre hütete, hat nun Nachfolgerin Rebekka Rieth in ihrer Obhut. FOTO: MüLLER

KORBACH. "Ein wenig mulmig ist mir schon", raunte Renate Plappert am Rande ihrer offiziellen Verabschiedung einem Gast zu. 14 Jahre hatte sie die Korbacher Jugendherberge geleitet, nun wurde sie, mit Blumen und warmen Worten überhäuft, in einer Feierstunde in den Ruhestand entlassen - und gab ihrerseits Nachfolgerin Rebekka Rieth viele gute Wünsche mit auf den Weg.

"Was macht eine gute Herbergsmutter aus?", fragte Renate Plappert am Mittwoch in die Runde ihrer drei Dutzend Zuhörer in der Herberge und schob die Antwort gleich selbst hinterher: "Sie muss Menschen mögen, flexibel sein und stets bemüht, ihren Gästen das Gefühl des Willkommenseins zu vermitteln."

Die Schar der Geladenen -Wegbegleiter, Politiker, Vertreter von Jugendherbergswerk und Kirche - lauschte, lobte, und erzählte: von der Herbergsleiterin und vom Menschen Renate Plappert. Geboren in Hamburg, 36 Jahre Arbeit im Jugendherbergswerk, in Korbach 14 Jahre Leiterin der Jugendherberge, dazu engagiert im Hausfrauenbund und im Verein Bürgerhilfe.
"Von überschäumender Herzlichkeit" sei Renate Plappert, merkte Wolf gang Mößinger, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Herbergseltern, an. Für den diplomatischen Dienst sei sie nicht geeignet, dafür trage sie ihre Meinung zu sehr auf der Zunge, ergänzte er. "Aber genau das schätzen wir an ihr."

"Sie war von Anfang an überall gleichzeitig", beschrieb Bürgermeister Klaus Friedrich die Arbeit von Renate Plappert und wies auf ihren Titel als Hessens dienstälteste Herbergsmutter hin.
Plapperts Nachfolge hat Ende Februar eine der hessenweit Jüngsten im Herbergsleiter-Geschäft angetreten: "Ich bin ein echtes Waldecker Mädchen", sagte die 26-jährige Rebekka Rieth, die aus Goldhausen stammt und in Korbach ihren Traumberuf gefunden hat. "Für mich gibt es nichts Schöneres, als hier zu arbeiten und den Gästen die Schönheiten des Waldecker Landes näher zu bringen." Rebekka Rieths Hintergrund: Ausbildung zur Industriekauffrau, Studium der Erziehungswissenschaften; die Korbacher Herberge kannte sie bereits von einem Praktikum.
Besonders freut sich die neue Leiterin, die zahlreiche Jugendherbergen als Betreuerin auf Kreisfreizeiten kennen gelernt hat, auf die familiäre Atmosphäre in dem Korbacher Haus: "Hier kennt man noch jeden Gast persönlich."

HNA Von (Matthias Müller)- im März 2004

 

Deutschlands größte Goldlagerstätte - Eröffnung am 2. Mai:

Festakt für goldenes Besucherbergwerk

Der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" blickt in die Zukunft. Am 2. Mai wird der neue Besucherstollen an Deutschlands größter Goldlagerstätte mit einem Festakt eröffnet. Für Gäste bietet die Goldhäuser Unterwelt spannende Einblicke in 800 Jahre goldene Bergbaugeschichte. Unser Bild zeigt (v. I.) Vereinschef Wolfgang Behle, den früheren Bergamtsleiter Erwin Braun und den Korbacher Christoph Köthke bei einer Probefahrt im Eisenberg. (Foto:jk)

KORBACH (Jk). Der Goldrausch kehrt zurück: Am 2. Mai wird der Besucherstollen am Eisenberg in Goldhausen feierlich eröffnet. Derweil sucht der Förderverein schon nach zusätzlichen Besucherführern.

Noch geben die Fledermäuse im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen den Ton an. Die geflügelten Säugetiere genießen ihre Ruhe im Winterquartier. Doch am 15. April geht das Tor zum Besucherbergwerk wieder auf - zur ersten kompletten Saison mit Goldhausens neuer Attraktion.
Dabei kann der eigens gegründete Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" auf gute Erfahrungen aus dem Vorjahr bauen. Der Förderverein um Vorsitzenden und Ortsvorsteher Wolfgang Behle registrierte im Oktober 2003 binnen weniger Wochen bereits 23 Führungen mit über 260 Besuchern. Und das noch ohne große Propaganda und überregionale Werbung.

überregionales Interesse

Indes haben einige Fernsehteams nach zahlreichen Berichten in der Waldeckischen Landeszeitung schon im Vorjahr glänzende Augen bekommen. Das Medieninteresse ist stark, signalisierte Claus Günther, Leiter der Korbacher Tourist-Information, bei der Mitgliederversammlung des Vereins zuletzt.
Galionsfiguren sind dabei Dr. Wolfgang Homann, früher Chef des Naturkundemuseums Dortmund, und Erwin Braun, ehemaliger Bergamtsleiter Kassel. Die beiden Geologen kennen den Eisenberg bis in den letzten Winkel, sorgen für die wissenschaftliche Grundlage, um die Arbeit in Goldhausen zum Erfolg zu führen. Das reicht vom fachlichen Konzept über Schulungen der Besucherführer bis zum Goldwaschen in der Praxis. Denn Waldecks Flüsse und Bäche bergen bis heute das kostbare Edelmetall - wenn auch nur in kleinsten Partikeln.
Homann und Braun werden die Gäste auch bei der offiziellen Eröffnung des Besucherbergwerks am 2. Mai mit kürzen Vorträgen zu Historie und Entwicklung am Eisenberg einstimmen. überdies begrüßen Bürgermeister Klaus Friedrich, Vereinsvorsitzender Wolfgang Behle und Korbachs "Goldmarie" Pia Papenfuß die Besucher.

Festakt und Goldwaschen

Der Festakt beginnt um 10.30 Uhr, wird mit Chormusik und ökumenischer Andacht der Kirchen gestaltet - und leitet dann über zu einem reichhaltigen Programm. Geplant sind günstige Führungen im Stollen, Goldwaschen für Kinder und Erwachsene, dazu weitere Aktionen am Dorfgemeinschaftshaus.
Der Anlaufpunkt dort trägt künftig den prägnanten Namen "Zechenhaus". Mit viel Eigenleistung und Unterstützung der Stadt hat der Verein die frühere Wohnung am Gemeinschaftshaus als Zentrum hergerichtet. Dort treffen sich die Besucher, werden eingekleidet mit Jacken, Stiefeln, Helmen und Geleucht. überdies soll es in Zukunft zwei Ausstellungsräume geben, die möglichst den zwei herausragenden Figuren des Goldbergbaus im 20. Jahrhundert gewidmet werden, erklärt Claus Günther: Carl Theodor Rauschenbusch und Dr. Jens Kulick.
Rauschenbusch (Kirchen/Sieg) hatte 1918 den Goldrausch am Eisenberg neu entfacht, Stollen und Schächte angelegt, mittelalterliche neu erschlossen. In den 30er Jahren musste Rauschenbusch jedoch erkennen, dass die Ausbeute an Erz einfach zu gering war. Kulick legte in den 70er Jahren die Burgruine auf Korbachs Hausberg frei, erforschte und dokumentierte im Auftrag des geologischen Landesamts zugleich den Bergbau. Kulicks Sohn Holger will für den Raum entsprechende Fotos und Karten zur Verfügung stellen.

Verhandlung um Bergrechte

Parallel laufen die Verhandlungen über die Bergrechte. Besitzerin ist noch die "Gewerkschaft Waldecker Eisenberg", doch die Nachfahren Rauschenbuschs sind bereit, die Rechte an den Förderverein zu verkaufen. Im Gespräch waren zuletzt rund 10 000 Euro, aber die konkreten Preisverhandlungen stehen noch aus.
Weitere Informationen über Verein, Besucherstollen und Goldbergbau gibt es auch auf der brandneuen Internetseite www.goldspur-eisenberg.de. Siehe auch Zahlen und Fakten.

Zahlen und Fakten

(jk). Der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" sucht noch ehrenamtliche Besucherführer. Derzeit begleiten insgesamt zehn ausgebildete Führer die Touren in den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen. Ansprechpartner für Interessenten, aber auch neue Vereinsmitglieder sind Claus Günther, Tourist-Information Korbach (Tel. 05531/53-231), und Vereinsvorsitzender Wolfgang Behle, Goldhausen (Tel. 0563l/ 61633).
Gut gebrauchen kann der Verein auch finanzielle Unterstützung von außen - etwa um die Bergrechte zu erwerben. Der eingetragene gemeinnützige Verein kann entsprechende Spendenquittungen ausstellen. Konto: Sparkasse Waldeck-Frankenberg, Kontonummer 79376, BLZ 52350005.

Anmeldungen für Besuchergruppen laufen über die Tourist-Information der Stadt Korbach. Gruppen bis maximal zwölf Personen zahlen insgesamt 60 Euro, jede zusätzliche Gruppe kostet 30 Euro. Ab 8. Mai werden alle 14 Tage an Wochenenden ebenso Führungen für Einzelpersonen angeboten - sieben Euro pro Person. Die Ausrüstung mit Stiefeln, Jacken, Helm und Licht ist dabei jeweils inklusive.

WLZ  - im März 2004

 

Neuer Computer, turbulente Folgen

Theatergruppe Goldhausen spielt "Chaos GmbH & Co. -Wir stellen um auf Computer"

Was ein PC so alles anrichten kann: Der Chef säuft, der Hausmeister, der von PCs keine Ahnung hat, verliebt sich die Computerfachfrau, und die Chefsekretärin intrigiert erst und bereut später alles. Die Theatergruppe Goldhausen spielte das Chaos-Stück am Wochenende dreimal im Dorfgemeinschaftshaus. (Foto:pfa)

KORBACH-GOLDHAUSEN (den). Nach den vielen Lese- und Spielproben seit Dezember wurde es an diesem Wochenende für die Theatergruppe Goldhausen ernst. Sie brachte bei drei Aufführungen den Schwank "Chaos GmbH & Co. - Wir stellen um auf Computer" auf die Bühne, wofür sie schallendes Gelächter erntete - wegen des lustigen Stoffes, der aber auch einen ernsten Hintergrund hat.

Rationalisierung ist nämlich das Stichwort, das der Auslöser für alle weiteren Verstrickungen in dem Dreiakter ist. Weil sich die "Toilett-Werbe GmbH" bei einer Betriebsprüfung durch den brüllenden und geifernden Aufseher Willi Saft (gespielt von Ingo Scriba) als technisch gnadenlos veraltet herausstellt, soll sie mit Hilfe einer EDV-Anlage wieder auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. Das sorgt für allerhand Verwicklungen.
Da ist die Chefsekretärin Gisela Herdamit, gespielt von Uschi Benirschke, die den Job seit einiger Zeit für alles andere als Arbeiten nutzt; vor allem das Spirituelle hat es ihr angetan. Da ist aber auch Antje von ültje aus Holland (gespielt von Petra Thielemann und, am Samstag wegen angekratzter Stimme, gesprochen von Souffleuse Sylvia Bartmann), die sich als Schreibkraft das leibliche Wohl ihrer Mitmenschen auf die Fahnen geschrieben hat. Und da ist schließlich auch noch" der lahmste Hausmeister seit Menschengedenken, Helmut Malewksi, verkörpert von Andreas Emde.

Sie alle müssen dank ihrer Einstellung zur Arbeit um ihren Platz in der Firma fürchten, gerade auch, weil Trudi Megabyte (Carmen Hartmann), die ausgeflippte Computertante, anrückt, um den Laden auf Vordermann zu bringen. Zu allem überfluss schneit später auch noch "Pii. Wi. Smith" (Spielleiter Dirk Vahland), der Firmenboss aus dem Mutterland der Rationalisierung, den USA, in die Toilett-Werbe GmbH herein. Die beiden jungen Firmenmitglieder, die nervende Uschi Schneider (Christa Fabinger) und der vom Urlaubträumende Peter Schmidt (Bernhard Tent), tun dann ihr übriges, um die Unordnung perfekt zu machen.
"Wir stellen um auf Computer" ist ein Paradebeispiel für den oft genannten Schneeballeffekt. Ein Computer, der die "Arbeiter" unterstützen soll, sorgt erst für Verwirrung und später für Panik. In dieser Konstellation ist schließlich aber auch noch Platz für die Liebe: zum einen zwischen Schreibkraft Antje und dem Chef der Toilett-Werbe-GmbH, Dr. Herbert Schönbrot (Jens Hartmann), dem am Ende alles egal ist, weil er zu tief ins Glas geguckt hat, zum anderen zwischen der ausgeflippten Trudi und dem Hausmeister (und nach eigenen Angaben Computerspezialisten) "Helmi-Baby". Und ein Happy End gibt's noch obendrauf - außer für den geifernden Prüfer "Safti". Der muss sich am Ende als Einziger beim Arbeitsamt vorstellen.

Das Stück, das aus der Feder von Frank Ziegler vom Deutschen Theaterverlag stammt, lebt vor allem von der Situationskomik, von allerhand Verwechslungen und auf der Bühne von den durchweg guten und engagierten Hobbyschauspielern. Diese haben nun bereits zum dritten Mal in sechs Jahren einen heiteren Schwank auf die Bretter, die die Welt bedeuten, gebracht, nachdem sich die Jugendlichen der Feuerwehr aus Goldhausen nicht mehr engagierten.
Etwas müssen die Veranstalter bei der nächsten Aufführung, die am Freitag vom Chor Herzklopfen, am Samstagnachmittag vom Musizierkreis Eisenberg und am Abend vom gemischten Chor Eisenberg musikalisch begleitet wurde, aber noch besser abstimmen: In der Pause am Nachmittag waren fast alle Kinder ganz heiß auf den im Stück vorgekommenen holländischen Käsekuchen. Der war aber leider schon längst ausverkauft.

WLZ  - im März 2004

 

Schützenverein Goldhausen blickt auf ereignisreiches Jubiläumsjahr zurück

Unser Bild zeigt die Geehrten mit 1. Vorsitzenden Carsten Vahland (links) und Stadtrat Heinz Graf (2. von rechts). Es fehlen Kira Köster und Marcel Müller.

Goldhausen: Der Vorsitzende des KKSV Goldhausen Carsten Vahland informierte die Mitglieder des Vereins in der Jahreshauptversammlung am vergangenen Samstag über die Aktivitäten im Jahr 2003.

In seiner Rede dankte Vahland zunächst allen Vereinsmitgliedern für Ihre Unterstützung im zurückliegenden Jahr. Mit verschiedenen Veranstaltungen bot der Verein den Mitgliedern, den Goldhäuser Bürgern und den benachbarten Vereinen ein buntes Programm. Auftakt im 75. Jahr der Vereinsgeschichte war der Schnadezug Ende April, der bei gutem Wetter vielen Goldhäusern und Einwohnern der Nachbarorte den Grenzverlauf der Goldhäuser Gemarkung wieder in Erinnerung brachte. Auch die Vereinswanderung im September von der Ruhrquelle über Winterberg zum Kahlen Asten fand großen Anklang. Die Jubiläumsfeier am 3. Oktober mit der Ehrung zahlreicher Mitglieder und die Durchführung der Herbstversammlung des Schützenkreises sowie der Korbacher Stadtmeisterschaften im November rundeten das vergangene Jahr ab.
Im Ausblick auf 2004 wies Vahland auf das bevorstehende Pfingstfest am 29. und 30. Mai hin, und rief die Goldhäuser Bürger bereits jetzt zu zahlreicher Teilnahme auf. Weitere feste Termine sind die zweitägige Radtour nach Wilhelmshaven/Jever am 10. und 11. Juli sowie die Saisonauftaktfeier am letzten Montag im September.

Sportlich verlief das Jahr 2003 für den KKSV mit Höhen, aber auch mit Tiefen. Besonders erfolgreich war die 2. Luftgewehr-Mannschaft, doch auch die anderen an den Wettkämpfen teilnehmenden Mannschaften blicken zuversichtlich ins neue Jahr. Erste Früchte trägt die intensive Jugendarbeit der vergangenen Jahre. Zahlreiche Neuanmeldungen zeigen, dass der Verein hier auf dem richtigen Weg ist. Vahland dankte den Jugendwarten Markus Hartmann und Rüdiger Messner an dieser Stelle für Ihre wertvolle Arbeit. Aufgrund des erfreulichen Kassenbestandes sind auch in 2004 Investitionen insbesondere im Bereich der Jugend und der Senioren möglich.

Der Stadt Korbach, dem Ortsvorsteher Wolfgang Behle sowie allen Handwerkern und Helfern dankte Vahland nochmals für die Unterstützung bei der Wiederherstellung des Schießstandes nach dem großen Wasserschaden Anfang 2003.
Auch in diesem Jahr konnte der Verein wieder Mitglieder für langjährige Treue und herausragende Leistungen ehren. Die Jugendschützen Sarah Behle, Kira Köster, Marcel Müller und Christian Wallraf erhielten das Hessische Leistungsabzeichen in Silber. Karl-Heinz Behle und Helmut Vahland wurde für 40-Jährige Mitgliedschaft die Ehrenurkunde des Vereins sowie die goldene Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes überreicht. Als Vereinsmeister 2003 nahmen Heinrich Zenke (Senioren), Jürgen Fihlon (Pistole), Bernd Mütze (Gewehr), Helmut Vahland (Passive) und Christian Wallraf (Jugend) die Wanderpokale sowie die Glückwünsche des 1. Vorsitzenden entgegen.
Stadtrat Graf gratulierte allen Geehrten und überbrachte die Grüße der Stadt Korbach sowie der städtischen Gremien.

Im Februar 2004

 

Heimische Crossläufer räumen in Goldhausen ab


GOLDHAUSEN. Die Waldeck-Frankenberger Crossläufer präsentierten sich bei den nordhessischen Meisterschaften in Goldhausen in hervorragender Form und sicherten sich neben 20 Titeln noch weitere Medaillen. Für die hessischen Crossmeisterschaften am 7. März in Langgöns- Oberkleen, scheinen sie bestens gerüstet zu sein.

Mit dem Lauf der Männer und den bis 49 Jahre alten Senioren über 7500 m wurde die vom Leichtathletik Kreis Waldeck bestens organisierte Veranstaltung eröffnet. Leichtfüßig setzte sich der 33-Jährige Algerier Djillali Abdesselam vom PSV Grün- Weiß Kassel an die Spitze des Feldes. Von Runde zu Runde baute er seine Führung aus und überquerte die Ziellinie als Gesamtsieger in 24:47 Minuten.

In der Altersklasse M 35 knüpfte Thorsten Kramer (LG Eder) an die gute Form der hessischen Hallenmeisterschaften an und siegte in 26:34 Minuten klar vor dem gleichaltrigen Horst Gruber von der LG Burgwald (26:52). Als Dritter und Vierter der M 30 sorgten Thomas Hasenauer und Knut Holzapfel für den Mannschaftssieg der LG Eder. Bronze in der M 40 sicherte sich Heinrich Stracke (LG Burgwald) in 29:36 Minuten.
Spannend die Entscheidung in der Altersklasse M 45. Uwe Schmidt, Neuzugang des SV Dodenhausen, zeigte dem in den vergangenen Jahren dominierenden Günter Horn (SG Chattengau) die Fersen und siegte nach 27:15 Minuten mit 20 Sekunden Vorsprung.
Auch ohne Ernst-Ludwig Engelmohr und Dieter Kotte gelang dem SV Dodenhausen mit Schmidt/Kirschner/Mehring in der M 40/45 der Mannschaftssieg.
3900 m hatten die M 50 und älteren Senioren zu laufen. Bernd Becker, der 53 Jährige deutsche Finanzamts- Halbmarathonmeister des TV Friedrichstein wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann diese Altersklasse souverän in 15:17 Minuten mit über einer Minute Vorsprung.
Für einen weiteren "Männertitel" sorgte schließlich Horst Mroschel vom TSV Korbach in der M 70. 21:17 Minuten zeigten die Uhren für den 73- Jährigen an.

Beim Lauf der Frauen über 2600 m lief die deutsche W 35 -Vizemeisterin im 10 km Straßenlauf, Vera Siebert vom TSV Obervorschütz, in 9:58 Minuten einen souveränen Gesamtsieg nach Hause. Ihr Vorsprung auf die W 20 Siegerin betrug immerhin fünf Sekunden.
Auf Platz eins der W 35 lief Andrea Beranek vom TV Marienhagen in 11:31 Minuten. In der W 40 feierten die heimischen Läuferinnen einen Doppelsieg. Als Vierte des Gesamteinlaufes war 800 m Spezialistin Bärbel Kiel vom TSV Korbach nach 10:23 Minuten im Ziel, dicht gefolgt von der Frankenberger Langstrecklerin Annette Briel ( 10:36 Minuten).
"Damit ich bei den deutschen Senioren-Staffelmeisterschaften gute 800 Meter laufen kann, quäle ich mich als Sprinterin jetzt im Winter auch bei Crossläufen", so die 48-Jährige Heidrun Leithäuser (TSV Korbach), nach dem Zieleinlauf.

In 11:57 Minuten hatte sie den ersten Platz der W 45 belegt. Langstrecklerin Annegret Jandik wurde drei Sekunden später Zweite und sorgte damit für den Mannschaftssieg (W 40/45) des TSV Korbach. Gisela Wickenhöfer vom TSV Frankenberg lief bei den über 55-Jährigen Frauen in 14:14 Minuten als Erste ins Ziel.
Obwohl der noch 16-Jährige Michael Zekl in den letzten drei Wochen aus gesundheitlichen Gründen nur weinig trainiert hatte, wurde er bei den B-Jugendlichen über 3900 m seiner Favoritenrolle gerecht.
Nach einem Sturz in der ersten von drei Runden, ließ er es locker angehen, gewann seine Klasse jedoch sicher in 13:24 Minuten.
Top an diesem Tag auch der heimische Nachwuchs. Nachdem es im vergangenen Jahr wegen einer Fußverletzung für Carolin Schäfer (TV Friedrichstein) läuferisch nicht optimal lief, präsentierte sich der 13-Jährige Erika Keller- Schützling in Goldhausen über 2600 m wieder in Bestform, erreichte das Ziel in 11:21 Minuten und siegte mit 12 Sekunden Vorsprung. Stark auch Christina Bott vom TSV Korbach, die nur zwölf Sekunden später im Ziel war.
Als Dritte machte Julia Waid (TV Friedrichstein) den Waldecker Erfolg perfekt. Auch ihr gleichaltriger Vereinskamerad Sascha Strüning setzte er sich unmittelbar nach dem Start an die Spitze und lief auf der 2600 m Distanz als Erster einen 31 Sekunden Vorsprung heraus. Marcel Becker als Vierter und Patrick Bayer als Siebter sorgten für den Mannschaftserfolg (M 12/13) des TV Friedrichstein vor Ahnatal. In glänzender Form stellte sich auch die 14-Jährige Annika Gerhard von der LG Diemelsee.

Beim Lauf über 2600 m überquerte sie die Ziellinie mit großen Vorsprung in 10:21 Minuten und hatte dabei die ein Jahr ältere hessische Spitzenläuferin, Magdalena Noack von der LG Baunatal-Fuldabrück (10:53 ) deutlich in die Schranken verwiesen. Mit dieser Zeit hätte die 14-Jährige sogar bei den Frauen den vierten Platz im Gesamteinlauf belegt. (ZMA)

HNA - im Februar 2004

 

Jahreshauptversammlung des Chores Eisenberg Goldhausen

Dirigent Scharfe übergibt Stab

Besondere Verdienste: Der gemischte Chor Eisenberg Goldhausen ehrte langjährige Mitglieder. Unser Bild zeigt (v. I.) Chorleiter Hartmut Scharfe, Daniela Mehring, Annelies Weibel, Vorsitzende des Sängerbezirks Korbach im Waldeckischen Sängerbund, Helene Westmeier und Vorsitzenden Günter Vahland.

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Bei der Jahreshauptversammlung zog Günther Vahland, Vorsitzender des gemischen Chores Eisenberg Goldhausen, Bilanz. Chorleiter Hartmut Scharfe übergab den Dirigentenstab an Arno Huthwelker.

Vahland blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Zurzeit gehören dem Chor 33 aktive und 37 passive Mitglieder an. 2003 trafen sich die Sänger zu 43 übungsabenden und 26 öffentlichen Auftritten. Auch der Terminplan für 2004 sei bereits gut gefüllt. Chorleiter Hartmut Scharfe zeigte sich mit der Arbeit des abgelaufenen Jahres zufrieden. Er übergab den Dirigentenstab verbunden mit den besten Wünschen an Arno Huthwelker.

Annelies Weibel, Vorsitzende des Sängerbezirks Korbach im Waldeckischen Sängerbund, ehrte Helene Westmeier für 40-jährige und Daniela Mehring für 25-jährige aktive Chormitgliedschaft. Eckhard Kuhnhenn wurde in Abwesenheit für 25-jährige passive Treue ausgezeichnet.

WLZ  - im Februar 2004

 

Jahreshauptversammlung in Goldhausen mit Ehrungen und Beförderungen

Feuerwehr übernimmt Stollendienst

Ehrungen und Beförderungen standen im Mittelpunkt der Feuerwehr-Jahreshauptversammlung in Goldhausen. Es gratulierten Vorsitzender und Wehrführer Andreas Sinsch (M.), Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt, Ortsvorsteher Wolfgang Behle und Stadtrat Heinz Graf(r.).

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Rund 2100 Stunden haben die Frauen und Männer der Feuerwehr Goldhausen im vergangenen Jahr ehrenamtlichen Dienst geleistet. Wehrführer Andreas Sinsch ließ in der Jahreshauptversammlung die Einsätze und Wettkämpfe sowie die praktischen und theoretischen übungen nochmals Revue passieren.

Insgesamt fünf Mal wurde die Feuerwehr Goldhausen 2003 alarmiert. Gleich bei dem ersten Einsatz im Februar mussten die Kameraden zu einem Großbrand in der Werkstatt eines Mineralölgroßhandels in Korbach ausrücken. Dort konnten sie zusammen mit den anderen zu Hilfe gerufenen Kameraden ein übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Motorenöllager verhindern und die Kreisstadt vor einer Katastrophe bewahren. Bei den übrigen vier Einsätzen handelte es sich um Alarmierungen zur technischen Hilfeleistung nach Verkehrsunfällen.
Sinsch berichtete ferner über die Teil-, nähme an einigen Wettkämpfen und Leistungsübungen. Beim Stadtpokal in Helmscheid wurde in einer Gruppe der zweite, in der anderen Gruppe der erste Platz belegt. Rang sechs wurde beim Kreisentscheid in Korbach erreicht. Als dritter Sieger ging die Goldhäuser Mannschaft aus einem Pokalwettkampf in Sachsenhausen hervor.

Mit der Begehbarmachung des Tiefen-Tal-Stollens durch den Verein Historischer Goldbergbau hat die Feuerwehr eine weitere Aufgabe hinzubekommen: Sie muss in Notfällen die Rettung von Besuchern aus dem Eisenberg sicherstellen. Aus diesem Grunde wurden der Stollen besichtigt und eine Rettungsübung vorgenommen.

Jugendwart Dirk Straußberg zeigte sich erfreut über die rege Teilnahme bei den vielfältigen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr, die von Wettkämpfen über Zeltlager bis zu Umweltaktionen reichen. Auch in 2004 hat die Gruppe bereits Dienst geleistet. Sie unterstützte das Technische Hilfswerk beim Verpacken von Spendenkleidung für die Erdbebenopfer im Iran.

Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt beförderte Lena Behle zur Feuerwehrfrau sowie Marc Saure und Stefan Frese zu Feuerwehrmännern. Für 25-jährige Mitgliedschaft überreichte er Andreas Emde, Frank Mütze, Holger Tepel und Wilfried Wäscher die Plakette des Kurhessisch-Waldeckischen Feuerwehrverbandes in Bronze, die auch den verhinderten Jürgen Gernandt und Frank Jesinghausen noch ausgehändigt wird. Erich Schmutzer und Helmut Vahland sowie in Abwesenheit Wilfried Behle, Wilfried Jesinghausen und Eckhardt Schüttler wurden für 40-jährige Treue mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet.

WLZ  - im Januar 2004