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Chronik der Presseberichte aus 2005

Presseberichte 2005

 

Im Winter Ruhepause für Fledermäuse

Bis Ende Oktober letzte Goldbergbau-Führungen in der Saison 2005

Faszination für Groß und Klein: ein Besuch unter Tage an den Goldlagerstätten des Eisenbergs. (Foto: pr)

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Zahlreiche Besucher haben seit Mai des Jahres in die Unterwelt des Eisenberges geschaut. Fachkundige Führungen von Mitgliedern des Vereins Historischer Goldbergbau weihten sie in die Geheimnisse der sagenumwobenen Stollen ein.

Helm auf, Gummistiefel an - so geht es hinein in Deutschlands reichste Goldlagerstätte. Gänge, Schichten und Mineralien erzählen von Jahrmillionen Erdgeschichte, der kräftezehrenden Arbeit mittelalterlicher Bergleute und den Versuchen moderner Glücksritter aus aller Welt, das edle Erz des Waldecker Landes zu bergen.
Mal dunkel (Mangan), mal braunrot schillernd (Eisen), mal seifig und hell gebändert (Tuffite) zeugen Spuren von den geologischen Prozessen im Gestein, die letztlich auch das goldene Erz anreicherten. Regelrechte Goldklumpen sind zwar nicht zu finden, aber fein verteilt steckt immer noch über eine Tonne edlen Metalls im Eisenberg.
Am Ende der 250 Meter langen und gut zugänglichen Strecke eröffnet sich dem Besucher ein Blick auf die engen, mittelalterlichen Grubenbaue, die den Eisenberg als historisches Industriedenkmal wertvoll machen.

In diesem Monat finden zum Ausklang der Saison 2005 noch folgende Führungen für Einzelpersonen statt: Sonntag, 16. Oktober, um 14.30 Uhr, Samstag, 29. Oktober, um 10.30 Uhr, Sonntag, 30. Oktober, um 14.30 Uhr.
Interessierte werden um Anmeldung im Bürgerbüro Korbach unter Tel. 05631/53-232 gebeten. Erwachsene zahlen 7 Euro, Kinder bis 14 Jahre 3,50 Euro. Treffpunkt ist das Zechenhaus am Dorfgemeinschaftshaus in Goldhausen. Schutzkleidung wird gestellt. Führungen für Gruppen sind täglich bis zum 31. Oktober ebenfalls über das Bürgerbüro buchbar.

Ab November wird der Stollen zum Schlafzimmer der Fledermäuse, die dort ungestört den Winter verbringen sollen. Ab 15. April 2006 sind dann regelmäßig wieder Führungen. Weitere Informationen zum Besucherbergwerk und zum Goldbergbau auf der Internet-Homepage "www.goldspur-eisenberg.de".

WLZ - im Oktober 2005

 

Goldhäuser Feuerwehr sichert sich Pokalsegen

Offene Pokalwettkämpfe der Sachsenhäuser Brandschützer

Strahlende Siegergesichter: Die Jugendwehr aus Goldhausen sicherte sich mit zwei teilnehmenden Mannschaften den ersten und zweiten Platz. Auch die Seniorenmannschaft konnte nach erfolgreichem Wettkampf zum Siegerpokal greifen. (Fotos: gs)

WALDECK - SACHSENHAUSEN (gs). Bei strahlenden Sonnenschein starteten die Jugend- und Seniorenmannschaften der freiwilligen Feuerwehren bei den offenen Pokalwettkämpfen in Sachsenhausen. Eingeladen hatte die örtliche freiwillige Feuerwehr mit Wehrführer Bernd Schäfer.

Sowohl bei den Jugend- als auch Seniorenmannschaften sicherten sich die Goldhäuser Teilnehmer die Siegerpokale. Ein erfolgreicher und fairer Wettkampf - so lautete die Bilanz von Sachsenhausens Wehrführer Bernd Schäfer nach Abschluss der offenen Pokalwettkämpfe rund um das Feuerwehrgerätehaus. Dennoch zeigten sich die Veranstalter enttäuscht, dass von 20 eingeladenen Jugendmannschaften lediglich vier teilgenommen haben. .Viele der eingeladenen Mannschaften haben erst am Veranstaltungstag oder aber gar nicht abgesagt", berichtete Schäfer bei der Siegerehrung. Insgesamt nahmen 15 Senioren- und vier Jugendmannschaften gestern an den Wettkämpfen teil und stellten ihr Können sowohl in der Theorie als auch in der Praxis unter Beweis.
In der Wertung der Jugendmannschaften hatte Goldhausen II mit 1652 Punkten die Nase vorn und sicherte sich den Siegerpokal. Auf Platz zwei folgte Goldhausen I mit 1637 Punkten, gefolgt von Freienhagen (1512 Punkte) auf Platz drei und Mühlhausen (1477 Punkte) auf Rang vier.

Im praktischen Teil stellten die Teams der Wehren ihr Können unter Beweis und lieferten sich einen spannenden Wettkampf.

Bei den Senioren waren es ebenfalls die Goldhäuser, die mit 990 Punkten den Siegerpokal holten. Zweiter wurde die Wehr aus Ober-Werbe mit 990 Punkten, gefolgt von Reinhardshausen (987 Punkte). Rang vier belegte Affoldern mit 977 Punkten. Punktgleich mit 975 Zählern, aber aufgrund der besseren Zeit landete Bad Wildungen auf Rang fünf, und Bohne belegte Platz sechs. Siebter wurde die Mannschaft aus Wega (974 Punkte), gefolgt von Bergheim (965 Punkte) auf Rang acht und Dehringhausen (960 Punkte) auf Platz neun. Mehlen lag mit 960 Zählern mit Dehringhausen gleich auf, hatte aber schlechtere Zeiten aufzuweisen. Auf den weiteren Plätzen folgten: Ammenhausen (957 Punkte), Königshagen (930 Punkte), Viermünden (872 Zähler), Freienhagen (864 Punkte) und Rheria (801 Punkte).
Grußworte und Gratulationen zum erfolgreichen Pokalwettkampf gab es von Stadtverordnetenvorsteherin Vera Reuber, dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, Manfred Hankel, und Waldecks Stadtbrandinspektor Uwe Schaumburg. Für das leibliche Wohl der Wettkampfteilnehmer sorgten zahlreiche Helfer sowie die Ehefrauen der Feuerwehr-Angehörigen.

WLZ - im August 2005

 

„Soul Classics" und „Höllentour" zum Eisenberg

hr4-Radtour - Herzhausen, Goldhausen, Korbach - Sport, Show und Konzerte

Auf den Drahtesel schwang sich am Samstag auch Vöhls Bürgermeister Harald Plünnecke, als die hr4-Radtour zum Etappenziel in Herzhausen führte - auch wenn Sandalen nicht gerade zur Standardausrüstung eines Tour-Fahrers gehörte. (Foto: md)

KORBACH/VöHL (gs/jk). Die hr4-Radtour, die am vergangenen Freitag in Kassel startete, machte am Samstag in Herzhausen, auf dem Eisenberg in Goldhausen und auf dem Obermarkt in Korbach Station. Für weit über 500 Radler gab es herzhaften Empfang, Unterhaltung und köstliche Verpflegung. hr4 dankte es mit Musik und Show.

Auf dem rund 200 Kilometer langen Rundkurs von Kassel durch Kurhessen und um den Edersee führte die zweite Etappe am Samstag von Bad Wildungen über Herzhausen und Goldhausen nach Korbach. Bei der Tour durch die Gemeinde Vöhl strampelte auch Bürgermeister Harald Plünnecke mit im Pulk. Derweil sorgte die Dorfgemeinschaft mit Nudeln und Erbsensuppe für kräftige Stärkung, Drachentrommler und Jagdhornbläser zeigten, dass die Herzhäuser auch musikalisch einiges auf der Pfanne haben.

Gut aufgelegt zeigte sich Goldhausens Ortsvorsteher am Samstagnachmittag mit hr4-Moderator Garsten Gohlke. (Foto:jk)

Das nächste Etappenziel mussten sich die über 500 Tour-Radler, dazu viele Tagesgäste, mit viel Schweiß verdienen. Von Nordenbeck ging es den steilen Anstieg hinauf bis ins Dorf der größten Goldlagerstätte Deutschlands. Die Goldhäuser Frauen hatten nicht zu viel versprochen und tischten 88 Kuchen für hungrige Pedalritter, hr-Crew und Besucher auf. Das brachte natürlich ein Sonderlob von Moderator Garsten Gohlke. Mit munteren Worten quetschte er den Ortsvorsteher Wolfgang Behle über die Geschichte des Ortes aus, und die Besucherführer des Vereins „Historischer Goldbergbau" luden in der Etappenpause gleich zur Entdeckungsreise unter Tage.

Dann ging es weiter nach Korbach, wo die Stadt auf dem Obermarkt einen herzlichen Empfang bereitete. Bei der Ankunft sorgte „Sempre Samba" aus Bad Wildungen mit heißen lateinamerikanischen Rhythmen für Stimmung. Abends gab es Musik vom Feinsten: Unter freiem Himmel heizte auf der Bühne als Vorgruppe die Band „Jazz for Fun" das Publikum an.
Am Abend lieferte dann die hr-Big-Band mit Dirigent und Geburtstagskind Jörg Achim Keller ihre „Soul Classics". Begeisterten Applaus auf dem gut gefüllten und malerisch erleuchteten Obermarkt erhielt auch Solist Butch Williams (Stuttgart). Der amerikanische Sänger arbeitet regelmäßig mit bekannten Popgruppen wie den "Söhnen Mannheims" und zählt derzeit zu den gefragtesten Soulstimmen in Deutschland.
Parallel zum Konzert der hr-Big-Band auf dem Obermarkt gab es im Schießhagen eine Open-Air-Vorführung des Dokumentarfilms "Höllentour". Der Streifen stammt von Filmemacher und Oscar-Preisträger Pepe Danquart, der 2003 die Tour de France zum 100-jährigen Bestehen mit drei Kamerateams begleitet hat.

Derweil empfahl sich die hr-Big-Band mit zweieinhalb Stunden Jazz und Soul der Extraklasse. Bandchef, Arrangeur und Filmmusik-Macher Keller, der das Ensemble in den vergangenen fünf Jahren von klassischer Big-Band-Musik über deutschen Swing bis Avantgarde-Jazz noch vielseitiger in Szene gesetzt hat, war denn auch hoch zufrieden: Seine Big Band, die wäre auch ein Genuss fürs Altstadt-Kulturfest in Korbach.

WLZ - im August 2005

 

Goldhausen I erringt Wimpel beim Kreiszeltlager

1000 Jugendfeuerwehrleute aus dem ganzen Waldecker Land in Volkmarsen

Die drei besten Jugendwehren aus dem Waldecker Land (Goldhausen, Bohne, Ammenhausen) mit ihren Trophäen. (Fotos: cl)

VOLKMARSEN (cl). Rund 1000 Jugendliche und Betreuer aus 58 Waldecker Feuerwehren, darunter ein Drittel weibliche Mitglieder, über 100 Zelte, drei Zentner Schweinebraten am Sonntagmittag. Das sind nur einige Zahlen vom Wochenende über das gelungene Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr Waldeck in der Kugelsburgstadt.

Von Freitag bis Sonntag bestimmten Wettkämpfe, Spaß und Spiel und Information das Programm. Den begehrten Kreiswimpel errang unter 69 Wettkampfgruppen für ein Jahr die Jugendfeuerwehr Goldhausen l vor Böhne und Ammenhausen. Das Kreiszeltlager sei in jedem Jahr der Höhepunkt im Jahresablauf der Jugendfeuerwehren, betonte Kreisjugendfeuerwehrwart Christoph Weltecke bei der Eröffnung. Die Stadt ermöglichte das Zeltlager auf dem Stadtbruch und stiftete Freikarten für das Burgschwimmbad, was bei dem schönen Wetter höchst willkommen war.

Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Manfred Hankel und Stadtverordnetenvorsteher Burkhard Scheele wünschten den jungen Blauröcken in Gegenwart der Bürgermeister Rolf Emde (Diemelstadt) und Peter Brandenburg (Waldeck) ein unvergessliches Wochenende. Grüße übermittelten der stellvertretende Kreisbrandinspektor Horst Benner-Hensel und der Volkmarser Stadtbrandinspektor Eberhard Henkelmann.
Für die gute Vorbereitung und Organisation des Zeltlagers wurde den Volkmarser Kameraden und den sie unterstützenden Frauen großes Lob gezollt. Seit Freitagabend können die Teilnehmer und ihre Angehörigen daheim unter www.feuerwehr-volkmarsen.de online in der Bildergalerie das Zeltlager miterleben.
Unter freiem Himmel wurde zum Auftakt eine ökumenische Andacht mit der katholischen Gemeindereferentin Gisela Mihm und dem evangelischen Vikar Helge Abel gefeiert. Dazu spielte die Pfarrband "Heaven". Nach einer Nachtwanderung mit Lagerfeuer unterhalb des Schwimmbades machten die jungen Feuerwehrleute um 23 Uhr mit einem imposanten Fackelzug auf sich aufmerksam. An der Spitze marschierten neben dem Kreisjugendwart und seiner Stellvertreterin Wiltrud Hase Stadtjugendfeuerwehrwart Helmut Figge. Die Feuerwehrspielmannszüge Rhoden und Bad Arolsen spielten auf.

Beliebt war die THW-Kletterwand.

Parallel zu den Wettkämpfen herrschte großer Andrang vor der zehn Meter hohen Kletterwand des Technischen Hilfswerks Korbach. Die jungen Herzen schlugen höher, als die Flughafenfeuerwehr des Bundeswehrstandortes Fritzlar mit zwei Fahrzeugen ihre Einsatzstärke demonstrierte. Bei den Wettkämpfen unter Leitung von Werner Pilger und Dirk Ungemach stand eine Löschübung an und musste ein Fragebogen richtig ausgefüllt werden. Für den Landkreis freute sich Beigeordneter Otto Wilke: "Hier zeigt sich Gemeinschaftssinn und kameradschaftliche Leistungen im Wettbewerb." Zu den Gratulanten gehörte auch Bürgermeister Hartmut Linnekugel.

Unter großem Jubel holte sich die Jugendfeuerwehr Goldhausen mit dem ersten Platz und 1652 Punkten den Wimpel ab. über Platz zwei und den Wanderpokal freute sich Bohne nur knapp dahinter mit 1648 Punkten. Mit Platz drei und 1645 Zählern errang Ammenhausen die große St. Florian-Figur, die vor vielen Jahren vom unvergessenen Ehringer Feuerwehrmann Siegfried Funkenberg als Wanderpreis gestiftet wurde. Als Zugabe erhielten alle drei Teams einen Holzteller mit Brandmalerei der Kreisjugendfeuerwehr.

Gute Leistungen bescheinigte Kreisjugendfeuerwehrwart Christoph Weltecke den1 69 Wettkampfteams mit 621 Jungen und Mädchen.
Die ersten 20 Platzierungen: 1. Goldhausen l mit 1652 Punkten, 2. Bohne (1648), 3. Ammenhausen (1645), 4. Berndorf l mit 1640 Punkten, 5. Sachsenhausen 1(1638), 6. Goldhausen 2, (1638), 7. Lelbach (1637), 8. Berndorf 3 (1636), 9. Berndorf 2 (1636), 10. Bergheim (1634), ll.Helmighausen2 (1627), 12. Elleringhaüsen (1621), 13. Helmighausen l (1616), 14. Lengefeld 2 (1616), 15. Mengeringhausen l (1603), 16. Bad Arolsen (1592), 17. Anraff (1580), 18. Bad Wüdungen (1577), 19. Wirmighausen (1577) und 20. Lengefeld l (1570).

Bei einer Disko-Fete wurde am Abend in der Stadthalle kräftig gefeiert. Wer es ruhiger liebte, konnte sich bei Filmen oder am Lagerfeuer die Zeit vertreiben. Am Sonntag legten die Gruppen die Prüfungen für die Jugendspangen in Bronze, Silber und Gold ab. Dabei galt es, Aufgaben aus den Bereichen Umwelt, Erste Hilfe und Feuerwehrtechnik zu lösen. Außerdem informierte die Kreishandwerkerschaft über Ausbildungsberufe im Handwerk. Bei einem Jugendforum unter der Leitung der Jugendsprecher Andreas Conradi und Caroline Vesper konnten alle loswerden, was sie immer schon sagen wollten.
Für die Verpflegung sorgten am Samstag und Sonntag die Mitarbeiter der Feldküche des DRK-Kreisverbandes Korbach-Bad Arolsen, die zentnerweise Gulasch, Schweinebraten und Beilagen und tausende Brötchen zum Frühstück vorbereiten mussten. Die Verpflegung am Freitag übernahm die Feuerwehr Volkmarsen.
Die DRK-Bereitschaft Korbach-Bad-Arolsen hatte bis Samstagabend nur wenig zu tun. Die Helfer leisteten Erste Hilfe für den Gast eines Vereinstestes in der Nachbarschaft.
Am Sonntagmittag war die Lagerzeitung "Lange Leitung" fertiggestellt. Das Blatt gibt es 20 Jahre, jedes Vierteljahr erscheint eine Ausgabe.

WLZ - im Juli 2005

 

Gans Ronald stahl den Betreuern die Schau

Feier zum Jubiläum des Georg-Victor-Turms auf dem Eisenberg

Attraktion Ronald: Josefine und Luisa hatten ihre zahme Gans mitgebracht. FOTOS: TRAUTMANN

GOLDHAUSEN 100 Jahre Georg-Victor-Turm: Nach dem Festgottesdienst unterhalb des Denkmals gings weiter mit dem Frühschoppen. Die lustigen Spiele an der Burgruine wurden von den Kindern gerne angenommen, wenngleich Gans Ronald den Betreuern zwischenzeitlich die Show stahl. Das gibt's ja auch nicht alle Tage, eine zahme Gans auf dem Eisenberg.

 

Alphornbläser vom Ettelsberg tönen vom Georg-Victor-Turm herab.
Herzklopfen ist Name und Programm.

Außergewöhnlich waren auch die Klänge vom Turm herab, denn die Willinger Alphornbläser bliesen ihre Signale in luftiger Höhe. Unten auf der Bühne sang die Gruppe Herzklopfen vom MGV Goddelsheim. "Küssen verboten" zum Beispiel. Für eine süße Stärkung hatten die Eisenberger Landfrauen mit Kuchen und Torten bestens gesorgt. Ihr "Waldcafe" auf einer kleinen Lichtung machte seinem Namen alle Ehre. Und das ideale Ausflugswetter lockte ständig neue Besucher auf den Gipfel des Korbacher Hausbergs. (ZUT)

HNA - im Juli 2005

 

Festakt zum 100-jährigen Bestehen des Georg-Viktor-Turms auf dem Eisenberg

Waldecker Tradition und "Wir-Gefühl"

Das "Waldecker Lied" erschallte am Fuße des Georg-Viktor-Turms nach dem Festakt auf dem Eisenberg. Zu den Ehrengästen gehörten Fürst Wittekind zu Waldeck und Pyrmont mit seiner Gattin Cecilia und den drei Söhnen Josias, Anton und Johannes.

KORBACH-GOLDHAUSEN (gs). Mit einem Festakt feierten die Goldhäuser gemeinsam mit der Stadt Korbach das 100-jährige Bestehen des Georg-Viktor-Turms auf dem Eisenberg. Die Geschützgruppe "St. Barbara" eröffnete die Veranstaltung mit kräftigen Böllerschüssen aus der Kanone, die von Fürst Wittekind zu Waldeck und Pyrmont gezündet wurde. Der Georg-Viktor-Turm wurde zu Ehren seines Urgroßvaters erbaut.

Goldhausens Ortsvorsteher Wolf gang Behle begrüßte die zahlreichen Gäste beim Festakt, der anlässlich des 100-jährigen Turmjubiläums am Fuße des Geburtstagskindes stattfand. "Dieser Turm prägt seit mehr als 100 Jahren den Eisenberg an Deutschlands goldreichster Stelle", so Behle. Sein Dank galt der Stadt Korbach, den örtlichen Vereinen, Sponsoren sowie der Bläsergruppe der Waldeckischen Jägerschaft für die Ausrichtung des Festes.
Im Namen des Waldecker Fürstenhauses richtete Fürst Wittekind zu Waldeck und Pyrmont ein Grußwort an die Gäste. "Dieser Turm wurde zu Ehren meines Urgroßvaters gebaut. Es tut mir Leid, dass ich heute in kleiner Besetzung komme, denn mein Hofstaat inklusive der Angestellten passt in einen VW-Bus. Zu Zeiten meiner Vorfahren sah das sicherlich anders aus", scherzte der Fürst. Gleichwohl erinnerte er an die Verdienste seines Ahnen, zu dessen Ehren der Turm auf dem Eisenberg errichtet wurde. Dabei ermunterte er die Politiker der Moderne, bei Verhandlungen mit schwierigen Gesprächspartnern die gleiche Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit walten zu lassen, wie es einst Fürst Georg Viktor zu Waldeck und Pyrmont gegenüber Preußen getan hatte.

Auch Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich lobte das Engagement der Einwohner von Goldhausen. "Sie haben mit dieser Feier wieder etwas Hervorragendes aus dem Boden gestampft", freute sich der Rathauschef. Er schlug den Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart und zeigte auf, dass nicht nur das 100-jährige Bestehen des Georg-Viktor-Turms Anlass zum Feiern sei, sondern dass historisch betrachtet eine 800-jährige waldeckische Tradition und ein ebenso altes "Wir-Gefühl" sich in der gemeinsamen Feier widerspiegele. In Richtung des Fürsten gewandt erklärte Friedrich: "Sie sind eine Waldecker Integrationsfigur."
Grußworte gab es auch von der Korbacher Goldmarie Stefanie Grass-Urff und Pfarrer Burkhard Uffelmann im Namen der Kirchengemeinden.

Die Bläsergruppe der Waldeckischen Jägerschaft übernahm die musikalische Gestaltung des Festaktes zum 100-jährigen Bestehen des Georg-Viktor-Turms. (Fotos: gs)

Die Festrede des Abends hielt Korbachs Stadtverordnetenvorsteher Heinz Merl. Würdevoll mit Zylinder vorgetragen, ließ er die waldeckische Geschichte, die Entwicklung des Fürstenhauses und des Eisenberges, in besonderem Maße aber der Person des Fürsten Georg Viktor zu Waldeck und Pyrmont Revue passieren. So sei der Fürst ein Alters- und Zeitgenosse des späteren 99-Tage-Kaisers Friedrich III. gewesen. Beide studierten in Bonn und hatten eine für die damalige Zeit bemerkenswerte liberale Grundhaltung. 1852 wurde Georg Viktor Herrscher des Fürstentums und mit der Militärkonvention von 1862 übergab er die waldeckische Militärhoheit an Preußen. Zum Verzicht auf die Souveränität und Abtretung Waldeck-Pyrmonts an Preußen, was in dem Vertragswerk von 1862 ebenfalls in einem separaten Artikel niedergelegt wurde, kam es jedoch nicht. Grund hierfür war der Dank des Fürsten Bismarck für die Bündnistreue im deutschdeutschen Krieg, der 1866 für Waldeck-Pyrmont den Erhalt der Unabhängigkeit bedeutete. Bereits kurze Zeit nach dem Tode von Fürst Georg Viktor entstanden erste Pläne für den Turmbau; die Einweihung des Bauwerkes fand am 3. Juni 1905 im Beisein der Fürstenfamilie statt.

Zu Akkordeonklängen von Hartmut Scharfe sangen die rund 200 Besucher zum Abschluss des Festaktes das "Waldecker Lied", bevor abends die Schützenblaskapelle Willingen für schwungvolle Musik sorgte.

WLZ - im Juli 2005

 

Goldhäuser Wehr wird ihrem Ruf gerecht

BEBRA. Eine Mannschaft aus dem Kreis Waldeck-Frankenberg wurde im Vorfeld der Feuerwehrwettkämpfe in Bebra (Kreis Hersfeld-Rotenburg) als Favorit gehandelt: das Team der Freiwilligen Feuerwehr Korbach-Goldhausen.

Diese Vorgabe war berechtigt. Die Mannschaft gehört zu den Besten im Regierungsbezirk Kassel. Dies stellte sie beim Bezirksentscheid in der Eisenbahnerstadt eindrucksvoll unter Beweis. Mit nur einem Fehler, der dem Team fünf Strafpunkte bescherte, kam sie punktgleich mit drei weiteren Teams in die Ausscheidung um den dritten Platz, in dem sie zwei Mitbewerbern den Vortritt lassen musste.
In der Abschlussrangliste des nordhessischen Bezirksentscheids wird Korbach-Goldhausen so auf dem fünften Platz mit 995 Punkten geführt. Die Platzierungen der übrigen Mannschaften aus dem Kreis Waldeck-Frankenberg: 7. Gemünden (Wohra)-Schiffelbach 992, 9. Waldeck-Ober-Werbe 990, 12. Edertal-Böhne 972, 16. Bad Arolsen 949.

Den nordhessischen Bezirksentscheid gewann die Freiwillige Feuerwehr Neuhof-Dorfborn (Kreis Fulda) im Stechen gegen Wehretal-Oetmannshausen (Werra-Meißner-Kreis). Beide hatten ohne Fehler die Höchstzahl von 1000 Punkten erreicht. Am Start waren 18 Mannschaften, von denen sich die zwölf besten für den Landesentscheid am 11. September im Homberg qualifizierten.

Der Bezirksentscheid in Bebra wurde nach den Bedingungen der hessischen Landesleistungsübung mit 18 Mannschaften ausgetragen. Die Teams mussten sich über die Kreisentscheide für die Teilnahme auf der Ebene des Regierungsbezirks qualifizieren. Die übung selbst gliederte sich in zwei Bereiche. Theoretisches Wissen aus dem Feuerwehrdienst war bei dem Beantworten von Fragen gefordert. Der praktische Teil war der Vortrag eines Löschangriffs über einen Hindernisparcours. Die einzelnen Stationen: Wasserentnahme aus einem Hydranten, das Verlegen einer Schlauchleitung von der Tragkraftspritze über einen Laufbalken und durch einen Kriechgang bis zu einem Verteiler. Von hier aus wurde der Löschangriff mit dem Verlegen von C-Schläuchen von drei Trupps über die Hindernisse Leitergerüst, Bahngleis und Hürde fortgesetzt und endete mit dem Umspritzen von Fallklappen. Als letzte Aufgabe mussten die Wettkämpfer vier Knoten fachgerecht knüpfen. In der vorgegebenen Zeit von 450 Sekunden blieben nahezu alle Mannschaften. Für das überschreiten der Vorgabe sowie bei Fehlern im Fragebogen oder bei der praktischen Ausführung der übung gab es Strafpunkte, die von den vorgegebenen 1000 Punkten abgezogen wurden. überwacht und ausgewertet wurde die Feuerwehrleistungsübung von den neutralen Schiedsrichtern aus den Kreisen Gießen und Main-Kinzig. Verantwortlich für die Austragung war der Brandschutzdezernent im Regierungspräsidium im Kassel, Erwin Baumann, im Zusammenwirken mit dem Hersfeld-Rotenburger Kreisverbandsvorsitzenden und stellvertretendem Kreisbrandinspektor Hermann Funk. Beeindruckt von den guten Leistungen der Mannschaften war Regierungspräsident Lutz Klein, der die Siegerehrung zum Abschluss vornahm. (ZVK)

HNA - im Juli 2005

 

"Immer eine verlässliche Mannschaft"

70. Vereinsgeburtstag: Feuerwehr Goldhausen richtet Korbacher Stadtpokalwettkämpfe aus

Lengefeld 1 und das "SEK" Goldhausen gewannen in den beiden Kategorien der Stadtpokalwettkämpfe.

KORBACH-GOLDHAUSEN (tk). Zwei Pokale bleiben im Ort, einer geht an die Nachbarn: Bei den Stadtpokalwettkämpfen der Korbacher Feuerwehren siegten die Jugendmannschaft Goldhausen l und das Goldhäuser "SEK" (Senioren-Einsatz-Kommando) im Praxiswettbewerb ohne Fragebogen. Als Stadtpokalsieger in Theorie und Praxis beendete das Team Lengefeld l die zweitägige Veranstaltung. Aus Anlass ihres 70. Geburtstags richtete die Feuerwehr Goldhausen die Wettkämpfe im und am Dorfgemeinschaftshaus aus.

Gegründet wurde die freiwillige Feuerwehr Goldhausen am 13. Februar 1935 von 17 Männern. Obwohl zuvor schon eine Pflichtfeuerwehr bestand, so war die Feuerwehr zunächst doch recht spärlich ausgerüstet, berichtete Andreas Sinsch in seiner Festrede am Samstagabend. Der Wehrführer und Vorsitzende des Feuerwehrvereins ließ die Entwicklung der Goldhäuser Wehr Revue passieren.
Als erster Wehrführer fungierte Karl Schmutzer, der zuvor schon Leiter der Pflichtfeuerwehr gewesen war. Mit dem Wiederaufbau der freiwilligen Feuerwehr nach dem Krieg übernahm Wilhelm Jesinghausen 1949 die Wehr. Als weitere Wehrführer folgten Friedrich Zimmermann, Heinrich Zenke, Wolfgang Behle und Karl-Helmut Tepel.

Im Wettbewerb der Jugendwehren siegte Goldhausen 1 vor Goldhausen 2 und der Mannschaft aus Leibach.

Hausbau in Eigenleistung

1951 wurde ein Hydrantenwagen angeschafft, auf dem die wenigen Schläuche, zwei Strahlrohre, ein Standrohr und eine Anstellleiter Platz fanden. 1956 kam die erste Motorspritze und 1961 ein Tragkraftspritzenanhänger hinzu. In den Jahren 1968/1969 wurde ein Feuerwehrhaus, auch damals schon mit viel Eigenleistung gebaut. Zwei Jahre später, 197.1, bekam die Wehr ein Tragkraftspritzenfahrzeug. 1980 kaufte sich der Verein aus eigenen Mitteln ein zweites Fahrzeug, einen VW-Bulli als Mannschaftstransportwagen. Die beiden Fahrzeuge wurden 1990 gegen neue ausgetauscht. Die Mitglieder ersetzten den Mannschaftstransportwagen durch ein Nachfolgemodell wiederum aus Vereinsmitteln. 1995 wurde das Feuerwehrhaus durch den Umbau der alten Viehwaage erstmals erweitert. Die zweite Erweiterung des Feuerwehrhauses folgte 2001. 2004 kaufte sich schließlich die Wehr zum dritten Mal einen Mannschaftstransportwagen, erneut aus Vereinsmitteln.

30 Einsatzkräfte

In den 1990er Jahren stieg die Anzahl der Einsätze sprunghaft an. Insbesondere bei einer Serie von Großbränden in Korbach zeigte sich dabei auch die Effektivität der Ortsteilwehren, so Sinsch in seiner Rede. Mit dem Erhalt des Rettungssatzes zur technischen Hilfeleistung, also der so genannten Rettungsschere und dem Spreizer, kam ein neues Aufgabengebiet für die Feuerwehr hinzu, nämlich der Einsatz bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen. "Diese Art von Einsätzen ist aufgrund verletzter oder gar tödlich verunglückter Menschen für den einzelnen Feuerwehrmann oft nur schwer zu verarbeiten und somit eine große Belastung", führte Sinsch aus.
Heute sind über 30 Goldhäuser in der Einsatzabteilung aktiv. "Zu verdanken ist diese stattliche Zahl aber auch der Tatsache, dass viele Frauen heute ihren Dienst in der Feuerwehr verrichten", so Sinsch. 1990 traten gleich neun Frauen in die Einsatzabteilung ein. Als Nachwuchsabteilung gibt es seit 1969 die Jugendabteilung. Der Feuerwehrverein hat heute 154 Mitglieder, davon 21 Jugendliche. 1993 wurde der Verein in das Vereinsregister eingetragen. Ehrenmitglied ist der frühere Wehrführer und langjährige Kreisbrandinspektor Heinrich Zenke.
Bei der Ausbildung widmete sich die Feuerwehr Goldhausen seit jeher sehr stark den Wettkämpfen. Aus den vielen Siegen und guten Platzierungen bei unzähligen Pokalwettkämpfen, Stadtmeisterschaften, Kreis- und Bezirksentscheiden ragen die Erfolge bei den Landeswettkämpfen heraus.
1995 gewann ein Team erstmals den Landesmeistertitel. In den beiden Folgejahren wurde dieser Erfolg wiederholt: Die Goldhäuser Feuerwehr schaffte den Hessen-Hattrick.

"Stützpunkt im Westen"

Zu den Gratulanten am Kommersabend gehörten Bürgermeister Klaus Friedrich, Ortsvorsteher Wolfgang Behle und Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt. Friedrich beglückwünschte den Verein zu seinen engagierten treuen Mitgliedern. Zu einer funktionierenden Feuerwehr gehörten "Leistungsbereitschaft, gesunder Ehrgeiz und Kameradschaft". "SBI" Schmidt zeigte sich vor allem von der langjährigen Feuerwehrtradition im "kleinen Stützpunkt im Westen Korbachs" beeindruckt: "In Goldhausen gibt es seit 70 Jahren immer eine verlässliche Mannschaft."

WLZ - im Juni 2005

 

Bergmanns-Hund mit goldener Botschaft

Sankt Barbara fährt schwere Geschütze auf

Mit Kanonendonner übergab die Geschützgruppe Sankt Barbara ihr schweres Geschenk: einen Hund. Aufgemöbelt und mit Erinnerungsplakette wirbt der Bergmannswagen vorm St-Georgs-Schacht in Goldhausen. Unser Bild zeigt die Kanoniere mit Egon Eirund (3. v. l.), Malermeister Friedrich Saure, Schützenkönigspaar Hans-Jürgen und Ilselore Jost und Wolfgang Behle. Der Ortsvorsteher ist auch Vorsitzender des Vereins "Historischer Goldbergbau Eisenberg". (Foto:jk)

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). Salut für einen alten Hund: Die Korbacher Geschätzgruppe Sankt Barbara und der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" übergaben zum Wochenende einen stählernen Bergmannswagen mit donnernden Schüssen seiner Bestimmung.

Mitten im Dorf vorm Einstieg zum St-Georg-Schacht hat der offene Waggon einen Ehrenplatz erhalten. In der Bergmannssprache ist das Vehikel keine "Lore", sondern ein "Hund" oder auch "Hunt".
Urheber der Aktion ist Egon Eirund, Kanonier-Hauptmann der Schützengilde 1377. Vor über 20 Jahren wünschte er sich privat eine Lore für den heimischen Garten. Eirund wurde in Thalitter zu einem guten Preis fündig, doch führte der Wagen zunächst eher ein Schattendasein im heimischen Schuppen. Das große Engagement in Goldhausen, den Bergbau zur touristischen Blüte zu bringen, brachte Eirund dann auf die Idee, dem Goldförderverein das Vehikel zu vermachen. Schließlich ist die heilige Barbara auch Schutzpatronin der Bergleute.

Die Mitglieder um Vorsitzenden Wolfgang Behle nahmen das Präsent dankbar an. Das war schon 2002 - zum 50. Geburtstag der 1952 neu gegründeten Korbacher Kanonier-Abteilung. Indes musste der Hund noch ordentlich aufgemöbelt werden, was dann der frühere Ortsvorsteher und Malermeister Friedrich Saure übernahm.
In Schwarz mit Erinnerungsplakette und goldener Schrift wirbt der Wagen seither - wie weitere alte Hunde in Goldhausen und Korbach - für den historischen Bergbau. Behle und die Vereinsmitglieder bedankten sich herzlich bei den Kanonieren der Schützengilde, die am Sonntag gleich noch mal in Goldhausen Station machten: Der traditionelle Schnadezug führte auch durch den Heimatort des amtierenden Schützenkönigs und Ersten Dechanten Hans-Jürgen Jost.

WLZ - im Juni 2005

 

Goldhausen gewinnt Kreisentscheid

52 Mannschaften bei Feuerwehrleistungsübungen auf der Hauer

Wieder vorne mit dabei: Goldhausen gewinnt den Kreisentscheid und fährt mit Schiffelbach, Ober-Werbe, Bohne und Bad Arolsen zu den Bezirkswettkämpfen, die am 9. Juli in Bebra ausgetragen werden. (Foto: tk)

KORBACH (tk). Das neunköpfige Goldhäuser Team um Gruppenführer Arno Zenke hat bei den hessischen Feuerwehrleistungsübungen auf Kreisebene am Sonntag den ersten Platz erreicht. Die Gruppe aus Korbachs Feuerwehrort Nummer l holte 995 von 1000 möglichen Punkten.

An die Erfolge aus den 90er Jahren wollen die Goldhäuser Brandschützer mit ihrem Wehrführer Andreas Sinsch jetzt wieder anknüpfen. Zwischen 1995 und 1997 waren sie dreimal in Folge Landesmeister.

Damals wie auch beim Wettkampf am Sonntag die härtesten Gegner: die Feuerwehr Schiffelbach. Das Team aus dem Gemündener Stadtteil landete nur drei Punkte hinter dem Sieger auf Platz zwei. Dritter wurde Ober-Werbe vor den Mannschaften aus Bohne und Bad Arolsen. Diese Platzierung wurde erst nach einem Stechen ermittelt. Den Wettkampf beendeten alle drei Teams mit 990 Punkten. Diese ersten fünf Mannschaften vertreten den Landkreis auf Bezirksebene (Regierungsbezirk Kassel) am 9. Juli in Bebra.
Auf den weiteren Plätzen landeten Lengefeld und Nordenbeck (beide 985 Punkte) vor Reinhardshausen (980), Ammenhausen und Reddighausen I (beide 977), Nieder-Ense (974), Mehlen (970), Rennertehausen (965), Helmighausen II (962) und Affoldern (960).

Im praktischen Teil der Wettkämpfe stand am Sonntag die übung "Vornahme von drei C-Strahlrohren" an. Der theoretische Teil umfasste 15 Fragen verschiedener Fachgebiete. Zum Beantworten gab es zehn Minuten Zeit.
Teilnehmer an den Feuerwehrleistungsübungen konnten auch das Feuerwehrleistungsabzeichen erwerben. In diesem Zusammenhang äußerte Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick Kritik an der Kameradschaft in den Gruppen. So hätten viele, die bereits das Leistungsabzeichen erworben haben, andere Gruppenmitglieder auf dem Weg dorthin nicht genügend unterstützt. Ansonsten zog Biederbick ebenso wie Verbandschef Manfred Hankel und der Erste Kreisbeigeordnete Peter Niederstraßer eine positive Bilanz des Wettkampftages. Im Vergleich zum Vorjahr sei zwar die Zahl der teilnehmenden Teams um acht gesunken. Dennoch sei diese Beteiligung in Hessen Spitze.
Zur Siegerehrung musizierte der Spielmannszug der Feuerwehr Korbach. Mitglieder der Stützpunktwehr sorgten außerdem für das leibliche Wohl und einen reibungslosen Ablauf der fast achtstündigen Wettkämpfe.

WLZ - im Mai 2005

 

Besuchersaison in Deutschlands größter Goldlagerstätte eröffnet

Goldmarie und Gottes Segen

Hinein in die Höhle der Bergleute: Besucherführer Friedrich Bachmann (I.) nahm auch Korbachs "Goldmarie" Stefanie Graß-Urff (r.) mit auf die Reise rund 250 Meter tief in den Fels. Am Ende gibt es authentischen Einblick bis in den mittelalterlichen Bergbau - die Grube St. Sebastian aus dem 14. Jahrhundert.

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). Die neue Saison am Eisenberg ist eröffnet. Die ersten Besuchergruppen tauchten am Sonntag ab in den goldenen Stollen - auf den Spuren von rund 800 Jahren Bergbaugeschichte. Bis Mitte Oktober können Gruppen und Einzelpersonen wieder Deutschlands größte historische Goldlagerstätte erkunden.

Es war noch diesig, als die ersten Gäste aus dem westfälischen Küstelberg am Morgen den Weg ins Dunkel des Berges wagten. Doch die Besucherführer des Vereins "Historischer Goldbergbau Eisenberg" waren schon bestens präpariert: Stiefel, feste Jacken, Helme, Akkumulatoren und Geleucht standen bereit, um Goldhausens Unterwelt zu erkunden.
Vor rund 80 Besuchern erklärten dann am Mittag Vereinschef Wolfgang Behle und "Goldmarie" Stefanie Graß-Urff das Besucherbergwerk zur Saison 2005 für eröffnet. Dabei machte sich Korbachs werbende Symbolfigur erstmals mit auf die Reise in den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen mit seinen Ursprüngen aus dem 15. Jahrhundert. Die historische Entwicklung zeigte Besucherführer Dr. Hans Günther Nelles auf.

Pfarrer Burkhard Uffelmann hielt die Andacht am Unteren-Tiefen-Tal-Stollen. (Fotos: jk)

Der Segen von Pfarrer Burkhard Uffelmann war ihnen zur Saisoneröffnung gewiss: "Wir begeben uns auf die Goldspur, und ich wünsche mir, dass sich in Zukunft wieder viele Menschen hier in Goldhausen auf die Suche machen."
Gottesdienste sind bei den Bergleuten guter Brauch, denn das Leben der Kumpel birgt Gefahr. In seiner Andacht nahm Uffelmann Rekurs auf das harte Leben der Bergleute, die sich vor Jahrhunderten täglich zentimeterweise ins Gestein schufteten. Uffelmann zitierte die Worte Hiobs, der symbolisch das Werk des Bergmanns beschreibt: "Er bringt Verborgenes ans Tageslicht." Aber Gottes Weg zur Weisheit sei auch durch Gold nicht zu bezahlen.

"Glück auf, der Steiger kommt": Der gemischte Chor Eisenberg unter Regie von Hartmut Scharfe sang zur Eröffnung des Besucherbergwerks.

Den musikalischen Rahmen bei der Andacht setzte der Gemischte Chor Eisenberg unter Leitung von Hartmut Scharfe: "Glück auf, der Steiger kommt", hieß es wie 1974, als die Sänger den Schauspieler Roger Moore am Eisenberg begrüßten. Der war damals nicht als "Agent 007" in geheimer Mission, sondern auf Promotion-Tour für seinen Abenteuerfilm "Gold".

Was die Filmemacher früh erkannten, ist rund 30 Jahre später Wirklichkeit geworden — das goldene Erbe des Eisenbergs besser zu vermarkten. Schon römische Geschichtsschreiber berichteten vom Gold in der Eder. Flüsse und Bäche aufwärts stießen die Goldsucher später auf immer neue Vorkommen des edlen Erzes.
Vor etwa 1000 Jahren begannen die Goldwäscher auch am Fuße des Eisenbergs. Seit Mitte des 12. Jahrhunderts wühlten sie sich in den Fels. 1250 rühmte schon der große Theologie und Naturforscher Albertus Magnus das reine Gold vom Eisenberg. Bis zum Beginn des Dreißigjährigen Krieges (1618) herrschte dann Hochkonjunktur, doch selbst in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es immer wieder ausländische Firmen, die im Gestein nach Gold sondierten.
Geblieben sind rund 20 Kilometer Stollen und Schächte, die den Eisenberg wie einen Schweizer Käse unterhöhlen. Seit 1997 ist Deustchlands größte historische Goldlagerstätte als Industriedenkmal geschützt.

WLZ  - im April 2005

 

Goldbergbau Eisenberg

Goldwäscher und Führer gesucht

KORBACH - GOLDHAUSEN (gs). 86 Mitglieder hat der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg". Bei der Jahreshauptversammlung standen neben dem Jahresbericht des Vorsitzenden Neuwahlen des Vorstandes an.

"Wir sind seit dem 21. Oktober Besitzer des Bergrechts und somit sind Sie alle stolze Besitzer unserer Goldmine", eröffnete Wolfgang Behle, Vorsitzender des Vereins, die Versammlung. Mitglieder des Regierungspräsidiums besichtigten die Stollen und das Bergbauamt nahm die historische Zeche im April ab. Nach diesen beiden Terminen stand für den Verein fest, dass Anfang Mai die Eröffnung des Besucherbergwerkes im Eisenberg stattfinden konnte. "Wir hatten von Mai bis Oktober 91 Buchungen mit 141 Gruppen, so dass rund 1500 Gäste in der vergangenen Saison das Bergwerk besichtigt haben", berichtete Behle stolz. Besonderes Lob ging an die ehrenamtlichen Führer der Besuchergruppen. Da ständig weitere Führer im Bergwerk benötigt werden, können sich Interessierte mit dem Schriftführer des Vereins, Claus Günther, unter Tel. 05631/5026424 oder per E-Mail unter claus.guenther[at]wirtschaftsfoerderung-korbach.de* melden.
Ebenfalls benötigt werden ehrenamtliche Helfer, die gemeinsam mit Kindergruppen Gold an der Marbeck waschen wollen. Ein weiterer Dank des Vorstandes galt dem Lions-Club und der Stadt Korbach, die jeweils den Verein mit einer Spende von 1000 Euro unterstützten. Laut Kassenbericht war das vergangene Jahr für den Verein mit rund 2000 Euro defizitär. Grund hierfür ist der Erwerb der Bergrechte, der mit rund 10 000 Euro zuzüglich Kaufnebenkosten zu Buche schlug.

Bei den turnusmäßigen Vorstandswahlen wurde der gesamte Vorstand im Amt bestätigt. Vorsitzender bleibt Wolfgang Behle, sein Stellvertreter ist Uli Zabel. Schriftführer bleibt Claus Günther und als Kassierer wurde Karl-Helmut Tepel im Amt bestätigt. Auch die drei Beisitzer Friedrich Bachmann, Hermann Wittmer und Armin Prager wurden per Blockabstimmung für weitere drei Jahre in den Vorstand berufen. Sicherheitsbeauftragter des Vereins bleibt Heinz Vaupel. Neuer Rechnungsprüfer ist Reinhold König.

Wichtige Termine des Vereis in diesem Jahr: 17. April: Eröffnung der Saison 2005 mit Andacht; Arbeitseinsätze der Mitglieder am 12. und 19. März sowie zweiten und vierten April; 16. und 17. Juli: Feier 100 Jahre Turm auf dem Eisenberg und eine Fahrt zum 80-jährigen Bergmannsjubiläum "Glückauf" nach Borken am 21. August.
über die Eröffnung des Besucherbergwerkes hat der Verein einen Film hergestellt, der als DVD oder Videokassette erhältlich ist.

WLZ  - im Februar 2005

 

Erfolgreiche Saison für Besucherstollen am Eisenberg

Historischer Goldbergbau - Mitgliederversammlung:

Goldwäscher am Werk: (v.l.) Dr. Wolfgang Homann, Besucherführer Werner Grebe und Claus Günther (Tourist-Information). (Archivfoto: jk)

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). Die erste Saison im neuen Goldhäuser Besucherstollen lief erfolgreich. Am 25. Februar ruft der Verein "Historischer Goldbergbau" zur Mitgliederversammlung. Interessenten und weitere Besucherführer sind willkommen.

Die Mitglieder um Vorsitzenden Wolfgang Behle treffen sich um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus am Eisenberg. Jahresbericht, Kassenlage und Vorstandswahl stehen auf der Tagesordnung. überdies wird ein Film von Dr. Peter Witzel und Gerhard Rink von der Eröffnung des Besucherbergwerks am 2. Mai 2004 gezeigt.
Die erste vollständige Saison war für den Verein erfreulich. Rund 1500 Besucher gingen von Frühjahr bis Herbst 2004 auf Erlebnistour im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen. Darunter waren Gruppen aus ganz Deutschland, aber auch ausländische Gäste. Damit hat sich der ehrenamtliche Einsatz der Vereinsmitglieder gelohnt. Unterstützt durch Spenden von Sparkasse bis Lions-Club, mit Hilfe des Landes und vor allem der Stadt Korbach hat sich Goldhausen zu einem herausragenden Ausflugsziel gemausert.
Dazu gehört neben dem Besucherstollen vor allem auch das "Zechenhaus". Dauerausstellung, Vortragsraum und Einblick in Gesteinskunde machen den Besuch an Deutschlands größter historischer Goldlagerstätte zusätzlich interessant.

Für die Zukunft hat der Verein weitere Attraktionen im Visier: Sie reichen vom Goldwaschen für Gäste bis zur öffnung eines weiteren Goldgräbergangs im Berg. So sind auch weitere Besucherführer willkommen.

WLZ  - im Februar 2005

 

Unser Dorf Goldhausen e.V. ehrt Albert Illian

Nach 29 Jahren Vorstandsarbeit zum Ehrenmitglied ernannt

In der Jahreshauptversammlung des Vereins "Unser Dorf Goldhausen e.V." wurde der Vorstand neu gewählt. Schriftführerin Claudia Prieske und Gründungmitglied Albert Illian scheiden aus dem Vorstand aus.

Goldshausen. Dirk Vahland, in seinem Amt des 1. Vorsitzenden bestätigt, würdigte Albert Illian für sein unermüdliches Engagement mit der Ernennung zum Ehrenmitglied. Illian war 1976 einer der Gründungsmitglieder des ehemaligen Verkehrsvereins, der 2001 mit der Aktionsgruppe "Unser Dorf" zum heutigen Verein fusionierte. In den ersten Jahren war Illian als Kassierer tätig bis er 1980 seine 21-jährige Laufbahn als 1. Vorsitzender begann. Auch nach der Umgestaltung des Vereins stand er dem Vorstand als Beisitzer zur Verfügung. Nach 29 Jahren zieht sich Illian nun aus der aktiven Vorstandsarbeit zurück und übergibt sein Beisitzeramt "Tätigkeitsfeld Baumaßnahmen" an Walter Tielemann.
Vahland dankt auch der ausscheidenden Schriftführerin Claudia Prieske für Ihre Arbeit. Insbesondere bei der schwierigen Zeit der Zusammenführung der AG Unser Dorf und des Verkehrsvereins zu "Unser Dorf Goldhausen e.V." stand sie tatkräftig zur Verfügung. Ihr Amt übernimmt nun Bernd Mütze, der seinen Tätigkeitsbereich des 2. Kassierers an Ursula Benirschke übergibt.
Petra Thielemann (2. Vorsitzende), Ulrich Fischer (1. Kassierer), Volker Scharfe (2. Schriftführer), Rudolf Fabinger (Beisitzer Tätigkeitsfeld Natur und Bepflanzungen) und Kirsten Westmeier (Beisitzerin Tätigkeitsfeld Kinder- und Jugendarbeit) wurden in Ihren ämtern bestätigt.

"Unser Verein hat zur Zeit 102 Mitglieder", so stieg Vahland in seinen Jahresbericht ein. Die Theatervorführung "Chaos GmbH und Co KG, wir stellen auf Computer um" der Theater AG, die Wanderung und Besichtigung des neuen Klärwerks "Oberes Aartal", sowie das Dorffest mit Besuch der HR3 Moderatoren Klaus Reichert und Daniel Hartwich waren die Highlights des vergangenen Jahres. Advents- und Silversterfeier sowie der Aktionstag mit dem Ortsbeirat und die monatlichen Pflegeeinsätze der Grünanlagen runden das Aktionsfeld des Vereins ab.
Für 2005 sind neben den Aktionstagen ein Dorffrühstück am 13. März, die Teilnahme an der Klostertrophy in Immighausen, das Turmfest (100 jährige Bestehen) am 16. und 17. Juli, sowie die Adventsfeier am 11. Dezember und eine Silversterparty geplant.

Nach dem offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung lud der Verein zur Karnevalsveranstaltung ein. Der Goldjupp (Ulrich Fischer) eröffnete die Bütt mit dem neuesten "aus'm Dorf". "Dann du hast zwei Möglichkeiten…" erklärte die "schrullige Alte" (Uschi Benirschke) und erläuterte eine etwas ungewöhnliche Zukunftsperspektive. Die "Sieben Zwerge" und "Sister Akt" rundeten neben vielen weiteren Vorträgen das humorvolle Programm ab. Eine Bildergalerie dieser Veranstaltung sowie alle Termine sind unter www.goldhausen.de zu finden.

Volker Scharfe - im Februar 2005

 

Biathlon-Cup in Goldhausen geplant

Jugendarbeit im Kleinkaliber-Schützenverein trägt Früchte

Ortsvorsteher Wolfgang Behle (I.) und Vorsitzender Carsten Vahland (r.) ehrten in der Jahreshauptversammlung des Kleinkaliber-Schützenvereins Goldhausen Friedrich Saure, Heinrich Zenke, Wilhelm Grebe, Patrick Zenke, Jürgen Fihlon, Christian Wallraff, Bernd Mütze und Conny Graf (v. I.) für langjährige Mitgliedschaft und Erfolge im Schießsport. (Foto: pr)

KORBACH (r). In der Jahreshauptversammlung des Kleinkaliber-Schützenvereins Goldhausen würdigte der Vorstand zahlreiche sportliche Erfolge. Die Palette wird 2005 um einen Biathlon-Cup erweitert, kündigte Vorsitzender Carsten Vahland an. Er soll ein besonderes Highlight werden.

Vahland berichtete von einem weiteren Mitgliederzuwachs im Verein. Vor allem die Jugendarbeit trage Früchte. Gegenüber dem Vorjahr habe sich die Zahl der Schüler und Jugendlichen verdoppelt.

In seinem Jahresrückblick hob der Vorsitzende besonders das Preisschießen mit über 90 teilnehmenden Einzelschützen und 33 Mannschaften hervor. Ein weiterer Höhepunkt sei 2004 das traditionelle Pfingstfest gewesen.
Für die Vereinsmitglieder habe der Vorstand im vergangenen Jahr kräftig investiert, allein für die Anschaffung neuer Waffen seien über 5000 Euro aufgewendet worden. Vahland: "Dass dieses Geld goldrichtig angelegt ist, zeigen die sportlichen Erfolge."
Die Schießwarte Jürgen Fihlon und Markus Hartmann berichteten, dass zwei von drei Mannschaften in nächsthöhere Klassen aufstiegen, in den Einzelwertungen wurden ebenfalls die Spitzenplätze belegt. Die Jugend- und Seniorenmannschaften liegen durchweg im vorderen Tabellendrittel. Auch bei Meisterschaften erreichten die Goldhäuser stets gute Platzierungen und krönten ihre Erfolge mit dem Sieg bei der Korbacher Stadtmeisterschaft.

Der Vorstand honorierte die Schießleistungen der Jugendlichen Kira Köster, Sarah Behle, Christian Wallraff, Patrick Zenke, Patrick Messner und Rene Mehring mit Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold. Christian Wallraff und Jürgen Fihlon bekamen Urkunden für vordere Plätze bei den Kreismeisterschaften.
Die Pokale für die Vereinsmeister überreichte der Vorsitzende an Christian Wallraff (Jugend), Conny Graf (Damen), Erich Becker (Senioren), Helmut Vahland (Passive), Jürgen Fihlon (Schützen Pistole) und Bernd Mütze (Schützen Gewehr).

Für langjährige Mitgliedschaft wurden Wilhelm Grebe (40 Jahre), Friedrich Saure (50 Jahre) und Heinrich Zenke (50 Jahre) mit der Ehrenurkunde des Vereins sowie mit der Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes in Gold ausgezeichnet.

WLZ  - im Januar 2005

 

40 Jahre Chorleiter in Goldhausen: Liederabend für Hartmut Scharfe

"Prägendes Wirken zum Wohle Goldhausens"

Gut ausgebildeter Nachfolger: Arno Huthwelker aus Buchenberg, der eine Ausbildung in der Chorleiterschule des Mitteldeutschen Sängerbundes absolviert hat, übernimmt die Leitung des Gemischten Chores Eisenberg. Bei der Premiere am Samstag wagte er sich mit dem Ensemble gleich an einen der schwersten Chorsätze - mit Erfolg. (Fotos: tk)

KORBACH-GOLDHAUSEN (tk). "Die ära Scharfe endet ohne ein weinendes, dafür mit zwei lachenden Augen." So fasste es der Geehrte selbst zusammen. Nach 40 Jahren als Leiter des Gemischten Chores Eisenberg legt Scharfe die Stimmgabel in jüngere Hände, aber nicht ganz aus der Hand. Mit Nachfolger Arno Huthwelker aus Buchenberg, der beim Liederabend am Samstag seine Premiere am Pult meisterte, wird er noch manches Chorprogramm gemeinsam gestalten. Denn der pensionierte Musiklehrer bleibt weiterhin Chorleiter in der Nachbarschaft, beim MGV "Edergold" Ober-Ense.

Am 6. Januar 1965 hatte Scharfe die Leitung des Gemischten Chores Eisenberg übernommen. Genau 40 Jahre später gibt er sie ab. Den bereits gut ausgebildeten Nachfolger hat er eingearbeitet. Wie gut, wurde beim Liederabend im voll besetzten Goldhäuser Dorfgemeinschaftshaus bald klar. Als Meisterstück lieferten Arno Huthwelker und seine hochmotivierten Sängerinnen und Sänger mit "Ach, ich hab in meinem Herzen" den laut Bearbeiter Scharfe "schwersten Chorsatz" ab. Ein übergang also, der eindeutig die Handschrift des glühenden Verehrers von "Frau Musica" trägt: sorgfältig vorbereitet, besonnen ausgeführt, sympathisch vermittelt. ähnlich beschrieben auch Laudatorin Ilselore Jost oder die Vorsitzende des Korbacher Sängerbezirks, Annelies Weibel, die Qualitäten des scheidenden Chorleiters: Scharfe habe es verstanden, zu probieren und zu motivieren, zu leiten und Freude zu bereiten. Ortsvorsteher Wolfgang Behle lobte das "prägende Wirken zum Wohle Goldhausens", das über die Grenzen der Stadt und des Kreises hinaus Anerkennung gefunden habe. Die menschlichen Züge des gebürtigen Sachsen nannte er vorbildhaft.

Die Leidenschaft für die Musik wurde dem 1933 in Delitzsch geborenen Pädagogen in die Wiege gelegt. Nach der Flucht aus der sowjetisch besetzten Zone (SBZ) landete die Familie schließlich 1947 in Korbach. Nach Abitur und Studium in Weilburg trat er 1958 seine erste Stelle in der damaligen einklassigen Dorfschule in Goldhausen an. Als musikalischer Impulsgeber gründete Scharfe 1963 die Landjugendgruppe und 1973 den Musizierkreis Eisenberg. 1985 wurde er mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet. Seit Samstag ist Scharfe nun auch Ehrenchorleiter des Gemischten Chores Eisenberg. Vorsitzender Günther Vahland überreichte ihm in Form einer Urkunde den einstimmigen Vorstandsbeschluss. Für Scharfes Ehefrau Hannelore, selbst aktive Chorsängerin, gab es einen Blumenstrauß. Von Stadtrat Franz Ricke und den Vertretern befreundeter Chöre aus Lelbach, Helmscheid, Nordenbeck, Nieder- und Ober-Ense sowie von Peters Gesangverein gab es Präsente und etwas für die Reisekasse des bevorstehenden Türkeiurlaubs.

Ehrenchorleiter: Günther Vahland (L), Vorsitzender des Gemischten Chores Eisenberg, überreicht die Urkunde an Hartmut Scharfe, der 40 Jahre lang das Ensemble leitete. Für Ehefrau Hannelore Scharfe (r.) gab es einen Blumenstrauß als kleine Wiedergutmachung für die zahlreichen Verpflichtungen ihres Mannes.

Vielseitig wie das musikalische Wirken der Hauptperson gestalteten die Chöre das Programm des Liederabends. Der schwungvolle Auftakt der Gastgeber ("Mein Mund der singet", "Singen ist Leben") gipfelte im mitreißenden Stimmungslied "Ja, das ist unser Leben" der Chorgemeinschaft MGV Nieder-Ense/Ober-Ense, das Hartmut Scharfe mit dem Akkordeon und die Besucher mit rhythmischem Klatschen begleiteten. Besinnliche Chorsätze steuerte der Gemischte Chor Lelbach unter der Leitung von Carmen Jost mit "Meister, es toben die Winde" und ,Von guten Mächten wunderbar geborgen" bei. Kraftvoll vom Gemischten Chor Eisenberg vorgetragen: die "Goldhäuser Nationalhymne". Das "Eisenberger Lied" stammt aus der Feder von Hartmut Scharfes Vater Erich. ,Von fern klingt leise eine Melodie": Der Schlusschor aller eingeladenen Sängerinnen und Sänger sorgte für den angemessenen Ausklang des Liederabends.

WLZ  - im Januar 2005

 

Spannende Entscheidungen im Schießstand

Walking-Weiber und Gerda Illian vorn

Siegerehrung beim Neujahrspreisschießen in Goldhausen (von links nach rechts): Vorsitzender Garsten Vahland, Anette Vahland-Fischer (Walking-Weiber), Gerda Illian (1.Platz Einzelwertung), Anja Mütze (Walking-Weiber), Willi Mütze (2. Platz Einzelwertung), 2. Vorsitzender Armin Bartmann. (Foto: pr)

KORBACH - GOLDHAUSEN (r). Zum Neujahrspreisschießen hatte der Schützenverein Goldhausen auf den Schießstand im Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Zahlreiche Sachpreise in der Einzelwertung und interessante Geldpreise in der Mannschaftswertung lockten viele Teilnehmer.

In der Einzelwertung gingen 86 Schützen an den Start, in der Mannschaftswertung (jeweils drei Mann/ Frau) kämpften 34 Teams um die Preise. Geschossen wurde auf Glücksscheiben, so dass auch Ungeübte eine Siegchance hatten. Die Resonanz auf die Veranstaltung übertraf die Erwartungen der Organisatoren, so dass die vorgesehen Preisgelder erheblich aufgestockt werden konnten.

Bei der Siegerehrung dankte Karola Vahland vom Ortsbeirat dem Verein für sein Engagement. Den Hauptpreis (50 Euro) sicherten sich die "Walking-Weiber" aus Goldhausen. Auf den Plätzen 2 und 3 landeten die Feuerwehr Goldhausen I und "Die Namenlosen" (Goldhäuser Jugendliche), sie erhielten dafür 30 bzw. 20 Euro. Für die Plätze 4 bis 6 gab es jeweils 15 Euro Preisgeld. Es ging an die Mannschaften SC Linde II (Nordenbeck), Jugendfeuerwehr I (Goldhausen) und SC Linde I (Nordenbeck). In der Einzelwertung gab es eine spannende Entscheidung: Gleich zwei Teilnehmer erlangten das Maximalergebnis von 54 Punkten. Das zweitbeste Ergebnis musste entscheiden. Den ersten Preis sicherte sich Gerda Illian vor Willi Mütze (beide Goldhausen). Insgesamt wurden an rund 45 Teilnehmer Preise verteilt.

Vorsitzender Garsten Vahland hoffte, dass bei dem einen oder anderen Teilnehmer das Interesse am Schießsport geweckt wurde. Er lud alle Interessierten zu den übungsabenden ein (montags, 19.30 Uhr).

WLZ  - im Januar 2005

 

Gesangverein verabschiedet seinen Chorleiter am 8. Januar mit Liederabend

Im Einklang mit dem Chor

Hört als Chorleiter auf: Hartmut Scharfe (71) am Klayier.

Von Ursula Trautmann

GOLDHAUSEN. 40 Jahre sind vergangen, seit Hartmut Scharfe die Nachfolge von Willi Krüger antrat: als Chorleiter des Gemischten Chores Eisenberg Goldhausen. Zuvor hatte Scharfe schon einige Jahre im Tenor des Vereins mitgesungen und andernorts im Dirigieren genügend Erfahrungen gesammelt.

In Goldhausen machte er zunächst im Stil seines Vorgängers weiter, erarbeitete mit den Sängerinnen und Sängern aber nach und nach neues Liedgut. Volkslieder begleitete er teilweise mit dem Akkordeon - eine Neuerung, denn Instrumentalbegleitung der heimischen Chöre war damals in Waldeck noch nicht üblich. Außerdem schrieb Scharfe Chorsätze für bekannte Lieder. 15 für gemischte Chöre und neun für Männerchor sind bis heute fertig und werden aufgeführt. Am schönsten findet er "Wir sagen euch an den lieben Advent", das in seinem Satz fast alpenländisch klingt.

Bei Auftritten fühlt Scharfe sich "im Einklang mit dem Chor", und noch nie plagte ihn Lampenfieber. Seine "vollkommene innere Ruhe" übertrage sich auch auf die Sänger, meint er. Und ganz selbstverständlich übernimmt er Vertretungen bei der Chorleitung anderer Vereine.
Die Musikalität hat Scharfe aus dem Elternhaus mitbekommen. Mit seiner Familie siedelte er im Jahr 1947 von Eilenburg/Mulde nach Korbach über. An der Alten Landesschule legte er 1954 das Abitur ab, dem sich ein Lehrerstudium mit dem Hauptfach Musik anschloss. Ab 1958 unterrichtete Scharfe an der Volksschule Goldhausen, und später an der Mittelpunktschule Goddelsheim. Seit rund vier Jahrzehnten engagiert sich Scharfe auch als Chorleiter in den Ense-Dörfern.

Er gründete die Landjungend Goldhausen, die als Volkstanz- und Trachtengruppe bekannt wurde, jedoch nicht mehr besteht, sowie den Musikkreis Eisenberg. Er war Mitglied im Schützenverein und bei der Feuerwehr, um die Kriegsgräberfürsorge kümmert er sich bis heute. Seiner Frau Hannelore ist Scharfe dankbar: "Sie hat immer mitgezogen und ist außer in den Enser Männerchören in allen Vereinen selbst dabei gewesen."

Ein beruhigendes Gefühl empfindet er nun, da er seine Chorleitertätigkeit in Goldhausen endgültig an Arno Huthwelker weitergibt: "Der Chor kann weiter bestehen." Der Gesangverein würdigt Scharfes Chorleiterjubiläum am Samstag, 8. Januar, mit einem Liederabend im Dorfgemeinschaftshaus.

HNA  - im Januar 2005