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Chronik der Presseberichte aus 2006

Presseberichte 2006

 

Glanzlicht am Eisenberg

Der Georg-Viktor-Turm setzt goldene Akzente

Premiere am Donnerstagabend: Künftig leuchtet der Georg-Viktor-Turm täglich ab Einbruch der Dunkelheit bis 1 Uhr nachts. (Foto: jk)

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). In goldenem Glanz strahlt der Georg-Viktor-Turm künftig weithin übers Waldecker Land. Die Goldhäuser haben damit einen lang gehegten Wunsch verwirklicht - der für die gesamte Kreisstadt im wahrsten Sinne ein "Highlight" setzen soll.

Da staunten die Goldhäuser, viele Spaziergänger und Autofahrer wunderten sich: Am Donnerstagabend leuchtete plötzlich Korbachs Hausberg im warmen Glanz. Oben auf dem 562 Meter hohen Gipfel des Eisenbergs freuten sich Ortsvorsteher Wolfgang Behle, Korbachs Wirtschaftsförderer Werner Niederquell und eine kleine Runde der Goldhäuser über die gelungene (Nacht-) Premiere.
Die Idee dahinter besteht schon länger. So machte etwa der Korbacher Horst König vor Jahren den Vorschlag, ähnlich wie Bauwerke im benachbarten Westfalen auch den Turm auf dem Eisenberg mit Licht in Szene zu setzen. "Voriges Jahr verfestigte sich der Gedanke, denn ganz Korbach feierte das 100-jährige Bestehen des Monuments. 1905 wurde der Turm auf dem Eisenberg im Gedenken an den Waldecker Fürsten Georg Viktor (1831 bis 1893) feierlich eröffnet. Er hatte 1852 die Regentschaft übernommen. In seine Regierungszeit fiel 1867 der Akzessionsvertrag Waldecks mit Preußen, Georg Viktors Tochter Emma avancierte zur berühmten Königin der Niederlande.

Zum Jubiläumsfest im Juli 2005 strahlte der Georg-Viktor-Turm bereits vorübergehend im Lichterglanz - und dies sollte bald dauerhaft sein. In Zusammenarbeit zwischen Stadt, Wirtschaftsförderung und Ortsbeirat, weiterer Abstimmung mit Domanialverwaltung und Denkmalschutz wurden die Pläne dann umgesetzt.
Anfang Juli rückte die Korbacher Firma Schmitz mit viel Engagement an, stellte diagonal Strahler auf zwei Masten und ließ das Goldhäuser Wahrzeichen probeweise anleuchten. Die Ausschreibung ging dann an die Nieder-Schleiderner Firma Schlichtherle, die vorige Woche für Montage und Anschlüsse sorgte. Auch Feuerwehr und Goldhäuser Bürger waren an dem Projekt beteiligt.

Strahlende Gesichter auf dem Eisenberg bei der Leucht-Premiere für den Georg-Viktor-Turm. Vorne: Goldhausens Ortsvorsteher Wolfgang Behle (I.) und Korbachs Wirtschaftsförderer Werner Niederquell (r.). (Foto: jk)

Stadt und Wirtschaftsförderung sehen in dem Projekt einen weiteren Meilenstein, um Korbach als "Stadt der Türme" glänzen zu lassen, erklärt Niederquell. Denn Kilian, Nikolai und Feuerwehrturm ragen bereits als "Highlights" auch nachts heraus.
Für die Weihnachtszeit haben die Goldhäuser Besonderes vor: Der Turm soll wie eine Adventskerze illuminiert werden. Für dieses Glanzlicht im Waldecker Land sind aber Spenden erforderlich, erklärt Wolfgang Behle. Ansprechpartner ist die Stadt Korbach (Tel. 05631-530), das Stichwort für Sponsoren lautet "Adventsbeleuchtung".

WLZ - im September 2006

 

Erster Tierfriedhof des Landkreises in Goldhausen eingeweiht

Letzte Ruhestätte für geliebte Vierbeiner

Tierfriedhof eingeweiht: Hundezüchter Helmut Vahland, der Goldhäuser Ortsvorsteher Wolfgang Behle, Bürgermeister Klaus Friedrich, Susann Kolonko, Besitzerin des Hundesalons in Lengefeld, Tierhalter Wolfgang Waschke sowie die Initiatoren und Verwalter des Friedhofes, Eckhard und Gerhard Kuhnhenn (v. l.). (Foto: rm)

KORBACH - GOLDHAUSEN (rm). Bei Goldhausen können ab sofort verstorbene vierbeinige Familienmitglieder ihre letzte Ruhestätte finden. Mit / einem Grab auf dem ersten Tierfriedhof des Landkreises soll Tierhaltern die Möglichkeit gegeben werden, nach dem Tod des geliebten Haustieres ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen und diese besser zu verarbeiten. Am vergangenen Freitag wurde der Friedhof offiziell eingeweiht.

 "Die Idee zu einem Tierfriedhof entstand bereits vor mehr als zehn Jahren", berichtete Eckhard Kuhnhenn aus Goldhausen, der gemeinsam mit seinem Sohn Gerhard den Friedhof plante und auf eigenem Gelände anlegte. "Durch Kontakte zu Zoofachgeschäften und Tierhaltern wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass die würdige Bestattung eines verstorbenen Haustieres nicht so einfach zu realisieren ist, wenn man keinen eigenen Garten besitzt", erläuterte er.
Es bleibe den Besitzern nur die Möglichkeit, den geliebten Vierbeiner der Tierkörperverwertungsanstalt zu überantworten, was für die meisten Menschen mit zusätzlichen Schmerzen und einem schlechten Gefühl verbunden sei. "Niemand möchte, dass der Hund oder die Katze, die viele Jahre in der Familie gelebt haben, nach dem Tod anonym verbrannt oder der Körper für andere Zwecke verwendet wird", meinte Kuhnhenn.

Aus diesem Grund sieht der pensionierte Postbeamte Bedarf für einen Tierfriedhof im Landkreis. Die nächsten Einrichtungen dieser Art sind erst in Kassel, Hofgeismar und Frankfurt zu finden. "Wir rechnen mit etwa 20 Tieren, die pro Jahr auf unserem Friedhof bestattet werden", so Eckhard Kuhnhenn. Das derzeitige Gelände, das noch mit einer Sitzgruppe, einem Tisch und einer Hecke als Sichtschutz ausgestattet werden wird, fasst nach seinen Berechnungen etwa 200 Gräber, anschließend sei es in Richtung Goldhausen noch erweiterbar.
Bürgermeister Friedrich zeigte sich begeistert von der Idee eines Tierfriedhofes: "Ich bin sicher, dass diese Anlage eine Bereicherung für unsere Stadt sein wird. Auf diese Weise können Tierhalter die Beliebigkeit der Tierkörperbeseitigung umgehen und ihrem vierbeinigen Freund auch nach dem Tod eine angemessene Ruhestätte ermöglichen."

Auch Wolfgang Behle, Ortsvorsteher von Goldhausen, begrüßte die neue Einrichtung vor den Toren seines Ortes. "An dieser Stelle scheint den ganzen Tag die Sonne und man hat einen schönen Blick auf den Eisenberg", sagte er. Ab sofort können Hunde, Katzen, Kleintiere und Vögel auf dem Friedhof in der Nähe des Goldhäuser Tretbeckens bestattet werden. Die Pachtzeit für ein Grab beträgt jeweils drei Jahre, wobei eine Verlängerung möglich ist. Der Friedhof ist nicht öffentlich zugänglich, Pächter erhalten einen Schlüssel zum Friedhofstor. Zubehör zur Ausstattung der Gräber ist auf Wunsch erhältlich. Die Preise, in denen die Tierbestattung bereits enthalten ist, beginnen bei 180 Euro für ein Kleintiergrab.

Weitere Informationen zum Tierfriedhof sind bei Eckhard und Gerhard Kuhnhenn unter den Telefonnummern 05631-4777 oder 0174/6966224 sowie unter der E-Mail Adresse g.kuhnhenn[at]web.de* erhältlich. Eine Internetseite ist in Bearbeitung und wird wahrscheinlich ab Anfang nächsten Jahres online gehen.

WLZ - im August 2006

 

Goldhausen belegt Platz drei

Bezirksentscheid der Feuerwehren

Beim Bezirksentscheid der Feuerwehren schnitt die Mannschaft aus Goldhausen als bestes heimisches Team ab. Sie erreichte den dritten Platz. (Foto: pr)

WALDECK-FRANKENBERG (r). Achtbar haben sich die fünf qualifizierten Feuerwehren aus dem Landkreis bei den Leistungsübungen des Regierungsbezirks Kassel in Schwalmstadt-Ziegenhain geschlagen. Bestes heimisches Team waren die Goldhäuser, die einen hervorragenden dritten Platz belegten.

Zunächst hatte jeder Feuerwehrmann im theoretischen Teil einen Bogen mit 15 Fachfragen auszufüllen. Im anschließenden praktischen Teil galt es dann, Wasser aus einem Unterflurhydranten und durch Schläuche über den übungsparcours zu pumpen und mit einem Schaumrohr sowie zwei C-Rohren Fallklappen umzuspritzen. Hierzu stand allerdings weniger Zeit zur Verfügung als bei den Vorentscheiden in den Landkreisen.

Sieger wurde die Feuerwehr aus Nüsttal-Mittelaschenbach mit 1000 Punkten. Aber auch das Ergebnis der Wehren aus Waldeck-Frankenberg konnte sich sehen lassen. So belegte die Wehr aus Korbach-Goldhausen mit 981 Punkten den dritten Rang. Dicht dahinter folgten die Kameraden aus Korbach-Lengefeld und Diemelstadt-Ammenhausen punktgleich auf Platz vier (975). Gemünden-Schiffelbach belegte Rang sieben (972) und Bad Wildungen-Reinhardshausen landete auf dem zwölften Platz (950). Damit schafften alle Waldeck-Frankenberger Vertreter die Qualifikation für den Landesentscheid, der am 10. September in Hungen (Kreis Gießen) stattfinden wird.

Unterstützt wurden die Teams vom Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, Manfred Hankel, Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, dessen Amtsvorgänger Heinrich Zenke sowie den Stadt- beziehungsweise Gemeindebrandinspektoren aus Bad Wildungen und Gemünden, Udo Paul und Wilfried Golde.

WLZ - im Juli 2006

 

Stadtpokal der Jugendwehr

Goldhausen vor Lengefeld

Für die Goldhäuser Jugendwehr gab es wieder allen Grund zum Jubeln: Ihre Mannschaften belegten beim Stadtpokal den ersten und zweiten Platz. Mit ihnen freuen sich die Jugendwarte Stefan Frese und Marc Saure, Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich, Kreisjugendwart Christoph Weltecke, Stadtjugendwart Stefan Casper, Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt, stellvertretender Stadtjugendwart Egon Weller und Manfred Hankel, Chef des Kreisfeuerwehrverbandes. (Foto: jk)

KORBACH (jk). Gut in Form zeigten sich die Jugendwehren aus Korbach und Ortsteilen beim Stadtpokal am Sonntag. An den Start gingen neun Mannschaften plus ein Team der Gäste aus Waltershausen (Thüringen). Morgens hatten die Mädchen und Jungen im theoretischen Teil jeweils 15 Fragen in zehn Minuten zu beantworten. Danach ging es in die praktische übung (vier Minuten) samt Löschangriff aus dem Bundeswettbewerb. Alle mussten sich den kritischen Augen der Wertungsrichter aus Waldeck und Edertal stellen. Am Ende siegte Goldhausen II (1646 Punkte) vor Goldhausen I (1644) und Lengefeld I (1633). Auf den Plätzen folgten Rhena, Lelbach, Helmscheid, Lengefeld II, Korbach, Eppe und Waltershausen (außer Konkurrenz). Schon geht der Blick voraus auf das Kreiszeltlager (30. Juni bis 2. Juli) in Sachsenhausen. Mit dabei sind 1600 Jugendliche, es ist somit die größte Veranstaltung in ganz Hessen. Das Korbacher Stadtzeltlager ist vom 14. bis 16. Juli.

WLZ - im Juni 2006

 

Ortsbeirat Goldhausen: Wolfgang Behle bleibt an der Spitze

Das Bild zeigt den neuen Ortsbeirat mit Bürgermeister (v.l.): Petra Thielemann, Bernd Saure, Klaus Friedrich, Wolfgang Behle, Burkhard Behle, Detlev Nitsche, Gerd Zimmermann und Karola Vahland. (Foto: pr)

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Bei der konstituierenden Sitzung des Ortsbeirates Goldhausen wurde der bisherige Ortsvorsteher Wolfgang Behle nach erfolgreicher Arbeit einstimmig im Amt bestätigt. Als Stellvertreter steht ihm Gerd Zimmermann (bisher Schriftführer) zur Seite, der ebenfalls einstimmig gewählt wurde. Neuer Schriftführer ist Detlev Nitsche, der von Karola Vahland vertreten wird. Bei dem Treffen wurde Albert Illian nach fast 22 Jahren engagierter Mitarbeit in der Ortsvertretung von Bürgermeister Klaus Friedrich verabschiedet. Ferner bedankt sich der Ortsbeirat bei allen Goldhäusern und weiteren Helfern, die zum guten Gelingen des Festes "100 Jahre Georg-Viktor-Turm" beigetragen haben. Mit dem Erlös ist unter anderem die neue Trennwand im Dorfgemeinschaftshaus installiert worden.

WLZ - im Mai 2006

 

Kein zweiter Mast am Eisenberg

Mobilfunk - Bürgerinitiative und Stadt verhindern neuen Sender

Sendemast von E-plus auf dem Eisenberg in Goldhausen. (Foto: jk)

KORBACH - GOLDHAUSEN (jk). Auf dem Eisenberg war ein weiterer Mobilfunksender geplant. Nach dem Veto von Goldhäusern, der Korbacher Bürgerinitiative Mobilfunk und der Stadt wurden die Pläne aber ad acta gelegt. Die Waldeckische Domanialverwaltung als Grundbesitzer sagte der Betreiberfirma O2 ab.

"Per Zufall" wurde in Goldhausen Anfang April bekannt, dass auf dem Eisenberg ein weiterer Sender installiert werden soll, schildert Anette Vahland-Fischer. Gemeinsam mit Sabine Gernandt-Krüger und weiteren Goldhäusern organisierte sie umgehend eine Bürgerversammlung und machte Druck.

Nach Sondierung mit der Bürgerinitiative Mobilfunk in Korbach und dem Goldhäuser Ortsbeirat folgte ein Gespräch mit Bürgermeister Klaus Friedrich. Bei einem zweiten Treffen im Rathaus saß dann auch Rolf Kaufmann mit am Tisch, Chef der Waldeckischen Domanialverwaltung, der das Gelände am Eisenberg gehört.
Bürgerinitiative und Rathauschef Friedrich sprachen sich deutlich gegen einen zusätzlichen Sender aus. Zumal auf Korbachs Hausberg für eine Antenne des Betreibers O2 eigens ein neuer Mast hätte errichtet werden müssen: Die seit Jahren bestehende Anlage des Wettbewerbers E-plus eignet sich aus statischen Gründen nicht. So hatten die O-Betreiber ein Areal auf der gegenüberliegenden Bergseite im Visier, erklärt Anette Vahland-Fischer.

Kaufmanns Entscheidung sorgte bei den Goldhäusern schließlich für Erleichterung: Gegen das Interesse der Stadt und der Goldhäuser Bürger wollte die Domanialverwaltung keinem neuen Sendemasten zustimmen. So erhielt der Mobilfunkbetreiber eine Absage. Vor allem der umgehende Protest brachte das Vorhaben zum Scheitern:"Es war eindeutig zu verstehen, dass ohne frühzeitiges Handeln ein weiterer Mast ohne Wissen der Bürger aufgestellt worden wäre", heißt es von Seiten der Bürgerinitiative. Dabei hatten schon die bestehenden Funksender auf dem Eisenberg in den vergangenen Jahren wiederholt für Kritik gesorgt: Einmal wegen möglicher Gesundheitsgefahr durch gepulste Strahlung, zum anderen wegen der Optik. Denn der Sendemast steht in scharfem Kontrast zum alten Georg-Viktor-Turm auf Korbachs Hausberg.
Die Mobilfunkbetreiber verweisen indes auf rund 60 Millionen Kunden allein in Deutschland, die auf Handys nicht verzichten möchten. Zudem gebe es bislang keinen wissenschaftlich begründeten Beweis, dass Mobilfunkstrahlung für Menschen gesundheitsschädlich sei.

WLZ - im Mai 2006

 

Theatergruppe spendet 1000 Euro

Für krebskranke Kinder

1000 Euro spendete die Theatergruppe Goldhausen an den Korbacher Förderverein für krebskranke Kinder. (Foto: jl)

KORBACH (jl). 1000 Euro übergab die Theatergruppe Goldhausen an den Korbacher Förderverein für krebskranke Kinder. Das Geld kam bei den drei Aufführungen der Gruppe sowie einer Benefizveranstaltung zusammen. "Zwei Detektive und keiner blickt durch" hieß das Stück, das die zehn Laienschauspieler auf die Bühne brachten. Den Erlös aus Eintritt, Getränken und Verzehr wollte die Gruppe für einen guten Zweck spenden. Der Förderverein kann die großzügige Spende gut gebrauchen, da er derzeit neun krebskranke Kinder betreut. "Wahrscheinlich wird demnächst ein weiteres Kind aus dem Kreis dazukommen", sagte Vorsitzender Thomas Berg.

WLZ - im Mai 2006

 

160 Besucher zum Saisonstart

Besucherbergwerk in Goldhausen

Dr. Wolfgang Homann, ehedem Leiter des Naturkundemuseums Dortmund, gehört zu den wissenschaftlichen Begleitern des Besucherbergwerks. (Foto: jk)

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). Die neue Saison in Goldhausen hat hoffnungsvoll begonnen. Rund 160 Besucher am Sonntag und weitere 50 am 1. Mai bescherten dem Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" eine unerwartet gute Resonanz.

Das Wetter hatte zuvor für Unsicherheit bei den Veranstaltern gesorgt. Dicke Schneeflocken am Samstag verdüsterten die Aussichten auch für den geplanten Saisonstart am Sonntag. Andacht und Eröffnungsfeier ließ der Verein deshalb ausfallen. Doch vorsorglich standen am Sonntag einige Besucherführer parat, um vermeintlich Unentwegte ia die goldenen Tiefen des Eisenbergs zu leiten. Umso größer war die überraschung, als dann Gäste aus nah und fern den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen erkunden wollten.

Aus Korbach und Umgebung, aber auch aus Hamburg, Bremen und Süddeutschland waren die Besucher angereist. Vereinschef und Ortsvorsteher Wolfgang Behle zeigte sich denn auch äußerst zufrieden, zumal auch am 1. Mai viele Gäste das in Deutschland einzigartige Angebot nutzten - trotz des durchwachsenen Wetters.

Das Bergwerk gibt auf 250 Metern Länge authentischen Einblick in den mittelalterlichen Bergbau. Schon vor über 800 Jahren wurde am Eisenberg goldhaltiges Erz abgebaut und in erstaunlicher Reinheit gewonnen.

WLZ - im Mai 2006

 

Sonntag ist Saisonstart in Goldhausen - Andacht, Sonderführungen und Mineralien

Mit Helm und Geleucht ins Goldbergwerk

Mit Helm und Geleucht geht es hinein ins Goldbergwerk am Eisenberg. (Archivfoto: jk)

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). Im Eisenberg geht es auf die Spur der Goldgräber: Kommenden Sonntag, 11 Uhr, öffnet das Besucherbergwerk für die neue Saison. Führungen für Gäste, viel Information rund um Bergbau, Gold und Mineralien, dazu Imbiss und Musik machen den Auftakt zum Erlebnis.

Rund 800 Jahre lang haben Goldsucher und Abenteurer den Eisenberg durchlöchert wie einen Schweizer Käse. Rund 20 Kilometer Such- und Abbaustrecken sind im Untergrund verborgen. Eine Tour jedoch lässt das Herz von immer mehr Gästen höher schlagen: eine Führung durch den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen.
Seit 1997 steht das Terrain unter Denkmalschutz, 2004 wurde das Besucherbergwerk feierlich eröffnet und führt rund 250 Meter tief hinein in Deutschlands größte Goldlagerstätte. Zu entdecken gibt es einen Stollen mit mittelalterlichen Ursprüngen aus dem 14. und 15. Jahrhundert.
Von Oktober bis April ist dies geschütztes Refugium für zahlreiche Fledermausarten, die hier überwintern. Von Sonntag an dürfen indes die Tagesgäste das Bergwerk wieder erobern. Möglich sind Gruppenführungen nach Voranmeldung oder Einzelführungen an Wochenenden, die die Stadt Korbach und der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" anbieten.

Los geht's am 30. April um 11 Uhr mit einer Andacht von Pfarrer Burkhard Uffelmann. Angesagt hat sich ebenso der gemischte Chor Eisenberg. Ab 11.30 Uhr bis etwa 15.30 Uhr gibt es dann vergünstigte Sonderführungen in das Bergwerk für Klein und Groß. Die jeweils rund halbstündigen Touren kosten vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder. Helme, Stiefel, Jacken Und Geleucht als Ausrüstung stellt der Verein. Treffpunkt für alle Führungen ist direkt am Stolleneingang. Derweil bieten Vereinsmitglieder im Zechenhaus oben am Dorfgemeinschaftshaus einen Einblick rund um Bergbau und Geschichte. Besucher können etwa die Mineralienausstellung erkunden, die inzwischen immer weiter gewachsen ist. Sie bietet Gesteinssammlungen aus der Region, aber auch darüber hinaus. Viele Stücke gibt es auch zum Kaufen, als besondere Bonbons ebenso kleinere Goldstufen und Fläschchen mit Goldflitter als Erinnerung.

Interessant sind zugleich Bergbaukarten, Fotos und viele Utensilien aus dem historischen Bergbau. Besondere Räume bieten überdies Informationen zu Carl Theodor Rauschenbusch und Dr. Jens Kulick, die im 20. Jahrhundert am Eisenberg für Furore sorgten. Rauschenbusch erwarb die Bergrechte und ließ den Goldabbau in den 20er und 30er Jahren wieder aufleben. Indes nicht mit dauerhaftem wirtschaftlichen Erfolg. Kulick war es dann ab den 70er Jahren, der Stollen und Schächte geowissenschaftlich und geschichtlich neu erforschte.

Ob Bratwurst, kalte Getränke, Kaffee und Kuchen - auch für das leibliche Wohl ist zur Saisoneröffnung am Eisenberg am Sonntag gesorgt.

Derweilen zielen die Pläne des Bergbauvereins auf weitere Attraktionen in der Zukunft. Ein bislang gesperrter Abzweig im Stollen, rund 180 Meter lang, soll möglichst auch für Besucherführungen geöffnet werden. Dieser Teil ist zwar nicht historisch, stammt aus den 70er Jahren, aber birgt etwa imposante Gipskristalle und noch mehr Einblick in die geologischen Besonderheiten des Eisenbergs, der vor rund 290 Millionen Jahren aufgefaltet wurde.

Zudem haben sich das Korbacher Museum und das Besucherbergwerk inzwischen "nino" angeschlossen - einem Netzwerk für Industriekultur in Nordhessen. Das soll noch mehr Interesse wecken an Deutschlands größter Goldlagerstätte.

WLZ - im April 2006

 

Dr. Peter Witzel referiert über den Goldbergbau am Eisenberg

Kulturhistorisch einmaliges Bergbaudenkmal

Auf den Spuren des Goldbergbaus: Seit 2004 können Gäste und Einheimische den Besucherstollen im Eisenberg erkunden.

KORBACH (r). In einer gemeinsamen Veranstaltung des Waldeckischen Geschichtsvereins, des VHS-Kulturforums und des "Vereins Historischer Goldbergbau Eisenberg" berichtet Dr. Peter Witzel am kommenden Dienstag, 25. April, in einer umfassenden digitalen Bildpräsentation über "Das Gold im Eisenberg". Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Korbach.

Unmittelbar vor den Toren der Stadt erhebt sich der Eisenberg, der Korbacher Hausberg. Vor rund 800 Jahren begann hier der Goldbergbau. Diese bis heute bedeutendste Goldlagerstätte Deutschlands zog - ermuntert von den Waldecker Grafen - zahlreiche "Gewerken" (Bergbau-Unternehmer) aus nah und fern an, die hier ihr Glück versuchten. Zeitweilig arbeiteten bis zu 32 "Gewerkschaften" (Bergbaugesellschaften) gleichzeitig ",vor Ort".

So verwundert es nicht, dass heute noch über 15 Kilometer Schächte und Stollen den Berg durchziehen - unmittelbar unter den Häusern von Goldhausen und der Burg. Es entstand ein kulturhistorisch einmaliges Bergbaudenkmal, dessen Bedeutung noch viel zu wenig bekannt ist.
Korbacher und Gäste beschreiten oder kreuzen täglich die Goldspur in der Kreisstadt. Aber die Beziehung zu deren Ursprung, zur Goldspur im und um den Eisenberg haben nur die wenigsten bisher erkundet. Viele interessante Urkunden und Funde und nicht zuletzt die Spuren am Eisenberg selbst geben Kunde von den Aktivitäten der Bergleute in den vergangenen Jahrhunderten. Mit dem Dreißigjährigen Krieg kam der Bergbau zum Erliegen, und trotz zahlreicher Versuche, wissenschaftlicher Untersuchungen und Explorationen kam er bis in unsere Tage nicht wieder in Gang.
Seit 1996 steht der Eisenberg mit allen Spuren des mittelalterlichen Bergbaus wegen seiner großen geschichtlichen Bedeutung unter Denkmalschutz.
Seit 2004 hat der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg", unterstützt von Stadt und Kreis und etlichen Institutionen, einen Besucherstollen eingerichtet. Unter sachkundiger Führung können Einheimische und Gäste hier in den Sommermonaten ausgerüstet mit Helm mit Grubenlampe, mit Schutzjacke und Gummistiefeln einen Blick ins geheimnisvolle Berginnere tun. Durch die Informationen der geschulten Führer bekommt man so eine ungefähre Vorstellung von der äußerst mühevollen und beschwerlichen Arbeit der Bergleute in vergangenen Tagen. Schon bald kann die Welt unter Tage bei Goldhausen wieder erkundet werden, denn die Fledermäuse haben ihr Winterquartier in den Stollen verlassen.

Mit einem Eröffnungsgottesdienst am Sonntag, 30. April, beginnt die diesjährige Besuchersaison.
Besucher des Vortrags am Dienstag werden zwar kein Gold aus dem Eisenberg mit nach Hause nehmen, aber sie können ihr Wissen um die Schätze der Waldecker Heimat bereichern.

WLZ - im April 2006

 

Jonas May absolvierte ein Auslandssemester sowie ein politisches Praktikum

Von Deutschland über Neuseeland nach Indien

Neun Monate lang war der Goldhäuser Jonas May am anderen Ende der Welt unterwegs. Neben dem Studium und einem Praktikum in Neuseeland nutzte er die Zeit auch zum Reisen. Das Bild zeigt ihn vor einem Geysir im Rotorua-Na-tionalpark auf der Nordinsel Neuseelands.

KORBACH - GOLDHAUSEN. Von Deutschland über Neuseeland bis nach Indien: Für Jonas May ist dies nichts Besonderes. Der Goldhäuser war in den vergangenen neun Monaten in Neuseeland unterwegs, studierte dort ein Auslandssemester Englisch, Musik und Politik, absolvierte ein politisches Praktikum und lernte natürlich auch das Land kennen. Und nach Indien wird er bald auch aufbrechen, wie er erzählt: "Ich habe viele Freunde aus der ganzen Welt gefunden. Nächstes Jahr bin ich dort zu einer Hochzeit eingeladen."

Der Grund für seine Reise? "Ich war der Meinung, dass ich meine Englischkenntnisse verbessern müsste." Da dem Lehramtstudenten England und Amerika zu alltäglich waren, entschloss er sich, in ein anderes englischsprachiges Land zu reisen. Die Wahl fiel auf Neuseeland, "weil ich schon so oft von den wunderschönen Landschaften gehört habe".
So flog der Goldhäuser Anfang Juli des vergangenen Jahres in die Stadt Christchurch im Süden Neuseelands und studierte dort ein Semester Englisch, Musik und Politik an der Universität. Während dieser Zeit wohnte er in einem Studentenwohnheim, in dem er Studenten aus der ganzen Welt traf.

Natürlich standen auch zahlreiche Erkundungstouren auf dem Programm, die er ab Dezember mit seiner Feundin Franziska machte, die er auf der Universität in Siegen kennen gelernt hatte. Mit ihr reiste er einen Monat im Uhrzeigersinn über beide Inseln Neuseelands. Angefangen hat das Abenteuer in der Stadt Dunedin. Von der sind die beiden Studenten dann an der Südküste entlang bis zum "Milford Sound" gefahren, ein Fjord, der viel zu bieten hat. "Es gab schneebedeckte Bergspitzen und darunter gleichzeitig tropische Strande mit Robben und Delfinen, die im Wasser herumtollten", erinnert sich May. Schließlich ging es weiter bis in den Norden der Südinsel zu dem bekannten Nationalpark Abel Tasman, die sonnigste Region Neuseelands. "Man kann dort prima Kajak fahren", schwärmt May, der anschließend den Nationalpark Mount Egmont kennen lernte, in dem ein erloschener Vulkan im Winter als Skigebiet genutzt wird. Als nächstes war die Millionenstadt Auckland an der Reihe, die als größte Industriestadt die höchste Bevölkerungsdichte sowie die meisten Arbeitsplätze zu bieten hat - ein Kontrast zu den Gegenden zuvor. "Es war sehr ungewohnt, von der wunderschönen Natur plötzlich in eine Großstadt zu kommen."

Ein weiterer Höhepunkt war die Spitze der Nordinsel, Cape Reinga, einer der spannendsten Orte. Die Maori, die Ureinwohner Neuseelands, glauben, dass an den Klippen die Seelen der Verstorbenen ins Jenseits gelangen. "Man hat tatsächlich die Magie gespürt, die von diesem Ort ausging." Zurück auf dem Weg nach Süden besuchte das junge Pärchen die Coromandel-Halbinsel, auf der der Hot Water Beach auf Grund der geothermalen Aktivität ein beliebtes Ziel für Touristen ist. "Wir haben uns ein Loch in den Sand gegraben, bis heißes Wasser sprudelte und haben darin gebadet, wie es alle gemacht haben", erinnert sich der Goldhäuser. In Kaikoura wollten die beiden Abenteurer schließlich mit Delfinen schwimmen, was aber leider auf Grund der hohen Besucherzahl nicht klappte. "Da aber dort schon alles ausgebucht war, stießen wir im Internet auf den Geheimtipp Neuseelands, wie wir finden." Sie entdeckten Akaroa, eine alte französische Künstlerkolonie, die den Charme längst vergangener Zeiten behalten hat. Da klappte es übrigens noch mit den Delfinen. "Dort konnten wir mit ihnen schwimmen, was großen Spaß gemacht hat."

Von Neuseeland ist es nach Sydney in Australien nur ein Katzensprung: Ein Erinnerungsfoto von diesem Tripp zeigt Jonas May vor der Harbour-Bridge. (Fotos: pr)

Als seine Freundin wieder nach Deutschland zurückkehrte, machte Jonas May einen kleinen Abstecher nach Australien, bevor in der Hauptstadt Wellington der dritte Abschnitt seines Aufenthalts für ihn folgte: ein Praktikum beim neuseeländischen Parlament. "Ich wollte dieses Praktikum machen, um zu sehen, wie Politik in einem anderen Land funktioniert", sagt May, der schon als SPD-Mitglied in Deutschland politische Erfahrung gesammelt hat. "Interessant ist, dass Neuseeland seit 1996 das deutsche Wahlsystem übernommen hat. So gibt es mehr Vielfalt im politischen System", bilanziert May. Früher gab es in Neuseeland ein Zwei-Parteien-System nach englischem Vorbild. Was ihm noch gefallen hat? "Neuseeland setzt auf eine nuklearfreie Politik. Dass heißt, keine Kraftwerke und erst recht keine Atomwaffen. Das Land arbeitet überwiegend mit erneuerbaren Energien."
Aber auch von unangenehmen Erlebnissen berichtet May. Zum Beispiel wurde ihm beinahe sein dort gekauftes Auto gestohlen. "Ich hatte es über Nacht am Straßenrand stehen gelassen und am nächsten Morgen war es aufgebrochen. Zum Glück konnten es die Diebe aber nicht kurzschließen."
Obwohl es ihm gut gefallen hat, nach Neuseeland auszuwandern kann sich Jonas May nicht vorstellen. "Ich mag die kulturelle Vielfalt Europas. Innerhalb von kurzer Zeit kann ich von Deutschland aus einen völlig anderen Kulturkreis erreichen. Das sind Möglichkeiten, die mir vorher gar nicht so bewusst waren." In Neuseeland war dies nicht möglich, um in ein anderes Land zu reisen, sind die Bewohner auf das Flugzeug angewiesen. Gerade die Abgeschiedenheit sieht May kritisch. "In den Nachrichten wurden immer nur regionale Themen gebracht. Das war sehr schade, denn mich hat interessiert, was in der Welt los war."

Trotzdem zieht er aber ein positives Fazit seines neunmonatigen Neuseelandaufenthalts. "Ich habe so viele neue Freundschaften geschlossen und glaube auch, dass einige davon so stark sind, dass sie fürs Leben halten können." Und ein neues Land wird er ja im nächsten Jahr auch kennen lernen, wenn einer dieser Freunde in Indien seine Hochzeit feiert.

WLZ - im April 2006

 

Bürgervertreter für die nächsten fünf Jahre

KORBACH. Die Würfel für die Korbacher Ortsbeiräte sind gefallen. Je nach Größe des Dorfs sind es fünf, sieben oder neun Vertreter.
Goldhausen (311 Einwohner):
Wolfgang Behle (314), Bernd Saure (230), Karola Vahland (186), Burkhard Behle (110), Petra Thielemann (98), Gerd Zimmermann (89), Detlev Nitsche (51).

WLZ - im März 2006

 

Noch mehr Abenteuer im Goldstollen

Mitgliederversammlung Historischer Goldbergbau Eisenberg

Abgesperrt ist bislang ein Seitengang, der mitten im Besucherstollen nach rechts abzweigt. Unser Bild zeigt den Korbacher Mineralogen Dr. Berthold Jäger, der sich mit Waldecker Gold und Eisenberg wissenschaftlich intensiv befasst hat. Der "Verein Historischer Goldbergbau" möchte den rund 180 Meter langen Seitengang künftig für Besucherführungen möglichst öffnen. (Archivfoto: jk)

KORBACH. Ab 30. April lockt die neue Saison in Deutschlands größte Goldlagerstätte. über 2000 Gäste erlebten voriges Jahr das Abenteuer im Besucherstollen des Eisenbergs. Und diese Tour in die Unterwelt soll künftig noch erheblich interessanter werden: Der "Verein Historischer Goldbergbau" will einen zusätzlichen Seitenstollen freiräumen.

Mitte April ist die Ruhezeit für Fledermäuse im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen beendet. Statt der Flattermänner werden dann bald Tagesgäste den Gang in Korbachs goldene Vergangenheit erobern. Mit Helm, Stiefeln, Jacken und Geleucht geht es auf zu einem der spannendsten Abenteuer Waldecker Bergbaugeschichte.
Mit seinen rund 20 Kilometern Such- und Abbaustrecken ist der Eisenberg durchhöhlt wie ein Schweizer Käse. Das kommt nicht von ungefähr, denn schon römische Geschichtsschreiber erzählten vom Edergold. Und die reichste Lagerstätte im Land an Eder und Diemel erlangte spätestens um 1250 weithin Berühmtheit, als der Theologe, Philosoph und Naturkundler Albertus Magnus über das edle Erz vom Eisenberg berichtete.

Mehr als eine Tonne Gold schlummert noch in den Gesteinsgängen des Korbacher Hausbergs. Graben können Gäste nicht, aber es öffnet sich ein authentisches Erlebnis: Der Besucher-Stollen hat seine Ursprünge im 14. und 15. Jahrhundert.
Rund 250 Meter tief in den Berg führt die Tour, und künftig sollen weitere rund 180 Meter in einem Seitengang erschlossen werden. "Das ist möglich", sagt Erwin Braun, früherer Bergamtsleiter (Kassel), Mitglied im "Verein Historischer Goldbergbau" und einer der Wegbereiter für den Besucherstollen. So will der Verein unter ägide von Wolfgang Behle das Projekt in Gesprächen mit Behörden und Bergbauexperten vorantreiben.
Statt mittelalterlicher Relikte bietet der Seitengang im Herzen des Unteren-Tiefen-Tal-Stollens eher moderne Geräumigkeit: Er wurde in den 70er Jahren unter Federführung des Geologen Dr. Jens Kulick aufgeschlossen. Eisen und Holz stützen den vorderen Teil ab, wo jedoch Gestein nachgebrochen ist. Deshalb blieb der Zugang bislang verwehrt. Braun sieht aber gute Möglichkeiten, diesen Abschnitt sicher und künftig begehbar zu machen.
Noch mehr Einblick in die geologischen Strukturen des Eisenbergs, imposante Gipskristalle wären zu sehen. überdies könnte ein alter "Hund", ein Bergmannswagen, dort symbolisch gezeigt werden.
Den Rückhalt für das Ansinnen holte sich der Vorstand bei der Mitgliederversammlung zuletzt im Goldhäuser Gemeinschaftshaus. Und auch an Ideen für weitere Attraktionen mangelt es nicht: Vielleicht wird es für härter gesottene Besucher dereinst auch möglich, den St.-Georg-Schacht zu erkunden. Der führt mitten im Dorf senkrecht in rund 40 Meter Tiefe.

Die Bilanz des Vereins kann sich seit der Eröffnung des Besucherstollens sehen lassen. 2004 wurden 1500 Besucher registriert, 2005 waren es schon rund 2000. Kräftige Unterstützung gab es von Stadt und Sponsoren - ob Land, Sparkasse, Malerbetrieb Saure, Lions-Club oder Privatleute. So verbuchte Kassenwart Karl-Helmut Tepel auch eine solide Finanzlage des Vereins, der für weitere Vorhaben aber weitere Hilfe gut gebrauchen kann.
Stets am Ball sind die Vereinsmitglieder, denen Behle für ihr starkes ehrenamtliches Engagement dankte - als Besucherführer oder bei Arbeitseinsätzen im Stollen und am Zechenhaus. Zudem hat Dr. Peter Witzel, Korbacher Zahnarzt und Bergbaufreund, eine umfangreiche Präsentation über die Geschichte des Goldbergbaus und den Besucherstollen in Goldhausen erarbeitet. Mit seinem Vortrag bei der Mitgliederversammlung erntete Witzel viel Beifall. Die Präsentation soll bei weiteren Veranstaltungen das Interesse für den Goldbergbau wecken. Derweil hat Jürgen Hartwig (Lelbach) eine Tour nach Thüringen zum Goldmuseum in Theuern ausgearbeitet, um neue Eindrücke zu sammeln und Kontakte zu knüpfen. Angedacht ist die Reise vom 8. bis 10. oder vom 9. bis 11. September. Interessenten können sich an den Verein oder an die Wirtschaftsförderung der Stadt Korbach wenden.

Der nächste Arbeitseinsatz am Stollen ist für Mitglieder und alle Interessenten am 8. April. Treffpunkt: 9 Uhr am Zechenhaus in Goldhausen.
Ansprechpartner: Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg, Wolfgang Behle, Am Kleegarten 23, Korbach-Goldhausen, Tel. 05631/61633; Wirtschaftsförderung Korbach, Claus Günther, Tel. 05631/5026424; E-Mail: claus.guenther[at]wirtschaftsfoerderung-korbach.de*, Internet: www.goldspur-eisenberg.de. Führungen: Bürgerbüro Korbach, Rathaus, Tel. 05631/53-231.

WLZ - Jörg Kleine - im Februar 2006

 

Eisenberg/Stollen erweitern

Auf den Spuren der Goldgräber

Mit Helm und Geleucht geht es in den Besucherstollen. Voriges Jahr wagte auch Korbachs "Goldmarie" Stefanie Graß-Urff (Mitte) eine Tour in den Eisenberg. (Foto: jk)

KORBACH (jk). Der "Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg" rüstet sich für die nächste Saison. Am 30. April soll der Besucherstollen mit Andacht und Begleitprogramm wieder geöffnet werden.

Ziel des Vereins ist, den Besuchern künftig noch mehr Erlebnis zu bieten. Ein rund 180 Meter langer Seitengang soll deshalb freigeräumt werden. Dieser Teil stammt aus den 70er Jahren, während die Ursprünge des Besucherstollens bis ins 14. und 15. Jahrhundert reichen. Der Eisenberg ist Deutschlands größte Goldlagerstätte, Führungen gibt es seit Frühjahr 2004. Die Zahl der Tagesgäste steigt: 2005 registrierte der Verein rund 2000 Besucher und möchte dies weiter steigern.

WLZ - im Februar 2006

 

Drei Einsätze und beste Plätze bei Wettkämpfen

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Goldhausen - Ehrungen und Beförderungen verdienter Mitglieder

Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Garsten Vahland gratulierte Stefan Frese, Corinna Schüttler, Kerstin Zenke und Marc Saure ebenso wie Wehrführer Andreas Sinsch, Ortsvorsteher Wolfgang Behle, Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt und Stadtrat Wilhelm Kappelmann (v.l.). (Foto: pr)

KORBACH - GOLDHAUSEN (r). Viel Arbeit leisteten die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr Goldhausen im vergangenen Jahr - insgesamt über 2200 Dienststunden, fasste Vorsitzender und Wehrführer Andreas Sinsch bei der Jahreshauptversammlung zusammen. Dreimal musste die Goldhäuser Wehr im letzten Jahr ausrücken und bei Wettkämpfen schnitt die Wehr wieder mit Bravour ab.

Der erste Einsatz war ein Zimmerbrand in Alleringhausen. Außerdem leisteten die Goldhäuser Anfang September technische Hilfe bei zwei Verkehrsunfällen auf der Straße zwischen Goldhausen und Eppe und vor Hillershausen.
Ebenso wie die Vorjahre war auch 2005 wesentlich durch die Vorbereitungen und Teilnahmen an Wettkämpfen geprägt. Jeweils den ersten Platz errangen die Aktiven bei Pokalwettkämpfen in Schiffelbach und Sachsenhausen. Bei den Stadtpokalwettkämpfen kamen sie auf Rang zwei, in
der Wertung ohne Fragebogen auf den vierten Platz. Den Sieg in dieser Kategorie sicherte sich ein so genanntes "Sondereinsatzkommando", bei dem nahezu alle Teilnehmer das 60. Lebensjahr überschritten hatten.
Bei den Feuerwehrleistungsübungen meldete sich Goldhausen mit einer relativ jungen Mannschaft wieder zurück. Dem Sieg beim Kreisentscheid in Korbach folgten der 5. Platz auf Bezirksebene in Bebra sowie der 4. Platz beim Landesentscheid in Homberg.

Neben den Wettkämpfen betrieben die Frauen und Männer aber auch allgemeine Feuerwehrausbildung. Besonders erwähnt wurden von Wehrführer Andreas Sinsch die Durchgänge in der Atemschutzübungsstrecke sowie eine übung in der mobilen Brandsimulationsanlage, die im Frühjahr in Korbach stationiert war. Außerdem wies Sinsch auf die Teilnahme an einer gemeinsamen Funkübung mit allen Korbacher Wehren, übungen mit dem hydraulischen Rettungsgerät, eine Erste-Hilfe-Schulung und dergleichen hin.
Jugendwart Marc Saure berichtete über rege Teilnahme der Jugendlichen bei den vielfältigen Aktivitäten der Jugendwehr. Auch die waren bei den Wettkämpfen im vergangenen Jahr erfolgreich. Beim Stadtpokal in Goldhausen erreichten sie den ersten und zweiten Platz. Den ersten und sechsten Rang belegten sie beim Kreiszeltlager des Altkreises Waldeck. Unter anderem nahmen sie auch noch an Zeltlagern und Umweltaktionen teil und organisierten das Osterfeuer.
Aus Anlass des 70-jährigen Bestehens des Feuerwehrvereins gab es einen Kommersabend und wurden die Stadtpokalwettkämpfe der Korbacher Jugendfeuerwehren und Einsatzabteilungen in Goldhausen durchgeführt.

Außerdem richteten die Feuerwehrmitglieder das Pfingstfest am Dorfgemeinschaftshaus aus und halfen bei der Feier zum 100-jährigen Bestehen des Georg-Viktor-Turms im Juli mit. Eine viertägige Fahrt der Jugendfeuerwehr in die tschechische Partnerstadt Vysoke Myto war ein weiterer Höhepunkt des regen Vereinslebens.
Nach den Grußworten von Stadtrat Wilhelm Kappelmann, Ortsvorsteher Wolfgang Behle und Stadtbrandinspektor Friedhelm. Schmidt standen Beförderungen und Ehrungen an: Schmidt beförderte Kerstin Zenke zur Feuerwehrfrau, Stefan Frese und Marc Saure zu Oberfeuerwehrmännern. Corinna Schüttler übernahm er in die Einsatzabteilung. Schmidt berichtete, dass Marc Saure im Dezember das goldene, Kerstin Zenke und Stefan Frese das silberne Leistungsabzeichen des Landkreises erworben haben. Marc Saure erhielt das hessische Leistungsabzeichen in Eisen.

Für 40-jährige Mitgliedschaft erhielt Hartmut Scharfe eine silberne Ehrennadel sowie eine Ehrenurkunde des Kufhessisch-waldeckischen Feuerwehrverbands.

WLZ - im Februar 2006

 

Bartmann übernimmt die Führung

Schützenverein Goldhausen: Carsten Vahland hört auf

Schützenverein Goldhausen: Geehrte Mitglieder und neuer Vorstand gemeinsam mit Ortsvorsteher Behle. (Foto: pr)

KORBACH - GOLDHAUSEN (r). Die Jahreshauptversammlung des Kleinkaliber-Schützenvereins Goldhausen stand ganz im Zeichen von Ehrungen und den Neuwahlen des Vorstands. Vorsitzender Carsten Vahland übergab die Vereinsführung nach 17 Jahren im Vorstand an seinen bisherigen Stellvertreter Armin Bartmann.

Neuer stellvertretender Vorsitzender wurde Dirk Vahland, zu neuen Jugendwarten wurden Jens Hartmann und Roland Fabinger gewählt. Ebenfalls neu in den Vorstand kam Frank Mütze als stellvertretender Kassierer. Jürgen Fihlon (Schießwart), Willi Grebe (stellvertretender Schießwart), Conny Graf (Kassiererin) und Andrea Fihlon (Damenwartin) wurden in ihren ämtern bestätigt. Anja Mütze übernahm das Amt der Schriftführerin kommissarisch für ein Jahr.

Vahland berichtete von einem weiteren Mitgliederzuwachs, insbesondere die Jugendarbeit trägt Früchte. Im Rückblick brachte Vahland verschiedene Veranstaltungen in Erinnerung, besonders erwähnte er das Preisschießen mit fast 90 teilnehmenden Einzelschützen und 34 Mannschaften. Der Biathlon-Wettkampf im Herbst war ein besonderer Höhepunkt des Jahres.
Die sportlichen Erfolge zeigten die Schießwarte Jürgen Fihlon und Markus Hartmann auf. Für die erbrachten Schießleistungen erhielten die Jugendlichen Christian Wallraff, Patrick Zenke, Micha Zenke, Patrick Messner, Marcel Müller, Steffen Gliem und Roland Fabinger Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold. Als Vereinsmeister erhielten folgende Schützen Pokale von Vorsitzendem Vahland: Christian Wallraff (Jugend), Conny Graf (Damen), Erich Becker (Senioren), Karl-Helmut Tepel (Passive), Jürgen Fihlon (Schützen Pistole) und Bernd Mütze (Schützen Gewehr). Für langjährige Mitgliedschaft im Verein und Verband wurden Heinrich Schüttler, Dieter Schmittmann (beide 40 Jahre in Verein und Verband) und Ernst Hartmann (30 Jahre im Verein und 50 Jahre im Verband) mit der Ehrenurkunde des Vereins und mit der Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes in Gold ausgezeichnet.

Ortsvorsteher Wolf gang Behle dankte dem Verein für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr. Der neue Vorsitzende bedankte sich bei den scheidenden Vorstandsmitgliedern Garsten Vahland, Markus Hartmann und Rüdiger Messner mit einem kleinen Präsent.

WLZ - im Februar 2006

 

Vorstand wieder komplettiert - Jetzt mit Abteilungsleiter Fußball

Dirk Vahland ist neuer Vorsitzender der SSG

Der neue Vorstand des Spielgemeinschaft Ense/Nordenbeck (v. I. n. r.): Dirk Vahland, Karl Heinz Schulze, Burkhard Krüger, Rene Steffen, Karl-Wilhelm Butterweck und Helmut Schulze, (Foto: pr)

KORBACH-NIEDERENSE (do/cs). Die Spiel- und Sportgemeinschaft Ense/Nordenbeck hat einen neuen ersten Vorsitzenden. Bei der Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Nieder-Ense wurde Dirk Vahland gewählt. Zuletzt war das Amt vakant.

In seinen Eröffnungsworten hegte Schriftführer Burkhard Krüger die Hoffnung, wieder einen neuen ersten Vorsitzenden zu finden. Zwei weitere Jahre ohne ersten Vorsitzenden seien undenkbar, weswegen die Versammlung einen vollzähligen neuen Vorstand für das Jubiläumsjahr 2006 stellen sollte.
Finanziell hat die SSG das vergangene Jahr im Plus abgeschlossen, wie Kassierer Karl-Heinz Schulze erklärte. Vor allem die Reduzierung der Ausgaben und die Erhöhung der Jahresbeiträge hätten ihre Früchte getragen.

Es folgten die Neuwahlen des Vorstandes. Neu ist die Position des Abteilungsleiters Fußball, die die Arbeit des Vorstandes erleichtern soll. Für die Position wurde Helmut Schulze gewählt. Der neu gewählte Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitzender Dirk Vahland, stellvertretender Vorsitzender Rene Steffen, Kassenwart Karl Heinz Schulze, stellvertretender Kassenwart Harald Mark, Kassierer Friedrich Brandt (Nieder-Ense), Harald Behle und Friedhelm Freund (Ober-Ense), Detlef Matzkeit (Nordenbeck), Ulrich Fischer (Goldhausen), Schriftführer Burkhard Krüger, stellvertretender Schriftführer Tim Wolf, Obmann erste Mannschaft Christian Schmidt, Obmann zweite Mannschaft Karl-Helmut Tepel (bis Ende Saison 2006), Obmann Alte Herren Lars Kurp, Jugendleiter Karl-Wilhelm Butterweck, Obfrau für Damengymnastik Edith Freund, Abteilungsleiter Tischtennis Thorsten Klein, Pressewart Tim Wolf.

Geehrt wurden auch treue Vereinsmitglieder. Für 25 Jahre Mitgliedschaft im Verein zeichnete Rene Steffen Burkhard Krüger und Karl-Wilhelm Butterweck mit einer Urkunde und einer Ehrennadel aus.

WLZ - im Januar 2006

 

St.-Georg-Grube im Miniformat ans Zechenhaus in Goldhausen übergeben

"Maulwürfe" restaurieren Modell

Das ursprüngliche Modell der St.-Georg-Grube aus den achtziger Jahren ist samt Landschaft und Georg-Victor-Turm komplett restauriert worden und in einer Vitrine geschützt. Unser Bild zeigt (v.l.) "Schacht-Führer" Dieter Stede, Ortsvorsteher Wolfgang Behle, Peter Penkert, Dr. Wilhelm Völcker-Jansen sowie Gabriele Penkert von der "Arbeitsgemeinschaft Maulwurf". (Foto: sw)

KORBACH-GOLDHAUSEN (sw). Was Gabriele und Peter Penkert in liebevoller Kleinarbeit zu Tage gefördert haben, ist nun im Zechenhaus in Goldhausen zu bewundern: Das alte Modell der St.-Georg-Grube, ursprünglich in den achtziger Jahren von Dr. Jens Kulick gebaut, wurde nach der zeitgenössischen Darstellung "De re metallica" von Georgius Agricola aus dem Jahr 1557 restauriert.

Der etwa drei Zentimeter große Haspelknecht im Modell kurbelt den Bergmann auf dem Holzpflock in die Tiefe. Schlepper und Hauer treiben den Schacht ins Erdinnere voran. Was so situationsgetreu den Alltag im spätmittelalterlichen Goldbergbau nachbildet, ist in etwa 100 Stunden ehrenamtlicher Arbeit von Gabriele und Peter Penkert von der "Arbeitsgemeinschaft Maulwurf" (Arnsberg) restauriert worden. Lediglich zwei Figuren des Urmodells waren nebst dem nackten Styroporberg noch vorhanden.
In Zusammenarbeit mit dem Wolfgang-Bonhage-Museum und dem Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" wurde anlässlich der 14. Mineralien- und Fossilienbörse in Arnsberg eine Sonderausstellung gezeigt. Themenschwerpunkte waren die Korbacher Spalte und der Goldbergbau der Region - anschaulich durch das Modell der St.-Georg-Grube dargestellt.
Künftig findet das Modell im Zechenhaus des Goldgräberortes Goldhausen seinen Platz und veranschaulicht die Arbeit vergangener Zeiten im heutigen Industriedenkmal. Interessierte können es nach Anmeldung und Absprache mit der Tourist-Information in Korbach besichtigen.

Am 30. Mai ist Saisoneröfnung in der St.-Georg-Grube in Goldhausen. Dann kommen auch die Fledermäuse, die dort ihre Winterstarre halten, wieder des Nachts zu Tage.

WLZ - im Januar 2006

 

Schützenverein Goldhausen veranstaltet Neujahrs-Preisschießen

Marcel Matzkeit zeigt es allen

Die siegreichen Schützen des Preisschießens in Goldhausen mit Ortsvorsteher Wolfgang Behle (r.) und dem Vorsitzenden des ausrichtenden Schützenvereins, Garsten Vahland (L).

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Der Schützenverein Goldhausen hafte wieder zum Neujahrs-Preisschießen auf den Schießstand im Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Nach spannendem Wettkampf lag am Ende überraschend der zehnjährige Marcel Matzkeit vorn. Für seine Leistung erhielt er vom Vorsitzenden Carsten Vahland den Hauptpreis.

Zahlreiche Sachpreise in der Einzelwertung und Geldpreise für die Mannschaften lockten zahlreiche Teilnehmer an. Im Verlauf des Tages gingen auf dem Schießstand in der Einzelwertung 85 Schützinnen und Schützen an den Start. Außerdem kämpften 33 Mannschaften mit jeweils drei Schützen um die ausgesetzten Geldpreise.
Bei der Siegerehrung dankte Ortsvorsteher Wolfgang Behle dem ausrichtenden Verein für sein Engagement. Ferner überbrachte er auch die Grüße der Stadt Korbach.
Geschossen wurde auf Glücksscheiben, so dass auch ungeübte Teilnehmer eine Siegchance hatten. Da die Resonanz auf das Pokalschießen die Erwartungen deutlich übertraf, waren die Organisatoren in der Lage, die vorgesehenen Preisgelder erheblich aufzustocken.

Den Hauptpreis von 40 Euro sicherte sich die Familie Hartmann, für die Ina Klinker sowie Carmen und Jens Hartmann die Gewehre anlegten. Auf Platz zwei (30 Euro) landeten die "Die drei Fragezeichen", ebenfalls ein Familienteam, bestehend aus Lars, Jörn und Karola Vahland. Den dritten Rang (20 Euro) sicherten sich "Die Namenlosen" (Kerstin und Marianna Zenke, Sarah Behle). Für die Plätze vier bis sieben gab es jeweils 15 Euro Preisgeld. Diese belegten die Mannschaften Nordenbeck I, der Ortsbeirat, die Familie Müller und die "Souffleusen".
Spannend ging es in der Einzelwertung zu: Da zwei Teilnehmer das Maximum von 54 Punkten schafften, musste das zweitbeste Ergebnis über den Sieg entscheiden. Den ersten Preis sicherte sich als jüngster Teilnehmer Marcel Matzkeit (Nordenbeck), der Ronald Müller (Goldhausen) das Nachsehen gab. Rang drei ging an Karola Vahland. Insgesamt erhielten über 60 Teilnehmer Sachpreise.
Vorsitzender Vahland dankte allen Teilnehmern und hoffte, dass bei dem einen oder anderen das Interesse am Schießsport geweckt wurde. Er lud alle Interessierten zu den übungsabenden ein, die regelmäßig montags ab 19.30 Uhr durchgeführt werden.

WLZ - im Januar 2006