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Chronik der Presseberichte aus 2008

Presseberichte 2008

 

Bohrung im goldenen Berg

Besucherstollen am Eisenberg soll 2009 erweitert werden - Beste Saison seit 2004

Blick in den neuen Seitengang: Das Besucherbergwerk am Eisenberg soll 2009 erweitert werden. Gäste erwartet in Goldhausen eine abenteuerliche und rustikale Tour bis in das mittelalterliche Erbe der Bergleute. (Foto: pr)

Korbach-Goldhausen (jk). Das goldene Bergwerk verbucht die beste Saison seit Eröffnung 2004. über 2200 Besucher ließen sich dies Jahr eine Abenteuertour in den Eisenberg nicht entgehen. Nächstes Jahr soll der Stollen erweitert werden.

Eingeschneit und warmer Lichterglanz - es war ein märchenhaftes Bild, als sich vorige Woche Vorstand und Besucherführer zum Jahresabschluss im Goldhäuser Waldkiosk trafen. Und die Saison von April bis Oktober im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen verlief sehr erfreulich: Karl-Helmut Tepel, Kassierer im Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg", registrierte über 2200 Besucher in 230 geführten Gruppen. "Ein Plus von 25 Prozent zum Vorjahr", bilanzierte Tepel - und damit die beste Saison seit öffnung des Besucherbergwerks 2004.

Jahresabschluss für Vorstand und Besucherführer: Jörg Kleine, Karl-Helmut Tepel, Armin Prager, Fritz Roskamp, Werner Grebe, Dieter Stede, Claus Günther, Wolfgang Behle und Friedrich Bachmann. (Foto: pr)

über 2200 Besucher

Mehr Besucher kann das ehrenamtliche Team momentan kaum verkraften. Neue Besucherführer sind deshalb herzlich willkommen in Korbachs goldenem Verein.
Mit Helm, Geleucht, Stiefel und Jacke geht es 250 Meter tief hinein bis in mittelalterliche Gruben. Darüber hinaus erfahren Besucher viel über Erdgeschichte und die Entstehung des Goldes. Im "Zechenhaus" gibt es zugleich Einblick in die Bergbaugeschichte - und viele schillernde Mineralien als Andenken zu erwerben.
Besonderes Lob hatte der Vereinschef und Goldhäuser Ortsvorsteher Wolfgang Behle für die beiden Besucherführer Dieter Stede und Friedrich Bachmann. Sie tragen - ehrenamtlich - die Hauptarbeit bei Führungen und im Zechenhaus.

450 Meter Abenteuer

Ein großes Projekt nimmt nach zwei Jahren Vorplanung nunmehr deutlich Gestalt an: Ein weiterer Seitengang über rund 200 Meter im Stollen soll für Besucher geöffnet werden.
Eine Firma aus Hessisch Lichtenau soll kommendes Frühjahr die erforderliche "Bewetterung" fachmännisch übernehmen. Dafür wird ein rund 50 Meter tiefes Bohrloch von oben in den Seitengang getrieben.
Im Frühling 2009 soll es losgehen. Parallel zu den Bohrarbeiten wird der Verein mit fachmännischer Unterstützung die bergtechnische Sicherung für den Seitengang übernehmen. Claus Günther, Vorstandsmitglied im Verein und Tourismusexperte der Stadt, signalisiert dabei mögliche Fördergelder: Das Projekt soll über die regionale Entwicklungsgruppe "Naturpark Diemelsee" für das europäische Leader-Programm angemeldet werden. Weitere Sponsoren sind willkommen - für das große Projekt im Besucherbergwerk, aber auch zur Finanzierung der Ausstattung im Zechenhaus. So könnte der Verein etwa neue Vitrinen für die Ausstellung gut gebrauchen.

Die nächste Saison am Eisenberg wird am 19. April 2009 eröffnet. Hauptversammlung für Mitglieder ist am 13. Februar 2009, 19.30 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus.
Ansprechpartner: Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg, Wolfgang Behle, Am Kleegarten 23, Goldhausen, Tel. 05631/61633; Wirtschaftsförderung Korbach, Claus Günther, Tel. 05631/5026424; E-Mail: claus.guenther[at]wirtschafts-foerderung-korbach.de

HINTERGRUND - Goldbergbau
(jk). Der 562 Meter hohe Eisenberg birgt Deutschlands größte historische Goldlagerstätte. Vor über 800 Jahren begann der Erzabbau im Eisenberg - bis etwa 1618. Bis ins 20. Jahrhundert gab es aber immer wieder neue Versuche, das Gold aus dem Berg zu gewinnen. Das Edelmetall im Eisenberg zeichnet sich durch hohe Reinheit aus, ist aber im Gestein sehr fein verteilt. Die erste urkundliche Erwähnung gab es um 1250 durch den Theologen und Naturforscher Albertus Magnus.

WLZ - im November 2008

 

Torwand für den Bolzplatz

Verein "Unser Dorf" hat Trainingsgerät angeschafft

Die Goldhäuser Nachwuchsfußballer können auf dem Bolzplatz an der neuen Torwand trainieren. (Foto: pr)

Korbach-Goldhausen (r). Der Verein "User Dorf Goldhausen" hat für Kinder und Jugendlichen im Ort eine Torwand angeschafft, die auf dem Bolzplatz beim Dorfgemeinschaftshaus steht.

Die Dorfgemeinschaft zu fördern ist eine der Aufgaben des Vereins. So wurde die schon vor längerer Zeit geborene Idee, eine Torwand anzuschaffen, in die Tat umgesetzt. In Abstimmung mit der Stadt Korbach, die sich mit einem Zuschuss beteiligte, wurde die Wand angeschafft, am vorgesehenen Standort aufgestellt und mit einem Torwandschießen am vergangenen Samstag ihrer Bestimmung übergeben. über 25 Kinder und Jugendliche haben sich an der Veranstaltung beteiligt. Aber auch etliche Erwachsene haben versucht, möglichst viele Treffer zu erzielen. Im Anschluss an den kleinen Wettbewerb wurde noch Fußball gespielt. Die Kinder traten gegen die "Großen" an. Das Spiel endete 2:2. Um überhaupt wieder ordentlich Fußball spielen zu können, wird "Unser Dorf" 2009 die Netze der beiden Tore erneuern. Außerdem wurden noch einige Spiele für die jüngeren Kinder angeboten. Zum Ausklang wurde ein Dorffest Am Gruggelbusch gefeiert.

WLZ - im Oktober 2008

 

Ein glänzendes Stück Arbeit

Dr. Wolfgang Homann auf den Spuren der Goldgräber im Eisenberg

Hautnahes Erlebnis: Geologin Dr. Sylvia Rückheim, Präparatorin Hildegund Kordon, Museumsleiterin Dr. Elke Möllmann und Ex-Museumsleiter Dr. Wolfgang Homann im engen Stollen der mittelalterlichen Grube St. Sebastian unter dem Dorf Goldhausen. (Foto: jk)

VON JöRG KLEINE

Korbach. Der erste Goldrausch liegt über 800 Jahre zurück -der letzte ist vor rund 70 Jahren verpufft. Aber noch immer hat das edle Erz im Eisenberg magische Anziehungskraft. Der Dortmunder Dr. Wolfgang Homann, Wissenschaftler und erprobter Goldschürfer, schickt sich an, die umfangreichste Dokumentation über den sagenumwobenen Korbacher Goldberg zu erstellen.

Nein, so werde ich wohl nie auf einen "Nugget" stoßen, nicht mal ein Goldflitterchen glänzt auf meiner grünen Pfanne. "Sie müssen tiefer graben", nimmt Dr. Wolfgang Homann dann die Schuppe zur Hand.
Wir stehen hier mitten im Wald bei Herzhausen am Wennenbach, der sich leise glucksend durch die Aue schlängelt. An einer Stelle staut er sich ein wenig auf, teils naturgegeben durch dickeren Flusskiesteils auch durch Menschenhand. Denn hier haben vor allem Wissenschaftler in den vergangenen Jahren immer mal wieder ihre Schaufeln, Eimer und Waschrinnen ausgepackt.
In vielen Waldecker Bächen bis hin zur Eder ist Gold zu finden. Das wusste schon der römische Geschichtsschreiber Tacitus, der über die alten Germanen schrieb. Rund um den Eisenberg steckt sogar fast in jedem Maulwurfshügel ein wenig Gold. Nur, wie findet man es?
Nun, Gold reichert sich immer ganz unten an - wegen seines spezifisch schweren Gewichts. Das gilt für Kies und Schlamm im Bachbett genauso wie für das ganze Konglomerat in der Waschpfanne.
Also gehe ich mit der Schaufel noch viel tiefer in den Schlamm unter der Wasseroberfläche, bis in die steinigen Lagen darunter. Dann schaufele ich das Material in einen großen Eimer, den feineren Schlamm lassen wir dann auf einer geriffelten Kunststoffrinne vom Bach langsam überspülen. Was dort übrig bleibt, kommt in die Waschpfanne und wird darin wiederum langsam kreisend und schwappend weiter ausgesiebt. Und siehe da, da schimmert ja jetzt tatsächlich so ein kleines Körnchen, was sich unter dem Mikroskop dann als Mini-"Nugget" erweisen könnte.
Hildegund Kordon ist Meisterin dieses Fachs. Hunderte Male hat die Mitarbeiterin des Naturkundemuseums Dortmund bereits Gold gewaschen. Am liebsten fährt sie in die Schweiz, verrät sie - und rang dem Kies im Engadin sogar schon glänzende Stücke ab, die wenigstens mehr als ein Gramm auf die Waage brachten.

"Am ergiebigsten ist es im Waldecker Land"

Ihr früherer Chef Wolfgang Homann, bis vor acht Jahren Leiter des Naturkundemuseums, könnte die halbe Welt nach goldenen Fundstellen kartieren. In über 30 Ländern hat er schon geschürft und gewaschen - ob Russland, Kanada, Alaska oder Türkei. Doch die besten Orte findet er stets im Waldecker Land, betont er. Und so hat Homann ganze Studentengenerationen auch mit dem Eisenberg vertraut gemacht.

Jahrzehnte Erfahrung: Dr. Wolfgang Homann im St.-Georgs-Schacht.

Im St.-Georgs-Schacht, mitten in Goldhausen, fühlt er sich quasi wie in seinem Wohnzimmer. Rund 40 Meter tief geht es hier runter - mit im Schlepptau Hildegund Kordon, die Dortmunder Geologin Dr. Sylvia Rückheim und Dr. Elke Möllmann, die inzwischen Chefin im Naturkundemuseum ist. Homann möchte seiner Nach-Nachfolgerin das Faszinosum "Gold" näherbringen, das in geballter Form nur wenig mehr als eine Autostunde vom Ruhrpott entfernt liegt.
Dem eher gemütlichen Schwappen mit der Waschpfanne am Wennenbach folgt derweil ein beschwerlicher Abstieg in die Unterwelt, die bei klaustrophobischen Gemütern wohl eher Panik erzeugen würde. Doch das Dortmunder Quartett, allen voran der zähe Pensionär Homann, ist härter im Nehmen, kämpft sich die teils glitschigen eisernen Stiegen durch den engen Schachteinstieg, wo ein dicker Pullover schon Bremsspuren am Fels hinterlässt.
Selbst wenn bei den Neulingenim Georgs-Schacht am Ende ein wenig die Glieder schmerzen, hat sich die Reise in diese Wunderwelt der Geologie doch gelohnt. Denn 40 Meter unter der Grasnarbe öffnen sich Spalten, Suchorte und Gänge, teils mit Leitern und Brettern verbunden - und die mitunter 20, 30 Meter hohe Hohlräume nach oben freigeben.

Goldwäscherin: Jahrzehnte Erfahrung: Dr. Wolfgang (Fotos: jk)

Im Schein der Lampen ist diese Unterwelt alles andere als trist und grau. "Gold findet sich vor allem dort, wo es rot ist", erklärt Homann für Laien wie mich. Die Farbe Rot im Gestein deutet nämlich auf Eisengehalt, und eng an dieses Eisen ist auch die Kristallisation von Gold in den feinen Klüften des 300 Millionen Jahre alten Gesteins im Korbacher Hausberg gebunden.
Historische Kratzspuren der Bergleute werden plötzlich an der Wand sichtbar, durch die Felsdecke langsam sickerndes Wasser formt hier und da kleine Tropfsteine. Dann schillert es unter unseren Füßen neben einer Holzbohle mit einem Mal kurz goldgelb auf. Doch es ist nur ein kleiner Feuersalamander, der wohl durch Zufall in dieses Labyrinth geraten ist.

Goldene Spuren im dunklen Schlamm

Eine Stunde später geht es die in den Fels gehauene lange Leiter wieder hinauf ans Tageslicht. Der Salamander muss unten bleiben, ebenso das restliche edle Erz, das seit dem Beginn des ersten Goldrauschs vor über 800 Jahren.

HINTERGRUND - Das Erz im Eisenberg

(jk). Im 11. und 12. Jahrhundert gab es am Eisenberg umfassenden Tagebau, dessen Spuren bis heute in der Landschaft sichtbar sind.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Gold vom Eisenberg 1250 vom deutschen Philosophen und Naturforscher Albertus Magnus in seinem Werk "De Mineralibus". Er beschrieb das Gold von "Curbeth" (Korbach) reiner als das damals bekannte böhmische Gold.
Nürnberger Kaufleute sicherten sich 1429 Land bei Eppe zur Goldgewinnung;1516 musste der Waldecker Graf Philipp II. Gold aus dem Eisenberg als Lösegeld an Götz von Berlichingen zahlen. Selbst die berühmten Augsburger Fugger interessierten sich Mitte des 16. Jahrhunderts für den Eisenberg. Um 1618 erlosch der Bergbau zunächst, doch immer wieder gab es neue Versuche.
In den 1920er und 1930er Jahren war es Carl Theodor Rauschenbusch aus dem Siegerland, der die Bergrechte erwarb. 1978 nahm das kanadische Unternehmen Cominco einen vergeblichen Anlauf.

WLZ - im Oktober 2008

 

Wenn eine Hebamme erzählt

Gerda Schaubs veröffentlicht Autobiografie: "Meine Liebe gilt dem neuen Leben"

Korbach-Goldhausen (lb). Fast 4000 Kindern hat Gerda Schaubs auf die Welt geholfen. Jetzt erzählt die Hebamme aus Goldhausen ihre Lebensgeschichte in einem Buch.

WALDECK - FRANKENBERG (r). Der neue länderübergreifende Wanderweg "Sauerland Höhenflug" ist mit einem Festakt unter dem Schombergturm in Sundern-Wildewiese im Sauerland offiziell eröffnet worden. Startpunkt der Strecke ist der Wanderparkplatz unterhalb des Eisenbergs bei Goldhausen.

14Gerda Schaubs ist Hebamme mit Leib und Seele. "Ich habe meinen Beruf sehr gerne gemacht", sagt die 66-Jährige, die es auch sechs Jahre nach ihrem Vorruhestand nicht ganz lassen kann und junge Mütter betreut. Und sie blickt auf ein bewegtes Leben zurück: Die Kindheit in Niederpraußnitz und der Krieg, ihre Vertreibung mit drei Jahren aus dem Sudetenland, ihr neues Leben in Ostdeutschland, die Jugend- und Lehrjahre, ihre Ausbildung zur Hebamme und Säuglingsschwester, die erste Entbindung, der Arbeitsalltag im Krankenhaus zu DDR-Zeiten und schließlich die Wende und der Umzug nach Korbach, der für sie noch einmal einen neuen Lebensabschnitt bedeutete. In der Hessenklinik leitete sie bis zu ihrem Ruhestand das Team des Kreißsaals."Meine Liebe gilt dem neuen Leben", heißt das Buch, in dem die Wahl-Goldhäuserin ihre Erinnerungen niederschreibt. "Eigentlich war das Buch für meine Enkel gedacht", sagt Gerda Schaubs, die vor vier Jahren begonnen hatte, zu schreiben. Doch eine Bekannte las das Manuskript und bewegte sie dazu, ihre Autobiografie zu veröffentlichen. Schaubs passte den Text für ein größeres Publikum an und schickte es an den Münchner Literareon-Verlag, der es für gut befand und auch veröffentlichte. "Ein Leben wie viele andere und doch von Höhen und Tiefen gekennzeichnet. Mein Leben möchte ich erzählen, ganz einfach die Gegebenheiten nennen und nichts verschönern", schreibt sie. Auf diese Weise rekapituliert sie auf 182 Seiten ihre eigene, persönliche Geschichte und gleichzeitig einen Abschnitt in der Geschichte Deutschlands und die Entwicklungen in der Geburtshilfe.

Seit 1990 in Korbach

Im Rückblick vergleicht sie Ost und West, setzt sich mit den Vor- und Nachteilen der Kinderkrippen in der DDR auseinander und schildert ihre Eindrücke der Wende, die sie 1990 schließlich nach Hessen führte. Natürlich nehmen auch Korbach und das Stadtkrankenhaus einen gewichtigen Part in Gerda Schaubs Lebensgeschichte ein. Neben zahlreichen sachlichen und fachlichen Auseinandersetzungen finden auch Begegnungen mit vielen Menschen Raum, die das Buch zu einer unterhaltsamen Lektüre werden lassen.
Gerda Schaubs: Meine Liebe gilt dem neuen Leben. Eine Hebamme erzählt. 182 Seiten, 13,80 Euro, ISBN 978-3-8316-1361-8.

WLZ - im Oktober 2008

 

"Sauerland Höhenflug" eröffnet

Länderübergreifender Wanderweg beginnt am Eisenberg bei Goldhausen

Durchtrennen das Band zur Eröffnung des "Sauerland Höhenflugs" (v. l.): Erster Kreisbeigeordneter Peter Niederstraßer, der Korbacher Stadtrat Franz Ricke, Goldmarie Melanie Buhl und Stadtrat Kilian Emde.(Foto: pr)

WALDECK - FRANKENBERG (r). Der neue länderübergreifende Wanderweg "Sauerland Höhenflug" ist mit einem Festakt unter dem Schombergturm in Sundern-Wildewiese im Sauerland offiziell eröffnet worden. Startpunkt der Strecke ist der Wanderparkplatz unterhalb des Eisenbergs bei Goldhausen.

Der über 240 Kilometer lange Weg verläuft in 400 bis 800 Metern Höhe durch die Naturparks Ebbe, Rothaar, Homert und Diemelsee. Ausgehend von Altena (Nordroute) oder Meinerzhagen(Südroute) geht es über die Höhen des Sauerlandes bis nach Korbach. Der Weg ist seit Mitte 2004 in der Planung. Eigentlich sollte er schon 2007 eröffnet werden, aber durch die Schäden, die der Orkan Kyrill anrichtete, hat sich der Termin um ein Jahr verzögert. Aber auch Kyrill hatte seine gute Seiten: Durch umgestürzte Bäume wurden viele neue Ausblicke frei. Der Weg ist mit den heute geltenden Standards für die Markierung und die Beschilderung geplant worden. Die Beschilderung und die Infrastruktur am Wege werden im Laufe des Jahres noch den notwendigen Feinschliff erhalten. Erster Kreisbeigeordneter Peter Niederstraßer ist sicher, dass sich der Aufwand für den Landkreis Waldeck-Frankenberg und den am Weg befindlichen Gemeinden Korbach und Willingen auf Dauer auszahlen werde. Der Weg stelle eine sinnvolle Ergänzung zum Uplandsteig und Rothaarsteig dar und trage zur wandermäßigen Erschließung der Region aus Richtung Ruhrgebiet bei. Mit der geplanten Zertifizierung des von Korbach bis zum Kyffhäuser gehenden Barbarossawegs als "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" bis Ende 2010 werde dann eine weitere Wanderattraktion folgen. Neben Eckhard Uhlenberg, dem nordrhein-westfälischen Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, waren die am Wege liegenden Kreise und Gemeinden beim Richtfest auf der Wildewiese vertreten. Die Vertreter der Städte und Gemeinden durchschnitten symbolisch ein Band als Sinnbild des Weges mit den Namen der am Wege liegenden Orte.

WLZ - im Juni 2008

 

Mit dem Mut zum Gefühl

Viel Spaß und keine Mädchen: Kreisweiter Jungenaktionstag auf dem Eisenberg

Zirkusworkshop: Die Bad Arolser Jungs Nuriddin (14, unten) und Fabian (13) auf dem Nagelbrett.
Im Baum in luftiger Höhe: Beim Angebot Klettern testeten Julian (12) und die anderen Jungs ihre persönlichen Grenzen aus. Fotos: Rau

Von Astrid Rau

Goldhausen. Männer haben immer alles unter Kontrolle, sind stets cool und fürchten sich niemals. Dieses gesellschaftliche Klischee ist zwar im Wandel begriffen, aber oft gilt es auch heute noch unter Jungs als unschick, vor sich und anderen Schwächen zuzugeben und damit sinnvoll umzugehen.

Genau darum ging es am Samstag beim kreisweiten Jungenaktionstag in Goldhausen, zu dem eine Kooperation unter anderem der Jugendhäuser des Kreises, des Jugendbildungswerks Waldeck-Frankenberg und der Suchtpräventionsstelle des Diakonischen Werks an den Eisenberg eingeladen hatten.

51 Teilnehmer

Einen ganzen Tag lang waren 51 Jungen von elf bis 14 Jahren plus ihre männlichen Betreuer bei super Stimmung ganz unter sich - Mädels, vor denen man sich hätte blamieren können, waren keine da. So konnten die Jungs zum Beispiel beim sehr beliebten Kletter-Workshop in Ruhe austesten, wo ihre persönlichen Grenzen liegen.
Auf dem Eisenberg hatten die Kursleiter Andreas Greif vom Kreisjugendbildungswerk und der Korbacher Stadtjugendpfleger Friedrich Schalk eine Kletterbuche ausgesucht. Gut gesichert konnte man darauf bis in 18 Meter Höhe klettern und von da den Georg-Victor-Turm sehen. Zweites Hindernis war ein bis zu fünf Meter hohes Balancierseil.

Diskussion

Nach dem Klettern kam das größte Wagnis: die gemeinsame Diskussion über die Gefühle beim Klettern. Greif berichtete: "Das ist das Schöne, dass hier Dinge mal rauskommen: Ich hatte Angst, meine Hände haben gezittert." Aber auch davon, wie sie ihre Furcht überwunden oder akzeptiert haben, hätten die Kinder erzählt. Und beim gegenseitigen Sichern hätten sie gelernt, wie sich Verantwortung für andere anfühlt. Teilnehmer Armin (12) aus Bad Wildungen fand: "War ganz gut, das mal auszutesten, nur mit den Jungs, ohne Mädchen."

Feuerspucker

Auch bei den anderen Arbeitsgruppen machten die Jungs begeistert mit. Beim Zirkus konnten sie Feuer spucken und ihren Mut auf dem Nagelbrett beweisen, im Sinnesgarten Hören und Sehen neu erleben. Von Rotkreuz-Leuten lernten sie an täuschend echt geschminkten Opferdarstellern, Menschenleben zu retten.
Mit Ralf Schulte von der Suchtprävention erarbeiten sie Problemlösungsstrategien gegen Suchtanfälligkeit und in der Outdoorgruppe, wie man ohne Hilfsmittel Feuer entfacht. All das kam so gut an, dass die Veranstalter den Jungenaktionstag weiterführen wollen.

HNA - im Juni 2008

 

Goldhausen holt den Pokal

Wettkämpfe der Korbacher Feuerwehren - Erfolg kann sich sehen lassen

Gemeinsam: Die Gruppenführer aller teilnehmenden Feuerwehrmannschaften beim Stadtpokalwettkampf in Ober-Ense zusammen mit Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt (links), Stadtrat Heinz Graf (Zweiter von links) sowie Stadtverordnetenvorsteher Heinz Merl (Fünfter von links). Fotos: Elke Müller

Von Elke Müller

OBER-ENSE. Sieger des Stadtpokalwettkampfes der Feuerwehren Korbach ist die Löschgruppe Goldhausen I mit 1000 Punkten. Sie siegten vor Lengefeld I mit 995 Punkten und Nordenbeck mit 990 Punkten.

Den Wanderpokal holte sich in Folge die Feuerwehrtruppe aus Nieder-Ense, mit ebenfalls 990 Punkten, jedoch elf Sekunden Zeitunterschied zum Drittplatzierten. So waren von den insgesamt elf Feuermannschaften aus Lengefeld, Goldhausen, Nordenbeck, Nieder-Ense, Rhena, Lelbach und Ober-Ense sieben beim großen Wettkampf mit theoretischen und praktischen Teil dabei. Die restlichen vier Mannschaften bestritten den Pokalwettkampf als kleinen Wettkampf. Dieser beinhaltete eine Wasserentnahme aus offenen Gewässern, mit Angriffs- und Hindernisübung. Hier siegten Lengefeld II vor Goldhausen II und Lengefeld Damen. Außer Konkurrenz, dennoch mit 1000 Punkten, zeigte die Familienmannschaft Frese-Zenke aus Goldhausen und Lengefeld, dass auch weniger Geübte eine reelle Chance beim Wettstreit haben. Denn die beiden Familien, mit Großeltern, Eltern und Kindern hatte die jeweils neun erforderlichen Mannschaftsmitglieder allein aus familiären Kreisen zusammengestellt. "Mit dieser Wettkampfeinteilung möchten wir neue Mannschaften aus kleinen Gemeinden an die Stadtpokalwettkämpfe heranführen", erklärt Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt. Der Erfolg könne sich sehen lassen. Als nächsten großen Feuerwehrwettkampf kündigte Schmidt abschließend den Stadtpokalwettkampf der Jugendfeuerwehren im Rahmen des Stadtzeltlagers vom 8. bis 10. August in Lengefeld an.

Das Feuerwehrabzeichen: Silber bekam Feuerwehrkamerad Marc Saure (Vierter von links), Bronze Kerstin Zenke (Dritte von links) und Stefan Frese (Fünfter von links) mit den Gratulanten Stadtrat Heinz Graf (links), Carsten Vahland (Zweiter von links) und Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt.

HNA - im Mai 2008

 

Einsatz in der Nordschleife

Schnadezug der Goldhäuser Schützen - Ortsvorsteher freut sich über große Beteiligung

Aufgesetzt mit dem Hinterteil: Armin Bartmann wurde als Erster vom Stutzkommando Roland Fabinger und Markus Hartmann auf den Grenzstein gestutzt. Foto: Trautmann

Goldhausen. Goldrichtig war das Wetter am Sonntag für den nur alle fünf Jahre stattfindenden Schnadezug des KK-Schützenvereins Goldhausen.
Vorsitzender Armin Bartmann hieß die Teilnehmer aus Goldhausen und die Delegation aus Lengefeld am Klusenberg willkommen, wo er als Erster auf den Grenzstein gestutzt wurde. Bartmann erläuterte den Streckenverlauf der "legendären Nordschleife" von insgesamt zehn Kilometern. Richtung "Hängetal" gings zum "Nassen Laube", entlang dem "Eichholz" und der "Hasenkammer" in die "Hohlose" bis in den Teerofen".

Kleine Pausen mit Imbiss stärkten die Wanderer, sodass sie es noch zurück über den "Sengelscheid" und den "Humpesgarten" in die Ortslage von Goldhausen schafften. Beim nächsten Schnadezug wird wieder die Südschleife begangen.
über die große Beteiligung am Grenzbegang freute sich Ortsvorsteher Wolfgang Behle. So könnten auch jüngere Leute lernen, wo die alten Grenzen verliefen. Ganz früher wurden diese durch Waldschneisen, Bäche, Hecken oder markierte Bäume angezeigt. Später ging man zur Grenzmarkierung durch besondere Steine über. Zwecks Kontrolle wurden diese Stellen und Strecken dann regelmäßig abgegangen.

In Ewigkeit

Durch das Stutzen von Neubürgern (festes Aufsetzen mit dem Hinterteil auf die Grenzsteine) sollte denen der Grenzverlauf in Erinnerung bleiben. "Der Stein, die Grenze, in Ewigkeit" heißt es dazu noch heute. Und schon früher mussten Neue darob für eine Runde Getränke sorgen. (zut)

HNA - im April 2008

 

Amüsante Klamotte in Goldhausen

"Blaues Blut und Erbsensuppe" strapaziert Lachmuskeln

Spielten in dem Verwechslungs(lust-)spiel eine maßgebliche Rolle: Anke Wild und Ingo Scriba.

KORBACH (hei). Einen deftigen Schwank in drei Akten brachten am Wochenende die Akteure der Theatergruppe Goldhausen zur Aufführung. Das Dorfgemeinschaftshaus platzte aus allen Nähten, so groß war der Andrang.

Viele Zuschauer aller Altersgruppen waren gekommen, um das neue Stück der Gruppe, die alle zwei Jahre eine Inszenierung auf die Bühne bringt, zu sehen und zu lachen.
Die Geschichte von Dieter Adam ist einfach, aber urkomisch gestrickt: Frau Neureich, die ihrem Namen alle Ehre macht, möchte ihre bodenständige Tochter standesgemäß, das heißt mit möglichst "blauem Blut", verheiraten. Ein Schnellkurs im Benehmen soll die Familie auf ihre zukünftige Rolle vorbereiten, dafür wird extra ein Butler engagiert, der aber erst am Ende des Stückes sein wahres Gesicht zeigt.
Herr Neureich, der am liebsten Erbsensuppe isst, findet die Sache lächerlich und gerät völlig aus dem Häuschen, als er den kindischen Grafen kennenlernt, mit dem seine Tochter verheiratet werden soll und der in Begleitung seiner pseudo-adligen Mutter anreist. Eine Verwechslungsgeschichte mit Tochter Neureich und dem Hausmädchen Susi und eine heimliche Romanze, in die auch der Butler verstrickt ist, machen das Lustspiel zu einer köstlichen Komödie, die beim Publikum kein Auge mehr trocken lässt.

Brachten das Publikum zum Brüllen: Gräfchen Hugo alias Jens Hartmann mit Gräfin Adele alias Petra Thielemann. (Fotos: hei)

Insgesamt dreimal präsentierten die Hobbyschauspieler das Stück am Wochenende im Dorfgemeinschaftshaus. Doch den Zuschauern wurde nicht nur etwas für die Lachmuskeln, sondern auch was für die Ohren geboten: Die verschiedenen Aufführungen wurden jeweils in ein musikalisches Rahmenprogramm eingebettet, das der Gemischte Chor Eisenberg und der A-cappella-Chor "Herzklopfen" gestalteten."Traditionell wird dieser Theaterabend alle zwei Jahre im Wechsel mit einer Karnevalsveranstaltung geboten. Beide Abende versprechen immer viel Spaß. Wir freuen uns, dass wir mit solchen Veranstaltungen etwas für das Dorf tun können, und planen weitere Aktionen im kommenden Jahr", so Dirk Straußberg, Vorsitzender des Vereins "Unser Dorf", dem die Theatergruppe angeschlossen ist.
Nachdem die Laienschauspieler ihr Pensum geschafft hatten, ließen sie das Wochenende in gemütlicher Runde und bei einem gemeinsamen Essen ausklingen. Was es Gutes gab? Erbsensuppe natürlich!

WLZ - im April 2008

 

Wie die Indianer die Grube erforschen

Erste Besucher erkunden Goldhäuser Grube zur Saisoneröffnung auf dem Eisenberg

Bevor die ersten Besucher der neuen Saison in die Grube gingen, wurde Gottesdienst gefeiert und mit dem gemischten Chor Eisenberg das Bergmannslied gesungen.
Die Grubenführer der Goldbergbaustätte in Goldhausen mit Pfarrer Burkhard Uffelmann und der Goldmarie Melanie Buhl. (Fotos: resa)

KORBACH - GOLDHAUSEN (resa). Helm aufziehen, in die Gummistiefel schlüpfen, die Regenjacke fester ziehen und schon geht‘s los: Seit gestern Mittag können Besucher im Goldhäuser Bergwerk wieder das Leben unter Tage erkunden. Zur Saisoneröffnung feierte Pfarrer Burkhard Uffelmann gemeinsam mit Bergführern und den ersten Gästen einen Gottesdienst.

Kaum wagen Lukas (7), Ann-Sophie (9) und Marie (6) einen vorsichtigen Schritt in die dunkle Grube, ist ihre Entdeckungslust geweckt. "Hier gibt es echtes Gold", fragt der kleine Besucher mit großen Augen und wird von Bergführer Werner Grebe enttäuscht. "Das war einmal", erklärt er und lädt die ersten Besucher der taufrischen Saison zur Reise in die Vergangenheit ein.

Vor allem für die kleinen Gäste war der Ausflug in die Grube ein besonderes Erlebnis: Grubenführer Friedrich Bachmann suchte mit den Kindern einen passenden Helm, bevor sich Kollege Werner Grebe auf den Weg unter Tage machte.

Viele große und kleine Gäste von nah und fern sind zur Saisoneröffnung zum Besucherstollen in Goldhausen gekommen. "Und weil die Bergleute schon immer sehr gläubige Menschen waren und ohne Gebet keinen Stollen betraten, feiern auch wir vorher einen kleinen Gottesdienst", erklärt Grebe. Den hält Burkhard Uffelmann mit Unterstützung des gemischten Chores Eisenberg. Anschließend steht der Entdeckung der Goldgrube nichts mehr im Wege. Eingepackt in die Schutzkleidung machen sich in Kleingruppen etwa 50 Besucher auf den Weg unter Tage. Vor allem für die kleinen Entdecker ist das ein Abenteuer und das wissen auch die engagierten Bergführer. "Wisst ihr, woher die Indianer die Farbe für ihre Kampfbemalung bekommen haben", fragt Grebe, streicht über die nassen Wände und malt den Kindern flugs bunte Striche ins Gesicht. Als kleine Indianer auf großer Entdeckungstour erforschen sie nun die dunklen Gänge.

Vor allem Schulklassen, die in der Korbacher Jugendherberge übernachten, nehmen das Angebot wahr. Im vergangenen Jahr besuchten fast 2000 Abenteuerlustige das Goldhäuser Werk. Noch bis zum 31. Oktober sind Besucher in Goldhausen willkommen, dann schließt die Grube für die Winterpause. Gruppen können sich unter Telefon 05631/53232 anmelden. Das Besucherbergwerk hat außerdem im Wechsel samstags oder sonntags geöffnet. Der Eintritt kostet vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder.

WLZ - im April 2008

 

Dreimal witziges Spektakel auf der Bühne

Theatergruppe Goldhausen zeigt: "Blaues Blut und Erbsensuppe"

Die Goldhäuser Theatergruppe (hinten, v. l.): Uschi Genirschke, Bianca Kiel, Carmen Hartmann, Petra Thielemann, Sylvia Bartmann, Anke Wild. Vordere Reihe: Bernhard Tent, Andreas Emde, Jens Hartmann und Ingo Scriba. (Foto: lb)

KORBACH-GOLDHAUSEN (lb). Nach zwei Jahren Pause lädt die Theatergruppe Goldhausen am Wochenende wieder zu einem aberwitzigen Spektakel ins Dorfgemeinschaftshaus ein. "Blaues Blut und Erbsensuppe" ist ein deftiger Schwank in drei Akten von Dieter Adam, den die Laienschauspieler gleich dreimal auf die Bühne bringen wollen.

"Mist", schimpft Andreas Emde. Er hat den Text vergessen. Seine Bühnenpartnerin Uschi Genirschke lacht über den kleinen Hänger. Die Stimmung in der zehnköpfigen Gruppe ist gelöst - schließlich sind es noch ein paar Tage bis zur Premiere. Seit 2000 übt die Schauspielschar, die zum Verein "Unser Dorf" gehört, alle zwei Jahre ein neues Stück ein, in der Regel eine Komödie. "Wir wollen schließlich den Leuten einen lustigen Abend bereiten und auch selbst Spaß haben", sagt Petra Thielemann, die von Anfang an mit dabei ist. Im Dorf sind die Stücke der Truppe bisher gut angekommen: "Wir haben eine gute Resonanz bei den Aufführungen. Da wird es fast ein bisschen zu eng im Dorfgemeinschaftshaus", sagt die Goldhäuserin. Die Bühne steht schon seit einigen Tagen im Saal. Die Holzelemente lagern ansonsten in einer Scheune. "Das dauert einen ganzen Tag, bis alles steht", sagt Petra Thielemann. Auch das Bühnenbild ist selbst gezimmert, Dekoration und Kostüme mühsam zusammengesucht. Aber alle packen gerne mit an, und als Lohn für Schweiß und Mühen gibt es ein gemeinsames Essen. Auch diesmal hat die Theatergruppe wieder einen Schwank ausgegraben. Die Handlung: Ottilie Neureich (Uschi Genirschke) möchte ihre Tochter "standesgemäß", das heißt mit möglichst reinem "blauen Blut", verheiraten. Um sich vor dem Zukünftigen, dem Grafen Hugo (Jens Hartmann), und dessen Mutter Adele (Petra Thielemann) nicht zu blamieren, wird Butler Jean (Ingo Scriba) engagiert, der den Neureichs im Schnellkurs gute Manieren beibringen soll. Otto Neureich (Andreas Emde), der am liebsten Erbsensuppe isst, findet die ganze Sache lächerlich, und auch die Tochter Bettina (Anke Wild) steht mit beiden Beinen auf der Erde. Mit zum Panoptikum der schrägen Figuren gehören außerdem Susie (Carmen Hartmann), das naive Hausmädchen der Neureichs, die Haus- und Hofköchin Berta (Sylvia Bartmann) sowie Blumenlieferant und Herrenausstatter Peter (Bernhard Tent). Dafür, dass den Schauspielern der Text nicht ausgeht, sorgt Souffleuse Bianca Kiel. Premiere ist am Freitag, 18. April, um 19.30 Uhr. Der gemischte Chor Eisenberg sorgt für den musikalischen Rahmen. Weiter geht es am Samstag, 19. April, mit einer Nachmittagsvorstellung um 14.30 Uhr, bei der es auch Kaffee und Kuchen gibt. Ein letztes Mal stehen die Laiendarsteller am Samstagabend um 19.30 Uhr auf der Bühne. Mit von der Partie ist außerdem der A-cappella-Chor "Herzklopfen" aus Goddelsheim. Der Eintritt ist jeweils frei.

WLZ - im April 2008

 

Goldrausch am Eisenberg bleibt vorerst aus

In den April geschickt: Pläne für erneuten Abbau des Edelmetalls existieren nicht

Was glänzt denn da so? Fynn und Nico Butterweck beim Goldwaschen mit Ortsvorsteher Wolfgang Behle und hr4-Reporter Thomas Korte (r.). (Foto: tk)

KORBACH - GOLDHAUSEN (tk). "Es ist nicht alles Gold, was glänzt": Den Wahrheitsgehalt dieses Sprichworts haben gestern, am 1. April, WLZ-FZ und Hessischer Rundfunk einmal mehr erhöht. So wünschenswert für viele ein Goldrausch am Eisenberg gewesen wäre: Bei der schwarz auf weiß gedruckten wie auch "live" im Radio gesendeten Nachricht, die Goldförderung solle wieder aufgenommen werden, handelte es sich um einen Aprilscherz - bis auf Weiteres.

Denn weder Börsengurus noch seriöse Finanzexperten können voraussagen, ob Goldschürfrechte nicht schon bald wirklich begehrter sind als Optionsscheine oder Aktien. Vorerst jedoch hat sich bei Wolfgang Behle noch kein "international operierendes Unternehmen aus der Metallindustrie" gemeldet, das seine Experten für Probebohrungen nach Goldhausen geschickt hätte. Der Ortsvorsteher und Vorsitzende des Vereins "Historischer Goldbergbau Eisenberg" stand gestern ebenso wie Touristik-Chef Claus Günther von der städtischen Wirtschaftsförderung am übertragungswagen vor dem Zechenhaus, um mit hr4-Regional-korrespondent Thomas Korte ein Interview zu führen. Topmeldung oder Aprilscherz? Endgültig beantwortet wurde dies erst am Nachmittag, nach mehreren Liveübertragungen aus Goldhausen und einer "Schalte" an die Frankfurter Börse mit der Frage, ob und inwieweit die Nachricht vom Goldrausch am Eisenberg bereits die Kurse beeinflusst habe. "Erst als wir das hörten, haben wir daran gedacht, es könnte sich um einen Aprilscherz handeln", erzählt Günter Schaper aus Medebach. Mit seiner Frau Ursula fuhr er daraufhin nach Goldhausen. Dort bekamen sie einen bereits abgesteckten "Claim" zugewiesen und konnten sich auf die Suche nach Partikeln der Tonne Gold begeben, die nach Einschätzung von Fachleuten noch im Berg wartet, ans Tageslicht gefördert zu werden. Unter den Besuchern waren auch Otto und Elke Beck, die während ihres Osterurlaubs in Winterberg vom Goldrausch hörten, sowie Axel Butterweck mit seinen beiden Söhnen Fynn (7) und Nico (11). "Eigentlich wollten wir hier oben Fußball spielen", berichtet der Goldhäuser. Stattdessen ging es erst mal an die Goldwaschtröge. Claus Günther hatte mit Mitarbeitern und Mitgliedern des Bergbau-Vereins die nötigen Utensilien bereitgestellt. Drei Wochen vor dem offiziellen Saisonstart im Besucherbergwerk am 20. April war auch bereits für Verpflegung am Waldkiosk gesorgt. Für den Touristiker Günther fällt die Bilanz mit Blick auf das ganz am Edelmetall orientierte Stadtmarketing positiv aus: "Auch wenn der Goldrausch ausgeblieben ist, war das eine goldrichtige Aktion."

WLZ - im April 2008

 

Straußberg löst Vahland im Vorsitz ab

Jahreshauptversammlung des Vereins "Unser Dorf" Goldhausen

Der neu gewählte Vorstand des Vereins "Unser Dorf" Goldhausen: v. l. Bernd Mütze, ehemaliger Vorsitzender Dirk Vahland, Ursula Benirschke, Ulrich Fischer, Anja Battermann, Petra Thielemann, Dirk Straußberg, Rudolf Fabinger, Claudia Straußberg, als Gast Stadtrat Friedrich Bachmann, Walter Thielemann. (Foto: pr)

KORBACH - GOLDHAUSEN (r). Vorstandswahlen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Vereins "Unser Dorf" Goldhausen. Dabei gab es einen Wechsel an der Spitze: Als neuer Vorsitzender wurde Dirk Straußberg gewählt. Er löst Dirk Vahland ab, der nicht mehr kandidierte.

Vahland gab zu Beginn der Versammlung einen überblick über die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr. So wurde im Februar ein Fitnessprogramm für die Goldhäuserinnen angeboten, das recht gut angenommen wurde. Im März organisierte der Verein ein Dorffrühstück. Eine Fahrt zum ZDF-Fernsehgarten in Mainz fand im Juni statt. "Unser Dorf" stellte eine Mannschaft bei der "Kloster-Trophy", die überraschend den dritten Platz belegte. An einem Klönnachmittag Ende November wurden bei Kaffee und Kuchen alte Bilder und Filme von Goldhausen gezeigt. Neben diesen Veranstaltungen standen auch wieder Pflegemaßnahmen im Dorf wie das Schneiden von Sträuchern und Hecken, Streichen von Bänken und Tischen usw. auf dem Programm. Allerdings berichtete Vahland hier von einer durchweg geringen Beteiligung der Vereinsmitglieder. änderungen für das laufende Jahr wurden angekündigt. Darüber hinaus war der Verein aber auch für die Allgemeinheit wieder aktiv. So wurde die in die Jahre gekommene Lautsprecheranlage der Friedhofskapelle durch eine Neuanschaffung ersetzt. Für das Dorfgemeinschaftshaus erstand "Unser Dorf" eine große Kaffeemaschine. Außerdem wurde gemeinsam mit der Feuerwehr ein Beamer gekauft.

Dirk Vahland kündigte an, bei den Vorstandswahlen nicht mehr zu kandidieren. Der 2. Schriftführer Volker Scharfe und die Beisitzerin Kirsten Westmeier stellten sich ebenfalls nicht mehr zur Verfügung. Zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt wurde Dirk Straußberg. Als zweite Vorsitzende wurde Petra Thielemann wiedergewählt. Wiederwahl hieß es auch für Kassierer Ulrich Fischer, Schriftführer Bernd Mütze, zweite Kassiererin Ursula Benirschke, Beisitzer Baumaßnahme Walter Thielemann und Beisitzer Naturschutz Rudolf Fabinger. Claudia Straußberg wurde neu zur 2. Schriftführerin gewählt und Anja Battermann zur Beisitzerin Kinder- und Jugendarbeit. Zum Abschluss der Versammlung wurden geplante Aktivitäten für 2008 vorgestellt. Bereits feststehende Termine sind eine Theateraufführung am 18. und 19. April sowie ein Wandertag am 15. Juni.

WLZ - im Februar 2008

 

Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Goldhausen

Schützen geht das Geld aus

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Die "Goldschützen" müssen den Gürtel enger schnallen. Das betonte Kassierin Cornelia Graf während der Jahreshauptversammlung des Kleinkaliber-Schützenvereins Goldhausen in der vergangenen Woche. Aber es gab auch Grund zur Freude: Viele Mitglieder wurden für sportliche Erfolge und langjährige Treue geehrt.

Der Schützenverein in Goldhausen steht vor großen Herausforderungen: Während der Jahreshauptversammlung des Vereins wies Kassiererin Cornelia Graf in ihrem Kassenbericht auf die angespannte finanzielle Lage des Vereins hin. Die Ausgaben für Verbandsumlagen und den laufenden Schießbetrieb könnten nicht mehr mit den derzeitigen Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen und den Veranstaltungserlösen gedeckt werden. Hier sei nun der Vereinsvorstand um Vorsitzenden Armin Bartmann gefordert, entsprechende Lösungen zu finden, um die ohnehin schon geringen finanziellen Reserven des Vereins nicht weiter angreifen zu müssen. Die Mitgliederzahl konnte im vergangenen Jahr immerhin stabil gehalten werden. Während seines Jahresrückblicks erinnerte Bartmann vor allem an das Preisschießen mit fast 100 Einzelschützen und 34 Mannschaften, an das traditionelle Pfingstfest und den erfolgreichen Spaßbiathlon. Inzwischen laufen die Vorbereitungen für den am 27. April geplanten Schnadezug. In sportlicher Hinsicht konnten die Goldhäuser bei Meisterschaften im letzten Jahr gute Platzierungen belegen, von besonderer Bedeutung war der errungene Stadtmeistertitel und die Teilnahme der Jugendschützin Jessica Fihlon bei den Hessenmeisterschaften in Frankfurt. Für die erbrachten Schießleistungen erhielten die Schützen Robert Zipprich, Stefan Kampf, Micha Zenke, Jessica Fihlon, Katharina Weking-Kampf und Thomas Wild die Leistungsabzeichen in Bronze und Silber. Als Vereinsmeister erhielten folgende Schützen die Pokale: Dominik Mütze (Schüler), Jessica Fihlon (Jugend), Günther Vahland (Senioren), Helmut Vahland (Passive) und Jürgen Fihlon (Aktive). Für ihr 25-jähriges Engagement im Verein wurden Cornelia und Heinz Graf ausgezeichnet, Willi Mütze wurde für 40 Jahre bei den Schützen geehrt. Friedrich Zenke und Günther Vahland feierten ihr goldenes Vereinsjubiläum.

WLZ - im Februar 2008

 

Neue Beschallung für Kapelle

"Unser Dorf" investiert für Goldhäuser Bürger

Unser Bild zeigt von links: Dirk Vahland, Pfarrer Burkhard Uffelmann, Ulrich Fischer, Walter Thielemann und Ortsvorsteher Wolfgang Behle bei der offiziellen übergabe der Beschallungsanlage in der Friedhofskapelle. (Foto: pr)

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). "Alles für die Dorfgemeinschaft" - das ist das Motto des Vereins "Unser Dorf Goldhausen". Veranstaltungen zu organisieren, bei denen sich die Goldhäuser zum Klönen oder Feiern zusammenfinden, ist neben den pflegerischen Aufgaben im Ort die wichtigste Aufgabe des Vereins. Wenn dann bei diesen Veranstaltungen ein paar Euro übrig bleiben, freuen sich die Mitglieder umso mehr. Denn mit diesen Geldern erfüllen sie Wünsche, die bislang aus finanziellen Gründen nicht realisiert werden konnten. So wurde im letzten Jahr die veraltete Beschallungsanlage der Friedhofskapelle modernisiert. Bei größeren Trauerfeiern übertragen die neuen Außenlautsprecher nun Wort und Orgelmusik auch hörbar an die draußen stehende Trauergemeinde. - Kaffeekochen war im Gemeinschaftshaus eine regelrechte Muskelarbeit. Recht umständlich musste man bisher Wasser in Töpfen zum Kochen bringen und setzte damit den Kaffee auf. Eine neue große Kaffeemaschine erleichtert die Arbeit nun sehr. - Gemeinsam mit der Feuerwehr wurde ein Beamer gekauft. Bei Bilder- oder Filmpräsentationen aus der guten alten Zeit oder bei Infoveranstaltungen und Schulungen wird dieser zum Einsatz kommen. Gut gerüstet können nun die Veranstaltungen für das Jahr 2008 geplant werden.

WLZ - im Januar 2008

 

Neues Fahrzeug und neue Uniformen

Jahreshauptversammlung der Goldhäuser Feuerwehr: Vorstand wiedergewählt

Die geehrten Mitglieder der Goldhäuser Feuerwehr und der neu gewählte Vorstand. (Foto: pr)

KORBACH - GOLDHAUSEN (r). Die übernahme eines neues Feuerwehrfahrzeugs im November war der Höhepunkt bei der Freiwilligen Feuerwehr Goldhausen im Jahr 2007. Ansonsten konnten die Blauröcke aus dem Korbacher Ortsteil auf ein ruhiges Jahr zurückblicken: Nur ein Einsatz stand 2007 an, im Zuge des Orkantiefs "Kyrill", wie Wehrführer und Vorsitzender Andreas Sinsch berichtete.

Sowohl die Kreisstraße nach Nordenbeck als auch die Landstraße nach Lengefeld in Höhe des Goldhäuser Teiches bis zur "Alten Wiese" mussten am 18. Januar von umgestürzten Bäumen befreit werden. Kurzzeitig gelang dies den Kameradinnen und Kameraden, aber da ständig neue Bäume über die Straßen fielen, mussten diese schließlich für den Rest der Nacht gesperrt werden.

Auch im abgelaufenen Jahr beteiligte sich die Goldhäuser Wehr wieder an Wettkämpfen und den hessischen Feuerwehrleistungsübungen. Und das mit großem Erfolg: Die Saison begann mit dem Gewinn des Stadtpokals in OberEnse. Spannend ging es beim Kreisentscheid in Korbach zu, wo erst im Stechen gegen Bad Wildungen und Rennertehausen der erste Platz errungen wurde. Auch beim Bezirksentscheid wurde Platz eins belegt. Gut war auch das Abschneiden beim Landesentscheid in Rotenburg/Fulda, gegen eine starke Konkurrenz stand Platz sieben zu Buche. Abgerundet wurde die Saison mit einem ersten Platz beim Pokalwettkampf in Sachsenhausen. Insgesamt 2400 Stunden wurde im abgelaufenen Jahr ehrenamtlicher Dienst geleistet.
Neben den Wettkämpfen entfiel ein großer Teil davon auf die allgemeine Feuerwehrausbildung. Sinsch blickte insbesondere auf zwei Einsatzübungen zurück: Eine gemeinsame übung mit den Wehren aus den Ense-Dörfern und Nordenbeck simulierte einen Brandeinsatz an einer Scheune in Goldhausen. Die zweite übung fand zusammen mit den vier westlich von Goldhausen gelegenen Ortsteilen am CVJM-Wohnheim in Eppe statt. Verbessert wurde die Ausrüstung der Goldhäuser Brandschützer. Im November wurde ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug, ausgestattet unter anderem mit einem 750-Liter-Wassertank, Lichtmast, modernem Rettungssatz mit Schneidgerät, Spreizer und Rettungszylinder, in Dienst gestellt, finanziert von der Stadt Korbach und dem Land Hessen. Darüber hinaus wurden die alten Einsatzanzüge durch moderne dunkle Uniformen ersetzt.
Zufrieden zeigte sich Jugendwart Marc Saure. Dem ersten Platz bei der Kreisübung folgte ein zweiter Platz beim Pokalwettkampf in Mehlen. Beim Burgwald-Cup reichte es in der Gesamtwertung zu Rang sechs, beim Kreiszeltlager wurden die Plätze eins und drei belegt. Zum zehnten Mal in Folge konnte der Stadtpokal gewonnen werden, bei einem Pokalwettkampf in Sachsenhausen landete Goldhausen auf den Plätzen eins und drei.

Willi Straußberg (Mitte) wurde von Wehrführer Andreas Sinsch (rechts) zum Ehrenmitglied ernannt. Es gratuliert Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt. (Foto: pr)

Keine überraschung gab es bei den Vorstandswahlen. Alle bisherigen Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt. Einzige Veränderung: Jugendwart Marc Saure kandidierte aus beruflichen Gründen nur noch für den Posten des Stellvertreters. Erster Jugendwart wurde Saures bisheriger Stellvertreter Stefan Frese, Kerstin Zenke wurde ebenfalls zur stellvertretenden Jugendwartin gewählt.

WLZ - im Januar 2008