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Chronik der Presseberichte aus 2009

Presseberichte 2009

 

Goldene Einblicke

Winterwanderung mit Wilhelm Dietzel

PressebildGute Laune auch bei eisigen Temperaturen, v. r.: Landtagsabgeordneter Wilhelm Dietzel, Korbachs Stadtverordnetenvorsteher Heinz Merl, Bergwerksführer Dieter Stede und Ortsvorsteher Wolfgang Beh-le am Zechenhaus auf dem Eisenberg. Foto: Jörg Kleine

Korbach. "Waldecker Minister" ist Wilhelm Dietzel (CDU) nicht mehr. Nach der Landtagswahl im Januar nominierte ihn Hessens Ministerpräsident Roland Koch nicht für das neue Kabinett. An seinen jährlichen "Winterwanderungen" in der Heimat hält der frühere Umweltminister (Diemelstadt-Neudorf) und heutige Landtagsabgeordnete trotzdem fest.

Startpunkt war gestern der Korbacher Ortsteil Goldhausen. Von dort ging es weiter Richtung Eppe, wo am Nachmittag für die Wanderer eine gute Gulaschsuppe wartete. Morgens am Zechenhaus auf dem Eisenberg hatte sich diesmal nur eine kleinere Gruppe eingefunden, die mit dem heimischen Landtagsabgeordneten auf Tour ging. Die Informationen waren umso spannender: Bergwerksführer Dieter Stede und Ortsvorsteher Wolfgang Behle berichteten über Deutschlands größte historische Goldlagerstätte, die Entstehung des edlen Erzes und die Entwicklung des Besucherstollens. Als Minister hatte Dietzel den Ausbau gefördert.

Seit 2003 können Gäste dort in die goldene Unterwelt abtauchen. Seit Frühjahr 2009 baut der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" einen zusätzlichen Seitengang im Stollen aus, der im kommenden Jahr begehbar werden soll, (jk)

WLZ - im Dezember 2009

 

Goldwäscher willkommen

Angebot am Eisenberg ausdehnen - Zuschuss durch Leader-Programm

PressebildClaus Günther, Walter Rinklin und Wolfgang Behle (v.l.) hatten gestern gute Nachrichten: Aus dem LeaderProgramm der Europäischen Union fließen 61ooo Euro für neue Attraktionen am Eisenberg. Foto: Kleine

Am Eisenberg sollen künftig auch Goldwäscher auf ihre Kosten kommen. Parallel bietet das Besucherbergwerk noch mehr Abenteuer. Zuschüsse fließen von der Europäischen Union und vom Land.

VON JÖRG KLEINE

Korbach-Goldhausen. Die ersten Goldwäscher-Kurse hat es für die Besucherführer am Eisenberg längst gegeben. Der frühere Chef des Naturkundemuseums Dortmund, Dr. Wolfgang Homann, demonstrierte, wie aus vielen heimischen Bächen Gold zu holen ist. Keine Nuggets, aber immerhin kleine Flitterchen lassen sich in der Pfanne leicht gewinnen. Der Verein „Historischer Goldbergbau Eisenberg" will damit künftig weitere Besucher locken: Eine Goldwaschanlage soll her auf Korbachs Hausberg, erläutert Claus Günther vom Stadtmarketing.

Ein anderes wichtiges Projekt für Deutschlands größte historische Goldlagerstätte ist bereits kräftig gediehen. Im Besucherbergwerk haben Vereinsmitglieder mit großem Engagement und Muskelschmalz im laufenden Jahr den Durchbruch für einen Seitengang geschafft (wir berichteten). Bislang führt die Gästetour rund 250 Meter tief in den Berg, künftig werden es weitere 200 Meter sein. Nach der bergtechnischen Sicherung folgt nächst tes Jahr die „Bewetterung": Eine Spezialfirma bohrt von oben ein rund 50 Meter tiefes Loch direkt hinein in den Stollen. Mit Segen des Bergamts soll der Seitengang dann ebenfalls für Besucher freigegeben werden. Claus Günther und Wolfgang Behle, Vorsitzender des GoldbergbauVereins, freuten sich gestern über eine Finanzspritze. Für die Gesamtinvestition von 61 000 Euro für die Goldwaschanlage und Bohrung fließen als Zuschuss rund 18400 Euro aus dem Leader-Förderprogramm, der aus Töpfen der EU und des Landes Hessen stammt.

Den Förderbescheid überreichte Walter Rinklin vom Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung beim Landkreis. Die Zuschüsse stammen aus dem Leader-Programm für die Entwicklungsregion „Naturpark Diemelsee", zu denen die Gemeinden Willingen, Diemelsee und Korbach gehören. Stärkung des ländlichen Raums, Steigerung der touristischen Attraktivität und Kulturgeschichte sind die Stichworte für die Projekte am Eisenberg. Günther lobte die enorm schnelle Unterstützung: „Das Geld wurde in kürzester Zeit bewilligt." Anfang November ging der Antrag raus, am 20. November war bereits der Förderbescheid da. Insgesamt sind bislang zwölf Projekte mit über 420 000 Euro Zuschuss im regionalen Leader-Programm bewilligt. Das reicht von zwei Existenzgründungen über touristische Infrastruktur (Uplandsteig, Diemelsteig), Marketing für die Leader-Region bis zu einer Leitlinie für Handel und Gewerbe, listete Rinklin auf.

HINTERGRUND Goldbergwerk 

Das Besucherbergwerk in Goldhausen hat sich seit 2003 zu einer Attraktion im Waldecker Land entwickelt. Nach 1400 Gästen in der ersten kompletten Saison 2004 fuhren danach jährlich rund 2000 Besucher in den Berg ein. Das beste Ergebnis brachte 2008 mit rund 2300 Gästen, 2009 waren es 2250, wie Claus Günther für den Verein „Historischer Goldbergbau Eisenberg" resümiert. Bei maximal 12 Besuchern pro Gruppe entspricht dies täglich zwei Führungen in der Saison von April bis Oktober. Das alles lastet auf den Schultern von gegenwärtig nur fünf Besucherführern. Ab kommendem Jahr stehen indes drei weitere Gästeführer bereit. 80 Prozent der Besucher sind Schulklassen. (jk)

WLZ - im Dezember 2009 (Daten zum Zuschuss korrigiert)

 

Allerhand süße Leckereien

Confiserie d'Isabell in Goldhausen eröffnet

PressebildKorbach-Goldhausen. Pralinen mit Knusper-Nougat-, Eierliköroder Kir Royal-Füllung, Baumkuchen oder Torten für alle Gelegenheiten: Die neueröffnete Confiserie d'Isabell bietet süße Köstlichkeiten für jede Gelegenheit. Egal ob Kindergeburtstag, Familienfete oder Weihnachtsfeier - Konditormeisterin Isabell Jost fertigt für alle Anlässe professionelle und einzigartige Konditorstücke an, auch ungewöhnliche. In der Weihnachtszeit gibt es selbstverständlich auch leckere Plätzchen.

Familie Jost baute in den vergangenen Wochen einen Stall in eine hochwertige Fertigungswerkstatt für die Konditorprodukte um. Chefin und Namensgeberin Isabell Jost steht selbst hinter den Geräten und zaubert aus Cremes, Butter und Schokoladen kleine Kunststücke, die den Gaumen streicheln; alles professionell und liebevoll zubereitet.
Die 22-Jährige Meisterin ging bei „Wellis" in Korbach in die Lehre, besuchte 2007 dann die Meisterschule und sammelte in Cafés und Konditoreien zahlreiche Erfahrung. Im Betrieb Müller (Winterberg) lernte sie ihre Liebe für kleine Pralinés kennen und verfeinerte ihr Wissen immer weiter. Nun bietet sie in ihrem neuen Geschäft Süßigkeiten an, die in der Region ihresgleichen suchen.

Die Confiserie im Kastanienweg 2 (Goldhausen) ist montags bis freitags zwischen 9 und 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr geöffnet. Weiterhin ist sie regelmäßig auf dem Wochenmarkt in Korbach vertreten. In der übrigen Zeit können die Leckereien nach Vereinbarung erstanden werden - auch samstags. (den)

WLZ - im November 2009

 

Ausflug fürs ganze Dorf

Vier Goldhäuser Vereine gemeinsam aktiv

PressebildEinen gemeinsamen Weg beschritten die Goldhäuser Vereine: Sie luden zu einem Tagesausflug in den Nationalpark Kellerwald-Edersee ein. Das Gruppenfoto entstand an der Quernst-Kirche.

Korbach-Goldhausen. Gemeinsam etwas für alle Bürger des Dorfes anbieten: Diese bereits Ende vergangenen Jahres geborene Idee setzten vier Goldhäuser Vereine jetzt in die Tat um. Sie luden zu einem Ausflug in den Nationalpark Kellerwald-Edersee ein.
Mit der gemeinsamen Aktion verfolgten Feuerwehr, gemischter Chor, Schützenverein und der Verein "Unser Dorf das Ziel, sich nicht gegenseitig Konkurrenz zu machen. Schließlich sind die meisten Goldhäuser Mitglied in mehreren Vereinen. Unter der Regie von "Unser Dorf" wurde die Fahrt geplant.

45 Goldhäuser starteten in Richtung Frankenau, wo sie von einem Ranger und drei Pferdegespannen mit Planwagen erwartet wurden. Zunächst gab es einige allgemeine Information über den Nationalpark. Dann nahm die Gruppe die erste Teilstrecke in Angriff. Sie führte zur Bathildishütte. Dort stärkten sich die Teilnehmer bei einem deftigen Picknick, bevor sie den Rückweg antraten. An der Quernst-Kirche hielten die Wagen noch einmal an, um Jung und Alt Gelegenheit zum Besuch zu geben. Während der gesamten Tour durch die reizvolle Landschaft erfuhren die Gäste vom Ranger, der abwechselnd auf den Wagen mitfuhr, allerlei Wissenswertes rund um das Schutzgebiet. (r)

WLZ - im Oktober 2009

 

Studenten im Eisenberg

Wissenschaftler begeistert vom Korbacher Goldbergwerk

PressebildDie Exkursionsgruppe vor der Besichtigung des Goldhäuser Besucherbergwerks mit Grubenführer Dieter Stede (r.) Foto: Gabi Penkert

Deutschlands größte historische Goldlagerstätte bleibt wissenschaftlich interessant. Mineralogiestudenten aus Bonn waren zu Gast am Eisenberg - und begeistert von dieser Exkursion.

Korbach-Goldhausen. Das Besucherbergwerk in Goldhausen ist - auch wissenschaftlich gesehen - ein Kleinod. Zu diesem Schluss kamen 17 begeisterte Mineralogiestudenten und ihr Professor nach der Besichtigung vom "Unteren-Tiefen-Tal-Stollen" am Eisenberg.

Grubenführer Dieter Stede vom Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" gelang es eindrucksvoll, die Bergbaugeschichte anschaulich darzustellen. Die mineralogisch-geologische Begleitung übernahmen Peter Penkert vom Museum für Naturkunde Dortmund und Gabi Penkert, die alles fotografisch festhielt.
Die Studenten aus dem vierten und sechsten Semester absolvierten die Exkursion im Rahmen ihres Studiums. Professor Chris Ballhaus vom Steinmann-Institut für Geologie, Mineralogie und Paläontologie der Universität Bonn betonte, dass es immer schwieriger werde, den deutschen Studenten Erzlagerstätten im Original zu zeigen, weil es keine fördernden Erzbergwerke in erreichbarer Nähe mehr gebe. Diese Lücke können Besucherbergwerke schließen, vorausgesetzt, es sind noch repräsentative erzführende Lagerstätten zugänglich oder wieder zugänglich gemacht worden.

"Wir konnten mehr sehen als zuvor erwartet", war das einhellige Fazit, und so könnte Goldhausen zum festen Bestandteil künftiger Exkursionsplanungen werden. Im Anschluss ging es weiter zum zweiten Programmpunkt des Tages, der Roteisenerzlagerstätte Philippstollen in Olsberg, (r)

WLZ - im August 2009

 

Junge Goldgräber entdecken den alten Stollen

Wolfgang-Bonhage-Museum veranstaltet Ferienaktion "Eisenberg drunter und drüber" mit Goldwaschen

PressebildIm Stollen unter Goldhausen gab es einiges zu entdecken. (Foto: Dennis Schmidt)

Korbach. Rein in die Bergmannskluft und hinein in den Stollen: Für die 21 .jungen Teilnehmer von "Eisenberg drunter und drüber", einer Ferienaktion des Wolfgang - Bonhage - Museums, steckte der Montag voller überraschungen und Abenteuer.

Die Kinder, die größtenteils aus den Korbacher Ortsteilen stammen, starteten im Museum mit ihrer Tour. Mit Britta Hein, Elke Schnatz und Kristin Heck bastelten sie kleine Goldkästchen.

Auch für den Inhalt in dem Behältnis sorgten die Kinder auf eigene Faust: Beim Goldwaschen wurde jeder der Teilnehmer fündig. Drei von ihnen fanden echtes, die übrigen sogenanntes Katzengold. Als Lohn für die intensive Suche gab es in der Jugendherberge anschließend ein gemeinsames Mittagessen.
Nach einer Führung durch die Bergbauausstellung und Informationen zum ehemaligen Schloss Eisenberg wanderten die jungen Teilnehmer dann auf den Eisenberg. Friedhelm Bachmann und Werner Grebe warteten dort auf sie und entführten die Goldgräber in eine längst vergangene Zeit: Im "Unteren-Tiefen-Tal-Stollen" tasteten sie sich, bei spärlicher Beleuchtung mithilfe einer Lampe auf dem Bergmannshelm, durch die engen Gänge voran. Hier staunten die Kinder nicht schlecht über die anstrengende Arbeit, die die Bergmänner bereits vor 500 Jahren vollbracht haben. Mehr als fünf Zentimeter sei es pro Tag nicht vorangegangen, wussten die beiden Goldexperten Bachmann und Grebe zu berichten.

Auch wenn der Besuch an der Burgruine wegen des schlechten Wetters abgesagt werden musste, entdeckten die Jungen und Mädchen doch im Laufe eines Tages den jahrhundertealten Goldbergbau. (den)

WLZ - im August 2009

 

Jubel nach Wettstreit der Jugendwehren

Jungen aus Roda und Goldhausen sowie Mädchen aus Löhlbach vertreten Kreisjugend beim Landesentscheid

PressebildSie vertreten den Landkreis beim Landesentscheid (von links): die Mädchengruppe aus Löhlbach, die Jungen aus Roda und die Jungen aus Goldhausen. Foto:Wickenhöfer

Einer der Höhepunkte des Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlagers war der Kreisentscheid. Die Sieger der Wettbewerbe vertreten den Landkreis am 13. September beim Landesentscheid.

VON MICHAEL WICKENHÖFER

Frankenberg-Schreufa. Riesiger Jubel brach am Samstagabend bei der von Dirk Ungemach gestalteten Siegerehrung besonders bei drei Mannschaften aus: Der amtierende Hessenmeister Roda verteidigte bei dem Wettbewerb in Schreufa erfolgreich seinen Kreismeistertitel und hat nun neben dem Startplatz bei den deutschen Meisterschaften auch wieder einen Startplatz beim Landesentscheid sicher.
Noch kräftiger war der Jubel aber bei den Mädchen aus Löhlbach, die Erster der Mädchen wurden, und bei den Jungen aus Goldhausen, die Platz zwei bei den Jungen belegten. Beide Mannschaften sind seit mehr als 30 Jahren nicht mehr zu dieser Ehre gekommen. Zumindest mit dem zweiten Platz der Goldhäuser hatten die wenigsten gerechnet, nicht einmal die Jugendlichen selbst. „Wir sind total überwältigt", betonte der stellvertretende Jugendwart Marc Saure.

32 Teams am Start

Doch auch die Löhlbacher Mädchen feierten noch lange ihren hart erarbeiteten Erfolg. Mit insgesamt 32 Mannschaften nahmen rund 300 Jugendliche aus Waldeck-Frankenberg am großen Wettbewerb teil. „Eure Leistungen sind hervorragend", lobte Kreisjugendwart Markus Potthof die Gruppen. Der Verbandsvorsitzende Manfred Hankel betonte: „Die Ergebnisse sind ein Zeugnis für den hohen Ausbildungsstand und gleichzeitig ein Garant dafür, dass dies auch so bleibt."

Platzierungen

Die Bestplatzierten der Jungen: Roda 2 (1425 Punkte), Goldhausen (1414), Gemünden 1 (1406), Bockendorf 1, Ernsthausen 2, LÖhlbach, Gemünden 2, Dodenau, Burgwald, Bergheim-Giflitz. Die Siegerliste der Mädchen: Löhlbach (1409 Punkte), Gemünden (1387.7), Haina (1380), Roda, Dodenau, Helmighausen.

WLZ - im Juni 2009

 

Großes Feuerwehrfest in Rhena

Jubiläum 75 Jahre Feuerwehr - Stadtpokalwettkämpfe und Jugendzeltlager

PressebildDie erste Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Goldhausen siegte mit einer Sekunde Vorsprung. Fotos: Martin Baumgartner

In Rhena gab es viel zu feiern: Die Freiwillige Feuerwehr ist 75 Jahre alt geworden, die Jugendwehr 35. Spannend waren die Wettkämpfe um den Stadtpokal, ein buntes Programm bot das Jugendzeltlager.

Korbach-Rhena. stand drei Tage ganz im Zeichen der Feuerwehr. „Fast das ganze Dorf ist hier“, meinte Stadtrat Wilhelm Kappelmann, der der Rhenaer Wehr die Glückwünsche der Stadt Korbach zum Doppelgeburtstag übermittelte. Außer den Rhenaern und ihrer Freiwilligen Feuerwehr tummelten sich auf der Wiese bei der Mehrzweckhalle rund 170 Jugendliche von 10 Jugendfeuerwehren. Sie waren zum Korbacher Zeltlager gekommen. Daran nahmen auch Gäste aus der polnischen Partnerstadt Pyritz teil: 20 junge Feuerwehrleute und ihre Betreuer waren zu Besuch in der Stadt und machten bei den Stadtpokalwettkämpfen mit, die ebenfalls in Rhena ausgetragen wurden.

Den Korbacher Stadtpokal der Einsatzabteilung nahm die Mannschaft Goldhausen 1 mit nach Hause. Sie hatte in einer hauchdünnen Entscheidung die Nase vorn (siehe Bericht unten - "Fotofinisch beim Knoten"). Die Pokalwettbewerbe der Jugendfeuerwehren entschied der Lengefelder Nachwuchs für sich. Die Gäste aus Pyritz treten die Heimreise mit einer Trophäe an: Sie schnitten bei der Dorfrallye und dem Kickerturnier am besten ab und gewannen den Lagerpokal.
Die Freiwillige Feuerwehr Rhena bekam von der Stadt auch ein Geburtstagsgeschenk, wenn auch nicht verpackt: Stadtbrandinspektor Friedrich Schmidt übergab ihnen „das lange gewünschte Notstromaggregat“ und erklärte sofort: „Das werden wir nachher bei einem kleinen Umtrunk mal testen.“ Stadtrat Kappelmann hatte Kuverts mit einer finanziellen Zuwendung für die Rhenaer Wehr mitgebracht, und Manfred Hanke vom Kreisfeuerwehrverband überreichte Wehrführer Friedrich Bunte und dem Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, Dieter Wege, eine Ehrenurkunde.
Eine ganz besondere Auszeichnung überreichte Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick: Klaus Frese aus Lengefeld erhielt das goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande des Landes Hessen für einen 40-jährigen aktiven Dienst in der Feuerwehr. Er trat 1968 in die Jugendfeuerwehr ein und wechselte 1974 in die Einsatzabteilung. Von 1998 bis 2008 war er stellvertretender Wehrführer in Lengefeld und ist außerdem seit 1990 Kreisausbilder.

Es war ein mehr als gelungenes Feuerwehrfest in Rhena, allen Beteiligten hat es sehr gut gefallen. Mit den polnischen Gästen tauschten die Feuerwehrleute Geschenke aus, und alle verstanden sich trotz Sprachbarrieren fabelhaft. Stadtjugendwart Stefan Casper ging am Samstag allerdings im Bach baden. Die Pyritzer haben ihn „getauft“. (mba)

Fotofinish beim Knoten - Goldhausen I und Lengefelder Jugend Sieger

Rhena. Ein hauchdünnes Fotofinish gab es beim Feuerwehrwettkampf der Einsatzabteilungen: Die erste Mannschaft aus Goldhausen holte den Stadtpokal – mit nur einer Sekunde Vorsprung beim Knotenknüpfen vor den Zweitplatzierten aus Lengefeld. Beide Teams hatten ein 100-Prozent-Ergebnis sowie jeweils vier richtige Knoten. So blieb den Schiedsrichtern lediglich die gestoppte Zeit als Kriterium, und auch dabei war kaum ein Unterschied zwischen den Mannschaften festzustellen: Lengefeld brauchte 27 Sekunden, Goldhausen I 26 Sekunden.Überhaupt zeigten alle teilnehmenden Wehren hervorragende Leistungen, wie Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt betonte: „Keine Mannschaft lag unter 90 Prozent, bei Schulnoten wären das alles Einsen.“ Den dritten Rang belegte Nordenbeck mit 99 Prozent vor Goldhausen II (98 Prozent) und Nieder-Ense (97). Auf die Plätze sechs und sieben kamen Helmscheid (95) und die Gastgeber aus Rhena (94).Bei den Pokalwettbewerben der Jugendfeuerwehren war das Ergebnis genau umgekehrt: Hier siegte die Mannschaft aus Lengefeld mit 1653 Punkten knapp vor Goldhausen I mit 1644 Punkten, gefolgt von Goldhausen II auf Rang drei mit 1625 Punkten. Lelbach (1621) und Rhena (1575,2) belegten die Plätze vier und fünf. Platz sechs ging an Helmscheid (1441,2) und Platz sieben an das Team aus Korbach mit 1291,4 Punkten.Den Lagerpokal, um den die Jugendwehren beim Zeltlager spielten, können die Gäste aus der polnischen Partnerstadt Pyritz mit nach Hause nehmen. Den zweiten Rang belegte die Jugendfeuerwehr aus Nieder-Ense vor Eppe auf Platz drei. Die weiteren Platzierungen lauten: Goldhausen (Rang 4), Helmscheid (5), Lengefeld (6), Lelbach (7), Meineringhausen (8) und Korbach (9). (mba)

WLZ - im Juni 2009

 

Vor 40 Jahren Grundstein gelegt

Jugendfeuerwehr Goldhausen feiert Geburtstag mit Wettkämpfen und Kommersabend

PressebildSo wie die Mitglieder der Jugendfeuerwehr aus Birkenbringhausen sprangen, sprinteten und kämpften vor allem Mannschaften aus dem Waldecker Land um den Sieg beim Bundeswettbewerb und bei der Kreisübung in Goldhausen. (Fotos: den)

Korbach-Goldhausen (den). Viel los War den ganzen Samstag über rund um das Dorfgemeinschaftshaus in Goldhausen. Während tagsüber die Jugendfeuerwehren aus dem Kreis ihre Kräfte maßen, feierten abends die Feuerwehrkameraden das 40-jährige Bestehen ihrer Jugendfeuerwehr.

Sie waren Pioniere, die zwölf Mitglieder und ihre Betreuer, als sie 1969 in Goldhausen die Jugendfeuerwehr gründeten; es gab keine Strukturen und Vorgaben, an die sie sich halten konnten. Am Samstag erinnerten sich die Goldhäuser an den Start und die Geschichte ihrer Jugendwehr.
Dass die Jugendlichen aus dem Ort inzwischen ein eingespieltes Team sind, bewiesen sie bei der Kreisübung: erster Platz. Im ebenfalls veranstalteten Bundeswettbewerb betrat der Feuerwehrnachwuchs aus Roda das Siegertreppchen.

PressebildLassen die Freude raus: die beiden Gewinnermannschaften Goldhausen I und Roda II.

Michael ickenhöfer, der als Wettbewerbsleiter auf Kreisebene bereits Erfahrungen gesammelt hat, überwachte die einzelnene Abschnitte während der Prüfung und verkündete am Ende auch die Ergebnisse. Für die besten fünf Gruppen gab es Pokale, der Rest der Mannschaften konnte sich über Urkunden und Punkte für den kreisweiten Florianscup freuen.
Die 21 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr Goldhausen, die sich neben ihrer eigentlichen Arbeit auch bei etlichen Projekten für den Ort engagieren, feierten im Anschluss an die Wettkämpfe im Dorfgemeinschaftshaus mit vielen Ehrengästen die Gründung ihrer Abteilung vor 40 Jahren.

Beim Blick zurück erinnerten sie daran, dass bereits die ersten Jugendlichen gleich im Gründungsjahr den Kreismeistertitel errangen. „Da bin ich heute noch stolz drauf“, ließ Gründungsmitglied Karl Helmut Tepel, der damals noch nicht einmal neun Jahre alt war, durchblicken. Zusammen mit Friedrich Emde erhielt er das goldene Brandschutzehrenabzeichen am Bande.
Friedhelm Schwieder, Bernd Saure, Thomas Eimer, Herbert Rieth und Gerhard Wäscher bekamen für ihre 40-jährige Vereinstreue vom Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden Manfred Hankel eine Urkunde. Seit 25 Jahren sind Torsten Emde, Arno Zenke und Andreas Sinsch Mitglieder – dafür gab’s Ehrenabzeichen in Silber.

PressebildUrkunden und Abzeichen gab es im Rahmen des Kommersabends für langjährige Mitglieder und einen „Partner der Feuerwehr".

Sinsch hatte als Vereinsvorsitzender und Wehrführer den Kommersabend eröffnet und Rückschau auf die Geschichte der Jugendwehr gehalten. Stadtrat Friedrich Bachmann, Ortsvorsteher Wolfgang Behle, Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt, Kreisjugendwart Markus Potthof sowie befreundete Wehren aus dem Umkreis gehörten ebenfalls zu den Gratulanten. Der örtliche Malerbetrieb Saure wurde für seine Kooperationsbereitschaft zum „Partner der Feuerwehr“ ernannt.

WLZ - im Mai 2009

 

Auf den Spuren der Goldgräber

Geologe Dr. Wolfgang Homann weist Goldpochmühle bei Nieder-Ense nach

PressebildKristallisiertes Berggold aus dem Eisenberg, aufbereitet aus der Itter. 28 Teilstriche in der eingeblendeten Skala entsprechen einem Millimeter. (Foto: Dr. Wolfgang Homann)

VON JÖRG KLEINE

Korbach. Goldene Pfade im Waldecker Land kennt der Geologe Dr. Wolfgang Homann so gut wie seinen Vorgarten. Derzeit arbeitet er an der umfangreichsten Dokumentation zum goldenen Erbe des Eisenbergs. Eines der Rätsel hat der Dortmunder Experte glänzend gelöst: In Nieder-Ense hat ehedem ein Pochwerk zur Goldgewinnung gestanden.

Da staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich. Mit schwerem Gerät fuhren fremde Leute diese Woche am Ortsausgang von Nieder-Ense auf. Dicke Pumpen schleppten sie auf eine Wiese am Bachlauf der Itter, dann rückte auch noch ein Bagger an.
Fünf, sechs Löffel hob er aus dem Untergrund des Flussbetts, etwa anderthalb Meter tief. Dann lud er das schlammige braune Material auf eine Folie auf der Wiese.

Historische Belege

Wie oft schon hat Dr. Wolfgang Homann in den 70er- bis 90er-Jahren Studenten zum Eisenberg geführt. Im Goldhäuser Georgs-Schacht stieg er hinab in die Unterwelt, ließ klopfen und pumpen. Mit mühseliger Arbeit erwuchsen dann etliche Goldkörnchen, die er symbolisch schon mal zu wenigen Münzen prägen ließ.
Nach Dr. Jens Kulick, dem 1996 verstorbenen Geologen, Heimatforscher und Wiederentdecker der goldenen Historie am Eisenberg, ist Homann wohl der kundigste Goldschürfer im Waldecker Land. Vor einigen Jahren ging der frühere Leiter des Naturkundemuseums Dortmund in Pension. Im Verein „Historischer Goldbergbau Eisenberg“ ist er jedoch weiter engagiertes Mitglied.2008 nahm er sich vor, die umfangreichste Dokumentation zum Gold am Eisenberg zu erstellen. Er durchforstet die bestehende Literatur, sichtet altes und neues Quellenmaterial. Dazu gehören auch Urkunden, in denen es um frühere Pochwerke geht. Denn irgendwie muss das Erz vom Eisenberg im Laufe der Jahrhundert ja verarbeitet worden sein.
Die Zeit des intensiven Goldrauschs begann um 1200 und endete spätestens mit Beginn des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648). Rund um Korbachs Hausberg gab es dabei im 15. und 16. Jahrhundert etliche Pochwerke, die durch Wasser angetrieben wurden, schildert Homann. Durch wiederholte „Waschversuche“ gelang es Homann, eines der Pochwerke an der Itter bei Nieder-Ense auszumachen.

Tonnenweise Schlamm

Diese Woche trat Homann mit seinem Team den Beweis an. Mit dabei waren Dr. Cornelia Bockrath, stellvertretende Leiterin des Naturkundemuseums Dortmund, und die erfahrene Präparatorin Hildegund Kordon. Frisch ans Werk gingen aber auch ehrenamtliche Mineralienfreunde wie Josef Volmari (76), Georg Scholz, Ulrich Bode (70) und Peter Thomalzig. Sie alle haben Homann schon bei vielen Goldwäschertouren begleitet.

PressebildGlück gehabt: Hildegund Kordon (I.) und Dr. Cornelia Bockrath haben mit der Lupe ein Goldkorn aus der Itter entdeckt. (Fotos: jk)

An der Itter schlugen sie ihr (genehmigtes) Camp für drei Tage auf. Flugs grüßte der „Long Tom“, eine amerikanische Waschapparatur, dahinter führte eine finnische Waschrinne zurück zur Itter. Schüppe für Schüppe trug Homanns Team dann Schlamm und Kies aus der Itter zur Waschstraße.
Gold schwimmt nicht einfach so im Bach, sondern lagert sich wegen seines hohen spezifischen Gewichts unten im Bachbett ab. Der Schlamm wird dann über die Waschrinnen gespült, wobei feines, schweres Material an Riffeln der Waschrinnen hängen bleibt. So entstanden aus fünf Kubikmetern Schlamm zwei Eimer voll Konzentrat, das Homann mit nach Dortmund nahm. Himmelfahrt meldete Homann einen schönen Erfolg: Das nochmals gewaschene Konzentrat barg eine Messerspitze voller Goldkörnchen, die unter dem Mikroskop leuchteten.

Pochwerk vor 500 Jahren

Nun lässt sich mit hohem Aufwand auch heutzutage in fast allen Waldecker Bächen noch Gold waschen. Was also liefert den Beweis, dass in Nieder-Ense vor 500 Jahren die gesuchte Pochmühle stand?
Gold, das im Fluss über längere Strecken transportiert wurde, ist abgerundet – wie Kies. Kristalle aus ursprünglichem Berggold sind dagegen gratig, noch verwachsen mit Gestein. Zudem setzten die Pochwerke früher Quecksilber ein, um das Gold in Amalgam zu binden.

PressebildDr. Wolfgang Homann (I.), Georg Scholz und Josef Volmari waschen am „LongTom".

Quecksilber löst Gold zunächst auf, bei späterem Erhitzen verdampft das Quecksilber – und weitgehend reines Gold bleibt übrig. Dieses Verfahren war vor 500 Jahren in Waldeck üblich. Überdies gibt es im Gestein des Eisenbergs typische andere Mineralien – wie das Selenerz „Clausthalit“ oder den weichen, grünen Libethenit.
Genau diese Mixtur fand Homann im Konzentrat aus der Itter bei Nieder-Ense. Also muss dort, rund 20 bis 30 Meter von der Waschstelle, früher das Pochwerk gestanden haben.
So kann Homann nunmehr ans nächste goldene Kapitel des Waldecker Landes gehen.

WLZ - im Mai 2009

 

Ein tolles Team: Sportlich fit und erfolgreich 40 Jahre Jugendfeuerwehr

Goldhausen - Großer Pokalwettbewerb am Samstag - Zehnmal Kreismeister

PressebildDie Jugendfeuerwehr Goldhausen feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Unser Bild zeigt die Mitglieder der Gruppe zusammen mit den Jugendwarten Stefan Frese (I.), Marc Saure (r.) und Kerstin Zenke. (Foto: pr)

Korbach-Goldhausen (r). Anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens richtet die Jugendfeuerwehr Goldhausen am Samstag einen Pokalwettbewerb für Jugendfeuerwehren aus. Insgesamt werden 31 Mannschaften aus dem ganzen Landkreis erwartet.

Am Abend ab 19 Uhr findet zusätzlich ein Kommersabend statt, bei dem auf die vergangenen 40 Jahre zurückgeblickt wird.
Die Jugendfeuerwehr Goldhausen wurde im Jahre 1969 von zwölf Jungen gegründet. Heute besteht sie aus 16 Jungen und fünf Mädchen. Erste Jugendwarte waren Willi Straußberg und Günther Vahland. Es folgten Wolfgang Behle und Wilfried Jesinghausen. Ihre Stellvertreter waren Gerhard Wäscher und Karl-Wilhelm Butterweck. Besonders hervorzuheben sind die Jugendwarte Dirk Straußberg und Dirk Wilke, die das Amt insgesamt 17 Jahre innehatten. Seit 2005 sind Stefan Frese und Marc Saure Jugendwarte. Seit letztem Jahr wird das Team noch durch Kerstin Zenke verstärkt.

In den vergangenen 40 Jahren feierte die Jugendfeuerwehr große Erfolge. Bereits in ihrem Gründungsjahr wurde die Jugendfeuerwehr Kreissieger. In den Jahren von 1973 bis 1981 wurde dieser Erfolg neunmal in Folge wiederholt. Im letzten Jahr wurde der Stadtpokal zum elften Mal hintereinander gewonnen. Darüber hinaus stehen viele weitere Siege, insbesondere auf Kreisebene und zwei Teilnahmen an Landesentscheiden in der Statistik. Aber nicht nur Wettbewerbe und feuerwehrtechnische Ausbildung stehen bei der Jugendfeuerwehr Goldhausen auf dem Dienstplan. Ebenso gehören gesellige Aktionen wie die Teilnahme an Zeltlagern, aber auch sportliche und kulturelle Veranstaltungen dazu. Seit dem Jahr 2000 besteht eine freundschaftliche Beziehung zur Feuerwehr in der tschechischen Partnerstadt Vysoké Mýto. Für die sportliche Fitness sorgen Fußballspiele, Besuche in der Willinger Kletterhalle und im Winter Sportstunden in der Lengefelder Halle. Die Jugendlichen nehmen regelmäßig an Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen teil. Für genügend Geld in ihrer Kasse sorgten die Jugendlichen immer wieder selbst durch die Abholung von Altpapier, Verteilung von gelben Säcken und die Durchführung des jährlichen Osterfeuers.

WLZ - im Mai 2009

 

"Ich habe echtes Gold gefunden"

Saisoneröffnung im Besucherbergwerk in Goldhausen - viele kleine Entdecker unterwegs

PressebildGlückauf: Den ganzen Sonntagnachmittag machten sich zur Saisoneröffnung Besuchergruppen auf den Weg in den Stollen. (Fotos: resa)

Korbach-Goldhausen (resa). Mit Schippe, Karre und Hacke hatten die Grubenführer in den vergangenen Monaten alles vorbereitet. Gestern eröffneten sie nun mit vielen Besuchern die neue Saison im Goldbergwerk in Goldhausen.

Benedikt und sein Papa sind ganz aufgeregt: "Ich habe echtes Gold gefunden", erklärt der kleine Entdecker stolz und präsentiert die Schiefersteine, die er am Rande des Stollens entdeckt hat. An vier Samstagen haben die Grubenführer des Besucherbergwerks die Steine aus dem Stollen gefahren, um Platz für einen neuen Stollengang zu machen. Während der Saisoneröffnung entdecken kleine und große Abenteurer nun manch eine Schiefertafel mit schmuckvollen Goldverzierungen in den Schuttbergen.
Mit einer Andacht mit Pfarrer Burkhard Uffelmann hat der betriebsame Tag am Goldbergwerk am Morgen begonnen. Traditionell stimmen die Sänger des gemischten Chores Eisenberg dann das Bergmannslied an, bevor die ersten Besucher auf Entdeckungsreise im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen gehen.

PressebildFranca (4) und Lucas (7) erkunden die Bergwelt in Goldhausen.

"Im Moment haben wir unter Tage noch eine Baustelle", erklärt Dieter Stede vom Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg". Denn bereits in der nächsten Saison sollen die Besucher durch einen Seitengang weitere 200 Meter Bergwelt erkunden können. Bis das so weit ist, werden die Helfer aber noch viele Karren Gestein aus dem Seitengang wegräumen müssen. Und so klettern die Besucher des Bergwerks vorerst auf rund 250 Metern in den Stollen. "Das wird sicher ganz schön spannend", mutmaßt der siebenjährige Lucas. Gemeinsam mit anderen kleinen Entdeckern wartet der Korbacher geduldig, bis die ersten Lichter der anderen Besuchergruppe im Stollen auftauchen. "Jetzt sind wir endlich dran", sagt er dann erleichtert und rückt seinen Helm zurecht.
Viele Familien, die den letzten Osterferientag in Goldhausen verbringen, machen sich mit Gummistiefeln, Regenjacken und Schutzhelmen auf den Weg unter Tage. "Ganz schön kalt da drin", stellt Lucas fest, als er nach einer halben Stunde wieder aus dem Stollen klettert. Recht hat er: Denn während sich die Sonne über Tage gegen die Regenwolken durchgesetzt hat, misst das Thermometer im Bergwerk immer noch rund acht Grad. "Außerdem ist es ganz schön hell hier draußen", stellen auch die anderen Kinder fest. Schließlich haben sich die Grubenführer dafür entschieden, auch künftig kein elektrisches Licht im Bergwerk anzuzünden. "Damit wäre der Reiz verloren", ist Stede sicher.

Die Besichtigung des Bergwerks ist für Gruppen nun bis Oktober täglich nach Anmeldung unter Telefon 05631/53232 möglich. Für Einzelpersonen und kleine Gruppen finden Führungen am Wochenende, im Wechsel samstags und sonntags statt. Der Eintritt beträgt für Kinder 3,50 Euro und für Erwachsene sieben Euro.

WLZ - im April 2009

 

Schuften im Goldbergwerk

Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" erweitert den Besucherstollen

PressebildMit Helm, Geleucht und Muskelkraft packte der Goldbergwerk-Verein kräftig an. Der Besucherstollen wird erweitert. (Foto: jk)

Korbach - Goldhausen (jk). Am 19. April ist Saisoneröffnung an Deutschlands größter historischer Goldlagerstätte. Heute legten sich die "Goldgräber" schon mal ins Zeug für die Saison 2010. Dann soll ein neues Abenteuer zum Eisenberg locken.

Das Besucherbergwerk in Goldhausen lebt von ehrenamtlichem Einsatz. Am Wochenende bewies ein gutes Dutzend Vereinsmitglieder wieder ordentlich Muskelschmalz, um den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen in Zukunft noch attraktiver zu gestalten.

Mit Erlaubnis des Bergamts und Unterstützung von Experten der westfälischen Grube Dreislar begann der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg", einen Seitengang im Stollen neu freizulegen. Der Querschlag wurde Ende der 70er-Jahre vorangetrieben, damals unter Regie des Geologen und Heimatforschers Dr. Jens Kulick. Der Abzweig nach rechts, mitten im Stollen, führt rund 200 Meter tief in den Berg. Für Besucher ist der Gang allerdings bislang gesperrt. Noch - denn 2010 sollen sich hier zusätzliche Abenteuer für Gäste aus nah und fern öffnen (wir berichteten).

PressebildIn einem Seitengang muss Schutt freigeräumt werden. (Foto: jk)

Am kommenden Samstag, 28. März, ab 9 Uhr folgt die zweite Arbeitsaktion des Vereins, um Schutt aus dem Weg zu räumen und den Eingang zum Querschlag neu abzusichern. Helfer sind willkommen.
Eine fachmännische Bohrung soll dann später für die nötige Bewetterung, also zusätzliche Luftzufuhr, sorgen: von oben durch den rund 300 Millionen Jahre alten Fels des Eisenbergs in den Seitengang hinein.
Im Eisenberg bauten Goldgräber vor allem zwischen 1200 und 1618 das edle Erz ab. Doch auch im 20. Jahrhundert gab es immer wieder neue Versuche - auch von kanadischen und australischen Firmen.

Buchungen für Besucherführungen bei der Stadt Korbach (Tel. 05631/53232). Ansprechpartner für den Verein ist Wolfgang Behle in Goldhausen (Tel. 05631/61633).

WLZ - im März 2009

 

Schokolade ist immer eine Sünde wert

Isabell Jost aus Goldhausen ist Konditorin, in ihrer Freizeit kreiert sie Pralinenvariationen und Hochzeitstorten

PressebildVorher und nachher: Isabell Jost befüllt die künftigen Mousse-au-Chocolat-Pralinen mit ihrer Geheim-Füllung. (Fotos: resa)

VON THERESA DEMSKI

Korbach-Goldhausen. "Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel, man weiß nie, was man bekommt": Was Forrest Gump weiß, weiß Isabell Jost schon lange. Schließlich entscheidet die 21-Jährige in ihrer Goldhäuser Küche täglich, mit welchen Köstlichkeiten die kleinen Schokoladenhüllen befüllt werden.

Die Schokolade kocht leise vor sich hin, während die Vollmilchhülsen Reihe in Reihe auf ihren großen Auftritt warten. „Das Prinzip ist im Grunde immer das gleiche, nur die Füllungen variieren“, erklärt Isabell Jost und rührt vorsichtig die warme Sahne unter die Schokolade. Karamell, Himbeer-Sekt-Creme, Nuss oder Nougat: Das Sortiment ist breit und wird mit jedem Tag größer. „Vor allem Pralinen ohne Alkohol sind im Kommen“, weiß die junge Frau und greift zu zwei kleinen Kelchen: „Jetzt noch ein bisschen Geheimnis und schon ist die Mousse-au-Chocolat-Füllung fertig“, schmunzelt die 21-Jährige.

Meisterin mit 20 Jahren

Die Küchengeheimnisse hütet die junge Goldhäuserin gut, schließlich sollen ihre kleinen Naschwerke am Ende die besondere Note haben. Jede Schokohülse erhält vorsichtig eine kleine Portionierung. „Eine gute Praline braucht drei Tage“, erklärt die Fachfrau. Am ersten Tag werden die Hülsen befüllt, am zweiten mit Schokolade geschlossen und am dritten Tag verziert. Jeder Vorgang ist bei der Konditormeisterin längst Routine und jedes Instrument hat in der Küche seinen Platz.
„Ich habe schon immer gern gebacken“, erzählt die Goldhäuserin, „weniger des Essens wegen, sondern weil ich die Kreativität liebe.“ Also machte sie ihr Hobby zum Beruf, fing während eines Praktikums bereits mit 15 Jahren Feuer und begann mit 16 eine Ausbildung im Korbacher Café Weltecke. Doch erst in einer kleinen Konditorei in Winterberg, in der Isabell Jost nach ihrer Gesellenprüfung kurz arbeitete, entdeckte sie ihre wahre Leidenschaft. „Ich lernte die Kunst des Pralinenmachens, baute Baumkuchen und bin als Konditorin erst aufgeblüht“, erinnert sie sich glücklich.

Bereits mit 20 Jahren hatte sie den Meisterbrief in der Tasche, arbeitete schließlich wieder in Winterberg, bevor das kleine Café schließen musste. „Ich übernahm damals die kompletten Instrumente“, erzählt sie, „aber für ein eigenes Café war ich einfach noch zu jung.“ Also machte sie sich auf die Suche nach Arbeit und fand eine Gesellenstelle im „Café von der Heide“ in Willingen. „Die Leidenschaft für Pralinen aber blieb“, erzählt sie. Und so eröffnete sie in ihrer kleinen Goldhäuser Küche eine kleine private Confiserie, in der seit Ende des vergangenen Jahres Hunderte kleiner Köstlichkeiten durch Kakao, Himbeerpulver, Schokolade oder Kokos gerollt wurden.

Jeden Morgen um vier klingelt der Wecker, am Nachmittag kehrt sie aus Willingen zurück. „Dann experimentiere ich noch mit meinen Pralinen oder backe vorbestellte Hochzeitstorten“, erzählt die junge Künstlerin. Immer mal wieder entsteht eine neue Kreation. „Während die einen Versuche glücken, scheitern andere“, lacht sie, „aber durch alle lerne ich dazu.
“Unterstützung bekommt sie dabei nicht nur von Mutter Ilselore, sondern auch von ihrer Großmutter. „Von ihnen habe ich schließlich die Kreativität geerbt“, betont die junge Konditorin. Ihre Produkte hat Familie Jost im großen Stil zum ersten Mal beim Lelbacher Eiermarkt präsentiert. „Ich war furchtbar aufgeregt, ob die Leute meine Kreationen überhaupt kaufen würden“, erzählt Isabell Jost. Doch die Sorge löste sich in Luft auf, als sich lange Schlangen an ihrem Stand bildeten.

„Künftig wollen wir auch an anderen Märkten teilnehmen“, plant die Zuckerbäckerin, die Pralinen und Torten inzwischen auf Bestellung liefert – professionell verpackt in Geschenkdosen. Einen großen Traum hat Isabell Jost für die Zukunft noch: „Irgendwann möchte ich mein eigenes Café haben“, sagt sie, „aber erst, wenn es wirklich an der Zeit ist.“

WLZ - im März 2009

 

Saisoneröffnung am 19. April

Historischer Goldbergbau Eisenberg: Im März beginnt Ausbau für mehr Abenteuer

PressebildDa geht's lang: Weit über 2000 Besucher kamen in der vorigen Saison zur goldenen Entdeckungsreise im Eisenberg. (Archivfoto: jk)

Korbach-Goldhausen (jk). Das Goldbergwerk zeigt weiter Glanz: Weit über 2000 Besucher kamen in der vorigen Saison zu Deutschlands größter historischen Goldlagerstätte. Im März soll der Ausbau für noch mehr Abenteuer beginnen.

„Die Aussichten sind sehr gut“, blickte Claus Günther bei der Jahreshauptversammlung in Goldhausen nach vorn. Mit viel ehrenamtlichem Muskelschmalz, fachkundiger Hilfe und möglichst auch europäischen Fördergeldern soll ein weiterer Seitengang im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen endlich erschlossen werden.
Dazu möchte der Verein „Historischer Goldbergbau Eisenberg“ das Leader-Programm für die Regionalentwicklung des Naturparks Diemelsee anzapfen. Rund 250 Meter Stollen sind seit Jahren für Besucher erschlossen. Ein Abzweig mitten im Bergwerk mit weiteren 200 Metern soll hinzukommen. Doch stellt sich der Ausbau „schwieriger dar als zunächst gedacht“, erklärte Vereinschef Wolfgang Behle vor den Mitgliedern.

Über 30000 Euro wird die Erweiterung vermutlich kosten. Das betrifft vor allem eine nötige Bohrung zur „Bewetterung“, um die Luftzufuhr im Seitengang zu sichern. Derzeit laufen die Gespräche zur Genehmigung durch das Bergamt und einen entsprechenden Betriebsplan, erläuterte Claus Günther, Vereinsmitglied und Korbacher Stadtmarketingexperte. Eine Spezialfirma aus Hessisch Lichtenau soll die Bohrung dann fachmännisch durchführen.
Während die neue Saison am Eisenberg am 19. April feierlich eingeläutet wird, öffnet sich der zusätzliche Seitengang aber voraussichtlich erst 2010 für Besucher.
Dennoch heißt es für den Verein, schon in den nächsten Wochen kräftig anzupacken: Am 21. und 28. März wollen die Vereinsmitglieder mit Unterstützung von Fachleuten der Grube Dreislar schon mal „Hand anlegen“. Dabei soll der Übergang in den Seitenstollen von Schutt befreit und nach oben neu abgestützt werden. Die Genehmigung für diese Vorarbeit ist bereits da.
Freiwillige Helfer sind für die Arbeitsaktionen willkommen. Ebenso kann der Verein weitere Spenden gut gebrauchen. Auch zusätzliche Besucherführer sind gern gesehen. Sie erhalten zuvor Schulungen, um dann Gäste in die goldene Unterwelt des Korbacher Hausbergs zu begleiten.

Besonderes Lob gab es bei der Hauptversammlung abermals für Dieter Stede und Friedrich Bachmann, die das Gros der Besucherführungen in den vergangenen Jahren übernommen haben.
Immer mehr Buchungen kommen dabei etwa von Gruppen aus der Korbacher Jugendherberge, berichtete Kassenwart Karl-Helmut Tepel.

WLZ - im Februar 2009

 

Dreifach Helau für Goldhausen

"Unser Dorf" lud ein zum Karneval - Da blieb kein Auge trocken

PressebildDie reifen Pflaumen am Baum wussten so einiges zu erzählen - sehr zum Vergnügen der Goldhäuser Zuhörer. (Foto: pr)

Korbach-Goldhausen (r). Zuletzt feierten die Goldhäuser vor zwei Jahren Karneval - entsprechend motiviert gingen sie in diesem Jahr zu Werke. Unter dem Motto "Von allen - für alle" hatte der Verein "Unser Dorf Goldhausen" die närrische Veranstaltung organisiert.

Als Conférencier führte Karl-Helmut Tepel durch den Abend. Mit einer gelungenen Mischung aus Büttenreden, Tänzen und Sketchen bot Jung und Alt aus dem Ort ein abwechslungsreiches Programm.

Uu Beginn wurden vom Goldjupp die aktuellen Nachrichten aus dem Dorf verkündet. Weil dabei so mancher aufs Korn genommen wurde, blieb beim Publikum kein Auge trocken. Anschließend konnte man die reifen Pflaumen am Baum zu "Im Garten sind die Pflaumen reif" betrachten, vorgetragen von einer Frauengruppe. Was man sonst nur aus dem Privatfernsehen kennt, folgte sodann im Dorfgemeinschaftshaus: Es gab eine Werbeeinlage. Deren Ziel war es allerdings nur, eine weitere Lachsalve auszulösen. Begeistert war das Publikum von der neuen Goldhäuser Funkengarde. Nach ihrem Tanz wurde sie nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen. Etwas vom "unverstandenen Mann" und auch von einer "verspäteten Hochzeitsreise" wurde den Närrinnen und Narren bei zwei Büttenreden berichtet. "Macht nix, macht nix, Du bist einfach blank" befanden die "Goldhäuser Hofsänger" in ihrem Lied zur Finanzkrise und ihren Auswirkungen. Mit einer Gymnastikstunde vorm Fernseher wurden die Zwerchfelle des Publikums erneut strapaziert, denn die beiden Turner bemerkten nicht, dass eigentlich eine Kochsendung lief. Kaum ließen drei Müllmänner ihre Mülltonnen auf der Bühne zurück, schon erklang daraus "Mana Mana", eine bekannte Melodie aus der Sesamstraße. Bevor die Cowboys und Indianer mit ihrem Tanz das Programm beendeten, sang der extra angereiste Amerikaner "Tränen lügen nicht".

Nach drei Stunden kunterbuntem Karnevalsprogramm feierten die Goldhäuser noch bis in die Nacht hinein weiter.

WLZ - im Februar 2009

 

Neue Strukturen im Vereinsvorstand

Goldhäuser Schützen ehren in der Jahreshauptversammlung treue Mitglieder

PresseFreuen sich über die Ehrung: Hartmut und Hannelore Scharfe, Willi Grebe, Armin Bartmann (v.l.). (Foto: pr)

Korbach-Goldhauen (r). Neuwahlen standen bei der Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Goldhausen auf der Tagesordnung.

Zufrieden blickte Vorsitzender Armin Bartmann auf die vergangene Saison zurück. Vor allem der Stadtmeistertitel für die Goldhäuser Schützen gehörte zu den Glanzpunkten. Auch Willi Grebe, ehemaliger Schießwart, freute sich über sportliche Erfolge und erinnerte an den erfolgreichen Klassenerhalt aller drei Mannschaften. Vereinsmeister wurden Dominik Mütze, Micha Zenke, Erich Becker, Karl-Helmut Tepel und Bernd Mütze. Eine wichtige Neuerung stand für den Verein bei der Zusammensetzung des Vorstandes an: Der besteht künftig aus einem geschäftsführenden und einem erweiterten Vorstand. Gleichzeitig beschloss die Versammlung eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages, um auch zukünftig den Schießbetrieb aufrechterhalten zu können. Dafür soll auch eine starke Vereinsführung sorgen, die während der Versammlung neu zusammengesetzt wurde: Roland Fabinger übernahm das Amt des Schießwartes, nachdem sich Willi Grebe in den "Ruhestand" verabschiedet hatte. Sarah Nicole Behle wird Frauenwartin und Ina Hartmann-Klinker unterstützt nun den gewählten ersten Jugendwart Jens Hartmann. Vorsitzender Armin Bartmann, sein Stellvertreter Dirk Vahland, Kassierer Frank Mütze und Schriftführerin Sylvia Bartmann wurden wiedergewählt. Micha Zenke wurde zum neuen Jugendsprecher ernannt.

Ausgezeichnet wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft Irmgard Schmutzer sowie Hannelore und Hartmut Scharfe mit der Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes in Gold.

WLZ - im Februar 2009

 

Rege Jugendarbeit bei Feuerwehr Goldhausen

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Goldhausen - 2000 Stunden ehrenamtlicher Dienst - Ehrungen

Ehrungen und Beförderungen bei der Feuerwehr Goldhausen, von links nach rechts: Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt, Willi Straußberg, Wehrführer Andreas Sinsch, Stefan Frese, Wilfried Vahland, Marian Frese, Albert lllian, Silvio Frese, Marc Saure, Corinna Schüttler, Stadtrat Wilhelm Kappelmann, Nicole Westmeier, Edelgard Tepel, Friedrich Zenke, Kerstin Zenke und der stellvertretende Stadtbrandinspektor Carsten Vahland. (Foto: pr)

Korbach-Goldhausen (r). Insgesamt sechsmal wurde die Feuerwehr Goldhausen letztes Jahr alarmiert. Davon berichtete Wehrführer und Vereinsvorsitzender Andreas Sinsch in der Jahreshauptversammlung. Mit der Teilnahme an Wettkämpfen, übungen und sonstigen Aktivitäten wurden über 2000 Stunden ehrenamtlicher Dienst geleistet.

Neben zwei Fehlalarmen rückte die Wehr zu vier Hilfeleistungen aus. Nach einem schweren Hagelschauer im Mai musste Wasser aus einigen Kellern gepumpt werden. Im Juni folgte ein Wohnungsbrand in Hillershausen und im Juli ein Schornsteinbrand in Alleringhausen. Bei dem letzten Einsatz des Jahres musste eine in Brand geratene Strohballenpresse bei Nordenbeck gelöscht werden.
Breiten Raum nahmen die Vorbereitung und Teilnahme an Leistungsentscheiden und Wettkämpfen ein. Beim Kreisentscheid in Korbach qualifizierte sich die Mannschaft mit dem vierten Platz für den Bezirksentscheid. Beim Stadtpokal eine Woche später belegte das Team aus Goldhausen den ersten Platz. Mit dem dritten Platz beim Bezirksentscheid in Vellmar wurde die Fahrkarte zum Landesentscheid gelöst, bei dem der vierte Platz erreicht wurde. Im Herbst fand eine sehr realistische Einsatzübung gemeinsam mit den Feuerwehren aus Nordenbeck und den Ense-Dörfern auf einem Aussiedlerhof in Nieder-Ense statt. Aus einer verqualmten Scheune mussten verletzte Menschen gerettet werden. Bei einem übungsabend zusammen mit der Feuerwehr Korbach wurde auf dem Gelände eines Korbacher Schrotthändlers ein Hilfseinsatz mit Schneidgerät und Spreizer an einem Bus geübt.

Jugendwart Stefan Frese berichtete über die rege Teilnahme der Jugendlichen an den vielfältigen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Das Jugend-Team beteiligte sich an vielen Wettbewerben und erreichte überall gute Platzierungen. Beim Kreisentscheid schafften es die Jugendlichen auf Platz zehn. Ein 24-Stunden-Berufsfeuerwehrtag im Oktober, ein Besuch im Korbacher Stützpunkt sowie übungen in Lengefeld und Goldhausen standen ebenfalls auf dem abwechslungsreichen Jahresprogramm. Höhepunkt für die Feuerwehr Goldhausen im letzten Jahr aber war die Fahrt in die Korbacher Partnerstadt Vysoké Mýto mit Zwischenstopp in Dresden. Es war bereits der dritte Besuch bei den tschechischen Kameraden, die erneut ein interessantes Programm zusammengestellt hatten.
Nach den Grußworten von Stadtrat Wilhelm Kappelmann, Ortsvorsteher Wolfgang Behle und Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt wurden Beförderungen und Ehrungen vorgenommen. Schmidt überreichte das hessische Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber an Kerstin Zenke und Stefan Frese sowie in Gold an Marc Saure. Zur Feuerwehrfrau beförderte er Nicole Westmeier, Corinna Schüttler zur Oberfeuerwehrfrau und Marian Frese zum Oberfeuerwehrmann. Silvio Frese darf sich nun Hauptfeuerwehrmann nennen.

Das Abzeichen des Kurhessisch-Waldeckischen Feuerwehrverbandes erhielt Edelgard Tepel für 25-jährige Mitgliedschaft. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Albert Illian, Willi Straußberg und Wilfried Vahland ausgezeichnet. Friedrich Zenke erhielt nachträglich die Ehrung für 40 Jahre im Verein. Schmidt überreichte der Feuerwehr Goldhausen eine elektrische Tauchpumpe als Ergänzung ihrer Ausrüstung, da auch in Zukunft mit weiteren Hochwassereinsätzen zu rechnen sei.

WLZ - im Februar 2009

 

Gesang ins Golddorf zurückgebracht

Gemischter Chor Eisenberg: Ehrungen für Wiederbegründer und treue Vereinsmitglieder

PresseHergehört: Die Damen und Herren um Chorleiter Arno Huthwelker (links) begrüßen die Gäste der Versammlung musikalisch. (Bild rechts)
Dem Chorverbunden (v.l.): Bezirksvorsitzende Annelies Weibel. Ehrenchorleiter Hartmut Scharfe, Lore Nolte, Katarina Emde, Hannelore Scharfe, Helmut Tepel, Marlies Gernandt, Karl-Friedrich Wilke, Doris Wäscher, Dirigent Arno Huth-welker, Erika Wilke, Ortsvorsteher Wolfgang Behle, Vorsitzender GüntherVahland, Ehrenmitglied Heinrich Tepel. (Bild weiter unten)  (Fotos: nv)

Korbach - Goldhausen (nv). "Das Lied beherrscht die ganze Welt, weil es die Menschheit aufrecht hält": Welch hohen Stellenwert der Gesang in Goldhausen genießt, betonen die Mitglieder des gemischten Chores Eisenberg mit diesem Sängergruß zu Beginn ihrer Jahreshauptversammlung. Am Samstagabend ehren sie im Dorfgemeinschaftshaus vier Sangesfreunde, die den 1923 gegründeten Verein vor 60 Jahren - nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges-wiederbegründeten und damit den Gesang nach Goldhausen zurückbrachten.

Allen voran zeichnen Vorsitzender Günther Vahland und Ortsvorsteher Wolfgang Behle Ehrenmitglied Heinrich Tepel aus. Er unterstützt den Verein inzwischen als passives Mitglied. Seit 1949 aktiv dabei sind Lore Nolte, Helmut Tepel und Reinhold Krüger. Krüger, der zwar nie seinen Heimatchor, dafür aber zahlreiche Gesangvereine im Waldecker Land leitete, kann die Ehrung allerdings nicht persönlich entgegennehmen. Ein Termin mit dem gemischten Chor Nordenbeck hat Vorrang.

Wichtiges Stück Kultur

PresseUrkunden und Ehrennadeln für aktive Mitgliedschaft überreicht Annelies Weibel, Vorsitzende des Sängerbezirks Korbach, darüber hinaus an fünf weitere Goldhäuser: Auf 50 Jahre Chorarbeit blicken Ehrenchorleiter Hartmut Scharfe, Hannelore Scharfe, Marlies Gernandt und Karl-Friedrich Wilke zurück. Katarina Emde ist seit 25 Jahren dabei. Des Weiteren erhalten neben Heinrich Tepel fünf einst aktive, heute passive Mitglieder eine Ehrenurkunde: Erika Wilke, Heinrich Schüttler, Gertrud Haase und Elfriede Kuhnhenn gehören dem Verein seit 40 Jahren an, Doris Wäscher ist vor 25 Jahren eingetreten. "Ich danke Ihnen für Ihre langjährige Singbereitschaft und wünsche Ihnen, dass Sie gesund und fröhlich bleiben und Ihre Stimme noch lange hübsch erklingen lassen können", würdigt Weibel die außergewöhnlichen Sänger. "Vielen Dank, dass Ihr das kulturelle Leben im Dorf hochhaltet", fügt der Ortsvorsteher hinzu. Und auch Vahland hofft, dass die Geehrten dem Chor noch viele Jahre erhalten bleiben - denn um den Nachwuchs ist es in Goldhausen wie vielerorts nicht gut bestellt.70 Mitglieder, darunter 30 Aktive, zählt der gemischte Chor Eisenberg derzeit. Das Durchschnittsalter der Sänger liegt bei 56,3 Jahren. "Unsere Mitgliederzahl ist konstant, aber beim Alter mussten wir im Vergleich zu 2007 wieder ein Jahr draufpacken", verdeutlicht der Vorsitzende die Situation und ruft auf, für den Verein zu werben. Positiv stimmt ihn jedoch, dass der Chor "in Zeiten, in denen andere schon aufgeben mussten", immer noch 30 Sänger hat.

35 Proben, 24 Auftritte

2008 kommen diese zu 35 übungsabenden, fünf Proben mit dem gemischten Chor Nordenbeck und 24 Auftritten zusammen, berichtet Schriftführerin Ilselore Jost im Jahresrückblick. Ob bei Familienfeiern, Festen befreundeter Vereine oder Gottesdiensten - die Damen und Herren sind immer gern gesehen. Ein musikalischer Gruß gehört beispielsweise bei der Eröffnung des Besucherbergwerkes nach der Winterpause sowie beim Pfingst- und Weihnachtsgottesdienst fest zum Programm. Dass die Goldhäuser sich nie mit dem bestehenden Repertoire zufriedengeben, beweisen sie beim Altstadt-Kulturfest in Korbach. Zusammen mit den Nachbarn aus Nordenbeck bringen sie erstmals den Klassiker "Aber dich gibt's nur einmal für mich" zu Gehör.

Um Nachwuchs werben

"Bisher war ich immer mit euch zufrieden", lobt Chorleiter Arno Huthwelker die Sänger. Sein Rückblick auf 2008 fällt - wie in Goldhausen bekannt und beliebt - humorvoll aus. Die Augen vor den Nachwuchssorgen des Vereins verschließt der Dirigent dennoch nicht: "Vielleicht können wir allen Konfirmanden in Zukunft ein Glückwunschschreiben, verbunden mit drei kostenlosen übungsstunden schicken", schlägt er vor. "Oder wir gründen zum Pfingstfest einen Projektchor mit etwas anderem Liedgut", hat einer der Sänger gleich eine weitere Idee parat. "Ich hoffe, dass eure Worte auf fruchtbaren Boden fallen", betont Ortsvorsteher Behle, bevor der Vorstand nach Verlesung des Kassenberichts durch Kassiererin Sabine Gernandt-Krüger entlastet wird.

Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung verkündet Vahland die Termine für 2009: 7. Februar "Unser Dorf" feiert Karneval, 8. März 100 Jahre Männergesangverein Eppe, 29. März Bezirkskonzert in der Korbacher Nikolaikirche anlässlich 100 Jahre Peters Gesangverein, 14. April Bergwerkseröffnung, 1. Mai traditionelles Maisingen, 30. und 31. Mai Pfingstfest des gemischten Chores, 20. Juni Familientag in Korbach, 21. Juni Freundschaftssingen in Lelbach, 4. Juli Altstadt-Kulturfest Korbach, 19. September Liederabend in Lelbach. "Obwohl die Besucherzahlen beim Pfingstfest rückläufig sind, wollen wir es in diesem Jahr noch einmal versuchen", erläutert Vahland. Sänger, Feuerwehrkameraden und Schützen organisieren das Fest im Wechsel. "Wir sollten uns aber überlegen, ob ein Sängerabend im Sommer künftig nicht sinnvoller ist", blickt der Vorsitzende in die Zukunft.

Auskünfte zum Chor

Vor dem gemeinsamen Abendessen bittet der Chor noch einmal um Gehör. Mit dem Sängergruß schließt sich der Kreis: "Das Lied beherrscht die ganze Welt, weil es die Menschheit aufrecht hält. Wenn Freunde auseinandergehn, dann sagen sie auf Wiedersehn."

WLZ - im Februar 2009