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Chronik der Presseberichte aus 2010

Presseberichte 2010

 

Korbachs "Goldader" pulsiert

Besucherbergwerk Goldhausen: Claus Günther zieht erfreuliche Bilanz

BesucherbergwerkLöcher wie in einem Schweizer Käse: Fachleute des Naturkundemuseums Dortmund nahmen den Eisenberg wiederholt unter die Lupe. Dr. Wolfgang Homann (r.) und Museumsleiterin Dr. Cornelia Bokrath (2.v.r.) trugen Ergebnisse auch beim Symposium zur "Korbacher Spalte" vor. Archivfoto: jk

Die Besuchersaison am Eisenberg ist prima gelaufen. Rund 2000 Gäste ließen sich in die goldene Unterwelt führen. Nächstes Jahr locken neue Attraktionen.

VON JÖRG KLEINE

Korbach. Das verflixte siebte Jahr brachte für den Verein "Historischer Goldbergbau" einige Herausforderungen. Viel Muskelschmalz war beim weiteren Ausbau des Besucherstollens gefragt. Denn der auserwählte Querschlag von rund 200 Metern darf nur mit entsprechender bergtechnischer Sicherung fürs Publikum geöffnet werden.
Ehrenamtlich gingen Vereinsmitglieder und weitere Helfer aus Goldhausen ans Werk, um einen zerfallenen Durchgang sicher herzurichten.
Verwirklicht hat der Verein zuletzt auch den erforderlichen "Bewetterungsschacht". Eine Spezialfirma aus Hessisch Lichtenau setzte von oben eine 50 Meter tiefe Bohrung, die für zusätzliche Luftzirkulation sorgt (wir berichteten). Damit können Besucher künftig einen neuen Teil der Goldhäuser Unterwelt erobern.
Parallel hat der Verein eine Goldwaschanlage in der abgelaufenen Saison eingerichtet. Im Garten des Zechenhauses sollen sich damit vor allem Kinder als "Goldschürfer" tummeln.
Für beide Projekte flössen Fördermittel aus dem "Leader-Programm" zur Regionalentwicklung. Den Löwenanteil hat der Verein indes selbst aufgebracht - rund 40 000 Euro.

Somit zieht der Korbacher Stadtmarketing-Experte Claus Günther ein erfreuliches Fazit der abgelaufenen Saison. Zumal durch den Umbau der Korbacher Jugendherberge zunächst viele jugendliche Besucher ausblieben. Ab September war die Nachfrage dann umso geballter.
Großes Lob richtet Günther deshalb an die ehrenamtlichen Besucherführer, die sich teils bis an die Grenze der Belastbarkeit engagiert haben. Wichtige Unterstützung leistet dabei ebenso die Stadt Korbach - durch die Buchung der Führungen, aber auch Bereitstellung des Zechenhauses.
Besonders ins Rampenlicht rückte der Eisenberg zuletzt beim internationalen Symposium zur "Korbacher Spalte" und zum Geopark "GrenzWelten". Bei der Organisation für Fachtagung, Vorträge und Exkursionen hatte Claus Günther wesentliche Arbeit geleistet. Bei den Teilnehmern des Symposiums ließ der Eisenberg aufhorchen.

WLZ - im November 2010

 

Wenn der Vater mit dem Sohne …

Stählernes Abzugsrohr im Goldberg

PressebildPressebildGoldhaltiges Gestein hält Wolfgang Behle, Vorsitzender des Vereins "Historischer Goldbergbau", in der Hand: einen Bohrkern aus dem Kieselschiefer des Eisenbergs. (Bild rechts)
Vater und Sohn arbeiten Hand in Hand: Jürgen und Kai Pröhl (r.) setzten gestern 50 Meter Stahlrohr in den Fels am Eisenberg. Fotos: Jörg Kleine

"Wir sind durch", heißt es am Eisenberg. 50 Meter Stahlrohr durch den Fels sorgen dafür, dass Besucher im Goldbergwerk ordentlich durchatmen können.

Korbach-Goldhausen. Hautnah erleben Besucher am Eisenberg, wie die Goldsucher ehedem zu Werke gingen. Mit 20 Kilometern Such- und Abbaustrecken ist der Eisenberg durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Der "Untere-Tiefe-Tal-Stollen" dient seit 2004 als Besucherbergwerk, wo es hinein geht bis in mittelalterliche Spuren.Im nächsten Jahr sollen die Führungen des Vereins "Historischer Goldbergbau Eisenberg" um rund 200 Meter erweitert werden. Und genau in diesenQuerschlag hat die Firma "Anger und Söhne" (Hessisch Lichtenau) ein Loch gebohrt: 50 Meter von oben durch den Fels.Gestern schweißten Bohrmeister Jürgen Pröhl und sein Sohn Kai am Bohrpunkt unterhalb der Burgruine die letzten Stahlrohre, die künftig wie ein Luftabzug zur "Bewetterung" dienen. Nächste Woche kommt in Goldhausen noch eine stählerne Kappe drauf, dann widmet sich Pröhl der nächsten Aufgabe: Mineralwasser-Bohrung in der Rhön. (jk)

WLZ - im September 2010

 

Durchbruch geschafft: Ein Loch im Goldberg

Erweiterung des Besucherstollens am Eisenberg: Bohrfirma mit Punktlandung – künftig noch mehr Erlebnis für Besucher

PressebildDurchbruch geschafft: Bohrmeister Jürgen Pröhl, Vereinsvorstand Wolfgang Behle, seine Kollegen Karl-Helmut Tepel und Claus Günther (v. l.) verfolgten den großen Moment, als die Bohrkrone (oben links) im Stollen durchstieß. Foto: pr

Das rund 300 Millionen Jahre alte Gestein barg so manche Überraschung, trotzdem trafen die Bohrspezialisten in Goldhausen genau ins Schwarze. Für Besucher verheißt das künftig neues Abenteuer.

Von Jörg Kleine
Korbach-Goldhausen. Bohrmeister Jürgen Pröhl war zuversichtlich, der Vorstand des Vereins "Historischer Goldbergbau Eisenberg" fieberte mit: Um 16.55 Uhr fraß sich die Bohrkrone durch den First exakt hinein in einen Querschlag des Besucherbergwerks.

Mit fetten Strahl schoss das Spülwasser fürs Bohrgestänge in den Stollen, die Erleichterung war groß, resümierte Vereinsvorstand Wolfgang Behle, denn der Durchbruch des Bohrers ist auch ein Durchbruch für den Verein: Im nächsten Jahr sollen Besucher zusätzlichen Einblick in Deutschlands ergiebigsten Goldberg erlangen.

Rund 250 Meter lang ist die Tour derzeit im Besucherbergwerk – bis hinein in den mittelalterlichen Bergbau aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Ein Querschlag, der in den 1970er-Jahren neu aufgewältigt wurde, war bislang aber für Besucher verriegelt. Ziel des Vereins ist seit Jahren, diese weiteren rund 200 Meter fürs Publikum zu öffnen. Nach Genehmigung durch das Bergamt Kassel machten sich Vereinsmitglieder voriges Jahr mit viel Schweiß und Muskelkraft daran, den Weg zu ebnen. Was noch fehlte, war eine "Bewetterung": ein Loch nach außen, um die Luftzirkulation zu sichern. Sonst wäre die Luft zu dünn für Besucher geworden.
Schon vor über drei Jahren hatte ein Vermessungsingenieur die Basis dafür gelegt. Doch die Umsetzung war schwierig – und nicht billig: Von oben musste ein Bohrloch 50 Meter durch den Fels getrieben werden. Der Verein sparte kräftig an, durch das "Leader-Programm" der Europäischen Union kamen Fördermittel zur Regionalentwicklung hinzu.
Somit ging die Bohrfirma "Anger und Söhne" aus Hessisch Lichtenau vorige Woche ans Werk. Am Mittwochnachmittag schafften sie schließlich den Durchstich.

Brüche im Fels

Der Korridor zum Ziel war für Bohrmeister Pröhl eng bemessen, denn nur wenige Zentimeter Abweichung machen sich nach unten auf 50 Meter Länge enorm bemerkbar. Zudem lauerten im Gestein einige Herausforderungen, wie Pröhl gegenüber WLZ-FZ erklärt.

Bis 16,50 Meter Tiefe war das rötliche Gesteinsmaterial zunächst sehr locker, dann ging es bis 20,50 Meter in harten Kieselschiefer, ab 25 Meter drang der Bohrer in den goldführenden Schwarzschiefer vor. Dazwischen durchbohrten die Spezialisten vermutlich einen "alten Mann": lockeres Material, das auf einen alten Bergbaustollen schließen lässt. Im Schwarzschiefer aus dem Erdzeitalter des Unterkarbons machten für den Eisenberg typische "Verrenkungen" zu schaffen: Bei der Gebirgsfaltung wurden die Schichten am Eisenberg überkippt und sehr stark verschoben.

"Die Schichten fallen zwischen 70 und 90 Grad ein", erklärt es Pröhl in der Sprache der Geologie. Es war also kaum möglich, einen langen "Bohrkern" zu ziehen. Deshalb musste die Firma im letzten Abschnitt alle 30, 40 Zentimeter das Bohrgestänge nach oben ans Tageslicht holen und wieder neu ansetzen. "Das Ziel ist erreicht", meinte Pröhl gestern bescheiden. In Wahrheit hatte er annähernd eine Punktlandung vollbracht. Da blieb Lob für die gute Vorarbeit der Vermesser nicht aus.

Muskelschmalz gefragt

Das Loch im Berg ist derzeit rund 15 Zentimeter groß und soll ab kommender Woche auf rund 30 Zentimeter aufgeweitet werden. Für die Bohrspezialisten stehen also noch zwei, drei Wochen Arbeit bevor.
Danach werden sich die Vereinsmitglieder mit Hacke und Schaufel wieder einiges abverlangen: Wasserführung und Fußweg für die Besucher sind herzurichten. In der nächsten Saison könnte der Querschlag dann eröffnet werden.

WLZ - im September 2010

 

Goldhäuser Wehr holt Vizemeistertitel

Landesentscheid der Feuer- und Jugendfeuerwehren in Rotenburg · Waldeck-Frankenberger belegen Topplätze

PressebildDie Goldhäuser Feuerwehr erkämpfte sich beim Landesentscheid der Feuerwehren in Rotenburg
den Titel des hessischen Vizemeisters. Foto: Michael Wickenhöfer

Große Erfolge verzeichneten die Waldeck-Frankenberger Mannschaften beim Feuerwehr- und Jugendfeuerwehr- Landesentscheid am Wochenende. Die Jugendwehr Roda wurde Hessenmeister.

Von Michael Wickenhöfer und Theresa Demski

Rotenburg/Fulda. Die Begeisterung in Goldhausen klingt nach. "Damit haben wir nicht gerechnet", staunte Bernd Mütze, Schriftführer der Goldhäuser Feuerwehr, gestern auf WLZNachfrage. In den 90er-Jahren sei die Mannschaft zum letzten Mal so erfolgreich gewesen. "Aber dieses Mal hat einfach alles gestimmt", lobte Mütze.
Die sechs Feuerwehrleute aus Goldhausen errangen am Wochenende in Rotenburg den Titel des hessischen Vizemeisters. Für die insgesamt 21 Staffeln und Gruppen der hessischen Einsatzgruppen galt es, einen fiktiven Brand zu löschen und eine eingeschlossene Person zu retten. Hier zeigten sich nahezu alle Mannschaften souverän. Der Fragebogen, den jeweils sechs Mannschaftsmitglieder ausfüllen mussten, sorgte für die Entscheidung. Mit 92,7 Prozent errang die Goldhäuser Einsatzabteilung einen der Vizetitel.

"Das ist eine echte Überraschung für uns und natürlich freuen wir uns total", sagte auch Marc Saure. Der 24-jährige ist eines der ältesten Goldhäuser Staffelmitglieder. "Wir sind mit einer sehr jungen Mannschaft an den Start gegangen", erklärte Mütze. Mit Erfolg: Die Goldhäuser mussten sich nur den Wehrleuten aus Wehretal-Oettmannshausen (Werra-Meißner-Kreis) geschlagen geben, die mit 94,5 Prozent die Nase vorn hatten. "Wir hatten einfach ein bisschen mehr Glück als andere Teilnehmer", erklärte Mütze bescheiden. Allerdings sei die Vorbereitung sehr intensiv gewesen. Marianna Zenke, Marc Saure, Kerstin Zenke, Micha Zenke, Nicole Westmeier und Stefan Frese wurden mit einem Pokal belohnt. Vertreten wurde der Landkreis außerdem durch drei weitere Wehren. Die Feuerwehrleute aus Ober-Werbe belegten mit 91,7 Prozent den 4. Platz. Auf den Plätzen 15 und 19 folgten die Mannschaften aus Reinhardshausen und Helsen.

Und auch die Jugendfeuerwehren aus Waldeck-Frankenberg feierten Erfolge: Der Jubelschrei des Rodaer Jugendwartes Peter Werner war unüberhörbar. Die Punkte seines im Durchschnitt zwölf Jahre alten, neunköpfigen Teams hatte er sich bereits im Vorfeld zur Siegerehrung ausrechnen können. Doch zu welchem Platz es reichen würde, war ungewiss. Als Landeswettbewerbsleiter Jürgen Neubauer dann jedoch das Ergebnis des Zweitplatzierten verlas, war es den Rodaern klar – sie vertreten den Landkreis im Jahr 2011 erneut bei den bundesdeutschen Meisterschaften. "Dass überhaupt ein Team aus unserem Landkreis zum Bundesentscheid kommt, ist außergewöhnlich. Aber gleich zwei Mal hintereinander, das ist unübertroffen", freute sich Kreisjugendwart Markus Potthof, der den Jugendlichen und Betreuern kurz nach ihrem Sieg gratulierte. An den 41. Landesmeisterschaften hatten neben Roda aber auch die Jungen aus Haina und die Mädchen aus Löhlbach teilgenommen. Die beste Waldeck-Frankenberger Mädchengruppe aus Löhlbach belegte mit 1406 Punkten den 5. Platz und steigerte damit ihre Leistung im Vergleich zum letzten Entscheid deutlich. Die Hainaer Jungen hatten seit vielen Jahren wieder einmal die Berechtigung, teilzunehmen und die neun Teammitglieder belegten den 18. Platz.

 

WLZ - im August 2010

 

Bergbau und Goldwaschen

Leader-Programm zur Regionalförderung: Kommission tagt in Goldhausen

PressebildDie Leader-Kommission "Naturpark Diemelsee" informierte sich über ein Förderprojekt in Goldhausen. Wolfgang Behle, Vorsitzender des Vereins "Historischer Goldbergbau", Korbachs Bürgermeister Friedrich und Diemelsees Bürgermeister Becker halten Bohrkerne in der Hand. Foto: Kleine

Einblick ins Innerste des Goldbergs bei Korbach erhielt gestern die Kommission zur Leader-Region "Naturpark Diemelsee".

Von Jörg Kleine

Korbach. 2007 gegründet, läuft das Förderprogramm der Europäischen Union (EU) noch bis 2013 – und soll Impulse bei der Regionalentwicklung geben. Dies umfasst Willingen, Diemelsee und Korbach.

"Ein typisches Leader-Projekt und eines der ersten, das wir aufgenommen haben" ist die Erweiterung und Attraktivierung des Besucherbergwerks in Goldhausen, erklärte Diemelsees Bürgermeister Volker Becker. Becker ist Vorsitzender der Leader-Kommission und nutzte die gestrige Sitzung in Goldhausen zur hautnahen Begegnung am Eisenberg: Eine Spezialfirma aus Hessisch Lichtenau bohrt derzeit 50 Meter tief von oben in den Besucherstollen. Die "Bewetterungsbohrung" soll für Luftaustausch sorgen, um den Stollen um einen rund 200 Meter langen alten Seitengang für Besucher zu erweitern (wir berichteten gestern).

Neue Goldwaschanlage

Parallel ist am Zechenhaus, dem Treffpunkt für Bergwerksführungen, eine Goldwaschanlage inzwischen aufgebaut, die seit vorigem Wochenende bereits rege genutzt wird. Ein Bildungsprojekt, das vor allem Kindern das Thema Goldbergbau näherbringen soll.

Die Investitionen belaufen sich auf insgesamt über 61 000 Euro. Rund 18 000 Euro davon fließen durch das Leader-Programm, den Rest finanziert der Verein "Historischer Goldbergbau": durch Einnahmen aus den ehrenamtlichen Führungen, Mitgliedsbeiträgen, und vor allem auch Spenden, wie Claus Günther (Stadtmarketing Korbach) erklärte. Wolfgang Behle, Goldhäuser Ortsvorsteher und Vorsitzender des Vereins, dankte insbesondere den Spendern, der Stadt Korbach und der Leader-Kommission für die Unterstützung. Behle unterstrich zugleich das hohe ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder.

Zur Halbzeit des Leader-Programms und nach einigem Bürokratieaufwand zu Beginn zog Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich ein erfreuliches Resümee: Die beteiligten Gemeinden seien enger zusammengewachsen, die Zuschüsse würden vielschichtig eingesetzt – ob Existenzgründungen, Gewerbe oder Projekte wie in Goldhausen: "Leader ist auf dem goldrichtigen Weg." Volker Becker signalisierte, Bergbau-Projekte, wie in Goldhausen und Adorf (Eisenerz), würden weiterhin unterstützt.

Zugleich erinnerte er an Chancen für Existenzgründer durch das Leader-Programm. Denn auch mit EU-Förderung haben sich in den vergangenen Jahren etliche Gründer neue berufliche Perspektiven in der Region aufgebaut. So haben sich die Leitlinien und Ziele öffentlicher Förderprogramme über die Jahre deutlich gewandelt, wie Kreisbeigeordneter Otto Wilke (Diemelsee) klarmachte: "Wichtig ist, was die Investitionen bewegen, was sie für die Zukunft bringen." Denn bei manchem früheren Förderprogramm sei nach der Eröffnung von Einzelprojekten nicht mehr viel zu hören gewesen, meinte Wilke im kritischen Rückblick.

WLZ - im August 2010

 

Durchbruch in den Goldstollen

Erweiterung des Besucherbergwerks: 50-Meter-Bohrung auf den Punkt

PressebildSie gehen der Sache auf den Grund: Bohrmeister Jürgen Pröhl (l.) und sein Kollege Thomas Künzel treiben das Bohrgestänge 50 Meter tief in den Eisenberg. Fotos: Jörg Kleine

Noch mehr Abenteuer für Besucher – dies verspricht das Bergwerk in Goldhausen. Zur Erweiterung des Stollens bohrt sich derzeit eine Spezialfirma ins Gestein am Eisenberg.

Von Jörg Kleine

Korbach-Goldhausen. Jürgen Pröhl zieht einen blauen Hebel am Bohrwagen, dann dreht sich das Metallgestänge langsam ratternd ins Gestein. Nach einigen Minuten zieht der Hubarm den bezahnten "Stocher" wieder aus der Erde. Thomas Künzel klopft mit einem Hammer gegen das Bohrgestänge – und erntet bröseliges rotes Gesteinsmaterial.

"Durch diese lockere Schicht müssen wir erst mal durch, bis zum harten Fels", erklärt Jürgen Pröhl. Geologisch ist der rund 300 Millionen Jahre alte Kieselschiefer gemeint, in dem das Gold vom Eisenberg steckt.

Am harten Fels wollen Pröhl und Künzel dann mit einer Art Diamantbohrer ansetzen, einer speziellen Bohrkrone, um Stück für Stück die festen Gesteinskerne rund 50 Meter tief aus dem Berg zu ziehen. Das Loch von oben, direkt am steilen Weg zur Burgruine auf dem Eisenberg, dient künftig dann als zusätzliche "Bewetterung" (Belüftung) für einen Bergbaustollen. Korbacher Vermessungsexperten hatten den Bohrpunkt schon vor über zwei Jahren festgelegt – tief in einem Seitengang des "Unteren-Tiefen-Tal-Stollens". Dieser Querschlag des Besucherbergwerks soll künftig rund 200 Meter mehr Abenteuer bei Führungen durch die goldene Unterwelt bieten.

Schließlich ist das Gewirr von Stollen und Schächten in Goldhausen einmalig in Deutschland: ein Relikt des wohl größten historischen Goldbergwerks in Mitteleuropa. Inzwischen kommen jährlich über 2000 Besucher in den Genuss, auf den Spuren der alten Goldgräber zu wandeln. Für Pröhl und Künzel gleicht die Arbeit indes fast einem Kinderspiel. Sie sind bei der Spezialfirma Angers und Söhne in Hessisch Lichtenau beschäftigt. Manchmal bohren sie 3000 bis 4000 Meter tief in die Erde, um den Weg für Geothermie (Erdwärme), Thermal- oder Brunnenwasser freizumachen. In ganz Europa ist das nordhessische Unternehmen aktiv. Da sind Aufträge wie in Goldhausen eher kleine Fische.

Pressebild Zackig und scharf ist die Bohrkrone, die Thomas Künzel vom Gestänge abnimmt.

Nach dem Auftakt in Goldhausen vorige Woche sind die Experten zunächst dabei, ein Loch von knapp 15 Zentimetern Durchmesser in den Stollen zu treiben. Danach wird das Loch auf rund 30 Zentimeter aufgebohrt, in das am Ende stählerne Lüftungsrohre eingeschweißt werden. Das sichert künftig eine ausreichende Luftzirkulation in der goldenen Unterwelt.
Insgesamt dauert das Bohrprojekt rund vier Wochen. Auftraggeber ist der Verein "Historischer Goldbergbau", der durch Zuschüsse der Europäischen Union unterstützt wird: Leader-Programm für Regionalentwicklung im Naturpark Diemelsee.

 

Hintergrund Goldbergbau 

Tief aus dem Meer stammt das Gold im Eisenberg. Durch die Gebirgsfaltung vor rund 300 Millionen Jahren hob sich das Meeressediment empor. Das Gestein wurde regelrecht zerrieben und gebrochen, wie im Innersten des Eisenbergs zu sehen ist. Durch Klüfte und Risse wurde dabei neben eisenhaltigem Pyrit ("Katzengold") auch Gold nach oben transportiert.Erste Erwähnungen von Gold in der Eder gab es bereits in römischer Zeit. Um 1200 begann dann der Abbau im Eisenberg. Die erste urkundliche Erwähnung gibt es durch Albertus Magnus aus dem Jahre 1250, der das Gold vom Eisenberg pries: Es sei besser als das böhmische Gold, das im Mittelalter sehr bekannt war.Der Bergbau im Waldecker Land florierte insbesondere im 16. Jahrhundert stark, zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) schlief der Bergbau ein. Immer wieder gab es Versuche zur Belebung. In den 20er- und 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts war es Carl Theodor Rauschenbusch aus dem Siegerland, der neuen "Goldrausch" am Eisenberg entfachte. In den 70er-Jahren ging der Landesgeologe und Heimatforscher Dr. Jens Kulick ans Werk, um die Burgruine freizulegen, aber auch den Goldbergbau zu erforschen.

Europäische, kanadische und australische Firmen nahmen dabei den Eisenberg wiederholt ins Visier. In den 70er-Jahren war ebenso eine schwedische Firma aktiv. In deren Auftrag machte die Firma Angers und Söhne aus Hessisch Lichtenau eine Erkundungsbohrung, erklärt Bohrmeister Jürgen Pröhl. Wirtschaftlich zu betreiben ist der Goldbergbau allerdings nicht mehr.Über 30 Jahre später geht die Firma abermals in die Tiefe: diesmal für einen Bewetterungsschacht, der von oben in das Besucherbergwerk gebohrt wird – zur Belüftung. Damit kann der Stollen erweitert werden, der seit offizieller Eröffnung 2004 inzwischen in der siebten Saison jährlich über 2000 Gäste lockt. (jk)

WLZ - im August 2010

 

Goldhausen holt den Stadtpokal

Wettstreit der Korbacher Jugendfeuerwehren in Helmscheid · Großübung am Sonntag

PressebildWasser marsch: Die Scheune von Helmscheids Wehrführer Günter Saure "brennt": Das imaginäre Feuer zu löschen, war gestern Morgen Aufgabe einer Großübung der Korbacher Jugendfeuerwehren.

Der Korbacher Stadtpokal der Jugendfeuerwehr: um den kämpften am Wochenende sieben Teams in Helmscheid. Außerdem war der Brandschutz-Nachwuchs bei einer Großübung gefordert.

Von Lutz Benseler

Korbach-Helmscheid. Zeltlager, Stadtpokal und Großübung: Helmscheid war am Wochenende fest im Griff der Korbacher Jugendfeuerwehren. Rund 120 Mädchen und Jungen hatten von Freitag bis Sonntag ihre Zelte auf dem Gelände neben dem Sportplatz aufgeschlagen.

Team holt Traumergebnis

Ein Höhepunkt des Wochenendes war der Wettbewerb um den Stadtpokal der Korbacher Jugendfeuerwehren am Samstag, bei dem feuerwehrtechnisches Wissen und Können gefragt waren. Die Gruppe Goldhausen II sicherte sich den Sieg mit satten 1657 Punkten. Ein "sehr hohes Ergebnis", wie Stadtjugendfeuerwehrwart Stefan Casper versicherte. Vorjahressieger Lengefeld (1625 Punkte) musste sich diesmal mit dem zweiten Platz zufriedengeben, gefolgt von Goldhausen I (1619 Punkte). Auf den weiteren Plätzen Rhena (1546) und Lelbach (1538). Die Gastgeber aus Helmscheid (1388) zeigten laut Casper Schwächen bei der Beantwortung des Fragebogens und landeten auf dem sechsten Platz vor den Meineringhäusern (1306), die nach langer Pause erstmals wieder am Stadtpokal teilnahmen.

Feuer schnell im Griff

Retten, löschen, bergen wie die Profis: Ein Brand in der Scheune von Wehrführer Günter Saure war das Szenario einer Großübung am Samstag. Saure kann auf den Nachwuchs zählen: Die 115 Jugendlichen, unterstützt von 30 Einsatzkräften aus Korbach, Helmscheid, Strothe und Lengefeld, hatten das imaginäre Feuer schnell im Griff. Im Ernstfall hätten sie Schlimmeres verhindert.

"Das ist erst die zweite Großübung der Korbacher Jugendfeuerwehren", erklärte Stefan Casper. Vor drei Jahren probten die Jugendlichen aus den Stadtteilen den Ernstfall erstmals gemeinsam in Nieder-Ense. Zum Programm des Zeltlagers gehörten unter anderem auch eine Nachtwanderung, ein Game-Contest und ein Discoabend. Die Helmscheider hatten damit den 30. Geburtstag ihrer Jugendfeuerwehr nachgeholt. Die Gruppe war 1978 gegründet worden.

 

WLZ - im August 2010

 

Frühstück unterm Gipfelkreuz

"Unser Dorf Goldhausen": Wanderung zum Eschenberg

PressebildKorbach-Goldhausen. Alle zwei Jahre veranstaltet der Verein "Unser Dorf Goldhausen" einen Wandertag. In diesem Jahr waren alle Goldhäuser eingeladen, zu einem zwar nicht weit entfernten, aber dennoch für einige unbekannten Ort zu wandern. Nach dem Start in Goldhausen führte der Weg die etwa 45 Wanderer über den Teufelshohl zum Eschenberg, der höchsten Erhebung in der Gemarkung Lichtenfels. Nachdem sich alle Teilnehmer in das am Gipfelkreuz ausliegende Buch eingetragen hatten, stand ein zünftiges Frühstück auf einer nahe gelegenen Lichtung zur Stärkung bereit. Der Weg führte dann weiter über den Eschenberg-Eisenberg-Rücken auf den Böhlen bis zum "Vierländereck". Hier an der Grenze der Gemarkungen Goldhausen, Nordenbeck, Ober-Ense und Goddelsheim trafen die Wanderer auf den Nordenbecker Schnadezug. Prompt wurden auch einige der Goldhäuser gestutzt, ihr Allerwertester machte also Bekanntschaft mit dem Grenzstein, so dass die Erinnerung an diesen Ort immer bestehen bleibe. Von hier führte der Weg nach einer Pause schließlich zurück nach Goldhausen. Im Waldkiosk ließen die Wanderer den Tag ausklingen. (r)

WLZ - im Juli 2010

 

Feuerwehr Goldhausen feiert 75-jähriges Bestehen

Sonntag Stadtpokalwettkämpfe Jubilar will Titel behalten

PressebildDie Sieger des Vorjahres: Die Mannschaft Goldhausen I holte sich 2009 den Korbacher Stadtpokal beim Wettkampf in Rhena. Morgen geht’s für sie um die Titelverteidigung. Archivfoto: Emde/nh

Wegen des Jubiläums ist die Feuerwehr Goldhausen am Sonntag Ausrichter des Stadtpokalwettkampfs der Korbacher Wehren. Der Wettbewerb beginnt um 9 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus, gegen 14 Uhr ist die Siegerehrung vorgesehen. Im vergangenen Jahr, beim Wettkampf in Rhena, hatte sich die Mannschaft Goldhausen I den Pokal geholt. Für sie geht es also um die Titelverteidigung.

1935 von 17 Mitgliedern gegründet (siehe Hintergrund), blickt die Feuerwehr Goldhausen auf zahlreiche regionale und überregionale Erfolge in den 75 Jahren ihres Bestehens zurück. Schon öfter wurden erste Plätze bei den Korbacher Stadtpokalwettkämpfen, bei Kreisentscheiden und Bezirksentscheiden im Regierungsbezirk Kassel belegt. Herausragend waren die Siege bei den hessischen Landesfeuerwehr-Wettbewerben in den Jahren von 1995 bis 1997.

Die Einsatzgruppe der Feuerwehr Goldhausen trainiert freitags um 19 Uhr, die Jugend ab 17.30 Uhr, am Feuerwehrgerätehaus. Derzeit zählt die Jubiläumswehr 151 Mitglieder, davon sind 16 Jugendliche. (aha)
Kontakt: Vorsitzender und Wehrführer Andreas Sinsch Humpesgarten 6, Rufnummer: 05631 / 501651.

HNA - Mai 2010

 

Goldhäuser brennen für die Feuerwehr

Wehrführer Andreas Sinsch blickt zum 75-jährigen Bestehen der Goldhäuser Wehr auf erfolgreiche Jahre

PressebildDank für 40 Jahre Treue: Heinrich Schüttler (3.v.r.) bekam eine Urkunde für seinen Einsatz. Gratulationen gab es von Stadtbrand inspektor Friedhelm Schmidt, Manfred Hankel vom Kreisfeuerwehrverband, Bürgermeister Klaus Friedrich, Goldhausens Wehrfüh rer Andreas Sinsch, den ehemaligen Wehrführern, Ortsvorsteher Wolfgang Behle und Karl-Helmut Tepel. Foto: Theresa Demski

Sie können sich auf treue Kameraden stützen, haben viele Pokale gewonnen und werden für ihre gute Ausbildung gelobt: Am Samstag feierten die Goldhäuser Feuerwehrleute das 75-Jährige Bestehen ihrer Wehr.

VON THERESA DEMSKI

Korbach-Goldhausen. Längst werden die Wasserpumpen nicht mehr mit Hand betrieben, die Uniformen sind leichter und tragbarer geworden und die Anforderungen an Feuerwehrleute haben sich verändert. "Viel ist in den vergangenen Jahrzehnten passiert", resümierte so auch Andreas Sinsch, Wehrführer in Goldhausen zum 75-jährigen Bestehen der Wehr.

Mit einem großen Kommersabend im Dorfgemeinschaftshaus feierten die Feuerwehrleute mit Gästen aus dem Ort und vielen Feuerwehrkameraden befreundeter Wehren den besonderen Geburtstag.
Der Blick in die Vergangenheit offenbarte schließlich noch mehr als pure technische Entwicklung. "Wir haben mit unseren Mannschaften Siege auf Stadt-, Kreis- und Landesebene gefeiert", erinnerte Sinsch an die wettkampfstarke Mannschaft aus Goldhausen. Die belegte auch gestern Nachmittag während der Pokal wettkämpfe pünktlich zum Jubiläum den dritten Platz, hinter Nordenbeck und Lengefeld (siehe weiterer Text). Auch die nächsten 75 Jahre wollen die Goldhäuser mit ähnlichem Erfolg bestreiten. "Die kleinen Ortsteilwehren sind wichtig", betonte Sinsch, "wir kennen unser Dorf und wir sind im Notfall schnell vor Ort". Außerdem gehöre die Feuerwehr auch zu den Eckpfeilern des Dorflebens. Der Nachwuchs immerhin scheint in dem kleinen Korbacher Stadtteil gesichert. Bereits im vergangenen Jahr feierte die engagierte Jugendwehr ihr 40-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass waren bereits viele Kameraden für ihren langjährigen Einsatz in der Wehr ausgezeichnet worden. Zum 75. Geburtstag der Einsatzgruppe wurde am Samstagabend so nur noch eine Urkunde überreicht. Für 40 Jahre bei der Goldhäuser Feuerwehr zeichnete Manfred Hankel vom Kreisfeuerwehrverband Heinrich Schüttler aus.

Gratulationen und Dank für den Einsatz aller Feuerwehrleute gab es während der Feierstunde dann auch von offizieller Seite. "Die Wehr hat ein wichtigews Stück Dorfgeschichte mitgeschrieben", betonte Ortsvorsteher Wolfgang Behle, der selbst lange Zeit die Wehr angeführt hatte. Mehrere Generationen von Feuerwehrleuten fühlten sich der Einsatzgruppe verbunden und würden als Vorbild für viele andere fungieren.

Auch in Zukunft wolle er sich für das Bestehen der kleinen Wehren einsetzen, versprach unterdessen Bürgermeister Klaus Friedrich. "Wir brauchen zwar nicht überall eine Drehleiter", erklärte er, "aber wir dürfen die Menschen in den Orten nicht aus dem Blick verlieren". Außerdem würden die Goldhäuser gleich mehrere wichtige Besonderheiten in ihrer Wehr vereinen, ergänzte Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt. Die besondere Lage zähle da ebenso zu wie die besondere Ausrüstung und der große Einsatz der Goldhäuser Feuerwehrleute auch auf Stadtebene - viele Führungspositionen wurden hier bereits von Goldhäusern besetzt. "Kein Wunder", befand abschließend Pfarrer Burkhard Uffelmann, "denn wenn man für eine Sache brennt, dann ist man mit Leidernschaft dabei".

 

WLZ - im Mai 2010

 

Bergwerkssaison startet mit Waldgottesdienst

PressebildAuf in ein goldenes Abenteuer: Die ehrenamtlichen Besucherführer Dieter Stede (r.), Friedrich Bachmann (Mitte) und Jörg Kleine (5. v. l.) entführen die Gäste am Sonntag in die Unterwelt des Eisenbergs – mit dabei auch Goldmarie Melanie Buhl (4. v. l.) und Pfarrerin Ilona Engel (5. v. r.).

Korbach-Goldhauen (nv). Rein in die gelben Gummistiefel und Wetterjacken, den Helm auf den Kopf und auf geht es Deutschlands größte historische Goldlagerstätte. Das Besucherbergwerk Goldhausen ist seit Sonntag wieder geöffnet.

Von Natalie Volkenrath

„Glück auf, Glück auf; der Steiger kommt; und er hat sein helles Licht bei der Nacht, und er hat sein helles Licht bei der Nacht; schon angezünd´t, schon angezünd´t ...“: Mit dem „Lied der Bergleute“ eröffnen Einheimische und Gäste am Sonntag vor dem Tor des Unteren-Tiefen-Tal-Stollens die Bergwerkssaison. Die ehrenamtlichen Besucherführer des Vereins „Historischer Goldbergbau Eisenberg“ entzünden zwar keine Laterne, knipsen aber Helm- und Taschenlampen an, um Licht in die golden glitzernde Unterwelt zu bringen.

Bevor die vergünstigten Touren in den Berg starten, versammeln sich alle bei herrlichem Frühlingswetter zum Waldgottesdienst. Mit einem herzlichen „Glück auf“ begrüßt Wolfgang Behle, Ortsvorsteher und Vereinsvorsitzender, Besucher und Ehrengäste – darunter die scheidende Goldmarie Melanie Buhl und Axel Krüer von der „Stiftung Zukunft“, die den Verein bei Instandhaltung und Ausbau des Stollens unterstützt. „Goldrichtig geht es ab heute wieder in den Berg hinein“, greift Stadtverordnetenvorsteher Heinz Merl das Motto der Stadt Korbach auf. „Und wir gehen davon aus, dass es im nächsten Jahr noch ein bisschen weiter geht“, verweist er auf das nächste große Projekt des Vereins. Bereits seit 2009 erschließen die Goldhäuser einen rund 200 Meter langen Seiteneingang, um detaillierte Einblicke in den mittelalterlichen Bergbau zu ermöglichen.

Reichtum, Reinheit, Beständigkeit, Überlegenheit: In der Bibel steht Gold symbolisch für diese Begriffe. Die Auseinandersetzung mit Werten und Wertschätzung rücken Ilona und Martin Engel, Pfarrer in Sachsenberg, anschließend in den Mittelpunkt ihrer Andacht. Für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes sorgt an diesem Vormittag der Gemischte Chor Eisenberg unter Leitung von Hartmut Scharfe.

 

WLZ - im Mai 2010

 

Goldige Zeiten am Eisenberg

WLZ: Menschen 2010

PressebildWieder goldige Zeiten am Eisenberg bei Goldhausen: ein Verdienst von Wolfgang Behle (Bild) und dem Team des Vereins „Historischer Goldbergbau Eisenberg". Foto: Kleine

Korbach-Goldhausen. Das Gold im Eisenberg hat nichts von seiner Attraktivität eingebüßt: Lockte der Korbacher Hausberg bis ins 17. Jahrhundert Abenteurer und Goldsucher an, so ist er heute Anlaufpunkt für Besucher, die sich über die Geschichte des Bergbaus informieren wollen. Im April wurde inzwischen die siebte Besuchersaison eröffnet.

Dies ist das Verdienst des Vereins „Historischer Goldbergbau Eisenberg". Dessen Vorsitzender Wolfgang Behle und sein Team haben seit der Vereinsgründung im Jahr 2002 mit großem Engagement dafür gesorgt, dass die größte historische Goldlagerstätte Deutschlands wieder von sich reden macht und für Gäste und Einheimische zugänglich ist.

Mit der Eröffnung des Besucherbergwerks 2004 sind am Eisenberg erneut goldene Zeiten angebrochen. Zug um Zug ist von vielen Helfern ein Teil des 20 Kilometer langen Stollensystems und das Zechenhaus wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Der Lohn für die Mühen: rund 2000 Besucher pro Saison.

Bei der Gründung zählte der Verein 41 Mitglieder, heute unterstützen schon über 100 den zweiten „Goldrausch". An Arbeit mangelt es denen nicht. Neben den zahlreichen Führungen von Mai bis Oktober werden derzeit zwei Projekte verfolgt: Ein weiteres 200 Meter langes Stollenstück (Querschlag) wird gesichert, und am Zechenhaus soll eine Goldwaschanlage für die Besucher entstehen. (bs)

 

WLZ - im April 2010

 

Goldhäuser bringen Licht in Unterwelt

Verein „Historischer Goldbergbau Eisenberg“ eröffnet Besuchersaison mit Waldgottesdienst

PressebildAuf in ein goldenes Abenteuer: Die ehrenamtlichen Besucherführer Dieter Stede (r.), Friedrich Bachmann (Mitte) und Jörg Kleine (5. v. l.) entführen die Gäste am Sonntag in die Unterwelt des Eisenbergs – mit dabei auch Goldmarie Melanie Buhl (4. v. l.) und Pfarrerin Ilona Engel (5. v. r.).

Rein in die gelben Gummistiefel und Wetterjacken, den Helm auf den Kopf und auf geht es in Deutschlands größte historische Goldlagerstätte. Das Besucherbergwerk Goldhausen ist seit gestern wieder geöffnet.

Von Natalie Volkenrath

Korbach - Goldhausen. „Glück auf, Glück auf; der Steiger kommt; und er hat sein helles Licht bei der Nacht, und er hat sein helles Licht bei der Nacht; schon angezünd’t, schon angezünd’t...“: Mit dem „Lied der Bergleute“ eröffnen Einheimische und Gäste am Sonntag vor dem Tor des Unteren-Tiefen-Tal-Stollens die Bergwerkssaison. Die ehrenamtlichen Besucherführer des Vereins „Historischer Goldbergbau Eisenberg“ entzünden zwar keine Laterne, knipsen aber Helm- und Taschenlampen an, um Licht in die golden glitzernde Unterwelt zu bringen.

Ausbau der Besucherstrecke

Bevor die vergünstigten Touren in den Berg starten, versammeln sich alle bei herrlichem Frühlingswetter zum Waldgottesdienst. Mit einem herzlichen „Glückauf“ begrüßt Wolfgang Behle, Ortsvorsteher und Vereinsvorsitzender, Besucher und Ehrengäste – darunter die scheidende Goldmarie Melanie Buhl und Axel Krüer von der „Stiftung Zukunft“, die den Verein bei Instandhaltung und Ausbau des Stollens unterstützt.
„Goldrichtig geht es ab heute wieder in den Berg hinein“, greift Stadtverordnetenvorsteher Heinz Merl das Motto der Stadt Korbach auf. „Und wir gehen davon aus, dass es im nächsten Jahr noch ein bisschen weiter geht“, verweist er auf das nächste große Projekt des Vereins. Bereits seit 2009 erschließen die Goldhäuser einen rund 200 Meter langen Seiteneingang, um detaillierte Einblicke in den mittelalterlichen Bergbau zu ermöglichen. Um durch „Bewetterung“ von oben für den nötigen Luftaustausch zu sorgen, steht eine spezielle Bohrung an. „Im Juni wird es so weit sein“, freut sich Behle auf die weitere Attraktion. Gefördert wird das Projekt durch das europäische Leader-Programm. Darüber hinaus entsteht am Zechenhaus neben dem Dorfgemeinschaftshaus eine Goldwaschanlage.
Reichtum, Reinheit, Beständigkeit, Überlegenheit: In der Bibel steht Gold symbolisch für diese Begriffe. Die Auseinandersetzung mit Werten und Wertschätzung rücken Ilona und Martin Engel, Pfarrer in Sachsenberg, anschließend in den Mittelpunkt ihrer Andacht.

„Reichtum für andere“

„Was kann ich tun, damit man mich mehr schätzt?“ – diese Frage steht am Anfang einer Geschichte, die Ilona Engel mitgebracht hat. Die Antwort: Jeder Mensch ist wertvoll und einzigartig und sein Wert nur durch einen Meister zu erkennen. „Wir sollten unseren Nächsten mit Gottes Augen betrachten“, ruft Ilona Engel den Gästen zu. Auf diese Weise betrachte jeder seinen Nächsten als wertvoll und werde selbst zu „einem Reichtum für andere Menschen“. „So, wie man in einem Bergwerk Werkzeuge braucht, können auch Menschen miteinander, aneinander und füreinander arbeiten“, ergänzte Martin Engel.

Musik und Führungen

Für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes sorgt an diesem Vormittag der gemischte Chor Eisenberg unter Leitung von Hartmut Scharfe. Dieser begleitet auch das Bergmannslied auf dem Akkordeon.Im Anschluss an den offiziellen Teil genießen die Gäste den Frühlingstag in gemütlicher Runde. Während die einen im Schatten der Bäume plaudern, streifen andere gelbe Gummistiefel und Mäntel über, um bei einer Führung viel Wissenswertes über den Goldbergbau zu erfahren. Auf dem Rückweg machen viele zusätzlich einen Abstecher ins Zechenhaus. Dort sind zum Beispiel eine Mineralienausstellung, ein Modell des Georg-Viktor-Schachts sowie historische Ausrüstungsgegenstände zu sehen.

 

WLZ - im April 2010

 

Schweinerei sorgt für Lacher

Theatergruppe Goldhausen führt Lustspiel auf

PressebildAmüsante Unterhaltung in Goldhausen: Bäuerin Schwarz alias Uschi Benirschke hat ihre Familie (Andreas Emde, Sylvia Bartmann) voll im Griff. Foto: Heimbuchner

Korbach-Goldhausen. Ein kleines Dorf, zwei verfeindete Bürgermeisterkandidaten, eine heimliche Liebe sowie eine tote Sau, alles in allem eine „Riesenschweinerei“. Dies ist der Stoff aus dem das gleichnamige Lustspiel gemacht ist, das die Theatergruppe Goldhausen am Wochenende mit großem Erfolg aufgeführt hat.

Ein Wahlkampf ist hart. Wenn dann noch der ehemals beste Freund und Schweinezuchtkollege der härteste Konkurrent ist, Mann unter der Fuchtel der eigenen Frau steht und einem die Kinder auf der Nase herumtanzen, kann dies alles nur in einem herzhaft lustigen Chaos enden, bei dem kein Auge trocken bleibt. Gewürzt ist die Geschichte rund um den Schweinebauer Heinrich Schwarz dann noch mit ein bisschen Fahrerflucht, Trunkenheit am Steuer und dem Tod des hochgelobten Zuchtebers Archibald. Die Lacher des Publikums hatten die Darsteller auf ihrer Seite.

Alle zwei Jahre lassen sich die Akteure der Theatergruppe Goldhausen etwas einfallen, um dem Publikum ein paar amüsante Stunden zu bieten. In diesem Jahr studierten sie das Lustspiel „Eine Riesenschweinerei“ in zwei Akten von Dieter Adam ein und führten es am Wochenende insgesamt dreimal auf. Insgesamt ist dies das sechste Mal, dass die Schauspielerinnen und Schauspieler der Gruppe in wechselnder Besetzung auf den Bühnenbrettern stehen. Rund um die Aufführungen gab es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm wie Gesang vom gemischten Chor Eisenberg unter der Leitung von Arno Huthwelker und dem A-cappella-Chor „Herzklopfen“ aus Goddelsheim sowie selbst gebackenen Kuchen und Kaffee.

Im Wechsel mit den Theateraufführungen findet alle zwei Jahre eine Karnevalsveranstaltung in der närrischen Zeit statt. Organisiert wird die traditionelle Veranstaltung vom Verein Unser Dorf Goldhausen, dem die Theatergruppe als Sparte angehört. (hei)

 

WLZ - im März 2010

 

Eisenberg lockt mit neuen Attraktionen

Saisonstart am 25. April • Vier neue Besucherführer • Goldwaschen und erweitertes Besucherbergwerk

PressebildSchwerstarbeit im Bergwerk: Vereinsmitglieder und Helfer aus Goldhausen packten kräftig zu, um den Durchbruch zu einem Sei- tengang im Besucherstollen freizulegen - alles ehrenamtlich. Foto: Jörg Kleine

Die „Goldschürfer" sind bestens präpariert für die neue Saison: Am 25. April ist Auftakt im Goldhäuser Besucherbergwerk. Goldwaschen und ein weiterer Stollen warten bald als neue Attraktionen.

VON JORG KLEINE

Korbach-Goldhausen.Mit schweiß treibender ehrenamtlicher Arbeit haben sich Vereinsmitglieder und Helfer im vorigen Jahr ins Gestein gewühlt. Sie räumten an acht Wochenenden mit rund 500 Stunden einen Seitengang im Besucherbergwerk frei, der künftig neue Perspektiven für Gäste und Einheimische eröffnen soll.
Großes Lob richtete Wolfgang Behle bei der Jahreshauptversammlung deshalb an engagierte Mitglieder und viele Goldhäuser Bürger, die bei der Aktion kräftig zugepackt haben. Als Vorsitzender des Vereins „Historischer Goldbergbau Eisenberg“ zog Behle ein erfreuliches Resümee der vergangenen Saison. Über 200 Führungen mit rund 2200 Besuchern verzeichnete der Verein von April bis Oktober 2009 im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen, bilanzierte Schatzmeister Karl-Helmut Tepel. Das Interesse an Deutschlands größter historischer Goldlagerstätte ist also ungebrochen, viele Gäste sind sogar aus dem Ausland zu Besuch.
So lobte Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich beim Jahrestreffen im Dorfgemeinschaftshaus den Einsatz des Vereins. Zumal das Thema „Gold“ für Korbach ein enorm wichtiger Marketingaspekt ist.

 

PressebildMit der Lupe auf der Suche nach dem edlen Metall: Künftig bietet das Besucherbergwerk auch Goldwaschen an. Archivfoto: jk

Spenden und Sponsoren

Weitere Einnahmen neben den Führungen erhielt der Verein durch großzügige Spenden. 5000 Euro kamen von der Sparkassenstiftung, 1000 Euro von der Waldecker Bank, weitere 500 Euro vom Verein „Stiftung Zukunft für unsere Region“ (wir berichteten). Dank richtete der Verein ebenso an die Stadt Korbach, die abermals 800 Euro Zuschuss beisteuerte – und das Zechenhaus kostenlos zur Verfügung stellt.
Funkelnde Kristalle und schillerndes Gestein sorgen gleichfalls für Schwung in der Kasse. Hier sind es vor allem die Besucherführer Dieter Stede und Armin Prager, die sich um die Mineraliensammlung zum Verkauf kümmern.
Ganz neue Perspektiven eröffnet zudem staatliche Förderung. Rund 18 500 Euro fließen für goldene Projekte aus dem Leader-Programm für Regionalentwicklung im Naturpark Diemelsee. Das entspricht etwa 30 Prozent der Gesamtkosten von über 60 000 Euro, die der „Historische Goldbergbau Eisenberg“ für zusätzliche Attraktionen 2010 investieren will.
Dazu gehört einmal die technisch abgesicherte Erweiterung des Stollens. Noch in der neuen Saison soll der Seitengang mit rund 200 Metern erschlossen sein. Nötig ist dafür im Frühjahr eine Spezialbohrung von oben in den Stollen, um für zusätzliche Luftzufuhr („Bewetterung“) zu sorgen.

Neue Besucherführer

Außerdem dürfen sich Besucher künftig auf eine Goldwaschanlage freuen. Sie soll im Garten hinter dem Zechenhaus entstehen.
Dem erhofften Besucherstrom zeigt sich der Verein gewachsen. So begrüßte Vereinschef Wolfgang Behle vier neue ehrenamtliche Gästeführer, die fachlich fundiert zu Entdeckungstouren ins goldene Herz des Eisenberges einladen.

 

WLZ - im Januar 2010

 

Anstecknadeln für die Treue

Mitglieder des Gemischten Chores blickten auf 2009 zurück und ehrten Sänger

PressebildAusgezeichnete Mitglieder: Teile des Vorstandes sowie geehrte Mitglieder des Gemischten Chores Eisenberg Goldhausen. Foto: nh

Goldhausen. Während der Jahreshauptversammlung des Gemischten Chores Eisenberg Goldhausen blickte der Vorsitzende des Vereins, Günther Vahland, auf ein erfolgreiches Jahr zurück und ehrte langjährige Mitglieder.
So traf sich der Chor zu 39 übungsabenden und 17 öffentlichen Auftritten. Zusätzlich wurden noch drei Gemeinschaftsproben mit dem Gemischten Chor Nordenbeck durchgeführt, mit dem man einige gemeinsame Auftritte zu verzeichnen hatte. Der Chor verfügt über 34 aktive und 39 passive Mitglieder.
Vahland ging insbesondere auf das Pfingstfest ein, bei dem erstmals der Projektchor öffentlich aufgetreten ist. Von diesen jungen Musikern sind inzwischen vier aktiv im Chor tätig. Ortsvorsteher Wolfgang Behle überbrachte im Namen des Ortsbeirates Grüße und Dank für die gute Zusammenarbeit. Er würdigte das Engagement des Chores bei der Feierstunde zum Volkstrauertag und bei anderen Veranstaltungen im Dorf.

Ehrungen für lange Treue

Almuth Kottenhahn wurde für 25-jährige aktive Mitgliedschaft und Wilhelm Schüttler für 50-jährige aktive Mitgliedschaft durch Günther Vahland in Vertretung der Vorsitzenden des Sängerbezirks Korbach im Waldeckischem Sängerbund, Annlies Weibel, mit einer Urkunde und einer Anstecknadel geehrt. (nh/uli)

HNA - im Januar 2010

 

2350 Stunden ehrenamtliche Arbeit

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Goldhausen • Rückblick auf ereignisreiches Jahr • Ehrungen

PressebildEhrungen beider Freiwilligen Feuerwehr Goldhausen (v. I.n.r.): Stadtrat Friedrich Bachmann, Karl-Friedrich Wilke, Ralf Krüger, Silvio Frese, Erich Sinsch, Micha Zenke, Nicole Westmeier, Wehrführer Andreas Sinsch, Marianna Zenke, Walter Thielemann, der Korbacher Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt, Ortsvorsteher Wolfgang Behle. Foto: pr

Korbach-Goldhausen. Die im vergangenen Jahr geleisteten Einsätze und Aktivitäten der Freiwilligen Feuerwehr Goldhausen ließ Vorsitzender und Wehrführer Andreas Sinsch in der Jahreshauptversammlung Revue passieren. Insgesamt wurden rund 2350 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Fünfmal wurden die Goldhäuser zu Einsätzen alarmiert. Die Zahl der wirklichen Einsätze war aber kleiner. Beim ersten Alarm im Januar wegen eines Kaminbrands in Nieder-Schleidern brannte beim Eintreffen der Wehr der Schornstein bereits nicht mehr. Ein brennendes Mofa am Ortsausgang Goldhausen führte zur zweiten Alarmierung Ende Juni. Auch hier war der Brand bereits erloschen, so dass nur noch ausgelaufener Kraftstoff aufgenommen und die Straße gesäubert werden musste.

Brand in Scheune

Mitte Juli musste die Feuerwehr zum dritten Mal ausrücken. Eine etwa 100 Meter lange Ölspur auf der Landstraße Richtung Eppe, verursacht durch einen defekten Lkw, war zu beseitigen. Angeblich in die Kanalisation auslaufender Dieselkraftstoff in der Ortslage von Goldhausen war der Grund des vierten Alarms im November, was sich jedoch als Falschmeldung herausstellte.
Zum fünften Einsatz wurden die Feuerwehrleute am 9. Dezember nachts gegen ein Uhr gerufen. Eine Scheune bzw. ein Schafstall an der Walmenmühle war in Brand geraten. Die Löscharbeiten dauerten die ganze Nacht an, da brennende Strohballen zum Ablöschen zunächst mit Radladern ins Freie gebracht werden mussten.2009 nahmen die Goldhäuser Brandschützer, wie auch in den Jahren zuvor, wieder an Wettkämpfen und Leistungsübungen teil. Diese wurden erstmals nach einer neuen Ausschreibung durchgeführt. Entsprechend gespannt war man, ob man wieder an frühere Leistungen würde anknüpfen können.
Die erste Teilnahme bei einem Pokalwettkampf in Mehlen war auf Anhieb ein Erfolg, es wurde der erste Platz belegt. Beim Kreisentscheid wurden zwei Staffelmannschaften gestellt. Die erste Mannschaft belegte den achten Platz. Besser machte es die zweite Mannschaft: Punktgleich mit dem Erstplatzierten wurde sie Zweiter und qualifizierte sich zum Bezirksentscheid, bei dem ein vierter Platz errungen wurde. Der nächste Leistungsvergleich danach war der Stadtpokal in OberEnse, bei dem die Plätze eins und vier belegt wurden; es folgte Platz zwei beim Pokalwettkampf in Sachsenhausen. Mit einem sechsten Platz beim Landesentscheid in Breuberg-Sandbach im Odenwald wurde das Wettkampfjahr erfolgreich abgeschlossen. Neben der praktischen und theoretischen Vorbereitung für die Leistungsübungen trainierte die Wehr auch für den Ernstfall. Gemeinsam mit den Feuerwehren der Ense-Dörfer und Nordenbeck wurde eine Alarmübung in Ober-Ense durchgeführt. Auch der Einsatz von hydraulischem Schneidgerät und Spreizer an einem Fahrzeug wurde geübt. Eine besondere Erfahrung war das Üben in einer mobilen Brandsimulationsanlage. Bei Temperaturen von mehreren Hundert Grad kommen die Helfer dort nahezu hautnah mit dem Feuer in Kontakt und können somit ganz realistisch das Verhalten im Einsatz trainieren. Wie Vorsitzender Sinsch ausführte, kam auch das Vereinsleben nicht zu kurz. Herausragend war im Mai das 40-jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr, zu dem ein Pokalwettbewerb ausgerichtet und ein Kommersabend veranstaltet wurde. Gemeinsam mit den anderen Goldhäuser Vereinen unter der Organisation von „Unser Dorf“ wurde eine Vereinsfahrt in den Kellerwald unternommen.

Aktive Jugendwehr

Über die vielfältigen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr informierte Jugendwart Stefan Frese. Er berichtete von Teilnahmen an Pokalwettbewerben in Goldhausen, Ernsthausen, Roda, Halgehausen, Burgwald, Ottlar und Sachsenhausen, wobei u. a. zweimal Platz 1 und einmal Platz 2 erreicht wurde. Bei der Kreisübung in Sachsenhausen wurden die Plätze 2 und 6 belegt; beim Stadtpokal in Rhena die Plätze 2 und 3. Mit dem zweiten Platz beim Kreisentscheid Bundeswettbewerb in Schreufa qualifizierten sich die Jugendlichen für die Teilnahme am Landesentscheid in Breuberg-Sandbach. Hier landete die Jugendwehr auf dem 19. Platz. Darüber hinaus standen das Osterfeuer, Teilnahme an Zeltlagern und Umweltaktionen auf dem Programm.
Nach Grußworten von Stadtrat Friedrich Bachmann, Ortsvorsteher Wolfgang Behle und Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt standen Ehrungen an. Schmidt überreichte das hessische Feuerwehrleistungsabzeichen in Eisen an Silvio Frese, Marianna Zenke, Micha Zenke und Nicole Westmeier. Für 40-jährige Vereinszugehörigkeit erhielten Ralf Krüger und Erich Sinsch eine Ehrennadel und eine Urkunde des Kurhessisch-Waldeckischen Feuerwehrverbands. Heinrich Schüttler und Ernst Weinreich waren nicht anwesend und konnten ihre Auszeichnung noch nicht entgegennehmen.Für 50-jährige Vereinstreue wurde Karl-Friedrich Wilke geehrt. Für 25 Jahre in der Wehr erhielt Walter Thielemann das silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande. (r)

 

WLZ - im Januar 2010