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Chronik der Presseberichte aus 2011

Presseberichte 2011

 


Rekordbesuch im Goldberg

Viel ehrenamtliche Leistung, kräftig investiert für Besucher am Eisenberg

PressebildDer Saisonauftakt 2011 im Goldbergwerk verlief nach Maß, auch Korbachs Goldmarie Jana Möseler (l.) war dabei. Am Wochenende zog der Verein eine erfreuliche Bilanz beim Treffen der Besucherführer in Goldhausen (kleines Bild). Fotos: Kleine

Das Goldbergwerk verzeichnet ein Rekordjahr. Rund 2700 Besucher erlebten 2011 Deutschlands größte historische Goldlagerstätte im Eisenberg.

Von Jörg Kleine

Korbach-Goldhausen. Vereinschef Wolfgang Behle und Kassierer Karl-Helmut Tepel durften strahlen am Wochenende. Rund 250 Besuchergruppen bescherten dem Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" seit dem Auftakt 2004 die bislang erfolgreichste Saison, resümierte Tepel beim Abschlusstreffen der Besucherführer in Goldhausen. Das Jahr war geprägt von Projekten und hohem ehrenamtlichen Einsatz im Verein. Besonderes Lob verdiente sich Friedrich Bachmann, der das Gros der Besucherführungen im "Unteren-Tiefen-Tal-Stollen" leistete.

Goldwaschanlage, Info-Terminal und neue Schautafeln im Stollen steigerten in den vergangenen drei Jahren den Erlebniswert für Besucher. Eine Bohrung von oben (Bewetterung) rund 50 Meter durch den Eisenberg in einen Seitengang eröffnete rund 200 Meter zusätzliches Erlebnis.

Der Verein hat diesen "Querschlag" inzwischen für Besucher hergerichtet. Zu sehen sind geologische Besonderheiten, aber auch Darstellungen der harten Arbeitswelt früherer Bergleute. Zusätzlich hat der Verein in Ausrüstung für Gäste investiert – von Kinderstiefeln bis zur neuen Helmbeleuchtung.

Insgesamt investierte der Verein in den vergangenen drei Jahren rund 63 000 Euro. Hilfe brachten dabei Fördermittel aus dem europäischen Leader-Programm, Spenden und Unterstützung der Stadt Korbach. Nicht zu vergessen viel Muskelschmalz der Mitglieder und weiterer ehrenamtlicher Helfer.

Auf sehr gute Resonanz beim Treffen der Besucherführer stieß das neue Buch von Dr. Wolfgang Homann zu den Goldvorkommen in Waldeck-Frankenberg, in dem der Eisenberg eine besondere Rolle spielt (wir berichteten). Das umfassende Werk ist im heimischen Buchhandel erhältlich: "Gold und Schwerminerale aus dem Eisenberg-Edergebiet und benachbarten Regionen des Ostrheinischen Schiefergebirges".

Im Verein richtet sich der Blick derweil schon auf die nächste Saison, die Mitte April 2012 mit Gottesdienst und Sondervorführungen für Besucher beginnen wird.

WLZ - im November 2011

 

Goldhausen mischt mit

Korbach. Korbach und Goldhausen liefern sich bei den Seniorenschützen im Kreis Eisenberg ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Beide haben die ersten vier Begegnungen mit dem Luftgewehr aufgelegt für sich entschieden, die Korbacher wirken dabei bisher souveräner.

In der dritten Runde dominierten die Korbacher Schützen. Hans Karolyi gelang es, mit der vollen Trefferzahl von 300 Ringen dem Mannschaftsergebnis noch ein Sahnehäubchen aufzusetzen. Mit einer nochmaligen Steigerung um einen Ring gelang den Korbacher Sportfreunden in der vierten Runde ein weiteres sehr gutes Mannschaftsergebnis – ihre Gegner aus Goddelsheim sind in dieser Saison dagegen noch nicht richtig in Fahrt gekommen.

Das scheint aber den Goldhäusern gelungen zu sein: Sie steigerten sich gegenüber der letzten Runde um 18 Ringe. Berndorf konnte mit einem mittelmäßigen Ergebnis in Lengefeld punkten, deren Leistungsträger weit unter ihren Möglichkeiten schossen. Zu einem seltenen Remis kam es in der Begegnung zwischen Heringhausen und Meineringhausen. (r)

Pressebild

Die Stadtmeisterschaft der Korbacher Sportschützenvereine ist Geschichte. Ausrichter der 30. Auflage waren die Lengefelder Schützen. Fünf Mannschaften mit je sieben Schützen gingen an den Start; jedes Team bestand aus vier Gewehr-, einem Oldie- und zwei Pistolenschützen.

Stadtmeister wurden die Meineringhäuser mit insgesamt 1267 Ringen. Auf dem zweiten Platz folgten die Gastgeber aus Lengefeld mit 1201 Ringen vor den Goldhäuser Schützen mit 1178 Ringen. Korbach mit 1157 und Eppe mit 1153 Ringen komplettierten das Feld. Bester Gewehrschütze war der Meineringhäuser Hans Hankel mit 187, bester Pistolenschütze der Goldhäuser Eric Otto mit 177 und bester Oldie-Schütze (Gewehr aufgelegt) Wilhelm Frömel mit 193 Ringen. (r/Foto: pr)

Wettkampfrunde 3
Berndorf – Korbach 874:892
Usseln – Heringhausen 862:863
Goddelsheim – Lengefeld 842:862
Meineringhausen – Goldhausen 866:870

Beste Schützen: Hans Karolyi (Korbach) 300 Ringe, Herbert Weisen (Heringhausen) 297, Heinrich Finger (Usseln) 295, Helmut Schmidt (Meineringhausen) und Fritz Wilhelmi (Berndorf) je 293, Erich Becker (Goldhausen) und Heinz Friedewald (Lengefeld) je 292, Wilfried Behle (Goddelsheim) 283

Wettkampfrunde 4
Lengefeld – Berndorf 854:868
Korbach – Goddelsheim 894:837
Goldhausen – Usseln 888:864
Heringhausen – Meineringhausen 860:860

Beste Schützen: Hans Karolyi und Werner von Kiedrowski (beide Korbach) je 299 Ringe, Erich Becker (Goldhausen) 298, Herbert Weisen (Heringhausen) 295, Fritz Wilhelmi (Berndorf) 293, Christian Gerlich (Usseln) 291, Wolrad Blecher (Meineringhausen) 288, Dieter Müller (Lengefeld) 286, Michael Binder und Friedrich Lippeke (beide Goddelsheim) je 280

1. Korbach 3559 8:0
2. Goldhausen 3498 8:0
3. Heringhausen 3441 5:3
4. Berndorf 3484 4:4
5. Lengefeld 3428 4:4
6. Meineringhausen 3471 3:5
7. Usseln 3452 0:8
8. Goddelsheim 3378 0:8

WLZ - im November 2011

 

Süßes Gold reift tief im Korbacher Eisenberg

Sechs Wochen bei acht Grad und konstanter Luftfeuchtigkeit:
Altstadtbäckerei lagert Stollen im Bergwerk

PressebildStollen aus dem Goldbergwerk in Goldhausen: Gerhard und Carolin Tent von Altstadtbäckerei und -café sowie Wolfgang Behle vom Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg. Foto: Lutz Benseler

Stollen aus dem Stollen: Die Korbacher Altstadtbäckerei lässt das weihnachtliche Gebäck sechs Wochen im Goldhäuser Goldbergwerk reifen.

Von Lutz Benseler

Korbach-Goldhausen. Die dunklen Felsen verschlucken den letzten Rest Tageslicht, immer tiefer geht es in den Eisenberg hinein. Jetzt spenden nur noch die Grubenlampen an den Helmen spärliche Helligkeit. Wolfgang Behle vom Verein Historischer Goldbergbau geht voran und öffnet das Gitter vor einem noch nicht für Besucher geöffneten Querschlag, der Spuren des moderneren Bergbaus seit 1974 zeigt. Damals begann das Landesamt für Geologie den Goldbergbau und die Geologie am Eisenberg neu zu erforschen.

Deutlicher Unterschied

Bald soll dieser Teil des Bergwerks auch für Führungen zugänglich gemacht werden. Seit sechs Wochen lagern hier die ersten 25 Stollen aus der Altstadtbäckerei – ein Versuch. Bäckermeister Gerhard Tent schneidet einen Stollen an. Er sieht aus wie frisch gebacken, schmeckt butterweich und aromatisch. Der Unterschied ist deutlich: die Puderzuckerschicht auf dem ein paar Tage alten Vergleichsstollen aus dem Laden ist geschmolzen, die Konsistenz des Teigs schon etwas trocken und krümelig. Das Experiment ist geglückt: "Er bleibt frisch und ist auch bekömmlicher. Ich bin sehr zufrieden", sagt Gerhard Tent.

Nur der Korbacher Bäcker selbst glaubte von Anfang an an die Idee, die Bergbauvereinsmitglied Dieter Stede vor drei Jahren aufs Tapet brachte. Die Wetten standen fünf zu eins, dass es nicht klappt. Auch Tochter Carolin war skeptisch. Jetzt wird sie im Altstadtcafé die ersten Exemplare zum Probieren anbieten. Die nächsten 50 Stollen sind schon eingelagert, weitere 50 sollen folgen. "Wenn es gut angenommen wird, machen wir im nächsten Jahr noch mehr", sagt Carolin Tent.

Die Lagerbedingungen im Goldbergwerk sind für die weihnachtliche Kuchen-Spezialität ideal. Die Luft ist sauber, die Temperatur liegt das ganze Jahr konstant bei acht Grad und auch die Luftfeuchtigkeit verändert sich nicht. Der Stollen nach traditionellem Familienrezept trocknet nicht aus, die Aromen haben Zeit, sich zu entfalten.

Zugegeben, die Idee ist in der Region nicht neu: Schon seit mehr als zehn Jahren lässt der Willinger Bäcker Wolfgang von der Heide Christstollen in der ehemaligen Schiefergrube Christine reifen. "Aber ein Stollen aus einem Goldbergwerk, das ist einmalig", entgegnet Gerhard Tent.

WLZ - im November 2011

 

Wehren gerüstet für Ernstfall

Alarmübung in Goldhausen: Wohnungsbrand auf einem Bauernhof simuliert

PressebildÜben für den Ernstfall: die Einsatzkräfte der Feuerwehren beim Eindringen in das stark verrauchte Gebäude. Foto: pr

Trotz der zahlreichen – zum Teil auch spektakulären – Einsätze der vergangenen Tage wird die Ausbildung bei den Korbacher Wehren nicht vernachlässigt.

Korbach-Goldhausen. Das zeigt eine Übung, bei der die Einsatzkräfte am Montagabend im Kirchspiel Ense gefordert waren. Gegen 18 Uhr heulten die Sirenen in Goldhausen, Nordenbeck, Nieder-Ense und Ober-Ense. Angenommen wurde ein Wohnungsbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in der Straße Zum Klusenberg in Goldhausen.

Das zurzeit leerstehende Wohnhaus bot ideale Bedingungen, um einen realistischen Innenangriff mit Menschenrettung zu proben. Im mit Übungsrauch stark verqualmten Gebäude galten drei Personen als vermisst. In kürzester Zeit war die Goldhäuser Wehr vor Ort und leitete die Menschrettung ein. Die Wehren aus Nordenbeck, Nieder-Ense und Ober-Ense folgten in kurzen Zeitabständen. Drei Trupps unter Atemschutz spürten die vermissten Personen im Gebäude auf, trugen diese aus dem Haus und übergaben sie anschließend dem Rettungsdienst. Die weiteren Kräfte sorgten für eine ausreichende Wasserversorgung aus drei unterschiedlichen Hydranten und nahmen die Brandbekämpfung von außen vor. Neben Riegelstellungen zur Absicherung der Wirtschaftsgebäude wurde auch ein Wasserwerfer zur Abschirmung der Nachbargebäude in Stellung gebracht. Die beiden stellvertretenden Stadtbrandinspektoren Carsten Vahland und Bernd Dittrich waren sehr zufrieden mit den gezeigten Leistungen der rund 35 eingesetzten Kräfte.

Bei der anschließenden Besprechung erläuterten die jeweiligen Gruppenführer nochmals die eingeleiteten Maßnahmen.

Ortsvorsteher Behle machte sich – neben zahlreichen weiteren Goldhäusern – ebenfalls ein Bild vom guten Ausbildungsstand der Wehren und dankte im Namen der Bürger für den ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehrleute zum Wohle der Allgemeinheit. (r)

WLZ - im Oktober 2011

 

Rohre und Kabel für schnelles Internet

Ringschluss von Korbach nach Goldhausen

PressebildEine heimische Baufirma ist in Goldhausen derzeit am Werk, um Rohre für die künftige Datenlei-tung von Unitymedia zu legen. Foto: Kleine

Korbach-Goldhausen. Schnelles Internet für rund 11 000 kabeltaugliche Haushalte, das soll in Korbach Schwung bringen auf die Datenautobahn. Die ersten Leerrohre in Goldhausen sind bereits verlegt, wie Thorsten Peper diese Woche im Parlament erläuterte. Peper ist Leiter der Abteilung Stadtentwicklung im Rathaus.

Von Korbach aus ist eine Baufirma ebenfalls schon aktiv, um Richtung Goldhausen dann den Ringschluss zu schaffen. In der Woche ab 17. Oktober soll ein "Kabelpflug" die Lücke zwischen Kernstadt und Ortsteil schließen."Unitymedia", Betreiber des Fernsehkabelnetzes, will durch den Ringschluss künftig Datenübertragungen zwischen 16 und 128 Megabit pro Sekunde anbieten (wir berichteten).

Wer kein Fernsehkabel hat und nur eine langsame Telefonverbindung, für den bietet Vodafone künftig eine schnelle Richtfunk-Lösung mit dem LTE-Netz. Zuletzt waren Messwagen in Korbach und Ortsteilen unterwegs, um die Empfangsstärke auszuloten. Die Vermarktung von LTE-Verbindungen hat in Helmscheid bereits begonnen. Die "Ense-Dörfer" sollen in Kürze folgen. (jk)

WLZ - im Oktober 2011

 

Bergdorf beweist Gastfreundschaft

Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft": Bewertungskommission besucht bei strahlendem Wetter

PressebildPressebildBeobachten, erzählen und notieren: Die Kommission von "Unser Dorf hat Zukunft" spazierte mit den Goldhäusern durch ihren Ort – und machte auch Station in der Konditorei von Isabell Jost.

Bild rechts: Goldschürfen: Goldhausen hat seinen Namen verdient.

"Von allen, für alle": Das Motto, das sich die Goldhäuser auf die Fahnen geschrieben haben, war auch gestern der Leitfaden beim Besuch der Bewertungskommission von "Unser Dorf hat Zukunft".

Von Theresa Demski

Korbach - Goldhausen. Auf ihrer langen Reise durch den Landkreis kam die Bewertungskommission gestern Nachmittag in Goldhausen richtig ins Schwitzen: Das lag auf der einen Seite am strahlenden Sonnenstein, den die Goldhäuser pünktlich zum Dorfrundgang gebucht hatten, auf der anderen Seite an der Hanglage der kleinen Ortschaft.

"Ein eigenwilliges Bergdorf mit zehn Buchstaben?" Friedrich Friedewald gab die Antwort für Kreuzworträtselfreunde selbst: "Goldhausen". Eigenwillig zeigten sich die Menschen in dem Örtchen dann aber nicht, viel mehr begeisterten sie die Kommission mit großer Gastfreundschaft. Ortsvorsteher Wolfgang Behle und viele Goldhäuser, die sich für die Dorfbereisung freigenommen hatten, führten die Gäste durch den Ort, der einst als Siedlung für Bergleute enstand.

Sie präsentierten die Goldwaschanlage hinter dem Dorfgemeinschaftshaus und luden zu einer Reise in die spannende Geschichte des Ortes ein, sie präsentierten stolz ihre neue Eisenberghütte und ließen dann einen ausgiebigen Blick über Felder und Wälder schweifen, bevor sie ihre Aufmerksamkeit der Theatergruppe widmeten. Die begrüßte Gäste und Einheimische in Kostümen mit einer kleinen Szene und wies auf viele gesellige Ereignisse im Ort hin. Ob alte Schule, Brunnen, Hundefriedhof oder Schauwände: Die Goldhäuser ließen keine Station auf ihrem Spaziergang aus.

Auf dem Hof von Familie Jost lud Konditormeisterin Isabell Jost zum Pralinennaschen ein und präsentierte ihre Idee von Räumen zur Pralinenvorführung. Bevor es Richtung Feuerwehr weiterging, stimmte der gemischte Chor sein Heimatlied an. Von Wettkampferfolgen und vielen Stunden Eigenleistung berichtete dann Wehrführer Andreas Sinsch, bevor er die Kommission und die Goldhäuser zum Grillen einlud. Am Ende war Sigrid Göbel von der Kommission überzeugt: "Sie haben uns heute kein Theater vorgespielt, das war wirklich Goldhausen – von allen, für alle".

PressebildPressebildPressebild

Der Verein "Unser Dorf Goldhausen" spielte eine kleine Theaterszene, als die Kommission vorbeischaute.
Bild mitte: Weiter geht's: Friedrich Friedewald läutete zum Weitergehen.
Bild rechts: Ein Ständchen in der Pause: Der gemischte Chor aus Goldhausen musizierte für die Kommission.
Fotos: Theresa Demski

WLZ - im August 2011

 

Doppelsieg: Pokale an Mannschaften aus Goldhausen

24 Teams am Start: Hervorragende Ergebnisse bei den Pokalwettkämpfen

PressebildBei der Siegerehrung freuten sich Jugendliche und Senioren der Goldhäuser Feuerwehr über ihren Doppelsieg. Fotos: Sabine Degenhardt

Waldeck-Sachsenhausen. Acht Seniorenmannschaften und doppelt so viele Jugendmannschaften nahmen an den Pokalwettkämpfen der Sachsenhäuser Feuerwehr teil. "Wir führen diese Wettkämpfe bereits seit 20 Jahren in jedem zweiten Jahr durch", sagt Vorsitzender Martin Kase.

Die Jugendlichen absolvierten die Kreisübung A, einen Löschangriff mit drei C-Strahlrohren und mussten einen Fragebogen ausfüllen. Die Ergebnisse der Jugendwehren gehen in die Wertung des Florian-Cups ein. Die Senioren traten den Wettkampf mit einem Löschangriff mit Menschenrettung an, der zur Feuerwehrleistungsübung zählt. Kase lobte die Schiedsrichter als "hervorragendes Gespann". Beim Aufstellen der Pokale bemerkte er, dass der große Wanderpokal gar nicht mehr so gut aussieht. "Vielleicht haben wir ja in zwei Jahren einen neuen Pokal." Erster Stadtrat Gerhard Germann freute sich über die "super Ergebnisse".

Platzierungen Senioren: Goldhausen sicherte sich mit 99,63 Prozent den ersten Platz vor Waldeck (93,19 Prozent) und Nieder-Waroldern (90,96). Auf den weiteren Plätzen folgten Ober-Waroldern, Königshagen, Netze, Marienhagen und Alraft.Jugendliche: Goldhausen siegte mit 1647,0 Punkten vor Lelbach (1616) und Bergheim-Giflitz I (1615). Auf den weiteren Rängen: Lengefeld, Sachsenhausen, Helsen, Dehringhausen I, Königshagen, Bergheim-Giflitz II, Korbach, Mehlen, Dehringhausen II, Waroldern, Burgwald II, Löhlbach (Mädchen) und Netze. (sb)

WLZ - im August 2011

 

Uriges Plätzchen mit Erlebniswert

Eisenberg-Hütte bietet Platz für 110 Gäste · Eröffnung mit Musik

PressebildPressebildEingebettet in die Natur: Die Eisenberg-Hütte am Fuße des Korbacher Hausbergs liegt idyllisch unter alten Laubbäumen. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich Goldbergwerk mit Zechenhaus und Georg-Viktor-Turm. Fotos: Natalie Volkenrath / pr 
Bild rechts: Rustikal-gemütlich: Dicke Rundhölzer sorgen außen wie innen für Wohlfühl-Atmosphäre.

Korbach-Goldhausen. "Gastlichkeit, die begeistert" versprechen die Betreiber der Eisenberg-Hütte in Goldhausen. Der Willinger Hotelier Gert Göbel und der Lengefelder Torsten Schwalenstöcker laden am Samstag und Sonntag zum zünftigen Eröffnungswochenende an den Fuß des Korbacher Hausbergs ein.

Von Natalie Volkenrath

In den Genuss rustikaler Gemütlichkeit kommen die Gäste in Goldhausen bereits seit Gründonnerstag. "Es waren schon sehr viele Besucher am Berg, die von der Hütte ganz angetan waren", berichtet Schwalenstöcker stolz. Nach umfangreichen Vorarbeiten hatte er das Blockhaus in nur fünf Tagen unter Fachanleitung, aber in Eigenleistung errichtet.

Rasten und feiern

Das Ergebnis können Interessierte am Wochenende bestaunen: Die starken Rundhölzer aus robustem Fichtenholz vermitteln außen wie innen Gemütlichkeit. Holztische und mit Fellen belegte Bänke, karierte Gardinen und ein schmucker Kronleuchter sorgen für urige Atmosphäre. Dass die Betreiber ein Herz für ihre Gäste haben, unterstreichen sie mit kleinen Schiefertafeln an den Wänden, auf denen zum Beispiel Willkommensgrüße und einige zünftige Hüttengerichte notiert sind.

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links: Platz an der Sonne: der Biergarten.

rechts: Blockhaus-Charme: der Gastraum mit Theke.

 

Auf rund 100 Quadratmetern – Küche und das separat stehende Toilettenhäuschen sind eingerechnet – versprechen Schwalenstöcker und Göbel erlebnisreiche Hüttengastronomie mit Platz für 110 Gäste.

Gemütliche Sitzecken mit dem Blick auf die umliegenden Berge gibt es um das ganze Haus herum. Ob für Wanderer, Radfahrer oder Besucher des benachbarten Goldbergwerks und des Georg-Viktor-Turms – die Eisenberg-Hütte bietet jedem ein Plätzchen für eine gemütliche Rast. Mädchen und Jungen können sich auf dem örtlichen Spiel- und Bolzplatz vergnügen, während Mama und Papa die Sonne genießen. Parkplätze stehen direkt an der Hütte bereit.

Herzlich Willkommen sind ebenso Gruppen und Vereine. Erste Buchungen für (Familien-) Feiern liegen Schwalenstöcker bereits vor. Reservierungen nimmt der Hüttenwirt unter Telefon 0163/2576685 entgegen. Geöffnet ist die Eisenberg-Hütte, Turmweg 4a, mittwochs bis samstags ab 12 Uhr und sonntags ab 10 Uhr.
Zünftig geht es aber nicht nur am Eröffnungswochenende daher, sondern das ganze Jahr über auch auf der Speisekarte: Brezen mit Schmalz, Erbsensuppe, Vesperteller und Grillspezialitäten gehören zum Angebot.

Förderung durch Leader

Um die Gäste nicht nur kulinarisch vom neuen Ausflugsziel zu überzeugen, setzt Schwalenstöcker zur Eröffnung vor allem auf Musik: Horst Sude (Korbach) und Eckhard Kuhnhenn (Goldhausen) sorgen an beiden Tagen mit Mundharmonika und Akkordeon für Stimmung. Für den Frühschoppen am Sonntag hat Schwalenstöcker ab 11 Uhr die "Aartalmusikanten" aus Eppe verpflichtet. Auf dem Weg zum "Gipfel der Gemütlichkeit" – so der Werbespruch der Betreiber – investierten Göbel und Schwalenstöcker rund 150 000 Euro. Das Projekt in der Region "Naturpark Diemelsee" wird aus dem europäischen Leader- Programm gefördert.

Weitere Informationen gibt es bei Torsten Schwalenstöcker, Telefon 0163/2576685, sowie im Internet unter www.eisenberg-huette.de.

WLZ - im Mai 2011

 

In der Spinnstube kennengelernt

Seltenes Fest in Goldhausen: Erika und Willi Wäscher haben vor 60 Jahren geheiratet

PressebildSeit 60 Jahren ein Ehepaar: Erika (87) und Willi Wäscher (85) aus Goldhausen, hier mit ihrem achtjährigen Enkel Leon. Foto: Benseler 

Erika und Willi Wäscher feiern heute in Goldhausen ihre diamantene Hochzeit.

Von Lutz Benseler

Korbach-Goldhausen. Seit 60 Jahren sind sie ein Ehepaar. Angefangen hatte alles 1949 in der Spinnstube in Erika Wäschers Geburtsort Nieder-Schleidern. Der Goldhäuser Willi Wäscher war eines Abends in die gemütliche Runde eingeladen und lernte dort seine Erika kennen und lieben. 1950 folgte die Verlobung, und noch ein Jahr später schlossen beide den Bund der Ehe. 1954 kam eine Tochter zur Welt, 1960 ein Sohn.

Mehr als vier Jahrezehnte lang waren Wäschers eine wichtige Anlaufstelle im Dorfleben: Von 1948 bis 1991 betrieb die Familie in Goldhausen ein Gasthaus, von den fünfziger Jahren bis 1976 außerdem ein Lebensmittelgeschäft – heute ist der Ladenraum ihr Wohnzimmer.
Viel Arbeit prägte ihr Leben. Kaum war zu später Stunde der letzte Gast verabschiedet, kam früh morgens um 6.30 Uhr auch schon wieder der Kühlwagen mit der Lieferung für den Laden. "Manchmal haben wir gar nicht geschlafen", erinnert sich der Jubilar. Außerdem unterhielt das Paar eine kleine Landwirtschaft. Für größere Reisen haben sie Goldhausen nie verlassen: "Für Urlaub haben wir keine Zeit gehabt", sagt Willi Wäscher.
40 Jahre lang war Wäscher außerdem Gemeindediener und Wassermeister. Der heute 85-Jährige engagierte sich auch in den Goldhäuser Vereinen. Seit mehr als 60 Jahre gehört er dem gemischten Chor und der Freiwilligen Feuerwehr an.

Für das Rezept für 60 Jahre Ehe muss Wäscher nicht lange überlegen: "Liebe muss schon dabei sein, sonst geht es nicht", sagt der Jubilar. Drei Enkelkinder gratulieren heute zur diamantenen Hochzeit. Den Glückwünschen für Erika und Willi Wäscher schließt sich auch die Heimatzeitung an.

WLZ - im April 2011

 

Auftakt in die goldene Saison

Bis Oktober locken Führungen in Deutschlands größte historische Goldlagerstätte

PressebildBesucherführungen in Goldhausen sind ein spannendes Abenteuer für die ganze Familie. In der Gruppe von Friedrich Bachmann wandelte auch Korbachs "Goldmarie" Jana Möseler (l.) auf den Spuren der früheren Goldgräber. Fotos: Kleine

"Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt": Die Saison in Deutschlands größtem historischen Goldbergwerk ist eröffnet. Bis Oktober lockt das Abenteuer Woche für Woche.

Von Jörg Kleine

Korbach - Goldhausen. Prächtiges Wetter lockte am Sonntagmorgen bereits rund 80 Besucher zum "Unteren-Tiefen-Tal-Stollen". Viele Familien nutzten den Tag für einen Ausflug – mit Abtauchen in die Unterwelt. Vergünstigte Führungen lockten zu einer Entdeckungsreise in Korbachs goldenes Zeitalter, der Besucherstollen gibt Einblick in den Bergbau des 15./16. Jahrhunderts. Und am Ende wartet der Einblick in die mittelalterliche Grube St. Sebastian, wo die Goldschürfer schon im 14. Jahrhundert zu Werke gingen.

Bis in den Nachmittag gab es gute Resonanz am Eisenberg, wo auf die Besucher auch Würstchen, Getränke, Kaffee und Kuchen warteten. Die Goldhäuser und der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" erwiesen sich abermals als prima Gastgeber.

Zur Eröffnung stimmte der gemischte Chor Eisenberg musikalisch auf die neue Saison ein. Als Hartmut Scharfe dann das Akkordeon zur Hand nahm, sangen die Besucher gleich mit: "Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt".

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Bild links: Walter Hellwig, Pfarrer im Ruhestand und Besucherführer, hielt die anrührende Andacht zur Saisoneröffnung. Bild mitte: Hartmut Scharfe stimmte das Bergmannslied an: "Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt." Bild rechts: Der gemischte Chor ist stets dabei – wie Wolfgang Behle (vorne 2. v. r.), Chef des Vereins "Historischer Goldbergbau".

Mit strahlendem Lachen hatte derweil Korbachs amtierende "Goldmarie" Jana Möseler ihre Premiere: Zusammen mit Vereinschef Wolfgang Behle gab sie den Weg ins Besucherbergwerk erstmals frei.
Auch Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich war mit von der Partie und lobte das große ehrenamtliche Engagement des Vereins und der vielen Goldhäuser, die das Besucherbergwerk zu einem Magneten gemacht haben.

Um Gottes Segen für Bergleute und Besucher bat Walter Hellwig. Der Pfarrer im Ruhestand ist selbst aktives Mitglied im Verein, erinnerte an seine Jugendzeit mit Ausflügen zum Eisenberg und an die Legende vom "goldenen Ziegenbock", die sein Vater gerne und oft erzählte: Korbachs verdienter früherer Stadtarchivar Wilhelm Hellwig.

Die Saison reicht bis Ende Oktober. Gruppenführungen sind nach Anmeldung täglich möglich und kosten 60 Euro für bis zu zwölf Erwachsene, 50 Euro für Kindergruppen. An jedem Wochenende gibt es zudem Einzelführungen – möglichst – mit Voranmeldung:

Bürgerbüro der Stadt Korbach, Stechbahn 1 (Rathaus), 34497 Korbach, Tel. 05631/53-232 oder 53-336, Internet: www.goldspur-eisenberg.de.

WLZ - im April 2011

 

Erich Becker bester "Oldie"

Seniorenschießen im Kreis Eisenberg: Goldhausen löst Abosieger Korbach ab

PressebildTreffsicher in Korbach: Die geehrten Sieger mit dem stellvertretenden Kreisschützenmeister Dieter König (Adorf). Foto: lö

Zwei große Überraschungen gab es beim 16. "Oldie-Cup" des Schützenkreises Eisenberg in Korbach: Erich Becker holte sich erstmals den Titel und mit seinen Goldhäuser Teamkollegen verdrängte er Korbach von der Spitze.

Korbach. Bereits zum 16. Mal trafen sich auf Einladung des Schützenkreises 22 interessierte Schützen der Jahrgänge bis 1955 aus den Kreisvereinen, um den Oldie-Cup 2011 auszuschießen. Auch in diesem Jahr stellte der Sportschützenverein Korbach als Gastgeber wieder seinen Schießstand in den Waldecker Stuben zur Verfügung. Von 34 gemeldeten Seniorenschützen traten 31 an, um sich mit den Luftgewehren wettkampfmäßig in der Disziplin Luftgewehr Auflage zu messen. 20 Wettkampfschuss mussten abgegeben werden. Die Auswertung erfolgte maschinell.

Als ältester Teilnehmer ging wie im Vorjahr Fritz Kesting aus Meineringhausen an den Start. Der 90-Jährige bewies mit 185 Ringen einmal mehr, dass das Sportschießen bis ins hohe Alter mit Erfolg betrieben werden kann.

Tagesbestergebnis bei den Damen schoss Gisela Roesen aus Korbach mit 191 Ringen. Die Siegerliste bei den Herren führt erstmals Erich Becker aus Goldhausen an. Mit 197 Ringen lag er knapp vor Hans Karolyi aus Korbach (196). Je 195 Ringe schossen die Meineringhäuser Karl-Wilhelm Becker und Wolrad Blecher sowie Friedrich Wilhelmi aus Berndorf.

Den Wanderpokal für die beste Seniorengruppe holte sich mit 583 Ringen Goldhausen mit Erich Becker, Hartmut Scharfe und Karl-Heinz Behle. Die Goldhäuser verbesserten damit nicht nur ihr Vorjahresergebnis, sondern konnten damit erstmals seit Jahren die bisher dominierenden Oldies aus Korbach auf die Plätze verwiesen. Zweiter wurde Berndorf (579) mit Friedrich Wilhelmi, Peter Müllner und Hans Wiemann. Ebenfalls 579 Ringe trafen die Schützen Karl-Wilhelm Becker, Wolrad Blecher und Ede Müller aus Meineringhausen. Sie mussten sich aber knapp mit 291:290 Ringen im Vergleich der letzten Zehnerserien geschlagen geben. (lö)

Mannschaftsergebnisse: 1. Goldhausen I 583 Ringe, 2. Berndorf I 579 (291), 3. Meineringhausen I 579 (290), 4. Korbach I 578, 5. Goldhausen II 567

Einzelergebnisse Damen – Jahrgangsklasse 1936–1940: 1. Annemarie Seuthe (Lengefeld) 188, 2. Christa van der Horst (Korbach) 184; Jg. 1946–1950: 1. Gisela Roesen (Korbach) 191

Einzelergebnisse Herren – Jahrgangsklasse 1930 und älter: 1. Fritz Kesting (Meineringhausen) 185, 2. Willi Reips (Goddelsheim) 134; Jg. 1931–1935: 1. Hartmut Scharfe (Goldhausen) 192; Jg. 1936–1940: 1. Hans Karolyi (Korbach) 196, 2. Helmut Hochbein (Lengefeld) 193, 3. Karl-Heinz Meier (Usseln) 192, 4. Werner von Kiedrowski (Korbach) 191 (97), 5. Wilhelm Frömel (Korbach) 191 (95); Jg. 1941–1945: 1. Erich Becker (Goldhausen) 197, 2. Karl-Wilhelm Becker (Meineringhausen) 195 (99), 3. Fritz Wilhelmi (Berndorf) 195 (96), 4. Hans Wiemann, Berndorf 192 (97), 5. Willi Müller (Goddelsheim) 192 (96); Jg. 1946–1950: 1. Karl-Heinz Behle (Goldhausen) 194 (99), 2. Heinrich Finger (Usseln) 194 (98), 3. Peter Müllner (Berndorf) 192, 4. Hermann-Georg Löwer (Korbach) 189, 5. Wilfried Behle (Goddelsheim) 188; Jg. 1951–1955: 1. Wolrad Blecher (Meineringhausen) 195

WLZ - im April 2011

 

Eisenberg: Lockruf des Goldes

Sonntag, 17. April, Saisoneröffnung in Deutschlands größtem Goldbergwerk

PressebildFührungen in den Besucherstollen sind auch für Familien ein spannender Ausflug. Archivfoto: Demski 

Korbachs goldenes Zeitalter ist ab Sonntag wieder hautnah zu erleben: In Goldhausen beginnt die neue Saison fürs Besucherbergwerk.

von Jörg Kleine

Korbach-Goldhausen. Mit Helm, Stiefel und Geleucht geht es am 17. April hinein in den "Unteren-Tiefen-Tal-Stollen". Halbstündliche, vergünstigte Führungen versprechen ein Erlebnis für die ganze Familie. Auch für Essen und Trinken ist in Goldhausen bestens gesorgt. Auftakt ist um 11 Uhr eine Andacht am Eingang zum Bergwerk. Walter Hellwig, Besucherführer und Pfarrer im Ruhestand, wird die Andacht gestalten. Für die musikalische Begleitung sorgt der gemischte Chor Eisenberg. Erstmals mit von der Partie zur Saisoneröffnung ist auch die neue Korbacher Goldmarie Jana Möseler. Gegen 11.30 Uhr beginnt dann die erste Führung im Bergwerk. Dabei geht es rund 250 Meter hinein in den Stollen aus dem 15./16. Jahrhundert. Am Ende erwartet die Besucher ein spannender Blick in die Grube St. Sebastian, also in authentischen mittelalterlichen Bergbau aus dem 14. Jahrhundert.

Bergbau seit Mittelalter

Regie führt unter Tage der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg e. V.", der in den vergangenen zwei Jahren viel Kraft in den Ausbau des Stollens und neues Erlebnis für Besucher investiert hat. Inzwischen ist ein Querschlag von weiteren 200 Metern erschlossen, der Spuren des moderneren Bergbaus seit 1974 zeigt.
Damals begann das Landesamt für Geologie mit Dr. Jens Kulick (1996 verstorben), den Goldbergbau und die Geologie am Eisenberg neu zu erforschen. Bis in die 90er-Jahre zeigten internationale Firmen wiederholt Interesse am goldenen Vermächtnis Korbachs.
Der Querschlag soll möglichst im Laufe der Saison 2011 für Besucher informativ hergerichtet und geöffnet werden.

Günstige Führungen

Der Treffpunkt für die Führungen am Sonntag, zwischen 11.30 Uhr und 15.30 Uhr, ist direkt am Eingang zum Stollen. Für Besucher stehen dort Jacken, Helme, Stiefel und Lampen zur Verfügung. Die etwas verkürzten Führungen von rund einer halben Stunde kosten an diesem Tag nur vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder.

Erlebnis für Kinder

Weiteres Erlebnis gibt es am "Zechenhaus" neben dem Dorfgemeinschaftshaus. Mädchen und Jungen können an der Goldwaschanlage ihr Geschick testen. Überdies gibt eine Ausstellung im Zechenhaus viele Informationen zu Deutschands größtem historischen Goldbergwerk. Eine umfangreiche Mineralienausstellung lockt ebenfalls. Als besonderes Glanzlicht gibt es dabei kleine Goldstufen und Goldflitter zu erwerben. Auch der Aussichtsturm und die Burgruine auf dem Eisenberg laden am Sonntag zu Entdeckungen ein.
Führungen ins Goldbergwerk sind für Gruppen bis zwölf Personen nach Anmeldung von Mitte April bis Oktober täglich möglich (freie Terminwahl). Besuche kosten 60 Euro pro Gruppe für Erwachsene, 50 Euro für Kindergruppen.
Für Einzelbesucher und kleinere Gruppen gibt es an den Wochenenden in der Saison regelmäßige Führungen - mit Voranmeldung. Diese Führungen kosten sieben Euro für Erwachsene und 3,50 Euro für Kinder (6 bis 14 Jahre).

WLZ - im April 2011

 

Rundhölzer vermitteln Gemütlichkeit

"Eisenberg-Hütte" steht · Betreiber wollen Türen Ostern öffnen · Fest Anfang Mai

PressebildEingebettet in die Natur: Die leicht versetzt gebaute "Eisenberg-Hütte" und das separate Toilettenhäuschen stehen seit wenigen Tagen. Fotos: volkenrath

von Natalie Volkenrath

Korbach-Goldhausen. Baumaterialien stapeln sich neben dem Dorfgemeinschaftshaus Goldhausen. Bis zur Eröffnung der "Eisenberg-Hütte" am Fuße des Korbacher Hausbergs gibt es für die Betreiber, den Willinger Hotelier Gert Göbel und den Lengefelder Torsten Schwalenstöcker, noch viel zu tun. Mit der Errichtung des Blockhauses ist der wichtigste Schritt jedoch getan."

In fünf Tagen haben wir die Hütte unter Fachanleitungaber in Eigenleistung aufgebaut", berichtet Schwalenstöcker stolz. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die starken Rundhölzer aus robustem Fichtenholz vermitteln außen wie innen Gemütlichkeit. "Damit es noch uriger wird, planen wir ein Holzschindeldach über der rustikalen Theke", verrät Schwalenstöcker nur eines der unzähligen Details, die in Gastraum und Biergarten für Atmosphäre sorgen sollen.

PressebildEs gibt viel zu tun: Betreiber Torsten Schwalenstöcker ist stets tatkräftig bei der Sache.

Auf rund 100 Quadratmetern – Küche und das separat stehende Toilettenhäuschen sind eingerechnet – versprechen die Betreiber erlebnisreiche Hüttengastronomie. "Um das ganze Haus herum entstehen außerdem gemütliche Sitzecken mit Blick auf die Willinger Berge", erläutert der Lengefelder. Insgesamt entstünden rund 110 Plätze. Die Betreiber investieren etwa 150 000 Euro in die Hütte, die in unmittelbarer Nachbarschaft des Goldbergwerks und des Georg-Viktor-Turms liegt und auch für Wanderer und Radfahrer zum Anlaufpunkt werden soll. Das Projekt in der Region "Naturpark Diemelsee" wird aus dem Leader-Programm gefördert.

"Wir hoffen, dass wir am Karfreitag die Türen öffnen können", blickt Schwalenstöcker voraus. Die offizielle Eröffnung ist für den 7. Mai geplant. "Als Besonderheit würde ich gern Ochse am Spieß anbieten." Erste Buchungen für (Familien)-Feiern liegen Schwalenstöcker auch bereits vor.

Bis die ersten gemütlichen Runden eingeläutet werden, müssen Handwerker und fleißige Helfer jedoch noch kräftig anfassen, um vor allem den rustikalen Innenausbau voranzubringen. Zum Schutz vor Wind und Wetter bekommt das Blockhaus außerdem einen Anstrich.

Weitere Infos: Torsten Schwalenstöcker, Tel. 0163/2576685.

WLZ - im April 2011

 

Fördergeld für Goldhausen und Lengefeld

Korbach. Die Stadt Korbach meldet ihre Ortsteile Lengefeld und Goldhausen für das Dorferneuerungsprogramm 2011 an. Beide Orte sollen als Kooperation gemeinsam in den Genuss von Fördermitteln kommen. Das haben die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Die Bewerbungsunterlagen müssen bis spätestens 6. März beim Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises eingereicht werden.

Eine Übergangsregelung ermöglicht, dass in diesem Jahr bis zu drei kooperierende Ortsteile gemeinsam als Förderschwerpunkt anerkannt werden können. Ab 2012 soll das Dorferneuerungsprogramm dann komplett umgestellt werden. Ziel ist, dass mehrere oder alle Ortsteile einer Kommune gefördert werden. Bisher konnte jeweils nur ein Ortsteil am Dorferneuerungsprogramm teilnehmen. Erst wenn der Ort alle Stationen durchlaufen hatte und die Dorferneuerung nach rund neun Jahren abgeschlossen war, durfte ein anderer Ortsteil angemeldet werden.

Aufgrund der Lage und der historischen Entwicklung gebe es einige Überschneidungen zwischen Lengefeld und Goldhausen, begründet die Stadt die Kooperation. Ein gemeinsames Projekt könne die Erschließung der ehemaligen Gerichtsstätte Korbachs im Bereich des Klusenbergs zwischen den beiden Orten sein. Hier könne gemeinsame Geschichte erlebbar gemacht werden, heißt es in der Vorlage für die Stadtverordneten. (lb)

WLZ - im Februar 2011

 

SPD heute in Goldhausen

Korbach. Die SPD Korbach setzt am heutigen Montag, 28. Februar, ihre Ortsteilbereisungen mit einem Besuch in Goldhausen fort. Ab 20 Uhr sind alle Bürgerinnen und Bürger zu einem Informationsgespräch ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Themen werden unter anderem die Wünsche der Einwohner und die Verankerung der Projekte im nächsten Haushalt sein. Auch die Bewerbung für die Aufnahme ins Dorferneuerungsprogramm wird auf der Tagesordnung stehen. Die SPD-Fraktion sowie Mitglieder des Ortsvereinsvorstandes werden Rede und Antwort stehen. (r)

WLZ - im Februar 2011

 

Gemeinsam in Goldhausen viel erreicht

Ereignisreiches Jahr für Verein "Unser Dorf" · Vorsitzender wiedergewählt

PressebildBernd Saure wurde für 25-jährige Mitgliedschaft im Verein "Unser Dorf" geehrt. Foto: pr

Korbach - Goldhausen. Auf ein ereignisreiches Jahr blickte der Vorsitzende des Vereins "Unser Dorf Goldhausen", Dirk Straußberg, in seinem Bericht während der Jahreshauptversammlung zurück.

Im Januar 2010 beteiligte sich der Verein mit mehreren Mannschaften am Preisschießen des Schützenvereins. Der Kinderkarneval für Goldhausen, Nordenbeck, Ober- und Nieder-Ense wurde dann im Februar ausgerichtet.

Im März stand wieder eine Theateraufführung auf dem Programm. Das Stück "Die Riesenschweinerei" lockte insgesamt rund 250 Besucher aus Goldhausen und Umgebung ins Dorfgemeinschaftshaus. Zwei neue Sitzgruppen aus Metall wurden in Goldhausen, am Feuerwehrhaus und am Tretbecken aufgestellt. Das Material wurde von der Stadt Korbach gestellt, welche auch die Montage organisiert hatte. Mitglieder des Vereins übernahmen die anfallenden Pflasterarbeiten.

Wie in jedem Jahr fand im Mai wieder eine Nistkastenkontrolle unter Leitung von Hartmut Scharfe statt. Der Verein betreut inzwischen 26 Nistkästen. Bei einem Wandertag im Juni konnten die Goldhäuser das nahe dem Dorf gelegene Gipfelkreuz auf dem Eschenberg in der Gemarkung Goddelsheim kennenlernen. Nach einer zünftigen Stärkung trafen die Wanderer auf den Schnadezug aus Nordenbeck, die am Grenzstein am "Vier-Gemeinde-Eck" verweilten.

Bei einem Aktionstag im September wurden Sträucher und Hecken geschnitten, Unrat beseitigt sowie Beete und Böschungen gejätet. Dabei beteiligten sich wieder viele Vereinsmitglieder.

Im Oktober wurde ein Kinder- und Dorffest ausgerichtet. Aufgrund des schlechten Wetters war der Spielenachmittag nicht gut besucht, dafür der sich anschließende "bayerische Abend" umso besser.Zusammen mit dem Kindergarten Laake wurde im November ein Laternenumzug organisiert. Darüber hinaus war der Verein "Unser Dorf" aber auch für die Allgemeinheit wieder aktiv. Für das Dorfgemeinschaftshaus wurden ein Gefrierschrank und eine Stuhlkarre angeschafft.

Die Vorstandswahlen haben keine großen Veränderungen mit sich gebracht. Als zweite Schriftführerin wurde Ursula May gewählt, sie löst Claudia Straußberg ab, die aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidierte. Als Vorsitzender wiedergewählt wurde Dirk Straußberg, als stellvertretende Vorsitzende Petra Thielemann, Kassierer Ulrich Fischer, Schriftführer Bernd Mütze, zweite Kassiererin Ursula Benirschke sowie als Beisitzer Walter Thielemann, Rudolf Fabinger und Anja Battermann.

Bernd Saure wurde in der Jahreshauptversammlung für 25-jährige Mitgliedschaft im Verein Unser Dorf Goldhausen (früher Verkehrsverein) vom Vorsitzenden Dirk Straußberg mit einer Urkunde und einem Präsent geehrt. (r)

WLZ - im Februar 2011

 

Spatenstich für "Eisenberg-Hütte"

Leader fördert Erlebnisgastronomie in rustikal-gemütlicher Atmosphäre · Eröffnung am 1. Mai

PressebildBagger rollen: Torsten Schwalenstöcker wird die "Eisenberg-Hütte" gemeinsam mit Hotelier Gert Göbel betreiben.

Bauwagen weicht Blockhaus, heißt es derzeit auf dem Korbacher Eisenberg. Hotelier Gert Göbel (Willingen) und Torsten Schwalenstöcker (Lengefeld) haben in Goldhausen mit dem Bau der "Eisenberg-Hütte" begonnen.

Von Natalie Volkenrath

Korbach - Goldhausen. Bislang bewirtete Schwalenstöcker Besucher des Goldbergwerks und des Georg-Viktor-Turms in seinem "Waldkiosk", einem umgebauten Bauwagen, der an Peter Lustigs Wohnwagen aus der Serie "Löwenzahn" erinnerte. Bis auf angemeldete Veranstaltungen waren Kiosk und Biergarten nur während der Bergwerkssaison geöffnet.

Damit künftig auch die Goldhäuser und ihre Gäste vom Trend zur Erlebnis- und vor allem Hüttengastronomie profitieren, bauen Göbel und Schwalenstöcker die "Eisenberg-Hütte" (WLZ, 7. Januar). Nachdem der letzte Schnee im Turmweg getaut war, starteten die Erdarbeiten für die vom Korbacher Bau- und Umweltschutztechniker Heiner Fobbe geplante Blockhütte. "Von Beginn an stand fest, dass sich die Hütte unbedingt dem vorhandenen Gelände und Bewuchs anpassen soll", berichtet Fobbe. "So wird die Ausrichtung der Hütte durch den Baumbestand vorgegeben, denn alles soll naturbelassen bleiben.

PressebildEingebettet in die Natur: Das Blockhaus passt sich der Landschaft im Turmweg an. Zeichnung: Sretenka Micic-Fobbe

"Ziel der Gesellschafter ist es, am 1. Mai zu eröffnen. "Alle ausführenden Firmen stehen bereit, um das Objekt schnellstmöglich zu errichten", betont Fobbe. Der Korbacher hofft, dass ein erneuter Wintereinbruch ausbleibt.

In das rustikale Blockhaus, das neben Dorfgemeinschaftshaus, Spiel- und Bolzplatz sowie dem Zechenhaus des Vereins Historischer Goldbergbau entsteht, investieren die Betreiber rund 150 000 Euro. Kurz nach Weihnachten hatten sie Fördermittel aus dem europäischen Leader-Programm zugesagt bekommen und ihr Vorhaben auf den Weg gebracht. Voraussetzung für die Unterstützung der Existenzgründung in der Leader-Region "Naturpark Diemelsee" ist die Beschäftigung einer Vollzeitkraft.

Hütten sind beliebt

Auf 120 Quadratmetern sollen sich die Gäste in rustikal-gemütlicher Atmosphäre wohlfühlen. Die Betreiber haben mit der Stadt Korbach bereits einen langfristigen Pachtvertrag für das Grundstück abgeschlossen. Die aus Rundhölzern errichtete Hütte bekommt laut Schwalenstöcker Holzboden, Sprossenfenster und Holzofen. Zum Konzept gehören darüber hinaus Biergarten und Streichelzoo. Außerdem erweitern Göbel und Schwalenstöcker das kulinarische Angebot. Typisch für eine Hütte servieren sie zum Beispiel Brotzeiten und Schnitzel.

Auch die Öffnungszeiten werden nach Angaben des Lengefelders ausgedehnt: Samstags und sonntags soll die Eisenberg-Hütte auf jeden Fall geöffnet sein. Hinzu kommen Sonderveranstaltungen, beispielsweise Betriebs- und Geburtstagsfeiern, Hochzeiten und andere (Familien-)Feste. Göbel wünscht sich, bei der Bewirtung mit einem heimischen Caterer zusammenzuarbeiten.

"Hütten werden derzeit überall gebaut", ist der Willinger Hotelier vom Konzept überzeugt. Urige Hüttenatmosphäre genießen Gäste unter Göbels Regie bereits in den "Dorf-Almen" Willingen und Winterberg sowie in der "Rodenberg-Alm" (Rotenburg an der Fulda) und in der "Eisenach-Alm" nahe der Wartburg.

Sonderaktionen geplant

Schwalenstöcker will das Geschäft mit weiteren Aktionen ankurbeln und den Besuch am Eisenberg zu einem noch unvergesslicheren Erlebnis machten. Dazu zählen Tanztee, Handwerker- und Countryabende sowie Spielenachmittage.

WLZ - im Februar 2011

 

32 Sänger, 42 Übungsabende und 15 Auftritte

Rückblick, Neuwahlen und Ehrungen bei der JHV des gemischten Chores Eisenberg

PressebildNeuer Vorstand und Geehrte (v.l.): Walter Thielemann, Friedrich Emde, Edelgard Tepel, Charlotte Grebe, Arno Huthwelker, Ilselore Jost, Frieda Mark, Sabine Gernandt-Krüger, Burkhard Behle, Günther Vahland, Marianna Zenke und Wolfgang Behle. Foto: pr

Korbach - Goldhausen. Zur Jahreshauptversammlung des gemischten Chores Eisenberg begrüßte Vorsitzender Günther Vahland am Wochenende 24 Sängerinnen und Sänger sowie Freunde und Förderer im Dorfgemeinschaftshaus von Goldhausen. Vahland gab ebenso wie Chorleiter Arno Huthwelker und Schriftführerin Ilselore Jost einen Rückblick auf 42 Übungsabende und 15 Auftritte sowie die Entwicklung und die musikalische Arbeit des Vereins im Jahr 2010. Die Mitgliederzahl ist gegenüber dem Jahr 2009 fast konstant geblieben. Insgesamt zählt der Chor 71 Mitglieder, davon 32 aktive Sängerinnen und Sänger. Ortsvorsteher Wolfgang Behle überbrachte die Grüße des Ortsbeirates und würdigte die kulturelle Bedeutung des Vereins.

Auftritte fanden bei Theaterabend, Bergwerkseröffnung, Bezirkskonzert, Altstadtkulturfest, Adventskalender, Volkstrauertag sowie bei Familienfesten statt. Außerdem nahmen die Goldhäuser Sängerinnen und Sänger bei Veranstaltungen des Männergesangvereins Buchenberg teil.

Die Anwesenden bestätigten bei den Wahlen ihren Vorsitzenden im Amt, neuer Stellvertreter ist Walter Thielemann. Er tritt die Nachfolge von Wolfgang Behle an, der aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand.

Schriftführerin bleibt Ilselore Jost. Marianna Zenke übernimmt das Amt der Stellvertreterin von Marlies Gernandt, die nicht mehr antrat. Kassiererin Sabine Gernandt-Krüger wurde von den Sängerinnen und Sängern bestätigt. Als stellvertretende Kassiererin wurde Edelgard Tepel wiedergewählt. Neuer Notenwart ist Burkhard Behle, der die Nachfolge von Walter Thielemann antritt.

Für 2011 stehen bereits einige Termine fest. Unter anderem beim Beratungssingen des Waldeckischen Sängerbundes (20. Februar in Thalitter), beim Liederabend des Männergesangvereins Eppe (9. April) und bei der Bergwerkseröffnung in Goldhausen (17. April). Das Bezirkskonzert in Helmscheid (29. Mai), die 975-Jahr-Feier in Lengefeld (19. Juni) und das Altstadtkulturfest in Korbach (2. Juli)sind ebenfalls eingeplant.

Ehrungen standen ebenfalls auf dem Programm. Charlotte Grebe, Frieda Mark, Hilde Tepel, Friedrich Saure, Karl und Willi Wäscher wurden für 60-jährige Vereinszugehörigkeit, Friedrich Emde für 25-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt. (r)

WLZ - im Februar 2011

 

Viel zu tun für die Feuerwehrleute

Goldhäuser Brandschützer erfolgreich im Einsatz und bei Wettbewerben

PressebildEhrungen und Beförderungen bei der Feuerwehr Goldhausen (v. l.): Friedhelm Schmidt, Carsten Vahland, Kerstin Zenke, Roland Fabinger, Tobias Westmeier, Nicole Westmeier, Micha Zenke, Friedrich Bachmann, Ernst Hartmann, Wolfgang Behle, Dirk Vahland und Andreas Sinsch. Foto: pr

Korbach - Goldhausen. Achtmal rief die Sirene die Goldhäuser Feuerwehr im Jahr ihres 75-jährigen Bestehens zum Einsatz. Vorsitzender und Wehrführer Andreas Sinsch berichtete in der Jahreshauptversammlung über die Aktivitäten im letzten Jahr.

Im Mai feierte die Wehr ihr Jubiläum mit Kommersabend und Stadtpokalwettkämpfen. Bei vielen Übungsabenden wurden feuerwehrtechnische Themen behandelt. Zudem hatten die Goldhäuser Brandschützer die Möglichkeit, ihre Kenntnisse in Erster Hilfe aufzufrischen. Praktische Übungen waren ebenfalls im Programm. Auch eine gemeinsame Übung mit den Enser Feuerwehren in Nordenbeck wurde absolviert.

Hilfe leisteten die Goldhäuser Feuerwehrleute im Jahr 2010 beim Brand eines Müllbehälters, bei einem Kaminbrand und einer eingestürzten Scheunenmauer, die einen Bauarbeiter teilweise unter sich begraben hatte. Gelöscht wurden auch ein Treckerbrand, ein Zimmerbrand, ein kleiner Waldbrand und ein brennender Pkw. Eine mysteriöse Alarmierung gab es auch, bei der die Funkmeldeempfänger die Goldhäuser Kameraden aus dem Schlaf rissen, ohne dass die Leitstelle in Korbach den Alarm ausgelöst hatte. Bei den Wettkämpfen waren die Goldhäuser sehr erfolgreich und kämpften sich vom Kreisentscheid (fünfter Platz) über den Bezirksentscheid (siebter Platz) bis hin zum Landesentscheid, bei dem sie schließlich mit Platz zwei hessische Vizemeister wurden. Bei den Stadtpokalwettkämpfen im eigenen Ort belegten die Goldhäuser den dritten Platz.

Über die vielfältigen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr informierte Jugendwart Stefan Frese. Beim Pokalwettbewerb im Stadtzeltlager in Hemscheid belegten die Jugendlichen die Plätze eins und drei und in Marienhagen den zweiten Platz. Einige der Wettbewerbe werden auch im Florianscup gewertet, bei dem sich die Jugendlichen eine gute Gesamtplatzierung erhoffen. Neben der Teilnahme an den Wettbewerben richtete die Jugendfeuerwehr das Osterfeuer aus, nahm an Zeltlagern und Umweltaktionen teil.

Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt beförderte Roland Fabinger und Tobias Westmeier zu Feuerwehrmännern, Nicole Westmeier zur Oberfeuerwehrfrau, Micha Zenke zum Oberfeuerwehrmann sowie Kerstin Zenke zur Oberlöschmeisterin.

Für 40jährige Vereinszugehörigkeit erhielten Ernst Hartmann und Dirk Vahland eine Ehrenurkunde des Kurhessisch-Waldeckschen Feuerwehrverbands. Reinhard und Friedrich Westmeier (beide 40 Jahre Mitgliedschaft), Uwe Vahland und Sven Schüttler (25 Jahre) waren nicht anwesend. (r)

WLZ - im Januar 2011

 

Das Leben rund um den Eisenberg mitgestaltet

Nachdem sich keine neue Vorsitzende gefunden hatte, löst sich Landfrauenverein Eisenberg nach 30 Jahren auf

PressebildNach 30 Jahren löste sich der Landfrauenverein Eisenberg auf. Für ihren Einsatz wurden die fleißigen Damen des Vorstands geehrt: Ursula Dietrich, Annerose Schüttler, Margret Lenz, Waltraud Matzkeit, Erika Finger, Marlies Emde, Gertrud Klein und Ingrid Schulze. Foto: Theresa Demski

Rund 30 Jahre nach ihrer Gründung lösten die Landfrauen rund um den Eisenberg am vergangenen Wochenende ihren Verein auf. Der Vereinsnachwuchs fehlt. Mit einem weinenden Augen erinnerten sich die Damen an alte Zeiten.

Von Theresa Demski

Korbach-Nordenbeck. Gut besuchte Basare, legendäre Karnevalsfeiern und viele Teilnahmen an Märkten und Festzügen in Korbach: Gerne erinnerten sich die Landfrauen aus Nordenbeck, Ober-Ense, Nieder-Ense, Goldhausen und Lengefeld am Samstag an vergangene Zeiten. 28 Jahren lang hatten sie regelmäßig manch gesellige Stunde miteinander verbracht, Einsatz gezeigt, unzählige Kuchen gebacken und während abwechslungsreicher Vorträge informiert. Seit der Gründung des Vereins im April 1983 engagierte sich Ingrid Schulze als Vorsitzende der Landfrauen.

Im vergangenen Jahr kündigte sie an, aus Altersgründen nicht wieder zu kandidieren. Der Verein machte sich auf die Suche nach einem neuen Vorstand – ohne Erfolg. "Es ist traurig, den Verein, den wir selbst damals gegründet haben, jetzt wieder auflösen zu müssen", erklärte Ingrid Schulze während des Abschiedfrühstücks der Landfrauen am Samstagvormittag, "damit haben wir damals nicht gerechnet". Mehr als 70 Gründungsmitglieder waren bis zum Ende noch mit dabei, aber keine jungen Frauen, die die Verantwortung übernehmen wollten. "Uns fehlt einfach der Nachwuchs", beklagte Ingrid Schulze, "die Themen haben sich mit den Jahren verändert".

Fast 100 Frauen aus den Dörfern rund um den Eisenberg hatten 1983 den Verein gegründet. "Wir haben uns über die eigene Dorfgrenze hinaus kennengelernt", freuten sich die Damen. Gemeinsame Interessen wurden geteilt und das Leben rund um den Eisenberg engagiert mitgestaltet. "Zu den Glanzpunkten der vergangenen Jahre gehören unsere Karnevalsfeiern", erinnerte sich Ingrid Schulze. Unvergessen seien auch die Reisen und die regelmäßige Teilnahme am Mittelalterlichen Markt. "Wir hatten viel Spaß in den all den Jahren",waren sich alle einig.

Aus dem Verein gingen eine Gymnastik- und eine Handarbeitsgruppe hervor. Beide sollen bestehen bleiben, einmal im Jahr wollen die Frauen zum Frühstückstreffen einladen. "Wir wollen uns nicht aus den Augen verlieren", betonte Ingrid Schulze, "schließlich hatten wir immer eine tolle Gemeinschaft".

WLZ - im Januar 2011

 

Hüttengastronomie am Eisenberg

Hotelier Gert Göbel und Torsten Schwalenstöcker bauen Blockhaus · Leader-Förderung

PressebildNebel hüllt den idyllisch gelegenen "Waldkiosk", der in unmittelbarer Nachbarschaft des Goldhäuser Kinderspielplatzes sowie des Informationszentrums zum Goldbergwerk liegt, ein. An gleicher Stelle eröffnet die "Eisenberg-Hütte".
Fotos: Volkenrath / archiv

Goldbergwerk und Georg-Viktor-Turm locken jährlich zahlreiche Gäste an den Korbacher Eisenberg. Die "Eisenberg-Hütte", ein Blockhaus mit Erlebnisgastronomie, soll ab 1. Mai zu einem weiteren Besuchermagneten in Goldhausen werden.

Von Natalie Volkenrath

Korbach-Goldhausen. "Der Eisenberg ist ein gemütliches Plätzchen", schwärmt Torsten Schwalenstöcker mit Blick auf idyllische Laubwälder, Kinderspielplatz, Bolzplatz und Zechenhaus, in dem der Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg über die Bergbaugeschichte informiert. Um Besucher des Goldbergwerks, des Georg-Viktor-Turms sowie Wanderer und Radfahrer zu verköstigen, bewirtet der Lengefelder seit 2004 den "Waldkiosk" am Turmweg, oberhalb des Dorfgemeinschaftshauses.

"Den Bauwagen habe ich selbst ausgebaut", berichtet Schwalenstöcker. Bis zu 15 Personen finden bislang in dem umgebauten Gefährt, das an Peter Lustigs Wohnwagen aus der Serie "Löwenzahn" erinnert, Platz. Im Biergarten kommen weitere Plätze hinzu. "Bislang war der Waldkiosk ein Saisonbetrieb", erklärt Schwalenstöcker. Bis auf angemeldete Veranstaltungen sei er nur zur Bergwerkssaison geöffnet gewesen.

Investition von 150 000 Euro

PressebildGert Göbel   Das wird sich nun ändern: Vom Trend zur Erlebnis- und insbesondere zur Hüttengastronomie sollen in Kürze auch die Goldhäuser und ihre Gäste profitieren. Schwalenstöcker will am 1. Mai gemeinsam mit dem Willinger Hotelier Gert Göbel die "Eisenberg-Hütte" eröffnen. "Hütten werden derzeit überall gebaut", weiß der Chef der "Göbel Hotels" aus Erfahrung. Unter seiner Regie genießen Gäste bereits in den "Dorf-Almen" Willingen und Winterberg sowie in der "Rodenberg-Alm" in Rotenburg an der Fulda und in der "Eisenach-Alm" nahe der Wartburg urgemütliche Hüttenatmosphäre.

Sobald es das Wetter zulässt, weicht der Waldkiosk daher einer Blockhütte. Mit der Stadt Korbach hat die Betreiber-Gesellschaft laut Göbel einen langfristigen Pachtvertrag für das Grundstück abgeschlossen. "Das rustikale Blockhaus aus 23 Zentimeter starken Rundhölzern bekommt Holzboden, Sprossenfenster und Holzofen", verspricht Schwalenstöcker urigen Hüttencharakter. "Die Gäste sollen hereinkommen und sich wohlfühlen."

In das rund 120 Quadratmeter große Blockhaus mit Küche investieren die Betreiber laut Göbels Geschäftspartner Markus Wilke etwa 150 000 Euro. "Kurz vor Weihnachten erhielten wir den Bewilligungsbescheid für Fördermittel aus dem Leader-Programm", freut sich Göbel. Damit das europäische Programm die Existenzgründung in der Leader-Region "Naturpark Diemelsee" unterstützt, "müssen wir eine Vollzeitkraft einstellen", erklärt Schwalenstöcker. Der Lengefelder will jeden Tag aber auch selbst vor Ort sein.

Neben der Ausstattung – Biergarten und Streichelzoo gehören ebenfalls zum Konzept – erweitern die Betreiber auch das gastronomische Angebot. Typisch für eine Hütte werden zum Beispiel Brotzeiten und Schnitzel serviert. Darüber hinaus weiten sie die Öffnungszeiten aus: Samstags und sonntags soll die "Eisenberg-Hütte" auf jeden Fall ihre Pforten öffnen. Hinzu kommen Sonderveranstaltungen, zum Beispiel Geburtstags- und Betriebsfeiern sowie Hochzeiten und andere (Familien-)Feste. Eine Zusammenarbeit mit einem heimischen Caterer ist für Göbel wünschenswert.

Tanztee und Countryabend

Schwalenstöcker schweben weitere Aktionen vor. Ideen hat er bereits gesammelt: "Im Winter wollen wir zum Beispiel den Trimmpfad spuren, damit Anfänger sich dort im Skilanglauf versuchen und anschließend bei uns einkehren können." Tanztee, Spielenachmittage, Handwerker- und Countryabende – die Hütte bietet vielfältige Möglichkeiten, um den Besuch am Eisenberg zum Erlebnis und den Bau des Blockhauses zu einer "goldrichtigen" Entscheidung zu machen.

WLZ - im Januar 2011