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Chronik der Presseberichte aus 2012

Presseberichte 2012

 


Stollen reifen tief im Eisenberg

Weihnachtliches Gebäck aus dem Goldhäuser Goldbergwerk geht sogar in die USA

PressebildWolfgang Behle vom Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg und Carolin Tent vom Altstadtcafé mit den im Besucherbergwerk gelagerten Stollen. Foto: Lutz Benseler

Die Stollen aus dem Stollen entwickeln sich zum Exportschlager. Die Korbacher Altstadtbäckerei lässt das weihnachtliche Gebäck sieben Wochen im Goldhäuser Goldbergwerk reifen.

Von Lutz Benseler

Korbach-Goldhausen. Drei Stück sind sogar nach Übersee gegangen: "Eine Kundin hat die Stollen an ihre Tochter verschickt, die in den USA lebt", sagt Carolin Tent vom Altstadtcafé. Überhaupt ist der Kuchen bei Exil-Korbachern beliebt. Aus ganz Deutschland kämen die Bestellungen, sagt Tent.

Im vergangenen Jahr hatte Bäcker Gerhard Tent mit 25 Stollen einen ersten Versuch tief im Eisenberg gestartet. Mit Erfolg: Die Lagerbedingungen im Goldbergwerk sind für die weihnachtliche Kuchen-Spezialität ideal. Die Luft ist sauber, die Temperatur liegt das ganze Jahr konstant bei acht Grad, und auch die Luftfeuchtigkeit verändert sich nicht. Der Stollen nach traditionellem Familienrezept trocknet nicht aus, die Aromen haben Zeit, sich zu entfalten. "Wir hätten noch mehr verkaufen können als wir gebacken haben", sagt Gerhard Tent. Zugegeben, die Idee ist in der Region nicht neu: Schon seit mehr als zehn Jahren lässt der Willinger Bäcker Wolfgang von der Heide Christstollen in der ehemaligen Schiefergrube Christine reifen. Doch der Kuchen aus dem Goldbergwerk sei schon etwas Besonderes, ist Tent überzeugt. Die ersten 100 Stück für die Weihnachtssaison 2012 sind bereits gereift, ein zweiter Schwung wird sieben Wochen in einem Stollen im Eisenberg eingelagert, der noch nicht für die Besucher geöffnet ist.

WLZ - im Oktober 2012

 

Goldbergbau bleibt ein Hit

Besucherstollen in Goldhausen lockt Einheimische und Urlauber gleichermaßen

PressebildFitmachen für die Gäste: Der ehemalige Bergmann Peter Penkert (Mitte) vermittelt den Besucherführern im Eisenberg Erkenntnisse aus 800 Jahren Goldgräbergeschichte. Fotos: Kleine

Der Lockruf des Goldes findet weiter ein großes Echo: Zum zehnjährigen Bestehen des Vereins "Historischer Goldbergbau" meldet der Besucherstollen ungebremsten Zuspruch.

Von Jörg Kleine

Korbach-Goldhausen. Neue Attraktionen ziehen Besucherströme, doch oft ebben sie nach einer Aufwärmphase wieder ab. In Goldhausen läuft das anders: 2012 kommen Gäste abermals in Scharen. Kurz nach Halbzeit der Saison registriert das Zechenhaus rund 1500 Gäste. "Ich denke, wir werden dieses Jahr wieder deutlich über 2000 Besucher haben", blickt Karl-Helmut Tepel voraus. Er ist Schatzmeister des Vereins "Historischer Goldbergbau Eisenberg".

Pressebild

Dr. Marc Müllenhoff zeigt auf eine grafische Info-Tafel.

2002 wurde der gemeinnützige Verein gegründet, der kurz darauf die Bergrechte der früheren "Gewerkschaft Waldecker Eisenberg" erwarb. Eigentümer waren bis dahin die Nachkommen von Carl Theodor Rauschenbusch (Kirchen/Sieg), der in den 20er- und 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts einen neuen Goldrausch am Eisenberg entfachen wollte. Doch wirtschaftlich ist der Goldbergbau in modernen Zeiten dort nicht mehr zu betreiben.

2004 lief im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen die erste komplette Saison für Gäste. Bis 2011 folgten insgesamt 15 600 Besucher dem Lockruf des Goldes. Inzwischen kommen über 50 Prozent der Gäste von außerhalb: Urlauber, Ausflügler und viele Schulklassen. Dabei ist das Interesse durchaus international – von Holland bis in die USA. Auf Wunsch bietet der Verein auch Führungen in holländischer und englischer Sprache an.

So lobt Dr. Marc Müllenhoff, Fachmann für Tourismus und Stadtmarketing in Korbach, insbesondere das Engagement der ehrenamtlichen Besucherführer und Helfer im Verein.

Bergbau, Gold, Souvenirs

Seit April 2012 hat Goldhausen dabei eine neue Attraktion: Mit viel Muskelschmalz und öffentlicher Förderung hat der Verein einen rund 200 Meter langen Seitenschlag im Stollen hergerichtet – den Jens-Kulick-Gang. Der Geologe und Heimatforscher Dr. Jens Kulick hatte in den 70er-Jahren den Goldbergbau im Eisenberg neu erkundet.

Bohrgezähe bis hin zum authentischen Arbeitsplatz eines Bergmanns der 70er-Jahre machen die Tour für Besucher im Jens-Kulick-Gang plastisch. Hinzu kommen neue Informationstafeln mit Texten und Grafiken im Besucherbergwerk. Über Tage bietet das Zechenhaus weiteres Erlebnis mit Goldwaschanlage, Ausstellungsstücken bis hin zu Souvenirs – ob Mineralien oder Goldfläschchen.

Derweil blickt Müllenhoff schon weiter in die Zukunft: Korbach liegt im Zentrum des nationalen Geoparks "Grenzwelten". Neben dem Goldbergbau findet vor allem auch die weltweit bedeutende, 250 Millionen Jahre alte Fossilfundstätte "Korbacher Spalte" großes Interesse bei Besuchern. All die Besonderheiten möchte Müllenhoff künftig noch stärker vernetzen– mit besten Aussichten vom Eisenberg übers Land.

Stets willkommen sind im Verein Interessenten, die als Besucherführer mitarbeiten möchten. Ansprechpartner: Dr. Marc Müllenhoff, Wirtschaftsförderung, Tel. 05631/50264-24.

WLZ - im August 2012

 

Schauspielern für guten Zweck

Goldhäuser Theatergruppe spendet 1000 Euro an ökumenischen Hospizverein

PressebildDr. Irmgard Brachmann und Christine Bernhardt-Engemann nehmen den symbolischen Spendenscheck der Theatergruppe Goldhausen entgegen.
Foto: Heimbuchner

Korbach. "Schneetreiben" hieß das Stück, mit dem die Theatergruppe Goldhausen im März zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer begeisterte. Den Erlös der Aufführungen in Höhe von 1000 Euro haben die Darstellerinnen und Darsteller an den Korbacher Hospizverein gespendet.

"Freud und Leid liegen oft so nah beieinander. Wir freuen uns daher, dem Hospizverein zu helfen und damit auch ein Thema zu unterstützen, um das viele Menschen oft einen Bogen schlagen", erklärte Dirk Straußberg von der Theatergruppe bei der Spendenübergabe.

Christine Bernhardt-Engemann und Dr. Irmgard Brachmann vom ökumenisch-ambulanten Hospiz Korbach sind für die Unterstützung sehr dankbar. "Es ist eine schöne Sache, dass die Theatergruppe Goldhausen mit so einem fröhlichen und lebensfrohen Stück Menschen hilft, die an so etwas nicht mehr teilnehmen können", sagte Christine Bernhardt-Engemann.

Das Geld kommt der Arbeit des Vereins zugute, der sich nur aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert. Der Verein möchte Sterbenden ein Lebensende in Würde in einer vertrauten Umgebung mit Selbstbestimmtheit und Schmerzfreiheit ermöglichen. Ob Gespräche, gemeinsames Beten, Vorlesen, aber auch beispielsweise Fahrdienste für Angehörige und vieles anderes mehr gehören zu den Aufgaben.

Die Theatergruppe Goldhausen ist eine Sparte des sehr aktiven Vereins "Unser Dorf Goldhausen" und erfreut die Goldhäuser und zahlreiche Gäste alle zwei Jahre mit einem gelungenen und kurzweiligen Theaterstück. (hei)

WLZ - im Mai 2012

 

Jens-Kulick-Gang im Bergwerk eröffnet

Verein "Historischer Goldbergbau" in Goldhausen startet mit Führungen in die neue Saison

PressebildDie Saison ist eröffnet – bis zum 31. Oktober werden wieder Führungen im Goldhäuser Besucherbergwerk angeboten: Werner Grebe (links) führte am Sonntag die erste Gruppe in der neuen Saison in die größte historische Goldlagerstätte Deutschlands.

Pünktlich zum zehnjährigen Bestehen des Vereins "Historischer Goldbergbau" wurde am Sonntag ein neuer Seitengang im Besucherbergwerk Goldhausen eröffnet: Der Jens-Kulick-Gang ist die neue Attraktion.

Von Marianne Dämmer

Korbach-Goldhausen. Der Landesgeologe und Heimatforscher Dr. Jens Kulick († 1996) erspähte in den 1960er-Jahren die Fossilien in der "Korbacher Spalte", setzte sich über Jahrzehnte für die Fundstelle ein – und ging in den 70er-Jahren ans Werk, um die Goldhäuser Burgruine freizulegen und den Goldbergbau zu erforschen. Ihm zu Ehren benannten die Goldhäuser "Goldgräber" den neuen Querschlag des Besucherbergwerks "Jens-Kulick-Gang", erklärte Wolfgang Behle, Vorsitzender des Vereins Historischer Goldbergbau am Sonntagvormittag beim Start in die neue Saison: "Er hat so viel für Korbach und den Goldbergbau getan." Der neue Seitengang ist rund 200 Meter lang, wurde mit viel Eigenleistung, ehrenamtlicher Hilfe und Sponsorengeldern gebaut – und durfte am gestrigen Sonntag erstmals offiziell "befahren" werden.

PressebildUwe und Holger Kulick waren zur Eröffnung des neuen Jens-Kulick-Gangs im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen eigens angereist – im Bild mit Goldmarie Jana Möseler, Vereinsvorsitzendem Wolfgang Behle, Bürgermeister Klaus Friedrich und Pfarrer i.R. Walter Hellwig. (v. l.). Fotos: Marianne Dämmer

Für Kulicks Söhne Holger und Uwe war die Namensgebung ein bewegender Moment. "Das, was der Verein hier inzwischen geschaffen hat, geht über alles hinaus, was unser Vater in den 90er-Jahren angedacht hatte", sagte Holger Kulick. "Wäre er noch unter uns, würde er sich sehr darüber freuen", versicherte er. Zuvor hatte Pfarrer i. R. Walter Hellwig, zugleich stellvertretender Vorsitzender, eine Bergwerksandacht gehalten, in der er das gefährliche Leben der Bergarbeiter in den Blickpunkt rückte – anhand des Schicksals von Linnart Schatzer, der 1521 im Goldhäuser Bergwerk einen schweren Unfall erlitt – und überlebte. Wolfgang Behle blickte stolz auf die Geschichte des Vereins zurück, der im Juli 2002 aus der Taufe gehoben wurde; inzwischen gehören ihm 115 Mitglieder an.

PressebildDer gemischte Chor Eisenberg unter Leitung vom Arno Huthwelker umrahmte die Saisoneröffnung musikalisch.

Pressebild2200 Besucher fanden im Jahr 2011
den Weg ins Bergwerk.

"Ohne das Besucherbergwerk wäre Korbach nur halb so goldrichtig", sagte Goldmarie Jana Möseler und erklärte die neue Saison schließlich für eröffnet. Bis zum Nachmittag bot der Verein Führungen. Unterdessen hatte er auch am Zechenhaus am Dorfgemeinschaftshaus die Pforten geöffnet, präsentierte dort die Ausstellung, die Einblick in die rund 800-jährige Geschichte des Bergbaus am Eisenberg gibt.

WLZ - im April 2012

 

Bergwerk wird wieder eröffnet

Korbach-Goldhausen. Helm auf, Gummistiefel an und hinein in Deutschlands reichste Goldlagerstätte: Am Sonntag, 15. April, wird am Besucherbergwerk in Goldhausen die Saisoneröffnung gefeiert. Um 11 Uhr hält Pfarrer i.R. Walter Hellwig am Eingang zum Bergwerk eine Andacht; der gemischte Chor Eisenberg sorgt für den musikalischen Rahmen.

Anschließend bietet der Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg zu Sonderpreisen halbstündlich Führungen im Goldbergwerk an. Beginn der Führungen ist um 11.30 Uhr. Die Besucher können sich direkt am Besucherbergwerk einkleiden, dort findet auch die Anmeldung statt. Bis 15.30 Uhr werden die Einblicke in den sagenumwobenen Goldberg gewährt. Die etwas verkürzten Führungen kosten am Eröffnungstag vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder (sechs bis 14 Jahre).

Das Zechenhaus neben dem Dorfgemeinschaftshaus in Goldhausen ist ebenfalls geöffnet. Dort werden weitere Informationen zum Goldbergbau angeboten. Durch die umfangreiche Mineralienausstellung wird ebenfalls geführt. Es ist möglich, im Zechenhaus kleine Goldstufen und Goldflitter zu erwerben. An der neuen Goldwaschanlage kann jeder sein Glück versuchen und vielleicht ein paar goldige Flitter mit nach Hause nehmen.

Für das leibliche Wohl ist mit Würstchen und Getränken sowie Kaffee und Kuchen direkt am Goldbergwerk gesorgt.

Der Verein freut sich auf viele Besucher an Deutschlands reichster Goldlagerstätte, die seit 1996 als einmaliges Dokument mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bergbaus unter Denkmalschutz steht. Der Aussichtsturm, die Ruine des Waldecker Grafenschlosses und der Lehrpfad "Goldspur" auf dem Eisenberg laden zu weiteren Entdeckungen ein. (r)

WLZ - im April 2012

 

Gut gelacht beim verpatzten "Blind Date"

Theatergruppe Goldhausen führt das Stück "Schneetreiben" im DGH erfolgreich auf

Mit der Komödie "Schneetreiben" hat die Theatergruppe Goldhausen die Doppelmoral auf die Schippe genommen.

Von Armin Hennig

Korbach-Goldhausen. Das Phänomen ist bekannt: viele tun's und keiner will's gewesen sein, jeder kennt gewisse Fernsehformate, aber keine will sie je gesehen haben. In Georg Ludys Komödie "Schneetreiben" zeigt sich, wozu die Mitmenschen in der Lage sind.

PressebildEva (Sylvia Bartmann) und Udo (Ingo Scriba) haben auf dem Eisenberg zueinander gefunden, Gerlinde und Udo Filzer (Petra Thielemann, Andreas Emde, v. l.) haben noch Gesprächsbedarf.

Angefangen bei Wirtin Eva Keck (Sylvia Bartmann), die ihre abgelegene Pension auf dem Eisenberg als idealen Blind-Date-Treffpunkt neu positionieren will und bei der Einstellung von Mithilfe Alwine (Uschi Benischke) schnell lernen muss, dass ihr Mädchen für alles die 0900-Ruf-mich-an-Nummer voll drauf hat und aus dem Stand eine perfekte "Pole"-Show mit dem Besenstiel durchziehen kann.

Nach Ansicht ihrer Chefin könnte die permanent Selbstgebrannten nachschüttende Putz- und Rezeptionskraft aufgrund ihrer Fahne glatt als "vollbiologischer Flammenwerfer" eingesetzt werden. Aber ohne ihre letzte Fuselattacke auf den Gerichtsvollzieher hätte sich der Kuckuck wohl unlängst in der Pension Himmelstörle häuslich niedergelassen. Nun soll das Blind-Date-Wochenende frisches Geld für Steuerschulden bringen und aufgrund des Winterwetters verschlägt es zwei abenteuerlustige Freunde und deren ahnungslose, aber dennoch aufgeschlossene Partner in die Pension, deren Schlüssellöcher die wackere Alwine erst einmal entstauben muss.

Udos prollige Verlobte

PressebildUschi Benischke spielte die Rolle der Alwine gekonnt.

Als Freizeitdichterin an der Rezeption und allzeit bereite Hilfskraft in allen Lebens- und Liebesangelegenheiten hatte Uschi Benischke vom ersten Reim an die Lacher auf ihrer Seite. Als Pensionswirtin, die eigentlich nur kuppeln wollte, aber zuletzt selbst an den Richtigen gerät, gestaltete Eva Keck souverän das ganze Spektrum von reserviert über verwirrt bis verliebt. Als technisch versierter Sympathieträger war Kfz-Mechaniker Udo Blinker (Ingo Scriba) im Verlauf des Stückes gewissermaßen die Idealbesetzung bei jeder der vier Frauen in der eingeschneiten Pension auf dem Eisenberg, bis er am Ende der Verwirrspiele bei seiner Eva landete. Während Ingo Scriba als Udo Blinker eine souveräne Rolle zu füllen hatte, taumelte sein Kumpel Willi Filzer, gespielt von Andreas Emde, angesichts der überraschenden Präsenz von Gattin Gerlinde (Petra Thielemann) von einer Verlegenheit in die nächste. Andreas Emde überzeugte als Nervenbündel wie als Großschnauze, die ganz schnell kleinlaut wird. Und Petra Thielemann ließ nur einmal ihre Tarnung als "stilles Wasser" fallen, als sie allzu aufmerksam um Udo Blinker herum scharwenzelte.

PressebildDie schrille "Göre" (Carmen Hartmann) küsst ihren Strumpfhosenvertreter (Jens Hartmann). Fotos: Armin HennigKorbach

Carmen Hartmanns erste Auftritte als Udos prollige Verlobte machten sämtliche Fluchtgedanken des Heiratskandidaten plausibel, hinreißend komisch war sie als schrille Göre allemal. Erst recht nachdem der vermeintliche TV-Produzent als Strumpfhosenvertreter, gespielt von Jens Hartmann, enttarnt wurde. Am Ende hatten sich zwei Paare gefunden, und die Pension auf dem Eisenberg war frei von Steuerschulden.

Für 2014 hat Dirk Straußberg als Vorsitzender des Theatervereins neben einer Komödie auch ein Kinderstück in Aussicht gestellt. Mit den Liedern "Für alle" und "Ich wollte nie erwachsen werden" hatte der gemischte Chor Eisenberg die Aufführung im Dorfgemeinschaftshaus eröffnet.

WLZ - im April 2012

 

Verwirrungen im "Himmelstor"

Theatergruppe Goldhausen bringt Komödie auf die Bühne · Premiere am 30. März

PressebildPressebildNeuen Schwung bringt die Blind-Date-Idee der Wirtin Eva in die kleine Pension "Himmelstor".

Erst bei der Premiere wird sich der Vorhang öffnen – bis dahin probt die Theatergruppe Goldhausen fleißig. Fotos: Ines Kubat

Das Stück "Schneetreiben", das wird die neunköpfige Laienspielgruppe Goldhausen am Freitag, 30., und Samstag, 31. März, im Dorfgemeinschaftshaus aufführen.

Korbach-Goldhausen. Ein paar Gehörne an der Wand, ein kitschiger Weihnachtsbaum in der Zimmerecke und über der Tür hängt fast mahnend ein Bild von zwei betenden Händen – so präsentiert sich die kleine Pension "Himmelstor" ihren Gästen: gutbürgerlich, ein bisschen konservativ und kurz gesagt etwas in die Jahre gekommen. Grund genug für die eifrige Wirtin Eva Keck, ein bisschen neuen Wind in das Geschäft zu bringen – ihre folgenreiche Idee ist es, von nun an Blind-Date-Wochenenden anzubieten.

Regie: Armin Bartmann

Seit 2000 spielt das Ensemble gemeinsam und präsentiert in jedem zweiten Jahr eine neue unterhaltsame Komödie. Doch dieses Mal haben sich die Theaterbegeisterten mit dem Dreiakter von Georg Ludy ein hohes Ziel gesetzt, berichtet die mitwirkende Schauspielerin Petra Thielemann: Denn anders als sonst sei die Bühne unterteilt in zwei separate Räume – die Figuren sehen einander demnach nicht, während sie parallel mit ihrer eigenen Geschichte beschäftigt sind. Somit ist also nicht nur überzeugendes schauspielerisches Können, sondern auch später ein wenig Fantasie des Publikums gefragt.

Seit Januar laufen die Vorbereitungen zu dem Stück. Schon seit Längerem steht das Bühnenbild, und die Souffleuse Ulla Bachmann muss nur noch manchmal den richtigen Einsatz zuflüstern. Damit dann bei der Premiere der Text ganz parat ist, probt die Theatergruppe derzeit fleißig unter der Regie von Armin Bartmann und lässt die Geschichte der Pension "Himmelstor" immer wieder auf der Bühne erscheinen: Dabei geht es um die Stammtischbrüder Willi und Udo, die eigentlich in festen Beziehungen sind, aber eine kleine Abwechslung erleben wollen und sich daher auf arrangierte Blind-Dates in der kleinen Pension einlassen.

Doch das namensgebende Schneetreiben lässt nicht nur unerwartete Gäste erscheinen, sondern schließt die ganze Gesellschaft zudem auf unbestimmte Zeit in der Pension ein. Welche Verwechslungen und Missverständnisse die Figuren in die Irre führen, welche Tarnungen am Ende entlarvt werden und was es mit der ominösen Likörflasche der trinkfesten Angestellten Alwine auf sich hat, davon können sich die Zuschauer in dem kurzweiligen Schwank selbst überzeugen. Einen kleinen Hinweis gibt aber bereits die Wirtin: "Heute geht alles schon ein bisschen drunter und drüber", seufzt Eva.

Spenden statt Eintrittsgeld

Die Vorstellungen am Freitag, 30., und Samstag, 31. März, beginnen jeweils um 20 Uhr. Am Samstag gibt es zusätzlich eine Aufführung um 14.30 Uhr. An das Publikum werden keine Karten verkauft: Vielmehr wird am Ende um eine großzügige Spende gebeten. Denn der Erlös der Freitagsvorstellung wird an das Korbacher Hospiz gespendet. Die Einnahmen der Vorstellungen am Samstag kommen dem Goldhäuser Verein "Unser Dorf" zugute. Für musikalische Unterhaltung in den Pausen sorgt am Freitag der gemischte Chor Eisenberg, am Samstagabend tritt der Acappella-Chor "Herzklopfen" aus Goddelsheim auf. (ik)

WLZ - im März 2012

 

Der Lockruf des Goldes

Saisonstart am 15. April im Goldbergwerk · Wolfgang Behle bleibt Vereinschef

PressebildDer Saisonstart im Goldbergwerk ist stets ein besonderes Erlebnis. Mit von der Partie war im Vorjahr auch Korbachs Goldmarie Jana Möseler (l.). Die neue Saison beginnt am 15. April am Eisenberg. Archivfoto: Jörg Kleine

Korbachs "Goldgräber" sind präpariert für den Saisonstart: Am 15. April öffnet das Besucherbergwerk in Goldhausen. Neue Attraktionen locken zur größten historischen Goldlagerstätte Deutschlands.

Von Jörg Kleine

Korbach-Goldhausen. Führungen zum Sonderpreis, Goldwaschen, Mineralienausstellung und viele Informationen rund um das edle Erz erwarten Besucher zur Saisoneröffnung. Los geht's am Sonntag, 15. April, um 11 Uhr am Eisenberg in Goldhausen.

Vorm Eingang zum Unteren-Tiefen-Tal-Stollen macht Pfarrer i. R. Walter Hellwig den Auftakt mit einer Bergwerksandacht. Musikalisch begleitet der Gemischte Chor Eisenberg.

Ab 11.30 Uhr können Besucher bei Führungen das einzigartige Goldbergwerk entdecken. Die vergünstigten Führungen zum Saisonauftakt dauern 30 Minuten und kosten vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder bis 14 Jahre. Helme, Jacken und Geleucht stehen für alle Besucher bereit.

Im Zechenhaus am Dorfgemeinschaftshaus öffnet der Verein "Historischer Goldbergbau" ebenfalls die Pforte. Die Ausstellung gibt Einblick in rund 800 Jahre Bergbaugeschichte am Eisenberg. Auch für Essen und Trinken ist gesorgt.

Mehr Erlebnis im Stollen

Stolz ist der Verein vor allem auf eine neue Attraktion im Besucherstollen: Erstmals steht ein Seitengang von rund 200 Metern für Gäste offen. Mit viel Eigenleistung und ehrenamtlicher Hilfe hat der Verein den "Querschlag" mitten im Besucherbergwerk gesichert und hergerichtet.

Informationstafeln geben Hinweise zur harten Arbeitswelt unter Tage. Exemplarisch ist auch ein modernerer Arbeitsplatz dort inszeniert, der den Kontrast zeigt zum mittelalterlichen Bergbau, der in Goldhausen im 15. Jahrhundert eine erste Blüte erlebte.Blühend ist auch das Vereinsleben in Goldhausen. Seinen zehnten Geburtstag feiert der Verein im laufenden Jahr, wie Vorsitzender Wolfgang Behle zuletzt beim Jahrestreffen resümierte. 42 Mitglieder zählte der Verein bei der Gründung, aktuell sind es 113. Weitere Mitglieder sind jederzeit willkommen.

Vor zehn Jahren gegründet

Die erste vollständige Saison erlebte das Besucherbergwerk 2004. Seither haben über 15 000 Gäste die goldene Unterwelt am Eisenberg erkundet. Dabei ist das Publikum international aus aller Herren Länder.

Rustikal mit Helm und Stiefeln geht es hinein in Korbachs Hausberg. Auf eine Art "Disney-World" haben die "Goldgräber" am Eisenberg bewusst verzichtet: Besucher sollen das mittelalterliche Industriedenkmal authentisch entdecken.

Zum Erlebnis tragen kräftige Investitionen seit 2002 bei. Durch Beiträge, viele Spenden, Unterstützung von Land und insbesondere der Stadt Korbach hat der Verein immer mehr zu bieten für Besucher. Weitere Vitrinen, ein Monitor für Schaubilder, Erneuerung der Bergmannsausrüstung sind aktuell geplant, erklärt Schatzmeister Karl-Helmut Tepel.

Viel Lob hatte Bürgermeister Klaus Friedrich bei der Jahreshauptversammlung für den Verein parat. Der Besucherstollen sei ein touristisches Glanzlicht für die Kreisstadt.

Eine großzügige Spende überreichte beim Jahrestreffen die Altstadtbäckerei Tent. Als Spezialität bot die Bäckerei im vergangenen Jahr Christstollen aus dem Bergwerk an.

Personelle Veränderungen gibt es im Vorstand des Vereins. Claus Günther (früher Stadtmarketing) ist von Korbach beruflich an den Edersee gewechselt, aus gesundheitlichen Gründen stand Dieter Stede nach vielen Jahren engagierter Arbeit bei der Neuwahl nicht zur Verfügung.

Chef des Vereins bleibt Wolfgang Behle. Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Walter Hellwig, Schriftführer und Geschäftsführer des Vereins wurde Günthers Nachfolger Dr. Marc Müllenhoff, neuer Tourismusexperte der Stadt.

WLZ - im März 2012

 

Goldhäuser Sänger ziehen Jahresbilanz

Besondere Ehrung für Hildegard Saure

PressebildHildegard Saure wurde für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt. Walter Thielemann, Günther Vahland und Arno Huthwelker (v.l.) gratulierten. Foto: pr

Korbach-Goldhausen. Zur Jahreshauptversammlung trafen sich die Mitglieder des gemischten Chores Eisenberg im Dorfgemeinschaftshaus Goldhausen. Vorsitzender Günther Vahland begrüßte 33 Mitglieder und blickte mit Schriftführerin Ilselore Jost auf das vergangene Jahr zurück.

Chorleiter Arno Huthwelker dankte den Sängerinnen und Sängern für die gute Zusammenarbeit. Sein besonderer Dank galt seinen "Ersatzdirigenten" Hartmut Scharfe und Reinhold Krüger.

Weiterhin hob er hervor, dass dem Chor mit Marianna Zenke, Micha Zenke und Walter Thielemann drei neu ausgebildete Chorhelfer zur Verfügung stehen. Mehrere Auftritte absolvierten die Sänger 2011, unter anderem bei der Bergwerkseröffnung in Goldhausen, beim Bezirkskonzert in Helmscheid, beim Altstadt-Kulturfest und beim Kirchenkonzert in Kirchlotheim.

Auch in diesem Jahr hat der gemischte Chor schon einige Auftritte eingeplant – am 18. März: Liedernachmittag in Fürstenberg, 30. März: Theaterabend in Goldhausen, 15. April: Bergwerkseröffnung, 6. Mai: Frühlingsfest am Dorfgemeinschaftshaus, 20. Mai: Frühlingsfest in Nordenbeck, 10. Juni: Bezirkskonzert in Strothe, 17. Juni: Sängerfest in Immighausen, 30. Juni: Altstadt-Kulturfest in Korbach.

Die Chormitglieder treffen sich immer mittwochs um 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Goldhausen zum Probenabend. Wer sich einmal unverbindlich ein Bild vom Probenbetrieb machen möchte, ist herzlich willkommen. (r)

WLZ - im Februar 2012

 

Zenke seit 60 Jahren in der Feuerwehr

Goldhäuser Brandschützer ziehen Bilanz · Auszeichnung für ehemaligen Kreisbrandinspektor

PressebildGeehrte und Beförderte: (v.l.) stellvertretender Stadtbrandinspektor Bernd Dittrich, Stadtrat Friedrich Bachmann, Heinrich Zenke, Jörn Vahland, Tobias Westmeier, Roland Fabinger, Micha Zenke (hinten), Silvio Frese, Wehrführer Andreas Sinsch, Nicole Westmeier, Dieter Sinemus, Kerstin Zenke, Ortsvorsteher Wolfgang Behle, stellvertretender Stadtbrandinspektor Carsten Vahland und Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt. Foto: pr

Vorsitzender und Wehrführer Andreas Sinsch verwies in seinem Bericht bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Goldhausen auf viele Aktivitäten im vergangenen Jahr.

Korbach-Goldhausen. Insgesamt leisteten die Ehrenamtlichen 1800 Stunden Dienst. Bei sieben Einsätzen wurde die Goldhäuser Feuerwehr 2011 alarmiert: Zweimal wurden die Wehrleute zur Brandbekämpfung gerufen. Zum einen loderte das Osterfeuer in Hillershausen schon am Karfreitag und drohte sich auszubreiten. Zum anderen brannte im Januar, ebenfalls in Hillershausen, ein Fahrzeug. Hier brauchten die Goldhäuser allerdings nicht mehr auszurücken, weil die Hillershäuser Kameraden den Brand bereits gelöscht hatten.

Technische Hilfe

Bei drei Einsätzen war technische Hilfe zu leisten. Dazu zählten im April eine Ölspur auf der Landstraße Richtung Eppe in Höhe der Abzweigung nach Goldhausen, ein Verkehrsunfall an fast gleicher Stelle im Oktober und ein weiterer Verkehrsunfall auf der Landstraße Richtung Goddelsheim hinter Nordenbeck im Mai.

Zwei Alarmierungen stellten sich als Fehlalarm heraus. Dies waren im Februar eine Rauchentwicklung in einem Metzgereigebäude in Eppe, bei der kein Brandherd festgestellt werden konnte, sowie ein nicht angemeldetes Feuer im Wald am Heimberg hinter Nieder-Schleidern Mitte November.

Um gut für solche Einsätze gerüstet zu sein, nehmen Ausbildung und Übungsabende einen großen Teil des Feuerwehrdienstes ein. Die Wettkampfvorbereitung hat daran einen großen Anteil. Nicht zuletzt wird dabei auch sehr viel feuerwehrtechnisches Wissen erworben und gefestigt. Realistische Einsatzübungen mit Alarmierung mussten sogar zweimal absolviert werden. Außerdem erwähnte Wehrführer Sinsch eine besondere Gelegenheit, den Einsatz bei Verkehrsunfällen zu üben. Fünf Goldhäuser Kameraden konnten in Sachsenhausen an einem zweitägigen professionellen Seminar teilnehmen.

Von der Teilnahme an Wettkämpfen, bei denen gute Platzierungen erreicht werden konnten, berichtete Sinsch ebenfalls. Zwei erste Plätze wurden bei Pokalwettkämpfen in Mehlen und Sachsenhausen belegt.

Beim Stadtpokalwettkampf konnte eine Mannschaft den zweiten Platz und die zweite Mannschaft Platz fünf erringen. Auch bei den hessischen Feuerwehrleistungsübungen wurden gute Leistungen erbracht. So konnte jeweils der zweite Platz beim Kreisentscheid in Korbach und auch beim Bezirksentscheid in Rotenburg (Fulda) erreicht werden. Beim Landesentscheid in Lorsch wurde der neunte Platz belegt.

Fahrt der Vereine

Neben Einsätzen und Wettkämpfen blickte Vorsitzender Sinsch auch auf die Vereinsaktivitäten zurück. Hier erwähnte er insbesondere eine gemeinsame Fahrt aller Goldhäuser Vereine, welche diesmal von der Feuerwehr organisiert wurde. Eine Stadtführung in Fulda sowie die Besichtigung einer Schnapsbrennerei in Schlitz standen auf dem Programm. Eine Besonderheit dieser Fahrt war, dass auch sechs Mitglieder der befreundeten Feuerwehr aus Vysoké Mýto (Tschechien) teilgenommen haben. Diese waren für ein Wochenende zu Besuch.

Jugendwart Stefan Frese berichtete über die rege Teilnahme der Jugendlichen an vielfältigen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Gute Platzierungen bei der Teilnahme an Wettbewerben konnte die Jugendwehr auch 2011 wieder erzielen, etwa den Gewinn des Stadtpokals in Lelbach und eines Pokalwettbewerbs in Sachsenhausen sowie den zweiten Platz beim Kreiszeltlager in Adorf.

Nach den Grußworten von Stadtrat Friedrich Bachmann, Ortsvorsteher Wolfgang Behle und Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt wurden noch einige Ehrungen und Beförderungen vorgenommen. Als besondere Ehrung für 60-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr überreichte Stadtbrandinspektor Schmidt eine Ehrenurkunde und Nadel des kurhessischwaldeckschen Feuerwehrverbandes an Heinrich Zenke. Er würdigte dabei auch die lange aktive Dienstzeit Zenkes von seinem Eintritt in die Feuerwehr über die Zeit als Wehrführer bis hin zur Tätigkeit als Kreisbrandinspektor.

Dieter Sinemus wurde für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Außerdem überreichte Schmidt das Feuerwehrleistungsabzeichen in Eisen an Roland Fabinger und Tobias Westmeier, in Bronze an Silvio Frese und in Silber an Nicole Westmeier.

Er beförderte Jörn Vahland zum Feuerwehrmannanwärter, Roland Fabinger und Tobias Westmeier zu Oberfeuerwehrmännern, Nicole Westmeier zur Hauptfeuerwehrfrau, Micha Zenke zum Hauptfeuerwehrmann sowie Kerstin Zenke zur Hauptlöschmeisterin. (r)

WLZ - im Januar 2012