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Chronik der Presseberichte aus 2014

Presseberichte 2014

 


Wenn das geliebte Haustier stirbt

Hier finden Mobby & Co. die letzte Ruhe

Von Maximilian Bülau

PressebildEin Ort zum Erinnern: Auf dem Tierfriedhof in Goldhausen können Haustierbesitzer ihre Lieblinge beisetzen, um sie nicht an eine Tierverwertungsanstalt abgeben zu müssen. Der Friedhof ist der einzige im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Foto: Bülau

Korbach. Der Abschied von einem geliebtem Haustier fällt vielen Menschen schwer. Wir erklären, welche Möglichkeiten sie für die letzte Ruhe ihrer treuen Begleiter haben.

Haustiere werden oft zu guten Freunden des Menschen. Doch irgendwann muss man von seinem geliebten Begleiter Abschied nehmen. Das Gesetz sieht vor, dass alle toten Tiere, die nicht zum menschlichen Verzehr geeignet sind, in Tierverwertungsanstalten abgeliefert werden müssen.

Doch es gibt auch andere Möglichkeiten, um einen Ort zu haben, an dem man sich an seinen Vierbeiner erinnern kann. Im Korbacher Stadtteil Goldhausen besteht seit mittlerweile acht Jahren der erste und einzige Tierfriedhof im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Haustiere können dort beerdigt werden. Ihre ehemaligen Besitzer haben so einen Platz zum Gedenken. Betrieben wird der Natur-Tierfriedhof von Eckhard Kuhnhenn und seinem Sohn Gerhard Kuhnhenn.

PressebildHier ruht unser Mobby: Ein Grab auf dem Natur-Tierfriedhof in Goldhausen. Foto: Bülau

Wer einen eigenen Garten besitzt, hat zudem noch eine weitere Alternative: "Es ist grundsätzlich möglich, dass Heimtiere im eigenen Garten vergraben werden können", sagt Dr. Martin Rintelen, Leiter des Veterinäramtes im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Voraussetzung dafür sei, dass der Garten zum Privatgrundstück gehöre. Wohne man zur Miete, müsse man das Begräbnis mit dem Vermieter abklären. "Die Tiere dürfen außerdem nicht an Tierseuchen erkrankt sein, der Garten darf nicht in einem Wasserschutzgebiet liegen und man muss den Tierkörper mindestens 50 Zentimeter unter der Erde vergraben", erklärt Rintelen. Das Grab müsse zudem mindestens zwei Meter von öffentlichen Wegen und Plätzen entfernt sein.

Eine festgelegte Grenze, welche Tiere im eigenen Garten ihre letzte Ruhestätte finden dürfen, gebe es nicht. Allerdings sei alles, was größer ist als ein ausgewachsener Hund nicht zulässig, so der Leiter des Veterinäramtes.

Einen anderen Weg bietet die „Tierbestattung im Rosengarten“ in Kassel. Dort kann man seine Haustiere kremieren lassen. Je nach Gewicht des Tieres können die Preise für das Verbrennen von 19 bis 299 Euro variieren. „Wir holen die Tiere auch persönlich zu Hause oder beim Tierarzt ab. Dann kommen sie nach Badbergen zum Kremieren und anschließend können die Besitzer sie bei uns beisetzen, ihre Asche in unserem Rosengarten verstreuen oder die Urne mit nach Hause nehmen“, sagt Peggy Sebastian vom Rosengarten in Kassel.

HNA - 17. Dezember 2014


"Advent ist ein Leuchten"

Drei Chöre im Einklang beim Konzert in Nieder-Ense

Pressebild"Meine Zeit steht in deinen Händen" - der gemischte Chor Goldhausen eröffnete das Konzert mit einem musikalischen Gebet.

Weihnachtsklassiker standen auf dem Programm des Adventskonzertes in Nieder-Ense mit dem gemischten Chor Goldhausen, dem Kammerchor D'aChor und dem Männergesangverein Buchenberg, bei dem Arno Huthwelker den Takt oder den Ton angab.

VON ARMIN HENNIG

Korbach-Niederense. Den Auftakt übernahmen die "Gastgeber" vom gemischten Chor Goldhausen mit dem musikalischen Gebet "Meine Zeit steht in deinen Händen" und der ebenso wohlklingenden Zuversicht "Du gibst Geborgenheit, ich darf ruhig sein in dir." In "Herr es wird Abend werden" schwang auch ein wenig Vanitas-Stimmung mit, als die Mitglieder des Chores im eher schwermütigen Lied das Leben als "kurzen Tag" besangen. Der düstere Hintergrund für ein um so lichteres Heilsgeschehen in den folgenden Gesängen: "Da klang ein Lied so süß, wie aus dem Paradies", klang es fröhlich in "Weihnacht, wie bist du so
schön". "Advent ist ein Leuchten" lautete die "Botschaft der heiligen Nacht", nach der die Sänger des gemischten Chores wieder Platz für Pfarrer Burkhard Uffelmann machten, der mit Texten zum anderen Advent bezeichnende Schlaglichter auf die Wochen vor Weihnachten und das Christfest warf. Als einzigen Text aus den vorgetragenen Liedern las er die deutsche Übersetzung von "Gabrielas Song" aus dem Film "Wie im Himmel", dem musikalischen Herzstück der Liedfolge mit der D'aChor das Weihnachtsfest aus unterschiedlichen musikalischen Blickwinkeln beleuchteten. Mit brillanten Arrangements von Klassikern schärfte der Kammerchor, in dessen Reihen Arno Huthwelker nun selbst mitsang, die Sinne für bislang überhörte Schönheiten.

Pressebild"Wie im Himmel" D'aChor mit Gabriellas Song. Fotos: Hennig

Den Auftakt machte der doppelte Händel mit den parallel vorgetragenen Standards "O du Fröhliche" und Joy to the world", wobei sich die Frauen auf das erstere Lied, die Männer auf die Freude und das Halleluja konzentrierten. Weitaus differenzierter aufgefächert und im gesamten stimmlichen Spektrum der Klangfarben schillerte, die zart, ganz zart vorgetragene Version von "Leise rieselt der Schnee."
"Vom Flügel eines Engels berührt" fühlten sich die Zuhörer bei der Sacro-Pop-Ballade "Auf Gottes Flügeln strahlt das Licht". Zum krönenden Abschluss geriet die feinsinnige Interpretation von Hubert von Goiserns Sehnsuchtslied "Weit, weit weg".
Mit seiner hervorragenden Stimmkultur und "Süßer die Glocken nie klingen", brachte der Männergesangverein Buchenberg wiederum ganz andere Saiten in den Herzen der Anwesenden zum Klingen. "der kleine Trommler" mit seinem "Parapapampam", bei dem die Tenöre für die Botschaft, die Bässe für den Rhythmus verantwortlich zeichneten, führte dann thematisch zur Krippe hin. Zum großen gemeinsamen Finale mit dem gemischten Chor aus Goldhausen rückten die Männer aus Buchenberg weiter nach hinten und enger zusammen und stimmten ganz zart das Wiegenlied "Luleise, Gottessohn" an.
Zum krönenden Abschluss geriet dabei das "Ave-Glöcklein" mit den Solisten Jens Denhof und Markus Grosch, in dessen Verlauf die beiden Tenöre zunächst ihr einsames und zaghaftes "Ave Maria" anstimmten, das am Ende den ganzen Chor zum Fortissimo-Tutti mitriss. Als Zugabe stimmten die Vereinigten Chöre dann sant und mächtig "Ich bete an die Mach

WLZ - 13. Dezember 2014


Gute Saison im Goldbergwerk

Rund 2600 Gäste erlebten 2014 das Besucherbergwerk. Zum Jahresausklang trafen sich die Gästeführer in der Eisenberg-Hütte. Foto: pr

PressebildRund 2600 Gäste erlebten 2014 das Besucherbergwerk. Zum Jahresausklang trafen sich die Gästeführer in der Eisenberg-Hütte. Foto: pr

Der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" hat ein erfolgreiches Jahr abgeschlossen. Rund 2600 Besucher gingen auf Entdeckungsreise.

Korbach-Goldhausen. Beim Jahresabschluss in der Eisenberg-Hütte durften die Besucherführer mit Stolz auf die Saison 2014 zurückblicken. Zwischen April und Ende Oktober waren 244 Gruppen unterwegs im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen. Das entspricht rund 2600 Gästen - und damit einem überaus guten Jahr im Vergleich seit Öffnung des Besucherbergwerks 2004.
Den größten Zuspruch hatten die Bergwerksführer in den Sommerferien, aber auch in Mai, Juni und September war die Nachfrage hoch. Vor allem für Schulklassen aus der Jugendherberge ist Deutschlands größte historische Goldlagerstätte ein beliebtes Ziel.
Aber auch internationale Gäste gehen gerne auf Entdeckungsreise im Eisenberg, beispielsweise Urlauber aus Holland und Belgien, resümiert Karl-Helmut Tepel, Schatzmeister des Vereins "Historischer Goldbergbau Eisenberg".
In den vergangenen Jahren hatte der Verein wiederholt investiert. Dazu gehörte etwa ein "Bewetterungsschacht" durch den Fels von oben in einen Seitengang des Stollens, um die Luftzirkulation zu verbessern. Dieser Teil wurde dann auch für Besucher zugänglich gemacht - mit Hinweistafeln und Ausstattung, die Bergbau aus den 1970er Jahren demonstrieren.
Im ursprünglichen Teil des Besucherbergwerks geht es für Besucher rund 250 Meter hinein bis zum mittelalterlichen Bergbau aus dem 14. Jahrhundert.
2014 hat der Verein für rund 3500 Euro einen flacheren Fußweg vom Zechenhaus zum Stollen neu angelegt, der damit besonders für ältere Besucher entspannter verläut. 2015 möchte der Verein die Ausstellung im Zechenhaus neu gestalten, blickt Vereinsvorsitzender Wolfgang Behle voraus.
Dr. Marc Müllenhoff (Stadtmarketing) bedankte sich im Namen der Stadt für das große ehrenamtliche Engagement der Besucherführer. Der Goldbergbau sei wichtiger Bestandteil des Stadtmarketings.
In Trauer gedachten die Besucherführer ihres Kollegen Armin Prager (57), der im November gestorben war.
Derzeit hat der Verein rund zehn ehrenamtliche Besucherführer. Interessenten sind weiter willkommen. Jeder Besucherführer erhält eine fachliche Schulung. Ansprechpartner: Wolfgang Behle (Tel. 05631/61633). (jk)

WLZ - 13. Dezember 2014


Dank für langjähriges Engagement

Bürgermeister ehrt Ortsvorsteher Gert und Wolfgang Behle

Pressebild25 Jahre engagieren sich Gert und Wolfgang Behle in den Ortsbeiräten ihrer Dörfer. Dafür dankte Bürgermeister Klaus Friedrich.

Korbach. Anlässlich ihrer 25-jährigen ehrenamtlichen Tätigkeit in den Ortsbeiräten ihrer Heimatgemeinden wurden die Ortsvorsteher Gert Behle und Wolfgang Behle durch Bürgermeister Klaus Friedrich geehrt. Seit dem 1. April 1989 ist Gert Behle Mitglied des Ortsbeirates Alleringhausen. Von April 2001 an war er stellvertretender Ortsvorsteher, bis er im November 2011 das Amt des Ortsvorstehers übernahm. In Goldhausen ist Wolfgang Behle seit dem 1. April 1989 Mitglied des Ortsbeirates. Nachdem er bereits im April 1993 das Amt des stellvertretenden Ortsvorstehers übernommen hatte, wurde er im April 1997 zum Ortsvorsteher gewählt. In dieser Funktion ist er als Vertreter der Kreisstadt Korbach in verschiedenen Gremien der Abwasserverbände tätig. Bürgermeister Friedrich bedankte sich bei den Jubilaren für das langjährige Engagement und hofft weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit. (r)

WLZ - 25. September 2014


Ein Hessenmeister und zwei Vizesieger

Landesentscheid der hessischen Jugendwehren und Einsatzabteilungen gestern in Korbach

PressebildStrahlende Gesichter bei den Löhlbacher Mädchen: Sie wurden gestern beim Landesentscheid der Jugendfeuerwehren hessische Vizemeisterinnen. Sie erhielten am Nachmittag neben einem Pokal Medaillen. Fotos: Schilling

Acht Gruppen Jugendlicher und Erwachsener aus Waldeck-Frankenberg wetteiferten gestern um den Titel des Landesmeisters.

VON DR. KARL SCHILLING

Korbach. Was für ein Lauf: Erstmals traten beim Landesentscheid der hessischen Jugendfeuerwehren gestern auf der Hauer auch Staffeln an - und die sechs Jungen und Mädchen aus Mehlen sicherten sich prompt den historischen Sieg. Schon beim Kreisjugendzeltlager waren sie erfolgreich. Jubel brandete auch bei den Löhlbacher Mädchen und den Goldhäuser Brandschützern auf: Sie wurden Vizemeister, die Hainaer Jugendwehr freut sich über Platz drei. Roda wurde Siebter.
"Das wird eine Siegerehrung mit garantiertem Sonnenbrand", sagte der Direktor der Landesfeuerwehrschule, Silvio Burion, mit Blick auf die Sonne, die am Nachmittag auf die im Hauerstadion angetretenen Gruppen brannte. Staatssekretär Werner Koch aus dem hessischen Innenministerium übergab die Preise. Er lobte die "hervorragenden Leistungen" der Teilnehmer. Er hoffe, sie hätten Spaß am Wettkampf gehabt, der fair verlaufen sei. Er zeige, was die Feuerwehr bereit sei zu leisten - und das ehrenamtlich. Koch lobte aber auch die Organisatoren von Land und Stadt.
Der Entscheid sei eine "Leistungsschau der hessischen Wehren", sagte der Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes, Dr. Christoph Weltecke, er freute sich über die "tollen Ergebnisse". Die hätten alle in der Gruppe erzielt und vorbereitet. Er hoffe, dass die Aktiven auch weiter gemeinsam als Team für die Ziele der Feuerwehr einträten.
Schon die Qualifizierung zum Entscheid sei großartig, sagte Vizelandrat Jens Deutschendorf, der beeindruckt war vom Anblick der rund 1500 Wehrleute.

Rekord bei der Jugend

PressebildDie Hainaer Jugendfeuerwehr kam gestern bei den gemischten Gruppen auf Platz drei.

Noch nie seien so viele Jugendliche und Wertungsrichter beim Landesentscheid gewesen, sagte Michael Wickenhöfer von der Wettkampfleitung. "Es ist alles gut gelaufen, toll, dass so viele Helfer da sind." Insgesamt 66 Jugendwehren wetteiferten im Hauerstadion, darunter zwölf Mädchengruppen und eben erstmals 19 Staffeln, die nur aus sechs Jugendlichen bestehen  - entsprechend wurden die beiden Übungsteile abgewandelt. Im A-Teil hatten die Gruppen einen Löschangriff zu simulieren. Es galt, ein Standrohr zu setzen, einen Schlauch zur Pumpe zu verlegen, zwei weitere über einen "Wassergraben" zum Verteiler. Von dort aus gingen Angriffs-, Wasser- und Schlauchtrupp zum "Löschen" vor, dabei mussten sie eine Hürde, eine Leiterwand und einen Kriechtunnel meistern. Zum Abschluss legten vier Jugendliche Feuerwehrknoten an. Neben der Zeit wurden Fehler bewertet.
Im B-Teil mit dem Staffellauf hatten die Jugendlichen die Aschenbahn im Stadion zu umrunden. Auf der Strecke hatten sie feuerwehrtechnische Übungen zu absolvieren: Sie mussten einen Schlauch zusammenrollen, an einer Krankenbahre Sicherheitsgurt, Handschuhe und Helm anlegen, ein Strahlrohr mit einem Schlauch verkuppeln und mit einem "doppelten Ankerstich" der Sicherheitsleine versehen und noch einen Leinenbeutel in ein Ziel werfen.
Die beste Mädchengruppe und die beste gemischte Gruppe sind für den Bundeswettbewerb 2015 in Montabaur qualifiziert.

Erwachsene mit 21 Gruppen

PressebildGoldhausen hatte sich gestern mit zwei Gruppen für den Landesentscheid qualifiziert. Vorn kniet die Gruppe I mit dem Pokal des Vizehessenmeisters, dahinter steht die Gruppe II, die auf Platz 18 kam. Die heimische Feuerwehrspitze gratulierte herzlich.

Strahlende Gesichter gab es auch bei den Aktiven der Goldhäuser Einsatzabteilung: Ihre erste Gruppe ist hessischer Vizemeister. Die zweite Gruppe aus Goldhausen kam auf Platz 18. Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt gratulierte - und bekam Glückwünsche zurück: Staatssekretär Werner Koch hatte ihm gerade eine hohe Stufe des hessischen Brandschutzehrenzeichens an die Uniform geheftet, weil er seit 25 Jahren im Amt ist - der Bericht folgt.
Die Reinhardshäuser sicherten sich einen guten sechsten
Rang, die Bad Wildunger kamen auf Platz 20 - siehe auch den Kasten. Insgesamt 21 Gruppen aus den Einsatzabteilungen wetteiferten um den Titel.
Zu Beginn am Morgen hatten alle Gruppen in der Stadthalle einen Fragebogen auszufüllen. Danach ging's an die Praxis.
Auf dem Parkplatz der Hauer waren drei Bahnen aufgebaut, auf denen die Gruppen parallel ihr Können zeigten. Ihr Wettkampf orientierte sich an realen Einsatzsituationen. Zunächst war die Löschwasserversorgung aufzubauen, dann musste der Angriffstrupp einen "Menschen" aus einem brennenden Raum retten. Der Trupp drang in den "Raum", bestehend aus Absperrbändern und Matten, vor, hatte drei Fallklappen umzuspritzen und dann die Puppe durch einen Kriechgang zu einer Krankentrage zu bringen. Dort wurde die Übergabe an den Rettungsdienst vollzogen.
Und schon wurde eine zweite C-Leitung verlegt, dabei wurde ein Außenangriff simuliert. Ein Leitergerüst sollte eine Mauer darstellen, über die hinweg ein Brand zu bekämpfen war. Dazu brachten die Aktiven eine Steckleiter in Stellung, vorschriftsmäßig gesichert spritzte ein zweiter Trupp weitere drei Fallklappen um. Auch der Funkkontakt mit Leitstelle und Gruppenführer musste reibungslos klappen.
Im Anschluss legten vier Aktive Knoten an, die dabei gestoppte Zeit wurde im Falle eines Stechens entscheidend.
An der Siegerehrung nahmen auch Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, die Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg und Daniela Neuschäfer, der Korbacher Stadtrat Günther Trachte und Vizeparlamentschef Heinz Merl teil. "Behaltet Korbach in guter Erinnerung", rief Friedhelm Schmidt den Gruppen zum Abschied zu.

WLZ - 15. September 2014


Goldhäuser Team holt Gold

Waldeck-Frankenberger Feuerwehrlauf in Roda

PressebildDie Sieger der einzelnen Klassen mit Bürgermeister Hans Waßmuth, Detlef Müller (v. I.) sowie dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Manfred Hankel und Erich Fischer (v. r.). Foto: Peter Werner

Rosenthal - Roda. Die Rodaer Feuerwehr hatte zum 9. Waldeck-Frankenberger Feuerwehrlauf eingeladen. Die Resonanz war so positiv, dass auch im nächsten Jahr wieder ein solcher Wettbewerb für laufbegeisterte Brandschützer aus dem Landkreis stattfinden soll.

Die Sieger

Fünf Kilometer:
Damen Masterklasse: Tatjana Schmitt (Haine), 25:59 Minuten;
Damen Hauptklasse: Elisa Hühner (Goldhausen), 24:11;
Altersklasse 30: Stefan Stremme (Frankenberg), 24:10;
Altersklasse 40: Peter Schmitt (Haine), 20:45;
Alterklasse 60+: Friedhelm Splitter (Stadtallendorf), 30:17;
Hauptklasse: Maximilian Schneider (Reddighausen), 24:50;
Jugendklasse: Nils Vahland (Goldhausen), 23:49;
Zehn Kilometer:
Hauptklasse: Fabian Jensch (Arolsen), 45:06;
Damen Masterklasse: Irene Noll (Roda), 55:59;
Mannschaften fünf Kilometer:
1. Goldhausen, 1:13:41 Stunde;
2. Roda, 1:13:50;
3. Stadtallendorf, 1:14:24;
4. Haine, 1:17:33.                            (pe)

Peter Schmitt von der Hainer Feuerwehr war der schnellste Läufer über fünf Kilometer, Fabian Jaensch von der Bad Arolser Wehr der schnellste über zehn Kilometer. Bei den Damen waren Elisa Hühner (Goldhausen) über fünf und Irene Noll (Roda) über zehn Kilometer die schnellsten Teilnehmer. Die Kameraden aus Goldhausen gewannen den Pokal des Landkreises über fünf Kilometer - auf der doppelt so langen Distanz war keine Mannschaft an den Start gegangen.

Insgesamt waren 25 Läufer am Start. Drei von ihnen absolvierten die zehn Kilometer lange Strecke, der Rest lief fünf Kilometer weit. Verbandsvorsitzender Manfred Hankel, der Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes Erich Fischer und Bürgermeister Hans Waßmuth waren als Gäste zugegen. Sie nahmen mit dem Vorsitzenden der Rodaer Feuerwehr, Detlef Müller, die Siegerehrung vor (siehe Kasten). Eingebunden war der Lauf in den Dämmerschoppen, den die Feuerwehr in Roda jährlich am dritten August-Wochenende im August veranstaltet. Zahlreiche Besucher und befreundete Feu­erwehren waren dazu nach Roda gekommen und saßen bis spät in die Nacht vor der Halle auf dem Festplatz zusammen, (pe)

WLZ - im August 2014


Verbundenheit gezeigt

Arbeitsjubilare spenden für Kinderkrebshilfe

Pressebild"Wo Kinder profitieren, sollen Kinder das Geld überreichen": vorne (v. I.) Thomas Berg, Greta und Martha, hinten Bärbel und Bernd Saure. Foto: Wilhelm Figge

Korbach-Goldhausen. Vor 40 Jahren begannen Michael Metz und Bernd Saure ihre Malerausbildungen im Betrieb von Saures Vater Friedrich. Der Sohn des Chefs war schon so früh in die Firma involviert, dass Großmutter Marie ihm Malerkleidung in Kindergrößen nähen musste. Mittlerweile leitet er den Betrieb, Michael Metz ist ein treuer und zuverlässiger Mitarbeiter.

PressebildMichael Metz

Zur Feier der langjährigen Betriebszugehörigkeit wünschten die beiden keine Geschenke, sondern Spenden für die Kinderkrebshilfe - 1300 Euro sind Michael Metz dabei zusammengekommen. Michael Metz erhielt freilich auch eine Armbanduhr vom Betrieb.

Besonderes Interesse zeigte Bernd Saure an den Plänen des Vereins, im Landkreis eine Urlaubsmöglichkeit für Familien zu schaffen, die nicht in die Ferne reisen können. Finanzierung und Ausgestaltung des Vorhabens stehen indes noch nicht fest. Ohne das Projekt hat der rein ehrenamtliche Verein einen jährlichen Bedarf zwischen 40 000 und 60 000 Euro.

Die Kinderkrebshilfe ist das bevorzugte Spendenziel der Malerei bei Ehrungen. "Spender, die solche Verbundenheit zeigen, sind eine Bestätigung unserer Arbeit", freute sich Vorsitzender Thomas Berg. (wf)

WLZ - im August 2014


Ein Sommerabend in der Ruine

Geselliger Abend auf dem Eisenberg mit geschichtlichen Eindrücken und Musik

Pressebild

Das Eisenbergensemble unter der Leitung von Landesposaunenwart Andreas Jahn sorgte für einen musikalischen Sommerabend.
Bild rechts: Die Zuhörer genossen die Veranstaltung auf dem Eisenberg und ließen sich über die Geschichte der Burg informieren. Fotos: pr

Korbach-Goldhausen. An einem lauen Sommerabend folgten viele Menschen der Einladung des Eisenbergensembles und der Kirchengemeinden Eppe-Nieder-Ense und Immighausen. Sie genossen die Bläsermusik sowie die Lesungen über die Geschichte des Schlosses auf dem Eisenberg.

Kunsthistorikerin Ilona Engel aus Sachsenberg hatte für diesen Abend Texte aus der Geschichte der Burg ausgewählt und trug diese gemeinsam mit Heimatforscher Willi Göbel und Pfarrer Burkhard Uffelmann vor. Dabei wurde die große Nähe des Grafen, der eine enge Verbindung zu dem evangelischen Pfarrer Hefenträger aus Nieder-Ense pflegte, deutlich. Außerdem erfuhren die Zuhörer von der Verbindung des Landgrafen Moritz von Hessen zur Burg und seinem Einfluss auf die Musik von Heinrich Schütz. Nach der Zerstörung der Burg hatte Graf Phillip diese wieder aufgebaut, um dort mit Maria Magdalena von Nassau-Siegen seine Hochzeit zu feiern. Das Blechbläserensemble Eisenberg unter der Leitung von Landesposaunenwart Andreas Jahn spielte zu der Geschichte passende Lieder. Unter anderem erklang Musik von Landgraf Moritz und Michael Praetorius, und es wurden Choräle von Johann-Sebastian Bach und höfische Tanzmusik gespielt. Nach- dem die Sonne nur noch rot zwischen den Tannen auf dem Eisenberg hindurchschimmerte, spielten die Bläser passend "Hinunter ist der Sonne Schein" von Michael Vulpius.

Nach langanhaltendem Applaus waren die Gäste eingeladen, den Abend gesellig ausklingen zu lassen. Bei milder Som-merluft hatte der Enser Kirchenvorstand einen kleinen Imbiss mit Weißwein, Wasser, Brezeln und Käse vorbereitet. (r)

WLZ - im Juli 2014


Sieg an Goldhausen

Stadtpokal und Ehrungen der Brandschützer in Lengefeld

PressebildBürgermeister Klaus Friedrich (l.), Kreisbeigeordneter Hubert Thorwirth (3.v.r.) und Stadtbrand- inspektor Friedhelm Schmidt (r.) zeichneten die Teams und verdiente Brandschützer aus.

Beim spannenden Stadt- pokal der Korbacher Feu- erwehren sicherten sich die Goldhäuser den ersten Platz vor Nordenbeck und Lengefeld.

VON JÖRG KLEINE

Korbach. Das Wasser, mit dem die Brandschützer aus Korbach und allen Ortsteilen am Samstag in die Leistungsübung gingen, hätten die meisten wohl lieber zur frischen Dusche genutzt. Denn beim Stadtpokal in Lengefeld standen sieben Sonnen am Himmel, und es war heiß – vor allem in der Wettkampfkluft. Dennoch zeigten die Wehren ausgezeichnete Leistungen.

PressebildPressebildGoldhausen ist in Wettkämpfen stets vorne dabei, und im Brandschutz sind Frauen wichtiger denn je.
Bild rechts: Teamarbeit ist gefragt, wie hier Nieder-Ense, und die Leistungsübung verlangt auch körperlich hohen Einsatz. Fotos: Kleine

Insgesamt gingen zwölf Teams an den Start, davon alleine vier von den bekannt wettkampfstarken Goldhäusern. Drei Mannschaften waren dabei ohne Theorie und Fragebogen im Rennen. In dieser gesonderten Wertung sicherte sich Goldhausen IV den ersten Platz vor zwei Teams aus Lelbach. Im Wettkampf mit Theorie und Praxis sicherte sich Goldhausen I mit 100 Prozent aller möglichen Punkte den ersten Platz. Nur knapp geschlagen erreichten die Nordenbecker (99,64) den zweiten Platz vor Lengefeld (99,33) auf Rang drei. Punktgleich mit Lengefeld auf den vierten Platz kam Goldhausen III vor Goldhausen II. Auf Platz sechs landete die Gruppe aus der Kernstadt Korbach, Nieder- Ense wurde Siebter – beide ebenfalls mit Top-Ergebnis. Auf Rang acht behauptete sich Helmscheid mit gutem Ergebnis vor Ober-Ense auf Rang neun.

Hochklassiger Wettbewerb

Korbachs Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt (Meineringhausen) gratulierte allen Mannschaften für einen hochklassigen Wettbewerb. Die Lengefelder zeigten sich dabei als prima Gastgeber. Schon am Freitagabend genossen die verdienten Brandschützer aus der Altersund Ehrenabteilung in der Mehrzweckhalle einen Kameradschaftsabend. Am Samstag, nach dem Stadtpokal, rief die Feuerwehr abermals zur Party. Im Blickpunkt des langen Korbacher Feuerwehrwochenendes standen ebenso Ehrungen und eine Beförderung. So wurde Micha Zenke aus Goldhausen am Samstag zum Brandmeister ernannt. Kreisbeigeordneter Hubert Thorwirth und Bürgermeister Klaus Friedrich zeichneten verdiente Brandschützer für besondere Leistungen aus.

40 Jahre aktiv im Dienst

Das goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst erhielten Bernd Dittrich (Korbach), Gerd Behle und Karl- Heinz Zaparka (beide Alleringhausen). Mit dem silbernen Brandschutzehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst wurden Michael Schalk (Korbach), Bernd Jacob (Lelbach), Armin Lahme (Ober-Ense) und Dirk Schmidt (Korbach) ausgezeichnet. Das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold (5) nahmen Melanie Mitsch (Lengefeld), Jan Sponer und Ingo Müller (Nieder- Ense) entgegen. Anerkennungsprämien für 30 Jahre aktiven Dienst erhielten Dirk Wilke, Klaus Dietrich (beide Korbach), Ernst-Wilhelm Saure, Harald Saure (beide Helmscheid) und Karl-Friedrich Sude (Nordenbeck). Die Anerkennungsprämie für 20 Jahre gab es für Gerhard Kuhnhenn (Goldhausen) und Markus Block (Korbach), für zehn Jahre aktiven Dienst erhielt Kathrin Kiepe (Nordenbeck) die Prämie.

WLZ - im Juni 2014


Goldene Spuren ins Mittelalter

Besucherbergwerk in Goldhausen eröffnet die Saison · Bis Oktober Führungen möglich

PressebildBereit fürs Goldbergwerk: Die Besucherführungen sind ein spannendes Abenteuer für die ganze Familie. Fotos: Lutz Benseler

Glück auf: Die Saison am Besucherbergwerk in Goldhausen ist eröffnet. Bis Oktober können Gruppen und Einzelpersonen den Stollen im Eisenberg besichtigen.

VON LUTZ BENSELER

Korbach-Goldhausen. In die Gummistiefel geschlüpft, den Friesennerz übergezogen, zur Sicherheit noch einen Helm auf den Kopf – und es kann losgehen: Die ersten Besucher der neuen Saison haben sich am Sonntag durch den "Unteren- Tiefe-Tal-Stollen" führen lassen.

Der Marsch durch die ehemalige Goldgräberstätte mit fachkundiger Begleitung ist ein Abenteuer. Der Besucherstollen macht den Bergbau des 15. und 16. Jahrhunderts anschaulich. Und am Ende wartet der Einblick in die mittelalterliche Grube St. Sebastian, wo die Goldschürfer schon im 14. Jahrhundert zu Werke gingen. Doch der Verein "Historischer Goldbergbau" hat noch mehr zu bieten: "Besichtigen Sie auch das Zechenhaus", empfahl Vereinschef Wolfgang Behle. Dort erwartet die Besucher unter anderem eine Mineralienausstellung, Kinder können sich als Goldwäscher versuchen.

PressebildGlück auf: Vereinschef Wolfgang Behle, Heinz Merl und Gold- marie Corinna Behle singen das Lied vom Steiger, begleitet von Hartmut Scharfe am Akkordeon.
Bild rechts: Walter Hellwig, Pfarrer im Ruhestand, hält die Andacht zur Saisoneröffnung.

Walter Hellwig, Pfarrer im Ruhestand, hielt die Andacht zur Saisoneröffnung: Zwar gelinge es dem Menschen, allerlei Schätze aus dem Boden zu bergen, doch die Fundstätte der Weisheit bleibe ihm verborgen: Die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens wisse nur Gott. Musikalisch umrahmte der gemischte Chor Eisenberg unter der Leitung von Arno Huthwelker den Auftakt. Und bevor es dann wirklich in Korbachs Unterwelt ging, stimmte Hartmut Scharfe auf dem Akkordeon das alte Bergmannslied "Glück auf" an. Zuvor hatten Goldmarie Corinna Behle und Stadtverordneter Heinz Merl die Besucher begrüßt. Führungen für Gruppen bis zwölf Personen sind auf Anmeldung von Mai bis Oktober täglich möglich. Für Einzelpersonen und kleine Gruppen bietet der Verein an Wochenenden regelmäßige Führungen an (Termine unter www.goldspureisenberg. de). Auch hier ist eine Anmeldung nötig.

WLZ - im April 2014


Das Abenteuer Gold erleben

Am Sonntag eröffnet das Besucherbergwerk in Goldhausen · Vergünstigte Führungen

PressebildDer Eisenberg bei Goldhausen ist Deutschlands größte historische Goldlagerstätte. Am Sonntag beginnt die neue Saison mit Führungen und Unterhaltung. Archivfoto: Kleine

Mit Führungen, Andacht und musikalischer Unterhaltung beginnt am 13. April die neue Saison am Eisenberg bei Goldhausen. Auch Mineralien und Goldflitter locken die Besucher.

Korbach-Goldhausen. Der Start in die neue Saison ist bei den "Goldschürfern" am Eisenberg stets ein Erlebnis für die ganze Familie. Um 11 Uhr geht's los am Eingang zum Bergwerk, dem Unteren-Tiefen-Tal-Stollen. Mit dabei ist auch die Korbacher Goldmarie Corinna Behle.

Nach Andacht und Chormusik bietet der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" jede halbe Stunde Führungen an Deutschlands größter historischer Goldlagerstätte an. Die Führungen beginnen ab 11.30 Uhr. Helm, Stiefel, Jacke und Geleucht für die Besucher stellt der Verein. Besucher können sich direkt am Besucherbergwerk anmelden und einkleiden. Die verkürzten Führungen kosten zum Saisonauftakt 4 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder. Die letzte Führung ist gegen 15.30 Uhr vorgesehen.

Doch nicht nur unter Tage gibt es Informationen zu Gold und Bergbaugeschichte: Das "Zechen haus" neben dem Dorfgemeinschaftshaus ist in Goldhausen am Sonntag ebenfalls geöffnet. Bergbau-Exponate und eine umfangreiche Mineralienausstellung warten auf die Besucher. Als besonderes Glanzlicht werden kleine Goldstufen und Goldflitter zum Kauf angeboten. An der Goldwaschanlage hinter dem Zechenhaus kann jeder sein Glück selbst versuchen – und vielleicht ein paar Flitter mit nach Hause nehmen.Würstchen und Getränke, Kaffee und Kuchen gibt es derweil direkt unten im Wald am Goldbergwerk.

Nach dem Saisonstart sind Führungen für Gruppen bis zwölf Personen auf Anmeldung von Mai bis Oktober täglich möglich (freie Terminwahl). Die Kosten betragen 60 Euro pro Gruppe (Kindergruppen 50 Euro). Für jede weitere Gruppe bis zwölf Personen sind 30 Euro zu zahlen. Für Einzelpersonen und kleine Gruppen bietet der Verein an Wochenenden regelmäßige Führungen an. Die Termine sind auch im Internet unter www.goldspur-eisenberg.de abrufbar. Für diese Führungen ist ebenfalls eine Anmeldung erforderlich. Die Kosten betragen pro Person 7 Euro, Kinder (6 bis 14 Jahre) zahlen 3,50 Euro.

Mit der Gästekarte "Meine- Card+" ist der Besuch unter Tage für Urlauber kostenlos. Erlebnisführungen auf der "Goldspur Eisenberg" sind ebenfalls auf der Homepage zu finden. Anmeldung und Informationen: Tourist-Information im Bürgerbüro der Stadt Korbach, Stechbahn 1 (Rathaus), 34497 Korbach, Tel. 05631/53-232, Internet www.korbach.de sowie www.goldspur-eisenberg.de. Anmeldungen zu den Führungen sind auch online möglich.

Arbeitseinsatz am Samstag - Zur Vorbereitung auf die Saison ruft der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" am kommenden Samstag, 9 Uhr, zum Arbeitseinsatz. Freiwillige Helfer sind willkommen. (r/jk)

WLZ - im April 2014


Wenn die Erbtante kommt

Theatergruppe Goldhausen zeigte ihre neue Komödie "Kurzschlüsse"

PressebildAlles wird gut: Ehepaar Nudelbaum verträgt sich, zwei neue Pärchen haben zueinander gefunden, der Polizist klärt über die Tante auf (oben). Denn die vermeintliche Erbtante ist selber verrückt (kleines Bild).
Fotos: Trautmann

VON URSULA TRAUTMANN

Goldhausen. "Vorhang auf für die Geschehnisse im Hause Nudelbaum!" Dirk Straußberg als Vorsitzender des Vereins Unser Dorf Goldhausen moderierte im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus. Da hatte die Theatergruppe ihre Premiere mit der Kömödie "Kurzschlüsse" von Frank Ziegler. Zuvor begrüßte der Gemischte Chor Eisenberg die Gäste mit einigen Liedern. Der gesungene Rat "..sei immer frohgemut" war hier eigentlich überflüssig, denn die Kurzschlüsse im Hause Nudelbaum entluden sich in Form von häufigem Szenenapplaus und ständigem Lachen seitens des Publikums.

PressebildZum Start ein Seitensprung

Das Lustspiel geht los mit dem Seitensprung von Rudi Nudelbaum und der überraschenden Heimkehr von Ehefrau Adelheid. Die Geliebte namens Hildegard kann sich noch schnell im Schrank verstecken, ehe Adelheid von ihrer Erbschaft berichtet. Erbtante Jaqueline will ihr das Vermögen vermachen, sofern dies einem wohltätigen Zweck dient. Darum beschließen die Eheleute, ihr Haus auf die Schnelle in eine Irrenanstalt zu verwandeln, schließlich will sich die Tante von der Wohltätigkeit überzeugen.

Mit deren Ankunft beginnt eine echt wahnsinnige Zeit bei Nudelbaums. Falsche Verrückte, Verwechslungen und Beziehungsdramen bringen alles durcheinander. Darin sind auch noch Nudelbaums Tochter Beate mit Freund und Rocker Charly, Staubsaugervertreter Bodo Mückenmacher und Rudis Freund Dieter verwickelt. Es wird sogar die Polizei gerufen, womit sich am Ende alles aufklärt, die Eheleute sich vertragen, sich zwei neue Pärchen finden – und die vermeintliche Erbtante sich als Irre entpuppt.

Im rasanten Tempo

In rasantem Tempo und mit spürbarem eigenen Spaß haben die Laienspieler das Dorfgemeinschaftshaus in ein Haus der Heiterkeit verwandelt. Ihre Gestik und Mimik wirkten voll ausgefeilt, die Spannung wurde permanent gehalten. Überhaupt fühlte sich die Aufführung viel kurzweiliger an als so mancher Fernsehabend.

Am Samstag gab die Theatergruppe noch zwei Vorstellungen; nachmittags bei Kaffee und Kuchen sowie abends unter Mitwirkung des Goddelsheimer A-cappella-Chores "Herzklopfen". Der Eintritt war jeweils frei, aber um eine Spende wurde gebeten. Das Geld soll für die Ausstattung des Jugendraumes und des Schützenkellers im Dorfgemeinschaftshaus verwendet werden.

HNA - im April 2014


Top-Ausflugsziel - die Eisenberg Hütte

PressebildAuf zum Gipfel der Gemütlichkeit! Die gemütliche, urige Eisenberg Hütte in Korbach-Goldhausen, Turmweg 4a, ist das ideale Ausflug sziel für Wanderer, Radfahrer, Familien, Gruppen und Vereine, die hier eine unvergleichliche Atmosphäregenießen möchten.

Auch der Unternehmer Dr. Martin Viessmann schätzt die urgemütliche Atmosphäre und lud Anfang Februar die deutschen Olympia-Skispringer vom Weltcup Willingen in die Eisenberg Hütte ein. Dort standen die Skispringer den geladenen Gästen hautnah Rede und Antwort. Anschließend sorgte das leckere Essen, die tolle Stimmung samt Liveband aus dem Allgäu für Begeisterung.

Auf dem Hausberg Korbachs können Sie einfach mal die Seele baumeln lassen, Gastlichkeit erleben und gemütliche Stunden Mitten in der Natur verbringen. Lassen Sie sich für den kleinen oder großen Hunger mit Hüttengerichten - von hausgemachter Erbsensuppe über Flammkuchen bis hin zu leckeren Schnitzelgerichten nach Art des Hauses verwöhnen. Oder Sie genießen den hausgemachten Kuchen und die frischen Waffeln. Freunde des Gerstensaftes dürfen sich auf frisch gezapftes Veltins und Maiseis vom Fass freuen, welches Sie bei schönem Wetter auch im vergrößerten Biergarten genie ßen können.

Im Laufes des Jahres wird im Außenbereich zudem eine Theke installiert. Die kleinen und großen Gäste finden auf dem Bolzplatz und dem weitläufigen Spielplatz gleich nebenan genügend Abwechslung zum Toben.

Besuchen Sie auch das alte Goldbergwerk, das ab dem 13. April wieder geöffnet ist, den Georg-Viktor-Turm, die Burgruine Eisenberg und viele weitere attraktive Ziele am Eisenberg. Die Eisenberg Hütte ist zudem ideal für Firmenfeiern, Jubiläen, Geburtstage, Konfirmanden- oder Klassentreffen, Vereinsausflüge u.v.m. "Egal, ob die Feier rustikal oder festlich ausgerichtet werden soll, ichsorge dafür, dass es ein wirklich gelungenes Fest wird", betont Hüttenwirt Thorsten Schwalenstöcker. "Freuen Sie sich auf Ihr individuelles Angebot." Bei größeren Gesellschaften wird um Voranmeldung gebeten unter (0163) 2 57 66 85.

Auch als Ausflugziel zu Ostern ist die Eisenberg-Hütte optimal. Also nichts wie hin - zum urigen Gipfel der Gemütlichkeit. Öffnungszeiten: Samstags und sonntags ab 12 Uhr oder nach Absprache. Infos auch unter [www.eisenberg-huette.de]. pr

Korbacher Bote - im März 2014


Goldene Saison beginnt am 13. April

Verein "Historischer Goldbergbau": Freiwillige Helfer willkommen · Vertrauensbeweis für den Vorstand

PressebildDer Vorstand des Vereins "Historischer Goldbergbau Eisenberg" wurde bei der Mitgliederversammlung einstimmig wiedergewählt. Unser Bild zeigt (v.l.) die Beisitzer Gerald Berberich, Friedrich Bachmann, Hermann Wittmer, den Vorsitzenden Wolfgang Behle, Stellvertreter Walter Hellwig, Beisitzer Armin Prager und Kassierer Karl-Helmut Tepel. Foto: Kleine

Am 13. April beginnen die goldenen Zeiten für Besucher. Der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" präpariert sich für die neue Saison. Chef des Vereins bleibt Wolfgang Behle.

VON JÖRG KLEINE

Korbach-Goldhausen. Die Hüter des Waldecker Goldschatzes verbuchten 2013 abermals eine erfolgreiche Saison. Rund 2500 Besucher aus Deutschland und aller Welt ließen sich das Abenteuer im Eisenberg nicht entgehen. Der birgt Deutschlands größte historische Goldlagerstätte. So zog Wolfgang Behle als Vorsitzender des Vereins "Historischer Goldbergbau Eisenberg" zufrieden die Jahresbilanz.

Behles besonderer Dank galt bei der Jahresversammlung am Freitagabend in Goldhausen den aktiven Mitgliedern – ob Besucherführer, Organisatoren, Helfer –, die sich ehrenamtlich für den Verein engagiert haben. "Mit euch kann man sehr gut zusammenarbeiten", lobte Behle gleichermaßen die gute Atmosphäre im Vorstand.

Ein Glanzlicht für den Verein war im vorigen Jahr die Auszeichnung mit dem Denkmalpreis des Landkreises Waldeck- Frankenberg. Überdies unterstützten die Hansestadt Korbach und zahlreiche Sponsoren die "Goldschürfer", die Besucherbergwerk, Information und Angebot für Gäste von Jahr zu Jahr interessanter gestalten.
Das untermauerte auch Schatzmeister Karl-Helmut Tepel mit seinem Kassenbericht. Viel Lob gab es dabei für Gerald Berberich, der Sammlung und Verkauf von Mineralien im Zechenhaus organisiert. Einstimmig entlastete die Mitgliederversammlung den Vorstand – und sprach ihm bei den Neuwahlen auch weiterhin einmütig das Vertrauen aus. So wurden Vereinschef Wolfgang Behle, Stellvertreter Walter Hellwig, Schriftführer Dr. Marc Müllenhoff, Kassierer Karl-Helmut Tepel sowie die Beisitzer Friedrich Bachmann, Hermann Wittmer und Armin Prager wiedergewählt. Als weiterer Beisitzer gehört Gerald Berberich neu dem erweiterten Vorstand an. Als Kassenprüfer wurde Claus Günther bestätigt, neuer Stellvertreter ist Heinz Merl.

Für die neue Saison hat sich der Verein abermals viel vorgenommen. Am 13. April wird das Besucherbergwerk im "Unteren- Tiefen-Tal-Stollen" eröffnet – mit vergünstigten Führungen für Jung und Alt, Gottesdienst, Musik und Imbiss. Schutzkleidung, Stiefel, Helm und Geleucht stellt der Verein für die Besucher bereit.
Kräftige Unterstützung kann der Verein bereits im Vorfeld gut gebrauchen: Arbeitseinsätze gibt es am Samstag, 5. April, und am Samstag, 12. April, jeweils ab 9 Uhr. Es gilt, einige Tonnen Gesteinsmaterial aus dem Stollen zu holen und alles für die neue Saison zu präparieren. Jeder freiwillige Helfer ist willkommen, rustikales Frühstück und Getränke stellt der Verein. Ansprechpartner ist Wolfgang Behle (Telefon 05631/61633).
Profil zeigen will der Verein im Sommer auch beim Altstadt- Kulturfest in Korbach: Goldwaschen für jedermann am Festwochenende, 4. Und 5. Juli.

WLZ - im März 2014


Brandschützer ziehen positive Bilanz

Goldhäuser Feuerwehrleute befördern und ehren Kameraden bei der Jahreshauptversammlung

PressebildViel Anerkennung bekamen verdiente Mitglieder der Feuerwehr Goldhausen in der Jahreshauptversammlung. Foto: pr

Die Feuerwehr Goldhausen blickte in ihrer Jahreshauptversammlung auf das abgelaufene Jahr zurück und zollte verdienten Mitgliedern Anerkennung.

Korbach-Goldhausen. Auf ihrer Jahreshauptversammlung stellte die Freiwillige Feuerwehr Goldhausen fest, dass sie gut aufgestellt bleibt: Drei Austritten standen drei Eintritte gegenüber, es bleibt also bei 148 Mitgliedern. Zur Einsatzabteilung gehören derzeit 33 Kameraden, darunter sechs Frauen. Insgesamt 2552 Stunden Ausbildung und Feuerwehrdienst leisteten die Ehrenamtlichen im vergangenen Jahr.

Viele Brandschützer erhielten für ihren Einsatz Anerkennung: Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt beförderte Katharina Finger zur Feuerwehrfrau, Tobias Borchert, Julian Heine und Lars Vahland zu Feuerwehrmännern. Stefanie Arnold erhielt die Beförderung zur Oberfeuerwehrfrau, Mario Fischer, Dominik Mütze und Marcel Prieske die zu Oberfeuerwehrmännern. Marianna Zenke stieg zur Hauptfeuerwehrfrau auf, Jörn Vahland und Tobias Westmeier zu Hauptfeuerwehrmännern. Nicole Westmeier und Roland Fabinger wurden Löschmeister, Micha Zenke Hauptlöschmeister.

Der Stadtbrandinspektor überreichte zudem das Hessische Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold an Marianna Zenke, in Silber an Micha Zenke, Tobias Westmeier und Roland Fabinger, in Bronze an Jörn Vahland und Mario Fischer sowie in Eisen an Dominik Mütze.

Für 50-jährige Mitgliedschaft erhielten Helmut Vahland, Wilfried Jesinghausen, Eckhardt Schüttler und Erich Schmutzer Ehrennadeln und Urkunden des Kurhessisch-Waldeckischen Feuerwehrverbandes. Für 40 Jahre wurden Rainer Zimmermann, Friedrich Friedewald und Werner Eimer geehrt, für 25 Jahre Melanie Wäscher und Hans Hillmann.

Eine besondere Auszeichnung verlieh Schmidt an Stefan Frese: Für seine Teilnahme am Hochwassereinsatz an der Elbe erhielt er den sächsischen Fluthelferorden. Er bekam auch Urkunden der sächsischen und hessischen Innenministerien.

Erfolgreiche Mannschaften

Um ihren Ausbildungsstand weiter zu verbessern, übten die Feuerwehrleute 2013 den Umgang mit tragbaren Feuerlöschern und CO2-Warngeräten ebenso wie Technische Hilfeleistung. Sie führten eine Maschinistenausbildung, eine Fahrerschulung sowie einen Erste-Hilfe-Lehrgang durch.

Bei Alarmübungen in Alleringhausen und Nieder-Schleidern prüften die Goldhäuser Brandschützer zusammen mit Wehren aus Nachbarorten Einsatzbereitschaft und Ausbildungsstand. Auch für echte Alarme rückten die Goldhäuser Brandschützer 2013 aus: jeweils dreimal zur technischen Hilfeleistung und zu Brandeinsätzen.

Wehrführer Arno Zenke berichtete, dass die Goldhäuser bei den Leistungsübungen sehr gut aufgestellt waren: Beim Flutlichtwettkampf in Mehlen belegten sie die Plätze drei und neun, beim Kreisentscheid in Korbach die Positionen zwei und elf. Bei der Bezirksübung in Reichensachsen ging die Goldhäuser Staffel als Bezirkssieger des Regierungspräsidiums Kassel vom Platz und qualifizierte sich damit zur Teilnahme am Landesentscheid in Freigericht. Dort erreichte sie Platz 15. Bei den Stadtpokalwettkämpfen in Lelbach gingen die Goldhäuser mit fünf Staffeln aus einer Wehr an den Start. Die Goldhäuser gewannen den Stadtpokal in beiden Wertungen: mit und ohne Fragebogen. In der Wertung mit Fragebogen holten Goldhäuser Mannschaften zudem den fünften Platz und in der Wertung ohne Fragebogen den dritten und vierten Platz.

Jugendwart Stefan Frese berichtete über die rege Teilnahme der Jugendlichen an Aktivitäten der Jugendfeuerwehr wie Zeltlagern und Pokalwettkämpfen. Höhepunkte im Vereinsleben seien die Fahrt in die tschechische Partnerstadt Vysoké Mýto sowie ein Tag mit Ausbildung "wie eine Berufsfeuerwehr" gewesen. (r)

WLZ - im Februar 2014


Junges Leben im alten Fachwerkhaus

Landkreis verleiht den Denkmalpreis für vorbildlichen Einsatz zum Erhalt alter Bausubstanz

PressebildErster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf (v.l.) übergab den Denkmalpreis des Landkreises in Rhoden an den Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg, vertreten durch Wolfgang Behle, an die Rhoder Familie Roth mit Torsten, Sonja und Eleonore Roth sowie an die Lokale Agenda 21 in Rhoden, vertreten durch Karl Heinemann. Dazu gratulierte Bürgermeister Elmar Schröder. Foto: Schulten

Für die vorbildliche Sanierung ihres diemelsächsischen Querdielen-Fachwerkhauses in der Rhoder Straße Rießen sind die Eheleute Sonja und Torsten Roth mit dem Denkmalpreis des Landkreises Waldeck-Frankenberg ausgezeichnet worden.

VON ELMAR SCHULTEN

Diemelstadt-Rhoden. Mit Sonderpreisen gewürdigt wurde gestern Abend auch der Verein Lokale Agenda 21 Rhoden für seinen langjährigen Einsatz zum Erhalt der Dorfstelle Altrhoden und der 1000 Jahre Kirchenruine, außerdem der Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg für seinen Beitrag zum Erhalt der Grubenanlage.
Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf schwärmte bei der dritten Verleihung des Kreisdenkmalpreises von der großen Vielfalt historischer Gebäude aus unterschiedlichen Epochen. Sie machten die kulturhistorische Vielfalt des Landkreises deutlich.

Vieles in Bewegung

Insgesamt seien im Landkreis 2500 Einzeldenkmale und 250 historische Gebäudeensembles registriert. Für deren Erhalt wendeten das Land Hessen und auch der Landkreis jedes Jahr große Summen auf, die durch das private Engagement der Eigentümer, aber auch durch Fördervereine vervielfacht würden. Deutschendorf dankte daher allen Menschen, die für neues Leben in alten Gemäuern sorgten.
Bezirkskonservator Dr. Bernhard Buchstab nutzte die Gelegenheit, den Landkreis Waldeck- Frankenberg für sein Engagement zum Erhalt der vielen wertvollen Baudenkmäler zu loben. Das sei landesweit längst nicht an der Tagesordnung. Aktuell bewege sich in Rhoden eine Menge zwischen Schloss und Altstadt. Das stimme hoffnungsvoll. Bürgermeister Elmar Schröder nahm den Ball auf und stellte zufrieden fest, dass es mehrere engagierte Spieler auf dem Gebiet der Altstadtsanierung gebe. Ein besonderer Dank ging an Susanne Engelns als verantwortliche Projektbetreuerin der von der Stadt beauftragten NH Wohnstadt. Aber auch die Rhoder Vereine Historisches Ortsbild, Geschichtsverein und Verkehrsund Verschönerungsverein, zusammengeschlossen in der Lokalen Agenda 21, hätten schon Großes für Rhoden bewirkt. Vor allem aber freute sich der Rathauschef, dass sich Familie Roth entschlossen habe, sich in Rhoden niederzulassen, und ein beinah vergessenes Fachwerkhaus an der Straße Rießen zum Leben erweckt habe. Schröder: "Das ist ein guter Tag für Rhoden und den städtebaulichen Denkmalschutz."
Der mit 1500 Euro dotierte Hauptpreis geht an Familie Roth, die sich 2011 für den Kauf des in die Jahre gekommenen diemelsächsischen Fachwerkhauses entschieden hatte. Der erste Eindruck von außen war wenig verlockend, doch als die Familie hinter die Kulissen blickte, machte sich ihre Fantasie selbstständig, wie Sonja Roth gestern Abend verriet. Vieles war im Original erhalten und inspirierte die Bauherren, den Reiz des Historischen zu erhalten.

Das volle Programm

Mithilfe des von der Stadt beauftragten Sanierungsträgers wurden Pläne geschmiedet und Förderanträge gestellt. Das volle Programm wurde abgerufen: Dachsanierung, Dachbodendämmung, der Putz wurde von der Außenfassade geklopft, alte Balken ausgetauscht, neu vermauert, die alten Eichenfenster wurden aufgearbeitet und mit einem zweiten Innenfenster wärmegedämmt. Die Innendämmung erfolgte mit Lehm. In die Lehmschicht eingearbeitet wurden Heizschlangen, die von einer modernen Holzpelletheizung gewärmt werden.
Die Elektroinstallationen mussten ebenso komplett erneuert werden wie die sanitären Einrichtungen. Das Haus Rießen 7 war offenbar das letzte in Rhoden ohne Toilette. Heute gehören zwei moderne Bäder mit historisierenden Becken und Wannen zum Standard.
Auch bei der Einrichtung der Küche achtete Sonja Roth aufs historische Detail: Ein massiver Spülstein und eine historisch anmutende Küchenzeile täuschen darüber hinweg, dass im Haus moderne Technik verbaut wurde.
Am Ende waren 230 000 Euro investiert. Doch die Arbeiten sind noch nicht beendet. Nun soll der alte Stallbereich für gewerbliche Zwecke umgebaut werden.

Verfall der Ruine stoppen

Den ersten von zwei mit 500 Euro dotierten Sonderpreisen erhielt die Lokale Agenda 21 Rhoden, ein Zusammenschluss von Geschichtsverein, Verkehrsund Verschönerungsverein und Verein Historisches Ortsbild.
In deren Namen stellte Karl Heinemann das Projekt Kirchenruine Altrhoden vor. Das 1000 Jahre alte Areal gehört der Kirchengemeinde, die für den Erhalt aber keine Mittel zur Verfügung stellen kann. Deshalb fühlten sich die Mitglieder der Lokalen Agenda herausgefordert, ihr Bestes zu geben, um den fortschreitenden Verfall des alten Gemäuers unmittelbar an der Autobahn zu stoppen.
Beim Bau der Autobahn Anfang der 70er-Jahre hatten Archäologen Siedlungsreste gefunden, die wahrscheinlich noch 200 Jahre älter waren als die zerfallene Kirche. Die Fundstätte wurde überbaut. Seit der Wiedervereinigung ist die A 44 eine stark befahrene Verkehrsachse, die mit ihren Abgasen und Erschütterungen der Kirchenruine weiter zusetzt.
Deshalb ist es den ehrenamtlichen Denkmalschützern ein besonderes Anliegen, vor Beginn der Erschließung des neuen Gewerbegebiets Steinberg dafür zu werben, dass die mit Sicherheit fällig werdenden Ausgleichsabgaben auch zum Schutz der Denkmäler vor Ort ausgegeben werden.
Dazu unterbreitete gestern Abend Agenda-Sprecher Walter Bracht eine Reihe von Vorschlägen.
Die Restaurierungsarbeiten an dem alten Gemäuer wurden mit Fotos dokumentiert. Aus Kostengründen wurden zunächst nur die von Bewuchs bedrohten Mauerkronen freigelegt. Außerdem wurden Fugen verfüllt, um weiteres ungehindertes Eindringen von Regenwasser zu verhindern. Es gibt noch viel zu tun.

Industriedenkmal

PressebildEinen Anerkennungspreis in Höhe von 500 Euro erhielten auch die Aktiven vom Verein Historischer
Bergbau Eisenberg. Archivfoto: Jörg Kleine

Das trifft auch für das groß angelegte Projekt des Vereins Historischer Goldbergbau Eisenberg zu. Marc Müllenhoff schilderte im Namen des Vereins mit inzwischen 110 Mitgliedern die Bedeutung des industriegeschichtlichen Denkmals von Goldhausen. Der 2002 gegründete Verein hat die Bergrechte an Deutschlands größter Goldlagerstätte erworben, allerdings nicht, um dort letztlich unwirtschaftliche Eingriffe in die Natur vorzunehmen, sondern um ein beliebtes Ausflugsziel zu erhalten und zugleich die vielen noch vorhandenen Spuren des historischen Bergbaus für die Nachwelt zu sichern.
Bisher wurden 48 Stollen und 20 Schächte mit einer Gesamtlänge von gut 3,6 Kilometern gefunden. Heutigen Besuchern fällt es schwer, sich vorzustellen, wie Bergarbeiter im Mittelalter ohne elektrisches Licht und maschinelle Hilfe solche Vortriebe schaffen konnten. Den Sonderpreis im Wert von 500 Euro nahm Vorsitzende Wolfgang Behle vom Ersten Kreisbeigeordneten in Empfang.
Die Feierstunde im Trauzimmer des Rhoder Stadtkellers wurde vom Posaunenchor musikalisch umrahmt, in dem auch Karl Heinemann seit vielen Jahren als treuer Bläser mitwirkt.

WLZ - im Februar 2014


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