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Chronik der Presseberichte aus 2015

Presseberichte 2015

 


Becker führt Goldhausen zum Sieg

Alters- und Seniorenschießen im Schützenkreis Eisenberg: Berndorf übernimmt die Spitze Korbach.

Angeführt von Erich Becker, dem besten Schützen des sechsten Wettkampfs der Alters- und Seniorenschützen im Kreis 22 Eisenberg, feierten die Goldhäuser in Heringhausen einen hohen Sieg. Die deutliche Ringdifferenz (878:827) erklärte sich auch dadurch, dass bei der Heimmannschaft der sicherste Schütze fehlte. Ohne große Mühe schafften die Korbacher ihren zweiten Sieg in dieser Saison und klettern um einen Tabellenplatz nach oben. Die Goddelsheimer bleiben dagegen nach dem 847:877 Schlusslicht. In der Spitzenbegegnung zwischen Berndorf und Lengefeld schafften die Akteure nur befriedigende Einzelergebnisse. Am Ende blieben die Berndorfer mit vier Ringen Differenz die glücklichen Sieger und übernahmen nach langer Zeit wieder einmal die Tabellenspitze. Die Usselner konnten sich gegenüber der letzten Runde zwar um 19 Ringe verbessern – das reichte aber noch nicht gegen die Meineringhäuser, der stärksten Mannschaft dieser Runde. Ein Blick auf die Gesamtergebnisse zeigt, dass die ersten sechs Mannschaften fast gleich stark einzuschätzen sind. (pr)

 

WLZ - im Dezember 2015


Goldhausen siegt auf ganzer Linie

Erste Mannschaft gewinnt hessische Feuerwehrleistungsübungen auf Bezirksebene

PressebildDie drei siegreichen Mannschaften aus Korbach-Goldhausen mit Manfred Hankel, dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbands Waldeck-Frankenberg, Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und Erwin Baumann, Dezernent Brand- und Katastrophenschutz beim Regierungspräsidium. Foto: pr

Korbach / Bebra. Zum Kräftemessen bei den Hessischen Feuerwehrleistungsübungen auf Bezirksebene trafen sich 25 Mannschaften aus dem Regierungsbezirk Kassel, sechs kamen aus Waldeck-Frankenberg. Mit sehr guten Ergebnissen und einem Bezirkssieg für das Team "Goldhausen I" kehrten sie zurück. Für den Landesentscheid, der am Sonntag, 13. September, in Lorsch ausgetragen wird, haben sich die ersten zwölf Mannschaften qualifiziert. Darunter sind vier Teams aus Waldeck-Frankenberg.

Sieger des Bezirksentscheides wurde die Staffel aus KorbachGoldhausen vor der Gruppe aus Alheim-Erdpenhausen (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) und dem Team Flieden-Stork II (Landkreis Fulda). Der sechste Platz ging an die Mannschaft von Korbach-Goldhausen III, siebter wurde die Mannschaft aus Ober-Werbe. Die dritte Mannschaft aus dem Korbacher Ortsteil, Goldhausen II, wurde zwölte. Das gute Gesamtergebnis der Waldeck-Frankenberger Mannschaften rundeten die Feuerwehren aus Bad Arolsen (Kernstadt) auf Platz 14 und Nieder-Ense auf Platz 21 ab.

Als Gäste und zur Unterstützung aller Wettkampfmannschaften waren aus dem Landkreis Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Manfred Hankel (Edertal), und Erich Fischer, Geschäts-führer des Kreisfeuerwehrverbandes angereist.
Als Bezirkssieger erhielt Goldhausen I einen Siegerpokal. Die siegreichen Mannschaften erhielten für ihre besondere Leistungsfähigkeit eine Geldprämie des Landes Hessen.

Die Teilnehmerzahl an dem Bezirksentscheid ist seit Jahren im Regierungsbezirk Kassel auf einem hohen Stand. Diese Resonanz spiegelt neben dem Engagement jedes einzelnen Feuerwehrangehörigen auch die überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit der freiwilligen Feuerwehren in Nord- und Osthessen und vor allem auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg wider. (r)

 

WLZ - im Juni 2015


Luftsprünge bei den Nordenbeckern

Stadtpokal der Feuerwehren und der Jugendwehren in Goldhausen

PressebildStrahlend und ausgelassen machte die Nordenbecker Staffel einen Luftsprung über den Erfolg beim Stadtpokal der Korbacher Feuerwehren. Fotos: Kleine

Die Korbacher Feuerwehren lieferten sich beim Stadtpokal einen spannenden Wettkampfaufhohem Niveau. Mit hauchdünnem Vorsprungsichertesich Nordenbeck den Sieg vor Goldhausen.
VON JÖRG KLEINE

Korbach-Goldhausen. Eine einzige Sekunde beim Knotenknüpfen gab den Ausschlag für die Mannschaft aus Nordenbeck, die damit den Stadtpokal vom Gipfel an den Fuß des Eisenberges tragen durfte. Die bärenstarken Gastgeber belegten mit ihren erfahrenen "grauen Panthern" Goldhausen III und dem Team Goldhausen I die Plätze zwei und drei. Dahinter waren die Kernstadt-Wehr mit Korbach I und Goldhausen II sehr dicht am Treppchen.
Von den insgesamt zehn Mannschaften, die um den Stadtpokal wetteiferten, erreichten acht die Stufe "Gold" - und stellten damit ein hohes Leistungsniveau der Freiwilligen Korbacher Feuerwehren abermals unter Beweis. So quittierten auch die Wettkampfrichter aus Edertal und Diemelstadt anerkennend die Ergebnisse.
Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt durte nach dem Feuerwehrwochenende zufrieden sein. Gleiches galt für Stadtjugendwart Stefan Casper, der gespannt den Wettbewerb der Nachwuchsbrandschützer verfolgte. Bei den Jugendwehren behielt Goldhausen die Oberhand vor den Teams aus Rhena, Lengefeld und Nieder-Ense. Als Wettkampfrichter war die Feuerwehr Vöhl mit von der Partie.

PressebildStadtrat Heinz Graf, Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt und Stadtjugendwart Stefan Casper (hinten v. I.) beglückwünschten die Sieger der Jugendwehren. Goldhausen gewann vor Rhena im Wettkampf mit Fragebogen, Meineringhausen vor Korbach im Wettkampf ohne Fragenbogen.

Zu bewältigen war jeweils die hessische Feuerwehrleistungsübung. Dazu gehörte bei den Einsatzabteilungen ein simulierter "Löschangriff" auf ein Wohnhaus samt Rettung einer Person. Knotenknüpfen und Fragebogen mit Theorie waren weitere Aufgaben für die Teams. Einsatzkräfte und Jugendwehren erwartete dabei am Samstag in Goldhausen wahrlich ein Wechselbad. Immer wieder tat der Himmel seine Schleusen auf, und von sommerlichen Temperaturen war keine Spur. Die Goldhäuser erwiesen sich derweil als prima Gastgeber rund um das Dorfgemeinschaftshaus, wo am Abend eine gesellige Runde angesagt war.

ERGEBNISSE Stadtpokal
Beiden Einsatzabteilungen gewann beim Korbacher Stadtpokal am Samstag die Mannschaft aus Nordenbeck vor Goldhausen III und Goldhausen I. Alle drei Teams erreichten 100 Prozent. Platz vier belegte Korbach 1(98,99 Prozent) vor Goldhausen II (98,96). Auf den sechsten Platz kam Lengefeld (95,31) vor Rhena (90,78). Rang acht belegte Nieder-Ense (87,74) vor Korbach II (86,49) und Ober-Ense (77,59).
Bei den Jugendwehren gewann Goldhausen (1600,5 Punkte) vor Rhena (1500), Lengefeld (1348,5) und Nieder-Ense (1163,5) im Wettbewerb mit Fragebogen. Meineringhausen (936) siegte vor Korbach (891) im Wettbewerb ohne Fragebogen. Für die Jugendlichen hatten die Goldhäuser zudem eine Dorfrallye organisiert, bei der Meineringhausen die Nase vorn hatte vor Rhena, Lengefeld, Korbach und Nieder-Ense. (jk)

Auszeichnung
Verdiente Korbacher Feuerwehrleute erhielten Auszeichnungen beim Kameradschaftsabend am Samstag in Goldhausen.
Silbernes Brandschutzehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst: André Bauch, Bernd Jacob (beide Lelbach), Friedrich Brandt-Welteke und Bernd Emde (beide Strothe). Bernd Emde erhielt außerdem eine Ehrung des Kurhessisch-Waldeckischen Feuerwehrverbandes.
Hessisches Feuerwehrleistungsabzeichen Gold (5): Walter Thielemann, Marianna Zenke (beide Goldhausen), Stephan Schmidt (Korbach) und Ingo Müller (Nieder-Ense).
Anerkennungsprämien für zehn Jahre aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr gingen an Alexander Richter (Lengefeld), Torben Umbach (Meineringhausen) und Marcus Göbel (Nordenbeck).

WLZ - im Juni 2015


Geselliger Abend der Feuerwehr

Korbacher Ehren- und Altersabteilungen

PressebildStadtrat Heinz Graf (I.) und Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt (r.) ehrten Kurt Lind, Karl-Heinz Wagner, Karl Rose, Friedrich Fingerhut und Franz Minarsch (v. I.) für jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement in der Feuerwehr. Foto: Jorg Kleine

Korbach-Goldhausen. Spannende Wettkämpfe erwarten Korbachs Feuerwehren heute beim Stadtpokal in Goldhausen. Bei den Einsatzabteilungen aus Kernstadt und Ortsteilen haben sich elf Mannschaften angemeldet, außerdem wetteifern auch Korbachs Jugendwehren um die Siegertrophäe. Los geht's um 13.30 Uhr am Dorfgemeinschafshaus in Goldhausen.
Auftakt fürs große Wochenende der Korbacher Brandschützer war am Freitag der Kameradschatsabend für die Ehren- und Altersabteilungen. Die Resonanz ist stets prächtig beim Treffen der Korbacher Feuerwehrsenioren, wie sich in Goldhausen abermals zeigte. Rund 120 Besucher tummelten sich im Dorfgemeinschatshaus bei Gesprächen, Speis und Trank.
Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt und Stadtrat Heinz Graf eröffneten den geselligen Abend in bester Laune -und mit großer Anerkennung für das Engagement der erfahrenen Brandschützer zur Sicherheit der Bürger.
Im Blickpunkt stand Friedrich Fingerhut, der für 60 Jahre Mitgliedschat mit der goldenen Ehrennadel des Kurhessisch-Waldeckischen Feuerwehrverbandes ausgezeichnet wurde.
Viel Applaus gab es gleichermaßen für die ältesten Teilnehmer und Geburtstagskinder: Franz Minarsch (87), Kurt Lind (86), Karl-Heinz Wagner (84) und Karl Rose (88). Wagner war bis vor drei Jahren Stabführer des Spielmannszuges, Rose führte ehedem als erster Stadtbrandinspektor in Korbach die Regie.
Das Eisenberg-Duo sorgte am Freitag für musikalische Unterhaltung beim Kameradschatsabend. (jk)

WLZ - im Mai 2015


Dreimal Gold für Goldhausen

53 Mannschaften sind beim Kreisentscheid der Feuerwehrleistungsübungen in Korbach angetreten

PressebildSo sehen Sieger aus: Für den Bezirksentscheid haben sich die besten sechs Teams qualifiziert. Fotos: Lutz Benseier

Alles Gold: Beim Kreisentscheid der hessischen Feuerwehr-leistungsübungen haben gestern gleich drei Teams aus Goldhausen mit bis zu hundertprozentigen Ergebnissen abgeräumt. Sieger des Wettbewerbs war das Team Goldhausen III.

VON LUTZBENSELER

Korbach. Knoten, funken, löschen, retten: Die Brandschützer aus dem Korbacher Stadtteil haben unter den 53 teilnehmenden Mannschaften aus dem ganzen Landkreis ihr Handwerk am besten verstanden und sich damit für den Bezirksentscheid am 27. Juni in Bebra (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) qualifiziert. Neben Goldhausen III (100 Prozent) fahren auch Goldhausen I (100), Ober-Werbe (99,7), Goldhausen II (99,3), Nieder-Ense (98,7) und Bad Arolsen (98,3) zur nächsten Runde.

Das Szenario: Ein Haus brennt, eine Person liegt bewusstlos im Wohnzimmer

Die Wettkämpfe auf der Hauer starteten um acht Uhr morgens. Neben einem theoretischen Teil mit 15 Fachfragen mussten die Wehrleute einen Praxistest bewältigen. Das Szenario: In einem Raum im Erdgeschoss eines Einfamilienhauses ist ein Feuer ausgebrochen, das sich auf die gesamte Wohnung ausgebreitet hat. Eine bewusstlose Person beindet sich noch im Wohnzimmer am Ende des Flures.

Brandrauch dringt sichtbar aus den Ritzen der Haustür, Fensterscheiben sind durch die Hitze des Brandes geplatzt. Das Feuer droht an der rechten Gebäudeseite überzuschlagen. Über einen Kriechgang gelangen die Brandschützer im Wettbewerb in das iktive Haus, bekämpfen dort den Brand und retten die verletzte Person, über eine Leiter löschen unterdessen ihre Kameraden das Feuer seitlich des Hauses. Die letzte Station des praktischen Teils: das Knotenlegen. Vier richtige Knoten in sensationellen 14 Sekunden schaffte die Mannschaft aus Bad Arolsen. Das langsamste Team brauchte für zwei Knoten 115 Sekunden. 20 Schiedsrichter aus den Nachbarlandkreisen Marburg-Biedenkopf, Schwalm-Eder und Kassel bewerteten die Leistungen der Waldeck-Frankenberger Feuerwehrleute.

Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf, Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, sein Stellvertreter Bernd Berghöfer, Manfred Hankel, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, und der Korbacher Stadtrat Heinz Merl übergaben die Urkunden und die Siegestrophäe - die Skulptur eines Drehleiterfahrzeugs. Wer den Titel dreimal gewinnt, darf die Trophäe für immer behalten. Goldhausen hatte zuletzt 2007 den ersten Platz belegt.

40 Teams schaffen die Leistungsstufe Gold, elf bekommen Silber

Alle teilnehmenden Mannschaften hatten die Übungen erfolgreich absolviert. 40 schafen die mit jeweils 125 Euro vom Land Hessen dotierte Leistungsstufe Gold, elf die mit 100 Euro dotierte Leistungsstufe Silber
und zwei die Leistungsstufe Bronze, für die es 75 Euro für die Mannschaft gibt.

Bei den Übungen gehe es nicht nur ums Gewinnen, sagte Deutschendorf: Die Feuerwehrleute hätten sich damit auch für den Einsatz vorbereitet, so der Erste Kreisbeigeordnete und für den Brandschutz zuständige Dezernent zu den Teilnehmern der Leistungsübungen. Manfred Hankel dankte den Organisatoren der Veranstaltung und den vielen Helfern hinter den Kulissen. Die Stadt Korbach ist regelmäßig Gastgeber der Leistungsübungen und sei damit, so Heinz Merl, die "Hauptstadt der Feuerwehren in Waldeck-Frankenb erg".

Pressebild
links: Jeder Handgriff muss im Wettbewerb sitzen, damit auch im Ernstfall alles wie am Schnürchen läuft.
Mitte: Konzentriert gehen die Teilnehmer bei den Übungen vor.
rechts: Auf Schnelligkeit kommt es an: Die Feuerwehrleute bringen eine Steckleiter zum "Einsatzort" auf der Hauer in Korbach.
 

WLZ - im Mai 2015


Einblicke in harte Arbeit der Bergleute

Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" eröffnet die neue Saison der Führungen

PressebildMit Schutzkleidung und Helm ging's unter Tage: Walter Hedwig (rechts) führte diese Gruppe gestern Nachmittag durch den "Unteren-Tiefen-Tal-Stollen", der bereits im 17. und 16. Jahrhundert angelegt worden ist. Rund 100 Meter arbeiteten sich die Bergleute in mühsamer Handarbeit vor. 1922 bis 1929 wurde der Stollen in Richtung Goldhäuser Sportplatz um weitere 160 Meter verlängert. Foto: -sg-

Der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" ist gestern in die neue Saison der Führungen gestartet. Drei Gruppen erkundeten die Stollen unter Tage.

VON DR. KARL SCHILLING

Korbach-Goldhausen. Mit Hammer und Meißel arbeiteten sich die Bergleute im Gestein vor, nur fünf bis sechs Zentimeter schafften sie in einer Tagesschicht. Umso erstaunlicher ist, dass die verschiedenen Stollen im Eisenberg eine Gesamtlänge von rund 20 Kilometern haben. Und der Ertrag? Nur ein bis zwei Tonnen Gold haben die schwer schuftenden Männer über die Jahrhunderte aus dem Berg geholt - die Menge passt in ein 50-Liter-Fässchen. Zum Vergleich: Mit großem maschinellen Aufwand fördern Firmen inzwischen weltweit etwa 2700 Tonnen Gold - jedes Jahr.
Mit seinen Erläuterungen faszinierte Walter Hellwig gestern die jungen und alten Besucher. Bei strahlendem Sonnenschein nutzten zahlreiche Interessenten die Gelegenheit, sich bei einem spannenden Ausflug über die Goldhäuser Bergbaugeschichte zu informieren. Die reicht immerhin bis ins zwölte Jahrhundert zurück: Ab 1250 ist sie in Urkunden zu fassen.
Hellwig erläuterte wie das Gold durch eine "Supernova" - eine explodierende Sonne - auf die Erde geschleudert wurde. Die feinen Partikel lagerten sich auch im Sediment von Urzeitmeeren ab. Als zwei Kontinentalplatten mit riesiger Gewalt aufeinanderstießen, formten sich Gebirge wie der Eisenberg, der bei Goldhausen einen senkrecht verlaufenden "Hauptgang" mit Gold aufweist - oder wie die früheren Bergleute sagten: einen "alten Zug". Den versuchten die Leute ab dem Mittelalter auszubeuten. Die Grafen von Waldeck holten sich Fachleute aus Nürnberg und später Straßburg; den zehnten Teil des Ertrages kassierten sie als Landesherren. Zunächst betrieben die Bergleute unterhalb des heutigen Zechenhauses Tagebau, später trieben sie Stollen mit Entwässerung unter die Erde.
Das goldhaltige Gestein wurde in mit Wasserkrat betriebenen Pochwerken in Nieder-Ense, Eppe und möglicherweise in der "Alten Wiese" zerkleinert - auch Goldmühlen genannt. Im Dreißigjährigen Krieg 1618 bis 1648 endete der Abbau. In den 1920er- bis 1940er-Jahren gab es weitere Versuche von Investoren, mit moderneren Methoden Gold zu gewinnen. Nach 1970 erklärte das Land, der Abbau der wohl noch ein bis zwei Tonnen im Berg lohne sich nicht. Es stellte die einstigen Stollen 1996 unter Denkmalschutz - das Besucherbergwerk entstand.
Im alten Zechenhaus neben dem Dorfgemeinschatshaus sind heute Exponate aus der Geschichte ausgestellt: Gestein und Werkzeuge. Ein besonderes Erlebnis sind jedoch die Führungen durch den "Unteren-Tiefen-Tal-Stollen". Die diesjährige Saison läut noch bis Oktober.
Wegen der gestrigen Konfirmationsfeiern hatte der Verein am Morgen auf den sonst zur Saisoneröffnung üblichen Gottesdienst verzichtet. Stattdessen bat der pensionierte Pfarrer Walter Hellwig vor der ersten Führung bei einer kleinen Andacht um Gottes Segen, auf dass die Saison unfallfrei verlaufe. Nach alter Sitte zitierte er den Spruch der Bergleute: "Gott zur Ehr, dem Berggeist zur Wehr."
Die drei Führer Jörg Kleine, Werner Grebe und Walter Hellwig waren vor Ort. Der Vereinsvorsitzende Wolfgang Behle erklärte in einer Ansprache, er hofe, dass es in dieser Saison wieder so viele Besucher wie im vorigen Jahr gebe: Rund 2600 Interessenten hatten sich in etwa 250 Gruppen durch den historischen Stollen führen lassen.
Abstecher zum Schloss
Gab es am Morgen nur eine Gruppe, musste die zweite am Nachmittag wegen des großen Interesses aufgeteilt werden. Hellwig und Grebe führten die Besucher unter Tage. Start war am Zechenhaus, wo es eine Einführung gab. Zur Saisoneröffnung gab es Sondereintrittspreise. Bei dem klaren Wetter bot sich auch ein Spaziergang zu den Resten des gräflichen Schlosses Eisenberg und dem Georg-Victor-Turm an, der eine Fernsicht bis fast nach Kassel bietet.

WLZ - im April 2015


Vorstand wieder komplett besetzt

Jahreshauptversammlung der Goldhäuser Schützen

PressebildUnser Bild zeigt den neu gewählten Vorstand des Vereins und die ausgeschiedene Kassiererin Cornelia Graf (I.), die nach 28 Jahren nicht wieder kandidiert hatte. Foto: pr

Korbach-Goldhausen. Die Neuwahl des Vorstandes stand nach drei Jahren wieder auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Goldhausen. Fast alle Vorstandsmitglieder waren aufgrund der guten Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren bereit, ihr Amt weiter fortzuführen. Kassiererin Cornelia Graf stellte ihren Posten jedoch nach 28 Jahren zur Verfügung. Um die finanziellen Angelegenheiten des Vereins wird sich zukünftig Ina Hartmann-Klinker kümmern. Kevin Dietrich, der bisherige stellvertretende Jugendwart, übernahm das Amt der zuletzt unbesetzten Position des Schießwartes.

Besonders erfreut zeigte sich Vorsitzender Armin Bartmann, dass sich mit Jörg und Katharina Finger zwei Vereinsmitglieder noch während der Versammlung bereitfanden, Aufgaben im Vorstand zu übernehmen. So sind künftig auch die Positionen des stellvertretenden Schießwartes und der stellvertretenden Kassiererin wieder besetzt. Ortsvorsteher Wolfgang Behle, der als Wahlleiter fungierte, gratulierte dem neuen Vorstandsteam und bedankte sich nochmals bei Cornelia Graf für ihre langjährige Mitarbeit.

Bartmann dankte allen aktiven Schützen, die den Verein mit guten Leistungen im vergangenen Jahr erfolgreich vertreten haben. Aushängeschild des Vereins ist unter anderem die Seniorenmannschaft, die mit Erich Becker einen frisch gekürten Gaumeister in ihren Reihen hat.

Finanziell ist im Verein noch ein kleines Polster vorhanden, allerdings ist auch zukünftig bei den über zehn Jahre alten Waffen vermehrt mit Reparaturen zu rechnen. Eine Neuanschaffung von Vereinswa)en ist daher zunächst nicht geplant. Hier soll noch abgewartet werden, ob die derzeitig aktiven Jugendschützen "bei der Stange" bleiben. Bei den zuletzt gezeigten guten Leistungen der Jugendlichen sei dies jedoch unbedingt wünschenswert, so Jugendwart Jens Hartmann.

Für das kommende Jahr kündigte der Vorstand ein weiteres Knobelturnier sowie eine zweitägige Radtour an, die derzeit in Planung ist. An den Rundenwettkämpfen wird der Verein in der kommenden Saison wieder mit einer Gewehr-, einer Jugend- und mit der Seniorenmannschaft teilnehmen. Die Goldhäuser Pistolenschützen werden, wie auch in den vergangenen Jahren, eine gemeinsame Mannschaft mit Obernburg bilden. (r)

WLZ - im März 2015


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