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Presseberichte Archiv 2001-2015

Presseberichte 2015

Presseberichte 2015


Becker führt Goldhausen zum Sieg

Alters- und Seniorenschießen im Schützenkreis Eisenberg: Berndorf übernimmt die Spitze Korbach.

Angeführt von Erich Becker, dem besten Schützen des sechsten Wettkampfs der Alters- und Seniorenschützen im Kreis 22 Eisenberg, feierten die Goldhäuser in Heringhausen einen hohen Sieg. Die deutliche Ringdifferenz (878:827) erklärte sich auch dadurch, dass bei der Heimmannschaft der sicherste Schütze fehlte. Ohne große Mühe schafften die Korbacher ihren zweiten Sieg in dieser Saison und klettern um einen Tabellenplatz nach oben. Die Goddelsheimer bleiben dagegen nach dem 847:877 Schlusslicht. In der Spitzenbegegnung zwischen Berndorf und Lengefeld schafften die Akteure nur befriedigende Einzelergebnisse. Am Ende blieben die Berndorfer mit vier Ringen Differenz die glücklichen Sieger und übernahmen nach langer Zeit wieder einmal die Tabellenspitze. Die Usselner konnten sich gegenüber der letzten Runde zwar um 19 Ringe verbessern – das reichte aber noch nicht gegen die Meineringhäuser, der stärksten Mannschaft dieser Runde. Ein Blick auf die Gesamtergebnisse zeigt, dass die ersten sechs Mannschaften fast gleich stark einzuschätzen sind. (pr)

WLZ – im Dezember 2015


Goldhausen siegt auf ganzer Linie

Erste Mannschaft gewinnt hessische Feuerwehrleistungsübungen auf Bezirksebene

PressebildDie drei siegreichen Mannschaften aus Korbach-Goldhausen mit Manfred Hankel, dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbands Waldeck-Frankenberg, Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und Erwin Baumann, Dezernent Brand- und Katastrophenschutz beim Regierungspräsidium. Foto: pr

Korbach / Bebra. Zum Kräftemessen bei den Hessischen Feuerwehrleistungsübungen auf Bezirksebene trafen sich 25 Mannschaften aus dem Regierungsbezirk Kassel, sechs kamen aus Waldeck-Frankenberg. Mit sehr guten Ergebnissen und einem Bezirkssieg für das Team “Goldhausen I” kehrten sie zurück. Für den Landesentscheid, der am Sonntag, 13. September, in Lorsch ausgetragen wird, haben sich die ersten zwölf Mannschaften qualifiziert. Darunter sind vier Teams aus Waldeck-Frankenberg.

Sieger des Bezirksentscheides wurde die Staffel aus KorbachGoldhausen vor der Gruppe aus Alheim-Erdpenhausen (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) und dem Team Flieden-Stork II (Landkreis Fulda). Der sechste Platz ging an die Mannschaft von Korbach-Goldhausen III, siebter wurde die Mannschaft aus Ober-Werbe. Die dritte Mannschaft aus dem Korbacher Ortsteil, Goldhausen II, wurde zwölte. Das gute Gesamtergebnis der Waldeck-Frankenberger Mannschaften rundeten die Feuerwehren aus Bad Arolsen (Kernstadt) auf Platz 14 und Nieder-Ense auf Platz 21 ab.

Als Gäste und zur Unterstützung aller Wettkampfmannschaften waren aus dem Landkreis Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Manfred Hankel (Edertal), und Erich Fischer, Geschäts-führer des Kreisfeuerwehrverbandes angereist.
Als Bezirkssieger erhielt Goldhausen I einen Siegerpokal. Die siegreichen Mannschaften erhielten für ihre besondere Leistungsfähigkeit eine Geldprämie des Landes Hessen.

Die Teilnehmerzahl an dem Bezirksentscheid ist seit Jahren im Regierungsbezirk Kassel auf einem hohen Stand. Diese Resonanz spiegelt neben dem Engagement jedes einzelnen Feuerwehrangehörigen auch die überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit der freiwilligen Feuerwehren in Nord- und Osthessen und vor allem auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg wider. (r)

WLZ – im Juni 2015


Luftsprünge bei den Nordenbeckern

Stadtpokal der Feuerwehren und der Jugendwehren in Goldhausen

PressebildStrahlend und ausgelassen machte die Nordenbecker Staffel einen Luftsprung über den Erfolg beim Stadtpokal der Korbacher Feuerwehren. Fotos: Kleine

Die Korbacher Feuerwehren lieferten sich beim Stadtpokal einen spannenden Wettkampfaufhohem Niveau. Mit hauchdünnem Vorsprungsichertesich Nordenbeck den Sieg vor Goldhausen.
VON JÖRG KLEINE

Korbach-Goldhausen. Eine einzige Sekunde beim Knotenknüpfen gab den Ausschlag für die Mannschaft aus Nordenbeck, die damit den Stadtpokal vom Gipfel an den Fuß des Eisenberges tragen durfte. Die bärenstarken Gastgeber belegten mit ihren erfahrenen “grauen Panthern” Goldhausen III und dem Team Goldhausen I die Plätze zwei und drei. Dahinter waren die Kernstadt-Wehr mit Korbach I und Goldhausen II sehr dicht am Treppchen.
Von den insgesamt zehn Mannschaften, die um den Stadtpokal wetteiferten, erreichten acht die Stufe “Gold” – und stellten damit ein hohes Leistungsniveau der Freiwilligen Korbacher Feuerwehren abermals unter Beweis. So quittierten auch die Wettkampfrichter aus Edertal und Diemelstadt anerkennend die Ergebnisse.
Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt durte nach dem Feuerwehrwochenende zufrieden sein. Gleiches galt für Stadtjugendwart Stefan Casper, der gespannt den Wettbewerb der Nachwuchsbrandschützer verfolgte. Bei den Jugendwehren behielt Goldhausen die Oberhand vor den Teams aus Rhena, Lengefeld und Nieder-Ense. Als Wettkampfrichter war die Feuerwehr Vöhl mit von der Partie.

PressebildStadtrat Heinz Graf, Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt und Stadtjugendwart Stefan Casper (hinten v. I.) beglückwünschten die Sieger der Jugendwehren. Goldhausen gewann vor Rhena im Wettkampf mit Fragebogen, Meineringhausen vor Korbach im Wettkampf ohne Fragenbogen.

Zu bewältigen war jeweils die hessische Feuerwehrleistungsübung. Dazu gehörte bei den Einsatzabteilungen ein simulierter “Löschangriff” auf ein Wohnhaus samt Rettung einer Person. Knotenknüpfen und Fragebogen mit Theorie waren weitere Aufgaben für die Teams. Einsatzkräfte und Jugendwehren erwartete dabei am Samstag in Goldhausen wahrlich ein Wechselbad. Immer wieder tat der Himmel seine Schleusen auf, und von sommerlichen Temperaturen war keine Spur. Die Goldhäuser erwiesen sich derweil als prima Gastgeber rund um das Dorfgemeinschaftshaus, wo am Abend eine gesellige Runde angesagt war.

ERGEBNISSE Stadtpokal
Beiden Einsatzabteilungen gewann beim Korbacher Stadtpokal am Samstag die Mannschaft aus Nordenbeck vor Goldhausen III und Goldhausen I. Alle drei Teams erreichten 100 Prozent. Platz vier belegte Korbach 1(98,99 Prozent) vor Goldhausen II (98,96). Auf den sechsten Platz kam Lengefeld (95,31) vor Rhena (90,78). Rang acht belegte Nieder-Ense (87,74) vor Korbach II (86,49) und Ober-Ense (77,59).
Bei den Jugendwehren gewann Goldhausen (1600,5 Punkte) vor Rhena (1500), Lengefeld (1348,5) und Nieder-Ense (1163,5) im Wettbewerb mit Fragebogen. Meineringhausen (936) siegte vor Korbach (891) im Wettbewerb ohne Fragebogen. Für die Jugendlichen hatten die Goldhäuser zudem eine Dorfrallye organisiert, bei der Meineringhausen die Nase vorn hatte vor Rhena, Lengefeld, Korbach und Nieder-Ense. (jk)

Auszeichnung
Verdiente Korbacher Feuerwehrleute erhielten Auszeichnungen beim Kameradschaftsabend am Samstag in Goldhausen.
Silbernes Brandschutzehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst: André Bauch, Bernd Jacob (beide Lelbach), Friedrich Brandt-Welteke und Bernd Emde (beide Strothe). Bernd Emde erhielt außerdem eine Ehrung des Kurhessisch-Waldeckischen Feuerwehrverbandes.
Hessisches Feuerwehrleistungsabzeichen Gold (5): Walter Thielemann, Marianna Zenke (beide Goldhausen), Stephan Schmidt (Korbach) und Ingo Müller (Nieder-Ense).
Anerkennungsprämien für zehn Jahre aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr gingen an Alexander Richter (Lengefeld), Torben Umbach (Meineringhausen) und Marcus Göbel (Nordenbeck).

WLZ – im Juni 2015


Geselliger Abend der Feuerwehr

Korbacher Ehren- und Altersabteilungen

PressebildStadtrat Heinz Graf (I.) und Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt (r.) ehrten Kurt Lind, Karl-Heinz Wagner, Karl Rose, Friedrich Fingerhut und Franz Minarsch (v. I.) für jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement in der Feuerwehr. Foto: Jorg Kleine

Korbach-Goldhausen. Spannende Wettkämpfe erwarten Korbachs Feuerwehren heute beim Stadtpokal in Goldhausen. Bei den Einsatzabteilungen aus Kernstadt und Ortsteilen haben sich elf Mannschaften angemeldet, außerdem wetteifern auch Korbachs Jugendwehren um die Siegertrophäe. Los geht’s um 13.30 Uhr am Dorfgemeinschafshaus in Goldhausen.
Auftakt fürs große Wochenende der Korbacher Brandschützer war am Freitag der Kameradschatsabend für die Ehren- und Altersabteilungen. Die Resonanz ist stets prächtig beim Treffen der Korbacher Feuerwehrsenioren, wie sich in Goldhausen abermals zeigte. Rund 120 Besucher tummelten sich im Dorfgemeinschatshaus bei Gesprächen, Speis und Trank.
Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt und Stadtrat Heinz Graf eröffneten den geselligen Abend in bester Laune -und mit großer Anerkennung für das Engagement der erfahrenen Brandschützer zur Sicherheit der Bürger.
Im Blickpunkt stand Friedrich Fingerhut, der für 60 Jahre Mitgliedschat mit der goldenen Ehrennadel des Kurhessisch-Waldeckischen Feuerwehrverbandes ausgezeichnet wurde.
Viel Applaus gab es gleichermaßen für die ältesten Teilnehmer und Geburtstagskinder: Franz Minarsch (87), Kurt Lind (86), Karl-Heinz Wagner (84) und Karl Rose (88). Wagner war bis vor drei Jahren Stabführer des Spielmannszuges, Rose führte ehedem als erster Stadtbrandinspektor in Korbach die Regie.
Das Eisenberg-Duo sorgte am Freitag für musikalische Unterhaltung beim Kameradschatsabend. (jk)

WLZ – im Mai 2015


Dreimal Gold für Goldhausen

53 Mannschaften sind beim Kreisentscheid der Feuerwehrleistungsübungen in Korbach angetreten

PressebildSo sehen Sieger aus: Für den Bezirksentscheid haben sich die besten sechs Teams qualifiziert. Fotos: Lutz Benseier

Alles Gold: Beim Kreisentscheid der hessischen Feuerwehr-leistungsübungen haben gestern gleich drei Teams aus Goldhausen mit bis zu hundertprozentigen Ergebnissen abgeräumt. Sieger des Wettbewerbs war das Team Goldhausen III.

VON LUTZBENSELER

Korbach. Knoten, funken, löschen, retten: Die Brandschützer aus dem Korbacher Stadtteil haben unter den 53 teilnehmenden Mannschaften aus dem ganzen Landkreis ihr Handwerk am besten verstanden und sich damit für den Bezirksentscheid am 27. Juni in Bebra (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) qualifiziert. Neben Goldhausen III (100 Prozent) fahren auch Goldhausen I (100), Ober-Werbe (99,7), Goldhausen II (99,3), Nieder-Ense (98,7) und Bad Arolsen (98,3) zur nächsten Runde.

Das Szenario: Ein Haus brennt, eine Person liegt bewusstlos im Wohnzimmer

Die Wettkämpfe auf der Hauer starteten um acht Uhr morgens. Neben einem theoretischen Teil mit 15 Fachfragen mussten die Wehrleute einen Praxistest bewältigen. Das Szenario: In einem Raum im Erdgeschoss eines Einfamilienhauses ist ein Feuer ausgebrochen, das sich auf die gesamte Wohnung ausgebreitet hat. Eine bewusstlose Person beindet sich noch im Wohnzimmer am Ende des Flures.

Brandrauch dringt sichtbar aus den Ritzen der Haustür, Fensterscheiben sind durch die Hitze des Brandes geplatzt. Das Feuer droht an der rechten Gebäudeseite überzuschlagen. Über einen Kriechgang gelangen die Brandschützer im Wettbewerb in das iktive Haus, bekämpfen dort den Brand und retten die verletzte Person, über eine Leiter löschen unterdessen ihre Kameraden das Feuer seitlich des Hauses. Die letzte Station des praktischen Teils: das Knotenlegen. Vier richtige Knoten in sensationellen 14 Sekunden schaffte die Mannschaft aus Bad Arolsen. Das langsamste Team brauchte für zwei Knoten 115 Sekunden. 20 Schiedsrichter aus den Nachbarlandkreisen Marburg-Biedenkopf, Schwalm-Eder und Kassel bewerteten die Leistungen der Waldeck-Frankenberger Feuerwehrleute.

Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf, Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, sein Stellvertreter Bernd Berghöfer, Manfred Hankel, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, und der Korbacher Stadtrat Heinz Merl übergaben die Urkunden und die Siegestrophäe – die Skulptur eines Drehleiterfahrzeugs. Wer den Titel dreimal gewinnt, darf die Trophäe für immer behalten. Goldhausen hatte zuletzt 2007 den ersten Platz belegt.

40 Teams schaffen die Leistungsstufe Gold, elf bekommen Silber

Alle teilnehmenden Mannschaften hatten die Übungen erfolgreich absolviert. 40 schafen die mit jeweils 125 Euro vom Land Hessen dotierte Leistungsstufe Gold, elf die mit 100 Euro dotierte Leistungsstufe Silber
und zwei die Leistungsstufe Bronze, für die es 75 Euro für die Mannschaft gibt.

Bei den Übungen gehe es nicht nur ums Gewinnen, sagte Deutschendorf: Die Feuerwehrleute hätten sich damit auch für den Einsatz vorbereitet, so der Erste Kreisbeigeordnete und für den Brandschutz zuständige Dezernent zu den Teilnehmern der Leistungsübungen. Manfred Hankel dankte den Organisatoren der Veranstaltung und den vielen Helfern hinter den Kulissen. Die Stadt Korbach ist regelmäßig Gastgeber der Leistungsübungen und sei damit, so Heinz Merl, die “Hauptstadt der Feuerwehren in Waldeck-Frankenb erg”.

Pressebild
links: Jeder Handgriff muss im Wettbewerb sitzen, damit auch im Ernstfall alles wie am Schnürchen läuft.
Mitte: Konzentriert gehen die Teilnehmer bei den Übungen vor.
rechts: Auf Schnelligkeit kommt es an: Die Feuerwehrleute bringen eine Steckleiter zum “Einsatzort” auf der Hauer in Korbach.
 

WLZ – im Mai 2015


Einblicke in harte Arbeit der Bergleute

Verein “Historischer Goldbergbau Eisenberg” eröffnet die neue Saison der Führungen

PressebildMit Schutzkleidung und Helm ging’s unter Tage: Walter Hedwig (rechts) führte diese Gruppe gestern Nachmittag durch den “Unteren-Tiefen-Tal-Stollen”, der bereits im 17. und 16. Jahrhundert angelegt worden ist. Rund 100 Meter arbeiteten sich die Bergleute in mühsamer Handarbeit vor. 1922 bis 1929 wurde der Stollen in Richtung Goldhäuser Sportplatz um weitere 160 Meter verlängert. Foto: -sg-

Der Verein “Historischer Goldbergbau Eisenberg” ist gestern in die neue Saison der Führungen gestartet. Drei Gruppen erkundeten die Stollen unter Tage.

VON DR. KARL SCHILLING

Korbach-Goldhausen. Mit Hammer und Meißel arbeiteten sich die Bergleute im Gestein vor, nur fünf bis sechs Zentimeter schafften sie in einer Tagesschicht. Umso erstaunlicher ist, dass die verschiedenen Stollen im Eisenberg eine Gesamtlänge von rund 20 Kilometern haben. Und der Ertrag? Nur ein bis zwei Tonnen Gold haben die schwer schuftenden Männer über die Jahrhunderte aus dem Berg geholt – die Menge passt in ein 50-Liter-Fässchen. Zum Vergleich: Mit großem maschinellen Aufwand fördern Firmen inzwischen weltweit etwa 2700 Tonnen Gold – jedes Jahr.
Mit seinen Erläuterungen faszinierte Walter Hellwig gestern die jungen und alten Besucher. Bei strahlendem Sonnenschein nutzten zahlreiche Interessenten die Gelegenheit, sich bei einem spannenden Ausflug über die Goldhäuser Bergbaugeschichte zu informieren. Die reicht immerhin bis ins zwölte Jahrhundert zurück: Ab 1250 ist sie in Urkunden zu fassen.
Hellwig erläuterte wie das Gold durch eine “Supernova” – eine explodierende Sonne – auf die Erde geschleudert wurde. Die feinen Partikel lagerten sich auch im Sediment von Urzeitmeeren ab. Als zwei Kontinentalplatten mit riesiger Gewalt aufeinanderstießen, formten sich Gebirge wie der Eisenberg, der bei Goldhausen einen senkrecht verlaufenden “Hauptgang” mit Gold aufweist – oder wie die früheren Bergleute sagten: einen “alten Zug”. Den versuchten die Leute ab dem Mittelalter auszubeuten. Die Grafen von Waldeck holten sich Fachleute aus Nürnberg und später Straßburg; den zehnten Teil des Ertrages kassierten sie als Landesherren. Zunächst betrieben die Bergleute unterhalb des heutigen Zechenhauses Tagebau, später trieben sie Stollen mit Entwässerung unter die Erde.
Das goldhaltige Gestein wurde in mit Wasserkrat betriebenen Pochwerken in Nieder-Ense, Eppe und möglicherweise in der “Alten Wiese” zerkleinert – auch Goldmühlen genannt. Im Dreißigjährigen Krieg 1618 bis 1648 endete der Abbau. In den 1920er- bis 1940er-Jahren gab es weitere Versuche von Investoren, mit moderneren Methoden Gold zu gewinnen. Nach 1970 erklärte das Land, der Abbau der wohl noch ein bis zwei Tonnen im Berg lohne sich nicht. Es stellte die einstigen Stollen 1996 unter Denkmalschutz – das Besucherbergwerk entstand.
Im alten Zechenhaus neben dem Dorfgemeinschatshaus sind heute Exponate aus der Geschichte ausgestellt: Gestein und Werkzeuge. Ein besonderes Erlebnis sind jedoch die Führungen durch den “Unteren-Tiefen-Tal-Stollen”. Die diesjährige Saison läut noch bis Oktober.
Wegen der gestrigen Konfirmationsfeiern hatte der Verein am Morgen auf den sonst zur Saisoneröffnung üblichen Gottesdienst verzichtet. Stattdessen bat der pensionierte Pfarrer Walter Hellwig vor der ersten Führung bei einer kleinen Andacht um Gottes Segen, auf dass die Saison unfallfrei verlaufe. Nach alter Sitte zitierte er den Spruch der Bergleute: “Gott zur Ehr, dem Berggeist zur Wehr.”
Die drei Führer Jörg Kleine, Werner Grebe und Walter Hellwig waren vor Ort. Der Vereinsvorsitzende Wolfgang Behle erklärte in einer Ansprache, er hofe, dass es in dieser Saison wieder so viele Besucher wie im vorigen Jahr gebe: Rund 2600 Interessenten hatten sich in etwa 250 Gruppen durch den historischen Stollen führen lassen.
Abstecher zum Schloss
Gab es am Morgen nur eine Gruppe, musste die zweite am Nachmittag wegen des großen Interesses aufgeteilt werden. Hellwig und Grebe führten die Besucher unter Tage. Start war am Zechenhaus, wo es eine Einführung gab. Zur Saisoneröffnung gab es Sondereintrittspreise. Bei dem klaren Wetter bot sich auch ein Spaziergang zu den Resten des gräflichen Schlosses Eisenberg und dem Georg-Victor-Turm an, der eine Fernsicht bis fast nach Kassel bietet.

WLZ – im April 2015


Vorstand wieder komplett besetzt

Jahreshauptversammlung der Goldhäuser Schützen

PressebildUnser Bild zeigt den neu gewählten Vorstand des Vereins und die ausgeschiedene Kassiererin Cornelia Graf (I.), die nach 28 Jahren nicht wieder kandidiert hatte. Foto: pr

Korbach-Goldhausen. Die Neuwahl des Vorstandes stand nach drei Jahren wieder auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Goldhausen. Fast alle Vorstandsmitglieder waren aufgrund der guten Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren bereit, ihr Amt weiter fortzuführen. Kassiererin Cornelia Graf stellte ihren Posten jedoch nach 28 Jahren zur Verfügung. Um die finanziellen Angelegenheiten des Vereins wird sich zukünftig Ina Hartmann-Klinker kümmern. Kevin Dietrich, der bisherige stellvertretende Jugendwart, übernahm das Amt der zuletzt unbesetzten Position des Schießwartes.

Besonders erfreut zeigte sich Vorsitzender Armin Bartmann, dass sich mit Jörg und Katharina Finger zwei Vereinsmitglieder noch während der Versammlung bereitfanden, Aufgaben im Vorstand zu übernehmen. So sind künftig auch die Positionen des stellvertretenden Schießwartes und der stellvertretenden Kassiererin wieder besetzt. Ortsvorsteher Wolfgang Behle, der als Wahlleiter fungierte, gratulierte dem neuen Vorstandsteam und bedankte sich nochmals bei Cornelia Graf für ihre langjährige Mitarbeit.

Bartmann dankte allen aktiven Schützen, die den Verein mit guten Leistungen im vergangenen Jahr erfolgreich vertreten haben. Aushängeschild des Vereins ist unter anderem die Seniorenmannschaft, die mit Erich Becker einen frisch gekürten Gaumeister in ihren Reihen hat.

Finanziell ist im Verein noch ein kleines Polster vorhanden, allerdings ist auch zukünftig bei den über zehn Jahre alten Waffen vermehrt mit Reparaturen zu rechnen. Eine Neuanschaffung von Vereinswa)en ist daher zunächst nicht geplant. Hier soll noch abgewartet werden, ob die derzeitig aktiven Jugendschützen “bei der Stange” bleiben. Bei den zuletzt gezeigten guten Leistungen der Jugendlichen sei dies jedoch unbedingt wünschenswert, so Jugendwart Jens Hartmann.

Für das kommende Jahr kündigte der Vorstand ein weiteres Knobelturnier sowie eine zweitägige Radtour an, die derzeit in Planung ist. An den Rundenwettkämpfen wird der Verein in der kommenden Saison wieder mit einer Gewehr-, einer Jugend- und mit der Seniorenmannschaft teilnehmen. Die Goldhäuser Pistolenschützen werden, wie auch in den vergangenen Jahren, eine gemeinsame Mannschaft mit Obernburg bilden. (r)

WLZ – im März 2015

Presseberichte 2014

Presseberichte 2014


Wenn das geliebte Haustier stirbt

Hier finden Mobby & Co. die letzte Ruhe

Von Maximilian Bülau

PressebildEin Ort zum Erinnern: Auf dem Tierfriedhof in Goldhausen können Haustierbesitzer ihre Lieblinge beisetzen, um sie nicht an eine Tierverwertungsanstalt abgeben zu müssen. Der Friedhof ist der einzige im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Foto: Bülau

Korbach. Der Abschied von einem geliebtem Haustier fällt vielen Menschen schwer. Wir erklären, welche Möglichkeiten sie für die letzte Ruhe ihrer treuen Begleiter haben.

Haustiere werden oft zu guten Freunden des Menschen. Doch irgendwann muss man von seinem geliebten Begleiter Abschied nehmen. Das Gesetz sieht vor, dass alle toten Tiere, die nicht zum menschlichen Verzehr geeignet sind, in Tierverwertungsanstalten abgeliefert werden müssen.

Doch es gibt auch andere Möglichkeiten, um einen Ort zu haben, an dem man sich an seinen Vierbeiner erinnern kann. Im Korbacher Stadtteil Goldhausen besteht seit mittlerweile acht Jahren der erste und einzige Tierfriedhof im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Haustiere können dort beerdigt werden. Ihre ehemaligen Besitzer haben so einen Platz zum Gedenken. Betrieben wird der Natur-Tierfriedhof von Eckhard Kuhnhenn und seinem Sohn Gerhard Kuhnhenn.

PressebildHier ruht unser Mobby: Ein Grab auf dem Natur-Tierfriedhof in Goldhausen. Foto: Bülau

Wer einen eigenen Garten besitzt, hat zudem noch eine weitere Alternative: “Es ist grundsätzlich möglich, dass Heimtiere im eigenen Garten vergraben werden können”, sagt Dr. Martin Rintelen, Leiter des Veterinäramtes im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Voraussetzung dafür sei, dass der Garten zum Privatgrundstück gehöre. Wohne man zur Miete, müsse man das Begräbnis mit dem Vermieter abklären. “Die Tiere dürfen außerdem nicht an Tierseuchen erkrankt sein, der Garten darf nicht in einem Wasserschutzgebiet liegen und man muss den Tierkörper mindestens 50 Zentimeter unter der Erde vergraben”, erklärt Rintelen. Das Grab müsse zudem mindestens zwei Meter von öffentlichen Wegen und Plätzen entfernt sein.

Eine festgelegte Grenze, welche Tiere im eigenen Garten ihre letzte Ruhestätte finden dürfen, gebe es nicht. Allerdings sei alles, was größer ist als ein ausgewachsener Hund nicht zulässig, so der Leiter des Veterinäramtes.

Einen anderen Weg bietet die „Tierbestattung im Rosengarten“ in Kassel. Dort kann man seine Haustiere kremieren lassen. Je nach Gewicht des Tieres können die Preise für das Verbrennen von 19 bis 299 Euro variieren. „Wir holen die Tiere auch persönlich zu Hause oder beim Tierarzt ab. Dann kommen sie nach Badbergen zum Kremieren und anschließend können die Besitzer sie bei uns beisetzen, ihre Asche in unserem Rosengarten verstreuen oder die Urne mit nach Hause nehmen“, sagt Peggy Sebastian vom Rosengarten in Kassel.

HNA – 17. Dezember 2014


“Advent ist ein Leuchten”

Drei Chöre im Einklang beim Konzert in Nieder-Ense

Pressebild“Meine Zeit steht in deinen Händen” – der gemischte Chor Goldhausen eröffnete das Konzert mit einem musikalischen Gebet.

Weihnachtsklassiker standen auf dem Programm des Adventskonzertes in Nieder-Ense mit dem gemischten Chor Goldhausen, dem Kammerchor D’aChor und dem Männergesangverein Buchenberg, bei dem Arno Huthwelker den Takt oder den Ton angab.

VON ARMIN HENNIG

Korbach-Niederense. Den Auftakt übernahmen die “Gastgeber” vom gemischten Chor Goldhausen mit dem musikalischen Gebet “Meine Zeit steht in deinen Händen” und der ebenso wohlklingenden Zuversicht “Du gibst Geborgenheit, ich darf ruhig sein in dir.” In “Herr es wird Abend werden” schwang auch ein wenig Vanitas-Stimmung mit, als die Mitglieder des Chores im eher schwermütigen Lied das Leben als “kurzen Tag” besangen. Der düstere Hintergrund für ein um so lichteres Heilsgeschehen in den folgenden Gesängen: “Da klang ein Lied so süß, wie aus dem Paradies”, klang es fröhlich in “Weihnacht, wie bist du so
schön”. “Advent ist ein Leuchten” lautete die “Botschaft der heiligen Nacht”, nach der die Sänger des gemischten Chores wieder Platz für Pfarrer Burkhard Uffelmann machten, der mit Texten zum anderen Advent bezeichnende Schlaglichter auf die Wochen vor Weihnachten und das Christfest warf. Als einzigen Text aus den vorgetragenen Liedern las er die deutsche Übersetzung von “Gabrielas Song” aus dem Film “Wie im Himmel”, dem musikalischen Herzstück der Liedfolge mit der D’aChor das Weihnachtsfest aus unterschiedlichen musikalischen Blickwinkeln beleuchteten. Mit brillanten Arrangements von Klassikern schärfte der Kammerchor, in dessen Reihen Arno Huthwelker nun selbst mitsang, die Sinne für bislang überhörte Schönheiten.

Pressebild“Wie im Himmel” D’aChor mit Gabriellas Song. Fotos: Hennig

Den Auftakt machte der doppelte Händel mit den parallel vorgetragenen Standards “O du Fröhliche” und Joy to the world”, wobei sich die Frauen auf das erstere Lied, die Männer auf die Freude und das Halleluja konzentrierten. Weitaus differenzierter aufgefächert und im gesamten stimmlichen Spektrum der Klangfarben schillerte, die zart, ganz zart vorgetragene Version von “Leise rieselt der Schnee.”
“Vom Flügel eines Engels berührt” fühlten sich die Zuhörer bei der Sacro-Pop-Ballade “Auf Gottes Flügeln strahlt das Licht”. Zum krönenden Abschluss geriet die feinsinnige Interpretation von Hubert von Goiserns Sehnsuchtslied “Weit, weit weg”.
Mit seiner hervorragenden Stimmkultur und “Süßer die Glocken nie klingen”, brachte der Männergesangverein Buchenberg wiederum ganz andere Saiten in den Herzen der Anwesenden zum Klingen. “der kleine Trommler” mit seinem “Parapapampam”, bei dem die Tenöre für die Botschaft, die Bässe für den Rhythmus verantwortlich zeichneten, führte dann thematisch zur Krippe hin. Zum großen gemeinsamen Finale mit dem gemischten Chor aus Goldhausen rückten die Männer aus Buchenberg weiter nach hinten und enger zusammen und stimmten ganz zart das Wiegenlied “Luleise, Gottessohn” an.
Zum krönenden Abschluss geriet dabei das “Ave-Glöcklein” mit den Solisten Jens Denhof und Markus Grosch, in dessen Verlauf die beiden Tenöre zunächst ihr einsames und zaghaftes “Ave Maria” anstimmten, das am Ende den ganzen Chor zum Fortissimo-Tutti mitriss. Als Zugabe stimmten die Vereinigten Chöre dann sant und mächtig “Ich bete an die Mach

WLZ – 13. Dezember 2014


Gute Saison im Goldbergwerk

Rund 2600 Gäste erlebten 2014 das Besucherbergwerk. Zum Jahresausklang trafen sich die Gästeführer in der Eisenberg-Hütte. Foto: pr

PressebildRund 2600 Gäste erlebten 2014 das Besucherbergwerk. Zum Jahresausklang trafen sich die Gästeführer in der Eisenberg-Hütte. Foto: pr

Der Verein “Historischer Goldbergbau Eisenberg” hat ein erfolgreiches Jahr abgeschlossen. Rund 2600 Besucher gingen auf Entdeckungsreise.

Korbach-Goldhausen. Beim Jahresabschluss in der Eisenberg-Hütte durften die Besucherführer mit Stolz auf die Saison 2014 zurückblicken. Zwischen April und Ende Oktober waren 244 Gruppen unterwegs im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen. Das entspricht rund 2600 Gästen – und damit einem überaus guten Jahr im Vergleich seit Öffnung des Besucherbergwerks 2004.
Den größten Zuspruch hatten die Bergwerksführer in den Sommerferien, aber auch in Mai, Juni und September war die Nachfrage hoch. Vor allem für Schulklassen aus der Jugendherberge ist Deutschlands größte historische Goldlagerstätte ein beliebtes Ziel.
Aber auch internationale Gäste gehen gerne auf Entdeckungsreise im Eisenberg, beispielsweise Urlauber aus Holland und Belgien, resümiert Karl-Helmut Tepel, Schatzmeister des Vereins “Historischer Goldbergbau Eisenberg”.
In den vergangenen Jahren hatte der Verein wiederholt investiert. Dazu gehörte etwa ein “Bewetterungsschacht” durch den Fels von oben in einen Seitengang des Stollens, um die Luftzirkulation zu verbessern. Dieser Teil wurde dann auch für Besucher zugänglich gemacht – mit Hinweistafeln und Ausstattung, die Bergbau aus den 1970er Jahren demonstrieren.
Im ursprünglichen Teil des Besucherbergwerks geht es für Besucher rund 250 Meter hinein bis zum mittelalterlichen Bergbau aus dem 14. Jahrhundert.
2014 hat der Verein für rund 3500 Euro einen flacheren Fußweg vom Zechenhaus zum Stollen neu angelegt, der damit besonders für ältere Besucher entspannter verläut. 2015 möchte der Verein die Ausstellung im Zechenhaus neu gestalten, blickt Vereinsvorsitzender Wolfgang Behle voraus.
Dr. Marc Müllenhoff (Stadtmarketing) bedankte sich im Namen der Stadt für das große ehrenamtliche Engagement der Besucherführer. Der Goldbergbau sei wichtiger Bestandteil des Stadtmarketings.
In Trauer gedachten die Besucherführer ihres Kollegen Armin Prager (57), der im November gestorben war.
Derzeit hat der Verein rund zehn ehrenamtliche Besucherführer. Interessenten sind weiter willkommen. Jeder Besucherführer erhält eine fachliche Schulung. Ansprechpartner: Wolfgang Behle (Tel. 05631/61633). (jk)

WLZ – 13. Dezember 2014


Dank für langjähriges Engagement

Bürgermeister ehrt Ortsvorsteher Gert und Wolfgang Behle

Pressebild25 Jahre engagieren sich Gert und Wolfgang Behle in den Ortsbeiräten ihrer Dörfer. Dafür dankte Bürgermeister Klaus Friedrich.

Korbach. Anlässlich ihrer 25-jährigen ehrenamtlichen Tätigkeit in den Ortsbeiräten ihrer Heimatgemeinden wurden die Ortsvorsteher Gert Behle und Wolfgang Behle durch Bürgermeister Klaus Friedrich geehrt. Seit dem 1. April 1989 ist Gert Behle Mitglied des Ortsbeirates Alleringhausen. Von April 2001 an war er stellvertretender Ortsvorsteher, bis er im November 2011 das Amt des Ortsvorstehers übernahm. In Goldhausen ist Wolfgang Behle seit dem 1. April 1989 Mitglied des Ortsbeirates. Nachdem er bereits im April 1993 das Amt des stellvertretenden Ortsvorstehers übernommen hatte, wurde er im April 1997 zum Ortsvorsteher gewählt. In dieser Funktion ist er als Vertreter der Kreisstadt Korbach in verschiedenen Gremien der Abwasserverbände tätig. Bürgermeister Friedrich bedankte sich bei den Jubilaren für das langjährige Engagement und hofft weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit. (r)

WLZ – 25. September 2014


Ein Hessenmeister und zwei Vizesieger

Landesentscheid der hessischen Jugendwehren und Einsatzabteilungen gestern in Korbach

PressebildStrahlende Gesichter bei den Löhlbacher Mädchen: Sie wurden gestern beim Landesentscheid der Jugendfeuerwehren hessische Vizemeisterinnen. Sie erhielten am Nachmittag neben einem Pokal Medaillen. Fotos: Schilling

Acht Gruppen Jugendlicher und Erwachsener aus Waldeck-Frankenberg wetteiferten gestern um den Titel des Landesmeisters.

VON DR. KARL SCHILLING

Korbach. Was für ein Lauf: Erstmals traten beim Landesentscheid der hessischen Jugendfeuerwehren gestern auf der Hauer auch Staffeln an – und die sechs Jungen und Mädchen aus Mehlen sicherten sich prompt den historischen Sieg. Schon beim Kreisjugendzeltlager waren sie erfolgreich. Jubel brandete auch bei den Löhlbacher Mädchen und den Goldhäuser Brandschützern auf: Sie wurden Vizemeister, die Hainaer Jugendwehr freut sich über Platz drei. Roda wurde Siebter.
“Das wird eine Siegerehrung mit garantiertem Sonnenbrand”, sagte der Direktor der Landesfeuerwehrschule, Silvio Burion, mit Blick auf die Sonne, die am Nachmittag auf die im Hauerstadion angetretenen Gruppen brannte. Staatssekretär Werner Koch aus dem hessischen Innenministerium übergab die Preise. Er lobte die “hervorragenden Leistungen” der Teilnehmer. Er hoffe, sie hätten Spaß am Wettkampf gehabt, der fair verlaufen sei. Er zeige, was die Feuerwehr bereit sei zu leisten – und das ehrenamtlich. Koch lobte aber auch die Organisatoren von Land und Stadt.
Der Entscheid sei eine “Leistungsschau der hessischen Wehren”, sagte der Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes, Dr. Christoph Weltecke, er freute sich über die “tollen Ergebnisse”. Die hätten alle in der Gruppe erzielt und vorbereitet. Er hoffe, dass die Aktiven auch weiter gemeinsam als Team für die Ziele der Feuerwehr einträten.
Schon die Qualifizierung zum Entscheid sei großartig, sagte Vizelandrat Jens Deutschendorf, der beeindruckt war vom Anblick der rund 1500 Wehrleute.

Rekord bei der Jugend

PressebildDie Hainaer Jugendfeuerwehr kam gestern bei den gemischten Gruppen auf Platz drei.

Noch nie seien so viele Jugendliche und Wertungsrichter beim Landesentscheid gewesen, sagte Michael Wickenhöfer von der Wettkampfleitung. “Es ist alles gut gelaufen, toll, dass so viele Helfer da sind.” Insgesamt 66 Jugendwehren wetteiferten im Hauerstadion, darunter zwölf Mädchengruppen und eben erstmals 19 Staffeln, die nur aus sechs Jugendlichen bestehen  – entsprechend wurden die beiden Übungsteile abgewandelt. Im A-Teil hatten die Gruppen einen Löschangriff zu simulieren. Es galt, ein Standrohr zu setzen, einen Schlauch zur Pumpe zu verlegen, zwei weitere über einen “Wassergraben” zum Verteiler. Von dort aus gingen Angriffs-, Wasser- und Schlauchtrupp zum “Löschen” vor, dabei mussten sie eine Hürde, eine Leiterwand und einen Kriechtunnel meistern. Zum Abschluss legten vier Jugendliche Feuerwehrknoten an. Neben der Zeit wurden Fehler bewertet.
Im B-Teil mit dem Staffellauf hatten die Jugendlichen die Aschenbahn im Stadion zu umrunden. Auf der Strecke hatten sie feuerwehrtechnische Übungen zu absolvieren: Sie mussten einen Schlauch zusammenrollen, an einer Krankenbahre Sicherheitsgurt, Handschuhe und Helm anlegen, ein Strahlrohr mit einem Schlauch verkuppeln und mit einem “doppelten Ankerstich” der Sicherheitsleine versehen und noch einen Leinenbeutel in ein Ziel werfen.
Die beste Mädchengruppe und die beste gemischte Gruppe sind für den Bundeswettbewerb 2015 in Montabaur qualifiziert.

Erwachsene mit 21 Gruppen

PressebildGoldhausen hatte sich gestern mit zwei Gruppen für den Landesentscheid qualifiziert. Vorn kniet die Gruppe I mit dem Pokal des Vizehessenmeisters, dahinter steht die Gruppe II, die auf Platz 18 kam. Die heimische Feuerwehrspitze gratulierte herzlich.

Strahlende Gesichter gab es auch bei den Aktiven der Goldhäuser Einsatzabteilung: Ihre erste Gruppe ist hessischer Vizemeister. Die zweite Gruppe aus Goldhausen kam auf Platz 18. Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt gratulierte – und bekam Glückwünsche zurück: Staatssekretär Werner Koch hatte ihm gerade eine hohe Stufe des hessischen Brandschutzehrenzeichens an die Uniform geheftet, weil er seit 25 Jahren im Amt ist – der Bericht folgt.
Die Reinhardshäuser sicherten sich einen guten sechsten
Rang, die Bad Wildunger kamen auf Platz 20 – siehe auch den Kasten. Insgesamt 21 Gruppen aus den Einsatzabteilungen wetteiferten um den Titel.
Zu Beginn am Morgen hatten alle Gruppen in der Stadthalle einen Fragebogen auszufüllen. Danach ging’s an die Praxis.
Auf dem Parkplatz der Hauer waren drei Bahnen aufgebaut, auf denen die Gruppen parallel ihr Können zeigten. Ihr Wettkampf orientierte sich an realen Einsatzsituationen. Zunächst war die Löschwasserversorgung aufzubauen, dann musste der Angriffstrupp einen “Menschen” aus einem brennenden Raum retten. Der Trupp drang in den “Raum”, bestehend aus Absperrbändern und Matten, vor, hatte drei Fallklappen umzuspritzen und dann die Puppe durch einen Kriechgang zu einer Krankentrage zu bringen. Dort wurde die Übergabe an den Rettungsdienst vollzogen.
Und schon wurde eine zweite C-Leitung verlegt, dabei wurde ein Außenangriff simuliert. Ein Leitergerüst sollte eine Mauer darstellen, über die hinweg ein Brand zu bekämpfen war. Dazu brachten die Aktiven eine Steckleiter in Stellung, vorschriftsmäßig gesichert spritzte ein zweiter Trupp weitere drei Fallklappen um. Auch der Funkkontakt mit Leitstelle und Gruppenführer musste reibungslos klappen.
Im Anschluss legten vier Aktive Knoten an, die dabei gestoppte Zeit wurde im Falle eines Stechens entscheidend.
An der Siegerehrung nahmen auch Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, die Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg und Daniela Neuschäfer, der Korbacher Stadtrat Günther Trachte und Vizeparlamentschef Heinz Merl teil. “Behaltet Korbach in guter Erinnerung”, rief Friedhelm Schmidt den Gruppen zum Abschied zu.

WLZ – 15. September 2014


Goldhäuser Team holt Gold

Waldeck-Frankenberger Feuerwehrlauf in Roda

PressebildDie Sieger der einzelnen Klassen mit Bürgermeister Hans Waßmuth, Detlef Müller (v. I.) sowie dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Manfred Hankel und Erich Fischer (v. r.). Foto: Peter Werner

Rosenthal – Roda. Die Rodaer Feuerwehr hatte zum 9. Waldeck-Frankenberger Feuerwehrlauf eingeladen. Die Resonanz war so positiv, dass auch im nächsten Jahr wieder ein solcher Wettbewerb für laufbegeisterte Brandschützer aus dem Landkreis stattfinden soll.

Die Sieger

Fünf Kilometer:
Damen Masterklasse: Tatjana Schmitt (Haine), 25:59 Minuten;
Damen Hauptklasse: Elisa Hühner (Goldhausen), 24:11;
Altersklasse 30: Stefan Stremme (Frankenberg), 24:10;
Altersklasse 40: Peter Schmitt (Haine), 20:45;
Alterklasse 60+: Friedhelm Splitter (Stadtallendorf), 30:17;
Hauptklasse: Maximilian Schneider (Reddighausen), 24:50;
Jugendklasse: Nils Vahland (Goldhausen), 23:49;
Zehn Kilometer:
Hauptklasse: Fabian Jensch (Arolsen), 45:06;
Damen Masterklasse: Irene Noll (Roda), 55:59;
Mannschaften fünf Kilometer:
1. Goldhausen, 1:13:41 Stunde;
2. Roda, 1:13:50;
3. Stadtallendorf, 1:14:24;
4. Haine, 1:17:33.                            (pe)

Peter Schmitt von der Hainer Feuerwehr war der schnellste Läufer über fünf Kilometer, Fabian Jaensch von der Bad Arolser Wehr der schnellste über zehn Kilometer. Bei den Damen waren Elisa Hühner (Goldhausen) über fünf und Irene Noll (Roda) über zehn Kilometer die schnellsten Teilnehmer. Die Kameraden aus Goldhausen gewannen den Pokal des Landkreises über fünf Kilometer – auf der doppelt so langen Distanz war keine Mannschaft an den Start gegangen.

Insgesamt waren 25 Läufer am Start. Drei von ihnen absolvierten die zehn Kilometer lange Strecke, der Rest lief fünf Kilometer weit. Verbandsvorsitzender Manfred Hankel, der Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes Erich Fischer und Bürgermeister Hans Waßmuth waren als Gäste zugegen. Sie nahmen mit dem Vorsitzenden der Rodaer Feuerwehr, Detlef Müller, die Siegerehrung vor (siehe Kasten). Eingebunden war der Lauf in den Dämmerschoppen, den die Feuerwehr in Roda jährlich am dritten August-Wochenende im August veranstaltet. Zahlreiche Besucher und befreundete Feu­erwehren waren dazu nach Roda gekommen und saßen bis spät in die Nacht vor der Halle auf dem Festplatz zusammen, (pe)

WLZ – im August 2014


Verbundenheit gezeigt

Arbeitsjubilare spenden für Kinderkrebshilfe

Pressebild“Wo Kinder profitieren, sollen Kinder das Geld überreichen”: vorne (v. I.) Thomas Berg, Greta und Martha, hinten Bärbel und Bernd Saure. Foto: Wilhelm Figge

Korbach-Goldhausen. Vor 40 Jahren begannen Michael Metz und Bernd Saure ihre Malerausbildungen im Betrieb von Saures Vater Friedrich. Der Sohn des Chefs war schon so früh in die Firma involviert, dass Großmutter Marie ihm Malerkleidung in Kindergrößen nähen musste. Mittlerweile leitet er den Betrieb, Michael Metz ist ein treuer und zuverlässiger Mitarbeiter.

PressebildMichael Metz

Zur Feier der langjährigen Betriebszugehörigkeit wünschten die beiden keine Geschenke, sondern Spenden für die Kinderkrebshilfe – 1300 Euro sind Michael Metz dabei zusammengekommen. Michael Metz erhielt freilich auch eine Armbanduhr vom Betrieb.

Besonderes Interesse zeigte Bernd Saure an den Plänen des Vereins, im Landkreis eine Urlaubsmöglichkeit für Familien zu schaffen, die nicht in die Ferne reisen können. Finanzierung und Ausgestaltung des Vorhabens stehen indes noch nicht fest. Ohne das Projekt hat der rein ehrenamtliche Verein einen jährlichen Bedarf zwischen 40 000 und 60 000 Euro.

Die Kinderkrebshilfe ist das bevorzugte Spendenziel der Malerei bei Ehrungen. “Spender, die solche Verbundenheit zeigen, sind eine Bestätigung unserer Arbeit”, freute sich Vorsitzender Thomas Berg. (wf)

WLZ – im August 2014


Ein Sommerabend in der Ruine

Geselliger Abend auf dem Eisenberg mit geschichtlichen Eindrücken und Musik

Pressebild

Das Eisenbergensemble unter der Leitung von Landesposaunenwart Andreas Jahn sorgte für einen musikalischen Sommerabend.
Bild rechts: Die Zuhörer genossen die Veranstaltung auf dem Eisenberg und ließen sich über die Geschichte der Burg informieren. Fotos: pr

Korbach-Goldhausen. An einem lauen Sommerabend folgten viele Menschen der Einladung des Eisenbergensembles und der Kirchengemeinden Eppe-Nieder-Ense und Immighausen. Sie genossen die Bläsermusik sowie die Lesungen über die Geschichte des Schlosses auf dem Eisenberg.

Kunsthistorikerin Ilona Engel aus Sachsenberg hatte für diesen Abend Texte aus der Geschichte der Burg ausgewählt und trug diese gemeinsam mit Heimatforscher Willi Göbel und Pfarrer Burkhard Uffelmann vor. Dabei wurde die große Nähe des Grafen, der eine enge Verbindung zu dem evangelischen Pfarrer Hefenträger aus Nieder-Ense pflegte, deutlich. Außerdem erfuhren die Zuhörer von der Verbindung des Landgrafen Moritz von Hessen zur Burg und seinem Einfluss auf die Musik von Heinrich Schütz. Nach der Zerstörung der Burg hatte Graf Phillip diese wieder aufgebaut, um dort mit Maria Magdalena von Nassau-Siegen seine Hochzeit zu feiern. Das Blechbläserensemble Eisenberg unter der Leitung von Landesposaunenwart Andreas Jahn spielte zu der Geschichte passende Lieder. Unter anderem erklang Musik von Landgraf Moritz und Michael Praetorius, und es wurden Choräle von Johann-Sebastian Bach und höfische Tanzmusik gespielt. Nach- dem die Sonne nur noch rot zwischen den Tannen auf dem Eisenberg hindurchschimmerte, spielten die Bläser passend “Hinunter ist der Sonne Schein” von Michael Vulpius.

Nach langanhaltendem Applaus waren die Gäste eingeladen, den Abend gesellig ausklingen zu lassen. Bei milder Som-merluft hatte der Enser Kirchenvorstand einen kleinen Imbiss mit Weißwein, Wasser, Brezeln und Käse vorbereitet. (r)

WLZ – im Juli 2014


Sieg an Goldhausen

Stadtpokal und Ehrungen der Brandschützer in Lengefeld

PressebildBürgermeister Klaus Friedrich (l.), Kreisbeigeordneter Hubert Thorwirth (3.v.r.) und Stadtbrand- inspektor Friedhelm Schmidt (r.) zeichneten die Teams und verdiente Brandschützer aus.

Beim spannenden Stadt- pokal der Korbacher Feu- erwehren sicherten sich die Goldhäuser den ersten Platz vor Nordenbeck und Lengefeld.

VON JÖRG KLEINE

Korbach. Das Wasser, mit dem die Brandschützer aus Korbach und allen Ortsteilen am Samstag in die Leistungsübung gingen, hätten die meisten wohl lieber zur frischen Dusche genutzt. Denn beim Stadtpokal in Lengefeld standen sieben Sonnen am Himmel, und es war heiß – vor allem in der Wettkampfkluft. Dennoch zeigten die Wehren ausgezeichnete Leistungen.

PressebildPressebildGoldhausen ist in Wettkämpfen stets vorne dabei, und im Brandschutz sind Frauen wichtiger denn je.
Bild rechts: Teamarbeit ist gefragt, wie hier Nieder-Ense, und die Leistungsübung verlangt auch körperlich hohen Einsatz. Fotos: Kleine

Insgesamt gingen zwölf Teams an den Start, davon alleine vier von den bekannt wettkampfstarken Goldhäusern. Drei Mannschaften waren dabei ohne Theorie und Fragebogen im Rennen. In dieser gesonderten Wertung sicherte sich Goldhausen IV den ersten Platz vor zwei Teams aus Lelbach. Im Wettkampf mit Theorie und Praxis sicherte sich Goldhausen I mit 100 Prozent aller möglichen Punkte den ersten Platz. Nur knapp geschlagen erreichten die Nordenbecker (99,64) den zweiten Platz vor Lengefeld (99,33) auf Rang drei. Punktgleich mit Lengefeld auf den vierten Platz kam Goldhausen III vor Goldhausen II. Auf Platz sechs landete die Gruppe aus der Kernstadt Korbach, Nieder- Ense wurde Siebter – beide ebenfalls mit Top-Ergebnis. Auf Rang acht behauptete sich Helmscheid mit gutem Ergebnis vor Ober-Ense auf Rang neun.

Hochklassiger Wettbewerb

Korbachs Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt (Meineringhausen) gratulierte allen Mannschaften für einen hochklassigen Wettbewerb. Die Lengefelder zeigten sich dabei als prima Gastgeber. Schon am Freitagabend genossen die verdienten Brandschützer aus der Altersund Ehrenabteilung in der Mehrzweckhalle einen Kameradschaftsabend. Am Samstag, nach dem Stadtpokal, rief die Feuerwehr abermals zur Party. Im Blickpunkt des langen Korbacher Feuerwehrwochenendes standen ebenso Ehrungen und eine Beförderung. So wurde Micha Zenke aus Goldhausen am Samstag zum Brandmeister ernannt. Kreisbeigeordneter Hubert Thorwirth und Bürgermeister Klaus Friedrich zeichneten verdiente Brandschützer für besondere Leistungen aus.

40 Jahre aktiv im Dienst

Das goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst erhielten Bernd Dittrich (Korbach), Gerd Behle und Karl- Heinz Zaparka (beide Alleringhausen). Mit dem silbernen Brandschutzehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst wurden Michael Schalk (Korbach), Bernd Jacob (Lelbach), Armin Lahme (Ober-Ense) und Dirk Schmidt (Korbach) ausgezeichnet. Das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold (5) nahmen Melanie Mitsch (Lengefeld), Jan Sponer und Ingo Müller (Nieder- Ense) entgegen. Anerkennungsprämien für 30 Jahre aktiven Dienst erhielten Dirk Wilke, Klaus Dietrich (beide Korbach), Ernst-Wilhelm Saure, Harald Saure (beide Helmscheid) und Karl-Friedrich Sude (Nordenbeck). Die Anerkennungsprämie für 20 Jahre gab es für Gerhard Kuhnhenn (Goldhausen) und Markus Block (Korbach), für zehn Jahre aktiven Dienst erhielt Kathrin Kiepe (Nordenbeck) die Prämie.

WLZ – im Juni 2014


Goldene Spuren ins Mittelalter

Besucherbergwerk in Goldhausen eröffnet die Saison · Bis Oktober Führungen möglich

PressebildBereit fürs Goldbergwerk: Die Besucherführungen sind ein spannendes Abenteuer für die ganze Familie. Fotos: Lutz Benseler

Glück auf: Die Saison am Besucherbergwerk in Goldhausen ist eröffnet. Bis Oktober können Gruppen und Einzelpersonen den Stollen im Eisenberg besichtigen.

VON LUTZ BENSELER

Korbach-Goldhausen. In die Gummistiefel geschlüpft, den Friesennerz übergezogen, zur Sicherheit noch einen Helm auf den Kopf – und es kann losgehen: Die ersten Besucher der neuen Saison haben sich am Sonntag durch den “Unteren- Tiefe-Tal-Stollen” führen lassen.

Der Marsch durch die ehemalige Goldgräberstätte mit fachkundiger Begleitung ist ein Abenteuer. Der Besucherstollen macht den Bergbau des 15. und 16. Jahrhunderts anschaulich. Und am Ende wartet der Einblick in die mittelalterliche Grube St. Sebastian, wo die Goldschürfer schon im 14. Jahrhundert zu Werke gingen. Doch der Verein “Historischer Goldbergbau” hat noch mehr zu bieten: “Besichtigen Sie auch das Zechenhaus”, empfahl Vereinschef Wolfgang Behle. Dort erwartet die Besucher unter anderem eine Mineralienausstellung, Kinder können sich als Goldwäscher versuchen.

PressebildGlück auf: Vereinschef Wolfgang Behle, Heinz Merl und Gold- marie Corinna Behle singen das Lied vom Steiger, begleitet von Hartmut Scharfe am Akkordeon.
Bild rechts: Walter Hellwig, Pfarrer im Ruhestand, hält die Andacht zur Saisoneröffnung.

Walter Hellwig, Pfarrer im Ruhestand, hielt die Andacht zur Saisoneröffnung: Zwar gelinge es dem Menschen, allerlei Schätze aus dem Boden zu bergen, doch die Fundstätte der Weisheit bleibe ihm verborgen: Die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens wisse nur Gott. Musikalisch umrahmte der gemischte Chor Eisenberg unter der Leitung von Arno Huthwelker den Auftakt. Und bevor es dann wirklich in Korbachs Unterwelt ging, stimmte Hartmut Scharfe auf dem Akkordeon das alte Bergmannslied “Glück auf” an. Zuvor hatten Goldmarie Corinna Behle und Stadtverordneter Heinz Merl die Besucher begrüßt. Führungen für Gruppen bis zwölf Personen sind auf Anmeldung von Mai bis Oktober täglich möglich. Für Einzelpersonen und kleine Gruppen bietet der Verein an Wochenenden regelmäßige Führungen an (Termine unter www.goldspureisenberg. de). Auch hier ist eine Anmeldung nötig.

WLZ – im April 2014


Das Abenteuer Gold erleben

Am Sonntag eröffnet das Besucherbergwerk in Goldhausen · Vergünstigte Führungen

PressebildDer Eisenberg bei Goldhausen ist Deutschlands größte historische Goldlagerstätte. Am Sonntag beginnt die neue Saison mit Führungen und Unterhaltung. Archivfoto: Kleine

Mit Führungen, Andacht und musikalischer Unterhaltung beginnt am 13. April die neue Saison am Eisenberg bei Goldhausen. Auch Mineralien und Goldflitter locken die Besucher.

Korbach-Goldhausen. Der Start in die neue Saison ist bei den “Goldschürfern” am Eisenberg stets ein Erlebnis für die ganze Familie. Um 11 Uhr geht’s los am Eingang zum Bergwerk, dem Unteren-Tiefen-Tal-Stollen. Mit dabei ist auch die Korbacher Goldmarie Corinna Behle.

Nach Andacht und Chormusik bietet der Verein “Historischer Goldbergbau Eisenberg” jede halbe Stunde Führungen an Deutschlands größter historischer Goldlagerstätte an. Die Führungen beginnen ab 11.30 Uhr. Helm, Stiefel, Jacke und Geleucht für die Besucher stellt der Verein. Besucher können sich direkt am Besucherbergwerk anmelden und einkleiden. Die verkürzten Führungen kosten zum Saisonauftakt 4 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder. Die letzte Führung ist gegen 15.30 Uhr vorgesehen.

Doch nicht nur unter Tage gibt es Informationen zu Gold und Bergbaugeschichte: Das “Zechen haus” neben dem Dorfgemeinschaftshaus ist in Goldhausen am Sonntag ebenfalls geöffnet. Bergbau-Exponate und eine umfangreiche Mineralienausstellung warten auf die Besucher. Als besonderes Glanzlicht werden kleine Goldstufen und Goldflitter zum Kauf angeboten. An der Goldwaschanlage hinter dem Zechenhaus kann jeder sein Glück selbst versuchen – und vielleicht ein paar Flitter mit nach Hause nehmen.Würstchen und Getränke, Kaffee und Kuchen gibt es derweil direkt unten im Wald am Goldbergwerk.

Nach dem Saisonstart sind Führungen für Gruppen bis zwölf Personen auf Anmeldung von Mai bis Oktober täglich möglich (freie Terminwahl). Die Kosten betragen 60 Euro pro Gruppe (Kindergruppen 50 Euro). Für jede weitere Gruppe bis zwölf Personen sind 30 Euro zu zahlen. Für Einzelpersonen und kleine Gruppen bietet der Verein an Wochenenden regelmäßige Führungen an. Die Termine sind auch im Internet unter www.goldspur-eisenberg.de abrufbar. Für diese Führungen ist ebenfalls eine Anmeldung erforderlich. Die Kosten betragen pro Person 7 Euro, Kinder (6 bis 14 Jahre) zahlen 3,50 Euro.

Mit der Gästekarte “Meine- Card+” ist der Besuch unter Tage für Urlauber kostenlos. Erlebnisführungen auf der “Goldspur Eisenberg” sind ebenfalls auf der Homepage zu finden. Anmeldung und Informationen: Tourist-Information im Bürgerbüro der Stadt Korbach, Stechbahn 1 (Rathaus), 34497 Korbach, Tel. 05631/53-232, Internet www.korbach.de sowie www.goldspur-eisenberg.de. Anmeldungen zu den Führungen sind auch online möglich.

Arbeitseinsatz am Samstag – Zur Vorbereitung auf die Saison ruft der Verein “Historischer Goldbergbau Eisenberg” am kommenden Samstag, 9 Uhr, zum Arbeitseinsatz. Freiwillige Helfer sind willkommen. (r/jk)

WLZ – im April 2014


Wenn die Erbtante kommt

Theatergruppe Goldhausen zeigte ihre neue Komödie “Kurzschlüsse”

PressebildAlles wird gut: Ehepaar Nudelbaum verträgt sich, zwei neue Pärchen haben zueinander gefunden, der Polizist klärt über die Tante auf (oben). Denn die vermeintliche Erbtante ist selber verrückt (kleines Bild).
Fotos: Trautmann

VON URSULA TRAUTMANN

Goldhausen. “Vorhang auf für die Geschehnisse im Hause Nudelbaum!” Dirk Straußberg als Vorsitzender des Vereins Unser Dorf Goldhausen moderierte im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus. Da hatte die Theatergruppe ihre Premiere mit der Kömödie “Kurzschlüsse” von Frank Ziegler. Zuvor begrüßte der Gemischte Chor Eisenberg die Gäste mit einigen Liedern. Der gesungene Rat “..sei immer frohgemut” war hier eigentlich überflüssig, denn die Kurzschlüsse im Hause Nudelbaum entluden sich in Form von häufigem Szenenapplaus und ständigem Lachen seitens des Publikums.

PressebildZum Start ein Seitensprung

Das Lustspiel geht los mit dem Seitensprung von Rudi Nudelbaum und der überraschenden Heimkehr von Ehefrau Adelheid. Die Geliebte namens Hildegard kann sich noch schnell im Schrank verstecken, ehe Adelheid von ihrer Erbschaft berichtet. Erbtante Jaqueline will ihr das Vermögen vermachen, sofern dies einem wohltätigen Zweck dient. Darum beschließen die Eheleute, ihr Haus auf die Schnelle in eine Irrenanstalt zu verwandeln, schließlich will sich die Tante von der Wohltätigkeit überzeugen.

Mit deren Ankunft beginnt eine echt wahnsinnige Zeit bei Nudelbaums. Falsche Verrückte, Verwechslungen und Beziehungsdramen bringen alles durcheinander. Darin sind auch noch Nudelbaums Tochter Beate mit Freund und Rocker Charly, Staubsaugervertreter Bodo Mückenmacher und Rudis Freund Dieter verwickelt. Es wird sogar die Polizei gerufen, womit sich am Ende alles aufklärt, die Eheleute sich vertragen, sich zwei neue Pärchen finden – und die vermeintliche Erbtante sich als Irre entpuppt.

Im rasanten Tempo

In rasantem Tempo und mit spürbarem eigenen Spaß haben die Laienspieler das Dorfgemeinschaftshaus in ein Haus der Heiterkeit verwandelt. Ihre Gestik und Mimik wirkten voll ausgefeilt, die Spannung wurde permanent gehalten. Überhaupt fühlte sich die Aufführung viel kurzweiliger an als so mancher Fernsehabend.

Am Samstag gab die Theatergruppe noch zwei Vorstellungen; nachmittags bei Kaffee und Kuchen sowie abends unter Mitwirkung des Goddelsheimer A-cappella-Chores “Herzklopfen”. Der Eintritt war jeweils frei, aber um eine Spende wurde gebeten. Das Geld soll für die Ausstattung des Jugendraumes und des Schützenkellers im Dorfgemeinschaftshaus verwendet werden.

HNA – im April 2014


Top-Ausflugsziel – die Eisenberg Hütte

PressebildAuf zum Gipfel der Gemütlichkeit! Die gemütliche, urige Eisenberg Hütte in Korbach-Goldhausen, Turmweg 4a, ist das ideale Ausflug sziel für Wanderer, Radfahrer, Familien, Gruppen und Vereine, die hier eine unvergleichliche Atmosphäregenießen möchten.

Auch der Unternehmer Dr. Martin Viessmann schätzt die urgemütliche Atmosphäre und lud Anfang Februar die deutschen Olympia-Skispringer vom Weltcup Willingen in die Eisenberg Hütte ein. Dort standen die Skispringer den geladenen Gästen hautnah Rede und Antwort. Anschließend sorgte das leckere Essen, die tolle Stimmung samt Liveband aus dem Allgäu für Begeisterung.

Auf dem Hausberg Korbachs können Sie einfach mal die Seele baumeln lassen, Gastlichkeit erleben und gemütliche Stunden Mitten in der Natur verbringen. Lassen Sie sich für den kleinen oder großen Hunger mit Hüttengerichten – von hausgemachter Erbsensuppe über Flammkuchen bis hin zu leckeren Schnitzelgerichten nach Art des Hauses verwöhnen. Oder Sie genießen den hausgemachten Kuchen und die frischen Waffeln. Freunde des Gerstensaftes dürfen sich auf frisch gezapftes Veltins und Maiseis vom Fass freuen, welches Sie bei schönem Wetter auch im vergrößerten Biergarten genie ßen können.

Im Laufes des Jahres wird im Außenbereich zudem eine Theke installiert. Die kleinen und großen Gäste finden auf dem Bolzplatz und dem weitläufigen Spielplatz gleich nebenan genügend Abwechslung zum Toben.

Besuchen Sie auch das alte Goldbergwerk, das ab dem 13. April wieder geöffnet ist, den Georg-Viktor-Turm, die Burgruine Eisenberg und viele weitere attraktive Ziele am Eisenberg. Die Eisenberg Hütte ist zudem ideal für Firmenfeiern, Jubiläen, Geburtstage, Konfirmanden- oder Klassentreffen, Vereinsausflüge u.v.m. “Egal, ob die Feier rustikal oder festlich ausgerichtet werden soll, ichsorge dafür, dass es ein wirklich gelungenes Fest wird”, betont Hüttenwirt Thorsten Schwalenstöcker. “Freuen Sie sich auf Ihr individuelles Angebot.” Bei größeren Gesellschaften wird um Voranmeldung gebeten unter (0163) 2 57 66 85.

Auch als Ausflugziel zu Ostern ist die Eisenberg-Hütte optimal. Also nichts wie hin – zum urigen Gipfel der Gemütlichkeit. Öffnungszeiten: Samstags und sonntags ab 12 Uhr oder nach Absprache. Infos auch unter [www.eisenberg-huette.de]. pr

Korbacher Bote – im März 2014


Goldene Saison beginnt am 13. April

Verein “Historischer Goldbergbau”: Freiwillige Helfer willkommen · Vertrauensbeweis für den Vorstand

PressebildDer Vorstand des Vereins “Historischer Goldbergbau Eisenberg” wurde bei der Mitgliederversammlung einstimmig wiedergewählt. Unser Bild zeigt (v.l.) die Beisitzer Gerald Berberich, Friedrich Bachmann, Hermann Wittmer, den Vorsitzenden Wolfgang Behle, Stellvertreter Walter Hellwig, Beisitzer Armin Prager und Kassierer Karl-Helmut Tepel. Foto: Kleine

Am 13. April beginnen die goldenen Zeiten für Besucher. Der Verein “Historischer Goldbergbau Eisenberg” präpariert sich für die neue Saison. Chef des Vereins bleibt Wolfgang Behle.

VON JÖRG KLEINE

Korbach-Goldhausen. Die Hüter des Waldecker Goldschatzes verbuchten 2013 abermals eine erfolgreiche Saison. Rund 2500 Besucher aus Deutschland und aller Welt ließen sich das Abenteuer im Eisenberg nicht entgehen. Der birgt Deutschlands größte historische Goldlagerstätte. So zog Wolfgang Behle als Vorsitzender des Vereins “Historischer Goldbergbau Eisenberg” zufrieden die Jahresbilanz.

Behles besonderer Dank galt bei der Jahresversammlung am Freitagabend in Goldhausen den aktiven Mitgliedern – ob Besucherführer, Organisatoren, Helfer –, die sich ehrenamtlich für den Verein engagiert haben. “Mit euch kann man sehr gut zusammenarbeiten”, lobte Behle gleichermaßen die gute Atmosphäre im Vorstand.

Ein Glanzlicht für den Verein war im vorigen Jahr die Auszeichnung mit dem Denkmalpreis des Landkreises Waldeck- Frankenberg. Überdies unterstützten die Hansestadt Korbach und zahlreiche Sponsoren die “Goldschürfer”, die Besucherbergwerk, Information und Angebot für Gäste von Jahr zu Jahr interessanter gestalten.
Das untermauerte auch Schatzmeister Karl-Helmut Tepel mit seinem Kassenbericht. Viel Lob gab es dabei für Gerald Berberich, der Sammlung und Verkauf von Mineralien im Zechenhaus organisiert. Einstimmig entlastete die Mitgliederversammlung den Vorstand – und sprach ihm bei den Neuwahlen auch weiterhin einmütig das Vertrauen aus. So wurden Vereinschef Wolfgang Behle, Stellvertreter Walter Hellwig, Schriftführer Dr. Marc Müllenhoff, Kassierer Karl-Helmut Tepel sowie die Beisitzer Friedrich Bachmann, Hermann Wittmer und Armin Prager wiedergewählt. Als weiterer Beisitzer gehört Gerald Berberich neu dem erweiterten Vorstand an. Als Kassenprüfer wurde Claus Günther bestätigt, neuer Stellvertreter ist Heinz Merl.

Für die neue Saison hat sich der Verein abermals viel vorgenommen. Am 13. April wird das Besucherbergwerk im “Unteren- Tiefen-Tal-Stollen” eröffnet – mit vergünstigten Führungen für Jung und Alt, Gottesdienst, Musik und Imbiss. Schutzkleidung, Stiefel, Helm und Geleucht stellt der Verein für die Besucher bereit.
Kräftige Unterstützung kann der Verein bereits im Vorfeld gut gebrauchen: Arbeitseinsätze gibt es am Samstag, 5. April, und am Samstag, 12. April, jeweils ab 9 Uhr. Es gilt, einige Tonnen Gesteinsmaterial aus dem Stollen zu holen und alles für die neue Saison zu präparieren. Jeder freiwillige Helfer ist willkommen, rustikales Frühstück und Getränke stellt der Verein. Ansprechpartner ist Wolfgang Behle (Telefon 05631/61633).
Profil zeigen will der Verein im Sommer auch beim Altstadt- Kulturfest in Korbach: Goldwaschen für jedermann am Festwochenende, 4. Und 5. Juli.

WLZ – im März 2014


Brandschützer ziehen positive Bilanz

Goldhäuser Feuerwehrleute befördern und ehren Kameraden bei der Jahreshauptversammlung

PressebildViel Anerkennung bekamen verdiente Mitglieder der Feuerwehr Goldhausen in der Jahreshauptversammlung. Foto: pr

Die Feuerwehr Goldhausen blickte in ihrer Jahreshauptversammlung auf das abgelaufene Jahr zurück und zollte verdienten Mitgliedern Anerkennung.

Korbach-Goldhausen. Auf ihrer Jahreshauptversammlung stellte die Freiwillige Feuerwehr Goldhausen fest, dass sie gut aufgestellt bleibt: Drei Austritten standen drei Eintritte gegenüber, es bleibt also bei 148 Mitgliedern. Zur Einsatzabteilung gehören derzeit 33 Kameraden, darunter sechs Frauen. Insgesamt 2552 Stunden Ausbildung und Feuerwehrdienst leisteten die Ehrenamtlichen im vergangenen Jahr.

Viele Brandschützer erhielten für ihren Einsatz Anerkennung: Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt beförderte Katharina Finger zur Feuerwehrfrau, Tobias Borchert, Julian Heine und Lars Vahland zu Feuerwehrmännern. Stefanie Arnold erhielt die Beförderung zur Oberfeuerwehrfrau, Mario Fischer, Dominik Mütze und Marcel Prieske die zu Oberfeuerwehrmännern. Marianna Zenke stieg zur Hauptfeuerwehrfrau auf, Jörn Vahland und Tobias Westmeier zu Hauptfeuerwehrmännern. Nicole Westmeier und Roland Fabinger wurden Löschmeister, Micha Zenke Hauptlöschmeister.

Der Stadtbrandinspektor überreichte zudem das Hessische Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold an Marianna Zenke, in Silber an Micha Zenke, Tobias Westmeier und Roland Fabinger, in Bronze an Jörn Vahland und Mario Fischer sowie in Eisen an Dominik Mütze.

Für 50-jährige Mitgliedschaft erhielten Helmut Vahland, Wilfried Jesinghausen, Eckhardt Schüttler und Erich Schmutzer Ehrennadeln und Urkunden des Kurhessisch-Waldeckischen Feuerwehrverbandes. Für 40 Jahre wurden Rainer Zimmermann, Friedrich Friedewald und Werner Eimer geehrt, für 25 Jahre Melanie Wäscher und Hans Hillmann.

Eine besondere Auszeichnung verlieh Schmidt an Stefan Frese: Für seine Teilnahme am Hochwassereinsatz an der Elbe erhielt er den sächsischen Fluthelferorden. Er bekam auch Urkunden der sächsischen und hessischen Innenministerien.

Erfolgreiche Mannschaften

Um ihren Ausbildungsstand weiter zu verbessern, übten die Feuerwehrleute 2013 den Umgang mit tragbaren Feuerlöschern und CO2-Warngeräten ebenso wie Technische Hilfeleistung. Sie führten eine Maschinistenausbildung, eine Fahrerschulung sowie einen Erste-Hilfe-Lehrgang durch.

Bei Alarmübungen in Alleringhausen und Nieder-Schleidern prüften die Goldhäuser Brandschützer zusammen mit Wehren aus Nachbarorten Einsatzbereitschaft und Ausbildungsstand. Auch für echte Alarme rückten die Goldhäuser Brandschützer 2013 aus: jeweils dreimal zur technischen Hilfeleistung und zu Brandeinsätzen.

Wehrführer Arno Zenke berichtete, dass die Goldhäuser bei den Leistungsübungen sehr gut aufgestellt waren: Beim Flutlichtwettkampf in Mehlen belegten sie die Plätze drei und neun, beim Kreisentscheid in Korbach die Positionen zwei und elf. Bei der Bezirksübung in Reichensachsen ging die Goldhäuser Staffel als Bezirkssieger des Regierungspräsidiums Kassel vom Platz und qualifizierte sich damit zur Teilnahme am Landesentscheid in Freigericht. Dort erreichte sie Platz 15. Bei den Stadtpokalwettkämpfen in Lelbach gingen die Goldhäuser mit fünf Staffeln aus einer Wehr an den Start. Die Goldhäuser gewannen den Stadtpokal in beiden Wertungen: mit und ohne Fragebogen. In der Wertung mit Fragebogen holten Goldhäuser Mannschaften zudem den fünften Platz und in der Wertung ohne Fragebogen den dritten und vierten Platz.

Jugendwart Stefan Frese berichtete über die rege Teilnahme der Jugendlichen an Aktivitäten der Jugendfeuerwehr wie Zeltlagern und Pokalwettkämpfen. Höhepunkte im Vereinsleben seien die Fahrt in die tschechische Partnerstadt Vysoké Mýto sowie ein Tag mit Ausbildung “wie eine Berufsfeuerwehr” gewesen. (r)

WLZ – im Februar 2014


Junges Leben im alten Fachwerkhaus

Landkreis verleiht den Denkmalpreis für vorbildlichen Einsatz zum Erhalt alter Bausubstanz

PressebildErster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf (v.l.) übergab den Denkmalpreis des Landkreises in Rhoden an den Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg, vertreten durch Wolfgang Behle, an die Rhoder Familie Roth mit Torsten, Sonja und Eleonore Roth sowie an die Lokale Agenda 21 in Rhoden, vertreten durch Karl Heinemann. Dazu gratulierte Bürgermeister Elmar Schröder. Foto: Schulten

Für die vorbildliche Sanierung ihres diemelsächsischen Querdielen-Fachwerkhauses in der Rhoder Straße Rießen sind die Eheleute Sonja und Torsten Roth mit dem Denkmalpreis des Landkreises Waldeck-Frankenberg ausgezeichnet worden.

VON ELMAR SCHULTEN

Diemelstadt-Rhoden. Mit Sonderpreisen gewürdigt wurde gestern Abend auch der Verein Lokale Agenda 21 Rhoden für seinen langjährigen Einsatz zum Erhalt der Dorfstelle Altrhoden und der 1000 Jahre Kirchenruine, außerdem der Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg für seinen Beitrag zum Erhalt der Grubenanlage.
Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf schwärmte bei der dritten Verleihung des Kreisdenkmalpreises von der großen Vielfalt historischer Gebäude aus unterschiedlichen Epochen. Sie machten die kulturhistorische Vielfalt des Landkreises deutlich.

Vieles in Bewegung

Insgesamt seien im Landkreis 2500 Einzeldenkmale und 250 historische Gebäudeensembles registriert. Für deren Erhalt wendeten das Land Hessen und auch der Landkreis jedes Jahr große Summen auf, die durch das private Engagement der Eigentümer, aber auch durch Fördervereine vervielfacht würden. Deutschendorf dankte daher allen Menschen, die für neues Leben in alten Gemäuern sorgten.
Bezirkskonservator Dr. Bernhard Buchstab nutzte die Gelegenheit, den Landkreis Waldeck- Frankenberg für sein Engagement zum Erhalt der vielen wertvollen Baudenkmäler zu loben. Das sei landesweit längst nicht an der Tagesordnung. Aktuell bewege sich in Rhoden eine Menge zwischen Schloss und Altstadt. Das stimme hoffnungsvoll. Bürgermeister Elmar Schröder nahm den Ball auf und stellte zufrieden fest, dass es mehrere engagierte Spieler auf dem Gebiet der Altstadtsanierung gebe. Ein besonderer Dank ging an Susanne Engelns als verantwortliche Projektbetreuerin der von der Stadt beauftragten NH Wohnstadt. Aber auch die Rhoder Vereine Historisches Ortsbild, Geschichtsverein und Verkehrsund Verschönerungsverein, zusammengeschlossen in der Lokalen Agenda 21, hätten schon Großes für Rhoden bewirkt. Vor allem aber freute sich der Rathauschef, dass sich Familie Roth entschlossen habe, sich in Rhoden niederzulassen, und ein beinah vergessenes Fachwerkhaus an der Straße Rießen zum Leben erweckt habe. Schröder: “Das ist ein guter Tag für Rhoden und den städtebaulichen Denkmalschutz.”
Der mit 1500 Euro dotierte Hauptpreis geht an Familie Roth, die sich 2011 für den Kauf des in die Jahre gekommenen diemelsächsischen Fachwerkhauses entschieden hatte. Der erste Eindruck von außen war wenig verlockend, doch als die Familie hinter die Kulissen blickte, machte sich ihre Fantasie selbstständig, wie Sonja Roth gestern Abend verriet. Vieles war im Original erhalten und inspirierte die Bauherren, den Reiz des Historischen zu erhalten.

Das volle Programm

Mithilfe des von der Stadt beauftragten Sanierungsträgers wurden Pläne geschmiedet und Förderanträge gestellt. Das volle Programm wurde abgerufen: Dachsanierung, Dachbodendämmung, der Putz wurde von der Außenfassade geklopft, alte Balken ausgetauscht, neu vermauert, die alten Eichenfenster wurden aufgearbeitet und mit einem zweiten Innenfenster wärmegedämmt. Die Innendämmung erfolgte mit Lehm. In die Lehmschicht eingearbeitet wurden Heizschlangen, die von einer modernen Holzpelletheizung gewärmt werden.
Die Elektroinstallationen mussten ebenso komplett erneuert werden wie die sanitären Einrichtungen. Das Haus Rießen 7 war offenbar das letzte in Rhoden ohne Toilette. Heute gehören zwei moderne Bäder mit historisierenden Becken und Wannen zum Standard.
Auch bei der Einrichtung der Küche achtete Sonja Roth aufs historische Detail: Ein massiver Spülstein und eine historisch anmutende Küchenzeile täuschen darüber hinweg, dass im Haus moderne Technik verbaut wurde.
Am Ende waren 230 000 Euro investiert. Doch die Arbeiten sind noch nicht beendet. Nun soll der alte Stallbereich für gewerbliche Zwecke umgebaut werden.

Verfall der Ruine stoppen

Den ersten von zwei mit 500 Euro dotierten Sonderpreisen erhielt die Lokale Agenda 21 Rhoden, ein Zusammenschluss von Geschichtsverein, Verkehrsund Verschönerungsverein und Verein Historisches Ortsbild.
In deren Namen stellte Karl Heinemann das Projekt Kirchenruine Altrhoden vor. Das 1000 Jahre alte Areal gehört der Kirchengemeinde, die für den Erhalt aber keine Mittel zur Verfügung stellen kann. Deshalb fühlten sich die Mitglieder der Lokalen Agenda herausgefordert, ihr Bestes zu geben, um den fortschreitenden Verfall des alten Gemäuers unmittelbar an der Autobahn zu stoppen.
Beim Bau der Autobahn Anfang der 70er-Jahre hatten Archäologen Siedlungsreste gefunden, die wahrscheinlich noch 200 Jahre älter waren als die zerfallene Kirche. Die Fundstätte wurde überbaut. Seit der Wiedervereinigung ist die A 44 eine stark befahrene Verkehrsachse, die mit ihren Abgasen und Erschütterungen der Kirchenruine weiter zusetzt.
Deshalb ist es den ehrenamtlichen Denkmalschützern ein besonderes Anliegen, vor Beginn der Erschließung des neuen Gewerbegebiets Steinberg dafür zu werben, dass die mit Sicherheit fällig werdenden Ausgleichsabgaben auch zum Schutz der Denkmäler vor Ort ausgegeben werden.
Dazu unterbreitete gestern Abend Agenda-Sprecher Walter Bracht eine Reihe von Vorschlägen.
Die Restaurierungsarbeiten an dem alten Gemäuer wurden mit Fotos dokumentiert. Aus Kostengründen wurden zunächst nur die von Bewuchs bedrohten Mauerkronen freigelegt. Außerdem wurden Fugen verfüllt, um weiteres ungehindertes Eindringen von Regenwasser zu verhindern. Es gibt noch viel zu tun.

Industriedenkmal

PressebildEinen Anerkennungspreis in Höhe von 500 Euro erhielten auch die Aktiven vom Verein Historischer
Bergbau Eisenberg. Archivfoto: Jörg Kleine

Das trifft auch für das groß angelegte Projekt des Vereins Historischer Goldbergbau Eisenberg zu. Marc Müllenhoff schilderte im Namen des Vereins mit inzwischen 110 Mitgliedern die Bedeutung des industriegeschichtlichen Denkmals von Goldhausen. Der 2002 gegründete Verein hat die Bergrechte an Deutschlands größter Goldlagerstätte erworben, allerdings nicht, um dort letztlich unwirtschaftliche Eingriffe in die Natur vorzunehmen, sondern um ein beliebtes Ausflugsziel zu erhalten und zugleich die vielen noch vorhandenen Spuren des historischen Bergbaus für die Nachwelt zu sichern.
Bisher wurden 48 Stollen und 20 Schächte mit einer Gesamtlänge von gut 3,6 Kilometern gefunden. Heutigen Besuchern fällt es schwer, sich vorzustellen, wie Bergarbeiter im Mittelalter ohne elektrisches Licht und maschinelle Hilfe solche Vortriebe schaffen konnten. Den Sonderpreis im Wert von 500 Euro nahm Vorsitzende Wolfgang Behle vom Ersten Kreisbeigeordneten in Empfang.
Die Feierstunde im Trauzimmer des Rhoder Stadtkellers wurde vom Posaunenchor musikalisch umrahmt, in dem auch Karl Heinemann seit vielen Jahren als treuer Bläser mitwirkt.

WLZ – im Februar 2014

Presseberichte 2013

Presseberichte 2013


Mehrmals von den Toten auferstanden

Gemischter Chor Eisenberg blickt auf 90 Jahre Vereinsgeschichte mit Höhen und Tiefen

PressebildPressebild
Die Mitglieder des gemischten Chores Eisenberg um Chorleiter Arno Huthwelker und den Vorsitzenden Günther Vahland (großes Foto, v.l.) feiern das 90-jährige Vereinsbestehen. Wie schon vor 40 Jahren, damals unter Leitung des heutigen Ehrenchorleiters Hartmut Scharfe, gibt es zum Geburtstag ein Konzert. Foto: Tobias Treude

Dass Gesangvereine früher schon Probleme hatten, genügend Mitglieder zu finden, zeigt die Geschichte des gemischten Chors Eisenberg. Dass solche Hürden überwunden werden können, dafür steht der Verein ebenso.

VON TOBIAS TREUDE

Korbach-Goldhausen. Es ging alles so gut los. In der Schulchronik von Goldhausen wird 1923 die Gründung des gemischten Chors Eisenberg erwähnt: “Im Winter gründete man, um das gesellschaftliche und gesangliche Interesse zu heben und zu beleben, einen gemischten Chor.” Erster Chorleiter war der Lehrer Rudolf Klaus, den Posten des ersten Vorsitzenden übernahm Wilhelm Jesinghausen. Von Beginn an wirkt der Gesangverein zum Beispiel beim jährlichen Schulfest mit.

Doch das Interesse am Chorgesang ließ in Goldhausen nach. Nachdem Lehrer Klaus nach Korbach versetzt wurde, heißt es in der Schulchronik 1929 über den Verein: “Er ist dann noch den Winter hindurch in Tätigkeit gewesen und im Jahre 1929 sanft eingeschlafen aus Mangel an Frauenstimmen.” 1933 wurde der Chor wieder zum Leben erweckt, aber nur knapp ein Jahr später war schon wieder Schluss. In den Zeiten des Krieges ruhten die Gesangsstimmen also, doch in Vergessenheit geriet der Verein nicht. 1951 kamen 31 Personen zur Wiedergründung zusammen. Und Wilhelm Jesinghausen übernahm erneut das Amt des ersten Vorsitzenden.

Seitdem gibt es in Goldhausen durchgehend den lebendigen gemischten Chor. Traditionell singen die Mitglieder zur Bergwerkseröffnung, bei Weihnachtsgottesdiensten und Jubiläen, aber auch Ausflüge stehen auf dem Programm. 69 Mitglieder gehören dem Verein derzeit an, 28 davon singen aktiv. Dazu zählen auch drei junge Männer. “Aber natürlich sind wir nach wie vor bestrebt, weiteren Nachwuchs zu bekommen”, sagt der heutige erste Vorsitzende, Günther Vahland.

Zum Repertoire der Sänger und Sängerinnen gehören unter Chorleiter Arno Huthwelker modernere Lieder wie “Du kannst nicht immer 17 sein” oder traditionelle Stücke wie der “Gefangenenchor”. Vor zehn Jahren übernahm Huthwelker das Amt vom heutigen Ehrenchorleiter Hartmut Scharfe, der 40 Jahre lang dirigierte. Und obwohl Huthwelker zu den Proben immer von Buchenberg aus anreist, hat er die Entscheidung für den Chor am Eisenberg nie bereut. “Die Gemeinschaft und die Geselligkeit stimmen. Es macht wirklich viel Spaß. Das ist einfach Goldhausen”, lobt er die Arbeit mit den Sängern.

Hintergrund: Singen mit Freunden Anlässlich des 90-jährigen Vereinsbestehens laden die Mitglieder des gemischten Chores Eisenberg am Sonntag, 13. Oktober, zum Freundschaftssingen in die Wipperberghalle in Lengefeld ein. Beginn ist um 13.30 Uhr. Neben Ehrungen und einem Blick in die Geschichte steht vor allem die Musik im Vordergrund. Die Gastgeber machen den Auftakt, außerdem treten auf: gemischter Chor Lelbach, MGV Immighausen, gemischter Chor Helmscheid, gemischter Chor Nordenbeck, MGV Goddelsheim, Chorifeeen Buchenberg, Aartalstimmen Eppe/Nieder-Schleidern, MGV und Frauenchor Eppe sowie der MGV Buchenberg. (tt)

WLZ – im Oktober 2013


Goldhäuser spazieren im Grenzland

Schnadezug führt rund 20 Teilnehmer an die Grenzen nach Nordenbeck, Lengefeld, Eppe und Ober-Ense

PressebildAm Sonntagmorgen starteten die Goldhäuser zu ihrem Schnadezug und trafen an den Grenzen auf Nachbarn und Freunde. Auf jedem Grenzstein wurden Wanderer gestutzt. Fotos: Theresa Demski

Wer heute Grenzen überschreitet, ahnt das meistens nicht: Denn Ortsschilder entsprechen längst nicht den Gemarkungsgrenzen. Also machten sich die Goldhäuser am Sonntag auf den Weg, echte Grenzen zu erkunden – und Freunde zu treffen.

VON THERESA DEMSKI

PressebildKorbach-Goldhausen. Manchmal ist es ein Waldstück, das an ein Feld grenzt. Und manchmal ein alter Grenzstein, der aus alten Zeiten erzählt. Und immer mal wieder gibt es nicht einen einzigen Hinweis darauf, dass hier Grenzen verlaufen. Mit aufmerksamen Augen haben sich am Sonntagmorgen 20 Goldhäuser auf den Weg gemacht, um alte Grenzen wiederzuentdecken. Bei ihrem Schnadezug, der alle fünf Jahre stattfindet, trafen sie auf Nachbarn aus Nordenbeck, Lengefeld, Eppe und Ober-Ense. Die zweite Hälfte ihres Grenzbegangs absolvieren die Wanderer dann in fünf Jahren. Und um auch jede Grenze und alle noch vorhandenen Steine zu finden, hatte Armin Bartmann vom Schützenverein in Goldhausen große Google- Earth-Ausdrucke vorbereitet, mit denen er die Grenzverläufe anschaulich erklärte.

Frohen Mutes machten sich die Wanderer auf den Weg Richtung Klusenberg und dann auf die rund neun Kilometer lange Strecke in östlicher Richtung um den Eisenberg herum – vom Sauerländer Höhenflug zur Verlobungshütte bis zum Flugplatz in Nordenbeck, durch den Eschenberg über die Sommerseite über den Humpesgarten zurück nach Goldhausen. Mit festem Schuhwerk ging es zuweilen querfeldein bis zu den Treffpunkten mit den befreundeten Nachbarn. Nordenbeck, Eppe, Lengefeld und Ober-Ense schickten kleine Abordnungen, sodass sich die Zahl der Wanderer fast verdoppelte.

Unterwegs zeigte das Stutzkommando Muskelkraft und stutzte die Wanderer. Für Verpflegung sorgte der Schützenverein. Ein Trecker, voll bepackt mit süßen und rustikalen Köstlichkeiten, begleitete die Wanderer auf ihrem historischen Spaziergang.

“Goldhausen endet nicht am Ortsschild”, erklärte Armin Bartmann die Bedeutung von Schnadezügen, “und das wollen wir unseren Jugendlichen und auch Neubürgern heute zeigen.” Am Ende war es aber auch ein Tag voller Geselligkeit, den die Goldhäuser mit ihren Nachbarn im Grenzgebiet verbrachten.

WLZ – im September 2013


Zwei Siegerteams strahlen in Eppe

Beim Stadtzeltlager ermittelten neun Jugendwehren die neuen Stadtpokalsieger

PressebildDie Siegermannschaften Rhena und Goldhausen II mit ihren Jugendwarten, Stadtbrandinspektor
Friedhelm Schmidt (rechts), dem stellvertretenden Landesverbandsvorsitzenden Dr. Christoph
Weltecke (2.v.r.) und Stadtjugendwart Stefan Casper (links). Foto: pr

Emsig, engagiert und schweißtreibend ging es beim Stadtpokal der Jugendwehren zu. Die Gruppe aus Rhena und die Staffel Goldhausen II sicherten sich jeweils den ersten Platz.

VON NICOLE SCHÄFER

Korbach – Eppe. Auf dem Gelände rund um die Aartalhalle in Eppe herrschte am Wochenende reges Treiben. Das Stadtzeltlager der Jugendwehren und der damit verbundene Wettkampf um den Stadtpokal, ein Großeinsatz und Spiele ohne Grenzen sorgten für viel Spannung und Spaß bei den Nachwuchsbrandschützern.

Beim Stadtpokal gab es in diesem Jahr zum ersten Mal zwei Wertungen: Eine für Gruppen, die aus neun Personen bestehen, und eine für die Staffel, bei der sechs Teilnehmer die Aufgaben absolvieren. Den Sieg in der Gruppenwertung fuhr die Jugendfeuerwehr Rhena vor ihren Kontrahenten aus Lelbach/ Helmscheid und Korbach ein. In der Staffel hatten die Jugendlichen von Goldhausen II die Nase vorn, auf den zweiten Platz schaffte es Goldhausen I, es folgten Lengefeld und Eppe. Die Aufgaben beim Stadtpokal drehten sich rund um den Löscheinsatz.

So mussten die Jugendlichen Wasser aus einem simulierten offenen Gewässer ziehen und dann mit den Schläuchen einen Parcours mit Wassergraben, Leiterwand, Kriechtunnel und Hürde absolvieren. Am Ende galt es noch einen Fragebogen korrekt auszufüllen. Einen ausführlichen Bericht zum Zeltlager und den Wettkämpfen finden Sie in der morgigen Ausgabe.

WLZ – im August 2013


Gold suchen tief unter der Erde

Im Bergwerk in Goldhausen können sich Besucher auf die Spuren der Bergmänner begeben

PressebildWie echte Bergleute: Mit gelber Jacke, Gummistiefeln, Helm und Lampe können Kinder das Goldbergwerk in Goldhausen entdecken. Da wird es in den Gängen auch schon mal ganz schön eng – so mancher muss sich auch ducken. Fotos: Treude

Gold ist sehr wertvoll, das weiß jeder. Dass es das Edelmetall aber auch fast vor eurer Haustür gibt, ist nicht jedem bekannt. Im Besucherbergwerk in Goldhausen könnt ihr tief unter der Erde danach suchen.

VON TOBIAS TREUDE

Korbach – Goldhausen. Ein Helm mit Lampe, Gummistiefel und eine gelbe Jacke – das muss jeder anziehen, der in das Bergwerk Goldhausen will. Denn in den engen Gängen im Berg ist es nass, dunkel und kalt. Auch im Sommer wird es dort nicht wärmer als acht Grad. Aber es gibt viele spannende Geschichten zu entdecken.

Gold an Grashalmen

Denn im Eisenberg in Goldhausen bauten Bergleute viele Hundert Jahre Gold ab – daher hat der kleine Korbacher Ortsteil auch seinen Namen. Heute gibt es dort immer noch Gold, doch ist es viel zu aufwendig, danach zu suchen. Denn das Metall lagert im Berg nicht etwa in großen Klumpen, sondern in winzig kleinen Fäden, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind. Das alles erklären einem die Führer wie Ursula Bachmann bei der Besichtigung des Bergwerks.

Mit einem fröhlichen “Glückauf” begrüßt sie die Kinder. Das ist der Gruß der Bergmänner. Vor allem in den Sommerferien kommen viele nach Goldhausen, wie zum Beispiel Hendrik und seine Freunde. Gemeinsam feiern sie im Bergwerk seinen elften Geburtstag.

Schon vor über 1000 Jahren entdeckten die Menschen, die an der Eder lebten, sogenannte Goldflitterchen an den Grashalmen. Sie machten sich auf die Suche nach der Herkunft und wurden im Eisenberg fündig. Im Mittelalter fingen die Goldgräber dann an, Gänge im Berg zu graben.

Der Beruf war aber sehr gefährlich und anstrengend. Es gab noch keine Taschenlampen, also konnten die Bergleute nur sehr wenig sehen. Und weil Sonnenlicht wichtig für die Gesundheit ist, wurden die Goldsucher oft nur 30 bis 40 Jahre alt.

Heute arbeitet keiner mehr im Eisenberg. Dafür könnt ihr mit einem Führer in die alten Gänge reingehen – dann seid ihr tief unter der Erde. Wer größer ist, muss sich da auch schon mal bücken, damit er sich nicht den Kopf stößt. Von den Wänden tropft Wasser, aber dafür habt ihr dann ja die Jacken und Gummistiefel an – wie echte Bergleute.

Und für Hendrik und seine Freunde hat sich der Besuch gleich doppelt gelohnt. Sie haben viel erfahren und jeder von ihnen durfte am Ende aus der Schatzkiste einen Edelstein mit nach Hause nehmen.

WLZ – im August 2013


Ein Hoch auf die Geburtstagskinder

Goldhäuser Runde mit fröhlichem Brauch

PressebildSie verstehen sich prima und pflegen einen fröhlichen Brauch: Sieben Goldhäuser Ehepaare stellen bei runden Geburtstagen und Jubiläen ein Häuschen auf – mit gutem Tropfen. Foto: Kleine

Korbach – Goldhausen. Ein Tröpfchen in Ehren soll niemand verwehren: Nach dieser Devise pflegt eine Gruppe von sieben Goldhäuser Ehepaaren einen freundlichen Brauch. Bei runden Geburtstagen, Jubiläen und “Schnapszahlen” steht ein kleines Häuschen vor der Tür – und jeder Spaziergänger darf einen Tropfen auf das Geburtstagskind kosten. Willi Mütze hatte die Idee vor fünf Jahren und sich dabei an einem Brauch aus Wirmighausen orientiert. Zur Silberhochzeit von Bärbel und Bernd Saure wurde das Häuschen erstmals platziert. Seither wandert es in der munteren Gruppe – und stand zuletzt bei Willi und Helga Mütze, die ihren 66. Geburtstag feierten. Auch Wandersleute lassen sich dabei in Goldhausen im Vorbeigehen gerne animieren. Im August schon findet das Häuschen einen neuen Platz – bei Jürgen Schulze. (jk)

WLZ – im Juni 2013


Bezirksentscheid der hessischen Feuerwehrleistungsübungen

Knapper Sieg für Goldhausen

PressebildDie Gewinner des Bezirksentscheid der hessischen Feuerwehrleistungsübungen in Reichensachsen. © Melanie Salewski

Reichensachsen. Feuerwehrleute aus dem gesamten Regierungsbezirk Kassel traten am Samstag in Reichensachsen beim Bezirksentscheid der hessischen Feuerwehrleistungsübung gegeneinander an.

Getestet wurde Theorie und Praxis – so simulierten die Feuerwehrleute einen Löschangriff auf ein brennendes Haus und retteten eine verletzte Person. Die Staffel aus Korbach-Goldhausen hat dabei am besten abgeschnitten und den Bezirksentscheid gewonnen. Am Ende entschieden über die Platzierung allerdings nur Sekunden. Denn auch die zweitplatzierten Brandschützer aus Hünfeld-Michelsrombach hatten die volle Punktzahl erreicht.

Das Team aus Körle-Wangenfürth erreichte mit 99,7 Punkten knapp dahinter den dritten Platz: „Es war ein fairer und reibungsloser Wettkampf“, so Erwin Baumann vom Regierungspräsidium Kassel zum Übungsgeschehen. Er hatte die Feuerwehrleistungsübungen, die in diesem Jahr in Reichensachsen im Werra-Meissner-Kreis ausgetragen wurden, als Brandschutzdezernent geleitet. Insgesamt 27 Feuerwehren aus dem Regierungsbezirk waren angetreten, um sich für den Landesentscheid zu qualifizieren. Die zwölf besten Mannschaften sind nun weiter.

Das sind neben den bereits genannten Feuerwehren jene Gruppen und Staffeln aus Körle-Wagenfurth, Ebersburg-Ried I, Ober-Werbe, Willingshausen-Zella, Schwalmstadt-Florshain, Hünfeld-Großenbach, Allendorf/Eder-Rennertehausen, Eiterfeld-Großentaft, Flieden-Rücker sowie Willingshausen-Wasenberg II.

Die Freude war bei der Siegerehrung, die Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke gemeinsam mit dem Landrat des Werra-Meißner-Kreises, Stefan Reuß, vorgenommen hatte, entsprechend groß. Auf den nachfolgenden Rängen landeten Ludwigsau-Gerterode II, Bad-Wildungen-Reinhardshausen, Naumburg IV, Witzenhausen-Unterrieden, Bad Wildungen, Hünfeld-Großenbach, Gilserberg-Schönstein, Korbach-Lengefeld, Ringgau-Netra, Flieden-Magdlos, Wehretal-Oetmannshausen, Großenlüder-Bimbach, Ludwigsau-Gerterode I, Bebra-Weiterode sowie Willingshausen-Wasenberg I.

„Ich bin stolz auf alle Feuerwehrleute, die heute unter Beweis gestellt haben, dass sie in der Lage sind, für die Sicherheit der Menschen zu sorgen“, so der Regierungspräsident. Schließlich habe selbst das letztplatzierte Team 90,0 Punkte erreicht, was für eine hohe Qualität der Feuerwehrarbeit im Bezirk spreche. Er dankte den Brandschützern für deren Engagement und die vielen Übungsstunden, die sie in die Vorbereitung der Leistungsübungen gesteckt hatten und bedankte sich auch bei allen Einsatzkräften, die bei der Ausrichtung geholfen hatten. Die Teilnahme am Landesentscheid sei nun ein weiterer großer Schritt für die teilnehmenden Mannschaften.

HNA / Melanie Salewski – im Juni 2013


Unter Gold und Gesteinsplatten

Waldecker Geschichtsfreunde besuchten das Goldbergwerk im Eisenberg

PressebildDie Waldecker Geschichtsfreunde waren tief beeindruckt von einem Besuch im Goldbergwerk im Eisenberg. Foto: pr

Unter Leitung des zweiten Vorsitzenden Adolf Han- nickel besuchten die Ge- schichtsfreude das Gold- bergwerk im Eisenberg und tauchten dabei tief in die Erdgeschichte ein.

Waldeck. Schon Tacitus erwähnte in seiner “Germania” den goldführenden Fluss, den er “Aedera auriferra, die goldtragende Eder”, nannte. In den folgenden Jahrhunderten fanden sich immer wieder Goldflitter an den Ufern oder auch in den Mägen von frisch geschlachteten Edergänsen. Als Herkunft des Edelmetalls wurde der Eisenberg ausgemacht, der heute als die größte Goldlagerstätte Deutschlands gilt.

Gerald Berberich vom Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg informierte über die Geschichte des Goldbergbaus im Eisenberg, bevor es in den Unteren Tiefen Talstollen ging. Mit Regenmänteln und Gummistiefeln “fuhren” die Geschichtsfreunde zu Fuß in den Berg ein, wo konstant eine Temperatur von acht Grad Celsius herrscht.

In den Stollenwänden sind genau die Schichten der Ablagerungen von 360 Millionen Jahren zu erkennen. Zwischen all den Gesteinsschichten befinden sich fingerbreite Schichten mit Goldeinlagerungen. Bis zum Jahr 1200 wurde das Gold im Tagebau geschürft, im Mittelalter wurde dann auch unter Tage nach dem Edelmetall gesucht. Bei der harten Arbeit wurden die Bergarbeiter in den vergangenen Jahrhunderten selten älter als 35 bis 40 Jahre. Der nur 70 Zentimeter hohe Stollen zwang die Kumpel auf die Knie. An einem zwölfstündigen Arbeitstag konnte ein Arbeiter den Stollen jeweils nur um zwei bis drei Zentimeter vorantreiben.

An die tiefe Gläubigkeit der Menschen erinnert tief unter dem Eisenberg in einer kleinen Seitennische die Statue der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute.

Eine Tonne Gestein muss abgetragen werden, um zwei bis fünf Gramm Gold zu gewinnen. Dabei ist die Golddichte im Eisenberg noch sehr hoch, gemessen an anderen Goldlagerstätten. Gerald Berberich erläuterte, dass die kleinen Karren, mit denen das Gestein aus dem Stollen geschafft wurde, nur im Kohlebergbau als Loren bezeichnet werden. Bei Erz und Edelmetallen heißen sie Hund und wurden einst von Kindern geschoben. Es war eine Strafe für einen müßigen Bergmann, wenn er zum Ziehen eines solchen Hundes vor das Gefährt gespannt wurde, denn “die Faulen gingen vor die Hunde”.

Vom Mittelalter bis zum 30-jährigen Krieg wurde insgesamt etwa eine Tonne Gold aus dem Eisenberg gewonnen. Dann kam der Bergbau zum Erliegen. Es gab noch zahlreiche Versuche, ihn wiederzubeleben. Anfang des 20. Jahrhunderts entfachte Carl Theodor Rauschenbusch einen neuen Goldrausch am Eisenberg und grub ab 1917 bis in die 30er-Jahre mit der damals modernen Technik neue Stollen. Als auch das keinen Gewinn einbrachte und für den zweiten Weltkrieg viel Metall für Waffen gebraucht wurde, sattelte die Firma Preussag, die als Geldgeber Rauschenbuschs fungierte, um und förderte stattdessen Eisenerz.

Die Waldecker Geschichtsfreunde waren tief beeindruckt – und froh, wieder aus dem dunklen, engen Stollen an die warme Nachmittagssonne zurückkehren zu können. (r)

WLZ – im Juni 2013


Eine Sekunde macht den Unterschied

Goldhausen II siegt bei Stadtpokal-Wettkämpfen der Korbacher Feuerwehren

PressebildDie Gewinner des Stadtpokals der Korbacher Feuerwehren kommen aus Goldhausen. Umrahmt werden die Sieger von Friedhelm Schmidt (l.), Klaus Friedrich (r.) und den Vertretern der Viert- bis Zweitplatzierten.
© Treude

Sekunden können entscheidend sein. Das gilt bei der Feuerwehr nicht nur im Ernstfall, sondern auch beim Stadtpokal. Weil sie beim Knoten eine Sekunde schneller als Lengefeld waren, holte sich Goldhausen II den Titel.

Korbach – Lelbach. Welches Spektrum die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren umfasst, zeigte sich am Wochenende eindrucksvoll. Da war zum einen der Brand bei der Firma Ante-Holz in Somplar am Samstag (Seite 18). Korbacher Feuerwehrleute halfen bei den Löscharbeiten. Da war zum anderen der tödliche Motorradunfall in der Nacht zu Sonntag. Wieder waren die “Brandschützer” vor Ort (siehe weiterer Text). Zwei Einsätze unterschiedlicher Art, aber beides Einsätze, bei denen die freiwilligen Helfer dringend gebraucht wurden.Da kann sich glücklich schätzen, wer eine funktionierende Feuerwehr hat, die dazu noch regelmäßig trainiert. Und glücklich war Korbachs Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt am Samstagabend nach den Stadtpokal-Wettkämpfen am Lelbacher Gemeindehaus. 13 Mannschaften aus Korbach und den Ortsteilen waren angetreten. „Ich wüsste nicht, wann wir das letzte mal so viele Gruppen hatten“, sagte Schmidt. Wegen des Brandes in Somplar musste zudem ein Korbacher Team absagen.

Vier Teams ohne Fehler

Und dann das Ergebnis: Gleich vier Mannschaften lösten die theoretischen und praktischen Aufgaben ohne Fehler. „Das ist mehr als spitzenmäßig, einfach ein super Niveau“, strahlte Schmidt. Im praktischen Teil wurde ein Wohnungsbrand simuliert. Die Feuerwehrmänner mussten die Wasserversorgung aufbauen, eine Person retten und den Löscheinsatz aus der Höhe sowie vom Boden starten. Im Anschluss galt es in möglichst kurzer Zeit, verschiedene Knoten richtig zu binden. Im theoretischen Teil mussten 15 Fragen beantwortet werden.

Das schafften Nordenbeck (4. Platz), Nieder-Ense (3.), Lengefeld (2.) und Goldhausen II zu 100 Prozent. Also entschied die Zeit beim Knotensetzen, und da war Goldhausen mit 18 Sekunden eine schneller als Lengefeld. Die weiteren Plätze gingen an Goldhausen I (5.), Helmscheid (6.), Korbach (7.), Lelbach I (8.) und Ober-Ense (9.). „Selbst die letzte Mannschaft war gut“, verwies Friedhelm Schmidt auf die Leistungsdichte. Fünf weitere Teams traten in einer gesonderten Wertung ohne Fragebogen an. Hier siegte Goldhausen V vor Lelbach II, Goldhausen IV und Goldhausen III. „In Goldhausen ist heute wohl nur noch der Ortsvorsteher“, lobte Friedhelm Schmidt die Mannschaftsstärke der Ortsteilwehr.

Ehrungen

Im Rahmen des Kameradschaftsabends wurden Mitglieder der Korbacher Wehren geehrt. Eine Anerkennungsprämie des Landes Hessen für 10 Jahre aktiven Dienst erhielten Steffen Bricher, Andreas Briehl, Torben Kesting (alle Nieder-Ense), Bettina Block (Korbach), Dirk Mitze (Meineringhausen), und Christian Göbel (Nieder-Schleidern); Seit 20 Jahren dabei sind Stephan Klein (Nieder-Ense), Manuel Priwitzer (Hillershausen), Ralf Jacob, Jürgen Oehl (beide Lelbach), Anette Kieweg (Rhena) und Jörg Bangert (Strothe); Für 30 Jahre aktiven Dienst wurden Jörg-Stefan Müller, Thomas Emde und Gerhard Foth (alle Rhena) ausgezeichnet; Seit 40 Jahren verrichten Wolfgang Becker (Korbach), Karl Tönepöhl (Helmscheid) und Karl-Heinz Briehl (Nieder-Ense) ihren Dienst.
Das silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst erhielten Harald Brücher, Marcus Pillkahn und Tobias Pillkahn. Detlef Lehmann bekam für 40 Jahre aktiven Dienst das Goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande und die Ehrenurkunde und Plakette in Silber des Kurhessisch-Waldeckschen Feuerwehrverbandes. (tt)

WLZ – im Juni 2013


Neues Kirchspiel feiert gemeinsam Pfingsten auf dem Eisenberg

PressebildKorbach – Goldhausen. Der erste gemeinsame Gottesdienst des neuen Kirchspiels: Rund 150 evangelische Christen aus Eppe, Goldhausen, Hillershausen, Immighausen, Nieder-Ense, Nieder- Schleidern, Nordenbeck und Ober-Ense haben am Sonntag unter freiem Himmel auf dem Eisenberg das Pfingstfest gefeiert. Die Wahl des Ortes hat Symbolkraft: Um den Eisenberg herum lagern sich die acht Ortschaften des vergrößerten Kirchspiels Nieder- Ense. Im Zentrum des von Pfarrer Burkhard Uffelmann gehaltenen Gottesdienstes zum Thema “Heiliger Geist” stand die Frage “Was treibt dich an?”. Musikalisch gestaltet wurde er durch den Posaunenchor aus Immighausen und den gemischten Chören aus Goldhausen und Nordenbeck. Orgel spielten Anneke Heine und Lukas Scharfe. Die Besucher aus Eppe waren mit dem Planwagen zum Gottesdienst angereist. (lb) Foto: Lutz Benseler

WLZ – im Mai 2013


Auf Besuch in Korbachs Unterwelt

Besucherbergwerk am Eisenberg in Goldhausen eröffnet die Saison · Führungen bis Oktober

PressebildHelm auf, Gummistiefel und Friesennerz an – und ab geht es in den Stollen, begleitet von ehrenamtlichen Führern. Fotos: Lutz Benseler

Glück auf: Die Saison am Besucherbergwerk in Goldhausen ist seit gestern eröffnet. Bis Oktober können Gruppen und Einzelpersonen den Stollen im Eisenberg besichtigen.

VON LUTZ BENSELER

Korbach – Goldhausen. Das Wetter war wie bestellt: Mit der Bergwerk-Saison in Goldhausen hatte auch der Frühling begonnen. Der Sonne wollten die meisten Besucher auf dem kleinen Waldplatz vor dem Stolleneingang jedoch gleich wieder entfliehen: Helm auf, Gummistiefel an, dann ging es hinein in den sagenumwobenen Goldberg.

Immer mehr Besucher

Pressebild

Besucher der Saisoneröffnungs-Feier lauschen der Andacht von Pfarrer Walter Hellwig.

“Glück auf”, wünscht Hartmut Scharfe mit dem Akkordeon.

Jedes Jahr interessieren sich mehr Menschen für das Korbacher Gold und die Bergbaugeschichte am Eisenberg. 2600 Besucher führten die Mitglieder des Vereins “Historischer Goldbergbau” 2012 durch den Stollen. Derzeit sorgen sieben ehrenamtliche Führer für eine fachkundige Begleitung durch die ehemalige Goldgräber- Stätte. “Wir könnten noch ein paar gebrauchen”, sagte Vorsitzender Wolfgang Behle. Vor allem bei Schulgruppen aus der Jugendherberge fänden die Führungen Anklang, sagte Behle. Der sonnige Saisonauftakt stimmte ihn zuversichtlich, dass er zum Jahresende wieder ein Plus in den Büchern notieren kann: “Wir würden uns freuen, wenn wir in diesem Jahr wieder eine Steigerung zu verzeichnen haben.”

Traditionell starten die Goldhäuser Hobby-Bergleute die Saison mit einer Andacht: “Das Gold liegt in den Herzen”, rief diesmal Walter Hellwig, Pfarrer im Ruhestand, zu mehr Mitmenschlichkeit und sozialer Gerechtigkeit auf. Musikalisch umrahmte der gemischte Chor Eisenberg den Auftakt. Und bevor es dann wirklich in Korbachs Unterwelt ging, stimmte Hartmut Scharfe auf dem Akkordeon das alte Bergmannslied “Glück auf” an. Zuvor hatten Goldmarie Jana Möseler und Stadtverordneter Heinz Merl die Besucher begrüßt.

Auch das Zechenhaus neben dem Dorfgemeinschaftshaus war geöffnet. Bergbau-Exponate und eine Minieralien-Ausstellung warteten dort auf die Gäste. An der Goldwaschanlage hinter dem Zechenhaus konnte jeder sein Glück selbst versuchen und vielleicht ein paar goldige Flitter mit nach Hause nehmen.

Führungen für Gruppen bis zwölf Personen sind auf Anmeldung von Mai bis Oktober täglich möglich. Für Einzelpersonen und kleine Gruppen bietet der Verein an Wochenenden regelmäßige Führungen an (Termine unter www.goldspur-eisenberg. de). Auch hier ist eine Anmeldung nötig. Infos und Anmeldung gibt es im Bürgerbüro der Stadt Korbach (Rathaus), Telefon: 05631/53-232, www.korbach. de oder unter www.goldspur-eisenberg.de (auch eine Online-Anmeldung ist möglich).

WLZ – im April 2013


Arno Zenke zum Wehrführer gewählt

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Goldhausen
Andreas Sinsch bleibt Vereinsvorsitzender

PressebildNeu gewählt, geehrt und befördert: hintere Reihe (v. l.) stellvertretender Stadtbrandinspektor Carsten Vahland, Wilfried Müller, Stefan Frese, Burkhard Krüger, Vorsitzender Andreas Sinsch, Wehrführer Arno Zenke, Stadtrat Friedrich Bachmann, Jörn Vahland, Tobias Westmeier, Ulrich Fischer, Micha Zenke, Bernd Mütze, Marc Saure, Walter Thielemann, Sonja Behle, Burkhard Behle und Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt; vordere Reihe (v. l.): Nicole Westmeier, Marianna Zenke, Marcel Prieske, Silvio Frese, Roland Fabinger, Mario Fischer, Dominik Mütze und Katharina Finger. Foto: pr

Neuwahlen, Ehrungen und Beförderungen standen auf dem Programm der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Goldhausen. Vereinschef bleibt Andreas Sinsch, neuer Wehrführer ist Arno Zenke.

Korbach-Goldhausen. Wer bei der Freiwilligen Feuerwehr in Goldhausen Wehrführer war, erfüllte zugleich auch die Aufgaben des Vereinsvorsitzenden – viel für ehrenamtliche Helfer. Weil es immer schwieriger wurde, die steigenden Anforderungen in Personalunion zu erfüllen, hatten die Mitglieder bei ihrer Jahreshauptversammlung vor den turnusmäßig anstehenden Vorstandswahlen über einen Antrag auf Satzungsänderung abgestimmt und einstimmig befürwortet: Sie beschlossen die Trennung der Positionen des Wehrführers und des Vorsitzenden.

Die Versammlung wählte Andreas Sinsch, der bisher zusätzlich auch Wehrführer war, anschließend zum Vereinsvorsitzenden und bestimmte Burkhard Behle zu seinem Stellvertreter. Stefan Frese wurde als Jugendfeuerwehrwart wiedergewählt, sein Vertreter ist zukünftig Tobias Westmeier. Kassiererin ist Nicole Westmeier. Wiedergewählt wurden Schriftführer Bernd Mütze, Gerätewart Walter Thielemann und Beisitzer Ulrich Fischer. Arno Zenke wählten die aktiven Einsatzkräfte zum Wehrführer, Micha Zenke zu seinem Stellvertreter und Marc Saure als weiteren Stellvertreter.

Zu Beginn der Versammlung blickte Andreas Sinsch – noch in Personalunion als Vorsitzender und Wehrführer – auf die Arbeit im vergangenen Jahr zurück und unterstrich, dass die Kameraden mit insgesamt über 1700 Stunden ehrenamtlich geleistetem Dienst das hohe Niveau der Vorjahre gehalten hätten. Siebenmal sei die Goldhäuser Feuerwehr 2012 alarmiert worden – zu vier Hilfeleistungseinsätzen, zwei Bränden und einem Fehlalarm. Dabei führte die Kameradinnen und Kameraden der überwiegende Teil der Einsätze, wie in den letzten Jahren häufig, in die Nachbardörfer: So mussten sie unter anderem einen Küchenbrand in Nordenbeck löschen und eine Person retten, die nach dem Sturz von einer Leiter unter Brettern und Schutt verschüttet war.

Allgemein sei mehr Wert auf die allgemeine Feuerwehrausbildung gelegt worden, unterstrich Sinsch. Stellvertretend für andere Ausbildungen nannte er die gemeinsame Einsatzübung mit den Feuerwehren der Ense-Dörfer und Nordenbeck in Ober-Ense. Auch die hohe Anzahl an Lehrgangsteilnahmen, insgesamt 14, stellte er heraus.

Die Goldhäuser Kameradinnen und Kameraden nahmen am Flutlicht-Pokalwettkampf in Mehlen teil und belegten beim Kreisentscheid in Korbach den 2. und 6. Platz. Damit qualifizierte sich eine Mannschaft für den Bezirksentscheid in Guxhagen und erreichte dort mit dem 11. Platz die Qualifizierung für den Landesentscheid in Hungen, wo sie schließlich Platz 19 belegte. Beim Stadtpokal in Nordenbeck errangen sie den 2. und 4. Platz und bei einem Stationswettkampf in Mehlen Platz 3. Jugendwart Stefan Frese berichtete von einer rege Teilnahme der Jugendlichen an vielfältigen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Vor dem Hintergrund, dass einige bereits den Grundlehrgang absolviert hatten und sie alters- und erfahrungsgerecht ausgebildet werden sollten, sei das Augenmerk verstärkt auf die Technische Ausbildung gelegt worden. Dafür nahmen sie weniger an Wettbewerben teil. Da acht der 15 Mitglieder bereits 17 und 18 Jahre alt seien, müssten dringend neue Mitglieder geworben werden, appellierte er. Nach Grußworten standen auch Beförderungen auf der Agenda der Versammlung. (r)

Geehrt und befördert

Mit einer Ehrennadel und Urkunde des Kurhessisch- Waldeckschen Feuerwehrverbandes wurden für 40-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet: Burkhard Krüger, Jörg Zenke und Karl-Wilhelm Butterweck; für 25-jährige Mitgliedschaft Wilfried Müller, Michael Wittmer, Marco Schulze, Michael Schüttler und Jens Hartmann. Das hessische Feuerwehrleistungsabzeichen überreichte Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt an Mario Fischer und Jörn Vahland (in Eisen), Tobias Westmeier, Micha Zenke, Roland Fabinger (Bronze) sowie an Marianna Zenke und Silvio Frese (Silber). Friedhelm Schmidt beförderte Katharina Finger zur Feuerwehrfrauanwärterin sowie Jörn Vahland, Mario Fischer, Dominik Mütze und Marcel Prieske zu Feuerwehrmännern, Roland Fabinger zum Hauptfeuerwehrmann und Micha Zenke zum Löschmeister.

WLZ – im Januar 2013

Presseberichte 2012

Presseberichte 2012


Stollen reifen tief im Eisenberg

Weihnachtliches Gebäck aus dem Goldhäuser Goldbergwerk geht sogar in die USA

PressebildWolfgang Behle vom Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg und Carolin Tent vom Altstadtcafé mit den im Besucherbergwerk gelagerten Stollen. Foto: Lutz Benseler

Die Stollen aus dem Stollen entwickeln sich zum Exportschlager. Die Korbacher Altstadtbäckerei lässt das weihnachtliche Gebäck sieben Wochen im Goldhäuser Goldbergwerk reifen.

Von Lutz Benseler

Korbach-Goldhausen. Drei Stück sind sogar nach Übersee gegangen: “Eine Kundin hat die Stollen an ihre Tochter verschickt, die in den USA lebt”, sagt Carolin Tent vom Altstadtcafé. Überhaupt ist der Kuchen bei Exil-Korbachern beliebt. Aus ganz Deutschland kämen die Bestellungen, sagt Tent.

Im vergangenen Jahr hatte Bäcker Gerhard Tent mit 25 Stollen einen ersten Versuch tief im Eisenberg gestartet. Mit Erfolg: Die Lagerbedingungen im Goldbergwerk sind für die weihnachtliche Kuchen-Spezialität ideal. Die Luft ist sauber, die Temperatur liegt das ganze Jahr konstant bei acht Grad, und auch die Luftfeuchtigkeit verändert sich nicht. Der Stollen nach traditionellem Familienrezept trocknet nicht aus, die Aromen haben Zeit, sich zu entfalten. “Wir hätten noch mehr verkaufen können als wir gebacken haben”, sagt Gerhard Tent. Zugegeben, die Idee ist in der Region nicht neu: Schon seit mehr als zehn Jahren lässt der Willinger Bäcker Wolfgang von der Heide Christstollen in der ehemaligen Schiefergrube Christine reifen. Doch der Kuchen aus dem Goldbergwerk sei schon etwas Besonderes, ist Tent überzeugt. Die ersten 100 Stück für die Weihnachtssaison 2012 sind bereits gereift, ein zweiter Schwung wird sieben Wochen in einem Stollen im Eisenberg eingelagert, der noch nicht für die Besucher geöffnet ist.

WLZ – im Oktober 2012


Goldbergbau bleibt ein Hit

Besucherstollen in Goldhausen lockt Einheimische und Urlauber gleichermaßen

PressebildFitmachen für die Gäste: Der ehemalige Bergmann Peter Penkert (Mitte) vermittelt den Besucherführern im Eisenberg Erkenntnisse aus 800 Jahren Goldgräbergeschichte. Fotos: Kleine

Der Lockruf des Goldes findet weiter ein großes Echo: Zum zehnjährigen Bestehen des Vereins “Historischer Goldbergbau” meldet der Besucherstollen ungebremsten Zuspruch.

Von Jörg Kleine

Korbach-Goldhausen. Neue Attraktionen ziehen Besucherströme, doch oft ebben sie nach einer Aufwärmphase wieder ab. In Goldhausen läuft das anders: 2012 kommen Gäste abermals in Scharen. Kurz nach Halbzeit der Saison registriert das Zechenhaus rund 1500 Gäste. “Ich denke, wir werden dieses Jahr wieder deutlich über 2000 Besucher haben”, blickt Karl-Helmut Tepel voraus. Er ist Schatzmeister des Vereins “Historischer Goldbergbau Eisenberg”.

Pressebild

Dr. Marc Müllenhoff zeigt auf eine grafische Info-Tafel.

2002 wurde der gemeinnützige Verein gegründet, der kurz darauf die Bergrechte der früheren “Gewerkschaft Waldecker Eisenberg” erwarb. Eigentümer waren bis dahin die Nachkommen von Carl Theodor Rauschenbusch (Kirchen/Sieg), der in den 20er- und 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts einen neuen Goldrausch am Eisenberg entfachen wollte. Doch wirtschaftlich ist der Goldbergbau in modernen Zeiten dort nicht mehr zu betreiben.

2004 lief im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen die erste komplette Saison für Gäste. Bis 2011 folgten insgesamt 15 600 Besucher dem Lockruf des Goldes. Inzwischen kommen über 50 Prozent der Gäste von außerhalb: Urlauber, Ausflügler und viele Schulklassen. Dabei ist das Interesse durchaus international – von Holland bis in die USA. Auf Wunsch bietet der Verein auch Führungen in holländischer und englischer Sprache an.

So lobt Dr. Marc Müllenhoff, Fachmann für Tourismus und Stadtmarketing in Korbach, insbesondere das Engagement der ehrenamtlichen Besucherführer und Helfer im Verein.

Bergbau, Gold, Souvenirs

Seit April 2012 hat Goldhausen dabei eine neue Attraktion: Mit viel Muskelschmalz und öffentlicher Förderung hat der Verein einen rund 200 Meter langen Seitenschlag im Stollen hergerichtet – den Jens-Kulick-Gang. Der Geologe und Heimatforscher Dr. Jens Kulick hatte in den 70er-Jahren den Goldbergbau im Eisenberg neu erkundet.

Bohrgezähe bis hin zum authentischen Arbeitsplatz eines Bergmanns der 70er-Jahre machen die Tour für Besucher im Jens-Kulick-Gang plastisch. Hinzu kommen neue Informationstafeln mit Texten und Grafiken im Besucherbergwerk. Über Tage bietet das Zechenhaus weiteres Erlebnis mit Goldwaschanlage, Ausstellungsstücken bis hin zu Souvenirs – ob Mineralien oder Goldfläschchen.

Derweil blickt Müllenhoff schon weiter in die Zukunft: Korbach liegt im Zentrum des nationalen Geoparks “Grenzwelten”. Neben dem Goldbergbau findet vor allem auch die weltweit bedeutende, 250 Millionen Jahre alte Fossilfundstätte “Korbacher Spalte” großes Interesse bei Besuchern. All die Besonderheiten möchte Müllenhoff künftig noch stärker vernetzen– mit besten Aussichten vom Eisenberg übers Land.

Stets willkommen sind im Verein Interessenten, die als Besucherführer mitarbeiten möchten. Ansprechpartner: Dr. Marc Müllenhoff, Wirtschaftsförderung, Tel. 05631/50264-24.

WLZ – im August 2012


Schauspielern für guten Zweck

Goldhäuser Theatergruppe spendet 1000 Euro an ökumenischen Hospizverein

PressebildDr. Irmgard Brachmann und Christine Bernhardt-Engemann nehmen den symbolischen Spendenscheck der Theatergruppe Goldhausen entgegen.
Foto: Heimbuchner

Korbach. “Schneetreiben” hieß das Stück, mit dem die Theatergruppe Goldhausen im März zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer begeisterte. Den Erlös der Aufführungen in Höhe von 1000 Euro haben die Darstellerinnen und Darsteller an den Korbacher Hospizverein gespendet.

“Freud und Leid liegen oft so nah beieinander. Wir freuen uns daher, dem Hospizverein zu helfen und damit auch ein Thema zu unterstützen, um das viele Menschen oft einen Bogen schlagen”, erklärte Dirk Straußberg von der Theatergruppe bei der Spendenübergabe.

Christine Bernhardt-Engemann und Dr. Irmgard Brachmann vom ökumenisch-ambulanten Hospiz Korbach sind für die Unterstützung sehr dankbar. “Es ist eine schöne Sache, dass die Theatergruppe Goldhausen mit so einem fröhlichen und lebensfrohen Stück Menschen hilft, die an so etwas nicht mehr teilnehmen können”, sagte Christine Bernhardt-Engemann.

Das Geld kommt der Arbeit des Vereins zugute, der sich nur aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert. Der Verein möchte Sterbenden ein Lebensende in Würde in einer vertrauten Umgebung mit Selbstbestimmtheit und Schmerzfreiheit ermöglichen. Ob Gespräche, gemeinsames Beten, Vorlesen, aber auch beispielsweise Fahrdienste für Angehörige und vieles anderes mehr gehören zu den Aufgaben.

Die Theatergruppe Goldhausen ist eine Sparte des sehr aktiven Vereins “Unser Dorf Goldhausen” und erfreut die Goldhäuser und zahlreiche Gäste alle zwei Jahre mit einem gelungenen und kurzweiligen Theaterstück. (hei)

WLZ – im Mai 2012


Jens-Kulick-Gang im Bergwerk eröffnet

Verein “Historischer Goldbergbau” in Goldhausen startet mit Führungen in die neue Saison

PressebildDie Saison ist eröffnet – bis zum 31. Oktober werden wieder Führungen im Goldhäuser Besucherbergwerk angeboten: Werner Grebe (links) führte am Sonntag die erste Gruppe in der neuen Saison in die größte historische Goldlagerstätte Deutschlands.

Pünktlich zum zehnjährigen Bestehen des Vereins “Historischer Goldbergbau” wurde am Sonntag ein neuer Seitengang im Besucherbergwerk Goldhausen eröffnet: Der Jens-Kulick-Gang ist die neue Attraktion.

Von Marianne Dämmer

Korbach-Goldhausen. Der Landesgeologe und Heimatforscher Dr. Jens Kulick († 1996) erspähte in den 1960er-Jahren die Fossilien in der “Korbacher Spalte”, setzte sich über Jahrzehnte für die Fundstelle ein – und ging in den 70er-Jahren ans Werk, um die Goldhäuser Burgruine freizulegen und den Goldbergbau zu erforschen. Ihm zu Ehren benannten die Goldhäuser “Goldgräber” den neuen Querschlag des Besucherbergwerks “Jens-Kulick-Gang”, erklärte Wolfgang Behle, Vorsitzender des Vereins Historischer Goldbergbau am Sonntagvormittag beim Start in die neue Saison: “Er hat so viel für Korbach und den Goldbergbau getan.” Der neue Seitengang ist rund 200 Meter lang, wurde mit viel Eigenleistung, ehrenamtlicher Hilfe und Sponsorengeldern gebaut – und durfte am gestrigen Sonntag erstmals offiziell “befahren” werden.

PressebildUwe und Holger Kulick waren zur Eröffnung des neuen Jens-Kulick-Gangs im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen eigens angereist – im Bild mit Goldmarie Jana Möseler, Vereinsvorsitzendem Wolfgang Behle, Bürgermeister Klaus Friedrich und Pfarrer i.R. Walter Hellwig. (v. l.). Fotos: Marianne Dämmer

Für Kulicks Söhne Holger und Uwe war die Namensgebung ein bewegender Moment. “Das, was der Verein hier inzwischen geschaffen hat, geht über alles hinaus, was unser Vater in den 90er-Jahren angedacht hatte”, sagte Holger Kulick. “Wäre er noch unter uns, würde er sich sehr darüber freuen”, versicherte er. Zuvor hatte Pfarrer i. R. Walter Hellwig, zugleich stellvertretender Vorsitzender, eine Bergwerksandacht gehalten, in der er das gefährliche Leben der Bergarbeiter in den Blickpunkt rückte – anhand des Schicksals von Linnart Schatzer, der 1521 im Goldhäuser Bergwerk einen schweren Unfall erlitt – und überlebte. Wolfgang Behle blickte stolz auf die Geschichte des Vereins zurück, der im Juli 2002 aus der Taufe gehoben wurde; inzwischen gehören ihm 115 Mitglieder an.

PressebildDer gemischte Chor Eisenberg unter Leitung vom Arno Huthwelker umrahmte die Saisoneröffnung musikalisch.

Pressebild2200 Besucher fanden im Jahr 2011
den Weg ins Bergwerk.

“Ohne das Besucherbergwerk wäre Korbach nur halb so goldrichtig”, sagte Goldmarie Jana Möseler und erklärte die neue Saison schließlich für eröffnet. Bis zum Nachmittag bot der Verein Führungen. Unterdessen hatte er auch am Zechenhaus am Dorfgemeinschaftshaus die Pforten geöffnet, präsentierte dort die Ausstellung, die Einblick in die rund 800-jährige Geschichte des Bergbaus am Eisenberg gibt.

WLZ – im April 2012


Bergwerk wird wieder eröffnet

Korbach-Goldhausen. Helm auf, Gummistiefel an und hinein in Deutschlands reichste Goldlagerstätte: Am Sonntag, 15. April, wird am Besucherbergwerk in Goldhausen die Saisoneröffnung gefeiert. Um 11 Uhr hält Pfarrer i.R. Walter Hellwig am Eingang zum Bergwerk eine Andacht; der gemischte Chor Eisenberg sorgt für den musikalischen Rahmen.

Anschließend bietet der Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg zu Sonderpreisen halbstündlich Führungen im Goldbergwerk an. Beginn der Führungen ist um 11.30 Uhr. Die Besucher können sich direkt am Besucherbergwerk einkleiden, dort findet auch die Anmeldung statt. Bis 15.30 Uhr werden die Einblicke in den sagenumwobenen Goldberg gewährt. Die etwas verkürzten Führungen kosten am Eröffnungstag vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder (sechs bis 14 Jahre).

Das Zechenhaus neben dem Dorfgemeinschaftshaus in Goldhausen ist ebenfalls geöffnet. Dort werden weitere Informationen zum Goldbergbau angeboten. Durch die umfangreiche Mineralienausstellung wird ebenfalls geführt. Es ist möglich, im Zechenhaus kleine Goldstufen und Goldflitter zu erwerben. An der neuen Goldwaschanlage kann jeder sein Glück versuchen und vielleicht ein paar goldige Flitter mit nach Hause nehmen.

Für das leibliche Wohl ist mit Würstchen und Getränken sowie Kaffee und Kuchen direkt am Goldbergwerk gesorgt.

Der Verein freut sich auf viele Besucher an Deutschlands reichster Goldlagerstätte, die seit 1996 als einmaliges Dokument mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bergbaus unter Denkmalschutz steht. Der Aussichtsturm, die Ruine des Waldecker Grafenschlosses und der Lehrpfad “Goldspur” auf dem Eisenberg laden zu weiteren Entdeckungen ein. (r)

WLZ – im April 2012


Gut gelacht beim verpatzten “Blind Date”

Theatergruppe Goldhausen führt das Stück “Schneetreiben” im DGH erfolgreich auf

Mit der Komödie “Schneetreiben” hat die Theatergruppe Goldhausen die Doppelmoral auf die Schippe genommen.

Von Armin Hennig

Korbach-Goldhausen. Das Phänomen ist bekannt: viele tun’s und keiner will’s gewesen sein, jeder kennt gewisse Fernsehformate, aber keine will sie je gesehen haben. In Georg Ludys Komödie “Schneetreiben” zeigt sich, wozu die Mitmenschen in der Lage sind.

PressebildEva (Sylvia Bartmann) und Udo (Ingo Scriba) haben auf dem Eisenberg zueinander gefunden, Gerlinde und Udo Filzer (Petra Thielemann, Andreas Emde, v. l.) haben noch Gesprächsbedarf.

Angefangen bei Wirtin Eva Keck (Sylvia Bartmann), die ihre abgelegene Pension auf dem Eisenberg als idealen Blind-Date-Treffpunkt neu positionieren will und bei der Einstellung von Mithilfe Alwine (Uschi Benischke) schnell lernen muss, dass ihr Mädchen für alles die 0900-Ruf-mich-an-Nummer voll drauf hat und aus dem Stand eine perfekte “Pole”-Show mit dem Besenstiel durchziehen kann.

Nach Ansicht ihrer Chefin könnte die permanent Selbstgebrannten nachschüttende Putz- und Rezeptionskraft aufgrund ihrer Fahne glatt als “vollbiologischer Flammenwerfer” eingesetzt werden. Aber ohne ihre letzte Fuselattacke auf den Gerichtsvollzieher hätte sich der Kuckuck wohl unlängst in der Pension Himmelstörle häuslich niedergelassen. Nun soll das Blind-Date-Wochenende frisches Geld für Steuerschulden bringen und aufgrund des Winterwetters verschlägt es zwei abenteuerlustige Freunde und deren ahnungslose, aber dennoch aufgeschlossene Partner in die Pension, deren Schlüssellöcher die wackere Alwine erst einmal entstauben muss.

Udos prollige Verlobte

PressebildUschi Benischke spielte die Rolle der Alwine gekonnt.

Als Freizeitdichterin an der Rezeption und allzeit bereite Hilfskraft in allen Lebens- und Liebesangelegenheiten hatte Uschi Benischke vom ersten Reim an die Lacher auf ihrer Seite. Als Pensionswirtin, die eigentlich nur kuppeln wollte, aber zuletzt selbst an den Richtigen gerät, gestaltete Eva Keck souverän das ganze Spektrum von reserviert über verwirrt bis verliebt. Als technisch versierter Sympathieträger war Kfz-Mechaniker Udo Blinker (Ingo Scriba) im Verlauf des Stückes gewissermaßen die Idealbesetzung bei jeder der vier Frauen in der eingeschneiten Pension auf dem Eisenberg, bis er am Ende der Verwirrspiele bei seiner Eva landete. Während Ingo Scriba als Udo Blinker eine souveräne Rolle zu füllen hatte, taumelte sein Kumpel Willi Filzer, gespielt von Andreas Emde, angesichts der überraschenden Präsenz von Gattin Gerlinde (Petra Thielemann) von einer Verlegenheit in die nächste. Andreas Emde überzeugte als Nervenbündel wie als Großschnauze, die ganz schnell kleinlaut wird. Und Petra Thielemann ließ nur einmal ihre Tarnung als “stilles Wasser” fallen, als sie allzu aufmerksam um Udo Blinker herum scharwenzelte.

PressebildDie schrille “Göre” (Carmen Hartmann) küsst ihren Strumpfhosenvertreter (Jens Hartmann). Fotos: Armin HennigKorbach

Carmen Hartmanns erste Auftritte als Udos prollige Verlobte machten sämtliche Fluchtgedanken des Heiratskandidaten plausibel, hinreißend komisch war sie als schrille Göre allemal. Erst recht nachdem der vermeintliche TV-Produzent als Strumpfhosenvertreter, gespielt von Jens Hartmann, enttarnt wurde. Am Ende hatten sich zwei Paare gefunden, und die Pension auf dem Eisenberg war frei von Steuerschulden.

Für 2014 hat Dirk Straußberg als Vorsitzender des Theatervereins neben einer Komödie auch ein Kinderstück in Aussicht gestellt. Mit den Liedern “Für alle” und “Ich wollte nie erwachsen werden” hatte der gemischte Chor Eisenberg die Aufführung im Dorfgemeinschaftshaus eröffnet.

WLZ – im April 2012


Verwirrungen im “Himmelstor”

Theatergruppe Goldhausen bringt Komödie auf die Bühne · Premiere am 30. März

PressebildPressebildNeuen Schwung bringt die Blind-Date-Idee der Wirtin Eva in die kleine Pension “Himmelstor”.

Erst bei der Premiere wird sich der Vorhang öffnen – bis dahin probt die Theatergruppe Goldhausen fleißig. Fotos: Ines Kubat

Das Stück “Schneetreiben”, das wird die neunköpfige Laienspielgruppe Goldhausen am Freitag, 30., und Samstag, 31. März, im Dorfgemeinschaftshaus aufführen.

Korbach-Goldhausen. Ein paar Gehörne an der Wand, ein kitschiger Weihnachtsbaum in der Zimmerecke und über der Tür hängt fast mahnend ein Bild von zwei betenden Händen – so präsentiert sich die kleine Pension “Himmelstor” ihren Gästen: gutbürgerlich, ein bisschen konservativ und kurz gesagt etwas in die Jahre gekommen. Grund genug für die eifrige Wirtin Eva Keck, ein bisschen neuen Wind in das Geschäft zu bringen – ihre folgenreiche Idee ist es, von nun an Blind-Date-Wochenenden anzubieten.

Regie: Armin Bartmann

Seit 2000 spielt das Ensemble gemeinsam und präsentiert in jedem zweiten Jahr eine neue unterhaltsame Komödie. Doch dieses Mal haben sich die Theaterbegeisterten mit dem Dreiakter von Georg Ludy ein hohes Ziel gesetzt, berichtet die mitwirkende Schauspielerin Petra Thielemann: Denn anders als sonst sei die Bühne unterteilt in zwei separate Räume – die Figuren sehen einander demnach nicht, während sie parallel mit ihrer eigenen Geschichte beschäftigt sind. Somit ist also nicht nur überzeugendes schauspielerisches Können, sondern auch später ein wenig Fantasie des Publikums gefragt.

Seit Januar laufen die Vorbereitungen zu dem Stück. Schon seit Längerem steht das Bühnenbild, und die Souffleuse Ulla Bachmann muss nur noch manchmal den richtigen Einsatz zuflüstern. Damit dann bei der Premiere der Text ganz parat ist, probt die Theatergruppe derzeit fleißig unter der Regie von Armin Bartmann und lässt die Geschichte der Pension “Himmelstor” immer wieder auf der Bühne erscheinen: Dabei geht es um die Stammtischbrüder Willi und Udo, die eigentlich in festen Beziehungen sind, aber eine kleine Abwechslung erleben wollen und sich daher auf arrangierte Blind-Dates in der kleinen Pension einlassen.

Doch das namensgebende Schneetreiben lässt nicht nur unerwartete Gäste erscheinen, sondern schließt die ganze Gesellschaft zudem auf unbestimmte Zeit in der Pension ein. Welche Verwechslungen und Missverständnisse die Figuren in die Irre führen, welche Tarnungen am Ende entlarvt werden und was es mit der ominösen Likörflasche der trinkfesten Angestellten Alwine auf sich hat, davon können sich die Zuschauer in dem kurzweiligen Schwank selbst überzeugen. Einen kleinen Hinweis gibt aber bereits die Wirtin: “Heute geht alles schon ein bisschen drunter und drüber”, seufzt Eva.

Spenden statt Eintrittsgeld

Die Vorstellungen am Freitag, 30., und Samstag, 31. März, beginnen jeweils um 20 Uhr. Am Samstag gibt es zusätzlich eine Aufführung um 14.30 Uhr. An das Publikum werden keine Karten verkauft: Vielmehr wird am Ende um eine großzügige Spende gebeten. Denn der Erlös der Freitagsvorstellung wird an das Korbacher Hospiz gespendet. Die Einnahmen der Vorstellungen am Samstag kommen dem Goldhäuser Verein “Unser Dorf” zugute. Für musikalische Unterhaltung in den Pausen sorgt am Freitag der gemischte Chor Eisenberg, am Samstagabend tritt der Acappella-Chor “Herzklopfen” aus Goddelsheim auf. (ik)

WLZ – im März 2012


Der Lockruf des Goldes

Saisonstart am 15. April im Goldbergwerk · Wolfgang Behle bleibt Vereinschef

PressebildDer Saisonstart im Goldbergwerk ist stets ein besonderes Erlebnis. Mit von der Partie war im Vorjahr auch Korbachs Goldmarie Jana Möseler (l.). Die neue Saison beginnt am 15. April am Eisenberg. Archivfoto: Jörg Kleine

Korbachs “Goldgräber” sind präpariert für den Saisonstart: Am 15. April öffnet das Besucherbergwerk in Goldhausen. Neue Attraktionen locken zur größten historischen Goldlagerstätte Deutschlands.

Von Jörg Kleine

Korbach-Goldhausen. Führungen zum Sonderpreis, Goldwaschen, Mineralienausstellung und viele Informationen rund um das edle Erz erwarten Besucher zur Saisoneröffnung. Los geht’s am Sonntag, 15. April, um 11 Uhr am Eisenberg in Goldhausen.

Vorm Eingang zum Unteren-Tiefen-Tal-Stollen macht Pfarrer i. R. Walter Hellwig den Auftakt mit einer Bergwerksandacht. Musikalisch begleitet der Gemischte Chor Eisenberg.

Ab 11.30 Uhr können Besucher bei Führungen das einzigartige Goldbergwerk entdecken. Die vergünstigten Führungen zum Saisonauftakt dauern 30 Minuten und kosten vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder bis 14 Jahre. Helme, Jacken und Geleucht stehen für alle Besucher bereit.

Im Zechenhaus am Dorfgemeinschaftshaus öffnet der Verein “Historischer Goldbergbau” ebenfalls die Pforte. Die Ausstellung gibt Einblick in rund 800 Jahre Bergbaugeschichte am Eisenberg. Auch für Essen und Trinken ist gesorgt.

Mehr Erlebnis im Stollen

Stolz ist der Verein vor allem auf eine neue Attraktion im Besucherstollen: Erstmals steht ein Seitengang von rund 200 Metern für Gäste offen. Mit viel Eigenleistung und ehrenamtlicher Hilfe hat der Verein den “Querschlag” mitten im Besucherbergwerk gesichert und hergerichtet.

Informationstafeln geben Hinweise zur harten Arbeitswelt unter Tage. Exemplarisch ist auch ein modernerer Arbeitsplatz dort inszeniert, der den Kontrast zeigt zum mittelalterlichen Bergbau, der in Goldhausen im 15. Jahrhundert eine erste Blüte erlebte.Blühend ist auch das Vereinsleben in Goldhausen. Seinen zehnten Geburtstag feiert der Verein im laufenden Jahr, wie Vorsitzender Wolfgang Behle zuletzt beim Jahrestreffen resümierte. 42 Mitglieder zählte der Verein bei der Gründung, aktuell sind es 113. Weitere Mitglieder sind jederzeit willkommen.

Vor zehn Jahren gegründet

Die erste vollständige Saison erlebte das Besucherbergwerk 2004. Seither haben über 15 000 Gäste die goldene Unterwelt am Eisenberg erkundet. Dabei ist das Publikum international aus aller Herren Länder.

Rustikal mit Helm und Stiefeln geht es hinein in Korbachs Hausberg. Auf eine Art “Disney-World” haben die “Goldgräber” am Eisenberg bewusst verzichtet: Besucher sollen das mittelalterliche Industriedenkmal authentisch entdecken.

Zum Erlebnis tragen kräftige Investitionen seit 2002 bei. Durch Beiträge, viele Spenden, Unterstützung von Land und insbesondere der Stadt Korbach hat der Verein immer mehr zu bieten für Besucher. Weitere Vitrinen, ein Monitor für Schaubilder, Erneuerung der Bergmannsausrüstung sind aktuell geplant, erklärt Schatzmeister Karl-Helmut Tepel.

Viel Lob hatte Bürgermeister Klaus Friedrich bei der Jahreshauptversammlung für den Verein parat. Der Besucherstollen sei ein touristisches Glanzlicht für die Kreisstadt.

Eine großzügige Spende überreichte beim Jahrestreffen die Altstadtbäckerei Tent. Als Spezialität bot die Bäckerei im vergangenen Jahr Christstollen aus dem Bergwerk an.

Personelle Veränderungen gibt es im Vorstand des Vereins. Claus Günther (früher Stadtmarketing) ist von Korbach beruflich an den Edersee gewechselt, aus gesundheitlichen Gründen stand Dieter Stede nach vielen Jahren engagierter Arbeit bei der Neuwahl nicht zur Verfügung.

Chef des Vereins bleibt Wolfgang Behle. Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Walter Hellwig, Schriftführer und Geschäftsführer des Vereins wurde Günthers Nachfolger Dr. Marc Müllenhoff, neuer Tourismusexperte der Stadt.

WLZ – im März 2012


Goldhäuser Sänger ziehen Jahresbilanz

Besondere Ehrung für Hildegard Saure

PressebildHildegard Saure wurde für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt. Walter Thielemann, Günther Vahland und Arno Huthwelker (v.l.) gratulierten. Foto: pr

Korbach-Goldhausen. Zur Jahreshauptversammlung trafen sich die Mitglieder des gemischten Chores Eisenberg im Dorfgemeinschaftshaus Goldhausen. Vorsitzender Günther Vahland begrüßte 33 Mitglieder und blickte mit Schriftführerin Ilselore Jost auf das vergangene Jahr zurück.

Chorleiter Arno Huthwelker dankte den Sängerinnen und Sängern für die gute Zusammenarbeit. Sein besonderer Dank galt seinen “Ersatzdirigenten” Hartmut Scharfe und Reinhold Krüger.

Weiterhin hob er hervor, dass dem Chor mit Marianna Zenke, Micha Zenke und Walter Thielemann drei neu ausgebildete Chorhelfer zur Verfügung stehen. Mehrere Auftritte absolvierten die Sänger 2011, unter anderem bei der Bergwerkseröffnung in Goldhausen, beim Bezirkskonzert in Helmscheid, beim Altstadt-Kulturfest und beim Kirchenkonzert in Kirchlotheim.

Auch in diesem Jahr hat der gemischte Chor schon einige Auftritte eingeplant – am 18. März: Liedernachmittag in Fürstenberg, 30. März: Theaterabend in Goldhausen, 15. April: Bergwerkseröffnung, 6. Mai: Frühlingsfest am Dorfgemeinschaftshaus, 20. Mai: Frühlingsfest in Nordenbeck, 10. Juni: Bezirkskonzert in Strothe, 17. Juni: Sängerfest in Immighausen, 30. Juni: Altstadt-Kulturfest in Korbach.

Die Chormitglieder treffen sich immer mittwochs um 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Goldhausen zum Probenabend. Wer sich einmal unverbindlich ein Bild vom Probenbetrieb machen möchte, ist herzlich willkommen. (r)

WLZ – im Februar 2012


Zenke seit 60 Jahren in der Feuerwehr

Goldhäuser Brandschützer ziehen Bilanz · Auszeichnung für ehemaligen Kreisbrandinspektor

PressebildGeehrte und Beförderte: (v.l.) stellvertretender Stadtbrandinspektor Bernd Dittrich, Stadtrat Friedrich Bachmann, Heinrich Zenke, Jörn Vahland, Tobias Westmeier, Roland Fabinger, Micha Zenke (hinten), Silvio Frese, Wehrführer Andreas Sinsch, Nicole Westmeier, Dieter Sinemus, Kerstin Zenke, Ortsvorsteher Wolfgang Behle, stellvertretender Stadtbrandinspektor Carsten Vahland und Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt. Foto: pr

Vorsitzender und Wehrführer Andreas Sinsch verwies in seinem Bericht bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Goldhausen auf viele Aktivitäten im vergangenen Jahr.

Korbach-Goldhausen. Insgesamt leisteten die Ehrenamtlichen 1800 Stunden Dienst. Bei sieben Einsätzen wurde die Goldhäuser Feuerwehr 2011 alarmiert: Zweimal wurden die Wehrleute zur Brandbekämpfung gerufen. Zum einen loderte das Osterfeuer in Hillershausen schon am Karfreitag und drohte sich auszubreiten. Zum anderen brannte im Januar, ebenfalls in Hillershausen, ein Fahrzeug. Hier brauchten die Goldhäuser allerdings nicht mehr auszurücken, weil die Hillershäuser Kameraden den Brand bereits gelöscht hatten.

Technische Hilfe

Bei drei Einsätzen war technische Hilfe zu leisten. Dazu zählten im April eine Ölspur auf der Landstraße Richtung Eppe in Höhe der Abzweigung nach Goldhausen, ein Verkehrsunfall an fast gleicher Stelle im Oktober und ein weiterer Verkehrsunfall auf der Landstraße Richtung Goddelsheim hinter Nordenbeck im Mai.

Zwei Alarmierungen stellten sich als Fehlalarm heraus. Dies waren im Februar eine Rauchentwicklung in einem Metzgereigebäude in Eppe, bei der kein Brandherd festgestellt werden konnte, sowie ein nicht angemeldetes Feuer im Wald am Heimberg hinter Nieder-Schleidern Mitte November.

Um gut für solche Einsätze gerüstet zu sein, nehmen Ausbildung und Übungsabende einen großen Teil des Feuerwehrdienstes ein. Die Wettkampfvorbereitung hat daran einen großen Anteil. Nicht zuletzt wird dabei auch sehr viel feuerwehrtechnisches Wissen erworben und gefestigt. Realistische Einsatzübungen mit Alarmierung mussten sogar zweimal absolviert werden. Außerdem erwähnte Wehrführer Sinsch eine besondere Gelegenheit, den Einsatz bei Verkehrsunfällen zu üben. Fünf Goldhäuser Kameraden konnten in Sachsenhausen an einem zweitägigen professionellen Seminar teilnehmen.

Von der Teilnahme an Wettkämpfen, bei denen gute Platzierungen erreicht werden konnten, berichtete Sinsch ebenfalls. Zwei erste Plätze wurden bei Pokalwettkämpfen in Mehlen und Sachsenhausen belegt.

Beim Stadtpokalwettkampf konnte eine Mannschaft den zweiten Platz und die zweite Mannschaft Platz fünf erringen. Auch bei den hessischen Feuerwehrleistungsübungen wurden gute Leistungen erbracht. So konnte jeweils der zweite Platz beim Kreisentscheid in Korbach und auch beim Bezirksentscheid in Rotenburg (Fulda) erreicht werden. Beim Landesentscheid in Lorsch wurde der neunte Platz belegt.

Fahrt der Vereine

Neben Einsätzen und Wettkämpfen blickte Vorsitzender Sinsch auch auf die Vereinsaktivitäten zurück. Hier erwähnte er insbesondere eine gemeinsame Fahrt aller Goldhäuser Vereine, welche diesmal von der Feuerwehr organisiert wurde. Eine Stadtführung in Fulda sowie die Besichtigung einer Schnapsbrennerei in Schlitz standen auf dem Programm. Eine Besonderheit dieser Fahrt war, dass auch sechs Mitglieder der befreundeten Feuerwehr aus Vysoké Mýto (Tschechien) teilgenommen haben. Diese waren für ein Wochenende zu Besuch.

Jugendwart Stefan Frese berichtete über die rege Teilnahme der Jugendlichen an vielfältigen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Gute Platzierungen bei der Teilnahme an Wettbewerben konnte die Jugendwehr auch 2011 wieder erzielen, etwa den Gewinn des Stadtpokals in Lelbach und eines Pokalwettbewerbs in Sachsenhausen sowie den zweiten Platz beim Kreiszeltlager in Adorf.

Nach den Grußworten von Stadtrat Friedrich Bachmann, Ortsvorsteher Wolfgang Behle und Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt wurden noch einige Ehrungen und Beförderungen vorgenommen. Als besondere Ehrung für 60-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr überreichte Stadtbrandinspektor Schmidt eine Ehrenurkunde und Nadel des kurhessischwaldeckschen Feuerwehrverbandes an Heinrich Zenke. Er würdigte dabei auch die lange aktive Dienstzeit Zenkes von seinem Eintritt in die Feuerwehr über die Zeit als Wehrführer bis hin zur Tätigkeit als Kreisbrandinspektor.

Dieter Sinemus wurde für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Außerdem überreichte Schmidt das Feuerwehrleistungsabzeichen in Eisen an Roland Fabinger und Tobias Westmeier, in Bronze an Silvio Frese und in Silber an Nicole Westmeier.

Er beförderte Jörn Vahland zum Feuerwehrmannanwärter, Roland Fabinger und Tobias Westmeier zu Oberfeuerwehrmännern, Nicole Westmeier zur Hauptfeuerwehrfrau, Micha Zenke zum Hauptfeuerwehrmann sowie Kerstin Zenke zur Hauptlöschmeisterin. (r)

WLZ – im Januar 2012

Presseberichte 2011

Presseberichte 2011


Rekordbesuch im Goldberg

Viel ehrenamtliche Leistung, kräftig investiert für Besucher am Eisenberg

PressebildDer Saisonauftakt 2011 im Goldbergwerk verlief nach Maß, auch Korbachs Goldmarie Jana Möseler (l.) war dabei. Am Wochenende zog der Verein eine erfreuliche Bilanz beim Treffen der Besucherführer in Goldhausen (kleines Bild). Fotos: Kleine

Das Goldbergwerk verzeichnet ein Rekordjahr. Rund 2700 Besucher erlebten 2011 Deutschlands größte historische Goldlagerstätte im Eisenberg.

Von Jörg Kleine

Korbach-Goldhausen. Vereinschef Wolfgang Behle und Kassierer Karl-Helmut Tepel durften strahlen am Wochenende. Rund 250 Besuchergruppen bescherten dem Verein “Historischer Goldbergbau Eisenberg” seit dem Auftakt 2004 die bislang erfolgreichste Saison, resümierte Tepel beim Abschlusstreffen der Besucherführer in Goldhausen. Das Jahr war geprägt von Projekten und hohem ehrenamtlichen Einsatz im Verein. Besonderes Lob verdiente sich Friedrich Bachmann, der das Gros der Besucherführungen im “Unteren-Tiefen-Tal-Stollen” leistete.

Goldwaschanlage, Info-Terminal und neue Schautafeln im Stollen steigerten in den vergangenen drei Jahren den Erlebniswert für Besucher. Eine Bohrung von oben (Bewetterung) rund 50 Meter durch den Eisenberg in einen Seitengang eröffnete rund 200 Meter zusätzliches Erlebnis.

Der Verein hat diesen “Querschlag” inzwischen für Besucher hergerichtet. Zu sehen sind geologische Besonderheiten, aber auch Darstellungen der harten Arbeitswelt früherer Bergleute. Zusätzlich hat der Verein in Ausrüstung für Gäste investiert – von Kinderstiefeln bis zur neuen Helmbeleuchtung.

Insgesamt investierte der Verein in den vergangenen drei Jahren rund 63 000 Euro. Hilfe brachten dabei Fördermittel aus dem europäischen Leader-Programm, Spenden und Unterstützung der Stadt Korbach. Nicht zu vergessen viel Muskelschmalz der Mitglieder und weiterer ehrenamtlicher Helfer.

Auf sehr gute Resonanz beim Treffen der Besucherführer stieß das neue Buch von Dr. Wolfgang Homann zu den Goldvorkommen in Waldeck-Frankenberg, in dem der Eisenberg eine besondere Rolle spielt (wir berichteten). Das umfassende Werk ist im heimischen Buchhandel erhältlich: “Gold und Schwerminerale aus dem Eisenberg-Edergebiet und benachbarten Regionen des Ostrheinischen Schiefergebirges”.

Im Verein richtet sich der Blick derweil schon auf die nächste Saison, die Mitte April 2012 mit Gottesdienst und Sondervorführungen für Besucher beginnen wird.

WLZ – im November 2011


Goldhausen mischt mit

Korbach. Korbach und Goldhausen liefern sich bei den Seniorenschützen im Kreis Eisenberg ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Beide haben die ersten vier Begegnungen mit dem Luftgewehr aufgelegt für sich entschieden, die Korbacher wirken dabei bisher souveräner.

In der dritten Runde dominierten die Korbacher Schützen. Hans Karolyi gelang es, mit der vollen Trefferzahl von 300 Ringen dem Mannschaftsergebnis noch ein Sahnehäubchen aufzusetzen. Mit einer nochmaligen Steigerung um einen Ring gelang den Korbacher Sportfreunden in der vierten Runde ein weiteres sehr gutes Mannschaftsergebnis – ihre Gegner aus Goddelsheim sind in dieser Saison dagegen noch nicht richtig in Fahrt gekommen.

Das scheint aber den Goldhäusern gelungen zu sein: Sie steigerten sich gegenüber der letzten Runde um 18 Ringe. Berndorf konnte mit einem mittelmäßigen Ergebnis in Lengefeld punkten, deren Leistungsträger weit unter ihren Möglichkeiten schossen. Zu einem seltenen Remis kam es in der Begegnung zwischen Heringhausen und Meineringhausen. (r)

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Die Stadtmeisterschaft der Korbacher Sportschützenvereine ist Geschichte. Ausrichter der 30. Auflage waren die Lengefelder Schützen. Fünf Mannschaften mit je sieben Schützen gingen an den Start; jedes Team bestand aus vier Gewehr-, einem Oldie- und zwei Pistolenschützen.

Stadtmeister wurden die Meineringhäuser mit insgesamt 1267 Ringen. Auf dem zweiten Platz folgten die Gastgeber aus Lengefeld mit 1201 Ringen vor den Goldhäuser Schützen mit 1178 Ringen. Korbach mit 1157 und Eppe mit 1153 Ringen komplettierten das Feld. Bester Gewehrschütze war der Meineringhäuser Hans Hankel mit 187, bester Pistolenschütze der Goldhäuser Eric Otto mit 177 und bester Oldie-Schütze (Gewehr aufgelegt) Wilhelm Frömel mit 193 Ringen. (r/Foto: pr)

Wettkampfrunde 3
Berndorf – Korbach 874:892
Usseln – Heringhausen 862:863
Goddelsheim – Lengefeld 842:862
Meineringhausen – Goldhausen 866:870

Beste Schützen: Hans Karolyi (Korbach) 300 Ringe, Herbert Weisen (Heringhausen) 297, Heinrich Finger (Usseln) 295, Helmut Schmidt (Meineringhausen) und Fritz Wilhelmi (Berndorf) je 293, Erich Becker (Goldhausen) und Heinz Friedewald (Lengefeld) je 292, Wilfried Behle (Goddelsheim) 283

Wettkampfrunde 4
Lengefeld – Berndorf 854:868
Korbach – Goddelsheim 894:837
Goldhausen – Usseln 888:864
Heringhausen – Meineringhausen 860:860

Beste Schützen: Hans Karolyi und Werner von Kiedrowski (beide Korbach) je 299 Ringe, Erich Becker (Goldhausen) 298, Herbert Weisen (Heringhausen) 295, Fritz Wilhelmi (Berndorf) 293, Christian Gerlich (Usseln) 291, Wolrad Blecher (Meineringhausen) 288, Dieter Müller (Lengefeld) 286, Michael Binder und Friedrich Lippeke (beide Goddelsheim) je 280

1. Korbach 3559 8:0
2. Goldhausen 3498 8:0
3. Heringhausen 3441 5:3
4. Berndorf 3484 4:4
5. Lengefeld 3428 4:4
6. Meineringhausen 3471 3:5
7. Usseln 3452 0:8
8. Goddelsheim 3378 0:8

WLZ – im November 2011


Süßes Gold reift tief im Korbacher Eisenberg

Sechs Wochen bei acht Grad und konstanter Luftfeuchtigkeit:
Altstadtbäckerei lagert Stollen im Bergwerk

PressebildStollen aus dem Goldbergwerk in Goldhausen: Gerhard und Carolin Tent von Altstadtbäckerei und -café sowie Wolfgang Behle vom Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg. Foto: Lutz Benseler

Stollen aus dem Stollen: Die Korbacher Altstadtbäckerei lässt das weihnachtliche Gebäck sechs Wochen im Goldhäuser Goldbergwerk reifen.

Von Lutz Benseler

Korbach-Goldhausen. Die dunklen Felsen verschlucken den letzten Rest Tageslicht, immer tiefer geht es in den Eisenberg hinein. Jetzt spenden nur noch die Grubenlampen an den Helmen spärliche Helligkeit. Wolfgang Behle vom Verein Historischer Goldbergbau geht voran und öffnet das Gitter vor einem noch nicht für Besucher geöffneten Querschlag, der Spuren des moderneren Bergbaus seit 1974 zeigt. Damals begann das Landesamt für Geologie den Goldbergbau und die Geologie am Eisenberg neu zu erforschen.

Deutlicher Unterschied

Bald soll dieser Teil des Bergwerks auch für Führungen zugänglich gemacht werden. Seit sechs Wochen lagern hier die ersten 25 Stollen aus der Altstadtbäckerei – ein Versuch. Bäckermeister Gerhard Tent schneidet einen Stollen an. Er sieht aus wie frisch gebacken, schmeckt butterweich und aromatisch. Der Unterschied ist deutlich: die Puderzuckerschicht auf dem ein paar Tage alten Vergleichsstollen aus dem Laden ist geschmolzen, die Konsistenz des Teigs schon etwas trocken und krümelig. Das Experiment ist geglückt: “Er bleibt frisch und ist auch bekömmlicher. Ich bin sehr zufrieden”, sagt Gerhard Tent.

Nur der Korbacher Bäcker selbst glaubte von Anfang an an die Idee, die Bergbauvereinsmitglied Dieter Stede vor drei Jahren aufs Tapet brachte. Die Wetten standen fünf zu eins, dass es nicht klappt. Auch Tochter Carolin war skeptisch. Jetzt wird sie im Altstadtcafé die ersten Exemplare zum Probieren anbieten. Die nächsten 50 Stollen sind schon eingelagert, weitere 50 sollen folgen. “Wenn es gut angenommen wird, machen wir im nächsten Jahr noch mehr”, sagt Carolin Tent.

Die Lagerbedingungen im Goldbergwerk sind für die weihnachtliche Kuchen-Spezialität ideal. Die Luft ist sauber, die Temperatur liegt das ganze Jahr konstant bei acht Grad und auch die Luftfeuchtigkeit verändert sich nicht. Der Stollen nach traditionellem Familienrezept trocknet nicht aus, die Aromen haben Zeit, sich zu entfalten.

Zugegeben, die Idee ist in der Region nicht neu: Schon seit mehr als zehn Jahren lässt der Willinger Bäcker Wolfgang von der Heide Christstollen in der ehemaligen Schiefergrube Christine reifen. “Aber ein Stollen aus einem Goldbergwerk, das ist einmalig”, entgegnet Gerhard Tent.

WLZ – im November 2011


Wehren gerüstet für Ernstfall

Alarmübung in Goldhausen: Wohnungsbrand auf einem Bauernhof simuliert

PressebildÜben für den Ernstfall: die Einsatzkräfte der Feuerwehren beim Eindringen in das stark verrauchte Gebäude. Foto: pr

Trotz der zahlreichen – zum Teil auch spektakulären – Einsätze der vergangenen Tage wird die Ausbildung bei den Korbacher Wehren nicht vernachlässigt.

Korbach-Goldhausen. Das zeigt eine Übung, bei der die Einsatzkräfte am Montagabend im Kirchspiel Ense gefordert waren. Gegen 18 Uhr heulten die Sirenen in Goldhausen, Nordenbeck, Nieder-Ense und Ober-Ense. Angenommen wurde ein Wohnungsbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in der Straße Zum Klusenberg in Goldhausen.

Das zurzeit leerstehende Wohnhaus bot ideale Bedingungen, um einen realistischen Innenangriff mit Menschenrettung zu proben. Im mit Übungsrauch stark verqualmten Gebäude galten drei Personen als vermisst. In kürzester Zeit war die Goldhäuser Wehr vor Ort und leitete die Menschrettung ein. Die Wehren aus Nordenbeck, Nieder-Ense und Ober-Ense folgten in kurzen Zeitabständen. Drei Trupps unter Atemschutz spürten die vermissten Personen im Gebäude auf, trugen diese aus dem Haus und übergaben sie anschließend dem Rettungsdienst. Die weiteren Kräfte sorgten für eine ausreichende Wasserversorgung aus drei unterschiedlichen Hydranten und nahmen die Brandbekämpfung von außen vor. Neben Riegelstellungen zur Absicherung der Wirtschaftsgebäude wurde auch ein Wasserwerfer zur Abschirmung der Nachbargebäude in Stellung gebracht. Die beiden stellvertretenden Stadtbrandinspektoren Carsten Vahland und Bernd Dittrich waren sehr zufrieden mit den gezeigten Leistungen der rund 35 eingesetzten Kräfte.

Bei der anschließenden Besprechung erläuterten die jeweiligen Gruppenführer nochmals die eingeleiteten Maßnahmen.

Ortsvorsteher Behle machte sich – neben zahlreichen weiteren Goldhäusern – ebenfalls ein Bild vom guten Ausbildungsstand der Wehren und dankte im Namen der Bürger für den ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehrleute zum Wohle der Allgemeinheit. (r)

WLZ – im Oktober 2011


Rohre und Kabel für schnelles Internet

Ringschluss von Korbach nach Goldhausen

PressebildEine heimische Baufirma ist in Goldhausen derzeit am Werk, um Rohre für die künftige Datenlei-tung von Unitymedia zu legen. Foto: Kleine

Korbach-Goldhausen. Schnelles Internet für rund 11 000 kabeltaugliche Haushalte, das soll in Korbach Schwung bringen auf die Datenautobahn. Die ersten Leerrohre in Goldhausen sind bereits verlegt, wie Thorsten Peper diese Woche im Parlament erläuterte. Peper ist Leiter der Abteilung Stadtentwicklung im Rathaus.

Von Korbach aus ist eine Baufirma ebenfalls schon aktiv, um Richtung Goldhausen dann den Ringschluss zu schaffen. In der Woche ab 17. Oktober soll ein “Kabelpflug” die Lücke zwischen Kernstadt und Ortsteil schließen.”Unitymedia”, Betreiber des Fernsehkabelnetzes, will durch den Ringschluss künftig Datenübertragungen zwischen 16 und 128 Megabit pro Sekunde anbieten (wir berichteten).

Wer kein Fernsehkabel hat und nur eine langsame Telefonverbindung, für den bietet Vodafone künftig eine schnelle Richtfunk-Lösung mit dem LTE-Netz. Zuletzt waren Messwagen in Korbach und Ortsteilen unterwegs, um die Empfangsstärke auszuloten. Die Vermarktung von LTE-Verbindungen hat in Helmscheid bereits begonnen. Die “Ense-Dörfer” sollen in Kürze folgen. (jk)

WLZ – im Oktober 2011


Bergdorf beweist Gastfreundschaft

Wettbewerb “Unser Dorf hat Zukunft”: Bewertungskommission besucht bei strahlendem Wetter

PressebildPressebildBeobachten, erzählen und notieren: Die Kommission von “Unser Dorf hat Zukunft” spazierte mit den Goldhäusern durch ihren Ort – und machte auch Station in der Konditorei von Isabell Jost.

Bild rechts: Goldschürfen: Goldhausen hat seinen Namen verdient.

“Von allen, für alle”: Das Motto, das sich die Goldhäuser auf die Fahnen geschrieben haben, war auch gestern der Leitfaden beim Besuch der Bewertungskommission von “Unser Dorf hat Zukunft”.

Von Theresa Demski

Korbach – Goldhausen. Auf ihrer langen Reise durch den Landkreis kam die Bewertungskommission gestern Nachmittag in Goldhausen richtig ins Schwitzen: Das lag auf der einen Seite am strahlenden Sonnenstein, den die Goldhäuser pünktlich zum Dorfrundgang gebucht hatten, auf der anderen Seite an der Hanglage der kleinen Ortschaft.

“Ein eigenwilliges Bergdorf mit zehn Buchstaben?” Friedrich Friedewald gab die Antwort für Kreuzworträtselfreunde selbst: “Goldhausen”. Eigenwillig zeigten sich die Menschen in dem Örtchen dann aber nicht, viel mehr begeisterten sie die Kommission mit großer Gastfreundschaft. Ortsvorsteher Wolfgang Behle und viele Goldhäuser, die sich für die Dorfbereisung freigenommen hatten, führten die Gäste durch den Ort, der einst als Siedlung für Bergleute enstand.

Sie präsentierten die Goldwaschanlage hinter dem Dorfgemeinschaftshaus und luden zu einer Reise in die spannende Geschichte des Ortes ein, sie präsentierten stolz ihre neue Eisenberghütte und ließen dann einen ausgiebigen Blick über Felder und Wälder schweifen, bevor sie ihre Aufmerksamkeit der Theatergruppe widmeten. Die begrüßte Gäste und Einheimische in Kostümen mit einer kleinen Szene und wies auf viele gesellige Ereignisse im Ort hin. Ob alte Schule, Brunnen, Hundefriedhof oder Schauwände: Die Goldhäuser ließen keine Station auf ihrem Spaziergang aus.

Auf dem Hof von Familie Jost lud Konditormeisterin Isabell Jost zum Pralinennaschen ein und präsentierte ihre Idee von Räumen zur Pralinenvorführung. Bevor es Richtung Feuerwehr weiterging, stimmte der gemischte Chor sein Heimatlied an. Von Wettkampferfolgen und vielen Stunden Eigenleistung berichtete dann Wehrführer Andreas Sinsch, bevor er die Kommission und die Goldhäuser zum Grillen einlud. Am Ende war Sigrid Göbel von der Kommission überzeugt: “Sie haben uns heute kein Theater vorgespielt, das war wirklich Goldhausen – von allen, für alle”.

PressebildPressebildPressebild

Der Verein “Unser Dorf Goldhausen” spielte eine kleine Theaterszene, als die Kommission vorbeischaute.
Bild mitte: Weiter geht’s: Friedrich Friedewald läutete zum Weitergehen.
Bild rechts: Ein Ständchen in der Pause: Der gemischte Chor aus Goldhausen musizierte für die Kommission.
Fotos: Theresa Demski

WLZ – im August 2011


Doppelsieg: Pokale an Mannschaften aus Goldhausen

24 Teams am Start: Hervorragende Ergebnisse bei den Pokalwettkämpfen

PressebildBei der Siegerehrung freuten sich Jugendliche und Senioren der Goldhäuser Feuerwehr über ihren Doppelsieg. Fotos: Sabine Degenhardt

Waldeck-Sachsenhausen. Acht Seniorenmannschaften und doppelt so viele Jugendmannschaften nahmen an den Pokalwettkämpfen der Sachsenhäuser Feuerwehr teil. “Wir führen diese Wettkämpfe bereits seit 20 Jahren in jedem zweiten Jahr durch”, sagt Vorsitzender Martin Kase.

Die Jugendlichen absolvierten die Kreisübung A, einen Löschangriff mit drei C-Strahlrohren und mussten einen Fragebogen ausfüllen. Die Ergebnisse der Jugendwehren gehen in die Wertung des Florian-Cups ein. Die Senioren traten den Wettkampf mit einem Löschangriff mit Menschenrettung an, der zur Feuerwehrleistungsübung zählt. Kase lobte die Schiedsrichter als “hervorragendes Gespann”. Beim Aufstellen der Pokale bemerkte er, dass der große Wanderpokal gar nicht mehr so gut aussieht. “Vielleicht haben wir ja in zwei Jahren einen neuen Pokal.” Erster Stadtrat Gerhard Germann freute sich über die “super Ergebnisse”.

Platzierungen Senioren: Goldhausen sicherte sich mit 99,63 Prozent den ersten Platz vor Waldeck (93,19 Prozent) und Nieder-Waroldern (90,96). Auf den weiteren Plätzen folgten Ober-Waroldern, Königshagen, Netze, Marienhagen und Alraft.Jugendliche: Goldhausen siegte mit 1647,0 Punkten vor Lelbach (1616) und Bergheim-Giflitz I (1615). Auf den weiteren Rängen: Lengefeld, Sachsenhausen, Helsen, Dehringhausen I, Königshagen, Bergheim-Giflitz II, Korbach, Mehlen, Dehringhausen II, Waroldern, Burgwald II, Löhlbach (Mädchen) und Netze. (sb)

WLZ – im August 2011


Uriges Plätzchen mit Erlebniswert

Eisenberg-Hütte bietet Platz für 110 Gäste · Eröffnung mit Musik

PressebildPressebildEingebettet in die Natur: Die Eisenberg-Hütte am Fuße des Korbacher Hausbergs liegt idyllisch unter alten Laubbäumen. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich Goldbergwerk mit Zechenhaus und Georg-Viktor-Turm. Fotos: Natalie Volkenrath / pr 
Bild rechts: Rustikal-gemütlich: Dicke Rundhölzer sorgen außen wie innen für Wohlfühl-Atmosphäre.

Korbach-Goldhausen. “Gastlichkeit, die begeistert” versprechen die Betreiber der Eisenberg-Hütte in Goldhausen. Der Willinger Hotelier Gert Göbel und der Lengefelder Torsten Schwalenstöcker laden am Samstag und Sonntag zum zünftigen Eröffnungswochenende an den Fuß des Korbacher Hausbergs ein.

Von Natalie Volkenrath

In den Genuss rustikaler Gemütlichkeit kommen die Gäste in Goldhausen bereits seit Gründonnerstag. “Es waren schon sehr viele Besucher am Berg, die von der Hütte ganz angetan waren”, berichtet Schwalenstöcker stolz. Nach umfangreichen Vorarbeiten hatte er das Blockhaus in nur fünf Tagen unter Fachanleitung, aber in Eigenleistung errichtet.

Rasten und feiern

Das Ergebnis können Interessierte am Wochenende bestaunen: Die starken Rundhölzer aus robustem Fichtenholz vermitteln außen wie innen Gemütlichkeit. Holztische und mit Fellen belegte Bänke, karierte Gardinen und ein schmucker Kronleuchter sorgen für urige Atmosphäre. Dass die Betreiber ein Herz für ihre Gäste haben, unterstreichen sie mit kleinen Schiefertafeln an den Wänden, auf denen zum Beispiel Willkommensgrüße und einige zünftige Hüttengerichte notiert sind.

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links: Platz an der Sonne: der Biergarten.

rechts: Blockhaus-Charme: der Gastraum mit Theke.

 

Auf rund 100 Quadratmetern – Küche und das separat stehende Toilettenhäuschen sind eingerechnet – versprechen Schwalenstöcker und Göbel erlebnisreiche Hüttengastronomie mit Platz für 110 Gäste.

Gemütliche Sitzecken mit dem Blick auf die umliegenden Berge gibt es um das ganze Haus herum. Ob für Wanderer, Radfahrer oder Besucher des benachbarten Goldbergwerks und des Georg-Viktor-Turms – die Eisenberg-Hütte bietet jedem ein Plätzchen für eine gemütliche Rast. Mädchen und Jungen können sich auf dem örtlichen Spiel- und Bolzplatz vergnügen, während Mama und Papa die Sonne genießen. Parkplätze stehen direkt an der Hütte bereit.

Herzlich Willkommen sind ebenso Gruppen und Vereine. Erste Buchungen für (Familien-) Feiern liegen Schwalenstöcker bereits vor. Reservierungen nimmt der Hüttenwirt unter Telefon 0163/2576685 entgegen. Geöffnet ist die Eisenberg-Hütte, Turmweg 4a, mittwochs bis samstags ab 12 Uhr und sonntags ab 10 Uhr.
Zünftig geht es aber nicht nur am Eröffnungswochenende daher, sondern das ganze Jahr über auch auf der Speisekarte: Brezen mit Schmalz, Erbsensuppe, Vesperteller und Grillspezialitäten gehören zum Angebot.

Förderung durch Leader

Um die Gäste nicht nur kulinarisch vom neuen Ausflugsziel zu überzeugen, setzt Schwalenstöcker zur Eröffnung vor allem auf Musik: Horst Sude (Korbach) und Eckhard Kuhnhenn (Goldhausen) sorgen an beiden Tagen mit Mundharmonika und Akkordeon für Stimmung. Für den Frühschoppen am Sonntag hat Schwalenstöcker ab 11 Uhr die “Aartalmusikanten” aus Eppe verpflichtet. Auf dem Weg zum “Gipfel der Gemütlichkeit” – so der Werbespruch der Betreiber – investierten Göbel und Schwalenstöcker rund 150 000 Euro. Das Projekt in der Region “Naturpark Diemelsee” wird aus dem europäischen Leader- Programm gefördert.

Weitere Informationen gibt es bei Torsten Schwalenstöcker, Telefon 0163/2576685, sowie im Internet unter www.eisenberg-huette.de.

WLZ – im Mai 2011


In der Spinnstube kennengelernt

Seltenes Fest in Goldhausen: Erika und Willi Wäscher haben vor 60 Jahren geheiratet

PressebildSeit 60 Jahren ein Ehepaar: Erika (87) und Willi Wäscher (85) aus Goldhausen, hier mit ihrem achtjährigen Enkel Leon. Foto: Benseler 

Erika und Willi Wäscher feiern heute in Goldhausen ihre diamantene Hochzeit.

Von Lutz Benseler

Korbach-Goldhausen. Seit 60 Jahren sind sie ein Ehepaar. Angefangen hatte alles 1949 in der Spinnstube in Erika Wäschers Geburtsort Nieder-Schleidern. Der Goldhäuser Willi Wäscher war eines Abends in die gemütliche Runde eingeladen und lernte dort seine Erika kennen und lieben. 1950 folgte die Verlobung, und noch ein Jahr später schlossen beide den Bund der Ehe. 1954 kam eine Tochter zur Welt, 1960 ein Sohn.

Mehr als vier Jahrezehnte lang waren Wäschers eine wichtige Anlaufstelle im Dorfleben: Von 1948 bis 1991 betrieb die Familie in Goldhausen ein Gasthaus, von den fünfziger Jahren bis 1976 außerdem ein Lebensmittelgeschäft – heute ist der Ladenraum ihr Wohnzimmer.
Viel Arbeit prägte ihr Leben. Kaum war zu später Stunde der letzte Gast verabschiedet, kam früh morgens um 6.30 Uhr auch schon wieder der Kühlwagen mit der Lieferung für den Laden. “Manchmal haben wir gar nicht geschlafen”, erinnert sich der Jubilar. Außerdem unterhielt das Paar eine kleine Landwirtschaft. Für größere Reisen haben sie Goldhausen nie verlassen: “Für Urlaub haben wir keine Zeit gehabt”, sagt Willi Wäscher.
40 Jahre lang war Wäscher außerdem Gemeindediener und Wassermeister. Der heute 85-Jährige engagierte sich auch in den Goldhäuser Vereinen. Seit mehr als 60 Jahre gehört er dem gemischten Chor und der Freiwilligen Feuerwehr an.

Für das Rezept für 60 Jahre Ehe muss Wäscher nicht lange überlegen: “Liebe muss schon dabei sein, sonst geht es nicht”, sagt der Jubilar. Drei Enkelkinder gratulieren heute zur diamantenen Hochzeit. Den Glückwünschen für Erika und Willi Wäscher schließt sich auch die Heimatzeitung an.

WLZ – im April 2011


Auftakt in die goldene Saison

Bis Oktober locken Führungen in Deutschlands größte historische Goldlagerstätte

PressebildBesucherführungen in Goldhausen sind ein spannendes Abenteuer für die ganze Familie. In der Gruppe von Friedrich Bachmann wandelte auch Korbachs “Goldmarie” Jana Möseler (l.) auf den Spuren der früheren Goldgräber. Fotos: Kleine

“Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt”: Die Saison in Deutschlands größtem historischen Goldbergwerk ist eröffnet. Bis Oktober lockt das Abenteuer Woche für Woche.

Von Jörg Kleine

Korbach – Goldhausen. Prächtiges Wetter lockte am Sonntagmorgen bereits rund 80 Besucher zum “Unteren-Tiefen-Tal-Stollen”. Viele Familien nutzten den Tag für einen Ausflug – mit Abtauchen in die Unterwelt. Vergünstigte Führungen lockten zu einer Entdeckungsreise in Korbachs goldenes Zeitalter, der Besucherstollen gibt Einblick in den Bergbau des 15./16. Jahrhunderts. Und am Ende wartet der Einblick in die mittelalterliche Grube St. Sebastian, wo die Goldschürfer schon im 14. Jahrhundert zu Werke gingen.

Bis in den Nachmittag gab es gute Resonanz am Eisenberg, wo auf die Besucher auch Würstchen, Getränke, Kaffee und Kuchen warteten. Die Goldhäuser und der Verein “Historischer Goldbergbau Eisenberg” erwiesen sich abermals als prima Gastgeber.

Zur Eröffnung stimmte der gemischte Chor Eisenberg musikalisch auf die neue Saison ein. Als Hartmut Scharfe dann das Akkordeon zur Hand nahm, sangen die Besucher gleich mit: “Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt”.

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Bild links: Walter Hellwig, Pfarrer im Ruhestand und Besucherführer, hielt die anrührende Andacht zur Saisoneröffnung. Bild mitte: Hartmut Scharfe stimmte das Bergmannslied an: “Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt.” Bild rechts: Der gemischte Chor ist stets dabei – wie Wolfgang Behle (vorne 2. v. r.), Chef des Vereins “Historischer Goldbergbau”.

Mit strahlendem Lachen hatte derweil Korbachs amtierende “Goldmarie” Jana Möseler ihre Premiere: Zusammen mit Vereinschef Wolfgang Behle gab sie den Weg ins Besucherbergwerk erstmals frei.
Auch Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich war mit von der Partie und lobte das große ehrenamtliche Engagement des Vereins und der vielen Goldhäuser, die das Besucherbergwerk zu einem Magneten gemacht haben.

Um Gottes Segen für Bergleute und Besucher bat Walter Hellwig. Der Pfarrer im Ruhestand ist selbst aktives Mitglied im Verein, erinnerte an seine Jugendzeit mit Ausflügen zum Eisenberg und an die Legende vom “goldenen Ziegenbock”, die sein Vater gerne und oft erzählte: Korbachs verdienter früherer Stadtarchivar Wilhelm Hellwig.

Die Saison reicht bis Ende Oktober. Gruppenführungen sind nach Anmeldung täglich möglich und kosten 60 Euro für bis zu zwölf Erwachsene, 50 Euro für Kindergruppen. An jedem Wochenende gibt es zudem Einzelführungen – möglichst – mit Voranmeldung:

Bürgerbüro der Stadt Korbach, Stechbahn 1 (Rathaus), 34497 Korbach, Tel. 05631/53-232 oder 53-336, Internet: www.goldspur-eisenberg.de.

WLZ – im April 2011


Erich Becker bester “Oldie”

Seniorenschießen im Kreis Eisenberg: Goldhausen löst Abosieger Korbach ab

PressebildTreffsicher in Korbach: Die geehrten Sieger mit dem stellvertretenden Kreisschützenmeister Dieter König (Adorf). Foto: lö

Zwei große Überraschungen gab es beim 16. “Oldie-Cup” des Schützenkreises Eisenberg in Korbach: Erich Becker holte sich erstmals den Titel und mit seinen Goldhäuser Teamkollegen verdrängte er Korbach von der Spitze.

Korbach. Bereits zum 16. Mal trafen sich auf Einladung des Schützenkreises 22 interessierte Schützen der Jahrgänge bis 1955 aus den Kreisvereinen, um den Oldie-Cup 2011 auszuschießen. Auch in diesem Jahr stellte der Sportschützenverein Korbach als Gastgeber wieder seinen Schießstand in den Waldecker Stuben zur Verfügung. Von 34 gemeldeten Seniorenschützen traten 31 an, um sich mit den Luftgewehren wettkampfmäßig in der Disziplin Luftgewehr Auflage zu messen. 20 Wettkampfschuss mussten abgegeben werden. Die Auswertung erfolgte maschinell.

Als ältester Teilnehmer ging wie im Vorjahr Fritz Kesting aus Meineringhausen an den Start. Der 90-Jährige bewies mit 185 Ringen einmal mehr, dass das Sportschießen bis ins hohe Alter mit Erfolg betrieben werden kann.

Tagesbestergebnis bei den Damen schoss Gisela Roesen aus Korbach mit 191 Ringen. Die Siegerliste bei den Herren führt erstmals Erich Becker aus Goldhausen an. Mit 197 Ringen lag er knapp vor Hans Karolyi aus Korbach (196). Je 195 Ringe schossen die Meineringhäuser Karl-Wilhelm Becker und Wolrad Blecher sowie Friedrich Wilhelmi aus Berndorf.

Den Wanderpokal für die beste Seniorengruppe holte sich mit 583 Ringen Goldhausen mit Erich Becker, Hartmut Scharfe und Karl-Heinz Behle. Die Goldhäuser verbesserten damit nicht nur ihr Vorjahresergebnis, sondern konnten damit erstmals seit Jahren die bisher dominierenden Oldies aus Korbach auf die Plätze verwiesen. Zweiter wurde Berndorf (579) mit Friedrich Wilhelmi, Peter Müllner und Hans Wiemann. Ebenfalls 579 Ringe trafen die Schützen Karl-Wilhelm Becker, Wolrad Blecher und Ede Müller aus Meineringhausen. Sie mussten sich aber knapp mit 291:290 Ringen im Vergleich der letzten Zehnerserien geschlagen geben. (lö)

Mannschaftsergebnisse: 1. Goldhausen I 583 Ringe, 2. Berndorf I 579 (291), 3. Meineringhausen I 579 (290), 4. Korbach I 578, 5. Goldhausen II 567

Einzelergebnisse Damen – Jahrgangsklasse 1936–1940: 1. Annemarie Seuthe (Lengefeld) 188, 2. Christa van der Horst (Korbach) 184; Jg. 1946–1950: 1. Gisela Roesen (Korbach) 191

Einzelergebnisse Herren – Jahrgangsklasse 1930 und älter: 1. Fritz Kesting (Meineringhausen) 185, 2. Willi Reips (Goddelsheim) 134; Jg. 1931–1935: 1. Hartmut Scharfe (Goldhausen) 192; Jg. 1936–1940: 1. Hans Karolyi (Korbach) 196, 2. Helmut Hochbein (Lengefeld) 193, 3. Karl-Heinz Meier (Usseln) 192, 4. Werner von Kiedrowski (Korbach) 191 (97), 5. Wilhelm Frömel (Korbach) 191 (95); Jg. 1941–1945: 1. Erich Becker (Goldhausen) 197, 2. Karl-Wilhelm Becker (Meineringhausen) 195 (99), 3. Fritz Wilhelmi (Berndorf) 195 (96), 4. Hans Wiemann, Berndorf 192 (97), 5. Willi Müller (Goddelsheim) 192 (96); Jg. 1946–1950: 1. Karl-Heinz Behle (Goldhausen) 194 (99), 2. Heinrich Finger (Usseln) 194 (98), 3. Peter Müllner (Berndorf) 192, 4. Hermann-Georg Löwer (Korbach) 189, 5. Wilfried Behle (Goddelsheim) 188; Jg. 1951–1955: 1. Wolrad Blecher (Meineringhausen) 195

WLZ – im April 2011


Eisenberg: Lockruf des Goldes

Sonntag, 17. April, Saisoneröffnung in Deutschlands größtem Goldbergwerk

PressebildFührungen in den Besucherstollen sind auch für Familien ein spannender Ausflug. Archivfoto: Demski 

Korbachs goldenes Zeitalter ist ab Sonntag wieder hautnah zu erleben: In Goldhausen beginnt die neue Saison fürs Besucherbergwerk.

von Jörg Kleine

Korbach-Goldhausen. Mit Helm, Stiefel und Geleucht geht es am 17. April hinein in den “Unteren-Tiefen-Tal-Stollen”. Halbstündliche, vergünstigte Führungen versprechen ein Erlebnis für die ganze Familie. Auch für Essen und Trinken ist in Goldhausen bestens gesorgt. Auftakt ist um 11 Uhr eine Andacht am Eingang zum Bergwerk. Walter Hellwig, Besucherführer und Pfarrer im Ruhestand, wird die Andacht gestalten. Für die musikalische Begleitung sorgt der gemischte Chor Eisenberg. Erstmals mit von der Partie zur Saisoneröffnung ist auch die neue Korbacher Goldmarie Jana Möseler. Gegen 11.30 Uhr beginnt dann die erste Führung im Bergwerk. Dabei geht es rund 250 Meter hinein in den Stollen aus dem 15./16. Jahrhundert. Am Ende erwartet die Besucher ein spannender Blick in die Grube St. Sebastian, also in authentischen mittelalterlichen Bergbau aus dem 14. Jahrhundert.

Bergbau seit Mittelalter

Regie führt unter Tage der Verein “Historischer Goldbergbau Eisenberg e. V.”, der in den vergangenen zwei Jahren viel Kraft in den Ausbau des Stollens und neues Erlebnis für Besucher investiert hat. Inzwischen ist ein Querschlag von weiteren 200 Metern erschlossen, der Spuren des moderneren Bergbaus seit 1974 zeigt.
Damals begann das Landesamt für Geologie mit Dr. Jens Kulick (1996 verstorben), den Goldbergbau und die Geologie am Eisenberg neu zu erforschen. Bis in die 90er-Jahre zeigten internationale Firmen wiederholt Interesse am goldenen Vermächtnis Korbachs.
Der Querschlag soll möglichst im Laufe der Saison 2011 für Besucher informativ hergerichtet und geöffnet werden.

Günstige Führungen

Der Treffpunkt für die Führungen am Sonntag, zwischen 11.30 Uhr und 15.30 Uhr, ist direkt am Eingang zum Stollen. Für Besucher stehen dort Jacken, Helme, Stiefel und Lampen zur Verfügung. Die etwas verkürzten Führungen von rund einer halben Stunde kosten an diesem Tag nur vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder.

Erlebnis für Kinder

Weiteres Erlebnis gibt es am “Zechenhaus” neben dem Dorfgemeinschaftshaus. Mädchen und Jungen können an der Goldwaschanlage ihr Geschick testen. Überdies gibt eine Ausstellung im Zechenhaus viele Informationen zu Deutschands größtem historischen Goldbergwerk. Eine umfangreiche Mineralienausstellung lockt ebenfalls. Als besonderes Glanzlicht gibt es dabei kleine Goldstufen und Goldflitter zu erwerben. Auch der Aussichtsturm und die Burgruine auf dem Eisenberg laden am Sonntag zu Entdeckungen ein.
Führungen ins Goldbergwerk sind für Gruppen bis zwölf Personen nach Anmeldung von Mitte April bis Oktober täglich möglich (freie Terminwahl). Besuche kosten 60 Euro pro Gruppe für Erwachsene, 50 Euro für Kindergruppen.
Für Einzelbesucher und kleinere Gruppen gibt es an den Wochenenden in der Saison regelmäßige Führungen – mit Voranmeldung. Diese Führungen kosten sieben Euro für Erwachsene und 3,50 Euro für Kinder (6 bis 14 Jahre).

WLZ – im April 2011


Rundhölzer vermitteln Gemütlichkeit

“Eisenberg-Hütte” steht · Betreiber wollen Türen Ostern öffnen · Fest Anfang Mai

PressebildEingebettet in die Natur: Die leicht versetzt gebaute “Eisenberg-Hütte” und das separate Toilettenhäuschen stehen seit wenigen Tagen. Fotos: volkenrath

von Natalie Volkenrath

Korbach-Goldhausen. Baumaterialien stapeln sich neben dem Dorfgemeinschaftshaus Goldhausen. Bis zur Eröffnung der “Eisenberg-Hütte” am Fuße des Korbacher Hausbergs gibt es für die Betreiber, den Willinger Hotelier Gert Göbel und den Lengefelder Torsten Schwalenstöcker, noch viel zu tun. Mit der Errichtung des Blockhauses ist der wichtigste Schritt jedoch getan.”

In fünf Tagen haben wir die Hütte unter Fachanleitungaber in Eigenleistung aufgebaut”, berichtet Schwalenstöcker stolz. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die starken Rundhölzer aus robustem Fichtenholz vermitteln außen wie innen Gemütlichkeit. “Damit es noch uriger wird, planen wir ein Holzschindeldach über der rustikalen Theke”, verrät Schwalenstöcker nur eines der unzähligen Details, die in Gastraum und Biergarten für Atmosphäre sorgen sollen.

PressebildEs gibt viel zu tun: Betreiber Torsten Schwalenstöcker ist stets tatkräftig bei der Sache.

Auf rund 100 Quadratmetern – Küche und das separat stehende Toilettenhäuschen sind eingerechnet – versprechen die Betreiber erlebnisreiche Hüttengastronomie. “Um das ganze Haus herum entstehen außerdem gemütliche Sitzecken mit Blick auf die Willinger Berge”, erläutert der Lengefelder. Insgesamt entstünden rund 110 Plätze. Die Betreiber investieren etwa 150 000 Euro in die Hütte, die in unmittelbarer Nachbarschaft des Goldbergwerks und des Georg-Viktor-Turms liegt und auch für Wanderer und Radfahrer zum Anlaufpunkt werden soll. Das Projekt in der Region “Naturpark Diemelsee” wird aus dem Leader-Programm gefördert.

“Wir hoffen, dass wir am Karfreitag die Türen öffnen können”, blickt Schwalenstöcker voraus. Die offizielle Eröffnung ist für den 7. Mai geplant. “Als Besonderheit würde ich gern Ochse am Spieß anbieten.” Erste Buchungen für (Familien)-Feiern liegen Schwalenstöcker auch bereits vor.

Bis die ersten gemütlichen Runden eingeläutet werden, müssen Handwerker und fleißige Helfer jedoch noch kräftig anfassen, um vor allem den rustikalen Innenausbau voranzubringen. Zum Schutz vor Wind und Wetter bekommt das Blockhaus außerdem einen Anstrich.

Weitere Infos: Torsten Schwalenstöcker, Tel. 0163/2576685.

WLZ – im April 2011


Fördergeld für Goldhausen und Lengefeld

Korbach. Die Stadt Korbach meldet ihre Ortsteile Lengefeld und Goldhausen für das Dorferneuerungsprogramm 2011 an. Beide Orte sollen als Kooperation gemeinsam in den Genuss von Fördermitteln kommen. Das haben die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Die Bewerbungsunterlagen müssen bis spätestens 6. März beim Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises eingereicht werden.

Eine Übergangsregelung ermöglicht, dass in diesem Jahr bis zu drei kooperierende Ortsteile gemeinsam als Förderschwerpunkt anerkannt werden können. Ab 2012 soll das Dorferneuerungsprogramm dann komplett umgestellt werden. Ziel ist, dass mehrere oder alle Ortsteile einer Kommune gefördert werden. Bisher konnte jeweils nur ein Ortsteil am Dorferneuerungsprogramm teilnehmen. Erst wenn der Ort alle Stationen durchlaufen hatte und die Dorferneuerung nach rund neun Jahren abgeschlossen war, durfte ein anderer Ortsteil angemeldet werden.

Aufgrund der Lage und der historischen Entwicklung gebe es einige Überschneidungen zwischen Lengefeld und Goldhausen, begründet die Stadt die Kooperation. Ein gemeinsames Projekt könne die Erschließung der ehemaligen Gerichtsstätte Korbachs im Bereich des Klusenbergs zwischen den beiden Orten sein. Hier könne gemeinsame Geschichte erlebbar gemacht werden, heißt es in der Vorlage für die Stadtverordneten. (lb)

WLZ – im Februar 2011


SPD heute in Goldhausen

Korbach. Die SPD Korbach setzt am heutigen Montag, 28. Februar, ihre Ortsteilbereisungen mit einem Besuch in Goldhausen fort. Ab 20 Uhr sind alle Bürgerinnen und Bürger zu einem Informationsgespräch ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Themen werden unter anderem die Wünsche der Einwohner und die Verankerung der Projekte im nächsten Haushalt sein. Auch die Bewerbung für die Aufnahme ins Dorferneuerungsprogramm wird auf der Tagesordnung stehen. Die SPD-Fraktion sowie Mitglieder des Ortsvereinsvorstandes werden Rede und Antwort stehen. (r)

WLZ – im Februar 2011


Gemeinsam in Goldhausen viel erreicht

Ereignisreiches Jahr für Verein “Unser Dorf” · Vorsitzender wiedergewählt

PressebildBernd Saure wurde für 25-jährige Mitgliedschaft im Verein “Unser Dorf” geehrt. Foto: pr

Korbach – Goldhausen. Auf ein ereignisreiches Jahr blickte der Vorsitzende des Vereins “Unser Dorf Goldhausen”, Dirk Straußberg, in seinem Bericht während der Jahreshauptversammlung zurück.

Im Januar 2010 beteiligte sich der Verein mit mehreren Mannschaften am Preisschießen des Schützenvereins. Der Kinderkarneval für Goldhausen, Nordenbeck, Ober- und Nieder-Ense wurde dann im Februar ausgerichtet.

Im März stand wieder eine Theateraufführung auf dem Programm. Das Stück “Die Riesenschweinerei” lockte insgesamt rund 250 Besucher aus Goldhausen und Umgebung ins Dorfgemeinschaftshaus. Zwei neue Sitzgruppen aus Metall wurden in Goldhausen, am Feuerwehrhaus und am Tretbecken aufgestellt. Das Material wurde von der Stadt Korbach gestellt, welche auch die Montage organisiert hatte. Mitglieder des Vereins übernahmen die anfallenden Pflasterarbeiten.

Wie in jedem Jahr fand im Mai wieder eine Nistkastenkontrolle unter Leitung von Hartmut Scharfe statt. Der Verein betreut inzwischen 26 Nistkästen. Bei einem Wandertag im Juni konnten die Goldhäuser das nahe dem Dorf gelegene Gipfelkreuz auf dem Eschenberg in der Gemarkung Goddelsheim kennenlernen. Nach einer zünftigen Stärkung trafen die Wanderer auf den Schnadezug aus Nordenbeck, die am Grenzstein am “Vier-Gemeinde-Eck” verweilten.

Bei einem Aktionstag im September wurden Sträucher und Hecken geschnitten, Unrat beseitigt sowie Beete und Böschungen gejätet. Dabei beteiligten sich wieder viele Vereinsmitglieder.

Im Oktober wurde ein Kinder- und Dorffest ausgerichtet. Aufgrund des schlechten Wetters war der Spielenachmittag nicht gut besucht, dafür der sich anschließende “bayerische Abend” umso besser.Zusammen mit dem Kindergarten Laake wurde im November ein Laternenumzug organisiert. Darüber hinaus war der Verein “Unser Dorf” aber auch für die Allgemeinheit wieder aktiv. Für das Dorfgemeinschaftshaus wurden ein Gefrierschrank und eine Stuhlkarre angeschafft.

Die Vorstandswahlen haben keine großen Veränderungen mit sich gebracht. Als zweite Schriftführerin wurde Ursula May gewählt, sie löst Claudia Straußberg ab, die aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidierte. Als Vorsitzender wiedergewählt wurde Dirk Straußberg, als stellvertretende Vorsitzende Petra Thielemann, Kassierer Ulrich Fischer, Schriftführer Bernd Mütze, zweite Kassiererin Ursula Benirschke sowie als Beisitzer Walter Thielemann, Rudolf Fabinger und Anja Battermann.

Bernd Saure wurde in der Jahreshauptversammlung für 25-jährige Mitgliedschaft im Verein Unser Dorf Goldhausen (früher Verkehrsverein) vom Vorsitzenden Dirk Straußberg mit einer Urkunde und einem Präsent geehrt. (r)

WLZ – im Februar 2011


Spatenstich für “Eisenberg-Hütte”

Leader fördert Erlebnisgastronomie in rustikal-gemütlicher Atmosphäre · Eröffnung am 1. Mai

PressebildBagger rollen: Torsten Schwalenstöcker wird die “Eisenberg-Hütte” gemeinsam mit Hotelier Gert Göbel betreiben.

Bauwagen weicht Blockhaus, heißt es derzeit auf dem Korbacher Eisenberg. Hotelier Gert Göbel (Willingen) und Torsten Schwalenstöcker (Lengefeld) haben in Goldhausen mit dem Bau der “Eisenberg-Hütte” begonnen.

Von Natalie Volkenrath

Korbach – Goldhausen. Bislang bewirtete Schwalenstöcker Besucher des Goldbergwerks und des Georg-Viktor-Turms in seinem “Waldkiosk”, einem umgebauten Bauwagen, der an Peter Lustigs Wohnwagen aus der Serie “Löwenzahn” erinnerte. Bis auf angemeldete Veranstaltungen waren Kiosk und Biergarten nur während der Bergwerkssaison geöffnet.

Damit künftig auch die Goldhäuser und ihre Gäste vom Trend zur Erlebnis- und vor allem Hüttengastronomie profitieren, bauen Göbel und Schwalenstöcker die “Eisenberg-Hütte” (WLZ, 7. Januar). Nachdem der letzte Schnee im Turmweg getaut war, starteten die Erdarbeiten für die vom Korbacher Bau- und Umweltschutztechniker Heiner Fobbe geplante Blockhütte. “Von Beginn an stand fest, dass sich die Hütte unbedingt dem vorhandenen Gelände und Bewuchs anpassen soll”, berichtet Fobbe. “So wird die Ausrichtung der Hütte durch den Baumbestand vorgegeben, denn alles soll naturbelassen bleiben.

PressebildEingebettet in die Natur: Das Blockhaus passt sich der Landschaft im Turmweg an. Zeichnung: Sretenka Micic-Fobbe

“Ziel der Gesellschafter ist es, am 1. Mai zu eröffnen. “Alle ausführenden Firmen stehen bereit, um das Objekt schnellstmöglich zu errichten”, betont Fobbe. Der Korbacher hofft, dass ein erneuter Wintereinbruch ausbleibt.

In das rustikale Blockhaus, das neben Dorfgemeinschaftshaus, Spiel- und Bolzplatz sowie dem Zechenhaus des Vereins Historischer Goldbergbau entsteht, investieren die Betreiber rund 150 000 Euro. Kurz nach Weihnachten hatten sie Fördermittel aus dem europäischen Leader-Programm zugesagt bekommen und ihr Vorhaben auf den Weg gebracht. Voraussetzung für die Unterstützung der Existenzgründung in der Leader-Region “Naturpark Diemelsee” ist die Beschäftigung einer Vollzeitkraft.

Hütten sind beliebt

Auf 120 Quadratmetern sollen sich die Gäste in rustikal-gemütlicher Atmosphäre wohlfühlen. Die Betreiber haben mit der Stadt Korbach bereits einen langfristigen Pachtvertrag für das Grundstück abgeschlossen. Die aus Rundhölzern errichtete Hütte bekommt laut Schwalenstöcker Holzboden, Sprossenfenster und Holzofen. Zum Konzept gehören darüber hinaus Biergarten und Streichelzoo. Außerdem erweitern Göbel und Schwalenstöcker das kulinarische Angebot. Typisch für eine Hütte servieren sie zum Beispiel Brotzeiten und Schnitzel.

Auch die Öffnungszeiten werden nach Angaben des Lengefelders ausgedehnt: Samstags und sonntags soll die Eisenberg-Hütte auf jeden Fall geöffnet sein. Hinzu kommen Sonderveranstaltungen, beispielsweise Betriebs- und Geburtstagsfeiern, Hochzeiten und andere (Familien-)Feste. Göbel wünscht sich, bei der Bewirtung mit einem heimischen Caterer zusammenzuarbeiten.

“Hütten werden derzeit überall gebaut”, ist der Willinger Hotelier vom Konzept überzeugt. Urige Hüttenatmosphäre genießen Gäste unter Göbels Regie bereits in den “Dorf-Almen” Willingen und Winterberg sowie in der “Rodenberg-Alm” (Rotenburg an der Fulda) und in der “Eisenach-Alm” nahe der Wartburg.

Sonderaktionen geplant

Schwalenstöcker will das Geschäft mit weiteren Aktionen ankurbeln und den Besuch am Eisenberg zu einem noch unvergesslicheren Erlebnis machten. Dazu zählen Tanztee, Handwerker- und Countryabende sowie Spielenachmittage.

WLZ – im Februar 2011


32 Sänger, 42 Übungsabende und 15 Auftritte

Rückblick, Neuwahlen und Ehrungen bei der JHV des gemischten Chores Eisenberg

PressebildNeuer Vorstand und Geehrte (v.l.): Walter Thielemann, Friedrich Emde, Edelgard Tepel, Charlotte Grebe, Arno Huthwelker, Ilselore Jost, Frieda Mark, Sabine Gernandt-Krüger, Burkhard Behle, Günther Vahland, Marianna Zenke und Wolfgang Behle. Foto: pr

Korbach – Goldhausen. Zur Jahreshauptversammlung des gemischten Chores Eisenberg begrüßte Vorsitzender Günther Vahland am Wochenende 24 Sängerinnen und Sänger sowie Freunde und Förderer im Dorfgemeinschaftshaus von Goldhausen. Vahland gab ebenso wie Chorleiter Arno Huthwelker und Schriftführerin Ilselore Jost einen Rückblick auf 42 Übungsabende und 15 Auftritte sowie die Entwicklung und die musikalische Arbeit des Vereins im Jahr 2010. Die Mitgliederzahl ist gegenüber dem Jahr 2009 fast konstant geblieben. Insgesamt zählt der Chor 71 Mitglieder, davon 32 aktive Sängerinnen und Sänger. Ortsvorsteher Wolfgang Behle überbrachte die Grüße des Ortsbeirates und würdigte die kulturelle Bedeutung des Vereins.

Auftritte fanden bei Theaterabend, Bergwerkseröffnung, Bezirkskonzert, Altstadtkulturfest, Adventskalender, Volkstrauertag sowie bei Familienfesten statt. Außerdem nahmen die Goldhäuser Sängerinnen und Sänger bei Veranstaltungen des Männergesangvereins Buchenberg teil.

Die Anwesenden bestätigten bei den Wahlen ihren Vorsitzenden im Amt, neuer Stellvertreter ist Walter Thielemann. Er tritt die Nachfolge von Wolfgang Behle an, der aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand.

Schriftführerin bleibt Ilselore Jost. Marianna Zenke übernimmt das Amt der Stellvertreterin von Marlies Gernandt, die nicht mehr antrat. Kassiererin Sabine Gernandt-Krüger wurde von den Sängerinnen und Sängern bestätigt. Als stellvertretende Kassiererin wurde Edelgard Tepel wiedergewählt. Neuer Notenwart ist Burkhard Behle, der die Nachfolge von Walter Thielemann antritt.

Für 2011 stehen bereits einige Termine fest. Unter anderem beim Beratungssingen des Waldeckischen Sängerbundes (20. Februar in Thalitter), beim Liederabend des Männergesangvereins Eppe (9. April) und bei der Bergwerkseröffnung in Goldhausen (17. April). Das Bezirkskonzert in Helmscheid (29. Mai), die 975-Jahr-Feier in Lengefeld (19. Juni) und das Altstadtkulturfest in Korbach (2. Juli)sind ebenfalls eingeplant.

Ehrungen standen ebenfalls auf dem Programm. Charlotte Grebe, Frieda Mark, Hilde Tepel, Friedrich Saure, Karl und Willi Wäscher wurden für 60-jährige Vereinszugehörigkeit, Friedrich Emde für 25-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt. (r)

WLZ – im Februar 2011


Viel zu tun für die Feuerwehrleute

Goldhäuser Brandschützer erfolgreich im Einsatz und bei Wettbewerben

PressebildEhrungen und Beförderungen bei der Feuerwehr Goldhausen (v. l.): Friedhelm Schmidt, Carsten Vahland, Kerstin Zenke, Roland Fabinger, Tobias Westmeier, Nicole Westmeier, Micha Zenke, Friedrich Bachmann, Ernst Hartmann, Wolfgang Behle, Dirk Vahland und Andreas Sinsch. Foto: pr

Korbach – Goldhausen. Achtmal rief die Sirene die Goldhäuser Feuerwehr im Jahr ihres 75-jährigen Bestehens zum Einsatz. Vorsitzender und Wehrführer Andreas Sinsch berichtete in der Jahreshauptversammlung über die Aktivitäten im letzten Jahr.

Im Mai feierte die Wehr ihr Jubiläum mit Kommersabend und Stadtpokalwettkämpfen. Bei vielen Übungsabenden wurden feuerwehrtechnische Themen behandelt. Zudem hatten die Goldhäuser Brandschützer die Möglichkeit, ihre Kenntnisse in Erster Hilfe aufzufrischen. Praktische Übungen waren ebenfalls im Programm. Auch eine gemeinsame Übung mit den Enser Feuerwehren in Nordenbeck wurde absolviert.

Hilfe leisteten die Goldhäuser Feuerwehrleute im Jahr 2010 beim Brand eines Müllbehälters, bei einem Kaminbrand und einer eingestürzten Scheunenmauer, die einen Bauarbeiter teilweise unter sich begraben hatte. Gelöscht wurden auch ein Treckerbrand, ein Zimmerbrand, ein kleiner Waldbrand und ein brennender Pkw. Eine mysteriöse Alarmierung gab es auch, bei der die Funkmeldeempfänger die Goldhäuser Kameraden aus dem Schlaf rissen, ohne dass die Leitstelle in Korbach den Alarm ausgelöst hatte. Bei den Wettkämpfen waren die Goldhäuser sehr erfolgreich und kämpften sich vom Kreisentscheid (fünfter Platz) über den Bezirksentscheid (siebter Platz) bis hin zum Landesentscheid, bei dem sie schließlich mit Platz zwei hessische Vizemeister wurden. Bei den Stadtpokalwettkämpfen im eigenen Ort belegten die Goldhäuser den dritten Platz.

Über die vielfältigen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr informierte Jugendwart Stefan Frese. Beim Pokalwettbewerb im Stadtzeltlager in Hemscheid belegten die Jugendlichen die Plätze eins und drei und in Marienhagen den zweiten Platz. Einige der Wettbewerbe werden auch im Florianscup gewertet, bei dem sich die Jugendlichen eine gute Gesamtplatzierung erhoffen. Neben der Teilnahme an den Wettbewerben richtete die Jugendfeuerwehr das Osterfeuer aus, nahm an Zeltlagern und Umweltaktionen teil.

Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt beförderte Roland Fabinger und Tobias Westmeier zu Feuerwehrmännern, Nicole Westmeier zur Oberfeuerwehrfrau, Micha Zenke zum Oberfeuerwehrmann sowie Kerstin Zenke zur Oberlöschmeisterin.

Für 40jährige Vereinszugehörigkeit erhielten Ernst Hartmann und Dirk Vahland eine Ehrenurkunde des Kurhessisch-Waldeckschen Feuerwehrverbands. Reinhard und Friedrich Westmeier (beide 40 Jahre Mitgliedschaft), Uwe Vahland und Sven Schüttler (25 Jahre) waren nicht anwesend. (r)

WLZ – im Januar 2011


Das Leben rund um den Eisenberg mitgestaltet

Nachdem sich keine neue Vorsitzende gefunden hatte, löst sich Landfrauenverein Eisenberg nach 30 Jahren auf

PressebildNach 30 Jahren löste sich der Landfrauenverein Eisenberg auf. Für ihren Einsatz wurden die fleißigen Damen des Vorstands geehrt: Ursula Dietrich, Annerose Schüttler, Margret Lenz, Waltraud Matzkeit, Erika Finger, Marlies Emde, Gertrud Klein und Ingrid Schulze. Foto: Theresa Demski

Rund 30 Jahre nach ihrer Gründung lösten die Landfrauen rund um den Eisenberg am vergangenen Wochenende ihren Verein auf. Der Vereinsnachwuchs fehlt. Mit einem weinenden Augen erinnerten sich die Damen an alte Zeiten.

Von Theresa Demski

Korbach-Nordenbeck. Gut besuchte Basare, legendäre Karnevalsfeiern und viele Teilnahmen an Märkten und Festzügen in Korbach: Gerne erinnerten sich die Landfrauen aus Nordenbeck, Ober-Ense, Nieder-Ense, Goldhausen und Lengefeld am Samstag an vergangene Zeiten. 28 Jahren lang hatten sie regelmäßig manch gesellige Stunde miteinander verbracht, Einsatz gezeigt, unzählige Kuchen gebacken und während abwechslungsreicher Vorträge informiert. Seit der Gründung des Vereins im April 1983 engagierte sich Ingrid Schulze als Vorsitzende der Landfrauen.

Im vergangenen Jahr kündigte sie an, aus Altersgründen nicht wieder zu kandidieren. Der Verein machte sich auf die Suche nach einem neuen Vorstand – ohne Erfolg. “Es ist traurig, den Verein, den wir selbst damals gegründet haben, jetzt wieder auflösen zu müssen”, erklärte Ingrid Schulze während des Abschiedfrühstücks der Landfrauen am Samstagvormittag, “damit haben wir damals nicht gerechnet”. Mehr als 70 Gründungsmitglieder waren bis zum Ende noch mit dabei, aber keine jungen Frauen, die die Verantwortung übernehmen wollten. “Uns fehlt einfach der Nachwuchs”, beklagte Ingrid Schulze, “die Themen haben sich mit den Jahren verändert”.

Fast 100 Frauen aus den Dörfern rund um den Eisenberg hatten 1983 den Verein gegründet. “Wir haben uns über die eigene Dorfgrenze hinaus kennengelernt”, freuten sich die Damen. Gemeinsame Interessen wurden geteilt und das Leben rund um den Eisenberg engagiert mitgestaltet. “Zu den Glanzpunkten der vergangenen Jahre gehören unsere Karnevalsfeiern”, erinnerte sich Ingrid Schulze. Unvergessen seien auch die Reisen und die regelmäßige Teilnahme am Mittelalterlichen Markt. “Wir hatten viel Spaß in den all den Jahren”,waren sich alle einig.

Aus dem Verein gingen eine Gymnastik- und eine Handarbeitsgruppe hervor. Beide sollen bestehen bleiben, einmal im Jahr wollen die Frauen zum Frühstückstreffen einladen. “Wir wollen uns nicht aus den Augen verlieren”, betonte Ingrid Schulze, “schließlich hatten wir immer eine tolle Gemeinschaft”.

WLZ – im Januar 2011


Hüttengastronomie am Eisenberg

Hotelier Gert Göbel und Torsten Schwalenstöcker bauen Blockhaus · Leader-Förderung

PressebildNebel hüllt den idyllisch gelegenen “Waldkiosk”, der in unmittelbarer Nachbarschaft des Goldhäuser Kinderspielplatzes sowie des Informationszentrums zum Goldbergwerk liegt, ein. An gleicher Stelle eröffnet die “Eisenberg-Hütte”.
Fotos: Volkenrath / archiv

Goldbergwerk und Georg-Viktor-Turm locken jährlich zahlreiche Gäste an den Korbacher Eisenberg. Die “Eisenberg-Hütte”, ein Blockhaus mit Erlebnisgastronomie, soll ab 1. Mai zu einem weiteren Besuchermagneten in Goldhausen werden.

Von Natalie Volkenrath

Korbach-Goldhausen. “Der Eisenberg ist ein gemütliches Plätzchen”, schwärmt Torsten Schwalenstöcker mit Blick auf idyllische Laubwälder, Kinderspielplatz, Bolzplatz und Zechenhaus, in dem der Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg über die Bergbaugeschichte informiert. Um Besucher des Goldbergwerks, des Georg-Viktor-Turms sowie Wanderer und Radfahrer zu verköstigen, bewirtet der Lengefelder seit 2004 den “Waldkiosk” am Turmweg, oberhalb des Dorfgemeinschaftshauses.

“Den Bauwagen habe ich selbst ausgebaut”, berichtet Schwalenstöcker. Bis zu 15 Personen finden bislang in dem umgebauten Gefährt, das an Peter Lustigs Wohnwagen aus der Serie “Löwenzahn” erinnert, Platz. Im Biergarten kommen weitere Plätze hinzu. “Bislang war der Waldkiosk ein Saisonbetrieb”, erklärt Schwalenstöcker. Bis auf angemeldete Veranstaltungen sei er nur zur Bergwerkssaison geöffnet gewesen.

Investition von 150 000 Euro

PressebildGert Göbel   Das wird sich nun ändern: Vom Trend zur Erlebnis- und insbesondere zur Hüttengastronomie sollen in Kürze auch die Goldhäuser und ihre Gäste profitieren. Schwalenstöcker will am 1. Mai gemeinsam mit dem Willinger Hotelier Gert Göbel die “Eisenberg-Hütte” eröffnen. “Hütten werden derzeit überall gebaut”, weiß der Chef der “Göbel Hotels” aus Erfahrung. Unter seiner Regie genießen Gäste bereits in den “Dorf-Almen” Willingen und Winterberg sowie in der “Rodenberg-Alm” in Rotenburg an der Fulda und in der “Eisenach-Alm” nahe der Wartburg urgemütliche Hüttenatmosphäre.

Sobald es das Wetter zulässt, weicht der Waldkiosk daher einer Blockhütte. Mit der Stadt Korbach hat die Betreiber-Gesellschaft laut Göbel einen langfristigen Pachtvertrag für das Grundstück abgeschlossen. “Das rustikale Blockhaus aus 23 Zentimeter starken Rundhölzern bekommt Holzboden, Sprossenfenster und Holzofen”, verspricht Schwalenstöcker urigen Hüttencharakter. “Die Gäste sollen hereinkommen und sich wohlfühlen.”

In das rund 120 Quadratmeter große Blockhaus mit Küche investieren die Betreiber laut Göbels Geschäftspartner Markus Wilke etwa 150 000 Euro. “Kurz vor Weihnachten erhielten wir den Bewilligungsbescheid für Fördermittel aus dem Leader-Programm”, freut sich Göbel. Damit das europäische Programm die Existenzgründung in der Leader-Region “Naturpark Diemelsee” unterstützt, “müssen wir eine Vollzeitkraft einstellen”, erklärt Schwalenstöcker. Der Lengefelder will jeden Tag aber auch selbst vor Ort sein.

Neben der Ausstattung – Biergarten und Streichelzoo gehören ebenfalls zum Konzept – erweitern die Betreiber auch das gastronomische Angebot. Typisch für eine Hütte werden zum Beispiel Brotzeiten und Schnitzel serviert. Darüber hinaus weiten sie die Öffnungszeiten aus: Samstags und sonntags soll die “Eisenberg-Hütte” auf jeden Fall ihre Pforten öffnen. Hinzu kommen Sonderveranstaltungen, zum Beispiel Geburtstags- und Betriebsfeiern sowie Hochzeiten und andere (Familien-)Feste. Eine Zusammenarbeit mit einem heimischen Caterer ist für Göbel wünschenswert.

Tanztee und Countryabend

Schwalenstöcker schweben weitere Aktionen vor. Ideen hat er bereits gesammelt: “Im Winter wollen wir zum Beispiel den Trimmpfad spuren, damit Anfänger sich dort im Skilanglauf versuchen und anschließend bei uns einkehren können.” Tanztee, Spielenachmittage, Handwerker- und Countryabende – die Hütte bietet vielfältige Möglichkeiten, um den Besuch am Eisenberg zum Erlebnis und den Bau des Blockhauses zu einer “goldrichtigen” Entscheidung zu machen.

WLZ – im Januar 2011

Presseberichte 2010

Presseberichte 2010


Korbachs "Goldader" pulsiert

Besucherbergwerk Goldhausen: Claus Günther zieht erfreuliche Bilanz

BesucherbergwerkLöcher wie in einem Schweizer Käse: Fachleute des Naturkundemuseums Dortmund nahmen den Eisenberg wiederholt unter die Lupe. Dr. Wolfgang Homann (r.) und Museumsleiterin Dr. Cornelia Bokrath (2.v.r.) trugen Ergebnisse auch beim Symposium zur "Korbacher Spalte" vor. Archivfoto: jk

Die Besuchersaison am Eisenberg ist prima gelaufen. Rund 2000 Gäste ließen sich in die goldene Unterwelt führen. Nächstes Jahr locken neue Attraktionen.

VON JÖRG KLEINE

Korbach. Das verflixte siebte Jahr brachte für den Verein "Historischer Goldbergbau" einige Herausforderungen. Viel Muskelschmalz war beim weiteren Ausbau des Besucherstollens gefragt. Denn der auserwählte Querschlag von rund 200 Metern darf nur mit entsprechender bergtechnischer Sicherung fürs Publikum geöffnet werden.
Ehrenamtlich gingen Vereinsmitglieder und weitere Helfer aus Goldhausen ans Werk, um einen zerfallenen Durchgang sicher herzurichten.
Verwirklicht hat der Verein zuletzt auch den erforderlichen "Bewetterungsschacht". Eine Spezialfirma aus Hessisch Lichtenau setzte von oben eine 50 Meter tiefe Bohrung, die für zusätzliche Luftzirkulation sorgt (wir berichteten). Damit können Besucher künftig einen neuen Teil der Goldhäuser Unterwelt erobern.
Parallel hat der Verein eine Goldwaschanlage in der abgelaufenen Saison eingerichtet. Im Garten des Zechenhauses sollen sich damit vor allem Kinder als "Goldschürfer" tummeln.
Für beide Projekte flössen Fördermittel aus dem "Leader-Programm" zur Regionalentwicklung. Den Löwenanteil hat der Verein indes selbst aufgebracht – rund 40 000 Euro.

Somit zieht der Korbacher Stadtmarketing-Experte Claus Günther ein erfreuliches Fazit der abgelaufenen Saison. Zumal durch den Umbau der Korbacher Jugendherberge zunächst viele jugendliche Besucher ausblieben. Ab September war die Nachfrage dann umso geballter.
Großes Lob richtet Günther deshalb an die ehrenamtlichen Besucherführer, die sich teils bis an die Grenze der Belastbarkeit engagiert haben. Wichtige Unterstützung leistet dabei ebenso die Stadt Korbach – durch die Buchung der Führungen, aber auch Bereitstellung des Zechenhauses.
Besonders ins Rampenlicht rückte der Eisenberg zuletzt beim internationalen Symposium zur "Korbacher Spalte" und zum Geopark "GrenzWelten". Bei der Organisation für Fachtagung, Vorträge und Exkursionen hatte Claus Günther wesentliche Arbeit geleistet. Bei den Teilnehmern des Symposiums ließ der Eisenberg aufhorchen.

WLZ – im November 2010


Wenn der Vater mit dem Sohne …

Stählernes Abzugsrohr im Goldberg

PressebildPressebildGoldhaltiges Gestein hält Wolfgang Behle, Vorsitzender des Vereins "Historischer Goldbergbau", in der Hand: einen Bohrkern aus dem Kieselschiefer des Eisenbergs. (Bild rechts)
Vater und Sohn arbeiten Hand in Hand: Jürgen und Kai Pröhl (r.) setzten gestern 50 Meter Stahlrohr in den Fels am Eisenberg. Fotos: Jörg Kleine

"Wir sind durch", heißt es am Eisenberg. 50 Meter Stahlrohr durch den Fels sorgen dafür, dass Besucher im Goldbergwerk ordentlich durchatmen können.

Korbach-Goldhausen. Hautnah erleben Besucher am Eisenberg, wie die Goldsucher ehedem zu Werke gingen. Mit 20 Kilometern Such- und Abbaustrecken ist der Eisenberg durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Der "Untere-Tiefe-Tal-Stollen" dient seit 2004 als Besucherbergwerk, wo es hinein geht bis in mittelalterliche Spuren.Im nächsten Jahr sollen die Führungen des Vereins "Historischer Goldbergbau Eisenberg" um rund 200 Meter erweitert werden. Und genau in diesenQuerschlag hat die Firma "Anger und Söhne" (Hessisch Lichtenau) ein Loch gebohrt: 50 Meter von oben durch den Fels.Gestern schweißten Bohrmeister Jürgen Pröhl und sein Sohn Kai am Bohrpunkt unterhalb der Burgruine die letzten Stahlrohre, die künftig wie ein Luftabzug zur "Bewetterung" dienen. Nächste Woche kommt in Goldhausen noch eine stählerne Kappe drauf, dann widmet sich Pröhl der nächsten Aufgabe: Mineralwasser-Bohrung in der Rhön. (jk)

WLZ – im September 2010


Durchbruch geschafft: Ein Loch im Goldberg

Erweiterung des Besucherstollens am Eisenberg: Bohrfirma mit Punktlandung – künftig noch mehr Erlebnis für Besucher

PressebildDurchbruch geschafft: Bohrmeister Jürgen Pröhl, Vereinsvorstand Wolfgang Behle, seine Kollegen Karl-Helmut Tepel und Claus Günther (v. l.) verfolgten den großen Moment, als die Bohrkrone (oben links) im Stollen durchstieß. Foto: pr

Das rund 300 Millionen Jahre alte Gestein barg so manche Überraschung, trotzdem trafen die Bohrspezialisten in Goldhausen genau ins Schwarze. Für Besucher verheißt das künftig neues Abenteuer.

Von Jörg Kleine
Korbach-Goldhausen. Bohrmeister Jürgen Pröhl war zuversichtlich, der Vorstand des Vereins "Historischer Goldbergbau Eisenberg" fieberte mit: Um 16.55 Uhr fraß sich die Bohrkrone durch den First exakt hinein in einen Querschlag des Besucherbergwerks.

Mit fetten Strahl schoss das Spülwasser fürs Bohrgestänge in den Stollen, die Erleichterung war groß, resümierte Vereinsvorstand Wolfgang Behle, denn der Durchbruch des Bohrers ist auch ein Durchbruch für den Verein: Im nächsten Jahr sollen Besucher zusätzlichen Einblick in Deutschlands ergiebigsten Goldberg erlangen.

Rund 250 Meter lang ist die Tour derzeit im Besucherbergwerk – bis hinein in den mittelalterlichen Bergbau aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Ein Querschlag, der in den 1970er-Jahren neu aufgewältigt wurde, war bislang aber für Besucher verriegelt. Ziel des Vereins ist seit Jahren, diese weiteren rund 200 Meter fürs Publikum zu öffnen. Nach Genehmigung durch das Bergamt Kassel machten sich Vereinsmitglieder voriges Jahr mit viel Schweiß und Muskelkraft daran, den Weg zu ebnen. Was noch fehlte, war eine "Bewetterung": ein Loch nach außen, um die Luftzirkulation zu sichern. Sonst wäre die Luft zu dünn für Besucher geworden.
Schon vor über drei Jahren hatte ein Vermessungsingenieur die Basis dafür gelegt. Doch die Umsetzung war schwierig – und nicht billig: Von oben musste ein Bohrloch 50 Meter durch den Fels getrieben werden. Der Verein sparte kräftig an, durch das "Leader-Programm" der Europäischen Union kamen Fördermittel zur Regionalentwicklung hinzu.
Somit ging die Bohrfirma "Anger und Söhne" aus Hessisch Lichtenau vorige Woche ans Werk. Am Mittwochnachmittag schafften sie schließlich den Durchstich.

Brüche im Fels

Der Korridor zum Ziel war für Bohrmeister Pröhl eng bemessen, denn nur wenige Zentimeter Abweichung machen sich nach unten auf 50 Meter Länge enorm bemerkbar. Zudem lauerten im Gestein einige Herausforderungen, wie Pröhl gegenüber WLZ-FZ erklärt.

Bis 16,50 Meter Tiefe war das rötliche Gesteinsmaterial zunächst sehr locker, dann ging es bis 20,50 Meter in harten Kieselschiefer, ab 25 Meter drang der Bohrer in den goldführenden Schwarzschiefer vor. Dazwischen durchbohrten die Spezialisten vermutlich einen "alten Mann": lockeres Material, das auf einen alten Bergbaustollen schließen lässt. Im Schwarzschiefer aus dem Erdzeitalter des Unterkarbons machten für den Eisenberg typische "Verrenkungen" zu schaffen: Bei der Gebirgsfaltung wurden die Schichten am Eisenberg überkippt und sehr stark verschoben.

"Die Schichten fallen zwischen 70 und 90 Grad ein", erklärt es Pröhl in der Sprache der Geologie. Es war also kaum möglich, einen langen "Bohrkern" zu ziehen. Deshalb musste die Firma im letzten Abschnitt alle 30, 40 Zentimeter das Bohrgestänge nach oben ans Tageslicht holen und wieder neu ansetzen. "Das Ziel ist erreicht", meinte Pröhl gestern bescheiden. In Wahrheit hatte er annähernd eine Punktlandung vollbracht. Da blieb Lob für die gute Vorarbeit der Vermesser nicht aus.

Muskelschmalz gefragt

Das Loch im Berg ist derzeit rund 15 Zentimeter groß und soll ab kommender Woche auf rund 30 Zentimeter aufgeweitet werden. Für die Bohrspezialisten stehen also noch zwei, drei Wochen Arbeit bevor.
Danach werden sich die Vereinsmitglieder mit Hacke und Schaufel wieder einiges abverlangen: Wasserführung und Fußweg für die Besucher sind herzurichten. In der nächsten Saison könnte der Querschlag dann eröffnet werden.

WLZ – im September 2010


Goldhäuser Wehr holt Vizemeistertitel

Landesentscheid der Feuer- und Jugendfeuerwehren in Rotenburg · Waldeck-Frankenberger belegen Topplätze

PressebildDie Goldhäuser Feuerwehr erkämpfte sich beim Landesentscheid der Feuerwehren in Rotenburg
den Titel des hessischen Vizemeisters. Foto: Michael Wickenhöfer

Große Erfolge verzeichneten die Waldeck-Frankenberger Mannschaften beim Feuerwehr- und Jugendfeuerwehr- Landesentscheid am Wochenende. Die Jugendwehr Roda wurde Hessenmeister.

Von Michael Wickenhöfer und Theresa Demski

Rotenburg/Fulda. Die Begeisterung in Goldhausen klingt nach. "Damit haben wir nicht gerechnet", staunte Bernd Mütze, Schriftführer der Goldhäuser Feuerwehr, gestern auf WLZNachfrage. In den 90er-Jahren sei die Mannschaft zum letzten Mal so erfolgreich gewesen. "Aber dieses Mal hat einfach alles gestimmt", lobte Mütze.
Die sechs Feuerwehrleute aus Goldhausen errangen am Wochenende in Rotenburg den Titel des hessischen Vizemeisters. Für die insgesamt 21 Staffeln und Gruppen der hessischen Einsatzgruppen galt es, einen fiktiven Brand zu löschen und eine eingeschlossene Person zu retten. Hier zeigten sich nahezu alle Mannschaften souverän. Der Fragebogen, den jeweils sechs Mannschaftsmitglieder ausfüllen mussten, sorgte für die Entscheidung. Mit 92,7 Prozent errang die Goldhäuser Einsatzabteilung einen der Vizetitel.

"Das ist eine echte Überraschung für uns und natürlich freuen wir uns total", sagte auch Marc Saure. Der 24-jährige ist eines der ältesten Goldhäuser Staffelmitglieder. "Wir sind mit einer sehr jungen Mannschaft an den Start gegangen", erklärte Mütze. Mit Erfolg: Die Goldhäuser mussten sich nur den Wehrleuten aus Wehretal-Oettmannshausen (Werra-Meißner-Kreis) geschlagen geben, die mit 94,5 Prozent die Nase vorn hatten. "Wir hatten einfach ein bisschen mehr Glück als andere Teilnehmer", erklärte Mütze bescheiden. Allerdings sei die Vorbereitung sehr intensiv gewesen. Marianna Zenke, Marc Saure, Kerstin Zenke, Micha Zenke, Nicole Westmeier und Stefan Frese wurden mit einem Pokal belohnt. Vertreten wurde der Landkreis außerdem durch drei weitere Wehren. Die Feuerwehrleute aus Ober-Werbe belegten mit 91,7 Prozent den 4. Platz. Auf den Plätzen 15 und 19 folgten die Mannschaften aus Reinhardshausen und Helsen.

Und auch die Jugendfeuerwehren aus Waldeck-Frankenberg feierten Erfolge: Der Jubelschrei des Rodaer Jugendwartes Peter Werner war unüberhörbar. Die Punkte seines im Durchschnitt zwölf Jahre alten, neunköpfigen Teams hatte er sich bereits im Vorfeld zur Siegerehrung ausrechnen können. Doch zu welchem Platz es reichen würde, war ungewiss. Als Landeswettbewerbsleiter Jürgen Neubauer dann jedoch das Ergebnis des Zweitplatzierten verlas, war es den Rodaern klar – sie vertreten den Landkreis im Jahr 2011 erneut bei den bundesdeutschen Meisterschaften. "Dass überhaupt ein Team aus unserem Landkreis zum Bundesentscheid kommt, ist außergewöhnlich. Aber gleich zwei Mal hintereinander, das ist unübertroffen", freute sich Kreisjugendwart Markus Potthof, der den Jugendlichen und Betreuern kurz nach ihrem Sieg gratulierte. An den 41. Landesmeisterschaften hatten neben Roda aber auch die Jungen aus Haina und die Mädchen aus Löhlbach teilgenommen. Die beste Waldeck-Frankenberger Mädchengruppe aus Löhlbach belegte mit 1406 Punkten den 5. Platz und steigerte damit ihre Leistung im Vergleich zum letzten Entscheid deutlich. Die Hainaer Jungen hatten seit vielen Jahren wieder einmal die Berechtigung, teilzunehmen und die neun Teammitglieder belegten den 18. Platz.

WLZ – im August 2010


Bergbau und Goldwaschen

Leader-Programm zur Regionalförderung: Kommission tagt in Goldhausen

PressebildDie Leader-Kommission "Naturpark Diemelsee" informierte sich über ein Förderprojekt in Goldhausen. Wolfgang Behle, Vorsitzender des Vereins "Historischer Goldbergbau", Korbachs Bürgermeister Friedrich und Diemelsees Bürgermeister Becker halten Bohrkerne in der Hand. Foto: Kleine

Einblick ins Innerste des Goldbergs bei Korbach erhielt gestern die Kommission zur Leader-Region "Naturpark Diemelsee".

Von Jörg Kleine

Korbach. 2007 gegründet, läuft das Förderprogramm der Europäischen Union (EU) noch bis 2013 – und soll Impulse bei der Regionalentwicklung geben. Dies umfasst Willingen, Diemelsee und Korbach.

"Ein typisches Leader-Projekt und eines der ersten, das wir aufgenommen haben" ist die Erweiterung und Attraktivierung des Besucherbergwerks in Goldhausen, erklärte Diemelsees Bürgermeister Volker Becker. Becker ist Vorsitzender der Leader-Kommission und nutzte die gestrige Sitzung in Goldhausen zur hautnahen Begegnung am Eisenberg: Eine Spezialfirma aus Hessisch Lichtenau bohrt derzeit 50 Meter tief von oben in den Besucherstollen. Die "Bewetterungsbohrung" soll für Luftaustausch sorgen, um den Stollen um einen rund 200 Meter langen alten Seitengang für Besucher zu erweitern (wir berichteten gestern).

Neue Goldwaschanlage

Parallel ist am Zechenhaus, dem Treffpunkt für Bergwerksführungen, eine Goldwaschanlage inzwischen aufgebaut, die seit vorigem Wochenende bereits rege genutzt wird. Ein Bildungsprojekt, das vor allem Kindern das Thema Goldbergbau näherbringen soll.

Die Investitionen belaufen sich auf insgesamt über 61 000 Euro. Rund 18 000 Euro davon fließen durch das Leader-Programm, den Rest finanziert der Verein "Historischer Goldbergbau": durch Einnahmen aus den ehrenamtlichen Führungen, Mitgliedsbeiträgen, und vor allem auch Spenden, wie Claus Günther (Stadtmarketing Korbach) erklärte. Wolfgang Behle, Goldhäuser Ortsvorsteher und Vorsitzender des Vereins, dankte insbesondere den Spendern, der Stadt Korbach und der Leader-Kommission für die Unterstützung. Behle unterstrich zugleich das hohe ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder.

Zur Halbzeit des Leader-Programms und nach einigem Bürokratieaufwand zu Beginn zog Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich ein erfreuliches Resümee: Die beteiligten Gemeinden seien enger zusammengewachsen, die Zuschüsse würden vielschichtig eingesetzt – ob Existenzgründungen, Gewerbe oder Projekte wie in Goldhausen: "Leader ist auf dem goldrichtigen Weg." Volker Becker signalisierte, Bergbau-Projekte, wie in Goldhausen und Adorf (Eisenerz), würden weiterhin unterstützt.

Zugleich erinnerte er an Chancen für Existenzgründer durch das Leader-Programm. Denn auch mit EU-Förderung haben sich in den vergangenen Jahren etliche Gründer neue berufliche Perspektiven in der Region aufgebaut. So haben sich die Leitlinien und Ziele öffentlicher Förderprogramme über die Jahre deutlich gewandelt, wie Kreisbeigeordneter Otto Wilke (Diemelsee) klarmachte: "Wichtig ist, was die Investitionen bewegen, was sie für die Zukunft bringen." Denn bei manchem früheren Förderprogramm sei nach der Eröffnung von Einzelprojekten nicht mehr viel zu hören gewesen, meinte Wilke im kritischen Rückblick.

WLZ – im August 2010


Durchbruch in den Goldstollen

Erweiterung des Besucherbergwerks: 50-Meter-Bohrung auf den Punkt

PressebildSie gehen der Sache auf den Grund: Bohrmeister Jürgen Pröhl (l.) und sein Kollege Thomas Künzel treiben das Bohrgestänge 50 Meter tief in den Eisenberg. Fotos: Jörg Kleine

Noch mehr Abenteuer für Besucher – dies verspricht das Bergwerk in Goldhausen. Zur Erweiterung des Stollens bohrt sich derzeit eine Spezialfirma ins Gestein am Eisenberg.

Von Jörg Kleine

Korbach-Goldhausen. Jürgen Pröhl zieht einen blauen Hebel am Bohrwagen, dann dreht sich das Metallgestänge langsam ratternd ins Gestein. Nach einigen Minuten zieht der Hubarm den bezahnten "Stocher" wieder aus der Erde. Thomas Künzel klopft mit einem Hammer gegen das Bohrgestänge – und erntet bröseliges rotes Gesteinsmaterial.

"Durch diese lockere Schicht müssen wir erst mal durch, bis zum harten Fels", erklärt Jürgen Pröhl. Geologisch ist der rund 300 Millionen Jahre alte Kieselschiefer gemeint, in dem das Gold vom Eisenberg steckt.

Am harten Fels wollen Pröhl und Künzel dann mit einer Art Diamantbohrer ansetzen, einer speziellen Bohrkrone, um Stück für Stück die festen Gesteinskerne rund 50 Meter tief aus dem Berg zu ziehen. Das Loch von oben, direkt am steilen Weg zur Burgruine auf dem Eisenberg, dient künftig dann als zusätzliche "Bewetterung" (Belüftung) für einen Bergbaustollen. Korbacher Vermessungsexperten hatten den Bohrpunkt schon vor über zwei Jahren festgelegt – tief in einem Seitengang des "Unteren-Tiefen-Tal-Stollens". Dieser Querschlag des Besucherbergwerks soll künftig rund 200 Meter mehr Abenteuer bei Führungen durch die goldene Unterwelt bieten.

Schließlich ist das Gewirr von Stollen und Schächten in Goldhausen einmalig in Deutschland: ein Relikt des wohl größten historischen Goldbergwerks in Mitteleuropa. Inzwischen kommen jährlich über 2000 Besucher in den Genuss, auf den Spuren der alten Goldgräber zu wandeln. Für Pröhl und Künzel gleicht die Arbeit indes fast einem Kinderspiel. Sie sind bei der Spezialfirma Angers und Söhne in Hessisch Lichtenau beschäftigt. Manchmal bohren sie 3000 bis 4000 Meter tief in die Erde, um den Weg für Geothermie (Erdwärme), Thermal- oder Brunnenwasser freizumachen. In ganz Europa ist das nordhessische Unternehmen aktiv. Da sind Aufträge wie in Goldhausen eher kleine Fische.

Pressebild Zackig und scharf ist die Bohrkrone, die Thomas Künzel vom Gestänge abnimmt.

Nach dem Auftakt in Goldhausen vorige Woche sind die Experten zunächst dabei, ein Loch von knapp 15 Zentimetern Durchmesser in den Stollen zu treiben. Danach wird das Loch auf rund 30 Zentimeter aufgebohrt, in das am Ende stählerne Lüftungsrohre eingeschweißt werden. Das sichert künftig eine ausreichende Luftzirkulation in der goldenen Unterwelt.
Insgesamt dauert das Bohrprojekt rund vier Wochen. Auftraggeber ist der Verein "Historischer Goldbergbau", der durch Zuschüsse der Europäischen Union unterstützt wird: Leader-Programm für Regionalentwicklung im Naturpark Diemelsee.

Hintergrund Goldbergbau

Tief aus dem Meer stammt das Gold im Eisenberg. Durch die Gebirgsfaltung vor rund 300 Millionen Jahren hob sich das Meeressediment empor. Das Gestein wurde regelrecht zerrieben und gebrochen, wie im Innersten des Eisenbergs zu sehen ist. Durch Klüfte und Risse wurde dabei neben eisenhaltigem Pyrit ("Katzengold") auch Gold nach oben transportiert.Erste Erwähnungen von Gold in der Eder gab es bereits in römischer Zeit. Um 1200 begann dann der Abbau im Eisenberg. Die erste urkundliche Erwähnung gibt es durch Albertus Magnus aus dem Jahre 1250, der das Gold vom Eisenberg pries: Es sei besser als das böhmische Gold, das im Mittelalter sehr bekannt war.Der Bergbau im Waldecker Land florierte insbesondere im 16. Jahrhundert stark, zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) schlief der Bergbau ein. Immer wieder gab es Versuche zur Belebung. In den 20er- und 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts war es Carl Theodor Rauschenbusch aus dem Siegerland, der neuen "Goldrausch" am Eisenberg entfachte. In den 70er-Jahren ging der Landesgeologe und Heimatforscher Dr. Jens Kulick ans Werk, um die Burgruine freizulegen, aber auch den Goldbergbau zu erforschen.

Europäische, kanadische und australische Firmen nahmen dabei den Eisenberg wiederholt ins Visier. In den 70er-Jahren war ebenso eine schwedische Firma aktiv. In deren Auftrag machte die Firma Angers und Söhne aus Hessisch Lichtenau eine Erkundungsbohrung, erklärt Bohrmeister Jürgen Pröhl. Wirtschaftlich zu betreiben ist der Goldbergbau allerdings nicht mehr.Über 30 Jahre später geht die Firma abermals in die Tiefe: diesmal für einen Bewetterungsschacht, der von oben in das Besucherbergwerk gebohrt wird – zur Belüftung. Damit kann der Stollen erweitert werden, der seit offizieller Eröffnung 2004 inzwischen in der siebten Saison jährlich über 2000 Gäste lockt. (jk)

WLZ – im August 2010


Goldhausen holt den Stadtpokal

Wettstreit der Korbacher Jugendfeuerwehren in Helmscheid · Großübung am Sonntag

PressebildWasser marsch: Die Scheune von Helmscheids Wehrführer Günter Saure "brennt": Das imaginäre Feuer zu löschen, war gestern Morgen Aufgabe einer Großübung der Korbacher Jugendfeuerwehren.

Der Korbacher Stadtpokal der Jugendfeuerwehr: um den kämpften am Wochenende sieben Teams in Helmscheid. Außerdem war der Brandschutz-Nachwuchs bei einer Großübung gefordert.

Von Lutz Benseler

Korbach-Helmscheid. Zeltlager, Stadtpokal und Großübung: Helmscheid war am Wochenende fest im Griff der Korbacher Jugendfeuerwehren. Rund 120 Mädchen und Jungen hatten von Freitag bis Sonntag ihre Zelte auf dem Gelände neben dem Sportplatz aufgeschlagen.

Team holt Traumergebnis

Ein Höhepunkt des Wochenendes war der Wettbewerb um den Stadtpokal der Korbacher Jugendfeuerwehren am Samstag, bei dem feuerwehrtechnisches Wissen und Können gefragt waren. Die Gruppe Goldhausen II sicherte sich den Sieg mit satten 1657 Punkten. Ein "sehr hohes Ergebnis", wie Stadtjugendfeuerwehrwart Stefan Casper versicherte. Vorjahressieger Lengefeld (1625 Punkte) musste sich diesmal mit dem zweiten Platz zufriedengeben, gefolgt von Goldhausen I (1619 Punkte). Auf den weiteren Plätzen Rhena (1546) und Lelbach (1538). Die Gastgeber aus Helmscheid (1388) zeigten laut Casper Schwächen bei der Beantwortung des Fragebogens und landeten auf dem sechsten Platz vor den Meineringhäusern (1306), die nach langer Pause erstmals wieder am Stadtpokal teilnahmen.

Feuer schnell im Griff

Retten, löschen, bergen wie die Profis: Ein Brand in der Scheune von Wehrführer Günter Saure war das Szenario einer Großübung am Samstag. Saure kann auf den Nachwuchs zählen: Die 115 Jugendlichen, unterstützt von 30 Einsatzkräften aus Korbach, Helmscheid, Strothe und Lengefeld, hatten das imaginäre Feuer schnell im Griff. Im Ernstfall hätten sie Schlimmeres verhindert.

"Das ist erst die zweite Großübung der Korbacher Jugendfeuerwehren", erklärte Stefan Casper. Vor drei Jahren probten die Jugendlichen aus den Stadtteilen den Ernstfall erstmals gemeinsam in Nieder-Ense. Zum Programm des Zeltlagers gehörten unter anderem auch eine Nachtwanderung, ein Game-Contest und ein Discoabend. Die Helmscheider hatten damit den 30. Geburtstag ihrer Jugendfeuerwehr nachgeholt. Die Gruppe war 1978 gegründet worden.

WLZ – im August 2010


Frühstück unterm Gipfelkreuz

"Unser Dorf Goldhausen": Wanderung zum Eschenberg

PressebildKorbach-Goldhausen. Alle zwei Jahre veranstaltet der Verein "Unser Dorf Goldhausen" einen Wandertag. In diesem Jahr waren alle Goldhäuser eingeladen, zu einem zwar nicht weit entfernten, aber dennoch für einige unbekannten Ort zu wandern. Nach dem Start in Goldhausen führte der Weg die etwa 45 Wanderer über den Teufelshohl zum Eschenberg, der höchsten Erhebung in der Gemarkung Lichtenfels. Nachdem sich alle Teilnehmer in das am Gipfelkreuz ausliegende Buch eingetragen hatten, stand ein zünftiges Frühstück auf einer nahe gelegenen Lichtung zur Stärkung bereit. Der Weg führte dann weiter über den Eschenberg-Eisenberg-Rücken auf den Böhlen bis zum "Vierländereck". Hier an der Grenze der Gemarkungen Goldhausen, Nordenbeck, Ober-Ense und Goddelsheim trafen die Wanderer auf den Nordenbecker Schnadezug. Prompt wurden auch einige der Goldhäuser gestutzt, ihr Allerwertester machte also Bekanntschaft mit dem Grenzstein, so dass die Erinnerung an diesen Ort immer bestehen bleibe. Von hier führte der Weg nach einer Pause schließlich zurück nach Goldhausen. Im Waldkiosk ließen die Wanderer den Tag ausklingen. (r)

WLZ – im Juli 2010


Feuerwehr Goldhausen feiert 75-jähriges Bestehen

Sonntag Stadtpokalwettkämpfe Jubilar will Titel behalten

PressebildDie Sieger des Vorjahres: Die Mannschaft Goldhausen I holte sich 2009 den Korbacher Stadtpokal beim Wettkampf in Rhena. Morgen geht’s für sie um die Titelverteidigung. Archivfoto: Emde/nh

Wegen des Jubiläums ist die Feuerwehr Goldhausen am Sonntag Ausrichter des Stadtpokalwettkampfs der Korbacher Wehren. Der Wettbewerb beginnt um 9 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus, gegen 14 Uhr ist die Siegerehrung vorgesehen. Im vergangenen Jahr, beim Wettkampf in Rhena, hatte sich die Mannschaft Goldhausen I den Pokal geholt. Für sie geht es also um die Titelverteidigung.

1935 von 17 Mitgliedern gegründet (siehe Hintergrund), blickt die Feuerwehr Goldhausen auf zahlreiche regionale und überregionale Erfolge in den 75 Jahren ihres Bestehens zurück. Schon öfter wurden erste Plätze bei den Korbacher Stadtpokalwettkämpfen, bei Kreisentscheiden und Bezirksentscheiden im Regierungsbezirk Kassel belegt. Herausragend waren die Siege bei den hessischen Landesfeuerwehr-Wettbewerben in den Jahren von 1995 bis 1997.

Die Einsatzgruppe der Feuerwehr Goldhausen trainiert freitags um 19 Uhr, die Jugend ab 17.30 Uhr, am Feuerwehrgerätehaus. Derzeit zählt die Jubiläumswehr 151 Mitglieder, davon sind 16 Jugendliche. (aha)
Kontakt: Vorsitzender und Wehrführer Andreas Sinsch Humpesgarten 6, Rufnummer: 05631 / 501651.

HNA – Mai 2010


Goldhäuser brennen für die Feuerwehr

Wehrführer Andreas Sinsch blickt zum 75-jährigen Bestehen der Goldhäuser Wehr auf erfolgreiche Jahre

PressebildDank für 40 Jahre Treue: Heinrich Schüttler (3.v.r.) bekam eine Urkunde für seinen Einsatz. Gratulationen gab es von Stadtbrand inspektor Friedhelm Schmidt, Manfred Hankel vom Kreisfeuerwehrverband, Bürgermeister Klaus Friedrich, Goldhausens Wehrfüh rer Andreas Sinsch, den ehemaligen Wehrführern, Ortsvorsteher Wolfgang Behle und Karl-Helmut Tepel. Foto: Theresa Demski

Sie können sich auf treue Kameraden stützen, haben viele Pokale gewonnen und werden für ihre gute Ausbildung gelobt: Am Samstag feierten die Goldhäuser Feuerwehrleute das 75-Jährige Bestehen ihrer Wehr.

VON THERESA DEMSKI

Korbach-Goldhausen. Längst werden die Wasserpumpen nicht mehr mit Hand betrieben, die Uniformen sind leichter und tragbarer geworden und die Anforderungen an Feuerwehrleute haben sich verändert. "Viel ist in den vergangenen Jahrzehnten passiert", resümierte so auch Andreas Sinsch, Wehrführer in Goldhausen zum 75-jährigen Bestehen der Wehr.

Mit einem großen Kommersabend im Dorfgemeinschaftshaus feierten die Feuerwehrleute mit Gästen aus dem Ort und vielen Feuerwehrkameraden befreundeter Wehren den besonderen Geburtstag.
Der Blick in die Vergangenheit offenbarte schließlich noch mehr als pure technische Entwicklung. "Wir haben mit unseren Mannschaften Siege auf Stadt-, Kreis- und Landesebene gefeiert", erinnerte Sinsch an die wettkampfstarke Mannschaft aus Goldhausen. Die belegte auch gestern Nachmittag während der Pokal wettkämpfe pünktlich zum Jubiläum den dritten Platz, hinter Nordenbeck und Lengefeld (siehe weiterer Text). Auch die nächsten 75 Jahre wollen die Goldhäuser mit ähnlichem Erfolg bestreiten. "Die kleinen Ortsteilwehren sind wichtig", betonte Sinsch, "wir kennen unser Dorf und wir sind im Notfall schnell vor Ort". Außerdem gehöre die Feuerwehr auch zu den Eckpfeilern des Dorflebens. Der Nachwuchs immerhin scheint in dem kleinen Korbacher Stadtteil gesichert. Bereits im vergangenen Jahr feierte die engagierte Jugendwehr ihr 40-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass waren bereits viele Kameraden für ihren langjährigen Einsatz in der Wehr ausgezeichnet worden. Zum 75. Geburtstag der Einsatzgruppe wurde am Samstagabend so nur noch eine Urkunde überreicht. Für 40 Jahre bei der Goldhäuser Feuerwehr zeichnete Manfred Hankel vom Kreisfeuerwehrverband Heinrich Schüttler aus.

Gratulationen und Dank für den Einsatz aller Feuerwehrleute gab es während der Feierstunde dann auch von offizieller Seite. "Die Wehr hat ein wichtigews Stück Dorfgeschichte mitgeschrieben", betonte Ortsvorsteher Wolfgang Behle, der selbst lange Zeit die Wehr angeführt hatte. Mehrere Generationen von Feuerwehrleuten fühlten sich der Einsatzgruppe verbunden und würden als Vorbild für viele andere fungieren.

Auch in Zukunft wolle er sich für das Bestehen der kleinen Wehren einsetzen, versprach unterdessen Bürgermeister Klaus Friedrich. "Wir brauchen zwar nicht überall eine Drehleiter", erklärte er, "aber wir dürfen die Menschen in den Orten nicht aus dem Blick verlieren". Außerdem würden die Goldhäuser gleich mehrere wichtige Besonderheiten in ihrer Wehr vereinen, ergänzte Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt. Die besondere Lage zähle da ebenso zu wie die besondere Ausrüstung und der große Einsatz der Goldhäuser Feuerwehrleute auch auf Stadtebene – viele Führungspositionen wurden hier bereits von Goldhäusern besetzt. "Kein Wunder", befand abschließend Pfarrer Burkhard Uffelmann, "denn wenn man für eine Sache brennt, dann ist man mit Leidernschaft dabei".

WLZ – im Mai 2010


Bergwerkssaison startet mit Waldgottesdienst

PressebildAuf in ein goldenes Abenteuer: Die ehrenamtlichen Besucherführer Dieter Stede (r.), Friedrich Bachmann (Mitte) und Jörg Kleine (5. v. l.) entführen die Gäste am Sonntag in die Unterwelt des Eisenbergs – mit dabei auch Goldmarie Melanie Buhl (4. v. l.) und Pfarrerin Ilona Engel (5. v. r.).

Korbach-Goldhauen (nv). Rein in die gelben Gummistiefel und Wetterjacken, den Helm auf den Kopf und auf geht es Deutschlands größte historische Goldlagerstätte. Das Besucherbergwerk Goldhausen ist seit Sonntag wieder geöffnet.

Von Natalie Volkenrath

„Glück auf, Glück auf; der Steiger kommt; und er hat sein helles Licht bei der Nacht, und er hat sein helles Licht bei der Nacht; schon angezünd´t, schon angezünd´t …“: Mit dem „Lied der Bergleute“ eröffnen Einheimische und Gäste am Sonntag vor dem Tor des Unteren-Tiefen-Tal-Stollens die Bergwerkssaison. Die ehrenamtlichen Besucherführer des Vereins „Historischer Goldbergbau Eisenberg“ entzünden zwar keine Laterne, knipsen aber Helm- und Taschenlampen an, um Licht in die golden glitzernde Unterwelt zu bringen.

Bevor die vergünstigten Touren in den Berg starten, versammeln sich alle bei herrlichem Frühlingswetter zum Waldgottesdienst. Mit einem herzlichen „Glück auf“ begrüßt Wolfgang Behle, Ortsvorsteher und Vereinsvorsitzender, Besucher und Ehrengäste – darunter die scheidende Goldmarie Melanie Buhl und Axel Krüer von der „Stiftung Zukunft“, die den Verein bei Instandhaltung und Ausbau des Stollens unterstützt. „Goldrichtig geht es ab heute wieder in den Berg hinein“, greift Stadtverordnetenvorsteher Heinz Merl das Motto der Stadt Korbach auf. „Und wir gehen davon aus, dass es im nächsten Jahr noch ein bisschen weiter geht“, verweist er auf das nächste große Projekt des Vereins. Bereits seit 2009 erschließen die Goldhäuser einen rund 200 Meter langen Seiteneingang, um detaillierte Einblicke in den mittelalterlichen Bergbau zu ermöglichen.

Reichtum, Reinheit, Beständigkeit, Überlegenheit: In der Bibel steht Gold symbolisch für diese Begriffe. Die Auseinandersetzung mit Werten und Wertschätzung rücken Ilona und Martin Engel, Pfarrer in Sachsenberg, anschließend in den Mittelpunkt ihrer Andacht. Für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes sorgt an diesem Vormittag der Gemischte Chor Eisenberg unter Leitung von Hartmut Scharfe.

WLZ – im Mai 2010


Goldige Zeiten am Eisenberg

WLZ: Menschen 2010

PressebildWieder goldige Zeiten am Eisenberg bei Goldhausen: ein Verdienst von Wolfgang Behle (Bild) und dem Team des Vereins „Historischer Goldbergbau Eisenberg". Foto: Kleine

Korbach-Goldhausen. Das Gold im Eisenberg hat nichts von seiner Attraktivität eingebüßt: Lockte der Korbacher Hausberg bis ins 17. Jahrhundert Abenteurer und Goldsucher an, so ist er heute Anlaufpunkt für Besucher, die sich über die Geschichte des Bergbaus informieren wollen. Im April wurde inzwischen die siebte Besuchersaison eröffnet.

Dies ist das Verdienst des Vereins „Historischer Goldbergbau Eisenberg". Dessen Vorsitzender Wolfgang Behle und sein Team haben seit der Vereinsgründung im Jahr 2002 mit großem Engagement dafür gesorgt, dass die größte historische Goldlagerstätte Deutschlands wieder von sich reden macht und für Gäste und Einheimische zugänglich ist.

Mit der Eröffnung des Besucherbergwerks 2004 sind am Eisenberg erneut goldene Zeiten angebrochen. Zug um Zug ist von vielen Helfern ein Teil des 20 Kilometer langen Stollensystems und das Zechenhaus wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Der Lohn für die Mühen: rund 2000 Besucher pro Saison.

Bei der Gründung zählte der Verein 41 Mitglieder, heute unterstützen schon über 100 den zweiten „Goldrausch". An Arbeit mangelt es denen nicht. Neben den zahlreichen Führungen von Mai bis Oktober werden derzeit zwei Projekte verfolgt: Ein weiteres 200 Meter langes Stollenstück (Querschlag) wird gesichert, und am Zechenhaus soll eine Goldwaschanlage für die Besucher entstehen. (bs)

WLZ – im April 2010


Goldhäuser bringen Licht in Unterwelt

Verein „Historischer Goldbergbau Eisenberg“ eröffnet Besuchersaison mit Waldgottesdienst

PressebildAuf in ein goldenes Abenteuer: Die ehrenamtlichen Besucherführer Dieter Stede (r.), Friedrich Bachmann (Mitte) und Jörg Kleine (5. v. l.) entführen die Gäste am Sonntag in die Unterwelt des Eisenbergs – mit dabei auch Goldmarie Melanie Buhl (4. v. l.) und Pfarrerin Ilona Engel (5. v. r.).

Rein in die gelben Gummistiefel und Wetterjacken, den Helm auf den Kopf und auf geht es in Deutschlands größte historische Goldlagerstätte. Das Besucherbergwerk Goldhausen ist seit gestern wieder geöffnet.

Von Natalie Volkenrath

Korbach – Goldhausen. „Glück auf, Glück auf; der Steiger kommt; und er hat sein helles Licht bei der Nacht, und er hat sein helles Licht bei der Nacht; schon angezünd’t, schon angezünd’t…“: Mit dem „Lied der Bergleute“ eröffnen Einheimische und Gäste am Sonntag vor dem Tor des Unteren-Tiefen-Tal-Stollens die Bergwerkssaison. Die ehrenamtlichen Besucherführer des Vereins „Historischer Goldbergbau Eisenberg“ entzünden zwar keine Laterne, knipsen aber Helm- und Taschenlampen an, um Licht in die golden glitzernde Unterwelt zu bringen.

Ausbau der Besucherstrecke

Bevor die vergünstigten Touren in den Berg starten, versammeln sich alle bei herrlichem Frühlingswetter zum Waldgottesdienst. Mit einem herzlichen „Glückauf“ begrüßt Wolfgang Behle, Ortsvorsteher und Vereinsvorsitzender, Besucher und Ehrengäste – darunter die scheidende Goldmarie Melanie Buhl und Axel Krüer von der „Stiftung Zukunft“, die den Verein bei Instandhaltung und Ausbau des Stollens unterstützt.
„Goldrichtig geht es ab heute wieder in den Berg hinein“, greift Stadtverordnetenvorsteher Heinz Merl das Motto der Stadt Korbach auf. „Und wir gehen davon aus, dass es im nächsten Jahr noch ein bisschen weiter geht“, verweist er auf das nächste große Projekt des Vereins. Bereits seit 2009 erschließen die Goldhäuser einen rund 200 Meter langen Seiteneingang, um detaillierte Einblicke in den mittelalterlichen Bergbau zu ermöglichen. Um durch „Bewetterung“ von oben für den nötigen Luftaustausch zu sorgen, steht eine spezielle Bohrung an. „Im Juni wird es so weit sein“, freut sich Behle auf die weitere Attraktion. Gefördert wird das Projekt durch das europäische Leader-Programm. Darüber hinaus entsteht am Zechenhaus neben dem Dorfgemeinschaftshaus eine Goldwaschanlage.
Reichtum, Reinheit, Beständigkeit, Überlegenheit: In der Bibel steht Gold symbolisch für diese Begriffe. Die Auseinandersetzung mit Werten und Wertschätzung rücken Ilona und Martin Engel, Pfarrer in Sachsenberg, anschließend in den Mittelpunkt ihrer Andacht.

„Reichtum für andere“

„Was kann ich tun, damit man mich mehr schätzt?“ – diese Frage steht am Anfang einer Geschichte, die Ilona Engel mitgebracht hat. Die Antwort: Jeder Mensch ist wertvoll und einzigartig und sein Wert nur durch einen Meister zu erkennen. „Wir sollten unseren Nächsten mit Gottes Augen betrachten“, ruft Ilona Engel den Gästen zu. Auf diese Weise betrachte jeder seinen Nächsten als wertvoll und werde selbst zu „einem Reichtum für andere Menschen“. „So, wie man in einem Bergwerk Werkzeuge braucht, können auch Menschen miteinander, aneinander und füreinander arbeiten“, ergänzte Martin Engel.

Musik und Führungen

Für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes sorgt an diesem Vormittag der gemischte Chor Eisenberg unter Leitung von Hartmut Scharfe. Dieser begleitet auch das Bergmannslied auf dem Akkordeon.Im Anschluss an den offiziellen Teil genießen die Gäste den Frühlingstag in gemütlicher Runde. Während die einen im Schatten der Bäume plaudern, streifen andere gelbe Gummistiefel und Mäntel über, um bei einer Führung viel Wissenswertes über den Goldbergbau zu erfahren. Auf dem Rückweg machen viele zusätzlich einen Abstecher ins Zechenhaus. Dort sind zum Beispiel eine Mineralienausstellung, ein Modell des Georg-Viktor-Schachts sowie historische Ausrüstungsgegenstände zu sehen.

WLZ – im April 2010


Schweinerei sorgt für Lacher

Theatergruppe Goldhausen führt Lustspiel auf

PressebildAmüsante Unterhaltung in Goldhausen: Bäuerin Schwarz alias Uschi Benirschke hat ihre Familie (Andreas Emde, Sylvia Bartmann) voll im Griff. Foto: Heimbuchner

Korbach-Goldhausen. Ein kleines Dorf, zwei verfeindete Bürgermeisterkandidaten, eine heimliche Liebe sowie eine tote Sau, alles in allem eine „Riesenschweinerei“. Dies ist der Stoff aus dem das gleichnamige Lustspiel gemacht ist, das die Theatergruppe Goldhausen am Wochenende mit großem Erfolg aufgeführt hat.

Ein Wahlkampf ist hart. Wenn dann noch der ehemals beste Freund und Schweinezuchtkollege der härteste Konkurrent ist, Mann unter der Fuchtel der eigenen Frau steht und einem die Kinder auf der Nase herumtanzen, kann dies alles nur in einem herzhaft lustigen Chaos enden, bei dem kein Auge trocken bleibt. Gewürzt ist die Geschichte rund um den Schweinebauer Heinrich Schwarz dann noch mit ein bisschen Fahrerflucht, Trunkenheit am Steuer und dem Tod des hochgelobten Zuchtebers Archibald. Die Lacher des Publikums hatten die Darsteller auf ihrer Seite.

Alle zwei Jahre lassen sich die Akteure der Theatergruppe Goldhausen etwas einfallen, um dem Publikum ein paar amüsante Stunden zu bieten. In diesem Jahr studierten sie das Lustspiel „Eine Riesenschweinerei“ in zwei Akten von Dieter Adam ein und führten es am Wochenende insgesamt dreimal auf. Insgesamt ist dies das sechste Mal, dass die Schauspielerinnen und Schauspieler der Gruppe in wechselnder Besetzung auf den Bühnenbrettern stehen. Rund um die Aufführungen gab es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm wie Gesang vom gemischten Chor Eisenberg unter der Leitung von Arno Huthwelker und dem A-cappella-Chor „Herzklopfen“ aus Goddelsheim sowie selbst gebackenen Kuchen und Kaffee.

Im Wechsel mit den Theateraufführungen findet alle zwei Jahre eine Karnevalsveranstaltung in der närrischen Zeit statt. Organisiert wird die traditionelle Veranstaltung vom Verein Unser Dorf Goldhausen, dem die Theatergruppe als Sparte angehört. (hei)

WLZ – im März 2010


Eisenberg lockt mit neuen Attraktionen

Saisonstart am 25. April • Vier neue Besucherführer • Goldwaschen und erweitertes Besucherbergwerk

PressebildSchwerstarbeit im Bergwerk: Vereinsmitglieder und Helfer aus Goldhausen packten kräftig zu, um den Durchbruch zu einem Sei- tengang im Besucherstollen freizulegen – alles ehrenamtlich. Foto: Jörg Kleine

Die „Goldschürfer" sind bestens präpariert für die neue Saison: Am 25. April ist Auftakt im Goldhäuser Besucherbergwerk. Goldwaschen und ein weiterer Stollen warten bald als neue Attraktionen.

VON JORG KLEINE

Korbach-Goldhausen.Mit schweiß treibender ehrenamtlicher Arbeit haben sich Vereinsmitglieder und Helfer im vorigen Jahr ins Gestein gewühlt. Sie räumten an acht Wochenenden mit rund 500 Stunden einen Seitengang im Besucherbergwerk frei, der künftig neue Perspektiven für Gäste und Einheimische eröffnen soll.
Großes Lob richtete Wolfgang Behle bei der Jahreshauptversammlung deshalb an engagierte Mitglieder und viele Goldhäuser Bürger, die bei der Aktion kräftig zugepackt haben. Als Vorsitzender des Vereins „Historischer Goldbergbau Eisenberg“ zog Behle ein erfreuliches Resümee der vergangenen Saison. Über 200 Führungen mit rund 2200 Besuchern verzeichnete der Verein von April bis Oktober 2009 im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen, bilanzierte Schatzmeister Karl-Helmut Tepel. Das Interesse an Deutschlands größter historischer Goldlagerstätte ist also ungebrochen, viele Gäste sind sogar aus dem Ausland zu Besuch.
So lobte Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich beim Jahrestreffen im Dorfgemeinschaftshaus den Einsatz des Vereins. Zumal das Thema „Gold“ für Korbach ein enorm wichtiger Marketingaspekt ist.

PressebildMit der Lupe auf der Suche nach dem edlen Metall: Künftig bietet das Besucherbergwerk auch Goldwaschen an. Archivfoto: jk

Spenden und Sponsoren

Weitere Einnahmen neben den Führungen erhielt der Verein durch großzügige Spenden. 5000 Euro kamen von der Sparkassenstiftung, 1000 Euro von der Waldecker Bank, weitere 500 Euro vom Verein „Stiftung Zukunft für unsere Region“ (wir berichteten). Dank richtete der Verein ebenso an die Stadt Korbach, die abermals 800 Euro Zuschuss beisteuerte – und das Zechenhaus kostenlos zur Verfügung stellt.
Funkelnde Kristalle und schillerndes Gestein sorgen gleichfalls für Schwung in der Kasse. Hier sind es vor allem die Besucherführer Dieter Stede und Armin Prager, die sich um die Mineraliensammlung zum Verkauf kümmern.
Ganz neue Perspektiven eröffnet zudem staatliche Förderung. Rund 18 500 Euro fließen für goldene Projekte aus dem Leader-Programm für Regionalentwicklung im Naturpark Diemelsee. Das entspricht etwa 30 Prozent der Gesamtkosten von über 60 000 Euro, die der „Historische Goldbergbau Eisenberg“ für zusätzliche Attraktionen 2010 investieren will.
Dazu gehört einmal die technisch abgesicherte Erweiterung des Stollens. Noch in der neuen Saison soll der Seitengang mit rund 200 Metern erschlossen sein. Nötig ist dafür im Frühjahr eine Spezialbohrung von oben in den Stollen, um für zusätzliche Luftzufuhr („Bewetterung“) zu sorgen.

Neue Besucherführer

Außerdem dürfen sich Besucher künftig auf eine Goldwaschanlage freuen. Sie soll im Garten hinter dem Zechenhaus entstehen.
Dem erhofften Besucherstrom zeigt sich der Verein gewachsen. So begrüßte Vereinschef Wolfgang Behle vier neue ehrenamtliche Gästeführer, die fachlich fundiert zu Entdeckungstouren ins goldene Herz des Eisenberges einladen.

WLZ – im Januar 2010


Anstecknadeln für die Treue

Mitglieder des Gemischten Chores blickten auf 2009 zurück und ehrten Sänger

PressebildAusgezeichnete Mitglieder: Teile des Vorstandes sowie geehrte Mitglieder des Gemischten Chores Eisenberg Goldhausen. Foto: nh

Goldhausen. Während der Jahreshauptversammlung des Gemischten Chores Eisenberg Goldhausen blickte der Vorsitzende des Vereins, Günther Vahland, auf ein erfolgreiches Jahr zurück und ehrte langjährige Mitglieder.
So traf sich der Chor zu 39 übungsabenden und 17 öffentlichen Auftritten. Zusätzlich wurden noch drei Gemeinschaftsproben mit dem Gemischten Chor Nordenbeck durchgeführt, mit dem man einige gemeinsame Auftritte zu verzeichnen hatte. Der Chor verfügt über 34 aktive und 39 passive Mitglieder.
Vahland ging insbesondere auf das Pfingstfest ein, bei dem erstmals der Projektchor öffentlich aufgetreten ist. Von diesen jungen Musikern sind inzwischen vier aktiv im Chor tätig. Ortsvorsteher Wolfgang Behle überbrachte im Namen des Ortsbeirates Grüße und Dank für die gute Zusammenarbeit. Er würdigte das Engagement des Chores bei der Feierstunde zum Volkstrauertag und bei anderen Veranstaltungen im Dorf.

Ehrungen für lange Treue

Almuth Kottenhahn wurde für 25-jährige aktive Mitgliedschaft und Wilhelm Schüttler für 50-jährige aktive Mitgliedschaft durch Günther Vahland in Vertretung der Vorsitzenden des Sängerbezirks Korbach im Waldeckischem Sängerbund, Annlies Weibel, mit einer Urkunde und einer Anstecknadel geehrt. (nh/uli)

HNA – im Januar 2010


2350 Stunden ehrenamtliche Arbeit

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Goldhausen • Rückblick auf ereignisreiches Jahr • Ehrungen

PressebildEhrungen beider Freiwilligen Feuerwehr Goldhausen (v. I.n.r.): Stadtrat Friedrich Bachmann, Karl-Friedrich Wilke, Ralf Krüger, Silvio Frese, Erich Sinsch, Micha Zenke, Nicole Westmeier, Wehrführer Andreas Sinsch, Marianna Zenke, Walter Thielemann, der Korbacher Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt, Ortsvorsteher Wolfgang Behle. Foto: pr

Korbach-Goldhausen. Die im vergangenen Jahr geleisteten Einsätze und Aktivitäten der Freiwilligen Feuerwehr Goldhausen ließ Vorsitzender und Wehrführer Andreas Sinsch in der Jahreshauptversammlung Revue passieren. Insgesamt wurden rund 2350 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Fünfmal wurden die Goldhäuser zu Einsätzen alarmiert. Die Zahl der wirklichen Einsätze war aber kleiner. Beim ersten Alarm im Januar wegen eines Kaminbrands in Nieder-Schleidern brannte beim Eintreffen der Wehr der Schornstein bereits nicht mehr. Ein brennendes Mofa am Ortsausgang Goldhausen führte zur zweiten Alarmierung Ende Juni. Auch hier war der Brand bereits erloschen, so dass nur noch ausgelaufener Kraftstoff aufgenommen und die Straße gesäubert werden musste.

Brand in Scheune

Mitte Juli musste die Feuerwehr zum dritten Mal ausrücken. Eine etwa 100 Meter lange Ölspur auf der Landstraße Richtung Eppe, verursacht durch einen defekten Lkw, war zu beseitigen. Angeblich in die Kanalisation auslaufender Dieselkraftstoff in der Ortslage von Goldhausen war der Grund des vierten Alarms im November, was sich jedoch als Falschmeldung herausstellte.
Zum fünften Einsatz wurden die Feuerwehrleute am 9. Dezember nachts gegen ein Uhr gerufen. Eine Scheune bzw. ein Schafstall an der Walmenmühle war in Brand geraten. Die Löscharbeiten dauerten die ganze Nacht an, da brennende Strohballen zum Ablöschen zunächst mit Radladern ins Freie gebracht werden mussten.2009 nahmen die Goldhäuser Brandschützer, wie auch in den Jahren zuvor, wieder an Wettkämpfen und Leistungsübungen teil. Diese wurden erstmals nach einer neuen Ausschreibung durchgeführt. Entsprechend gespannt war man, ob man wieder an frühere Leistungen würde anknüpfen können.
Die erste Teilnahme bei einem Pokalwettkampf in Mehlen war auf Anhieb ein Erfolg, es wurde der erste Platz belegt. Beim Kreisentscheid wurden zwei Staffelmannschaften gestellt. Die erste Mannschaft belegte den achten Platz. Besser machte es die zweite Mannschaft: Punktgleich mit dem Erstplatzierten wurde sie Zweiter und qualifizierte sich zum Bezirksentscheid, bei dem ein vierter Platz errungen wurde. Der nächste Leistungsvergleich danach war der Stadtpokal in OberEnse, bei dem die Plätze eins und vier belegt wurden; es folgte Platz zwei beim Pokalwettkampf in Sachsenhausen. Mit einem sechsten Platz beim Landesentscheid in Breuberg-Sandbach im Odenwald wurde das Wettkampfjahr erfolgreich abgeschlossen. Neben der praktischen und theoretischen Vorbereitung für die Leistungsübungen trainierte die Wehr auch für den Ernstfall. Gemeinsam mit den Feuerwehren der Ense-Dörfer und Nordenbeck wurde eine Alarmübung in Ober-Ense durchgeführt. Auch der Einsatz von hydraulischem Schneidgerät und Spreizer an einem Fahrzeug wurde geübt. Eine besondere Erfahrung war das Üben in einer mobilen Brandsimulationsanlage. Bei Temperaturen von mehreren Hundert Grad kommen die Helfer dort nahezu hautnah mit dem Feuer in Kontakt und können somit ganz realistisch das Verhalten im Einsatz trainieren. Wie Vorsitzender Sinsch ausführte, kam auch das Vereinsleben nicht zu kurz. Herausragend war im Mai das 40-jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr, zu dem ein Pokalwettbewerb ausgerichtet und ein Kommersabend veranstaltet wurde. Gemeinsam mit den anderen Goldhäuser Vereinen unter der Organisation von „Unser Dorf“ wurde eine Vereinsfahrt in den Kellerwald unternommen.

Aktive Jugendwehr

Über die vielfältigen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr informierte Jugendwart Stefan Frese. Er berichtete von Teilnahmen an Pokalwettbewerben in Goldhausen, Ernsthausen, Roda, Halgehausen, Burgwald, Ottlar und Sachsenhausen, wobei u. a. zweimal Platz 1 und einmal Platz 2 erreicht wurde. Bei der Kreisübung in Sachsenhausen wurden die Plätze 2 und 6 belegt; beim Stadtpokal in Rhena die Plätze 2 und 3. Mit dem zweiten Platz beim Kreisentscheid Bundeswettbewerb in Schreufa qualifizierten sich die Jugendlichen für die Teilnahme am Landesentscheid in Breuberg-Sandbach. Hier landete die Jugendwehr auf dem 19. Platz. Darüber hinaus standen das Osterfeuer, Teilnahme an Zeltlagern und Umweltaktionen auf dem Programm.
Nach Grußworten von Stadtrat Friedrich Bachmann, Ortsvorsteher Wolfgang Behle und Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt standen Ehrungen an. Schmidt überreichte das hessische Feuerwehrleistungsabzeichen in Eisen an Silvio Frese, Marianna Zenke, Micha Zenke und Nicole Westmeier. Für 40-jährige Vereinszugehörigkeit erhielten Ralf Krüger und Erich Sinsch eine Ehrennadel und eine Urkunde des Kurhessisch-Waldeckischen Feuerwehrverbands. Heinrich Schüttler und Ernst Weinreich waren nicht anwesend und konnten ihre Auszeichnung noch nicht entgegennehmen.Für 50-jährige Vereinstreue wurde Karl-Friedrich Wilke geehrt. Für 25 Jahre in der Wehr erhielt Walter Thielemann das silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande. (r)

WLZ – im Januar 2010

Presseberichte 2009

Presseberichte 2009


Goldene Einblicke

Winterwanderung mit Wilhelm Dietzel

PressebildGute Laune auch bei eisigen Temperaturen, v. r.: Landtagsabgeordneter Wilhelm Dietzel, Korbachs Stadtverordnetenvorsteher Heinz Merl, Bergwerksführer Dieter Stede und Ortsvorsteher Wolfgang Beh-le am Zechenhaus auf dem Eisenberg. Foto: Jörg Kleine

Korbach. "Waldecker Minister" ist Wilhelm Dietzel (CDU) nicht mehr. Nach der Landtagswahl im Januar nominierte ihn Hessens Ministerpräsident Roland Koch nicht für das neue Kabinett. An seinen jährlichen "Winterwanderungen" in der Heimat hält der frühere Umweltminister (Diemelstadt-Neudorf) und heutige Landtagsabgeordnete trotzdem fest.

Startpunkt war gestern der Korbacher Ortsteil Goldhausen. Von dort ging es weiter Richtung Eppe, wo am Nachmittag für die Wanderer eine gute Gulaschsuppe wartete. Morgens am Zechenhaus auf dem Eisenberg hatte sich diesmal nur eine kleinere Gruppe eingefunden, die mit dem heimischen Landtagsabgeordneten auf Tour ging. Die Informationen waren umso spannender: Bergwerksführer Dieter Stede und Ortsvorsteher Wolfgang Behle berichteten über Deutschlands größte historische Goldlagerstätte, die Entstehung des edlen Erzes und die Entwicklung des Besucherstollens. Als Minister hatte Dietzel den Ausbau gefördert.

Seit 2003 können Gäste dort in die goldene Unterwelt abtauchen. Seit Frühjahr 2009 baut der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" einen zusätzlichen Seitengang im Stollen aus, der im kommenden Jahr begehbar werden soll, (jk)

WLZ – im Dezember 2009


Goldwäscher willkommen

Angebot am Eisenberg ausdehnen – Zuschuss durch Leader-Programm

PressebildClaus Günther, Walter Rinklin und Wolfgang Behle (v.l.) hatten gestern gute Nachrichten: Aus dem LeaderProgramm der Europäischen Union fließen 61ooo Euro für neue Attraktionen am Eisenberg. Foto: Kleine

Am Eisenberg sollen künftig auch Goldwäscher auf ihre Kosten kommen. Parallel bietet das Besucherbergwerk noch mehr Abenteuer. Zuschüsse fließen von der Europäischen Union und vom Land.

VON JÖRG KLEINE

Korbach-Goldhausen. Die ersten Goldwäscher-Kurse hat es für die Besucherführer am Eisenberg längst gegeben. Der frühere Chef des Naturkundemuseums Dortmund, Dr. Wolfgang Homann, demonstrierte, wie aus vielen heimischen Bächen Gold zu holen ist. Keine Nuggets, aber immerhin kleine Flitterchen lassen sich in der Pfanne leicht gewinnen. Der Verein „Historischer Goldbergbau Eisenberg" will damit künftig weitere Besucher locken: Eine Goldwaschanlage soll her auf Korbachs Hausberg, erläutert Claus Günther vom Stadtmarketing.

Ein anderes wichtiges Projekt für Deutschlands größte historische Goldlagerstätte ist bereits kräftig gediehen. Im Besucherbergwerk haben Vereinsmitglieder mit großem Engagement und Muskelschmalz im laufenden Jahr den Durchbruch für einen Seitengang geschafft (wir berichteten). Bislang führt die Gästetour rund 250 Meter tief in den Berg, künftig werden es weitere 200 Meter sein. Nach der bergtechnischen Sicherung folgt nächst tes Jahr die „Bewetterung": Eine Spezialfirma bohrt von oben ein rund 50 Meter tiefes Loch direkt hinein in den Stollen. Mit Segen des Bergamts soll der Seitengang dann ebenfalls für Besucher freigegeben werden. Claus Günther und Wolfgang Behle, Vorsitzender des GoldbergbauVereins, freuten sich gestern über eine Finanzspritze. Für die Gesamtinvestition von 61 000 Euro für die Goldwaschanlage und Bohrung fließen als Zuschuss rund 18400 Euro aus dem Leader-Förderprogramm, der aus Töpfen der EU und des Landes Hessen stammt.

Den Förderbescheid überreichte Walter Rinklin vom Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung beim Landkreis. Die Zuschüsse stammen aus dem Leader-Programm für die Entwicklungsregion „Naturpark Diemelsee", zu denen die Gemeinden Willingen, Diemelsee und Korbach gehören. Stärkung des ländlichen Raums, Steigerung der touristischen Attraktivität und Kulturgeschichte sind die Stichworte für die Projekte am Eisenberg. Günther lobte die enorm schnelle Unterstützung: „Das Geld wurde in kürzester Zeit bewilligt." Anfang November ging der Antrag raus, am 20. November war bereits der Förderbescheid da. Insgesamt sind bislang zwölf Projekte mit über 420 000 Euro Zuschuss im regionalen Leader-Programm bewilligt. Das reicht von zwei Existenzgründungen über touristische Infrastruktur (Uplandsteig, Diemelsteig), Marketing für die Leader-Region bis zu einer Leitlinie für Handel und Gewerbe, listete Rinklin auf.

HINTERGRUND Goldbergwerk

Das Besucherbergwerk in Goldhausen hat sich seit 2003 zu einer Attraktion im Waldecker Land entwickelt. Nach 1400 Gästen in der ersten kompletten Saison 2004 fuhren danach jährlich rund 2000 Besucher in den Berg ein. Das beste Ergebnis brachte 2008 mit rund 2300 Gästen, 2009 waren es 2250, wie Claus Günther für den Verein „Historischer Goldbergbau Eisenberg" resümiert. Bei maximal 12 Besuchern pro Gruppe entspricht dies täglich zwei Führungen in der Saison von April bis Oktober. Das alles lastet auf den Schultern von gegenwärtig nur fünf Besucherführern. Ab kommendem Jahr stehen indes drei weitere Gästeführer bereit. 80 Prozent der Besucher sind Schulklassen. (jk)

WLZ – im Dezember 2009 (Daten zum Zuschuss korrigiert)


Allerhand süße Leckereien

Confiserie d’Isabell in Goldhausen eröffnet

PressebildKorbach-Goldhausen. Pralinen mit Knusper-Nougat-, Eierliköroder Kir Royal-Füllung, Baumkuchen oder Torten für alle Gelegenheiten: Die neueröffnete Confiserie d’Isabell bietet süße Köstlichkeiten für jede Gelegenheit. Egal ob Kindergeburtstag, Familienfete oder Weihnachtsfeier – Konditormeisterin Isabell Jost fertigt für alle Anlässe professionelle und einzigartige Konditorstücke an, auch ungewöhnliche. In der Weihnachtszeit gibt es selbstverständlich auch leckere Plätzchen.

Familie Jost baute in den vergangenen Wochen einen Stall in eine hochwertige Fertigungswerkstatt für die Konditorprodukte um. Chefin und Namensgeberin Isabell Jost steht selbst hinter den Geräten und zaubert aus Cremes, Butter und Schokoladen kleine Kunststücke, die den Gaumen streicheln; alles professionell und liebevoll zubereitet.
Die 22-Jährige Meisterin ging bei „Wellis" in Korbach in die Lehre, besuchte 2007 dann die Meisterschule und sammelte in Cafés und Konditoreien zahlreiche Erfahrung. Im Betrieb Müller (Winterberg) lernte sie ihre Liebe für kleine Pralinés kennen und verfeinerte ihr Wissen immer weiter. Nun bietet sie in ihrem neuen Geschäft Süßigkeiten an, die in der Region ihresgleichen suchen.

Die Confiserie im Kastanienweg 2 (Goldhausen) ist montags bis freitags zwischen 9 und 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr geöffnet. Weiterhin ist sie regelmäßig auf dem Wochenmarkt in Korbach vertreten. In der übrigen Zeit können die Leckereien nach Vereinbarung erstanden werden – auch samstags. (den)

WLZ – im November 2009


Ausflug fürs ganze Dorf

Vier Goldhäuser Vereine gemeinsam aktiv

PressebildEinen gemeinsamen Weg beschritten die Goldhäuser Vereine: Sie luden zu einem Tagesausflug in den Nationalpark Kellerwald-Edersee ein. Das Gruppenfoto entstand an der Quernst-Kirche.

Korbach-Goldhausen. Gemeinsam etwas für alle Bürger des Dorfes anbieten: Diese bereits Ende vergangenen Jahres geborene Idee setzten vier Goldhäuser Vereine jetzt in die Tat um. Sie luden zu einem Ausflug in den Nationalpark Kellerwald-Edersee ein.
Mit der gemeinsamen Aktion verfolgten Feuerwehr, gemischter Chor, Schützenverein und der Verein "Unser Dorf das Ziel, sich nicht gegenseitig Konkurrenz zu machen. Schließlich sind die meisten Goldhäuser Mitglied in mehreren Vereinen. Unter der Regie von "Unser Dorf" wurde die Fahrt geplant.

45 Goldhäuser starteten in Richtung Frankenau, wo sie von einem Ranger und drei Pferdegespannen mit Planwagen erwartet wurden. Zunächst gab es einige allgemeine Information über den Nationalpark. Dann nahm die Gruppe die erste Teilstrecke in Angriff. Sie führte zur Bathildishütte. Dort stärkten sich die Teilnehmer bei einem deftigen Picknick, bevor sie den Rückweg antraten. An der Quernst-Kirche hielten die Wagen noch einmal an, um Jung und Alt Gelegenheit zum Besuch zu geben. Während der gesamten Tour durch die reizvolle Landschaft erfuhren die Gäste vom Ranger, der abwechselnd auf den Wagen mitfuhr, allerlei Wissenswertes rund um das Schutzgebiet. (r)

WLZ – im Oktober 2009


Studenten im Eisenberg

Wissenschaftler begeistert vom Korbacher Goldbergwerk

PressebildDie Exkursionsgruppe vor der Besichtigung des Goldhäuser Besucherbergwerks mit Grubenführer Dieter Stede (r.) Foto: Gabi Penkert

Deutschlands größte historische Goldlagerstätte bleibt wissenschaftlich interessant. Mineralogiestudenten aus Bonn waren zu Gast am Eisenberg – und begeistert von dieser Exkursion.

Korbach-Goldhausen. Das Besucherbergwerk in Goldhausen ist – auch wissenschaftlich gesehen – ein Kleinod. Zu diesem Schluss kamen 17 begeisterte Mineralogiestudenten und ihr Professor nach der Besichtigung vom "Unteren-Tiefen-Tal-Stollen" am Eisenberg.

Grubenführer Dieter Stede vom Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" gelang es eindrucksvoll, die Bergbaugeschichte anschaulich darzustellen. Die mineralogisch-geologische Begleitung übernahmen Peter Penkert vom Museum für Naturkunde Dortmund und Gabi Penkert, die alles fotografisch festhielt.
Die Studenten aus dem vierten und sechsten Semester absolvierten die Exkursion im Rahmen ihres Studiums. Professor Chris Ballhaus vom Steinmann-Institut für Geologie, Mineralogie und Paläontologie der Universität Bonn betonte, dass es immer schwieriger werde, den deutschen Studenten Erzlagerstätten im Original zu zeigen, weil es keine fördernden Erzbergwerke in erreichbarer Nähe mehr gebe. Diese Lücke können Besucherbergwerke schließen, vorausgesetzt, es sind noch repräsentative erzführende Lagerstätten zugänglich oder wieder zugänglich gemacht worden.

"Wir konnten mehr sehen als zuvor erwartet", war das einhellige Fazit, und so könnte Goldhausen zum festen Bestandteil künftiger Exkursionsplanungen werden. Im Anschluss ging es weiter zum zweiten Programmpunkt des Tages, der Roteisenerzlagerstätte Philippstollen in Olsberg, (r)

WLZ – im August 2009


Junge Goldgräber entdecken den alten Stollen

Wolfgang-Bonhage-Museum veranstaltet Ferienaktion "Eisenberg drunter und drüber" mit Goldwaschen

PressebildIm Stollen unter Goldhausen gab es einiges zu entdecken. (Foto: Dennis Schmidt)

Korbach. Rein in die Bergmannskluft und hinein in den Stollen: Für die 21 .jungen Teilnehmer von "Eisenberg drunter und drüber", einer Ferienaktion des Wolfgang – Bonhage – Museums, steckte der Montag voller überraschungen und Abenteuer.

Die Kinder, die größtenteils aus den Korbacher Ortsteilen stammen, starteten im Museum mit ihrer Tour. Mit Britta Hein, Elke Schnatz und Kristin Heck bastelten sie kleine Goldkästchen.

Auch für den Inhalt in dem Behältnis sorgten die Kinder auf eigene Faust: Beim Goldwaschen wurde jeder der Teilnehmer fündig. Drei von ihnen fanden echtes, die übrigen sogenanntes Katzengold. Als Lohn für die intensive Suche gab es in der Jugendherberge anschließend ein gemeinsames Mittagessen.
Nach einer Führung durch die Bergbauausstellung und Informationen zum ehemaligen Schloss Eisenberg wanderten die jungen Teilnehmer dann auf den Eisenberg. Friedhelm Bachmann und Werner Grebe warteten dort auf sie und entführten die Goldgräber in eine längst vergangene Zeit: Im "Unteren-Tiefen-Tal-Stollen" tasteten sie sich, bei spärlicher Beleuchtung mithilfe einer Lampe auf dem Bergmannshelm, durch die engen Gänge voran. Hier staunten die Kinder nicht schlecht über die anstrengende Arbeit, die die Bergmänner bereits vor 500 Jahren vollbracht haben. Mehr als fünf Zentimeter sei es pro Tag nicht vorangegangen, wussten die beiden Goldexperten Bachmann und Grebe zu berichten.

Auch wenn der Besuch an der Burgruine wegen des schlechten Wetters abgesagt werden musste, entdeckten die Jungen und Mädchen doch im Laufe eines Tages den jahrhundertealten Goldbergbau. (den)

WLZ – im August 2009


Jubel nach Wettstreit der Jugendwehren

Jungen aus Roda und Goldhausen sowie Mädchen aus Löhlbach vertreten Kreisjugend beim Landesentscheid

PressebildSie vertreten den Landkreis beim Landesentscheid (von links): die Mädchengruppe aus Löhlbach, die Jungen aus Roda und die Jungen aus Goldhausen. Foto:Wickenhöfer

Einer der Höhepunkte des Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlagers war der Kreisentscheid. Die Sieger der Wettbewerbe vertreten den Landkreis am 13. September beim Landesentscheid.

VON MICHAEL WICKENHÖFER

Frankenberg-Schreufa. Riesiger Jubel brach am Samstagabend bei der von Dirk Ungemach gestalteten Siegerehrung besonders bei drei Mannschaften aus: Der amtierende Hessenmeister Roda verteidigte bei dem Wettbewerb in Schreufa erfolgreich seinen Kreismeistertitel und hat nun neben dem Startplatz bei den deutschen Meisterschaften auch wieder einen Startplatz beim Landesentscheid sicher.
Noch kräftiger war der Jubel aber bei den Mädchen aus Löhlbach, die Erster der Mädchen wurden, und bei den Jungen aus Goldhausen, die Platz zwei bei den Jungen belegten. Beide Mannschaften sind seit mehr als 30 Jahren nicht mehr zu dieser Ehre gekommen. Zumindest mit dem zweiten Platz der Goldhäuser hatten die wenigsten gerechnet, nicht einmal die Jugendlichen selbst. „Wir sind total überwältigt", betonte der stellvertretende Jugendwart Marc Saure.

32 Teams am Start

Doch auch die Löhlbacher Mädchen feierten noch lange ihren hart erarbeiteten Erfolg. Mit insgesamt 32 Mannschaften nahmen rund 300 Jugendliche aus Waldeck-Frankenberg am großen Wettbewerb teil. „Eure Leistungen sind hervorragend", lobte Kreisjugendwart Markus Potthof die Gruppen. Der Verbandsvorsitzende Manfred Hankel betonte: „Die Ergebnisse sind ein Zeugnis für den hohen Ausbildungsstand und gleichzeitig ein Garant dafür, dass dies auch so bleibt."

Platzierungen

Die Bestplatzierten der Jungen: Roda 2 (1425 Punkte), Goldhausen (1414), Gemünden 1 (1406), Bockendorf 1, Ernsthausen 2, LÖhlbach, Gemünden 2, Dodenau, Burgwald, Bergheim-Giflitz. Die Siegerliste der Mädchen: Löhlbach (1409 Punkte), Gemünden (1387.7), Haina (1380), Roda, Dodenau, Helmighausen.

WLZ – im Juni 2009


Großes Feuerwehrfest in Rhena

Jubiläum 75 Jahre Feuerwehr – Stadtpokalwettkämpfe und Jugendzeltlager

PressebildDie erste Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Goldhausen siegte mit einer Sekunde Vorsprung. Fotos: Martin Baumgartner

In Rhena gab es viel zu feiern: Die Freiwillige Feuerwehr ist 75 Jahre alt geworden, die Jugendwehr 35. Spannend waren die Wettkämpfe um den Stadtpokal, ein buntes Programm bot das Jugendzeltlager.

Korbach-Rhena. stand drei Tage ganz im Zeichen der Feuerwehr. „Fast das ganze Dorf ist hier“, meinte Stadtrat Wilhelm Kappelmann, der der Rhenaer Wehr die Glückwünsche der Stadt Korbach zum Doppelgeburtstag übermittelte. Außer den Rhenaern und ihrer Freiwilligen Feuerwehr tummelten sich auf der Wiese bei der Mehrzweckhalle rund 170 Jugendliche von 10 Jugendfeuerwehren. Sie waren zum Korbacher Zeltlager gekommen. Daran nahmen auch Gäste aus der polnischen Partnerstadt Pyritz teil: 20 junge Feuerwehrleute und ihre Betreuer waren zu Besuch in der Stadt und machten bei den Stadtpokalwettkämpfen mit, die ebenfalls in Rhena ausgetragen wurden.

Den Korbacher Stadtpokal der Einsatzabteilung nahm die Mannschaft Goldhausen 1 mit nach Hause. Sie hatte in einer hauchdünnen Entscheidung die Nase vorn (siehe Bericht unten – "Fotofinisch beim Knoten"). Die Pokalwettbewerbe der Jugendfeuerwehren entschied der Lengefelder Nachwuchs für sich. Die Gäste aus Pyritz treten die Heimreise mit einer Trophäe an: Sie schnitten bei der Dorfrallye und dem Kickerturnier am besten ab und gewannen den Lagerpokal.
Die Freiwillige Feuerwehr Rhena bekam von der Stadt auch ein Geburtstagsgeschenk, wenn auch nicht verpackt: Stadtbrandinspektor Friedrich Schmidt übergab ihnen „das lange gewünschte Notstromaggregat“ und erklärte sofort: „Das werden wir nachher bei einem kleinen Umtrunk mal testen.“ Stadtrat Kappelmann hatte Kuverts mit einer finanziellen Zuwendung für die Rhenaer Wehr mitgebracht, und Manfred Hanke vom Kreisfeuerwehrverband überreichte Wehrführer Friedrich Bunte und dem Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, Dieter Wege, eine Ehrenurkunde.
Eine ganz besondere Auszeichnung überreichte Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick: Klaus Frese aus Lengefeld erhielt das goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande des Landes Hessen für einen 40-jährigen aktiven Dienst in der Feuerwehr. Er trat 1968 in die Jugendfeuerwehr ein und wechselte 1974 in die Einsatzabteilung. Von 1998 bis 2008 war er stellvertretender Wehrführer in Lengefeld und ist außerdem seit 1990 Kreisausbilder.

Es war ein mehr als gelungenes Feuerwehrfest in Rhena, allen Beteiligten hat es sehr gut gefallen. Mit den polnischen Gästen tauschten die Feuerwehrleute Geschenke aus, und alle verstanden sich trotz Sprachbarrieren fabelhaft. Stadtjugendwart Stefan Casper ging am Samstag allerdings im Bach baden. Die Pyritzer haben ihn „getauft“. (mba)

Fotofinish beim Knoten – Goldhausen I und Lengefelder Jugend Sieger

Rhena. Ein hauchdünnes Fotofinish gab es beim Feuerwehrwettkampf der Einsatzabteilungen: Die erste Mannschaft aus Goldhausen holte den Stadtpokal – mit nur einer Sekunde Vorsprung beim Knotenknüpfen vor den Zweitplatzierten aus Lengefeld. Beide Teams hatten ein 100-Prozent-Ergebnis sowie jeweils vier richtige Knoten. So blieb den Schiedsrichtern lediglich die gestoppte Zeit als Kriterium, und auch dabei war kaum ein Unterschied zwischen den Mannschaften festzustellen: Lengefeld brauchte 27 Sekunden, Goldhausen I 26 Sekunden.Überhaupt zeigten alle teilnehmenden Wehren hervorragende Leistungen, wie Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt betonte: „Keine Mannschaft lag unter 90 Prozent, bei Schulnoten wären das alles Einsen.“ Den dritten Rang belegte Nordenbeck mit 99 Prozent vor Goldhausen II (98 Prozent) und Nieder-Ense (97). Auf die Plätze sechs und sieben kamen Helmscheid (95) und die Gastgeber aus Rhena (94).Bei den Pokalwettbewerben der Jugendfeuerwehren war das Ergebnis genau umgekehrt: Hier siegte die Mannschaft aus Lengefeld mit 1653 Punkten knapp vor Goldhausen I mit 1644 Punkten, gefolgt von Goldhausen II auf Rang drei mit 1625 Punkten. Lelbach (1621) und Rhena (1575,2) belegten die Plätze vier und fünf. Platz sechs ging an Helmscheid (1441,2) und Platz sieben an das Team aus Korbach mit 1291,4 Punkten.Den Lagerpokal, um den die Jugendwehren beim Zeltlager spielten, können die Gäste aus der polnischen Partnerstadt Pyritz mit nach Hause nehmen. Den zweiten Rang belegte die Jugendfeuerwehr aus Nieder-Ense vor Eppe auf Platz drei. Die weiteren Platzierungen lauten: Goldhausen (Rang 4), Helmscheid (5), Lengefeld (6), Lelbach (7), Meineringhausen (8) und Korbach (9). (mba)

WLZ – im Juni 2009


Vor 40 Jahren Grundstein gelegt

Jugendfeuerwehr Goldhausen feiert Geburtstag mit Wettkämpfen und Kommersabend

PressebildSo wie die Mitglieder der Jugendfeuerwehr aus Birkenbringhausen sprangen, sprinteten und kämpften vor allem Mannschaften aus dem Waldecker Land um den Sieg beim Bundeswettbewerb und bei der Kreisübung in Goldhausen. (Fotos: den)

Korbach-Goldhausen (den). Viel los War den ganzen Samstag über rund um das Dorfgemeinschaftshaus in Goldhausen. Während tagsüber die Jugendfeuerwehren aus dem Kreis ihre Kräfte maßen, feierten abends die Feuerwehrkameraden das 40-jährige Bestehen ihrer Jugendfeuerwehr.

Sie waren Pioniere, die zwölf Mitglieder und ihre Betreuer, als sie 1969 in Goldhausen die Jugendfeuerwehr gründeten; es gab keine Strukturen und Vorgaben, an die sie sich halten konnten. Am Samstag erinnerten sich die Goldhäuser an den Start und die Geschichte ihrer Jugendwehr.
Dass die Jugendlichen aus dem Ort inzwischen ein eingespieltes Team sind, bewiesen sie bei der Kreisübung: erster Platz. Im ebenfalls veranstalteten Bundeswettbewerb betrat der Feuerwehrnachwuchs aus Roda das Siegertreppchen.

PressebildLassen die Freude raus: die beiden Gewinnermannschaften Goldhausen I und Roda II.

Michael ickenhöfer, der als Wettbewerbsleiter auf Kreisebene bereits Erfahrungen gesammelt hat, überwachte die einzelnene Abschnitte während der Prüfung und verkündete am Ende auch die Ergebnisse. Für die besten fünf Gruppen gab es Pokale, der Rest der Mannschaften konnte sich über Urkunden und Punkte für den kreisweiten Florianscup freuen.
Die 21 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr Goldhausen, die sich neben ihrer eigentlichen Arbeit auch bei etlichen Projekten für den Ort engagieren, feierten im Anschluss an die Wettkämpfe im Dorfgemeinschaftshaus mit vielen Ehrengästen die Gründung ihrer Abteilung vor 40 Jahren.

Beim Blick zurück erinnerten sie daran, dass bereits die ersten Jugendlichen gleich im Gründungsjahr den Kreismeistertitel errangen. „Da bin ich heute noch stolz drauf“, ließ Gründungsmitglied Karl Helmut Tepel, der damals noch nicht einmal neun Jahre alt war, durchblicken. Zusammen mit Friedrich Emde erhielt er das goldene Brandschutzehrenabzeichen am Bande.
Friedhelm Schwieder, Bernd Saure, Thomas Eimer, Herbert Rieth und Gerhard Wäscher bekamen für ihre 40-jährige Vereinstreue vom Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden Manfred Hankel eine Urkunde. Seit 25 Jahren sind Torsten Emde, Arno Zenke und Andreas Sinsch Mitglieder – dafür gab’s Ehrenabzeichen in Silber.

PressebildUrkunden und Abzeichen gab es im Rahmen des Kommersabends für langjährige Mitglieder und einen „Partner der Feuerwehr".

Sinsch hatte als Vereinsvorsitzender und Wehrführer den Kommersabend eröffnet und Rückschau auf die Geschichte der Jugendwehr gehalten. Stadtrat Friedrich Bachmann, Ortsvorsteher Wolfgang Behle, Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt, Kreisjugendwart Markus Potthof sowie befreundete Wehren aus dem Umkreis gehörten ebenfalls zu den Gratulanten. Der örtliche Malerbetrieb Saure wurde für seine Kooperationsbereitschaft zum „Partner der Feuerwehr“ ernannt.

WLZ – im Mai 2009


Auf den Spuren der Goldgräber

Geologe Dr. Wolfgang Homann weist Goldpochmühle bei Nieder-Ense nach

PressebildKristallisiertes Berggold aus dem Eisenberg, aufbereitet aus der Itter. 28 Teilstriche in der eingeblendeten Skala entsprechen einem Millimeter. (Foto: Dr. Wolfgang Homann)

VON JÖRG KLEINE

Korbach. Goldene Pfade im Waldecker Land kennt der Geologe Dr. Wolfgang Homann so gut wie seinen Vorgarten. Derzeit arbeitet er an der umfangreichsten Dokumentation zum goldenen Erbe des Eisenbergs. Eines der Rätsel hat der Dortmunder Experte glänzend gelöst: In Nieder-Ense hat ehedem ein Pochwerk zur Goldgewinnung gestanden.

Da staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich. Mit schwerem Gerät fuhren fremde Leute diese Woche am Ortsausgang von Nieder-Ense auf. Dicke Pumpen schleppten sie auf eine Wiese am Bachlauf der Itter, dann rückte auch noch ein Bagger an.
Fünf, sechs Löffel hob er aus dem Untergrund des Flussbetts, etwa anderthalb Meter tief. Dann lud er das schlammige braune Material auf eine Folie auf der Wiese.

Historische Belege

Wie oft schon hat Dr. Wolfgang Homann in den 70er- bis 90er-Jahren Studenten zum Eisenberg geführt. Im Goldhäuser Georgs-Schacht stieg er hinab in die Unterwelt, ließ klopfen und pumpen. Mit mühseliger Arbeit erwuchsen dann etliche Goldkörnchen, die er symbolisch schon mal zu wenigen Münzen prägen ließ.
Nach Dr. Jens Kulick, dem 1996 verstorbenen Geologen, Heimatforscher und Wiederentdecker der goldenen Historie am Eisenberg, ist Homann wohl der kundigste Goldschürfer im Waldecker Land. Vor einigen Jahren ging der frühere Leiter des Naturkundemuseums Dortmund in Pension. Im Verein „Historischer Goldbergbau Eisenberg“ ist er jedoch weiter engagiertes Mitglied.2008 nahm er sich vor, die umfangreichste Dokumentation zum Gold am Eisenberg zu erstellen. Er durchforstet die bestehende Literatur, sichtet altes und neues Quellenmaterial. Dazu gehören auch Urkunden, in denen es um frühere Pochwerke geht. Denn irgendwie muss das Erz vom Eisenberg im Laufe der Jahrhundert ja verarbeitet worden sein.
Die Zeit des intensiven Goldrauschs begann um 1200 und endete spätestens mit Beginn des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648). Rund um Korbachs Hausberg gab es dabei im 15. und 16. Jahrhundert etliche Pochwerke, die durch Wasser angetrieben wurden, schildert Homann. Durch wiederholte „Waschversuche“ gelang es Homann, eines der Pochwerke an der Itter bei Nieder-Ense auszumachen.

Tonnenweise Schlamm

Diese Woche trat Homann mit seinem Team den Beweis an. Mit dabei waren Dr. Cornelia Bockrath, stellvertretende Leiterin des Naturkundemuseums Dortmund, und die erfahrene Präparatorin Hildegund Kordon. Frisch ans Werk gingen aber auch ehrenamtliche Mineralienfreunde wie Josef Volmari (76), Georg Scholz, Ulrich Bode (70) und Peter Thomalzig. Sie alle haben Homann schon bei vielen Goldwäschertouren begleitet.

PressebildGlück gehabt: Hildegund Kordon (I.) und Dr. Cornelia Bockrath haben mit der Lupe ein Goldkorn aus der Itter entdeckt. (Fotos: jk)

An der Itter schlugen sie ihr (genehmigtes) Camp für drei Tage auf. Flugs grüßte der „Long Tom“, eine amerikanische Waschapparatur, dahinter führte eine finnische Waschrinne zurück zur Itter. Schüppe für Schüppe trug Homanns Team dann Schlamm und Kies aus der Itter zur Waschstraße.
Gold schwimmt nicht einfach so im Bach, sondern lagert sich wegen seines hohen spezifischen Gewichts unten im Bachbett ab. Der Schlamm wird dann über die Waschrinnen gespült, wobei feines, schweres Material an Riffeln der Waschrinnen hängen bleibt. So entstanden aus fünf Kubikmetern Schlamm zwei Eimer voll Konzentrat, das Homann mit nach Dortmund nahm. Himmelfahrt meldete Homann einen schönen Erfolg: Das nochmals gewaschene Konzentrat barg eine Messerspitze voller Goldkörnchen, die unter dem Mikroskop leuchteten.

Pochwerk vor 500 Jahren

Nun lässt sich mit hohem Aufwand auch heutzutage in fast allen Waldecker Bächen noch Gold waschen. Was also liefert den Beweis, dass in Nieder-Ense vor 500 Jahren die gesuchte Pochmühle stand?
Gold, das im Fluss über längere Strecken transportiert wurde, ist abgerundet – wie Kies. Kristalle aus ursprünglichem Berggold sind dagegen gratig, noch verwachsen mit Gestein. Zudem setzten die Pochwerke früher Quecksilber ein, um das Gold in Amalgam zu binden.

PressebildDr. Wolfgang Homann (I.), Georg Scholz und Josef Volmari waschen am „LongTom".

Quecksilber löst Gold zunächst auf, bei späterem Erhitzen verdampft das Quecksilber – und weitgehend reines Gold bleibt übrig. Dieses Verfahren war vor 500 Jahren in Waldeck üblich. Überdies gibt es im Gestein des Eisenbergs typische andere Mineralien – wie das Selenerz „Clausthalit“ oder den weichen, grünen Libethenit.
Genau diese Mixtur fand Homann im Konzentrat aus der Itter bei Nieder-Ense. Also muss dort, rund 20 bis 30 Meter von der Waschstelle, früher das Pochwerk gestanden haben.
So kann Homann nunmehr ans nächste goldene Kapitel des Waldecker Landes gehen.

WLZ – im Mai 2009


Ein tolles Team: Sportlich fit und erfolgreich 40 Jahre Jugendfeuerwehr

Goldhausen – Großer Pokalwettbewerb am Samstag – Zehnmal Kreismeister

PressebildDie Jugendfeuerwehr Goldhausen feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Unser Bild zeigt die Mitglieder der Gruppe zusammen mit den Jugendwarten Stefan Frese (I.), Marc Saure (r.) und Kerstin Zenke. (Foto: pr)

Korbach-Goldhausen (r). Anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens richtet die Jugendfeuerwehr Goldhausen am Samstag einen Pokalwettbewerb für Jugendfeuerwehren aus. Insgesamt werden 31 Mannschaften aus dem ganzen Landkreis erwartet.

Am Abend ab 19 Uhr findet zusätzlich ein Kommersabend statt, bei dem auf die vergangenen 40 Jahre zurückgeblickt wird.
Die Jugendfeuerwehr Goldhausen wurde im Jahre 1969 von zwölf Jungen gegründet. Heute besteht sie aus 16 Jungen und fünf Mädchen. Erste Jugendwarte waren Willi Straußberg und Günther Vahland. Es folgten Wolfgang Behle und Wilfried Jesinghausen. Ihre Stellvertreter waren Gerhard Wäscher und Karl-Wilhelm Butterweck. Besonders hervorzuheben sind die Jugendwarte Dirk Straußberg und Dirk Wilke, die das Amt insgesamt 17 Jahre innehatten. Seit 2005 sind Stefan Frese und Marc Saure Jugendwarte. Seit letztem Jahr wird das Team noch durch Kerstin Zenke verstärkt.

In den vergangenen 40 Jahren feierte die Jugendfeuerwehr große Erfolge. Bereits in ihrem Gründungsjahr wurde die Jugendfeuerwehr Kreissieger. In den Jahren von 1973 bis 1981 wurde dieser Erfolg neunmal in Folge wiederholt. Im letzten Jahr wurde der Stadtpokal zum elften Mal hintereinander gewonnen. Darüber hinaus stehen viele weitere Siege, insbesondere auf Kreisebene und zwei Teilnahmen an Landesentscheiden in der Statistik. Aber nicht nur Wettbewerbe und feuerwehrtechnische Ausbildung stehen bei der Jugendfeuerwehr Goldhausen auf dem Dienstplan. Ebenso gehören gesellige Aktionen wie die Teilnahme an Zeltlagern, aber auch sportliche und kulturelle Veranstaltungen dazu. Seit dem Jahr 2000 besteht eine freundschaftliche Beziehung zur Feuerwehr in der tschechischen Partnerstadt Vysoké Mýto. Für die sportliche Fitness sorgen Fußballspiele, Besuche in der Willinger Kletterhalle und im Winter Sportstunden in der Lengefelder Halle. Die Jugendlichen nehmen regelmäßig an Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen teil. Für genügend Geld in ihrer Kasse sorgten die Jugendlichen immer wieder selbst durch die Abholung von Altpapier, Verteilung von gelben Säcken und die Durchführung des jährlichen Osterfeuers.

WLZ – im Mai 2009


"Ich habe echtes Gold gefunden"

Saisoneröffnung im Besucherbergwerk in Goldhausen – viele kleine Entdecker unterwegs

PressebildGlückauf: Den ganzen Sonntagnachmittag machten sich zur Saisoneröffnung Besuchergruppen auf den Weg in den Stollen. (Fotos: resa)

Korbach-Goldhausen (resa). Mit Schippe, Karre und Hacke hatten die Grubenführer in den vergangenen Monaten alles vorbereitet. Gestern eröffneten sie nun mit vielen Besuchern die neue Saison im Goldbergwerk in Goldhausen.

Benedikt und sein Papa sind ganz aufgeregt: "Ich habe echtes Gold gefunden", erklärt der kleine Entdecker stolz und präsentiert die Schiefersteine, die er am Rande des Stollens entdeckt hat. An vier Samstagen haben die Grubenführer des Besucherbergwerks die Steine aus dem Stollen gefahren, um Platz für einen neuen Stollengang zu machen. Während der Saisoneröffnung entdecken kleine und große Abenteurer nun manch eine Schiefertafel mit schmuckvollen Goldverzierungen in den Schuttbergen.
Mit einer Andacht mit Pfarrer Burkhard Uffelmann hat der betriebsame Tag am Goldbergwerk am Morgen begonnen. Traditionell stimmen die Sänger des gemischten Chores Eisenberg dann das Bergmannslied an, bevor die ersten Besucher auf Entdeckungsreise im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen gehen.

PressebildFranca (4) und Lucas (7) erkunden die Bergwelt in Goldhausen.

"Im Moment haben wir unter Tage noch eine Baustelle", erklärt Dieter Stede vom Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg". Denn bereits in der nächsten Saison sollen die Besucher durch einen Seitengang weitere 200 Meter Bergwelt erkunden können. Bis das so weit ist, werden die Helfer aber noch viele Karren Gestein aus dem Seitengang wegräumen müssen. Und so klettern die Besucher des Bergwerks vorerst auf rund 250 Metern in den Stollen. "Das wird sicher ganz schön spannend", mutmaßt der siebenjährige Lucas. Gemeinsam mit anderen kleinen Entdeckern wartet der Korbacher geduldig, bis die ersten Lichter der anderen Besuchergruppe im Stollen auftauchen. "Jetzt sind wir endlich dran", sagt er dann erleichtert und rückt seinen Helm zurecht.
Viele Familien, die den letzten Osterferientag in Goldhausen verbringen, machen sich mit Gummistiefeln, Regenjacken und Schutzhelmen auf den Weg unter Tage. "Ganz schön kalt da drin", stellt Lucas fest, als er nach einer halben Stunde wieder aus dem Stollen klettert. Recht hat er: Denn während sich die Sonne über Tage gegen die Regenwolken durchgesetzt hat, misst das Thermometer im Bergwerk immer noch rund acht Grad. "Außerdem ist es ganz schön hell hier draußen", stellen auch die anderen Kinder fest. Schließlich haben sich die Grubenführer dafür entschieden, auch künftig kein elektrisches Licht im Bergwerk anzuzünden. "Damit wäre der Reiz verloren", ist Stede sicher.

Die Besichtigung des Bergwerks ist für Gruppen nun bis Oktober täglich nach Anmeldung unter Telefon 05631/53232 möglich. Für Einzelpersonen und kleine Gruppen finden Führungen am Wochenende, im Wechsel samstags und sonntags statt. Der Eintritt beträgt für Kinder 3,50 Euro und für Erwachsene sieben Euro.

WLZ – im April 2009


Schuften im Goldbergwerk

Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" erweitert den Besucherstollen

PressebildMit Helm, Geleucht und Muskelkraft packte der Goldbergwerk-Verein kräftig an. Der Besucherstollen wird erweitert. (Foto: jk)

Korbach – Goldhausen (jk). Am 19. April ist Saisoneröffnung an Deutschlands größter historischer Goldlagerstätte. Heute legten sich die "Goldgräber" schon mal ins Zeug für die Saison 2010. Dann soll ein neues Abenteuer zum Eisenberg locken.

Das Besucherbergwerk in Goldhausen lebt von ehrenamtlichem Einsatz. Am Wochenende bewies ein gutes Dutzend Vereinsmitglieder wieder ordentlich Muskelschmalz, um den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen in Zukunft noch attraktiver zu gestalten.

Mit Erlaubnis des Bergamts und Unterstützung von Experten der westfälischen Grube Dreislar begann der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg", einen Seitengang im Stollen neu freizulegen. Der Querschlag wurde Ende der 70er-Jahre vorangetrieben, damals unter Regie des Geologen und Heimatforschers Dr. Jens Kulick. Der Abzweig nach rechts, mitten im Stollen, führt rund 200 Meter tief in den Berg. Für Besucher ist der Gang allerdings bislang gesperrt. Noch – denn 2010 sollen sich hier zusätzliche Abenteuer für Gäste aus nah und fern öffnen (wir berichteten).

PressebildIn einem Seitengang muss Schutt freigeräumt werden. (Foto: jk)

Am kommenden Samstag, 28. März, ab 9 Uhr folgt die zweite Arbeitsaktion des Vereins, um Schutt aus dem Weg zu räumen und den Eingang zum Querschlag neu abzusichern. Helfer sind willkommen.
Eine fachmännische Bohrung soll dann später für die nötige Bewetterung, also zusätzliche Luftzufuhr, sorgen: von oben durch den rund 300 Millionen Jahre alten Fels des Eisenbergs in den Seitengang hinein.
Im Eisenberg bauten Goldgräber vor allem zwischen 1200 und 1618 das edle Erz ab. Doch auch im 20. Jahrhundert gab es immer wieder neue Versuche – auch von kanadischen und australischen Firmen.

Buchungen für Besucherführungen bei der Stadt Korbach (Tel. 05631/53232). Ansprechpartner für den Verein ist Wolfgang Behle in Goldhausen (Tel. 05631/61633).

WLZ – im März 2009


Schokolade ist immer eine Sünde wert

Isabell Jost aus Goldhausen ist Konditorin, in ihrer Freizeit kreiert sie Pralinenvariationen und Hochzeitstorten

PressebildVorher und nachher: Isabell Jost befüllt die künftigen Mousse-au-Chocolat-Pralinen mit ihrer Geheim-Füllung. (Fotos: resa)

VON THERESA DEMSKI

Korbach-Goldhausen. "Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel, man weiß nie, was man bekommt": Was Forrest Gump weiß, weiß Isabell Jost schon lange. Schließlich entscheidet die 21-Jährige in ihrer Goldhäuser Küche täglich, mit welchen Köstlichkeiten die kleinen Schokoladenhüllen befüllt werden.

Die Schokolade kocht leise vor sich hin, während die Vollmilchhülsen Reihe in Reihe auf ihren großen Auftritt warten. „Das Prinzip ist im Grunde immer das gleiche, nur die Füllungen variieren“, erklärt Isabell Jost und rührt vorsichtig die warme Sahne unter die Schokolade. Karamell, Himbeer-Sekt-Creme, Nuss oder Nougat: Das Sortiment ist breit und wird mit jedem Tag größer. „Vor allem Pralinen ohne Alkohol sind im Kommen“, weiß die junge Frau und greift zu zwei kleinen Kelchen: „Jetzt noch ein bisschen Geheimnis und schon ist die Mousse-au-Chocolat-Füllung fertig“, schmunzelt die 21-Jährige.

Meisterin mit 20 Jahren

Die Küchengeheimnisse hütet die junge Goldhäuserin gut, schließlich sollen ihre kleinen Naschwerke am Ende die besondere Note haben. Jede Schokohülse erhält vorsichtig eine kleine Portionierung. „Eine gute Praline braucht drei Tage“, erklärt die Fachfrau. Am ersten Tag werden die Hülsen befüllt, am zweiten mit Schokolade geschlossen und am dritten Tag verziert. Jeder Vorgang ist bei der Konditormeisterin längst Routine und jedes Instrument hat in der Küche seinen Platz.
„Ich habe schon immer gern gebacken“, erzählt die Goldhäuserin, „weniger des Essens wegen, sondern weil ich die Kreativität liebe.“ Also machte sie ihr Hobby zum Beruf, fing während eines Praktikums bereits mit 15 Jahren Feuer und begann mit 16 eine Ausbildung im Korbacher Café Weltecke. Doch erst in einer kleinen Konditorei in Winterberg, in der Isabell Jost nach ihrer Gesellenprüfung kurz arbeitete, entdeckte sie ihre wahre Leidenschaft. „Ich lernte die Kunst des Pralinenmachens, baute Baumkuchen und bin als Konditorin erst aufgeblüht“, erinnert sie sich glücklich.

Bereits mit 20 Jahren hatte sie den Meisterbrief in der Tasche, arbeitete schließlich wieder in Winterberg, bevor das kleine Café schließen musste. „Ich übernahm damals die kompletten Instrumente“, erzählt sie, „aber für ein eigenes Café war ich einfach noch zu jung.“ Also machte sie sich auf die Suche nach Arbeit und fand eine Gesellenstelle im „Café von der Heide“ in Willingen. „Die Leidenschaft für Pralinen aber blieb“, erzählt sie. Und so eröffnete sie in ihrer kleinen Goldhäuser Küche eine kleine private Confiserie, in der seit Ende des vergangenen Jahres Hunderte kleiner Köstlichkeiten durch Kakao, Himbeerpulver, Schokolade oder Kokos gerollt wurden.

Jeden Morgen um vier klingelt der Wecker, am Nachmittag kehrt sie aus Willingen zurück. „Dann experimentiere ich noch mit meinen Pralinen oder backe vorbestellte Hochzeitstorten“, erzählt die junge Künstlerin. Immer mal wieder entsteht eine neue Kreation. „Während die einen Versuche glücken, scheitern andere“, lacht sie, „aber durch alle lerne ich dazu.
“Unterstützung bekommt sie dabei nicht nur von Mutter Ilselore, sondern auch von ihrer Großmutter. „Von ihnen habe ich schließlich die Kreativität geerbt“, betont die junge Konditorin. Ihre Produkte hat Familie Jost im großen Stil zum ersten Mal beim Lelbacher Eiermarkt präsentiert. „Ich war furchtbar aufgeregt, ob die Leute meine Kreationen überhaupt kaufen würden“, erzählt Isabell Jost. Doch die Sorge löste sich in Luft auf, als sich lange Schlangen an ihrem Stand bildeten.

„Künftig wollen wir auch an anderen Märkten teilnehmen“, plant die Zuckerbäckerin, die Pralinen und Torten inzwischen auf Bestellung liefert – professionell verpackt in Geschenkdosen. Einen großen Traum hat Isabell Jost für die Zukunft noch: „Irgendwann möchte ich mein eigenes Café haben“, sagt sie, „aber erst, wenn es wirklich an der Zeit ist.“

WLZ – im März 2009


Saisoneröffnung am 19. April

Historischer Goldbergbau Eisenberg: Im März beginnt Ausbau für mehr Abenteuer

PressebildDa geht’s lang: Weit über 2000 Besucher kamen in der vorigen Saison zur goldenen Entdeckungsreise im Eisenberg. (Archivfoto: jk)

Korbach-Goldhausen (jk). Das Goldbergwerk zeigt weiter Glanz: Weit über 2000 Besucher kamen in der vorigen Saison zu Deutschlands größter historischen Goldlagerstätte. Im März soll der Ausbau für noch mehr Abenteuer beginnen.

„Die Aussichten sind sehr gut“, blickte Claus Günther bei der Jahreshauptversammlung in Goldhausen nach vorn. Mit viel ehrenamtlichem Muskelschmalz, fachkundiger Hilfe und möglichst auch europäischen Fördergeldern soll ein weiterer Seitengang im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen endlich erschlossen werden.
Dazu möchte der Verein „Historischer Goldbergbau Eisenberg“ das Leader-Programm für die Regionalentwicklung des Naturparks Diemelsee anzapfen. Rund 250 Meter Stollen sind seit Jahren für Besucher erschlossen. Ein Abzweig mitten im Bergwerk mit weiteren 200 Metern soll hinzukommen. Doch stellt sich der Ausbau „schwieriger dar als zunächst gedacht“, erklärte Vereinschef Wolfgang Behle vor den Mitgliedern.

Über 30000 Euro wird die Erweiterung vermutlich kosten. Das betrifft vor allem eine nötige Bohrung zur „Bewetterung“, um die Luftzufuhr im Seitengang zu sichern. Derzeit laufen die Gespräche zur Genehmigung durch das Bergamt und einen entsprechenden Betriebsplan, erläuterte Claus Günther, Vereinsmitglied und Korbacher Stadtmarketingexperte. Eine Spezialfirma aus Hessisch Lichtenau soll die Bohrung dann fachmännisch durchführen.
Während die neue Saison am Eisenberg am 19. April feierlich eingeläutet wird, öffnet sich der zusätzliche Seitengang aber voraussichtlich erst 2010 für Besucher.
Dennoch heißt es für den Verein, schon in den nächsten Wochen kräftig anzupacken: Am 21. und 28. März wollen die Vereinsmitglieder mit Unterstützung von Fachleuten der Grube Dreislar schon mal „Hand anlegen“. Dabei soll der Übergang in den Seitenstollen von Schutt befreit und nach oben neu abgestützt werden. Die Genehmigung für diese Vorarbeit ist bereits da.
Freiwillige Helfer sind für die Arbeitsaktionen willkommen. Ebenso kann der Verein weitere Spenden gut gebrauchen. Auch zusätzliche Besucherführer sind gern gesehen. Sie erhalten zuvor Schulungen, um dann Gäste in die goldene Unterwelt des Korbacher Hausbergs zu begleiten.

Besonderes Lob gab es bei der Hauptversammlung abermals für Dieter Stede und Friedrich Bachmann, die das Gros der Besucherführungen in den vergangenen Jahren übernommen haben.
Immer mehr Buchungen kommen dabei etwa von Gruppen aus der Korbacher Jugendherberge, berichtete Kassenwart Karl-Helmut Tepel.

WLZ – im Februar 2009


Dreifach Helau für Goldhausen

"Unser Dorf" lud ein zum Karneval – Da blieb kein Auge trocken

PressebildDie reifen Pflaumen am Baum wussten so einiges zu erzählen – sehr zum Vergnügen der Goldhäuser Zuhörer. (Foto: pr)

Korbach-Goldhausen (r). Zuletzt feierten die Goldhäuser vor zwei Jahren Karneval – entsprechend motiviert gingen sie in diesem Jahr zu Werke. Unter dem Motto "Von allen – für alle" hatte der Verein "Unser Dorf Goldhausen" die närrische Veranstaltung organisiert.

Als Conférencier führte Karl-Helmut Tepel durch den Abend. Mit einer gelungenen Mischung aus Büttenreden, Tänzen und Sketchen bot Jung und Alt aus dem Ort ein abwechslungsreiches Programm.

Uu Beginn wurden vom Goldjupp die aktuellen Nachrichten aus dem Dorf verkündet. Weil dabei so mancher aufs Korn genommen wurde, blieb beim Publikum kein Auge trocken. Anschließend konnte man die reifen Pflaumen am Baum zu "Im Garten sind die Pflaumen reif" betrachten, vorgetragen von einer Frauengruppe. Was man sonst nur aus dem Privatfernsehen kennt, folgte sodann im Dorfgemeinschaftshaus: Es gab eine Werbeeinlage. Deren Ziel war es allerdings nur, eine weitere Lachsalve auszulösen. Begeistert war das Publikum von der neuen Goldhäuser Funkengarde. Nach ihrem Tanz wurde sie nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen. Etwas vom "unverstandenen Mann" und auch von einer "verspäteten Hochzeitsreise" wurde den Närrinnen und Narren bei zwei Büttenreden berichtet. "Macht nix, macht nix, Du bist einfach blank" befanden die "Goldhäuser Hofsänger" in ihrem Lied zur Finanzkrise und ihren Auswirkungen. Mit einer Gymnastikstunde vorm Fernseher wurden die Zwerchfelle des Publikums erneut strapaziert, denn die beiden Turner bemerkten nicht, dass eigentlich eine Kochsendung lief. Kaum ließen drei Müllmänner ihre Mülltonnen auf der Bühne zurück, schon erklang daraus "Mana Mana", eine bekannte Melodie aus der Sesamstraße. Bevor die Cowboys und Indianer mit ihrem Tanz das Programm beendeten, sang der extra angereiste Amerikaner "Tränen lügen nicht".

Nach drei Stunden kunterbuntem Karnevalsprogramm feierten die Goldhäuser noch bis in die Nacht hinein weiter.

WLZ – im Februar 2009


Neue Strukturen im Vereinsvorstand

Goldhäuser Schützen ehren in der Jahreshauptversammlung treue Mitglieder

PresseFreuen sich über die Ehrung: Hartmut und Hannelore Scharfe, Willi Grebe, Armin Bartmann (v.l.). (Foto: pr)

Korbach-Goldhauen (r). Neuwahlen standen bei der Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Goldhausen auf der Tagesordnung.

Zufrieden blickte Vorsitzender Armin Bartmann auf die vergangene Saison zurück. Vor allem der Stadtmeistertitel für die Goldhäuser Schützen gehörte zu den Glanzpunkten. Auch Willi Grebe, ehemaliger Schießwart, freute sich über sportliche Erfolge und erinnerte an den erfolgreichen Klassenerhalt aller drei Mannschaften. Vereinsmeister wurden Dominik Mütze, Micha Zenke, Erich Becker, Karl-Helmut Tepel und Bernd Mütze. Eine wichtige Neuerung stand für den Verein bei der Zusammensetzung des Vorstandes an: Der besteht künftig aus einem geschäftsführenden und einem erweiterten Vorstand. Gleichzeitig beschloss die Versammlung eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages, um auch zukünftig den Schießbetrieb aufrechterhalten zu können. Dafür soll auch eine starke Vereinsführung sorgen, die während der Versammlung neu zusammengesetzt wurde: Roland Fabinger übernahm das Amt des Schießwartes, nachdem sich Willi Grebe in den "Ruhestand" verabschiedet hatte. Sarah Nicole Behle wird Frauenwartin und Ina Hartmann-Klinker unterstützt nun den gewählten ersten Jugendwart Jens Hartmann. Vorsitzender Armin Bartmann, sein Stellvertreter Dirk Vahland, Kassierer Frank Mütze und Schriftführerin Sylvia Bartmann wurden wiedergewählt. Micha Zenke wurde zum neuen Jugendsprecher ernannt.

Ausgezeichnet wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft Irmgard Schmutzer sowie Hannelore und Hartmut Scharfe mit der Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes in Gold.

WLZ – im Februar 2009


Rege Jugendarbeit bei Feuerwehr Goldhausen

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Goldhausen – 2000 Stunden ehrenamtlicher Dienst – Ehrungen

Ehrungen und Beförderungen bei der Feuerwehr Goldhausen, von links nach rechts: Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt, Willi Straußberg, Wehrführer Andreas Sinsch, Stefan Frese, Wilfried Vahland, Marian Frese, Albert lllian, Silvio Frese, Marc Saure, Corinna Schüttler, Stadtrat Wilhelm Kappelmann, Nicole Westmeier, Edelgard Tepel, Friedrich Zenke, Kerstin Zenke und der stellvertretende Stadtbrandinspektor Carsten Vahland. (Foto: pr)

Korbach-Goldhausen (r). Insgesamt sechsmal wurde die Feuerwehr Goldhausen letztes Jahr alarmiert. Davon berichtete Wehrführer und Vereinsvorsitzender Andreas Sinsch in der Jahreshauptversammlung. Mit der Teilnahme an Wettkämpfen, übungen und sonstigen Aktivitäten wurden über 2000 Stunden ehrenamtlicher Dienst geleistet.

Neben zwei Fehlalarmen rückte die Wehr zu vier Hilfeleistungen aus. Nach einem schweren Hagelschauer im Mai musste Wasser aus einigen Kellern gepumpt werden. Im Juni folgte ein Wohnungsbrand in Hillershausen und im Juli ein Schornsteinbrand in Alleringhausen. Bei dem letzten Einsatz des Jahres musste eine in Brand geratene Strohballenpresse bei Nordenbeck gelöscht werden.
Breiten Raum nahmen die Vorbereitung und Teilnahme an Leistungsentscheiden und Wettkämpfen ein. Beim Kreisentscheid in Korbach qualifizierte sich die Mannschaft mit dem vierten Platz für den Bezirksentscheid. Beim Stadtpokal eine Woche später belegte das Team aus Goldhausen den ersten Platz. Mit dem dritten Platz beim Bezirksentscheid in Vellmar wurde die Fahrkarte zum Landesentscheid gelöst, bei dem der vierte Platz erreicht wurde. Im Herbst fand eine sehr realistische Einsatzübung gemeinsam mit den Feuerwehren aus Nordenbeck und den Ense-Dörfern auf einem Aussiedlerhof in Nieder-Ense statt. Aus einer verqualmten Scheune mussten verletzte Menschen gerettet werden. Bei einem übungsabend zusammen mit der Feuerwehr Korbach wurde auf dem Gelände eines Korbacher Schrotthändlers ein Hilfseinsatz mit Schneidgerät und Spreizer an einem Bus geübt.

Jugendwart Stefan Frese berichtete über die rege Teilnahme der Jugendlichen an den vielfältigen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Das Jugend-Team beteiligte sich an vielen Wettbewerben und erreichte überall gute Platzierungen. Beim Kreisentscheid schafften es die Jugendlichen auf Platz zehn. Ein 24-Stunden-Berufsfeuerwehrtag im Oktober, ein Besuch im Korbacher Stützpunkt sowie übungen in Lengefeld und Goldhausen standen ebenfalls auf dem abwechslungsreichen Jahresprogramm. Höhepunkt für die Feuerwehr Goldhausen im letzten Jahr aber war die Fahrt in die Korbacher Partnerstadt Vysoké Mýto mit Zwischenstopp in Dresden. Es war bereits der dritte Besuch bei den tschechischen Kameraden, die erneut ein interessantes Programm zusammengestellt hatten.
Nach den Grußworten von Stadtrat Wilhelm Kappelmann, Ortsvorsteher Wolfgang Behle und Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt wurden Beförderungen und Ehrungen vorgenommen. Schmidt überreichte das hessische Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber an Kerstin Zenke und Stefan Frese sowie in Gold an Marc Saure. Zur Feuerwehrfrau beförderte er Nicole Westmeier, Corinna Schüttler zur Oberfeuerwehrfrau und Marian Frese zum Oberfeuerwehrmann. Silvio Frese darf sich nun Hauptfeuerwehrmann nennen.

Das Abzeichen des Kurhessisch-Waldeckischen Feuerwehrverbandes erhielt Edelgard Tepel für 25-jährige Mitgliedschaft. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Albert Illian, Willi Straußberg und Wilfried Vahland ausgezeichnet. Friedrich Zenke erhielt nachträglich die Ehrung für 40 Jahre im Verein. Schmidt überreichte der Feuerwehr Goldhausen eine elektrische Tauchpumpe als Ergänzung ihrer Ausrüstung, da auch in Zukunft mit weiteren Hochwassereinsätzen zu rechnen sei.

WLZ – im Februar 2009


Gesang ins Golddorf zurückgebracht

Gemischter Chor Eisenberg: Ehrungen für Wiederbegründer und treue Vereinsmitglieder

PresseHergehört: Die Damen und Herren um Chorleiter Arno Huthwelker (links) begrüßen die Gäste der Versammlung musikalisch. (Bild rechts)
Dem Chorverbunden (v.l.): Bezirksvorsitzende Annelies Weibel. Ehrenchorleiter Hartmut Scharfe, Lore Nolte, Katarina Emde, Hannelore Scharfe, Helmut Tepel, Marlies Gernandt, Karl-Friedrich Wilke, Doris Wäscher, Dirigent Arno Huth-welker, Erika Wilke, Ortsvorsteher Wolfgang Behle, Vorsitzender GüntherVahland, Ehrenmitglied Heinrich Tepel. (Bild weiter unten)  (Fotos: nv)

Korbach – Goldhausen (nv). "Das Lied beherrscht die ganze Welt, weil es die Menschheit aufrecht hält": Welch hohen Stellenwert der Gesang in Goldhausen genießt, betonen die Mitglieder des gemischten Chores Eisenberg mit diesem Sängergruß zu Beginn ihrer Jahreshauptversammlung. Am Samstagabend ehren sie im Dorfgemeinschaftshaus vier Sangesfreunde, die den 1923 gegründeten Verein vor 60 Jahren – nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges-wiederbegründeten und damit den Gesang nach Goldhausen zurückbrachten.

Allen voran zeichnen Vorsitzender Günther Vahland und Ortsvorsteher Wolfgang Behle Ehrenmitglied Heinrich Tepel aus. Er unterstützt den Verein inzwischen als passives Mitglied. Seit 1949 aktiv dabei sind Lore Nolte, Helmut Tepel und Reinhold Krüger. Krüger, der zwar nie seinen Heimatchor, dafür aber zahlreiche Gesangvereine im Waldecker Land leitete, kann die Ehrung allerdings nicht persönlich entgegennehmen. Ein Termin mit dem gemischten Chor Nordenbeck hat Vorrang.

Wichtiges Stück Kultur

PresseUrkunden und Ehrennadeln für aktive Mitgliedschaft überreicht Annelies Weibel, Vorsitzende des Sängerbezirks Korbach, darüber hinaus an fünf weitere Goldhäuser: Auf 50 Jahre Chorarbeit blicken Ehrenchorleiter Hartmut Scharfe, Hannelore Scharfe, Marlies Gernandt und Karl-Friedrich Wilke zurück. Katarina Emde ist seit 25 Jahren dabei. Des Weiteren erhalten neben Heinrich Tepel fünf einst aktive, heute passive Mitglieder eine Ehrenurkunde: Erika Wilke, Heinrich Schüttler, Gertrud Haase und Elfriede Kuhnhenn gehören dem Verein seit 40 Jahren an, Doris Wäscher ist vor 25 Jahren eingetreten. "Ich danke Ihnen für Ihre langjährige Singbereitschaft und wünsche Ihnen, dass Sie gesund und fröhlich bleiben und Ihre Stimme noch lange hübsch erklingen lassen können", würdigt Weibel die außergewöhnlichen Sänger. "Vielen Dank, dass Ihr das kulturelle Leben im Dorf hochhaltet", fügt der Ortsvorsteher hinzu. Und auch Vahland hofft, dass die Geehrten dem Chor noch viele Jahre erhalten bleiben – denn um den Nachwuchs ist es in Goldhausen wie vielerorts nicht gut bestellt.70 Mitglieder, darunter 30 Aktive, zählt der gemischte Chor Eisenberg derzeit. Das Durchschnittsalter der Sänger liegt bei 56,3 Jahren. "Unsere Mitgliederzahl ist konstant, aber beim Alter mussten wir im Vergleich zu 2007 wieder ein Jahr draufpacken", verdeutlicht der Vorsitzende die Situation und ruft auf, für den Verein zu werben. Positiv stimmt ihn jedoch, dass der Chor "in Zeiten, in denen andere schon aufgeben mussten", immer noch 30 Sänger hat.

35 Proben, 24 Auftritte

2008 kommen diese zu 35 übungsabenden, fünf Proben mit dem gemischten Chor Nordenbeck und 24 Auftritten zusammen, berichtet Schriftführerin Ilselore Jost im Jahresrückblick. Ob bei Familienfeiern, Festen befreundeter Vereine oder Gottesdiensten – die Damen und Herren sind immer gern gesehen. Ein musikalischer Gruß gehört beispielsweise bei der Eröffnung des Besucherbergwerkes nach der Winterpause sowie beim Pfingst- und Weihnachtsgottesdienst fest zum Programm. Dass die Goldhäuser sich nie mit dem bestehenden Repertoire zufriedengeben, beweisen sie beim Altstadt-Kulturfest in Korbach. Zusammen mit den Nachbarn aus Nordenbeck bringen sie erstmals den Klassiker "Aber dich gibt’s nur einmal für mich" zu Gehör.

Um Nachwuchs werben

"Bisher war ich immer mit euch zufrieden", lobt Chorleiter Arno Huthwelker die Sänger. Sein Rückblick auf 2008 fällt – wie in Goldhausen bekannt und beliebt – humorvoll aus. Die Augen vor den Nachwuchssorgen des Vereins verschließt der Dirigent dennoch nicht: "Vielleicht können wir allen Konfirmanden in Zukunft ein Glückwunschschreiben, verbunden mit drei kostenlosen übungsstunden schicken", schlägt er vor. "Oder wir gründen zum Pfingstfest einen Projektchor mit etwas anderem Liedgut", hat einer der Sänger gleich eine weitere Idee parat. "Ich hoffe, dass eure Worte auf fruchtbaren Boden fallen", betont Ortsvorsteher Behle, bevor der Vorstand nach Verlesung des Kassenberichts durch Kassiererin Sabine Gernandt-Krüger entlastet wird.

Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung verkündet Vahland die Termine für 2009: 7. Februar "Unser Dorf" feiert Karneval, 8. März 100 Jahre Männergesangverein Eppe, 29. März Bezirkskonzert in der Korbacher Nikolaikirche anlässlich 100 Jahre Peters Gesangverein, 14. April Bergwerkseröffnung, 1. Mai traditionelles Maisingen, 30. und 31. Mai Pfingstfest des gemischten Chores, 20. Juni Familientag in Korbach, 21. Juni Freundschaftssingen in Lelbach, 4. Juli Altstadt-Kulturfest Korbach, 19. September Liederabend in Lelbach. "Obwohl die Besucherzahlen beim Pfingstfest rückläufig sind, wollen wir es in diesem Jahr noch einmal versuchen", erläutert Vahland. Sänger, Feuerwehrkameraden und Schützen organisieren das Fest im Wechsel. "Wir sollten uns aber überlegen, ob ein Sängerabend im Sommer künftig nicht sinnvoller ist", blickt der Vorsitzende in die Zukunft.

Auskünfte zum Chor

Vor dem gemeinsamen Abendessen bittet der Chor noch einmal um Gehör. Mit dem Sängergruß schließt sich der Kreis: "Das Lied beherrscht die ganze Welt, weil es die Menschheit aufrecht hält. Wenn Freunde auseinandergehn, dann sagen sie auf Wiedersehn."

WLZ – im Februar 2009

Presseberichte 2008

Presseberichte 2008


Bohrung im goldenen Berg

Besucherstollen am Eisenberg soll 2009 erweitert werden – Beste Saison seit 2004

Blick in den neuen Seitengang: Das Besucherbergwerk am Eisenberg soll 2009 erweitert werden. Gäste erwartet in Goldhausen eine abenteuerliche und rustikale Tour bis in das mittelalterliche Erbe der Bergleute. (Foto: pr)

Korbach-Goldhausen (jk). Das goldene Bergwerk verbucht die beste Saison seit Eröffnung 2004. über 2200 Besucher ließen sich dies Jahr eine Abenteuertour in den Eisenberg nicht entgehen. Nächstes Jahr soll der Stollen erweitert werden.

Eingeschneit und warmer Lichterglanz – es war ein märchenhaftes Bild, als sich vorige Woche Vorstand und Besucherführer zum Jahresabschluss im Goldhäuser Waldkiosk trafen. Und die Saison von April bis Oktober im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen verlief sehr erfreulich: Karl-Helmut Tepel, Kassierer im Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg", registrierte über 2200 Besucher in 230 geführten Gruppen. "Ein Plus von 25 Prozent zum Vorjahr", bilanzierte Tepel – und damit die beste Saison seit öffnung des Besucherbergwerks 2004.

Jahresabschluss für Vorstand und Besucherführer: Jörg Kleine, Karl-Helmut Tepel, Armin Prager, Fritz Roskamp, Werner Grebe, Dieter Stede, Claus Günther, Wolfgang Behle und Friedrich Bachmann. (Foto: pr)

über 2200 Besucher

Mehr Besucher kann das ehrenamtliche Team momentan kaum verkraften. Neue Besucherführer sind deshalb herzlich willkommen in Korbachs goldenem Verein.
Mit Helm, Geleucht, Stiefel und Jacke geht es 250 Meter tief hinein bis in mittelalterliche Gruben. Darüber hinaus erfahren Besucher viel über Erdgeschichte und die Entstehung des Goldes. Im "Zechenhaus" gibt es zugleich Einblick in die Bergbaugeschichte – und viele schillernde Mineralien als Andenken zu erwerben.
Besonderes Lob hatte der Vereinschef und Goldhäuser Ortsvorsteher Wolfgang Behle für die beiden Besucherführer Dieter Stede und Friedrich Bachmann. Sie tragen – ehrenamtlich – die Hauptarbeit bei Führungen und im Zechenhaus.

450 Meter Abenteuer

Ein großes Projekt nimmt nach zwei Jahren Vorplanung nunmehr deutlich Gestalt an: Ein weiterer Seitengang über rund 200 Meter im Stollen soll für Besucher geöffnet werden.
Eine Firma aus Hessisch Lichtenau soll kommendes Frühjahr die erforderliche "Bewetterung" fachmännisch übernehmen. Dafür wird ein rund 50 Meter tiefes Bohrloch von oben in den Seitengang getrieben.
Im Frühling 2009 soll es losgehen. Parallel zu den Bohrarbeiten wird der Verein mit fachmännischer Unterstützung die bergtechnische Sicherung für den Seitengang übernehmen. Claus Günther, Vorstandsmitglied im Verein und Tourismusexperte der Stadt, signalisiert dabei mögliche Fördergelder: Das Projekt soll über die regionale Entwicklungsgruppe "Naturpark Diemelsee" für das europäische Leader-Programm angemeldet werden. Weitere Sponsoren sind willkommen – für das große Projekt im Besucherbergwerk, aber auch zur Finanzierung der Ausstattung im Zechenhaus. So könnte der Verein etwa neue Vitrinen für die Ausstellung gut gebrauchen.

Die nächste Saison am Eisenberg wird am 19. April 2009 eröffnet. Hauptversammlung für Mitglieder ist am 13. Februar 2009, 19.30 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus.
Ansprechpartner: Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg, Wolfgang Behle, Am Kleegarten 23, Goldhausen, Tel. 05631/61633; Wirtschaftsförderung Korbach, Claus Günther, Tel. 05631/5026424; E-Mail: claus.guenther[at]wirtschafts-foerderung-korbach.de

HINTERGRUND – Goldbergbau
(jk). Der 562 Meter hohe Eisenberg birgt Deutschlands größte historische Goldlagerstätte. Vor über 800 Jahren begann der Erzabbau im Eisenberg – bis etwa 1618. Bis ins 20. Jahrhundert gab es aber immer wieder neue Versuche, das Gold aus dem Berg zu gewinnen. Das Edelmetall im Eisenberg zeichnet sich durch hohe Reinheit aus, ist aber im Gestein sehr fein verteilt. Die erste urkundliche Erwähnung gab es um 1250 durch den Theologen und Naturforscher Albertus Magnus.

WLZ – im November 2008


Torwand für den Bolzplatz

Verein "Unser Dorf" hat Trainingsgerät angeschafft

Die Goldhäuser Nachwuchsfußballer können auf dem Bolzplatz an der neuen Torwand trainieren. (Foto: pr)

Korbach-Goldhausen (r). Der Verein "User Dorf Goldhausen" hat für Kinder und Jugendlichen im Ort eine Torwand angeschafft, die auf dem Bolzplatz beim Dorfgemeinschaftshaus steht.

Die Dorfgemeinschaft zu fördern ist eine der Aufgaben des Vereins. So wurde die schon vor längerer Zeit geborene Idee, eine Torwand anzuschaffen, in die Tat umgesetzt. In Abstimmung mit der Stadt Korbach, die sich mit einem Zuschuss beteiligte, wurde die Wand angeschafft, am vorgesehenen Standort aufgestellt und mit einem Torwandschießen am vergangenen Samstag ihrer Bestimmung übergeben. über 25 Kinder und Jugendliche haben sich an der Veranstaltung beteiligt. Aber auch etliche Erwachsene haben versucht, möglichst viele Treffer zu erzielen. Im Anschluss an den kleinen Wettbewerb wurde noch Fußball gespielt. Die Kinder traten gegen die "Großen" an. Das Spiel endete 2:2. Um überhaupt wieder ordentlich Fußball spielen zu können, wird "Unser Dorf" 2009 die Netze der beiden Tore erneuern. Außerdem wurden noch einige Spiele für die jüngeren Kinder angeboten. Zum Ausklang wurde ein Dorffest Am Gruggelbusch gefeiert.

WLZ – im Oktober 2008


Ein glänzendes Stück Arbeit

Dr. Wolfgang Homann auf den Spuren der Goldgräber im Eisenberg

Hautnahes Erlebnis: Geologin Dr. Sylvia Rückheim, Präparatorin Hildegund Kordon, Museumsleiterin Dr. Elke Möllmann und Ex-Museumsleiter Dr. Wolfgang Homann im engen Stollen der mittelalterlichen Grube St. Sebastian unter dem Dorf Goldhausen. (Foto: jk)

VON JöRG KLEINE

Korbach. Der erste Goldrausch liegt über 800 Jahre zurück -der letzte ist vor rund 70 Jahren verpufft. Aber noch immer hat das edle Erz im Eisenberg magische Anziehungskraft. Der Dortmunder Dr. Wolfgang Homann, Wissenschaftler und erprobter Goldschürfer, schickt sich an, die umfangreichste Dokumentation über den sagenumwobenen Korbacher Goldberg zu erstellen.

Nein, so werde ich wohl nie auf einen "Nugget" stoßen, nicht mal ein Goldflitterchen glänzt auf meiner grünen Pfanne. "Sie müssen tiefer graben", nimmt Dr. Wolfgang Homann dann die Schuppe zur Hand.
Wir stehen hier mitten im Wald bei Herzhausen am Wennenbach, der sich leise glucksend durch die Aue schlängelt. An einer Stelle staut er sich ein wenig auf, teils naturgegeben durch dickeren Flusskiesteils auch durch Menschenhand. Denn hier haben vor allem Wissenschaftler in den vergangenen Jahren immer mal wieder ihre Schaufeln, Eimer und Waschrinnen ausgepackt.
In vielen Waldecker Bächen bis hin zur Eder ist Gold zu finden. Das wusste schon der römische Geschichtsschreiber Tacitus, der über die alten Germanen schrieb. Rund um den Eisenberg steckt sogar fast in jedem Maulwurfshügel ein wenig Gold. Nur, wie findet man es?
Nun, Gold reichert sich immer ganz unten an – wegen seines spezifisch schweren Gewichts. Das gilt für Kies und Schlamm im Bachbett genauso wie für das ganze Konglomerat in der Waschpfanne.
Also gehe ich mit der Schaufel noch viel tiefer in den Schlamm unter der Wasseroberfläche, bis in die steinigen Lagen darunter. Dann schaufele ich das Material in einen großen Eimer, den feineren Schlamm lassen wir dann auf einer geriffelten Kunststoffrinne vom Bach langsam überspülen. Was dort übrig bleibt, kommt in die Waschpfanne und wird darin wiederum langsam kreisend und schwappend weiter ausgesiebt. Und siehe da, da schimmert ja jetzt tatsächlich so ein kleines Körnchen, was sich unter dem Mikroskop dann als Mini-"Nugget" erweisen könnte.
Hildegund Kordon ist Meisterin dieses Fachs. Hunderte Male hat die Mitarbeiterin des Naturkundemuseums Dortmund bereits Gold gewaschen. Am liebsten fährt sie in die Schweiz, verrät sie – und rang dem Kies im Engadin sogar schon glänzende Stücke ab, die wenigstens mehr als ein Gramm auf die Waage brachten.

"Am ergiebigsten ist es im Waldecker Land"

Ihr früherer Chef Wolfgang Homann, bis vor acht Jahren Leiter des Naturkundemuseums, könnte die halbe Welt nach goldenen Fundstellen kartieren. In über 30 Ländern hat er schon geschürft und gewaschen – ob Russland, Kanada, Alaska oder Türkei. Doch die besten Orte findet er stets im Waldecker Land, betont er. Und so hat Homann ganze Studentengenerationen auch mit dem Eisenberg vertraut gemacht.

Jahrzehnte Erfahrung: Dr. Wolfgang Homann im St.-Georgs-Schacht.

Im St.-Georgs-Schacht, mitten in Goldhausen, fühlt er sich quasi wie in seinem Wohnzimmer. Rund 40 Meter tief geht es hier runter – mit im Schlepptau Hildegund Kordon, die Dortmunder Geologin Dr. Sylvia Rückheim und Dr. Elke Möllmann, die inzwischen Chefin im Naturkundemuseum ist. Homann möchte seiner Nach-Nachfolgerin das Faszinosum "Gold" näherbringen, das in geballter Form nur wenig mehr als eine Autostunde vom Ruhrpott entfernt liegt.
Dem eher gemütlichen Schwappen mit der Waschpfanne am Wennenbach folgt derweil ein beschwerlicher Abstieg in die Unterwelt, die bei klaustrophobischen Gemütern wohl eher Panik erzeugen würde. Doch das Dortmunder Quartett, allen voran der zähe Pensionär Homann, ist härter im Nehmen, kämpft sich die teils glitschigen eisernen Stiegen durch den engen Schachteinstieg, wo ein dicker Pullover schon Bremsspuren am Fels hinterlässt.
Selbst wenn bei den Neulingenim Georgs-Schacht am Ende ein wenig die Glieder schmerzen, hat sich die Reise in diese Wunderwelt der Geologie doch gelohnt. Denn 40 Meter unter der Grasnarbe öffnen sich Spalten, Suchorte und Gänge, teils mit Leitern und Brettern verbunden – und die mitunter 20, 30 Meter hohe Hohlräume nach oben freigeben.

Goldwäscherin: Jahrzehnte Erfahrung: Dr. Wolfgang (Fotos: jk)

Im Schein der Lampen ist diese Unterwelt alles andere als trist und grau. "Gold findet sich vor allem dort, wo es rot ist", erklärt Homann für Laien wie mich. Die Farbe Rot im Gestein deutet nämlich auf Eisengehalt, und eng an dieses Eisen ist auch die Kristallisation von Gold in den feinen Klüften des 300 Millionen Jahre alten Gesteins im Korbacher Hausberg gebunden.
Historische Kratzspuren der Bergleute werden plötzlich an der Wand sichtbar, durch die Felsdecke langsam sickerndes Wasser formt hier und da kleine Tropfsteine. Dann schillert es unter unseren Füßen neben einer Holzbohle mit einem Mal kurz goldgelb auf. Doch es ist nur ein kleiner Feuersalamander, der wohl durch Zufall in dieses Labyrinth geraten ist.

Goldene Spuren im dunklen Schlamm

Eine Stunde später geht es die in den Fels gehauene lange Leiter wieder hinauf ans Tageslicht. Der Salamander muss unten bleiben, ebenso das restliche edle Erz, das seit dem Beginn des ersten Goldrauschs vor über 800 Jahren.

HINTERGRUND – Das Erz im Eisenberg

(jk). Im 11. und 12. Jahrhundert gab es am Eisenberg umfassenden Tagebau, dessen Spuren bis heute in der Landschaft sichtbar sind.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Gold vom Eisenberg 1250 vom deutschen Philosophen und Naturforscher Albertus Magnus in seinem Werk "De Mineralibus". Er beschrieb das Gold von "Curbeth" (Korbach) reiner als das damals bekannte böhmische Gold.
Nürnberger Kaufleute sicherten sich 1429 Land bei Eppe zur Goldgewinnung;1516 musste der Waldecker Graf Philipp II. Gold aus dem Eisenberg als Lösegeld an Götz von Berlichingen zahlen. Selbst die berühmten Augsburger Fugger interessierten sich Mitte des 16. Jahrhunderts für den Eisenberg. Um 1618 erlosch der Bergbau zunächst, doch immer wieder gab es neue Versuche.
In den 1920er und 1930er Jahren war es Carl Theodor Rauschenbusch aus dem Siegerland, der die Bergrechte erwarb. 1978 nahm das kanadische Unternehmen Cominco einen vergeblichen Anlauf.

WLZ – im Oktober 2008


Wenn eine Hebamme erzählt

Gerda Schaubs veröffentlicht Autobiografie: "Meine Liebe gilt dem neuen Leben"

Korbach-Goldhausen (lb). Fast 4000 Kindern hat Gerda Schaubs auf die Welt geholfen. Jetzt erzählt die Hebamme aus Goldhausen ihre Lebensgeschichte in einem Buch.

WALDECK – FRANKENBERG (r). Der neue länderübergreifende Wanderweg "Sauerland Höhenflug" ist mit einem Festakt unter dem Schombergturm in Sundern-Wildewiese im Sauerland offiziell eröffnet worden. Startpunkt der Strecke ist der Wanderparkplatz unterhalb des Eisenbergs bei Goldhausen.

14Gerda Schaubs ist Hebamme mit Leib und Seele. "Ich habe meinen Beruf sehr gerne gemacht", sagt die 66-Jährige, die es auch sechs Jahre nach ihrem Vorruhestand nicht ganz lassen kann und junge Mütter betreut. Und sie blickt auf ein bewegtes Leben zurück: Die Kindheit in Niederpraußnitz und der Krieg, ihre Vertreibung mit drei Jahren aus dem Sudetenland, ihr neues Leben in Ostdeutschland, die Jugend- und Lehrjahre, ihre Ausbildung zur Hebamme und Säuglingsschwester, die erste Entbindung, der Arbeitsalltag im Krankenhaus zu DDR-Zeiten und schließlich die Wende und der Umzug nach Korbach, der für sie noch einmal einen neuen Lebensabschnitt bedeutete. In der Hessenklinik leitete sie bis zu ihrem Ruhestand das Team des Kreißsaals."Meine Liebe gilt dem neuen Leben", heißt das Buch, in dem die Wahl-Goldhäuserin ihre Erinnerungen niederschreibt. "Eigentlich war das Buch für meine Enkel gedacht", sagt Gerda Schaubs, die vor vier Jahren begonnen hatte, zu schreiben. Doch eine Bekannte las das Manuskript und bewegte sie dazu, ihre Autobiografie zu veröffentlichen. Schaubs passte den Text für ein größeres Publikum an und schickte es an den Münchner Literareon-Verlag, der es für gut befand und auch veröffentlichte. "Ein Leben wie viele andere und doch von Höhen und Tiefen gekennzeichnet. Mein Leben möchte ich erzählen, ganz einfach die Gegebenheiten nennen und nichts verschönern", schreibt sie. Auf diese Weise rekapituliert sie auf 182 Seiten ihre eigene, persönliche Geschichte und gleichzeitig einen Abschnitt in der Geschichte Deutschlands und die Entwicklungen in der Geburtshilfe.

Seit 1990 in Korbach

Im Rückblick vergleicht sie Ost und West, setzt sich mit den Vor- und Nachteilen der Kinderkrippen in der DDR auseinander und schildert ihre Eindrücke der Wende, die sie 1990 schließlich nach Hessen führte. Natürlich nehmen auch Korbach und das Stadtkrankenhaus einen gewichtigen Part in Gerda Schaubs Lebensgeschichte ein. Neben zahlreichen sachlichen und fachlichen Auseinandersetzungen finden auch Begegnungen mit vielen Menschen Raum, die das Buch zu einer unterhaltsamen Lektüre werden lassen.
Gerda Schaubs: Meine Liebe gilt dem neuen Leben. Eine Hebamme erzählt. 182 Seiten, 13,80 Euro, ISBN 978-3-8316-1361-8.

WLZ – im Oktober 2008


"Sauerland Höhenflug" eröffnet

Länderübergreifender Wanderweg beginnt am Eisenberg bei Goldhausen

Durchtrennen das Band zur Eröffnung des "Sauerland Höhenflugs" (v. l.): Erster Kreisbeigeordneter Peter Niederstraßer, der Korbacher Stadtrat Franz Ricke, Goldmarie Melanie Buhl und Stadtrat Kilian Emde.(Foto: pr)

WALDECK – FRANKENBERG (r). Der neue länderübergreifende Wanderweg "Sauerland Höhenflug" ist mit einem Festakt unter dem Schombergturm in Sundern-Wildewiese im Sauerland offiziell eröffnet worden. Startpunkt der Strecke ist der Wanderparkplatz unterhalb des Eisenbergs bei Goldhausen.

Der über 240 Kilometer lange Weg verläuft in 400 bis 800 Metern Höhe durch die Naturparks Ebbe, Rothaar, Homert und Diemelsee. Ausgehend von Altena (Nordroute) oder Meinerzhagen(Südroute) geht es über die Höhen des Sauerlandes bis nach Korbach. Der Weg ist seit Mitte 2004 in der Planung. Eigentlich sollte er schon 2007 eröffnet werden, aber durch die Schäden, die der Orkan Kyrill anrichtete, hat sich der Termin um ein Jahr verzögert. Aber auch Kyrill hatte seine gute Seiten: Durch umgestürzte Bäume wurden viele neue Ausblicke frei. Der Weg ist mit den heute geltenden Standards für die Markierung und die Beschilderung geplant worden. Die Beschilderung und die Infrastruktur am Wege werden im Laufe des Jahres noch den notwendigen Feinschliff erhalten. Erster Kreisbeigeordneter Peter Niederstraßer ist sicher, dass sich der Aufwand für den Landkreis Waldeck-Frankenberg und den am Weg befindlichen Gemeinden Korbach und Willingen auf Dauer auszahlen werde. Der Weg stelle eine sinnvolle Ergänzung zum Uplandsteig und Rothaarsteig dar und trage zur wandermäßigen Erschließung der Region aus Richtung Ruhrgebiet bei. Mit der geplanten Zertifizierung des von Korbach bis zum Kyffhäuser gehenden Barbarossawegs als "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" bis Ende 2010 werde dann eine weitere Wanderattraktion folgen. Neben Eckhard Uhlenberg, dem nordrhein-westfälischen Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, waren die am Wege liegenden Kreise und Gemeinden beim Richtfest auf der Wildewiese vertreten. Die Vertreter der Städte und Gemeinden durchschnitten symbolisch ein Band als Sinnbild des Weges mit den Namen der am Wege liegenden Orte.

WLZ – im Juni 2008


Mit dem Mut zum Gefühl

Viel Spaß und keine Mädchen: Kreisweiter Jungenaktionstag auf dem Eisenberg

Zirkusworkshop: Die Bad Arolser Jungs Nuriddin (14, unten) und Fabian (13) auf dem Nagelbrett.
Im Baum in luftiger Höhe: Beim Angebot Klettern testeten Julian (12) und die anderen Jungs ihre persönlichen Grenzen aus. Fotos: Rau

Von Astrid Rau

Goldhausen. Männer haben immer alles unter Kontrolle, sind stets cool und fürchten sich niemals. Dieses gesellschaftliche Klischee ist zwar im Wandel begriffen, aber oft gilt es auch heute noch unter Jungs als unschick, vor sich und anderen Schwächen zuzugeben und damit sinnvoll umzugehen.

Genau darum ging es am Samstag beim kreisweiten Jungenaktionstag in Goldhausen, zu dem eine Kooperation unter anderem der Jugendhäuser des Kreises, des Jugendbildungswerks Waldeck-Frankenberg und der Suchtpräventionsstelle des Diakonischen Werks an den Eisenberg eingeladen hatten.

51 Teilnehmer

Einen ganzen Tag lang waren 51 Jungen von elf bis 14 Jahren plus ihre männlichen Betreuer bei super Stimmung ganz unter sich – Mädels, vor denen man sich hätte blamieren können, waren keine da. So konnten die Jungs zum Beispiel beim sehr beliebten Kletter-Workshop in Ruhe austesten, wo ihre persönlichen Grenzen liegen.
Auf dem Eisenberg hatten die Kursleiter Andreas Greif vom Kreisjugendbildungswerk und der Korbacher Stadtjugendpfleger Friedrich Schalk eine Kletterbuche ausgesucht. Gut gesichert konnte man darauf bis in 18 Meter Höhe klettern und von da den Georg-Victor-Turm sehen. Zweites Hindernis war ein bis zu fünf Meter hohes Balancierseil.

Diskussion

Nach dem Klettern kam das größte Wagnis: die gemeinsame Diskussion über die Gefühle beim Klettern. Greif berichtete: "Das ist das Schöne, dass hier Dinge mal rauskommen: Ich hatte Angst, meine Hände haben gezittert." Aber auch davon, wie sie ihre Furcht überwunden oder akzeptiert haben, hätten die Kinder erzählt. Und beim gegenseitigen Sichern hätten sie gelernt, wie sich Verantwortung für andere anfühlt. Teilnehmer Armin (12) aus Bad Wildungen fand: "War ganz gut, das mal auszutesten, nur mit den Jungs, ohne Mädchen."

Feuerspucker

Auch bei den anderen Arbeitsgruppen machten die Jungs begeistert mit. Beim Zirkus konnten sie Feuer spucken und ihren Mut auf dem Nagelbrett beweisen, im Sinnesgarten Hören und Sehen neu erleben. Von Rotkreuz-Leuten lernten sie an täuschend echt geschminkten Opferdarstellern, Menschenleben zu retten.
Mit Ralf Schulte von der Suchtprävention erarbeiten sie Problemlösungsstrategien gegen Suchtanfälligkeit und in der Outdoorgruppe, wie man ohne Hilfsmittel Feuer entfacht. All das kam so gut an, dass die Veranstalter den Jungenaktionstag weiterführen wollen.

HNA – im Juni 2008


Goldhausen holt den Pokal

Wettkämpfe der Korbacher Feuerwehren – Erfolg kann sich sehen lassen

Gemeinsam: Die Gruppenführer aller teilnehmenden Feuerwehrmannschaften beim Stadtpokalwettkampf in Ober-Ense zusammen mit Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt (links), Stadtrat Heinz Graf (Zweiter von links) sowie Stadtverordnetenvorsteher Heinz Merl (Fünfter von links). Fotos: Elke Müller

Von Elke Müller

OBER-ENSE. Sieger des Stadtpokalwettkampfes der Feuerwehren Korbach ist die Löschgruppe Goldhausen I mit 1000 Punkten. Sie siegten vor Lengefeld I mit 995 Punkten und Nordenbeck mit 990 Punkten.

Den Wanderpokal holte sich in Folge die Feuerwehrtruppe aus Nieder-Ense, mit ebenfalls 990 Punkten, jedoch elf Sekunden Zeitunterschied zum Drittplatzierten. So waren von den insgesamt elf Feuermannschaften aus Lengefeld, Goldhausen, Nordenbeck, Nieder-Ense, Rhena, Lelbach und Ober-Ense sieben beim großen Wettkampf mit theoretischen und praktischen Teil dabei. Die restlichen vier Mannschaften bestritten den Pokalwettkampf als kleinen Wettkampf. Dieser beinhaltete eine Wasserentnahme aus offenen Gewässern, mit Angriffs- und Hindernisübung. Hier siegten Lengefeld II vor Goldhausen II und Lengefeld Damen. Außer Konkurrenz, dennoch mit 1000 Punkten, zeigte die Familienmannschaft Frese-Zenke aus Goldhausen und Lengefeld, dass auch weniger Geübte eine reelle Chance beim Wettstreit haben. Denn die beiden Familien, mit Großeltern, Eltern und Kindern hatte die jeweils neun erforderlichen Mannschaftsmitglieder allein aus familiären Kreisen zusammengestellt. "Mit dieser Wettkampfeinteilung möchten wir neue Mannschaften aus kleinen Gemeinden an die Stadtpokalwettkämpfe heranführen", erklärt Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt. Der Erfolg könne sich sehen lassen. Als nächsten großen Feuerwehrwettkampf kündigte Schmidt abschließend den Stadtpokalwettkampf der Jugendfeuerwehren im Rahmen des Stadtzeltlagers vom 8. bis 10. August in Lengefeld an.

Das Feuerwehrabzeichen: Silber bekam Feuerwehrkamerad Marc Saure (Vierter von links), Bronze Kerstin Zenke (Dritte von links) und Stefan Frese (Fünfter von links) mit den Gratulanten Stadtrat Heinz Graf (links), Carsten Vahland (Zweiter von links) und Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt.

HNA – im Mai 2008


Einsatz in der Nordschleife

Schnadezug der Goldhäuser Schützen – Ortsvorsteher freut sich über große Beteiligung

Aufgesetzt mit dem Hinterteil: Armin Bartmann wurde als Erster vom Stutzkommando Roland Fabinger und Markus Hartmann auf den Grenzstein gestutzt. Foto: Trautmann

Goldhausen. Goldrichtig war das Wetter am Sonntag für den nur alle fünf Jahre stattfindenden Schnadezug des KK-Schützenvereins Goldhausen.
Vorsitzender Armin Bartmann hieß die Teilnehmer aus Goldhausen und die Delegation aus Lengefeld am Klusenberg willkommen, wo er als Erster auf den Grenzstein gestutzt wurde. Bartmann erläuterte den Streckenverlauf der "legendären Nordschleife" von insgesamt zehn Kilometern. Richtung "Hängetal" gings zum "Nassen Laube", entlang dem "Eichholz" und der "Hasenkammer" in die "Hohlose" bis in den Teerofen".

Kleine Pausen mit Imbiss stärkten die Wanderer, sodass sie es noch zurück über den "Sengelscheid" und den "Humpesgarten" in die Ortslage von Goldhausen schafften. Beim nächsten Schnadezug wird wieder die Südschleife begangen.
über die große Beteiligung am Grenzbegang freute sich Ortsvorsteher Wolfgang Behle. So könnten auch jüngere Leute lernen, wo die alten Grenzen verliefen. Ganz früher wurden diese durch Waldschneisen, Bäche, Hecken oder markierte Bäume angezeigt. Später ging man zur Grenzmarkierung durch besondere Steine über. Zwecks Kontrolle wurden diese Stellen und Strecken dann regelmäßig abgegangen.

In Ewigkeit

Durch das Stutzen von Neubürgern (festes Aufsetzen mit dem Hinterteil auf die Grenzsteine) sollte denen der Grenzverlauf in Erinnerung bleiben. "Der Stein, die Grenze, in Ewigkeit" heißt es dazu noch heute. Und schon früher mussten Neue darob für eine Runde Getränke sorgen. (zut)

HNA – im April 2008


Amüsante Klamotte in Goldhausen

"Blaues Blut und Erbsensuppe" strapaziert Lachmuskeln

Spielten in dem Verwechslungs(lust-)spiel eine maßgebliche Rolle: Anke Wild und Ingo Scriba.

KORBACH (hei). Einen deftigen Schwank in drei Akten brachten am Wochenende die Akteure der Theatergruppe Goldhausen zur Aufführung. Das Dorfgemeinschaftshaus platzte aus allen Nähten, so groß war der Andrang.

Viele Zuschauer aller Altersgruppen waren gekommen, um das neue Stück der Gruppe, die alle zwei Jahre eine Inszenierung auf die Bühne bringt, zu sehen und zu lachen.
Die Geschichte von Dieter Adam ist einfach, aber urkomisch gestrickt: Frau Neureich, die ihrem Namen alle Ehre macht, möchte ihre bodenständige Tochter standesgemäß, das heißt mit möglichst "blauem Blut", verheiraten. Ein Schnellkurs im Benehmen soll die Familie auf ihre zukünftige Rolle vorbereiten, dafür wird extra ein Butler engagiert, der aber erst am Ende des Stückes sein wahres Gesicht zeigt.
Herr Neureich, der am liebsten Erbsensuppe isst, findet die Sache lächerlich und gerät völlig aus dem Häuschen, als er den kindischen Grafen kennenlernt, mit dem seine Tochter verheiratet werden soll und der in Begleitung seiner pseudo-adligen Mutter anreist. Eine Verwechslungsgeschichte mit Tochter Neureich und dem Hausmädchen Susi und eine heimliche Romanze, in die auch der Butler verstrickt ist, machen das Lustspiel zu einer köstlichen Komödie, die beim Publikum kein Auge mehr trocken lässt.

Brachten das Publikum zum Brüllen: Gräfchen Hugo alias Jens Hartmann mit Gräfin Adele alias Petra Thielemann. (Fotos: hei)

Insgesamt dreimal präsentierten die Hobbyschauspieler das Stück am Wochenende im Dorfgemeinschaftshaus. Doch den Zuschauern wurde nicht nur etwas für die Lachmuskeln, sondern auch was für die Ohren geboten: Die verschiedenen Aufführungen wurden jeweils in ein musikalisches Rahmenprogramm eingebettet, das der Gemischte Chor Eisenberg und der A-cappella-Chor "Herzklopfen" gestalteten."Traditionell wird dieser Theaterabend alle zwei Jahre im Wechsel mit einer Karnevalsveranstaltung geboten. Beide Abende versprechen immer viel Spaß. Wir freuen uns, dass wir mit solchen Veranstaltungen etwas für das Dorf tun können, und planen weitere Aktionen im kommenden Jahr", so Dirk Straußberg, Vorsitzender des Vereins "Unser Dorf", dem die Theatergruppe angeschlossen ist.
Nachdem die Laienschauspieler ihr Pensum geschafft hatten, ließen sie das Wochenende in gemütlicher Runde und bei einem gemeinsamen Essen ausklingen. Was es Gutes gab? Erbsensuppe natürlich!

WLZ – im April 2008


Wie die Indianer die Grube erforschen

Erste Besucher erkunden Goldhäuser Grube zur Saisoneröffnung auf dem Eisenberg

Bevor die ersten Besucher der neuen Saison in die Grube gingen, wurde Gottesdienst gefeiert und mit dem gemischten Chor Eisenberg das Bergmannslied gesungen.
Die Grubenführer der Goldbergbaustätte in Goldhausen mit Pfarrer Burkhard Uffelmann und der Goldmarie Melanie Buhl. (Fotos: resa)

KORBACH – GOLDHAUSEN (resa). Helm aufziehen, in die Gummistiefel schlüpfen, die Regenjacke fester ziehen und schon gehts los: Seit gestern Mittag können Besucher im Goldhäuser Bergwerk wieder das Leben unter Tage erkunden. Zur Saisoneröffnung feierte Pfarrer Burkhard Uffelmann gemeinsam mit Bergführern und den ersten Gästen einen Gottesdienst.

Kaum wagen Lukas (7), Ann-Sophie (9) und Marie (6) einen vorsichtigen Schritt in die dunkle Grube, ist ihre Entdeckungslust geweckt. "Hier gibt es echtes Gold", fragt der kleine Besucher mit großen Augen und wird von Bergführer Werner Grebe enttäuscht. "Das war einmal", erklärt er und lädt die ersten Besucher der taufrischen Saison zur Reise in die Vergangenheit ein.

Vor allem für die kleinen Gäste war der Ausflug in die Grube ein besonderes Erlebnis: Grubenführer Friedrich Bachmann suchte mit den Kindern einen passenden Helm, bevor sich Kollege Werner Grebe auf den Weg unter Tage machte.

Viele große und kleine Gäste von nah und fern sind zur Saisoneröffnung zum Besucherstollen in Goldhausen gekommen. "Und weil die Bergleute schon immer sehr gläubige Menschen waren und ohne Gebet keinen Stollen betraten, feiern auch wir vorher einen kleinen Gottesdienst", erklärt Grebe. Den hält Burkhard Uffelmann mit Unterstützung des gemischten Chores Eisenberg. Anschließend steht der Entdeckung der Goldgrube nichts mehr im Wege. Eingepackt in die Schutzkleidung machen sich in Kleingruppen etwa 50 Besucher auf den Weg unter Tage. Vor allem für die kleinen Entdecker ist das ein Abenteuer und das wissen auch die engagierten Bergführer. "Wisst ihr, woher die Indianer die Farbe für ihre Kampfbemalung bekommen haben", fragt Grebe, streicht über die nassen Wände und malt den Kindern flugs bunte Striche ins Gesicht. Als kleine Indianer auf großer Entdeckungstour erforschen sie nun die dunklen Gänge.

Vor allem Schulklassen, die in der Korbacher Jugendherberge übernachten, nehmen das Angebot wahr. Im vergangenen Jahr besuchten fast 2000 Abenteuerlustige das Goldhäuser Werk. Noch bis zum 31. Oktober sind Besucher in Goldhausen willkommen, dann schließt die Grube für die Winterpause. Gruppen können sich unter Telefon 05631/53232 anmelden. Das Besucherbergwerk hat außerdem im Wechsel samstags oder sonntags geöffnet. Der Eintritt kostet vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder.

WLZ – im April 2008


Dreimal witziges Spektakel auf der Bühne

Theatergruppe Goldhausen zeigt: "Blaues Blut und Erbsensuppe"

Die Goldhäuser Theatergruppe (hinten, v. l.): Uschi Genirschke, Bianca Kiel, Carmen Hartmann, Petra Thielemann, Sylvia Bartmann, Anke Wild. Vordere Reihe: Bernhard Tent, Andreas Emde, Jens Hartmann und Ingo Scriba. (Foto: lb)

KORBACH-GOLDHAUSEN (lb). Nach zwei Jahren Pause lädt die Theatergruppe Goldhausen am Wochenende wieder zu einem aberwitzigen Spektakel ins Dorfgemeinschaftshaus ein. "Blaues Blut und Erbsensuppe" ist ein deftiger Schwank in drei Akten von Dieter Adam, den die Laienschauspieler gleich dreimal auf die Bühne bringen wollen.

"Mist", schimpft Andreas Emde. Er hat den Text vergessen. Seine Bühnenpartnerin Uschi Genirschke lacht über den kleinen Hänger. Die Stimmung in der zehnköpfigen Gruppe ist gelöst – schließlich sind es noch ein paar Tage bis zur Premiere. Seit 2000 übt die Schauspielschar, die zum Verein "Unser Dorf" gehört, alle zwei Jahre ein neues Stück ein, in der Regel eine Komödie. "Wir wollen schließlich den Leuten einen lustigen Abend bereiten und auch selbst Spaß haben", sagt Petra Thielemann, die von Anfang an mit dabei ist. Im Dorf sind die Stücke der Truppe bisher gut angekommen: "Wir haben eine gute Resonanz bei den Aufführungen. Da wird es fast ein bisschen zu eng im Dorfgemeinschaftshaus", sagt die Goldhäuserin. Die Bühne steht schon seit einigen Tagen im Saal. Die Holzelemente lagern ansonsten in einer Scheune. "Das dauert einen ganzen Tag, bis alles steht", sagt Petra Thielemann. Auch das Bühnenbild ist selbst gezimmert, Dekoration und Kostüme mühsam zusammengesucht. Aber alle packen gerne mit an, und als Lohn für Schweiß und Mühen gibt es ein gemeinsames Essen. Auch diesmal hat die Theatergruppe wieder einen Schwank ausgegraben. Die Handlung: Ottilie Neureich (Uschi Genirschke) möchte ihre Tochter "standesgemäß", das heißt mit möglichst reinem "blauen Blut", verheiraten. Um sich vor dem Zukünftigen, dem Grafen Hugo (Jens Hartmann), und dessen Mutter Adele (Petra Thielemann) nicht zu blamieren, wird Butler Jean (Ingo Scriba) engagiert, der den Neureichs im Schnellkurs gute Manieren beibringen soll. Otto Neureich (Andreas Emde), der am liebsten Erbsensuppe isst, findet die ganze Sache lächerlich, und auch die Tochter Bettina (Anke Wild) steht mit beiden Beinen auf der Erde. Mit zum Panoptikum der schrägen Figuren gehören außerdem Susie (Carmen Hartmann), das naive Hausmädchen der Neureichs, die Haus- und Hofköchin Berta (Sylvia Bartmann) sowie Blumenlieferant und Herrenausstatter Peter (Bernhard Tent). Dafür, dass den Schauspielern der Text nicht ausgeht, sorgt Souffleuse Bianca Kiel. Premiere ist am Freitag, 18. April, um 19.30 Uhr. Der gemischte Chor Eisenberg sorgt für den musikalischen Rahmen. Weiter geht es am Samstag, 19. April, mit einer Nachmittagsvorstellung um 14.30 Uhr, bei der es auch Kaffee und Kuchen gibt. Ein letztes Mal stehen die Laiendarsteller am Samstagabend um 19.30 Uhr auf der Bühne. Mit von der Partie ist außerdem der A-cappella-Chor "Herzklopfen" aus Goddelsheim. Der Eintritt ist jeweils frei.

WLZ – im April 2008


Goldrausch am Eisenberg bleibt vorerst aus

In den April geschickt: Pläne für erneuten Abbau des Edelmetalls existieren nicht

Was glänzt denn da so? Fynn und Nico Butterweck beim Goldwaschen mit Ortsvorsteher Wolfgang Behle und hr4-Reporter Thomas Korte (r.). (Foto: tk)

KORBACH – GOLDHAUSEN (tk). "Es ist nicht alles Gold, was glänzt": Den Wahrheitsgehalt dieses Sprichworts haben gestern, am 1. April, WLZ-FZ und Hessischer Rundfunk einmal mehr erhöht. So wünschenswert für viele ein Goldrausch am Eisenberg gewesen wäre: Bei der schwarz auf weiß gedruckten wie auch "live" im Radio gesendeten Nachricht, die Goldförderung solle wieder aufgenommen werden, handelte es sich um einen Aprilscherz – bis auf Weiteres.

Denn weder Börsengurus noch seriöse Finanzexperten können voraussagen, ob Goldschürfrechte nicht schon bald wirklich begehrter sind als Optionsscheine oder Aktien. Vorerst jedoch hat sich bei Wolfgang Behle noch kein "international operierendes Unternehmen aus der Metallindustrie" gemeldet, das seine Experten für Probebohrungen nach Goldhausen geschickt hätte. Der Ortsvorsteher und Vorsitzende des Vereins "Historischer Goldbergbau Eisenberg" stand gestern ebenso wie Touristik-Chef Claus Günther von der städtischen Wirtschaftsförderung am übertragungswagen vor dem Zechenhaus, um mit hr4-Regional-korrespondent Thomas Korte ein Interview zu führen. Topmeldung oder Aprilscherz? Endgültig beantwortet wurde dies erst am Nachmittag, nach mehreren Liveübertragungen aus Goldhausen und einer "Schalte" an die Frankfurter Börse mit der Frage, ob und inwieweit die Nachricht vom Goldrausch am Eisenberg bereits die Kurse beeinflusst habe. "Erst als wir das hörten, haben wir daran gedacht, es könnte sich um einen Aprilscherz handeln", erzählt Günter Schaper aus Medebach. Mit seiner Frau Ursula fuhr er daraufhin nach Goldhausen. Dort bekamen sie einen bereits abgesteckten "Claim" zugewiesen und konnten sich auf die Suche nach Partikeln der Tonne Gold begeben, die nach Einschätzung von Fachleuten noch im Berg wartet, ans Tageslicht gefördert zu werden. Unter den Besuchern waren auch Otto und Elke Beck, die während ihres Osterurlaubs in Winterberg vom Goldrausch hörten, sowie Axel Butterweck mit seinen beiden Söhnen Fynn (7) und Nico (11). "Eigentlich wollten wir hier oben Fußball spielen", berichtet der Goldhäuser. Stattdessen ging es erst mal an die Goldwaschtröge. Claus Günther hatte mit Mitarbeitern und Mitgliedern des Bergbau-Vereins die nötigen Utensilien bereitgestellt. Drei Wochen vor dem offiziellen Saisonstart im Besucherbergwerk am 20. April war auch bereits für Verpflegung am Waldkiosk gesorgt. Für den Touristiker Günther fällt die Bilanz mit Blick auf das ganz am Edelmetall orientierte Stadtmarketing positiv aus: "Auch wenn der Goldrausch ausgeblieben ist, war das eine goldrichtige Aktion."

WLZ – im April 2008


Straußberg löst Vahland im Vorsitz ab

Jahreshauptversammlung des Vereins "Unser Dorf" Goldhausen

Der neu gewählte Vorstand des Vereins "Unser Dorf" Goldhausen: v. l. Bernd Mütze, ehemaliger Vorsitzender Dirk Vahland, Ursula Benirschke, Ulrich Fischer, Anja Battermann, Petra Thielemann, Dirk Straußberg, Rudolf Fabinger, Claudia Straußberg, als Gast Stadtrat Friedrich Bachmann, Walter Thielemann. (Foto: pr)

KORBACH – GOLDHAUSEN (r). Vorstandswahlen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Vereins "Unser Dorf" Goldhausen. Dabei gab es einen Wechsel an der Spitze: Als neuer Vorsitzender wurde Dirk Straußberg gewählt. Er löst Dirk Vahland ab, der nicht mehr kandidierte.

Vahland gab zu Beginn der Versammlung einen überblick über die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr. So wurde im Februar ein Fitnessprogramm für die Goldhäuserinnen angeboten, das recht gut angenommen wurde. Im März organisierte der Verein ein Dorffrühstück. Eine Fahrt zum ZDF-Fernsehgarten in Mainz fand im Juni statt. "Unser Dorf" stellte eine Mannschaft bei der "Kloster-Trophy", die überraschend den dritten Platz belegte. An einem Klönnachmittag Ende November wurden bei Kaffee und Kuchen alte Bilder und Filme von Goldhausen gezeigt. Neben diesen Veranstaltungen standen auch wieder Pflegemaßnahmen im Dorf wie das Schneiden von Sträuchern und Hecken, Streichen von Bänken und Tischen usw. auf dem Programm. Allerdings berichtete Vahland hier von einer durchweg geringen Beteiligung der Vereinsmitglieder. änderungen für das laufende Jahr wurden angekündigt. Darüber hinaus war der Verein aber auch für die Allgemeinheit wieder aktiv. So wurde die in die Jahre gekommene Lautsprecheranlage der Friedhofskapelle durch eine Neuanschaffung ersetzt. Für das Dorfgemeinschaftshaus erstand "Unser Dorf" eine große Kaffeemaschine. Außerdem wurde gemeinsam mit der Feuerwehr ein Beamer gekauft.

Dirk Vahland kündigte an, bei den Vorstandswahlen nicht mehr zu kandidieren. Der 2. Schriftführer Volker Scharfe und die Beisitzerin Kirsten Westmeier stellten sich ebenfalls nicht mehr zur Verfügung. Zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt wurde Dirk Straußberg. Als zweite Vorsitzende wurde Petra Thielemann wiedergewählt. Wiederwahl hieß es auch für Kassierer Ulrich Fischer, Schriftführer Bernd Mütze, zweite Kassiererin Ursula Benirschke, Beisitzer Baumaßnahme Walter Thielemann und Beisitzer Naturschutz Rudolf Fabinger. Claudia Straußberg wurde neu zur 2. Schriftführerin gewählt und Anja Battermann zur Beisitzerin Kinder- und Jugendarbeit. Zum Abschluss der Versammlung wurden geplante Aktivitäten für 2008 vorgestellt. Bereits feststehende Termine sind eine Theateraufführung am 18. und 19. April sowie ein Wandertag am 15. Juni.

WLZ – im Februar 2008


Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Goldhausen

Schützen geht das Geld aus

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Die "Goldschützen" müssen den Gürtel enger schnallen. Das betonte Kassierin Cornelia Graf während der Jahreshauptversammlung des Kleinkaliber-Schützenvereins Goldhausen in der vergangenen Woche. Aber es gab auch Grund zur Freude: Viele Mitglieder wurden für sportliche Erfolge und langjährige Treue geehrt.

Der Schützenverein in Goldhausen steht vor großen Herausforderungen: Während der Jahreshauptversammlung des Vereins wies Kassiererin Cornelia Graf in ihrem Kassenbericht auf die angespannte finanzielle Lage des Vereins hin. Die Ausgaben für Verbandsumlagen und den laufenden Schießbetrieb könnten nicht mehr mit den derzeitigen Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen und den Veranstaltungserlösen gedeckt werden. Hier sei nun der Vereinsvorstand um Vorsitzenden Armin Bartmann gefordert, entsprechende Lösungen zu finden, um die ohnehin schon geringen finanziellen Reserven des Vereins nicht weiter angreifen zu müssen. Die Mitgliederzahl konnte im vergangenen Jahr immerhin stabil gehalten werden. Während seines Jahresrückblicks erinnerte Bartmann vor allem an das Preisschießen mit fast 100 Einzelschützen und 34 Mannschaften, an das traditionelle Pfingstfest und den erfolgreichen Spaßbiathlon. Inzwischen laufen die Vorbereitungen für den am 27. April geplanten Schnadezug. In sportlicher Hinsicht konnten die Goldhäuser bei Meisterschaften im letzten Jahr gute Platzierungen belegen, von besonderer Bedeutung war der errungene Stadtmeistertitel und die Teilnahme der Jugendschützin Jessica Fihlon bei den Hessenmeisterschaften in Frankfurt. Für die erbrachten Schießleistungen erhielten die Schützen Robert Zipprich, Stefan Kampf, Micha Zenke, Jessica Fihlon, Katharina Weking-Kampf und Thomas Wild die Leistungsabzeichen in Bronze und Silber. Als Vereinsmeister erhielten folgende Schützen die Pokale: Dominik Mütze (Schüler), Jessica Fihlon (Jugend), Günther Vahland (Senioren), Helmut Vahland (Passive) und Jürgen Fihlon (Aktive). Für ihr 25-jähriges Engagement im Verein wurden Cornelia und Heinz Graf ausgezeichnet, Willi Mütze wurde für 40 Jahre bei den Schützen geehrt. Friedrich Zenke und Günther Vahland feierten ihr goldenes Vereinsjubiläum.

WLZ – im Februar 2008


Neue Beschallung für Kapelle

"Unser Dorf" investiert für Goldhäuser Bürger

Unser Bild zeigt von links: Dirk Vahland, Pfarrer Burkhard Uffelmann, Ulrich Fischer, Walter Thielemann und Ortsvorsteher Wolfgang Behle bei der offiziellen übergabe der Beschallungsanlage in der Friedhofskapelle. (Foto: pr)

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). "Alles für die Dorfgemeinschaft" – das ist das Motto des Vereins "Unser Dorf Goldhausen". Veranstaltungen zu organisieren, bei denen sich die Goldhäuser zum Klönen oder Feiern zusammenfinden, ist neben den pflegerischen Aufgaben im Ort die wichtigste Aufgabe des Vereins. Wenn dann bei diesen Veranstaltungen ein paar Euro übrig bleiben, freuen sich die Mitglieder umso mehr. Denn mit diesen Geldern erfüllen sie Wünsche, die bislang aus finanziellen Gründen nicht realisiert werden konnten. So wurde im letzten Jahr die veraltete Beschallungsanlage der Friedhofskapelle modernisiert. Bei größeren Trauerfeiern übertragen die neuen Außenlautsprecher nun Wort und Orgelmusik auch hörbar an die draußen stehende Trauergemeinde. – Kaffeekochen war im Gemeinschaftshaus eine regelrechte Muskelarbeit. Recht umständlich musste man bisher Wasser in Töpfen zum Kochen bringen und setzte damit den Kaffee auf. Eine neue große Kaffeemaschine erleichtert die Arbeit nun sehr. – Gemeinsam mit der Feuerwehr wurde ein Beamer gekauft. Bei Bilder- oder Filmpräsentationen aus der guten alten Zeit oder bei Infoveranstaltungen und Schulungen wird dieser zum Einsatz kommen. Gut gerüstet können nun die Veranstaltungen für das Jahr 2008 geplant werden.

WLZ – im Januar 2008


Neues Fahrzeug und neue Uniformen

Jahreshauptversammlung der Goldhäuser Feuerwehr: Vorstand wiedergewählt

Die geehrten Mitglieder der Goldhäuser Feuerwehr und der neu gewählte Vorstand. (Foto: pr)

KORBACH – GOLDHAUSEN (r). Die übernahme eines neues Feuerwehrfahrzeugs im November war der Höhepunkt bei der Freiwilligen Feuerwehr Goldhausen im Jahr 2007. Ansonsten konnten die Blauröcke aus dem Korbacher Ortsteil auf ein ruhiges Jahr zurückblicken: Nur ein Einsatz stand 2007 an, im Zuge des Orkantiefs "Kyrill", wie Wehrführer und Vorsitzender Andreas Sinsch berichtete.

Sowohl die Kreisstraße nach Nordenbeck als auch die Landstraße nach Lengefeld in Höhe des Goldhäuser Teiches bis zur "Alten Wiese" mussten am 18. Januar von umgestürzten Bäumen befreit werden. Kurzzeitig gelang dies den Kameradinnen und Kameraden, aber da ständig neue Bäume über die Straßen fielen, mussten diese schließlich für den Rest der Nacht gesperrt werden.

Auch im abgelaufenen Jahr beteiligte sich die Goldhäuser Wehr wieder an Wettkämpfen und den hessischen Feuerwehrleistungsübungen. Und das mit großem Erfolg: Die Saison begann mit dem Gewinn des Stadtpokals in OberEnse. Spannend ging es beim Kreisentscheid in Korbach zu, wo erst im Stechen gegen Bad Wildungen und Rennertehausen der erste Platz errungen wurde. Auch beim Bezirksentscheid wurde Platz eins belegt. Gut war auch das Abschneiden beim Landesentscheid in Rotenburg/Fulda, gegen eine starke Konkurrenz stand Platz sieben zu Buche. Abgerundet wurde die Saison mit einem ersten Platz beim Pokalwettkampf in Sachsenhausen. Insgesamt 2400 Stunden wurde im abgelaufenen Jahr ehrenamtlicher Dienst geleistet.
Neben den Wettkämpfen entfiel ein großer Teil davon auf die allgemeine Feuerwehrausbildung. Sinsch blickte insbesondere auf zwei Einsatzübungen zurück: Eine gemeinsame übung mit den Wehren aus den Ense-Dörfern und Nordenbeck simulierte einen Brandeinsatz an einer Scheune in Goldhausen. Die zweite übung fand zusammen mit den vier westlich von Goldhausen gelegenen Ortsteilen am CVJM-Wohnheim in Eppe statt. Verbessert wurde die Ausrüstung der Goldhäuser Brandschützer. Im November wurde ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug, ausgestattet unter anderem mit einem 750-Liter-Wassertank, Lichtmast, modernem Rettungssatz mit Schneidgerät, Spreizer und Rettungszylinder, in Dienst gestellt, finanziert von der Stadt Korbach und dem Land Hessen. Darüber hinaus wurden die alten Einsatzanzüge durch moderne dunkle Uniformen ersetzt.
Zufrieden zeigte sich Jugendwart Marc Saure. Dem ersten Platz bei der Kreisübung folgte ein zweiter Platz beim Pokalwettkampf in Mehlen. Beim Burgwald-Cup reichte es in der Gesamtwertung zu Rang sechs, beim Kreiszeltlager wurden die Plätze eins und drei belegt. Zum zehnten Mal in Folge konnte der Stadtpokal gewonnen werden, bei einem Pokalwettkampf in Sachsenhausen landete Goldhausen auf den Plätzen eins und drei.

Willi Straußberg (Mitte) wurde von Wehrführer Andreas Sinsch (rechts) zum Ehrenmitglied ernannt. Es gratuliert Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt. (Foto: pr)

Keine überraschung gab es bei den Vorstandswahlen. Alle bisherigen Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt. Einzige Veränderung: Jugendwart Marc Saure kandidierte aus beruflichen Gründen nur noch für den Posten des Stellvertreters. Erster Jugendwart wurde Saures bisheriger Stellvertreter Stefan Frese, Kerstin Zenke wurde ebenfalls zur stellvertretenden Jugendwartin gewählt.

WLZ – im Januar 2008

Presseberichte 2007



Presseberichte 2007


Vorstoß in unbekannte Tiefen

Goldbergwerk – „Sicherungsgenehmigung“ für Seitenstollen erteilt

Schutt und Gestein versperren den Engpass in einem Seitengang des Goldbergwerks. Das bislang versperrte Terrain soll nächstes Jahr gesichert werden. Eine Bohrung von oben soll für die nötige „Bewetterung“ sorgen. Vereinsvorsitzender Wolfgang Behle erkundete im Frühjahr mit Ingenieuren den rund 200 Meter langen Gang.(Foto: jk)

KORBACH-GOLDHAUSEN. Hinterm Horizont geht‘s weiter: In Korbachs Goldberg wird bald ein neuer Seitengang erschlossen. Das Bergamt hat diese Woche seine Zustimmung gegeben. Besucher erwarten künftig 200 Meter mehr Abenteuer.

Die frohe Botschaft kam für die ehrenamtlichen „Goldschürfer“ schon vor Weihnachten: „Wir haben die Genehmigung für den Sicherungsausbau“, bestätigt Wolfgang Behle, Vorsitzender des Vereins „Historischer Goldberg-bau Eisenberg“. So war die erweiterte Vorstandssitzung diese Woche in Goldhausen von Aufbruchstimmung fürs nächste Jahr geprägt.
Vorangegangen waren über ein Jahr Bemühungen, um im Eisenberg neues Terrain zu erobern. Der bisherige Besucherstollen führt rund 250 Meter hinein bis in mittelalterliche Gänge aus dem 14. Jahrhundert. Etwa in der Mitte zweigen zwei Querschläge ab: Links geht es für Besucher ab durch ehemals Gold führendes Gestein; rechts aber versperrten bislang Gitter und Trassierband jeden Besuch. Dieser Gang ist zwar noch jüngeren Datums und stammt aus den 1970er-Jahren. Aber der Stollen ist nicht ausreichend gesichert. Schutt und Gesteinsbrocken liegen im Weg, dahinter führt der Gang teils durch knöcheltiefes Wasser.
Wunsch des Vereins ist, den Querschlag auch für Besucher künftig zu er-schließen. So liefen die Verhandlungen mit dem Bergamt (Bad Hersfeld) an, genauer: dem staatlichen Umweltamt beim Regierungspräsidium.
Die Sicherungsgenehmigung „ist ein erster wichtiger Schritt“, freut sich Claus Günther, Vereinsmitglied und Tourismusexperte bei der Korbacher Wirtschaftsförderung. Kommendes Frühjahr soll es losgehen, um mit Unterstützung von Experten der Grube Dreislar (Hochsauerland) den Weg frei zu machen. Ausrangierte Leitplanken hat sich der Verein vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen schon besorgt, weiteres Holz ist nötig, um den Stollen auf den ersten 15 Metern zu befestigen. Was dann noch fehlt, ist eine „Bewetterung“ – also die nötige Luftzufuhr von einer zweiten Stelle. Dafür muss nach dem Ausbau des Stollens eine rund 50 Meter tiefe Bohrung von oben in den Berg getrieben werden.
Die touristische Bilanz für den Besucherstollen in Goldhausen kann sich abermals sehen lassen. Von Mai bis Oktober zählte der Verein rund 2000 Besucher bei 170 „Befahrungen“. Für die Zukunft sind im Verein weitere Besucherführer herzlich willkommen. Interessenten erhalten fachmännische Schulungen für eines der spannendsten geologischen Abenteuer der Region. Kontakt: Wolfgang Behle, Am Kleegarten 23, Goldhausen, Tel. 05631/61633.
Derweil hofft Claus Günther auch auf Unterstützung aus Wiesbaden: Das Goldbergwerk gehört zur Naturparkregion Diemelsee. Dabei strebt die Stadt Korbach an, den Besucherstollen in das Gesamtkonzept einzubinden – und so möglicherweise auch europäische Fördermittel aus dem „Leader-Programm“ zu erhalten.

WLZ – im Dezember 2007


„Die sollen mich nicht so schnell vergessen“

Reinhold Krüger dirigierte 38 Jahre den Männergesangverein Wirmighausen – jetzt hört er auf

Als es in den Proberäumen weder Klavier noch Keyboard gab, begleitete Reinhold Krü-ger seine Chöre mit der Geige. Zur letzten Probe ist sie wieder dabei. (Foto: resa)

DIEMELSEE-WIRMIGHAUSEN (resa). Vor 43 Jahren trat er in die großen Fußspuren seines Vaters. Damals nahm Reinhold Krüger zum ersten Mal den Dirigentenstab zur Hand. Inzwischen ist der Goldhäuser längst in die Musikgeschichte Waldecks eingegangen. Auch beim MGV Wirmighausen hat er seine Spuren hinterlassen, dort hört er nun nach 38 Jahren als Dirigent auf.

Als Reinhold Krüger zum ersten Mal vor einen Chor trat, hatte er noch nie zuvor einen Dirigentenstab in der Hand gehabt. „Natürlich habe ich zu Hause geübt, aber als ich dann vor dem Chor stand, vergaß ich plötzlich alles“, erinnert sich der Goldhäuser. Das war 1964. Damals suchte der gemischte Chor in Helmscheid einen neuen Dirigenten und landeten im Hause Krüger.

Dort hatte sich der Senior bereits einen Namen als Chorleiter gemacht und nun sollte sein Sohn in die großen Spuren treten. Wie weitreichende Folgen die Entscheidung für das Dirigat damals haben sollte, ahnte Reinhold Krüger wohl nicht. Nach der Eingewöhnungsphase, während der sein Vater ihm noch über die Schulter schaute, gewann Krüger an Routine. Seinen Chor begleitete der 31-Jährige aus Mangel an Klavier und Keyboard mit der Geige. Drei Jahre später übernahm Krüger dann auch den Männerchor in Nordenbeck von seinem Vater. 1965 traf eine weitere Anfrage bei dem Familienvater ein. Die Sänger aus Wirmighausen suchten nach einem neuem Dirigenten. „Also fragten wir bei Reinhold Krüger nach“, erinnert sich Christian Heinemann, erster Vorsitzender des MGV Wirmighausen, „aber der traute sich die Übernahme eines Männergesangvereins noch nicht zu.“ Also übernahm vorübergehend der Vater die Leitung mit der Aussicht, dass Reinhold Krüger ihm wenige Jahre später nachfolge. „Ich sorgte mich um meine Freiheit“, erinnert sich Krüger heute, „denn inzwischen hatte ich nur noch zwei Abende in der Woche, an denen ich an keiner Chorprobe teilnahm.“ Einen weiteren Abend opferte er dann 1969 den Wirmighäusern zuliebe, 1974 übernahm Krüger den Chor in Eppe von seinem Vater – damit widmete er auch den letzten freien Abend der Chormusik. „Mir hat diese Arbeit einfach immer viel Spaß gemacht“, erklärt Krüger sein Engagement.

Und auch die Sänger in Wirmighausen wuchsen dem Goldhäuser schnell ans Herz. In der alten Schule des Diemelseer Ortsteils saß er einmal in der Woche am Harmonium und gab den Ton an. „Die Sänger dort haben nie gemeckert, sondern immer gemeinsam mit mir an einem Strang gezogen“, lobt der 74-Jährige. Selbst als es plötzlich galt, ein englisches Lied zu singen. „Am Anfang war der Widerstand groß“, erinnert sich Heinemann, „aber am Ende haben sich alle anstecken lassen, auch wenn sie nicht wussten, was sie sangen.“ Krüger verstand es, den Chor mit aktuellem und traditionellem Liedgut auf Trab zu halten. Und sein Engagement wurde ihm nicht nur von seinen Chören gedankt. So bekam er nach einem gemeinsamen Singen mit den Soldaten der Kaserne in Mengeringhausen das bronzene Abzeichen des Panzerbataillons verliehen.

Ende November stellte sich der MGV Wirmighausen mit seinem Chorleiter dann einer neuen Herausforderung. Beim Chorwettbewerb des Sängerbundes wollten die Wirmighäuser das Prädikat "Leistungschor" erhalten. "Die Sänger waren willig, sie wollten Leistung bringen", sagt Krüger. Dabei war die Entscheidung, am Wettbewerb teilzunehmen, keinesfalls einstimmig ausgefallen. "Aber wir Sänger in Wirmighausen beugen uns der Mehrzahl, wenn es nötig ist“, betont Ehrenvorsitzender Reinhold Kalhöfer-Köchling, „also zogen wir alle an einem Strang.“ Ein Jahr lang waren die Proben vom Leistungsdruck geprägt. „Aber trotzdem haben wir immer Spaß gehabt beim Singen“, erinnert sich auch Jörg Stede, zweiter MGV-Vorsitzender. Das konsequente Proben trug Früchte, seit dem Wettbewerb hat der Chor das besondere Leistungsprädikat. „Die sollten mich nicht so schnell vergessen“, sagt Reinhold Krüger, „ich wollte den Chor in einem guten Zustand übergeben.“ Das ist ihm gelungen, am 1. Januar übernimmt Holger Born die 40 motivierten Sänger. Vorher aber verabschiedet der MGV seinen treuen Dirigenten. Während der letzten Chorprobe am 20. Dezember begleitet Krüger seine Sänger noch mal mit der Geige, dann wird Abschied gefeiert. "Aber hin und wieder erwarten wir ihn noch zurück", hofft Heinemann. Während des Gottesdienstes am Heiligen Abend dirigiert Reinhold Krüger seinen Chor dann zum letzten Mal: „Da werden mir schon die Tränen kommen“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

WLZ – im Dezember 2007


Kleiner Feuerwehr-Gigant für Goldhausen

Bürgermeister Klaus Friedrich übergibt Schlüssel an Wehrführer Andreas Sinsch

Freuen sich bei der Schlüsselübergabe über das neue Feuerwehr-Fahrzeug für Goldhausen (v.l.): Ortsvorsteher Wolfgang Behle, Marcus Winning vom Ausrüster, Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt, Wehrführer Andreas Sinsch, Stadtverordnetenvorsteher Heinz Merl und Bürgermeister Klaus Friedrich. (Foto: lb)

KORBACH – GOLDHAUSEN (lb). Für die Goldhäuser Feuerwehrleute ist ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen: Bürgermeister Klaus Friedrich hat am Samstag den Schlüssel für das neue Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W) an Wehrführer Andreas Sinsch übergeben. Im Dorfgemeinschaftshaus herrschte dabei fast Volksfeststimmung.

Das Feuerwehrauto mit Ausrüstung kostet insgesamt rund 120000 Euro, davon übernimmt das Land Hessen die rund 30000 Euro für das Fahrgestell. Den Rest trägt die Stadt Korbach. Der 150 PS starke 7,5-Tonner ist mit einer tragbaren Pumpe und einem 750 Liter Wasser fassenden Tank ausgestattet. Damit ist ein schneller Angriff besonders bei kleineren Bränden möglich, weil keine Wasserversorgung aufgebaut werden muss. Zur Ausrüstung gehören außerdem ein Lichtmast sowie Schere, Spreizer und Rettungszylinder, um bei Verkehrsunfällen und anderen Unglücken technische Hilfe leisten zu können. Außergewöhnlich für ein Fahrzeug des Typs ist es auch, dass die Leiter auf dem Dach befestigt ist.

Zeitgemäßes Fahrzeug

"Ein kleiner Feuerwehr-Gigant. Da ist alles drin, was man braucht", sagte Korbachs Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt bei der Schlüsselübergabe. "Ein zeitgemäßes Fahrzeug", ergänzte Manfred Hankel, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes. Für die Goldhäuser Wehr ist es das dritte neue Fahrzeug in 73 Jahren. Der 17 Jahre alte Vorgänger wird künftig in Helmscheid weiter Dienst tun. Die Goldhäuser sind damit 64 Einsätze gefahren. Auch das bisherige Auto aus Helmscheid wird noch nicht ausgemustert, sondern wiederum an die Alleringhäuser Wehr weitergereicht. Für deren Oldtimer, der noch im Gerätehaus steht, gibt es allerdings keinen weiteren Abnehmer mehr.

Schweres Gerät

Die veränderten Aufgaben der Feuerwehr hätten die vorzeitige Anschaffung eines neuen Fahrzeugs notwendig gemacht, erklärte Wehrführer Andreas Sinsch. Normalerweise seien die Autos bis zu 30 Jahre im Einsatz. Die Goldhäuser löschen allerdings nicht nur Brände, sonder werden bei Unfällen zu Hilfe gerufen und sind technisch entsprechend ausgerüstet, unter anderem mit einem hydraulischen Rettungssatz. Die schweren Gerätschaften hätten das alte Fahrzeug an den Rand seiner Kapazitäten gebracht, so Sinsch. Das neue Auto wird nicht nur in Goldhausen selbst eingesetzt, sondern im gesamten südwestlichen Teil der Großgemeinde Korbach. Einsatzgebiet und Aufgaben verlangten daher ein besonderes Fahrzeug, sagte Bürgermeister Klaus Friedrich. Stadtbrandinspektor Schmidt betonte darüber hinaus, dass mit dem TSF-W die Einsatzfähigkeit der Korbacher Wehren insgesamt verbessert werde: "Mit optimaler Sicherheit in die Zukunft", textete Schmidt. Mit Wehr eng verbunden Glückwünsche zum neuen Feuerwehr-Fahrzeug richteten auch Stadtverordnetenvorsteher Heinz Merl und Goldhausens Ortsvorsteher Wolfgang Behle aus. Zur offiziellen Schlüsselübergabe waren neben den Wehrleuten außerdem zahlreiche Goldhäuser ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen. "Das zeigt die Verbundenheit der Bürger zu ihrer Feuerwehr", stellte Friedrich fest. Mit dem neuen TSF-W hat die Stadt Korbach eine Forderung des Bedarfs- und Entwicklungsplans für die Feuerwehren der Kreisstadt umgesetzt. Darin ist unter anderem festgelegt, wie die Feuerwehren der Stadt organisiert sein sollten, welche Ausrüstung sie brauchen und wie groß die Einsatzabteilung sein muss, um für optimale Sicherheit zu sorgen. Der Plan, den das Parlament voriges Jahr abgesegnet hat, soll bei Entscheidungen über Investitionen für die Feuerwehren helfen.

WLZ – im November 2007


Hartmut Scharfe seit 45 Jahren Chorleiter in Nieder-Ense

Mit Begeisterung und musikalischem Gespür

Für 45-jährige Dirigententätigkeit beim MGV Nieder-Ense wurde Hartmut Scharfe (2.v.r.) geehrt. Unser Bild zeigt ihn mit (v.l.) dem Vorsitzenden des MGV "Edergold" Ober-Ense, Willi Kiel, Ehefrau Hannelore Scharfe und Uwe Hochbein, Vorsitzender des MGV Nieder-Ense. (Fotos: sim)

KORBACH – NIEDERENSE (sim). In Tausenden von Stunden hat er in den vergangenen Jahrzehnten den Taktstock geschwungen, um mit den Sängern aus Nieder- und Ober-Ense zu proben und zu singen. Am Samstag hat die Chorgemeinschaft Ense mit einem Liederabend ihren Chorleiter Hartmut Scharfe für dessen 45-jährige Dirigententätigkeit geehrt.

"Wir feiern heute ein großes und seltenes Jubiläum", kündigte der Vorsitzende des Männergesangvereins Nieder-Ense, Uwe Hochbein, zu Beginn des Liederabends an. Alle musikalischen Kräfte der beiden Korbacher Ortsteile hatten sich zu dem besonderen Anlass zusammengefunden. Der von Lydia Habermann dirigierte Kirchenchor Nieder-Ense, die Ober-Enser "Schräglage", deren sieben Sängerinnen unter Leiterin Carmen Möller ihren zweiten öffentlichen Auftritt mit Bravour meisterten, sowie die von Hartmut Scharfe dirigierte Chorgemeinschaft Ense verbreiteten Frohsinn im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus.

Zweiter Auftritt mit Bravour gemeistert: Die "Schräglage" aus Ober-Ense. (linkes Bild)
Die Chorgemeinschaft Ense, dirigiert von Hartmut Scharfe.

Auf welch verschlungenen Wegen die Enser einst zu ihrem Chorleiter kamen, schilderte Hochbein in einem humorvollen Rückblick. Händeringend hätten die Nieder-Enser nach der kurzfristigen Kündigung ihres damaligen Chorleiters nach einem Nachfolger gesucht. Dem Hinweis eines Sangesbruders, in Goldhausen lebe ein junger Musiklehrer namens Hartmut Scharfe, wurde demzufolge sofort nachgegangen.
Sein "Jawort" habe der Angesprochene bereits wenige Wochen später, am 10. Oktober 1962, gegeben. Ohne Dirigentenerfahrung, aber mit Begeisterung und musikalischem Gespür nahm Scharfe sein Amt auf. Ab 1965 leitete er zudem den Gesangverein seines Heimatortes Goldhausen, seit 1967 den Männergesangverein Ober-Ense als dritten Chor. Da lag es nahe, die von Mitgliederschwund betroffenen Enser Chöre Mitte der Achtziger Jahre zu einer Chorgemeinschaft zu verschmelzen.

"Dir ist es gelungen, uns immer wieder die richtigen Töne beizubringen – die Chemie stimmt einfach", dankten Hochbein und der Vorsitzende des MGV Ober-Ense, Willi Kiel, dem Chorleiter. Neben den besten Wünschen für den "Dirigentenruhestand", in den sich der 74-jährige Ende des Jahres begeben möchte, nahm Hartmut Scharfe zudem ein besonderes Geschenk entgegen: das "Eisenberg-Lied" auf einer Bronzeplatte, das sein Vater Erich Scharfe 1962 gedichtet und vertont hatte.

WLZ – im Oktober 2007


Tierfriedhof öffnet Pfortenn

Seit einem Jahr können Rex, Mietze und Co. ihre letzte Ruhe auf dem Tierfriedhof in Korbach-Goldhausen finden. Eckhard und Gerhard Kuhnhenn haben in den vergangenen zwölf Monaten bereits 13 Hunde auf ihrem Friedhof beerdigt. Sie kümmern sich nicht nur um die Pflege der Friedhofsanlage, sondern stehen den Angehörigen auch mit Rat und Tat zur Seite. Selbst das Abholen des verstorbenen Hausgenossen zuhause oder beim Tierarzt übernehmen Vater und Sohn. Für alle, die sich über den Tierfriedhof informieren möchten, öffnen die Kuhnhenns im Oktober ihre Pforten: Jeden Sonntag im Oktober stehen sie für Fragen und Informationen zur Verfügung. Der Tierfriedhof ist dann jeweils von 15 bis 18 Uhr für Besuche geöffnet. Die Einfahrt zum Gelände erfolgt über einen Feldweg, der kurz vor dem Ortseingang nach Goldhausen rechts abbiegt.
Die Pflege der Grabstätten übernehmen die Pächter selbst. Damit sie das Grab ihres Haustieres jederzeit aufsuchen k6nnen, erhält jeder Pächter einen Schlüssel für den Tierfriedhof.

Für weitere Fragen stehen Eckhard und Gerhard Kuhnhenn unter 0174-6965224 oder 05631-4777 jederzeit zur Verfügung. Beratungen für Vereine können ebenfalls vereinbart werden. (red)

Eder-Diemel-Tipp – im Oktober 2007


Rettung nach wenigen Minuten

Feuerwehr-Alarmübung in Goldhausen

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Ein landwirtschaftliches Gebäude ist in Brand geraten, zwei Personen werden vermisst. Die herbeigerufenen Feuerwehren leisten in wenigen Minuten effektive Hilfe und retten die Verletzten aus dem giftigen Brandrauch: Zum Glück war alles nur eine übung. Vergangenen Freitag stellten die Wehren aus Goldhausen, Nordenbeck, Nieder-Ense und Ober-Ense ihre Schlagkraft unter Beweis.

Nur kurze Zeit nach der Alarmierung trafen die ersten Feuerwehrleute an der Einsatzstelle am Ortsrand Goldhausens ein. Während sich der Angriffstrupp mit Atemschutzgeräten ausrüstete, bauten weitere Kräfte eine Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz auf. Innerhalb weniger Minuten konnte die erste verletzte Person dem Rettungsdienst übergeben werden. Auch der zweite Vermisste war schnell gefunden, sodass das wichtigste übungsziel, die effektive Menschenrettung, bereits erreicht wurde.

Zeitgleich kümmerten sich die nachrückenden Kräfte um die Brandbekämpfung. Die Wehrleute aus Nordenbeck nutzten einen alten historischen Brunnen als Wasserversorgung und unterstützten die Goldhäuser von der Frontseite aus. Die Wehren aus Ober-Ense und Nieder-Ense bauten eine Wasserversorgung über eine längere Wegstrecke auf und nahmen die Brandbekämpfung an der Rückseite des Gebäudes auf. Zusätzlich wurde eine Riegelstellung zu den benachbarten Gebäuden aufgebaut, sodass ein überschlagen der Flammen ausgeschlossen werden konnte.

Nach der erfolgreichen übung fiel die Manöverkritik von den stellvertretenen Stadtbrandinspektoren Carsten Vahland und Bernd Dittrich nur kurz aus. Trotz des widrigen Wetters – die übung fand bei Dauerregen statt – wurden die übungsziele in vollem Umfang erreicht. Die Zusammenarbeit aller vier Wehren mit über 40 beteiligten Einsatzkräften funktionierte einwandfrei.

"Das schnelle und effektive Eingreifen der ersten Kräfte hat besonders deutlich gemacht, wie wichtig und unverzichtbar schlagkräftige Wehren auch in den kleinen Ortsteilen sind", unterstrich Vahland bei seinem Resümee. "Im Realfall wäre auch die Stützpunktwehr Korbach alarmiert worden, deren Eingreifen sicherlich nicht mehr erforderlich gewesen wäre", lobte der stellvertretende Stadtbrandinspektor alle an der übung beteiligten Feuerwehren.

WLZ – im Oktober 2007


Sonne lockt Walker nach Goldhausen>

KORBACH-GOlDHAUSEN (r). Allerbestes Spätsommerwetter war der Hauptgarant für den Erfolg des Goldhäuser Spaßbiathlons rund um den Eisenberg am vergangenen Sonntag. Zum dritten Mal hatte der Schützenverein Goldhausen seine Mitglieder und alle Goldhäuser zum Wettkampf aus einer Walkingrunde auf dem Trimmpfad und anschließendem Schießen auf dem Schießstand eingeladen. Jung und Alt traten gegeneinander an. Gewertet wurde wieder in verschiedenen Altersgruppen. Der Mannschaftswettbewerb rundete das Angebot schließlich ab. Nach der Siegerehrung am Nachmittag ließen die Teilnehmer den Tag noch bei Würstchen vom Grill und frischen Waffeln mit Eis aus dem Waldkiosk ausklingen. Unser Bild zeigt die Erstplatzierten, die jeweils einen Gutschein der Korbacher Hanse erhielten. (Foto: pr)

WLZ – im September 2007


Goldhausen in allen Wertungen vorn

Pokalwettkämpfe der Feuerwehr Sachenhausen

Die Siegermannschaften aus Goldhausen gemeinsam mit Werner Kesting, Jugendwart Carsten Seipel, Verbandsvorsitzendem Manfred Hankel, Bernd Schäfer und Bürger-meister Jörg Feldmann.(Fotos: dv)

WALDECK-SACHSENHAUSEN (dv). Insgesamt 28 Mannschaften der freiwilligen Feuerwehren und der Jugendfeuerwehren nahmen am Sonntag an den Pokalwettkämpfen in Sachsenhausen teil. "Die Beteiligung ist damit deutlich besser als vor zwei Jahren", freute sich Bernd Schäfer, Wehrführer von Sachsenhausen und stellvertretender Stadtbrandinspektor.

"über mangelndes Interesse können wir uns generell nicht beschweren", ergänzte Werner Kesting, Vorsitzender des Feuerwehrvereins Sachsenhausen. "Derzeit haben wir 330 Mitglieder im Verein. "Die Pokalwettkämpfe finden seit 1991 alle zwei Jahre in Sachsenhausen statt. Die Senioren müssen zum einen bei der sogenannten "übung 2 mit Vornahme eines B-Rohres" ihre Kräfte messen. Dazu kommen dann noch 15 Fachfragen, die innerhalb von zehn Minuten beantwortet werden müssen. Bei den insgesamt zwölf Teilnehmern dieser Wertung gewann die Mannschaft aus Goldhausen vor Ober-Werbe und Reinhardshausen, gefolgt von Mehlen, Nieder-Ense, Böhne, Nieder-Waroldern, Obernburg, Affoldern, Alraft, Netze, Marienhagen, Bringhausen und schließlich der Mannschaft aus Rhena. Zwei Senioren-Mannschaften nahmen das Angebot der Feuerwehr Sachsenhausen wahr, den Wettkampf ohne den theoretischen Teil, also ohne die 15 Fachfragen, zu absolvieren. In dieser Wertung gewann die Mannschaft aus Lengefeld vor der Wehr aus Meineringhausen. Die Jugendlichen führten bei ihrem Wettkampf ebenfalls einen Löschangriff aus. Dieser verläuft im Gegensatz zu dem der Senioren jedoch ohne Wasser.

Bernd Simshäuser von der Feuerwehr Mehlen gibt das Kommando: "Wasser marsch".

Ein theoretischer Teil, der auch aus 15 Fachfragen besteht, gehört hingegen dazu. Wie bei den Mitgliedern der freiwilligen Wehren hatte hier die Mannschaft Goldhausen I die Nase vorn. Dicht hinter ihr landeten die Teams Böhne I und Goldhausen II. Der vierte Platz in dieser Wertung ging an Ober-Werbe I, gefolgt von Freienhagen, Ober-Werbe II, Dehringhausen I, Böhne II, Frebershausen, Landau, Dehringhausen II und Ober-Werbe III.Jeweils die ersten acht Platzierten freuten sich über Pokale. Doch auch die etwas Schlechteren gingen nicht leer aus. "Bei uns herrscht das Motto "Jeder bekommt etwas", erklärte Bernd Schäfer. So erhielten die anderen Mannschaften jeweils einen Gutschein über einen Getränke-Meter. Für das leibliche Wohl sorgten die Frauen des Feuerwehrvereins Sachsenhausen, unter anderem mit selbst gebackenen Kuchen.

WLZ – im September 2007


Goldhausen zu Gast im Fernsehgarten des ZDF

Zu einer Tagesfahrt in den ZDF-Fernsehgarten lud der Verein "Unser Dorf Goldhausen" ein. Früh morgens um 7 Uhr starteten 25 Teilnehmer im Alter von 5 bis 85 Jahren per Bus in Richtung Süden. Auf dem Gelände der ZDF-Fernsehstudios in Mainz wurden die Goldhäuser zusammen mit 5000 weiteren Besuchern von der Moderatorin Andrea Kiewel bei strahlendem Sonnenschein begrüßt. Sport, Spiel, Spaß und viel Musik standen in den nächsten Stunden auf dem Programm. Ein Kräftemessen der besonderen Art gab es beim Traktor-Pulling, welches von Max Schautzer präsentiert wurde. Eine Choreographie zum Lied "Magic Melody" präsentierten über 2000 junge Tänzer von "Dance4Fans", und zwei Schülerbands wetteiferten um den Titel "Deutschlands beste Schülerband".

Nach der stimmungsgeladenen Show ging die Fahrt am Nachmittag weiter nach Rüdesheim in die Drosselgasse. Dort klang der schöne Tag in gemütlicher Runde aus, bevor die Heimreise angetreten wurde.

WLZ – im Juli 2007


Stadtpokalwettkampf: Goldhäuser Mannschaften triumphieren

Geselliges Stadtjugendzeltlager der Korbacher Feuerwehren in Nieder-Ense

Die Verantwortlichen des Stadtjugendzeltlagers mit den drei Siegermannschaften des Stadtpokals: Goldhausen II, Goldhausen I und Lengefeld. Links Stadtrat Friedrich Bachmann, Stadtjugendwart Stefan Casper und Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt; rechts stellvertretender Stadtjugendwart Egon Weller, Kreisjugendfeuerwehrwart Christoph Weltecke, stellvertretender Stadtbrandinspektor Carsten Vahland und Wehrführer Stephan Klein.(Fotos: cs)

KORBACH – NIEDERENSE (cs). Das Stadtjugendzeltlager der Korbacher Feuerwehren fand dieses Jahr in Nieder-Ense statt. Beim Höhepunkt des Wochenendes, dem Wettkampf um den Stadtpokal, setzten sich die beiden Jugendmannschaften aus Goldhausen souverän durch.

Positiv fiel das Resümee des Stadtjugendwarts Stefan Casper über die Veranstaltung aus. Alle Programmpunkte gingen dank der guten Organisation zügig und ohne größere Probleme über die Bühne. Auch das Wetter spielte über das ganze Wochenende weitestgehend mit. Vor allem lobten die Organisatoren und die 30 Betreuer die Disziplin der 114 jungen Feuerwehrmänner und frauen aus elf Jugendfeuerwehren. Mit von der Partie war auch eine Delegation aus der Korbacher Partnerstadt Waltershausen in Thüringen.

Im Vordergrund stand zunächst der Wettbewerb der zehn Korbacher Jugendfeuerwehren um den Stadtpokal am Samstag. Neben einer normalen übung, bei der die Teilnehmer sowohl Schnelligkeit als auch Geschicklichkeit mit den Gerätschaften und an verschiedenen Hindernissen unter Beweis stellen mussten, sollten die Jugendlichen auch ihr Wissen über die Feuerwehrarbeit auf einem Fragebogen dokumentieren.

Neben dem Pokalwettkampf hatten die teilnehmenden Mannschaften bereits am Freitag eine Rallye durch Nieder Ense bestritten. überwiegend wurden Fragen über das Dorf gestellt, für deren Beantwortung die Jugendlichen den Ort erkunden mussten. Aber auch ihre Allgemeinbildung wurde auf die Probe gestellt. Bei der Rallye landeten schließlich die Teams aus Rhena, Eppe und Goldhausen auf den drei vorderen Plätzen.
Am Sonntag standen dann noch die "Spiele ohne Grenzen", die sich natürlich vor allem mit dem Wasser beschäftigten, auf dem Programm. Unter anderem galt es, in einem Helm Wasser über einen Hindernisparcours zu einem anderen Behälter zu transportieren. Des Weiteren musste ein Teammitglied in einer Schubkarre einen Eimer Wasser festhalten, während ein anderer die Karre über verschiedene Hindernisse steuerte. Besonderes Geschick stellten bei dem lustigen Wettstreit die Mannschaften NiederEnse als Erster, Goldhausen II als Zweiter und Lelbach I als Dritter unter Beweis.
Doch trotz aller Wettkämpfe kam auch die Geselligkeit für alle 144 Teilnehmer des Zeltlagers keineswegs zu kurz. Vom Zeltaufbau am Donnerstagabend bis zum Zeltabbau und der Abreise am Sonntagnachmittag war die Atmosphäre zwischen allen Beteiligten stets sehr gut. Neben gemeinsamem Frühstück, Mittag und Abendessen fanden am Samstag auch noch eine Feuerwehrübung und abends ein Discoabend mit Lagerfeuer statt. Auch der Gottesdienst am Sonntagmorgen in der Nieder Enser Kirche war sehr gut besucht. Den positiven Eindruck der Veranstaltung unterstrich auch die fehlende Kritik beim Jugendforum am Sonntagmorgen, bei dem sich die Jungen und Mädchen über alles kritisch äußern konnten.

Zum Abschluss entließen die Organisatoren des Zeltlagers die Jugendlichen in ihre wohlverdienten Sommerferien mit dem Appell, weiterhin die Werbetrommel für die Jugendfeuerwehren in Korbach und den Ortsteilen zu rühren. Dann sollte es gelingen, dass im nächsten Jahr vielleicht sogar 150 Teilnehmer bei dem Treffen gezählt werden können.
Spannend wurde es jedoch zuvor noch einmal für die Mannschaften am Sonntagnachmittag bei der Bekanntgabe der Sieger der Wettkämpfe.

Stadtpokal 2007: 1. Goldhausen II (1652 Punkte), 2. Goldhausen I (1645), 3. Lengefeld (1633), 4. Lelbach (1625), 5. Rhena I (1624), 6. Helmscheid (1584), 7. Rhena II (1552), 8. NiederEnse (1549), 9. Eppe (1335).
Dorfrallye: 1. Rhena, 2. Eppe, 3. Goldhausen, 4. Lengefeld, 5. NiederEnse, 6. Waltershausen, 7. Korbach, 8. Lelbach, 9. Helmscheid, 10. Meineringhausen, 11. Hillershausen.
Spiel ohne Grenzen: 1. NiederEnse, 2. Goldhausen II, 3. Lelbach I, 4. Lengefeld Mädchen, 5. Korbach, 6. Hillershausen, 7. Goldhausen I, 8. Lelbach II, 9. Helmscheid, 10. Meineringhausen, 11. Waltershausen, 12. Eppe, 13. Lengefeld Jungen.

WLZ – im Juli 2007


Doppelsieg für heimische Wettkämpfer

16 Feuerwehren bei hessischen Feuerwehrleistungsübungen – Goldhausen im Stechen vor Reinhardshausen

Die Nummer eins: Die Coldhäuser Feuerwehr um Wehrführer Andreas Sinsch belegte den ersten Platz. Zusammen mit elf weiteren Mannschaften fährt die Truppe im August zum Landesentscheid. (Foto: den).

KORBACH (den). Am Ende war es ganz knapp: Ein Stechen musste darüber entscheiden, welche Wehr den ersten Platz bei den hessischen Feuerwehrleistungsübungen belegt. Am Ende hatte die Wehr aus Goldhausen die Nase vorn, vor Reinhardshausen.

Der Hauerplatz in Korbach glich den Samstag über einem großen Lager. 16 Mannschaften aus dem Kasseler Regierungsbezirk waren mit ihren Einsatzfahrzeugen angereist und stellten sich dem sportlichen Wettkampf. Schläuche ausrollen und verlegen, Wasser bereitstellen, Hindernisse überwinden – da galt es, die Schiedsrichter um übungsleiter Erwin Baumann zu überzeugen – und die Uhr, die unbeeindruckt tickte und die Zeit der neunköpfigen Truppe mit Maschinist, Melder, Angriffs-, Wasser- und Schlauchtrupp festhielt.
Vor der praktischen Prüfung stand der theoretische Teil. 15 Fragen zur Unfallverhütung, Unfallstellensicherung oder Schlauchkunde mussten möglichst fehlerfrei beantwortet werden.
Beim Stechen der beiden besten Wehren musste dann noch einmal der Stift gezückt werden. Die Brandbekämpfer aus Goldhausen brauchten zwar etwas länger als Reinhardshausen, machten am Ende aber einen Fehler weniger.

Landesentscheid in Korbach?

Korbachs Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt verkündete zum krönenden Abschluss, dass sich die Kreisstadt als Austragungsort für den Landesentscheid im kommenden Jahr beworben habe. Dr. Werner Neusei (Vize-Regierungspräsident) lobte die gute Gastfreundschaft in Korbach und freute sich, dass in letzter Zeit immer mehr Frauen unter den Aktiven seien: "Wie im richtigen Leben brauchen wir auch bei der Feuerwehr die Frauen."

Michael Klöckner, Michael Krause und Dennis Sonntag proben Mastwurf und Kreuzknoten. Sie wurden 15.

Die Ergebnisse: Den ersten Platz belegte Goldhausen mit 975 Punkten. Gleichauf stand Reinhardshausen, das aber im Stechen unterlag. Ebenfalls qualifiziert für den Landesentscheid haben sich die Wehren aus Mittelaschenbach (970 Punkte), Setzelbach (965), Michelsrombach (955), Oetmannshausen (950), Schiffelbach (940), Bad Wildungen (937), Frankenhain (935), Rennertehausen (ebenfalls 935), Wasenberg I (920) und Oberlengsfeld (917).

WLZ – im Juli 2007


Querschlag mit Abenteuer

Bohren für frische Luft – neuen Gang im Besucherstollen erschließen

Mit Tachymeter unter Tage: Vermessungsexperte Thomas Kalhöfer (I.) und Karl-Heinz Rupprath fixierten im Seitengang des Besucherbergwerks einen Bohrpunkt Mit dabei Wolfgang Behle (r.), Vorsitzender des Vereins "Historischer Goldbergbau". (Foto:jk)

Von Jörg Kleine

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). Das Goldbergwerk lockt Besucher aus aller Welt an den Eisenberg. Ein Seitengang soll bislang geheime Partien ins Grubenlicht rücken – möglichst noch in diesem Jahr. Der "Querschlag" zeigt eine schillernde Unterwelt.

Seit vier Jahren können Besucher die abenteuerliche Reise auf den Spuren der Goldgräber genießen. Der "Unte-re-Tiefe-Tal-Stollen" gibt 250 Meter frei bis hinein in den mittelalterlichen Bergbau. Besucher erfahren viel über Geologie, die Arbeit der Bergleute und das Thema "Gold".
Mitten im Stollen zeigte sich ein Seitengang bislang jedoch vergittert. In den 70er-Jahren hatte der Wissenschaftler und Heimatforscher Dr. Jens Kulick im Auftrag des damaligen geologischen Landesamtes den Bergbau in Goldhausen neu unter die Lupe genommen. Der Seitengang sollte dabei sondieren, ob sich eine Verbindung zu einer weiteren Goldlagerstätte schaffen lässt.

Seither ist der Zugang verbarrikadiert – doch das soll sich möglichst dieses Jahr noch ändern. Mit Unterstützung eines Bergspezialisten aus der Grube Dreislar und dem früheren Kasseler Bergamtsleiter Erwin Braun soll der Coup gelingen. Dabei müssen vor allem die ersten 15 Meter von Schutt befreit und nach oben abgesichert werden, um Besuchern künftig eine weitere Perspektive zu bieten. Zudem fehlt eine "Bewetterung" – sozusagen ein Durchbruch an die frische Luft am Ende dieses Querschlags. Der erste Schritt ist inzwischen geschafft. Der Korbacher Vermessungsingenieur Thomas Kalhöfer und Karl-Heinz Rupprath vom Bauhof haben in ehrenamtlicher Arbeit die Strecke innen abgesteckt und einen Bohrpunkt fixiert.

Orange "Spinnweben" leuchten im Schein des Geleuchts unter Tage. Die rostrote Farbe deutet auf oxidiertes Eisen im Gestein.(Foto: jk)

überraschungen bleiben dabei nicht aus. Dachten der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" zunächst noch, am Ende des "Tunnels" vielleicht im Wald einen zweiten Zugang aufgraben zu können, zeigt sich nun, dass über dem Seitengäng eine dicke Felspackung liegt – rund 50 Meter mächtig. So muss zur künftigen Bewetterung ein Loch von oben gebohrt werden, erläutert Vereinschef Wolfgang Behle.
Grundsätzlich spricht nichts dagegen, auch den Seitengang für Besucher zu öffnen. Wichtig ist zuvor jedoch, das Konzept penibel mit dem Bergamt abzusprechen, sagt Claus Günther von der Korbacher Wirtschaftsförderung. Dies soll in Kürze folgen. Die Vereinsmitglieder wollen dann in Eigenleistung die kniffligen ersten 15 Meter von Schutt und Gestein befreien, um Besuchern den Weg zu ebnen.
Lohnenswert ist der Ausflug in neue Gefilde unter Tage allemal. Was in der Dunkelheit schlummert, entfaltet im Schein der Lampen prächtige Anblicke. Gipskristalle, kalkige Tropfsteine, schwarze Manganauswaschungen und schillerndes Rostrot von Eisenmineral auf Pilzgeflecht machen die Tour zu einem Erlebnis.
Möglichst 2007 soll es noch losgehen. Versprechen kann es Vorsitzender Wolf gang Behlen nicht, "aber wir versuchen es".

WLZ – im Juni 2007


Vertrag für "Kommunalen Serviceverbund Eisenberg" unterzeichnet

Sieben Kommunen ziehen an einem Strang

Einer für alle, alle für einen: Unter den Fahnen der sieben beteiligten Kommunen geloben die Bürgermeister die Zusammenarbeit. Von links: Thomas Trachte (Willingen), Jörg Feldmann (Waldeck), Harald Plünnecke (Vöhl), Staatsminister Wilhelm Dietzel, Klaus Friedrich (Korbach), Heinrich Nolte (Medebach), Uwe Steuber (Lichtenfels) und Volker Becker (Diemelsee). (Foto: Ib)

KORBACH-GOLDHAUSEN (Ib). Die Waldecker Böllerschützen sorgten für den "Urknall": Gestern haben die Städte und Gemeinden Diemelsee, Korbach, Lichtenfels, Medebach, Vöhl, Waldeck und Willingen den Vertrag für den "Kommunalen Serviceverbund Eisenberg" unterschrieben.

Auf dem Eisenberg in Goldhausen -wo auch sonst – haben die sieben Kommunen ihre Zusammenarbeit schwarz auf weiß besiegelt. Wo es geht, wollen die Städte und Gemeinden ihre Aufgaben künftig gemeinsam erledigen, dadurch Kosten sparen und besser werden. Der neue Serviceverbund hat zwei Besonderheiten: Er ist der größte seiner Art in Hessen – und er geht über Landesgrenzen hinaus. Er umfasst ein Gebiet, in dem über 60000 Menschen leben. "Die Region wird jetzt mit einer Stimme sprechen", sagte Heinz-Willi Müller, Büroleiter der Korbacher Stadtverwaltung, der die feierliche Vertragsunterzeichnung moderierte.
Eine Flut von Regeln und ein knapper finanzieller Spielraum enge die Kommunen in ihrer Selbstverwaltung ein, zeichnete Müller ein Bild der veränderten Rahmenbedingungen. Nur in der Zusammenarbeit mit anderen Städten und Gemeinden könnten wieder Gestaltungsräume geschaffen werden. Das sei ein Ziel des Serviceverbundes, erklärte der Verwaltungsfachmann. Im Fokus der Zusammenarbeit stehe aber auch eine optimierte Servicequalität mit noch höherer Kundenorientierung. "Der interkommunale Serviceverbund Eisenberg ist eine Chance für die Zukunft", so Müller.

Die Aufgaben des Zusammenschlusses sind im Vertrag noch recht allgemein gehalten: Kooperationen zwischen Kommunen und auch auf privatwirtschaftlicher Ebene sollen ausgebaut, aber auch das "Wir-Gefühl" in der Region gestärkt werden. Mehr Familienfreundlichkeit und zukunftsfähige Arbeitsplätze hat sich der Verbund auf die Fahnen geschrieben. Schließlich sollen auch Fördergelder besser abgeschöpft werden. Das alles mit Leben zu füllen, ist Aufgabe des Arbeitsausschusses, dem eigentlichen Organ des Serviceverbunds. Mitglieder in ihm sind die Bürgermeister der sieben Kommunen. Der Arbeitsausschuss entscheidet auch über den noch zu bestimmenden Geschäftsführer.

Der Serviceverbund sei ganz im Sinne der Landesregierung, erklärte Wilhelm Dietzel, hessischer Minister für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Das Land wolle keine kommunale Neugliederung, sondern interkommunale Zusammenarbeit. Die sieben Kommunen würden die Gebietsreform der 70er-Jahre fortsetzen, sagte Erster Kreisbeigeordneter Peter Niederstraßer: "Diesmal aber freiwillig."
Umrahmt wurde die Feier durch den Musikverein Neukirchen, den Knappenchor Adorf und die Alphornbläser Willingen.

WLZ – im Juni 2007


Partner im Zeichen der Burg

Städte und Gemeinden rücken zusammen – morgen Vertrag, Fest in Goldhausen

Sieben Städte und Gemeinden rücken über ihre Grenzen hinweg enger zusammen. Das Logo des Service-Verbundes steht symbo-lisch: Im Mittelpunkt der Eisenberg, in konzentrischen Kreisen die sieben Gemeinden. (Karte: Riedel und Eichler, Montage: WLZ)

Unter dem Motto "Wir gestalten Zukunft" vereinbaren die Bürgermeister der sieben Kommunen, Diemelsee, Korbach, Lichtenfels, Medebach, Waldeck, Willingen und Vöhl morgen in Goldhausen eine engere Zusammenarbeit.

Am Freitag, 17 Uhr, werden die Bürgermeister der sieben Städte und Gemeinden mit Ihrer Unterschrift die neue Arbeitsgemeinschaft "Kommunaler Service-Verbund Eisenberg" aus der Taufe heben. Das Fest rund um das Dorfgemeinschaftshaus in Goldhausen bietet ein unterhaltsames Programm. Bewohner aus allen sieben Gemeinden sind herzlich eingeladen.

Keine Gemeinde, sondern ganz bewusst der Eisenberg mit seiner zentralen geografischen Lage steht Pate für den neuen Kommunalen Service-Verbund von sieben Städten und Gemeinden. ( Foto: Archiv)

Los geht es um 17 Uhr mit einer musikalischen Begrüßung durch den Musikverein Neukirchen. Der Knappenchor Adorf, die Willinger Alphornbläser und die Waldecker Böllerschützen gestalten das Programm ebenfalls mit.
Heinz-Willi Müller (Korbach) präsentiert den Kommunalen Service-Verbund stellvertretend für alle Gemeinden. Auch Hessens Umweltminister Wilhelm Dietzel, der Landrat des Hochsauerlandkreises, Dr. Karl Schneider, sowie der Erste Kreisbeigeordnete Waldeck-Frankenbergs, Peter Niederstraßer, sind mit dabei. Nach einer kurzen Vorstellung der Gemeinden durch ihre jeweiligen Bürgermeister werden die Rathauschefs dann gegen 18 Uhr den Vertrag für den neuen Service-Verbund Eisenberg formal unterzeichnen.

Die Kommunen arbeiten bereits seit Jahren auf mehreren Gebieten in verschiedenem Umfang erfolgreich zusammen. Dazu zählen etwa Wasser/Abwasser, Feuerwehrtechnik und -einsätze, Gefahrgutüberwachung und Tempokontrollen auf den Straßen, Jugendarbeit, Tourismus oder Präventionsarbeit in den Schulen.
Auch die Verwaltungen üben in verschiedenen Sektoren bereits den Schulterschluss. Da geht es etwa um die neue kaufmännische Buchführung bei den Gemeinden, um Austausch von Auszubildenden oder Einwohnermeldeämter. Warum sollte es mit Blick in die Zukunft nicht möglich sein, dass sich ein Berufspendler auch in der Gemeinde, wo er arbeitet, seinen Pass ausstellen lässt, nennt Heinz-Willi Müller ein Beispiel. So ist der Büroleiter im Korbacher Rathaus ein vehementer Verfechter, die Kooperation zu vertiefen.
Neue Akzente setzen soll beispielsweise eine Kinder-Universität im Rahmen des Verbundes. Schon im November wird es in Zusammenarbeit mit der Uni Kassel in Korbach die ersten Vorlesungen geben. Dazu sind Kinder aus allen sieben Städten und Gemeinden gleichermaßen eingeladen.

Aufgrund der demografischen Entwicklung und der angespannten Finanzsituation sind sich die Bürgermeister und politisch Verantwortlichen allesamt bewusst, dass engere Kooperation in der Zukunft nötig ist. Der Kommunale Service-Verbund Eisenberg soll dafür die Plattform bieten, um die Lebensqualität der Bewohner zu stärken.

WLZ – Jörg Kleine – im Juni 2007


Eine Eiche für die Dorfgemeinschaft

Ortsbeirat dankt Wilhelm Schüttler für gespendeten Baum

Freuen sich über die schöne Ansicht am Ortseingang von Coldhausen: der Ortsbeirat mit Wilhelm Schüttler. (Foto: hei)

KORBACH – GOLDHAUSEN (hei). Wilhelm Schüttler spendete im Rahmen der Dorfverschönerung vor drei Jahren eine Eiche für eine Rasenfläche am Ortseingang. Der Ortsbeirat Goldhausen dankte ihm nun offiziell dafür.

Als das Neubaugebiet am Ortseingang von Goldhausen entstand, war die Rasenfläche am Aquaduktweg, auf der die Eiche jetzt steht, ein "totes" Gebiet. "Im Rahmen der Dorfverschönerung habe ich mir gedacht, dass sich so ein Baum an diesem Fleckchen ganz gut machen würde", so Wilhelm Schüttler. Er zögerte nicht lange und spendete der Dorfgemeinschaft 2004 eine Eiche.
"Wilhelm Schüttler hat uns nicht nur diesen Baum gespendet, sondern kümmert sich noch zusätzlich um die Pflege des Rasenplatzes", sagte Ortsvorsteher Wolfgang Behle. Aus diesem Grund wurde dem edlen Spender jetzt ganz offiziell gedankt und der Eiche der Name " Wilhelm-Schüttler-Gedächtniseiche" gegeben. Der Name wurde auch in einen Korbacher Goldtaler auf einem Stein neben der Eiche eingraviert.
Außerdem dankte Wolfgang Behle allen Bürgern, die sich aktiv an den Dorfverschönerungsarbeiten beteiligt hatten und noch immer beteiligen.

WLZ – im Mai 2007


Feuerwehr Goldhausen gewinnt im Stechen

52 Mannschaften aus dem Landkreis absolvieren Leistungsübungen auf der Hauer

Die siegreiche Goldhäuser Mannschaft mit Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick (I.), Verbandschef Manfred Hankel (r.), Stadtverordnetenvorsteher Heinz Merl, Kreisbeigeordnetem Otto Wilke und Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt (2.v.r.). (Fotos: tk)

KORBACH (tk). Die erste Goldhäuser Mannschaft hat am Sonntag den Kreisentscheid der Feuerwehrleistungsübungen gewonnen. Das Team um Kapitän und Wehrführer Andreas Sinsch siegte aufgrund der schnelleren Zeit im Stechen vor Bad Wildungen und Rennertehausen I. Alle drei Mannschaften hatten am Ende des regulären Theorie- und Praxistests das optimale Ergebnis von 1000 Punkten erreicht.

Auf Platz vier und fünf landeten die Mannschaften aus Reinhardshausen und Schiffelbach. Die Brandschützer aus dem Gemündener Stadtteil konnten damit den Titel aus dem Vorjahr zwar nicht verteidigen, nehmen aber auch noch mit am Bezirksentscheid teil, der am 30. Juni wiederum auf der Hauer stattfinden wird. Der Landesentscheid geht am 25. August in Rotenburg an der Fulda über die Bühne.

52 Mannschaften beteiligen sich an den hessischen Feuerwehrleistungsübungen auf Kreisebene. Mit dieser Zahl steht der Landkreis Waldeck-Frankenberg an der Spitze in Hessen, betonte Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick bei der Siegerehrung. Besonders hob er das Engagement von Erich Clemens hervor. Der Allendorfer Feuerwehrmann absolvierte gestern seine letzte Leistungsübung – nach 37 Jahren Wettkampferfahrung. Weitere Grußworte sprachen der Korbacher Stadtverordnetenvorsteher Heinz Merl, Kreisbeigeordneter Otto Wilke und Feuerwehrverbandschef Manfred Hankel.
Im praktischen Teil mussten übungen mit der Tragkraftspritze oder einem Löschgruppenfahrzeug absolviert werden. Im theoretischen Teil wurden 15 Fragen gestellt, die innerhalb von zehn Minuten von jedem Wettkampfteilnehmer zu beantworten waren.

Der größte Wettkampferfolg der Goldhäuser Feuerwehr liegt zehn Jahre zurück. 1997 gewann die Mannschaft des damaligen Wehrführers Karl-Helmut Tepel zum dritten Mal in Folge den Hessenmeister-Titel. 2005 gewannen sie zuletzt den Kreisentscheid.

Die weiteren Platzierungen: 6. Ober-Werbe, 7. Bohne, 8. Nieder-Ense und Wega, 10. Höringhausen, 11. Massenhausen, 12. Ammenhausen, 13. Reddig-hausen I, 14. Bad Arolsen, 15. Lengefeld, 16. Frebershausen, 17. Mandern, 18. Meineringhausen, 19. Nieder-Waroldern, 20. Dehausen und Nordenbeck,22. Vasbeck, 23. Birkenbringhausen, 24. Goldhausen II, 25. Hörle, 26. Benkhausen und Volkmarsen, 28. Helsen, 29. Giflitz, 30. Affoldern, 31. Helmighausen I, 32. Rhena, 33. Hatzfeld, 34. Geismar, 35. Goddelsheim und Rhoden, 37. Neudorf, 38. Viermünden, 39. Berndorf, 40. Deisfeld, 41. Hemfurth, 42. Obernburg, 43. Herbsen, 44. Bergheim, 45. Reddig-hausen II, 46. Alraft, 47. Sachsenberg, 48. Weihen, 49. Schmittlotheim, 50. Flechtdorf, 51. Freienhagen, 52. Sachsenhausen.

WLZ – im Mai 2007


1000 Punkte: Korbacher Stadtpokal der Feuerwehren geht nach Goldhausen

KORBACH – OBERENSE (jl). Gegen die Zeit und um den Korbacher Stadtpokal kämpften am Sonntag zehn Stadtteil-Wehren der Kreisstadt. Sieben Teams nahmen am regulären Stadtpokal-Wettkampf teil, zu dem neben der praktischen übung auch ein theoretischer Test gehörte.

Den Pokal sicherte sich die Wehr aus Goldhausen, die die Höchstpunktzahl von 1000 Punkten erreichte. Der zweite Platz ging an Nordenbeck (995 Punkte), Dritter wurden die Kameraden aus Lengefeld (985 Punkte). Der vierte Platz ging an die Wehr aus Nieder-Ense (972 Punkte). Fünfter wurde die erste Mannschaft aus Ober-Ense (941 Punkte), den sechsten Platz erreichte Rhena (930 Punkte), auf dem siebten Rang landeten die Kameraden aus Meineringhausen (928 Punkte). Beim ausschließlich praktischen Wettkampf machten drei Wehren mit. Dabei belegten die Frauen aus Lengefeld den ersten Platz, ebenfalls mit der höchstmöglichen Wertung von 1000 Punkten. Die Damenriege hatte im vergangenen Jahr beide Pokale eingeheimst. Zweiter wurde die Wehr aus Helmscheid (982 Punkte) und der dritte Platz ging an die zweite Mannschaft aus Ober-Ense (980 Punkte). Das ganze Fachwissen der Kameraden war beim Wettkampf am Sonntag gefragt. Bei der praktischen übung galt es Wasser aus einem Unterflurhydranten zu entnehmen, drei Rohre zu verlegen und noch einige Hindernisse zu überwinden. In acht Minuten und 45 Sekunden mussten die jeweils neun Kameraden mitsamt Rohren über einen Balken balancieren, durch einen kleinen Tunnel kriechen und über ein Leitergerüst klettern. "Die Hindernisse sind der Realität nachempfunden", erklärte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Garsten Vahland die übung. Damit alles mit rechten Dingen zuging, kontrollierten fünf Schiedsrichter aus benachbarten Gemeinden den Ablauf. Vahland übergab am Mittag Pokale und Urkunden. Im Namen der Kreisstadt gratulierten Stadtrat Heinz Graf und Stadtverordnetenvorsteher Heinz Merl, der die Arbeit der Feuerwehren lobte: "Wir wissen, was wir an unseren Wehren haben." Der Stadtpokal für die Jugendfeuerwehren wird beim Zeltlager vom 6. bis 8. Juli in Nieder-Ense ausgetragen. – Unser Bild rechts entstand während des Wettkampfs, auf dem linken Bild zu sehen ist das erfolgreiche Team aus Goldhausen mit der Sieges
trophäe. (Fotos: jl)

WLZ – im Mai 2007


Auf Besuch in der Unterwelt des Eisenbergs

Das Besucherbergwerk in Goldhausen eröffnet die Saison mit einer Feier

Der gemischte Chor Eisenberg eröffnete die Saison des Besucherstollens Eisenberg musikalisch. Bis Oktober kann die alte Goldgräber-Stätte besichtigt werden (kleines Foto). Insgesamt zwölf Führer begleiten die Besucher mit viel Fachwissen. (Fotos: Ib)

KORBACH-GOLDHAUSEN (Ib). Glück auf: Die Saison am Besucherbergwerk in Goldhausen ist seit gestern eröffnet. Bis Oktober können Gruppen und Einzelpersonen den Stollen im Eisenberg besichtigen.

"Wir holen uns zu Saisonbeginn immer den Segen von oben", sagte Wolfgang Behle, Vorsitzender des Vereins Historischer Goldbergbau Eisenberg. Den göttlichen Beistand für Bergleute und Besucher hatte bei der Stolleneröffnung am Sonntagmorgen Pfarrerin Barbara Grenz (Hillershausen) im Gepäck. Um Gold zu finden, müsse man tief schürfen, sagte sie in ihrer Andacht. Auch im Leben dürfe man nicht an der Oberfläche bleiben. Der gemischte Chor Eisenberg sorgte für den musikalischen Rahmen des Saisonstarts. "Wir hoffen auf einen ähnlichen Zuspruch wie im vergangenen Jahr", so Behle. Rund 2000 Besucher zog das Besucherbergwerk im Jahr 2006 nach Goldhausen. Derzeit sorgen zwölf Führer für eine fachkundige Begleitung durch die ehemalige Goldgräber-Stätte.

WLZ – im April 2007


Geld für Streuobstwiese und neuen Besucherstollen

Stiftung "Zukunft für unsere Region" übergibt Spenden-Schecks

Spendenübergabe in Korbach: Axel Krüer und seine Vorstandskollegen von der Stiftung "Zukunft für unsere Region" überreichten Schecks an den Naturschutzbund und den Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg. (Foto: wk)

KORBACH (wk). über eine Zuwendung in Höhe von jeweils 500 Euro freuen sich der Naturschutzbund Korbach und der Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg. Die Schecks wurden den Vereinen durch Vertreter der Stiftung "Zukunft für unsere Region" überreicht.

Es handelt sich dabei um den Erlös der Veranstaltung "Fein hören und speisen", die die Stiftung im Januar mit großem Erfolg im Gasthaus "Goldflair am Rathaus" durchgeführt hatte. Mit der Spende will die Stiftung unter Vorsitz von Axel Krüer die Umsetzung von regionalen Projekten fördern.
Der Naturschutzbund (NABU) wird das Geld einsetzen, um eine Streuobstwiese am Krankenhaus zu renaturieren. Diese wird durch die Naturschutzjugend bereits seit über zehn Jahren betreut. Durch die Bauarbeiten am Krankenhaus wurde sie jedoch in Mitleidenschaft gezogen. Jetzt soll aufgeräumt, eingesät und eine Hecke gepflanzt werden, erläuterte Peter Koswig die Pläne der Naturschützer.

Im Goldhäuser Bergwerk soll rn. diesem Jahr ein weiterer Besucher-Stollen erschlossen werden. Dazu ist es notwendig, für eine ausreichende "Bewetterung" zu sorgen, also eine Zuluftöffnung zu schaffen. Dieses Projekt werde durch die Förderung jetzt umsetzbar, freute sich Karl Helmut Tepel vom Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg. – Bereits vor zwei Wochen hatte die Kreisjugendfeuerwehr Waldeck-Frankenberg eine Zuwendung der Stiftung "Zukunft für unsere Region" erhalten.

WLZ – im April 2007


Große Fortschritte – Netzwerk der Besucherbergwerke im Geopark Waldeck-Frankenberg

"Glück auf für die Zusammenarbeit"

Ortsvorsteher und Vorsitzender des Vereins Historischer Goldbergbau Eisenberg e.V. Wolfgang Behle (links) begrüßte am Donnerstag gemeinsam mit Vorstandsmitglied Claus Günther (rechts) die ehrenamtlichen Betreiber der anderen Besucherbergwerke sowie den Geologen Sven Bökenschmidt (Mitte) und Norbert Panek vom Projektbüro Geopark. (Foto: kri)

KORBACH-GOLDHAUSEN (kri). Am Donnerstagabend fand eine Koordinierungssitzung der sieben Besucherbergwerke in Waldeck-Frankenberg statt, die sich nun als gemeinsames Netzwerk präsentieren möchten. Erste Ergebnisse in diesem Vorhaben konnten schon vorgestellt werden.

Das Ziel war schon länger definiert – ein Netzwerk der Besucherbergwerke im Geopark Waldeck-Frankenberg. Dies beinhaltet auch eine gemeinsame Vermarktung und Präsentation der sieben Bergwerke. Zu diesen gehören die "Grube Christiane" in Adorf, wo früher Roteisenerze abgebaut wurden, der "Burgbergstollen" in Battenberg, wo Bergbau mit Manganerz betrieben wurde, und das "Besucherbergwerk Bertsch" in Bergfreiheit, das als Abbaustätte für Kupfererz fungierte. Ebenfalls in diesem Netzwerk befinden sich das "Goldbergwerk Eisenberg" in Korbach-Goldhausen, das vom 11. bis zum 17. Jahrhundert in Betrieb war, die "Grube Christine" in Willingen, die zur Gewinnung von Schiefer diente, der "Kiliansstollen" in Marsberg, der an den Bergbau dort bis 1945 erinnert, und als Letztes das "Hessische Braunkohle-Bergbaumuseum" in Borken, das neben der Besichtigung des Besucherstollens auch vieles zur Bergbaugeschichte anbietet. Bislang wurde für das Netzwerk eine gemeinsame Broschüre umgesetzt, die von dem Geologen Sven Bökenschmidt gestaltet und bei dem Koordinierungstreffen in Goldhausen erstmals vorgestellt wurde. Sie soll zu Saisonbeginn im Mai fertiggestellt sein. Darin sind Informationen zu den einzelnen Bergwerken sowie zu geologischen Besonderheiten in der Umgebung zu finden. Weiterhin standen Hinweistafeln auf das Netzwerk für jedes Bergwerk sowie ein gemeinsames Bonussystem und ein Werbekonzept auf der Tagesordnung. Das nächste Treffen wird bei einem der sechs anderen Bergbau-Vereine stattfinden.
Das Qualitätssiegel "Ceopark" zeichnet Gebiete aus, die geologisch und landschaftlich besonders bedeutsam

WLZ – im März 2007


Querschlag führt zu neuen Abenteuern

Besucherbergwerk Goldhausen -Verein plant 200 Meter mehr für Gäste – Saisonbeginn am 6. Mai

Das Goldbergwerk im Eisenberg bei Korbach bietet viel Erlebnis für große und kleine Besucher. Mit Helm, Stiefeln und Geleucht geht es 250 Meter tief in den Berg. Am 6. Mai wird die neue Saison eröffnet. (Archivfoto: jk)

KORBACH (jk). Rund 2000 Besucher zog das Besucherbergwerk im vorigen Jahr nach Goldhausen. Anfang Mai geht es in die neue Saison – und die Korbacher "Goldgräber" haben viel vor: Der Stollen soll um einen interessanten Seitengang deutlich erweitert werden. So setzt die Unterwelt im Eisenberg ein weiteres Glanzlicht für Gäste aus nah und fern.

Im Fußball gehören Querschläger in die Kuriositätenkiste, im Bergbau öffnen sie ein Reich für neue Abenteuer. Ein Querschlag aus den 70er-Jahren, bislang vergittert, könnte künftig rund 200 Meter weitgehend unbekanntes geologisches Terrain für die Besucher ebnen. Möglichst noch im laufenden Jahr soll das Projekt gelingen.
Seit Sommer 2003 lenken ehrenamtliche Besucherführer Tausende Gäste durch den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen am Eisenberg. Rund 250 Meter geht es hinein – bis zu mittelalterlichen Gängen aus dem 14. Jahrhundert, die unter Goldhausen schlummern.

Noch ist der Eingang zum Seitenstollen gesperrt. Ziel ist, rund 200 Meter für Besucher neu zu erschließen und im nächsten Jahr zu öffnen. (Archivfoto: jk)

Stollen 200 Meter erweitern

Es war der Geologe Dr. Jens Kulick, der im Auftrag des hessischen Landesamtes in den 70er-Jahren auch neue Fährten aufnahm. Mitten im Besucherbergwerk gibt es deshalb quasi eine Kreuzung, doch Rechtsabbiegen ist noch verboten. Hinter Gitter und Trassierband ist dort ein Seitengang von rund 200 Metern Länge verborgen, der sich indes ohne größere Schwierigkeiten wieder öffnen ließe. Davon sind Dr. Wolfgang Homann, früher Leiter des Naturkundemuseums Dortmund, und Erwin Braun, ehemals Bergamtsleiter Kassel, überzeugt. Beide Geologen sind intime Kenner des Eisenbergs und waren entscheidend an der Entstehung des Besucherbergwerks beteiligt. Bei der jüngsten Jahresversammlung des Vereins "Historischer Goldbergbau" im Goldhäuser Gemeinschaftshaus wurden die Pläne zur öffnung des seitlichen Stollens ausführlich diskutiert, erklärt Korbachs Tourismusfachmann Claus Günther. Klarer Auftrag an den Vorstand um Vorsitzenden Wolfgang Behle: Ein Konzept soll her – und möglichst noch 2007 umgesetzt werden. Für die Saison 2008 könnte der neue Stollen dann einbezogen werden.
Nach ersten Sondierungen müssten die ersten 15 Meter bergmännisch noch mal neu befestigt werden, dahinter ist der Fels so stabil wie anderorts im Goldbergwerk. Zweiter Punkt ist die Frage einer "Bewetterung", also einer zusätzlichen Verbindung an die Außenluft. Eine Bohrung von oben wäre eine Möglichkeit, wesentlich interessanter ist aber, am Ende des Stollens einen Durchbruch nach außen zu schaffen. Vorteil: Das Besucherbergwerk hätte künftig zwei Zugänge.
So wird der Verein nach Rücksprache mit der Waldeckischen Domanialverwaltung als Eigentümer und dem Bergamt in Bad Hersfeld ein Konzept erstellen – ob Technik, Kosten oder Arbeitsaufwand. Goldnuggets wird der Querschlag für Besucher nicht glänzen lassen, aber er gibt mit Schichtung, Faltung und Gipskristallen hervorragenden Einblick in die rund 300 Millionen Jahre alte Geologie des Eisenbergs.

Bergwerke im Geopark

Das ist ein Pfund, mit dem künftig auch der geplante "Geopark Waldeck-Frankenberg" wuchern könnte. So beteiligt sich der Verein bereits am Netzwerk der heimischen Besucherbergwerke (Bergfreiheit, Willingen, Adorf, Battenberg), die künftig enger zusammenarbeiten wollen. Im April soll bereits eine gemeinsame Broschüre veröffentlicht werden, blickt Günther voraus.
Gäste aus nah und fern dürfen sich derweil wieder aufs Abenteuer im Eisenberg freuen. Am 6. Mai, 11 Uhr, wird die Saison feierlich eröffnet – samt Andacht und Sonderführungen. Von Mai bis Oktober gibt es dann regelmäßige Führungen am Wochenende. Gruppenführungen gibt es nach Absprache.

Termine im Internet unter www.goldspur-eisenberg.de; Anmeldungen für Gruppen im Bürgerbüro der Stadt Korbach, Tel. 05631/53-232.

WLZ – im Februar 2007


Jahreshauptversammlung des gemischten Chores Eisenberg

Langjährige Mitglieder geehrt

Die geehrten Vereinsmitglieder mit Annelies Weibel, Vorsitzende des Sängerbezirks Korbach im Waldeckischen Sängerbund, Chorleiter Arno Huthwelker und dem Vorsitzen den Günther Vahland. (Foto: pr)

KORBACH – GOLDHAUSEN (r). Bei der Jahreshauptversammlung des gemischten Chores Eisenberg Goldhausen blickte Vorsitzender Günther Vahland auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Der Chor verfügt zurzeit über 33 aktive und 40 passive Mitglieder.

In seinem Bericht ging Vahland auf die vielen Aktivitäten des vergangenen Jahres ein. So traf sich der Chor zu 35 übungsabenden und 16 öffentlichen Auftritten. Auch für das Jahr 2007 stehen bereits mehrere Termine fest. Chorleiter Arno Huthwelker dankte den Sängerinnen und Sängern für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr. Neue Sängerinnen und Sänger sind jederzeit willkommen.

Die Vorsitzende des Sängerbezirks Korbach im Waldeckischen Sängerbund, Annelies Weibel, zeichnete das Vereinsmitglied Gerda Illian für 25-jährige aktive Mitgliedschaft aus; Albert Illian, Wilfried Jesinghausen und Hartwin Tackenberg wurden für 25-jährige passive Mitgliedschaft mit Urkunde und Ehrennadel bedacht.

WLZ – im Februar 2007


Mit "Goldschützen" ist zu rechnen

Verein meldet weiteren Zuwachs im Jugendbereich

Für langjährige Mitglieder und Vereinsmeister gab es beim Schützenverein Goldhausen Urkunden und Ehrennadeln. (Foto: pr)

KORBACH – GOLDHAUSEN (r). Die Kleinkaliberschützen aus Goldhausen begeistern erfolgreich den Nachwuchs für den Schießsport: Bis zu 20 Jugendliche haben im Verein die Zielscheibe fest im Visier. Das vermeldete erster Vorsitzender Armin Bartmann auf der Jahreshauptversammlung.

Die intensive Jugendarbeit der letzten vier Jahre trage damit erneut Früchte, sagte Bartmann. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Zahl der Schüler und Jugendlichen im Verein deutlich, so dass nun bis zu 20 Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren regelmäßig am Schießtraining teilnehmen. Besonders das alljährliche Glücksschießen und der seit zwei Jahren eingeführte Biathlon-Wettkampf hätten dazu beigetragen, die Jugend für den Schießsport zu begeistern, so der Vorsitzende.

Höhepunkt in diesem Jahr soll das vom Verein ausgerichtete Pfingstfest sein. Für Anfang September hat der Vorstand wieder einen Schnadezug entlang der nördlichen Grenze Goldhausens geplant. Bei den abgeschlossenen Rundenwettkämpfen konnten die Goldhäuser Mannschaften durchweg die Klassen halten, wollen in der neuen Saison mit hochmotivierten jungen Schützen aber für einige überraschungen sorgen.

Die guten Platzierungen der Jugendlichen bei den diesjährigen Kreismeisterschaften zeigen nach der Einschätzung des Vereins bereits an, dass auch in den kommenden Jahren mit den "Goldschützen" zu rechnen ist. Besonderer Dank galt Schriftführerin Anja Mütze, die nach zehnjähriger Vorstandsarbeit ihr Amt an Sylvia Bartmann übergeben hat.
Als Vereinsmeister erhielten folgende Schützen die Pokale: Christian Wallraf (Jugend), Erich Becker (Senioren), Helmut Vahland (Passive), Jürgen Fihlon (Aktive) und Micha Zenke (Schüler). Für langjährige Mitgliedschaft im Verein wurden Wolf gang Behle (40 Jahre), Volker und Carsten Vahland, Bernd und Frank Mütze sowie Markus Hartmann (alle 25 Jahre) mit der Ehrenurkunde des Vereins sowie mit der Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes in Gold oder Silber ausgezeichnet.

WLZ – im Februar 2007


Fünf Einsätze und gute Leistungen bei Wettkämpfen

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Goldhausen – Beförderungen und Ehrungen

In der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Goldhausen standen Beförderungen sowie Auszeichnungen aktiver und passiver Mitglieder auf dem Programm. Unser Bild zeigt (v. I.) Marianna Zenke, Kerstin Zenke, Marian Frese, Corinna Schüttler, Silvio Frese, Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt, Bernhard Tent, Wehrführer Andreas Sinsch, Stadtrat Wilhelm Kappelmann, Stefan Frese, Marc Saure, Ortsvorsteher Wolfgang Behle und den stellvertretenden Stadtbrandinspektor Garsten Vahland. (Foto: pr)

KORBACH – GOLDHAUSEN (r). Zu fünf Einsätzen musste die Goldhäuser Feuerwehr im vergangenen Jahr ausrücken. Ferner standen Wettkämpfe sowie der Besuch der Feuerwehr Vysoke Myto auf dem Programm. Bei der Jahreshauptversammlung blickte Vorsitzender und Wehrführer Andreas Sinsch auf viele Aktivitäten zurück. Insgesamt wurden über 2000 ehrenamtliche Dienststunden geleistet.

Bei fünf Einsätzen war die Hilfe der Kameraden gefragt. Ende Juni wurden sie zu einem Unfall zwischen Nordenbeck und Goddelsheim gerufen. Am 7. Juli ging ein Jahrhundert-Gewitter über Korbach nieder und löste den wohl größten Hochwassereinsatz in der Geschichte der Stadt aus. Die Goldhäuser pumpten in mehreren Wohnhäusern sowie in der Schule am Enser Tor vollgelaufene Keller aus. Ferner löschte die Wehr in der zweiten Jahreshälfte einen durch Blitzschlag in Brand geratenen Hochsitz und rückte zu zwei weiteren Verkehrsunfällen aus.
Stefan Frese im Dezember das goldene Leistungsabzeichen des Landkreises erworben haben. Das silberne Leistungsabzeichen des Kreises überreichte er an Corinna Schüttler und Marianna Zenke. Stefan Frese und Kerstin Zenke erhielten das hessische Feuerwehrleistungsabzeichen in Eisen, Marc Saure das in Bronze,
Für 25-jährige Mitgliedschaft im Feuerwehrverein nahm Bernhard Tent eine Ehrennadel sowie eine Urkunde des Feuerwehrverbands in Empfang. Karl Wäscher und Hartwin Tackenberg, die nicht anwesend waren, wird die Auszeichnung für 40- beziehungsweise 25-jährige Treue nachgereicht.

Die Vorbereitungen für und die Teilnahme an Leistungsentscheiden und Wettkämpfen nahmen 2006 breiten Raum ein. Wehrführer Sinsch erinnerte an den Pokalwettkampf in Bohne (dritter Platz), die Teilnahme mit zwei Teams am Stadtpokal (Rang drei und vier) und den Start beim Kreisentscheid in Korbach. Dort qualifizierten sich die Goldhäuser als Dritte für den Bezirksentscheid, wo in Schwalmstadt-Ziegenhain ebenfalls Platz drei heraussprang. Beim Landesentscheid in Hungen landete das Team auf dem sechsten Rang – für das junge Team ein Erfolg.
Auch die allgemeine Ausbildung kam 2006 nicht zu kurz. Höhepunkt der übungen war der Durchgang durch die mobile Brandsimulationsanlage. Dabei hatten die Kameraden Gelegenheit, auf engstem Raum und unter realistischen Bedingungen ein Feuer zu bekämpfen und Erfahrungen zu sammeln.
Jugendwart Marc Saure berichtete über die rege Teilnahme der Jugendlichen bei den vielfältigen Aktivitäten der Jugendwehr. Bei Wettkämpfen erreichten sie einen zweiten Platz in Bohne sowie jeweils erste und zweite Ränge in Nieder-Ense und beim Stadtpokal in Korbach. Viel Spaß hatte der Nachwuchs bei den Zeltlagern, die die Korbacher Wehren und die Kreisjugendfeuerwehr ausrichteten.
Beim Blick auf die weiteren Vereinsaktivitäten hob der Wehrführer den Besuch der Feuerwehr aus Vysoke Myto hervor. Ende August waren 14 Kameraden und drei Vertreterinnen der Stadtverwaltung in Goldhausen zu Gast.

Nach den Grußworten von Stadtrat Wilhelm Kappelmann, Ortsvorsteher Wolf gang Behle und Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt standen Beförderungen und Ehrungen an.
Schmidt beförderte Marianna Zenke zur Feuerwehrfrau, Kerstin Zenke zur Oberfeuerwehrfrau, Marc Saure zum Hauptfeuerwehrmann sowie Stefan Frese zum Löschmeister. Marian und Silvio Frese übernahm er in die Einsatzabteilung.
Der Stadtbrandinspektor berichtete außerdem, dass Kerstin Zenke und Stefan Frese im Dezember das goldene Leistungsabzeichen des Landkreises erworben haben. Das silberne Leistungsabzeichen des Kreises überreichte er an Corinna Schüttler und Marianna Zenke. Stefan Frese und Kerstin Zenke erhielten das hessische Feuerwehrleistungsabzeichen in Eisen, Marc Saure das in Bronze. Für 25-jährige Mitgliedschaft im Feuerwehrverein nahm Bernhard Tent eine Ehrennadel sowie eine Urkunde des Feuerwehrverbands in Empfang. Karl Wäscher und Hartwin Tackenberg, die nicht anwesend waren, wird die Auszeichnung für 40- beziehungsweise 25-jährige Treue nachgereicht.

WLZ – im Januar 2007

Presseberichte 2006

Presseberichte 2006


Glanzlicht am Eisenberg

Der Georg-Viktor-Turm setzt goldene Akzente

Premiere am Donnerstagabend: Künftig leuchtet der Georg-Viktor-Turm täglich ab Einbruch der Dunkelheit bis 1 Uhr nachts. (Foto: jk)

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). In goldenem Glanz strahlt der Georg-Viktor-Turm künftig weithin übers Waldecker Land. Die Goldhäuser haben damit einen lang gehegten Wunsch verwirklicht – der für die gesamte Kreisstadt im wahrsten Sinne ein "Highlight" setzen soll.

Da staunten die Goldhäuser, viele Spaziergänger und Autofahrer wunderten sich: Am Donnerstagabend leuchtete plötzlich Korbachs Hausberg im warmen Glanz. Oben auf dem 562 Meter hohen Gipfel des Eisenbergs freuten sich Ortsvorsteher Wolfgang Behle, Korbachs Wirtschaftsförderer Werner Niederquell und eine kleine Runde der Goldhäuser über die gelungene (Nacht-) Premiere.
Die Idee dahinter besteht schon länger. So machte etwa der Korbacher Horst König vor Jahren den Vorschlag, ähnlich wie Bauwerke im benachbarten Westfalen auch den Turm auf dem Eisenberg mit Licht in Szene zu setzen. "Voriges Jahr verfestigte sich der Gedanke, denn ganz Korbach feierte das 100-jährige Bestehen des Monuments. 1905 wurde der Turm auf dem Eisenberg im Gedenken an den Waldecker Fürsten Georg Viktor (1831 bis 1893) feierlich eröffnet. Er hatte 1852 die Regentschaft übernommen. In seine Regierungszeit fiel 1867 der Akzessionsvertrag Waldecks mit Preußen, Georg Viktors Tochter Emma avancierte zur berühmten Königin der Niederlande.

Zum Jubiläumsfest im Juli 2005 strahlte der Georg-Viktor-Turm bereits vorübergehend im Lichterglanz – und dies sollte bald dauerhaft sein. In Zusammenarbeit zwischen Stadt, Wirtschaftsförderung und Ortsbeirat, weiterer Abstimmung mit Domanialverwaltung und Denkmalschutz wurden die Pläne dann umgesetzt.
Anfang Juli rückte die Korbacher Firma Schmitz mit viel Engagement an, stellte diagonal Strahler auf zwei Masten und ließ das Goldhäuser Wahrzeichen probeweise anleuchten. Die Ausschreibung ging dann an die Nieder-Schleiderner Firma Schlichtherle, die vorige Woche für Montage und Anschlüsse sorgte. Auch Feuerwehr und Goldhäuser Bürger waren an dem Projekt beteiligt.

Strahlende Gesichter auf dem Eisenberg bei der Leucht-Premiere für den Georg-Viktor-Turm. Vorne: Goldhausens Ortsvorsteher Wolfgang Behle (I.) und Korbachs Wirtschaftsförderer Werner Niederquell (r.). (Foto: jk)

Stadt und Wirtschaftsförderung sehen in dem Projekt einen weiteren Meilenstein, um Korbach als "Stadt der Türme" glänzen zu lassen, erklärt Niederquell. Denn Kilian, Nikolai und Feuerwehrturm ragen bereits als "Highlights" auch nachts heraus.
Für die Weihnachtszeit haben die Goldhäuser Besonderes vor: Der Turm soll wie eine Adventskerze illuminiert werden. Für dieses Glanzlicht im Waldecker Land sind aber Spenden erforderlich, erklärt Wolfgang Behle. Ansprechpartner ist die Stadt Korbach (Tel. 05631-530), das Stichwort für Sponsoren lautet "Adventsbeleuchtung".

WLZ – im September 2006


Erster Tierfriedhof des Landkreises in Goldhausen eingeweiht

Letzte Ruhestätte für geliebte Vierbeiner

Tierfriedhof eingeweiht: Hundezüchter Helmut Vahland, der Goldhäuser Ortsvorsteher Wolfgang Behle, Bürgermeister Klaus Friedrich, Susann Kolonko, Besitzerin des Hundesalons in Lengefeld, Tierhalter Wolfgang Waschke sowie die Initiatoren und Verwalter des Friedhofes, Eckhard und Gerhard Kuhnhenn (v. l.). (Foto: rm)

KORBACH – GOLDHAUSEN (rm). Bei Goldhausen können ab sofort verstorbene vierbeinige Familienmitglieder ihre letzte Ruhestätte finden. Mit / einem Grab auf dem ersten Tierfriedhof des Landkreises soll Tierhaltern die Möglichkeit gegeben werden, nach dem Tod des geliebten Haustieres ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen und diese besser zu verarbeiten. Am vergangenen Freitag wurde der Friedhof offiziell eingeweiht.

 "Die Idee zu einem Tierfriedhof entstand bereits vor mehr als zehn Jahren", berichtete Eckhard Kuhnhenn aus Goldhausen, der gemeinsam mit seinem Sohn Gerhard den Friedhof plante und auf eigenem Gelände anlegte. "Durch Kontakte zu Zoofachgeschäften und Tierhaltern wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass die würdige Bestattung eines verstorbenen Haustieres nicht so einfach zu realisieren ist, wenn man keinen eigenen Garten besitzt", erläuterte er.
Es bleibe den Besitzern nur die Möglichkeit, den geliebten Vierbeiner der Tierkörperverwertungsanstalt zu überantworten, was für die meisten Menschen mit zusätzlichen Schmerzen und einem schlechten Gefühl verbunden sei. "Niemand möchte, dass der Hund oder die Katze, die viele Jahre in der Familie gelebt haben, nach dem Tod anonym verbrannt oder der Körper für andere Zwecke verwendet wird", meinte Kuhnhenn.

Aus diesem Grund sieht der pensionierte Postbeamte Bedarf für einen Tierfriedhof im Landkreis. Die nächsten Einrichtungen dieser Art sind erst in Kassel, Hofgeismar und Frankfurt zu finden. "Wir rechnen mit etwa 20 Tieren, die pro Jahr auf unserem Friedhof bestattet werden", so Eckhard Kuhnhenn. Das derzeitige Gelände, das noch mit einer Sitzgruppe, einem Tisch und einer Hecke als Sichtschutz ausgestattet werden wird, fasst nach seinen Berechnungen etwa 200 Gräber, anschließend sei es in Richtung Goldhausen noch erweiterbar.
Bürgermeister Friedrich zeigte sich begeistert von der Idee eines Tierfriedhofes: "Ich bin sicher, dass diese Anlage eine Bereicherung für unsere Stadt sein wird. Auf diese Weise können Tierhalter die Beliebigkeit der Tierkörperbeseitigung umgehen und ihrem vierbeinigen Freund auch nach dem Tod eine angemessene Ruhestätte ermöglichen."

Auch Wolfgang Behle, Ortsvorsteher von Goldhausen, begrüßte die neue Einrichtung vor den Toren seines Ortes. "An dieser Stelle scheint den ganzen Tag die Sonne und man hat einen schönen Blick auf den Eisenberg", sagte er. Ab sofort können Hunde, Katzen, Kleintiere und Vögel auf dem Friedhof in der Nähe des Goldhäuser Tretbeckens bestattet werden. Die Pachtzeit für ein Grab beträgt jeweils drei Jahre, wobei eine Verlängerung möglich ist. Der Friedhof ist nicht öffentlich zugänglich, Pächter erhalten einen Schlüssel zum Friedhofstor. Zubehör zur Ausstattung der Gräber ist auf Wunsch erhältlich. Die Preise, in denen die Tierbestattung bereits enthalten ist, beginnen bei 180 Euro für ein Kleintiergrab.

Weitere Informationen zum Tierfriedhof sind bei Eckhard und Gerhard Kuhnhenn unter den Telefonnummern 05631-4777 oder 0174/6966224 sowie unter der E-Mail Adresse g.kuhnhenn[at]web.de* erhältlich. Eine Internetseite ist in Bearbeitung und wird wahrscheinlich ab Anfang nächsten Jahres online gehen.

WLZ – im August 2006


Goldhausen belegt Platz drei

Bezirksentscheid der Feuerwehren

Beim Bezirksentscheid der Feuerwehren schnitt die Mannschaft aus Goldhausen als bestes heimisches Team ab. Sie erreichte den dritten Platz. (Foto: pr)

WALDECK-FRANKENBERG (r). Achtbar haben sich die fünf qualifizierten Feuerwehren aus dem Landkreis bei den Leistungsübungen des Regierungsbezirks Kassel in Schwalmstadt-Ziegenhain geschlagen. Bestes heimisches Team waren die Goldhäuser, die einen hervorragenden dritten Platz belegten.

Zunächst hatte jeder Feuerwehrmann im theoretischen Teil einen Bogen mit 15 Fachfragen auszufüllen. Im anschließenden praktischen Teil galt es dann, Wasser aus einem Unterflurhydranten und durch Schläuche über den übungsparcours zu pumpen und mit einem Schaumrohr sowie zwei C-Rohren Fallklappen umzuspritzen. Hierzu stand allerdings weniger Zeit zur Verfügung als bei den Vorentscheiden in den Landkreisen.

Sieger wurde die Feuerwehr aus Nüsttal-Mittelaschenbach mit 1000 Punkten. Aber auch das Ergebnis der Wehren aus Waldeck-Frankenberg konnte sich sehen lassen. So belegte die Wehr aus Korbach-Goldhausen mit 981 Punkten den dritten Rang. Dicht dahinter folgten die Kameraden aus Korbach-Lengefeld und Diemelstadt-Ammenhausen punktgleich auf Platz vier (975). Gemünden-Schiffelbach belegte Rang sieben (972) und Bad Wildungen-Reinhardshausen landete auf dem zwölften Platz (950). Damit schafften alle Waldeck-Frankenberger Vertreter die Qualifikation für den Landesentscheid, der am 10. September in Hungen (Kreis Gießen) stattfinden wird.

Unterstützt wurden die Teams vom Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, Manfred Hankel, Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, dessen Amtsvorgänger Heinrich Zenke sowie den Stadt- beziehungsweise Gemeindebrandinspektoren aus Bad Wildungen und Gemünden, Udo Paul und Wilfried Golde.

WLZ – im Juli 2006


Stadtpokal der Jugendwehr

Goldhausen vor Lengefeld

Für die Goldhäuser Jugendwehr gab es wieder allen Grund zum Jubeln: Ihre Mannschaften belegten beim Stadtpokal den ersten und zweiten Platz. Mit ihnen freuen sich die Jugendwarte Stefan Frese und Marc Saure, Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich, Kreisjugendwart Christoph Weltecke, Stadtjugendwart Stefan Casper, Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt, stellvertretender Stadtjugendwart Egon Weller und Manfred Hankel, Chef des Kreisfeuerwehrverbandes. (Foto: jk)

KORBACH (jk). Gut in Form zeigten sich die Jugendwehren aus Korbach und Ortsteilen beim Stadtpokal am Sonntag. An den Start gingen neun Mannschaften plus ein Team der Gäste aus Waltershausen (Thüringen). Morgens hatten die Mädchen und Jungen im theoretischen Teil jeweils 15 Fragen in zehn Minuten zu beantworten. Danach ging es in die praktische übung (vier Minuten) samt Löschangriff aus dem Bundeswettbewerb. Alle mussten sich den kritischen Augen der Wertungsrichter aus Waldeck und Edertal stellen. Am Ende siegte Goldhausen II (1646 Punkte) vor Goldhausen I (1644) und Lengefeld I (1633). Auf den Plätzen folgten Rhena, Lelbach, Helmscheid, Lengefeld II, Korbach, Eppe und Waltershausen (außer Konkurrenz). Schon geht der Blick voraus auf das Kreiszeltlager (30. Juni bis 2. Juli) in Sachsenhausen. Mit dabei sind 1600 Jugendliche, es ist somit die größte Veranstaltung in ganz Hessen. Das Korbacher Stadtzeltlager ist vom 14. bis 16. Juli.

WLZ – im Juni 2006


Ortsbeirat Goldhausen: Wolfgang Behle bleibt an der Spitze

Das Bild zeigt den neuen Ortsbeirat mit Bürgermeister (v.l.): Petra Thielemann, Bernd Saure, Klaus Friedrich, Wolfgang Behle, Burkhard Behle, Detlev Nitsche, Gerd Zimmermann und Karola Vahland. (Foto: pr)

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Bei der konstituierenden Sitzung des Ortsbeirates Goldhausen wurde der bisherige Ortsvorsteher Wolfgang Behle nach erfolgreicher Arbeit einstimmig im Amt bestätigt. Als Stellvertreter steht ihm Gerd Zimmermann (bisher Schriftführer) zur Seite, der ebenfalls einstimmig gewählt wurde. Neuer Schriftführer ist Detlev Nitsche, der von Karola Vahland vertreten wird. Bei dem Treffen wurde Albert Illian nach fast 22 Jahren engagierter Mitarbeit in der Ortsvertretung von Bürgermeister Klaus Friedrich verabschiedet. Ferner bedankt sich der Ortsbeirat bei allen Goldhäusern und weiteren Helfern, die zum guten Gelingen des Festes "100 Jahre Georg-Viktor-Turm" beigetragen haben. Mit dem Erlös ist unter anderem die neue Trennwand im Dorfgemeinschaftshaus installiert worden.

WLZ – im Mai 2006


Kein zweiter Mast am Eisenberg

Mobilfunk – Bürgerinitiative und Stadt verhindern neuen Sender

Sendemast von E-plus auf dem Eisenberg in Goldhausen. (Foto: jk)

KORBACH – GOLDHAUSEN (jk). Auf dem Eisenberg war ein weiterer Mobilfunksender geplant. Nach dem Veto von Goldhäusern, der Korbacher Bürgerinitiative Mobilfunk und der Stadt wurden die Pläne aber ad acta gelegt. Die Waldeckische Domanialverwaltung als Grundbesitzer sagte der Betreiberfirma O2 ab.

"Per Zufall" wurde in Goldhausen Anfang April bekannt, dass auf dem Eisenberg ein weiterer Sender installiert werden soll, schildert Anette Vahland-Fischer. Gemeinsam mit Sabine Gernandt-Krüger und weiteren Goldhäusern organisierte sie umgehend eine Bürgerversammlung und machte Druck.

Nach Sondierung mit der Bürgerinitiative Mobilfunk in Korbach und dem Goldhäuser Ortsbeirat folgte ein Gespräch mit Bürgermeister Klaus Friedrich. Bei einem zweiten Treffen im Rathaus saß dann auch Rolf Kaufmann mit am Tisch, Chef der Waldeckischen Domanialverwaltung, der das Gelände am Eisenberg gehört.
Bürgerinitiative und Rathauschef Friedrich sprachen sich deutlich gegen einen zusätzlichen Sender aus. Zumal auf Korbachs Hausberg für eine Antenne des Betreibers O2 eigens ein neuer Mast hätte errichtet werden müssen: Die seit Jahren bestehende Anlage des Wettbewerbers E-plus eignet sich aus statischen Gründen nicht. So hatten die O-Betreiber ein Areal auf der gegenüberliegenden Bergseite im Visier, erklärt Anette Vahland-Fischer.

Kaufmanns Entscheidung sorgte bei den Goldhäusern schließlich für Erleichterung: Gegen das Interesse der Stadt und der Goldhäuser Bürger wollte die Domanialverwaltung keinem neuen Sendemasten zustimmen. So erhielt der Mobilfunkbetreiber eine Absage. Vor allem der umgehende Protest brachte das Vorhaben zum Scheitern:"Es war eindeutig zu verstehen, dass ohne frühzeitiges Handeln ein weiterer Mast ohne Wissen der Bürger aufgestellt worden wäre", heißt es von Seiten der Bürgerinitiative. Dabei hatten schon die bestehenden Funksender auf dem Eisenberg in den vergangenen Jahren wiederholt für Kritik gesorgt: Einmal wegen möglicher Gesundheitsgefahr durch gepulste Strahlung, zum anderen wegen der Optik. Denn der Sendemast steht in scharfem Kontrast zum alten Georg-Viktor-Turm auf Korbachs Hausberg.
Die Mobilfunkbetreiber verweisen indes auf rund 60 Millionen Kunden allein in Deutschland, die auf Handys nicht verzichten möchten. Zudem gebe es bislang keinen wissenschaftlich begründeten Beweis, dass Mobilfunkstrahlung für Menschen gesundheitsschädlich sei.

WLZ – im Mai 2006


Theatergruppe spendet 1000 Euro

Für krebskranke Kinder

1000 Euro spendete die Theatergruppe Goldhausen an den Korbacher Förderverein für krebskranke Kinder. (Foto: jl)

KORBACH (jl). 1000 Euro übergab die Theatergruppe Goldhausen an den Korbacher Förderverein für krebskranke Kinder. Das Geld kam bei den drei Aufführungen der Gruppe sowie einer Benefizveranstaltung zusammen. "Zwei Detektive und keiner blickt durch" hieß das Stück, das die zehn Laienschauspieler auf die Bühne brachten. Den Erlös aus Eintritt, Getränken und Verzehr wollte die Gruppe für einen guten Zweck spenden. Der Förderverein kann die großzügige Spende gut gebrauchen, da er derzeit neun krebskranke Kinder betreut. "Wahrscheinlich wird demnächst ein weiteres Kind aus dem Kreis dazukommen", sagte Vorsitzender Thomas Berg.

WLZ – im Mai 2006


160 Besucher zum Saisonstart

Besucherbergwerk in Goldhausen

Dr. Wolfgang Homann, ehedem Leiter des Naturkundemuseums Dortmund, gehört zu den wissenschaftlichen Begleitern des Besucherbergwerks. (Foto: jk)

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). Die neue Saison in Goldhausen hat hoffnungsvoll begonnen. Rund 160 Besucher am Sonntag und weitere 50 am 1. Mai bescherten dem Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" eine unerwartet gute Resonanz.

Das Wetter hatte zuvor für Unsicherheit bei den Veranstaltern gesorgt. Dicke Schneeflocken am Samstag verdüsterten die Aussichten auch für den geplanten Saisonstart am Sonntag. Andacht und Eröffnungsfeier ließ der Verein deshalb ausfallen. Doch vorsorglich standen am Sonntag einige Besucherführer parat, um vermeintlich Unentwegte ia die goldenen Tiefen des Eisenbergs zu leiten. Umso größer war die überraschung, als dann Gäste aus nah und fern den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen erkunden wollten.

Aus Korbach und Umgebung, aber auch aus Hamburg, Bremen und Süddeutschland waren die Besucher angereist. Vereinschef und Ortsvorsteher Wolfgang Behle zeigte sich denn auch äußerst zufrieden, zumal auch am 1. Mai viele Gäste das in Deutschland einzigartige Angebot nutzten – trotz des durchwachsenen Wetters.

Das Bergwerk gibt auf 250 Metern Länge authentischen Einblick in den mittelalterlichen Bergbau. Schon vor über 800 Jahren wurde am Eisenberg goldhaltiges Erz abgebaut und in erstaunlicher Reinheit gewonnen.

WLZ – im Mai 2006


Sonntag ist Saisonstart in Goldhausen – Andacht, Sonderführungen und Mineralien

Mit Helm und Geleucht ins Goldbergwerk

Mit Helm und Geleucht geht es hinein ins Goldbergwerk am Eisenberg. (Archivfoto: jk)

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). Im Eisenberg geht es auf die Spur der Goldgräber: Kommenden Sonntag, 11 Uhr, öffnet das Besucherbergwerk für die neue Saison. Führungen für Gäste, viel Information rund um Bergbau, Gold und Mineralien, dazu Imbiss und Musik machen den Auftakt zum Erlebnis.

Rund 800 Jahre lang haben Goldsucher und Abenteurer den Eisenberg durchlöchert wie einen Schweizer Käse. Rund 20 Kilometer Such- und Abbaustrecken sind im Untergrund verborgen. Eine Tour jedoch lässt das Herz von immer mehr Gästen höher schlagen: eine Führung durch den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen.
Seit 1997 steht das Terrain unter Denkmalschutz, 2004 wurde das Besucherbergwerk feierlich eröffnet und führt rund 250 Meter tief hinein in Deutschlands größte Goldlagerstätte. Zu entdecken gibt es einen Stollen mit mittelalterlichen Ursprüngen aus dem 14. und 15. Jahrhundert.
Von Oktober bis April ist dies geschütztes Refugium für zahlreiche Fledermausarten, die hier überwintern. Von Sonntag an dürfen indes die Tagesgäste das Bergwerk wieder erobern. Möglich sind Gruppenführungen nach Voranmeldung oder Einzelführungen an Wochenenden, die die Stadt Korbach und der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" anbieten.

Los geht’s am 30. April um 11 Uhr mit einer Andacht von Pfarrer Burkhard Uffelmann. Angesagt hat sich ebenso der gemischte Chor Eisenberg. Ab 11.30 Uhr bis etwa 15.30 Uhr gibt es dann vergünstigte Sonderführungen in das Bergwerk für Klein und Groß. Die jeweils rund halbstündigen Touren kosten vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder. Helme, Stiefel, Jacken Und Geleucht als Ausrüstung stellt der Verein. Treffpunkt für alle Führungen ist direkt am Stolleneingang. Derweil bieten Vereinsmitglieder im Zechenhaus oben am Dorfgemeinschaftshaus einen Einblick rund um Bergbau und Geschichte. Besucher können etwa die Mineralienausstellung erkunden, die inzwischen immer weiter gewachsen ist. Sie bietet Gesteinssammlungen aus der Region, aber auch darüber hinaus. Viele Stücke gibt es auch zum Kaufen, als besondere Bonbons ebenso kleinere Goldstufen und Fläschchen mit Goldflitter als Erinnerung.

Interessant sind zugleich Bergbaukarten, Fotos und viele Utensilien aus dem historischen Bergbau. Besondere Räume bieten überdies Informationen zu Carl Theodor Rauschenbusch und Dr. Jens Kulick, die im 20. Jahrhundert am Eisenberg für Furore sorgten. Rauschenbusch erwarb die Bergrechte und ließ den Goldabbau in den 20er und 30er Jahren wieder aufleben. Indes nicht mit dauerhaftem wirtschaftlichen Erfolg. Kulick war es dann ab den 70er Jahren, der Stollen und Schächte geowissenschaftlich und geschichtlich neu erforschte.

Ob Bratwurst, kalte Getränke, Kaffee und Kuchen – auch für das leibliche Wohl ist zur Saisoneröffnung am Eisenberg am Sonntag gesorgt.

Derweilen zielen die Pläne des Bergbauvereins auf weitere Attraktionen in der Zukunft. Ein bislang gesperrter Abzweig im Stollen, rund 180 Meter lang, soll möglichst auch für Besucherführungen geöffnet werden. Dieser Teil ist zwar nicht historisch, stammt aus den 70er Jahren, aber birgt etwa imposante Gipskristalle und noch mehr Einblick in die geologischen Besonderheiten des Eisenbergs, der vor rund 290 Millionen Jahren aufgefaltet wurde.

Zudem haben sich das Korbacher Museum und das Besucherbergwerk inzwischen "nino" angeschlossen – einem Netzwerk für Industriekultur in Nordhessen. Das soll noch mehr Interesse wecken an Deutschlands größter Goldlagerstätte.

WLZ – im April 2006


Dr. Peter Witzel referiert über den Goldbergbau am Eisenberg

Kulturhistorisch einmaliges Bergbaudenkmal

Auf den Spuren des Goldbergbaus: Seit 2004 können Gäste und Einheimische den Besucherstollen im Eisenberg erkunden.

KORBACH (r). In einer gemeinsamen Veranstaltung des Waldeckischen Geschichtsvereins, des VHS-Kulturforums und des "Vereins Historischer Goldbergbau Eisenberg" berichtet Dr. Peter Witzel am kommenden Dienstag, 25. April, in einer umfassenden digitalen Bildpräsentation über "Das Gold im Eisenberg". Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Korbach.

Unmittelbar vor den Toren der Stadt erhebt sich der Eisenberg, der Korbacher Hausberg. Vor rund 800 Jahren begann hier der Goldbergbau. Diese bis heute bedeutendste Goldlagerstätte Deutschlands zog – ermuntert von den Waldecker Grafen – zahlreiche "Gewerken" (Bergbau-Unternehmer) aus nah und fern an, die hier ihr Glück versuchten. Zeitweilig arbeiteten bis zu 32 "Gewerkschaften" (Bergbaugesellschaften) gleichzeitig ",vor Ort".

So verwundert es nicht, dass heute noch über 15 Kilometer Schächte und Stollen den Berg durchziehen – unmittelbar unter den Häusern von Goldhausen und der Burg. Es entstand ein kulturhistorisch einmaliges Bergbaudenkmal, dessen Bedeutung noch viel zu wenig bekannt ist.
Korbacher und Gäste beschreiten oder kreuzen täglich die Goldspur in der Kreisstadt. Aber die Beziehung zu deren Ursprung, zur Goldspur im und um den Eisenberg haben nur die wenigsten bisher erkundet. Viele interessante Urkunden und Funde und nicht zuletzt die Spuren am Eisenberg selbst geben Kunde von den Aktivitäten der Bergleute in den vergangenen Jahrhunderten. Mit dem Dreißigjährigen Krieg kam der Bergbau zum Erliegen, und trotz zahlreicher Versuche, wissenschaftlicher Untersuchungen und Explorationen kam er bis in unsere Tage nicht wieder in Gang.
Seit 1996 steht der Eisenberg mit allen Spuren des mittelalterlichen Bergbaus wegen seiner großen geschichtlichen Bedeutung unter Denkmalschutz.
Seit 2004 hat der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg", unterstützt von Stadt und Kreis und etlichen Institutionen, einen Besucherstollen eingerichtet. Unter sachkundiger Führung können Einheimische und Gäste hier in den Sommermonaten ausgerüstet mit Helm mit Grubenlampe, mit Schutzjacke und Gummistiefeln einen Blick ins geheimnisvolle Berginnere tun. Durch die Informationen der geschulten Führer bekommt man so eine ungefähre Vorstellung von der äußerst mühevollen und beschwerlichen Arbeit der Bergleute in vergangenen Tagen. Schon bald kann die Welt unter Tage bei Goldhausen wieder erkundet werden, denn die Fledermäuse haben ihr Winterquartier in den Stollen verlassen.

Mit einem Eröffnungsgottesdienst am Sonntag, 30. April, beginnt die diesjährige Besuchersaison.
Besucher des Vortrags am Dienstag werden zwar kein Gold aus dem Eisenberg mit nach Hause nehmen, aber sie können ihr Wissen um die Schätze der Waldecker Heimat bereichern.

WLZ – im April 2006


Jonas May absolvierte ein Auslandssemester sowie ein politisches Praktikum

Von Deutschland über Neuseeland nach Indien

Neun Monate lang war der Goldhäuser Jonas May am anderen Ende der Welt unterwegs. Neben dem Studium und einem Praktikum in Neuseeland nutzte er die Zeit auch zum Reisen. Das Bild zeigt ihn vor einem Geysir im Rotorua-Na-tionalpark auf der Nordinsel Neuseelands.

KORBACH – GOLDHAUSEN. Von Deutschland über Neuseeland bis nach Indien: Für Jonas May ist dies nichts Besonderes. Der Goldhäuser war in den vergangenen neun Monaten in Neuseeland unterwegs, studierte dort ein Auslandssemester Englisch, Musik und Politik, absolvierte ein politisches Praktikum und lernte natürlich auch das Land kennen. Und nach Indien wird er bald auch aufbrechen, wie er erzählt: "Ich habe viele Freunde aus der ganzen Welt gefunden. Nächstes Jahr bin ich dort zu einer Hochzeit eingeladen."

Der Grund für seine Reise? "Ich war der Meinung, dass ich meine Englischkenntnisse verbessern müsste." Da dem Lehramtstudenten England und Amerika zu alltäglich waren, entschloss er sich, in ein anderes englischsprachiges Land zu reisen. Die Wahl fiel auf Neuseeland, "weil ich schon so oft von den wunderschönen Landschaften gehört habe".
So flog der Goldhäuser Anfang Juli des vergangenen Jahres in die Stadt Christchurch im Süden Neuseelands und studierte dort ein Semester Englisch, Musik und Politik an der Universität. Während dieser Zeit wohnte er in einem Studentenwohnheim, in dem er Studenten aus der ganzen Welt traf.

Natürlich standen auch zahlreiche Erkundungstouren auf dem Programm, die er ab Dezember mit seiner Feundin Franziska machte, die er auf der Universität in Siegen kennen gelernt hatte. Mit ihr reiste er einen Monat im Uhrzeigersinn über beide Inseln Neuseelands. Angefangen hat das Abenteuer in der Stadt Dunedin. Von der sind die beiden Studenten dann an der Südküste entlang bis zum "Milford Sound" gefahren, ein Fjord, der viel zu bieten hat. "Es gab schneebedeckte Bergspitzen und darunter gleichzeitig tropische Strande mit Robben und Delfinen, die im Wasser herumtollten", erinnert sich May. Schließlich ging es weiter bis in den Norden der Südinsel zu dem bekannten Nationalpark Abel Tasman, die sonnigste Region Neuseelands. "Man kann dort prima Kajak fahren", schwärmt May, der anschließend den Nationalpark Mount Egmont kennen lernte, in dem ein erloschener Vulkan im Winter als Skigebiet genutzt wird. Als nächstes war die Millionenstadt Auckland an der Reihe, die als größte Industriestadt die höchste Bevölkerungsdichte sowie die meisten Arbeitsplätze zu bieten hat – ein Kontrast zu den Gegenden zuvor. "Es war sehr ungewohnt, von der wunderschönen Natur plötzlich in eine Großstadt zu kommen."

Ein weiterer Höhepunkt war die Spitze der Nordinsel, Cape Reinga, einer der spannendsten Orte. Die Maori, die Ureinwohner Neuseelands, glauben, dass an den Klippen die Seelen der Verstorbenen ins Jenseits gelangen. "Man hat tatsächlich die Magie gespürt, die von diesem Ort ausging." Zurück auf dem Weg nach Süden besuchte das junge Pärchen die Coromandel-Halbinsel, auf der der Hot Water Beach auf Grund der geothermalen Aktivität ein beliebtes Ziel für Touristen ist. "Wir haben uns ein Loch in den Sand gegraben, bis heißes Wasser sprudelte und haben darin gebadet, wie es alle gemacht haben", erinnert sich der Goldhäuser. In Kaikoura wollten die beiden Abenteurer schließlich mit Delfinen schwimmen, was aber leider auf Grund der hohen Besucherzahl nicht klappte. "Da aber dort schon alles ausgebucht war, stießen wir im Internet auf den Geheimtipp Neuseelands, wie wir finden." Sie entdeckten Akaroa, eine alte französische Künstlerkolonie, die den Charme längst vergangener Zeiten behalten hat. Da klappte es übrigens noch mit den Delfinen. "Dort konnten wir mit ihnen schwimmen, was großen Spaß gemacht hat."

Von Neuseeland ist es nach Sydney in Australien nur ein Katzensprung: Ein Erinnerungsfoto von diesem Tripp zeigt Jonas May vor der Harbour-Bridge. (Fotos: pr)

Als seine Freundin wieder nach Deutschland zurückkehrte, machte Jonas May einen kleinen Abstecher nach Australien, bevor in der Hauptstadt Wellington der dritte Abschnitt seines Aufenthalts für ihn folgte: ein Praktikum beim neuseeländischen Parlament. "Ich wollte dieses Praktikum machen, um zu sehen, wie Politik in einem anderen Land funktioniert", sagt May, der schon als SPD-Mitglied in Deutschland politische Erfahrung gesammelt hat. "Interessant ist, dass Neuseeland seit 1996 das deutsche Wahlsystem übernommen hat. So gibt es mehr Vielfalt im politischen System", bilanziert May. Früher gab es in Neuseeland ein Zwei-Parteien-System nach englischem Vorbild. Was ihm noch gefallen hat? "Neuseeland setzt auf eine nuklearfreie Politik. Dass heißt, keine Kraftwerke und erst recht keine Atomwaffen. Das Land arbeitet überwiegend mit erneuerbaren Energien."
Aber auch von unangenehmen Erlebnissen berichtet May. Zum Beispiel wurde ihm beinahe sein dort gekauftes Auto gestohlen. "Ich hatte es über Nacht am Straßenrand stehen gelassen und am nächsten Morgen war es aufgebrochen. Zum Glück konnten es die Diebe aber nicht kurzschließen."
Obwohl es ihm gut gefallen hat, nach Neuseeland auszuwandern kann sich Jonas May nicht vorstellen. "Ich mag die kulturelle Vielfalt Europas. Innerhalb von kurzer Zeit kann ich von Deutschland aus einen völlig anderen Kulturkreis erreichen. Das sind Möglichkeiten, die mir vorher gar nicht so bewusst waren." In Neuseeland war dies nicht möglich, um in ein anderes Land zu reisen, sind die Bewohner auf das Flugzeug angewiesen. Gerade die Abgeschiedenheit sieht May kritisch. "In den Nachrichten wurden immer nur regionale Themen gebracht. Das war sehr schade, denn mich hat interessiert, was in der Welt los war."

Trotzdem zieht er aber ein positives Fazit seines neunmonatigen Neuseelandaufenthalts. "Ich habe so viele neue Freundschaften geschlossen und glaube auch, dass einige davon so stark sind, dass sie fürs Leben halten können." Und ein neues Land wird er ja im nächsten Jahr auch kennen lernen, wenn einer dieser Freunde in Indien seine Hochzeit feiert.

WLZ – im April 2006


Bürgervertreter für die nächsten fünf Jahre

KORBACH. Die Würfel für die Korbacher Ortsbeiräte sind gefallen. Je nach Größe des Dorfs sind es fünf, sieben oder neun Vertreter.
Goldhausen (311 Einwohner):
Wolfgang Behle (314), Bernd Saure (230), Karola Vahland (186), Burkhard Behle (110), Petra Thielemann (98), Gerd Zimmermann (89), Detlev Nitsche (51).

WLZ – im März 2006


Noch mehr Abenteuer im Goldstollen

Mitgliederversammlung Historischer Goldbergbau Eisenberg

Abgesperrt ist bislang ein Seitengang, der mitten im Besucherstollen nach rechts abzweigt. Unser Bild zeigt den Korbacher Mineralogen Dr. Berthold Jäger, der sich mit Waldecker Gold und Eisenberg wissenschaftlich intensiv befasst hat. Der "Verein Historischer Goldbergbau" möchte den rund 180 Meter langen Seitengang künftig für Besucherführungen möglichst öffnen. (Archivfoto: jk)

KORBACH. Ab 30. April lockt die neue Saison in Deutschlands größte Goldlagerstätte. über 2000 Gäste erlebten voriges Jahr das Abenteuer im Besucherstollen des Eisenbergs. Und diese Tour in die Unterwelt soll künftig noch erheblich interessanter werden: Der "Verein Historischer Goldbergbau" will einen zusätzlichen Seitenstollen freiräumen.

Mitte April ist die Ruhezeit für Fledermäuse im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen beendet. Statt der Flattermänner werden dann bald Tagesgäste den Gang in Korbachs goldene Vergangenheit erobern. Mit Helm, Stiefeln, Jacken und Geleucht geht es auf zu einem der spannendsten Abenteuer Waldecker Bergbaugeschichte.
Mit seinen rund 20 Kilometern Such- und Abbaustrecken ist der Eisenberg durchhöhlt wie ein Schweizer Käse. Das kommt nicht von ungefähr, denn schon römische Geschichtsschreiber erzählten vom Edergold. Und die reichste Lagerstätte im Land an Eder und Diemel erlangte spätestens um 1250 weithin Berühmtheit, als der Theologe, Philosoph und Naturkundler Albertus Magnus über das edle Erz vom Eisenberg berichtete.

Mehr als eine Tonne Gold schlummert noch in den Gesteinsgängen des Korbacher Hausbergs. Graben können Gäste nicht, aber es öffnet sich ein authentisches Erlebnis: Der Besucher-Stollen hat seine Ursprünge im 14. und 15. Jahrhundert.
Rund 250 Meter tief in den Berg führt die Tour, und künftig sollen weitere rund 180 Meter in einem Seitengang erschlossen werden. "Das ist möglich", sagt Erwin Braun, früherer Bergamtsleiter (Kassel), Mitglied im "Verein Historischer Goldbergbau" und einer der Wegbereiter für den Besucherstollen. So will der Verein unter ägide von Wolfgang Behle das Projekt in Gesprächen mit Behörden und Bergbauexperten vorantreiben.
Statt mittelalterlicher Relikte bietet der Seitengang im Herzen des Unteren-Tiefen-Tal-Stollens eher moderne Geräumigkeit: Er wurde in den 70er Jahren unter Federführung des Geologen Dr. Jens Kulick aufgeschlossen. Eisen und Holz stützen den vorderen Teil ab, wo jedoch Gestein nachgebrochen ist. Deshalb blieb der Zugang bislang verwehrt. Braun sieht aber gute Möglichkeiten, diesen Abschnitt sicher und künftig begehbar zu machen.
Noch mehr Einblick in die geologischen Strukturen des Eisenbergs, imposante Gipskristalle wären zu sehen. überdies könnte ein alter "Hund", ein Bergmannswagen, dort symbolisch gezeigt werden.
Den Rückhalt für das Ansinnen holte sich der Vorstand bei der Mitgliederversammlung zuletzt im Goldhäuser Gemeinschaftshaus. Und auch an Ideen für weitere Attraktionen mangelt es nicht: Vielleicht wird es für härter gesottene Besucher dereinst auch möglich, den St.-Georg-Schacht zu erkunden. Der führt mitten im Dorf senkrecht in rund 40 Meter Tiefe.

Die Bilanz des Vereins kann sich seit der Eröffnung des Besucherstollens sehen lassen. 2004 wurden 1500 Besucher registriert, 2005 waren es schon rund 2000. Kräftige Unterstützung gab es von Stadt und Sponsoren – ob Land, Sparkasse, Malerbetrieb Saure, Lions-Club oder Privatleute. So verbuchte Kassenwart Karl-Helmut Tepel auch eine solide Finanzlage des Vereins, der für weitere Vorhaben aber weitere Hilfe gut gebrauchen kann.
Stets am Ball sind die Vereinsmitglieder, denen Behle für ihr starkes ehrenamtliches Engagement dankte – als Besucherführer oder bei Arbeitseinsätzen im Stollen und am Zechenhaus. Zudem hat Dr. Peter Witzel, Korbacher Zahnarzt und Bergbaufreund, eine umfangreiche Präsentation über die Geschichte des Goldbergbaus und den Besucherstollen in Goldhausen erarbeitet. Mit seinem Vortrag bei der Mitgliederversammlung erntete Witzel viel Beifall. Die Präsentation soll bei weiteren Veranstaltungen das Interesse für den Goldbergbau wecken. Derweil hat Jürgen Hartwig (Lelbach) eine Tour nach Thüringen zum Goldmuseum in Theuern ausgearbeitet, um neue Eindrücke zu sammeln und Kontakte zu knüpfen. Angedacht ist die Reise vom 8. bis 10. oder vom 9. bis 11. September. Interessenten können sich an den Verein oder an die Wirtschaftsförderung der Stadt Korbach wenden.

Der nächste Arbeitseinsatz am Stollen ist für Mitglieder und alle Interessenten am 8. April. Treffpunkt: 9 Uhr am Zechenhaus in Goldhausen.
Ansprechpartner: Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg, Wolfgang Behle, Am Kleegarten 23, Korbach-Goldhausen, Tel. 05631/61633; Wirtschaftsförderung Korbach, Claus Günther, Tel. 05631/5026424; E-Mail: claus.guenther[at]wirtschaftsfoerderung-korbach.de*, Internet: www.goldspur-eisenberg.de. Führungen: Bürgerbüro Korbach, Rathaus, Tel. 05631/53-231.

WLZ – Jörg Kleine – im Februar 2006


Eisenberg/Stollen erweitern

Auf den Spuren der Goldgräber

Mit Helm und Geleucht geht es in den Besucherstollen. Voriges Jahr wagte auch Korbachs "Goldmarie" Stefanie Graß-Urff (Mitte) eine Tour in den Eisenberg. (Foto: jk)

KORBACH (jk). Der "Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg" rüstet sich für die nächste Saison. Am 30. April soll der Besucherstollen mit Andacht und Begleitprogramm wieder geöffnet werden.

Ziel des Vereins ist, den Besuchern künftig noch mehr Erlebnis zu bieten. Ein rund 180 Meter langer Seitengang soll deshalb freigeräumt werden. Dieser Teil stammt aus den 70er Jahren, während die Ursprünge des Besucherstollens bis ins 14. und 15. Jahrhundert reichen. Der Eisenberg ist Deutschlands größte Goldlagerstätte, Führungen gibt es seit Frühjahr 2004. Die Zahl der Tagesgäste steigt: 2005 registrierte der Verein rund 2000 Besucher und möchte dies weiter steigern.

WLZ – im Februar 2006


Drei Einsätze und beste Plätze bei Wettkämpfen

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Goldhausen – Ehrungen und Beförderungen verdienter Mitglieder

Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Garsten Vahland gratulierte Stefan Frese, Corinna Schüttler, Kerstin Zenke und Marc Saure ebenso wie Wehrführer Andreas Sinsch, Ortsvorsteher Wolfgang Behle, Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt und Stadtrat Wilhelm Kappelmann (v.l.). (Foto: pr)

KORBACH – GOLDHAUSEN (r). Viel Arbeit leisteten die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr Goldhausen im vergangenen Jahr – insgesamt über 2200 Dienststunden, fasste Vorsitzender und Wehrführer Andreas Sinsch bei der Jahreshauptversammlung zusammen. Dreimal musste die Goldhäuser Wehr im letzten Jahr ausrücken und bei Wettkämpfen schnitt die Wehr wieder mit Bravour ab.

Der erste Einsatz war ein Zimmerbrand in Alleringhausen. Außerdem leisteten die Goldhäuser Anfang September technische Hilfe bei zwei Verkehrsunfällen auf der Straße zwischen Goldhausen und Eppe und vor Hillershausen.
Ebenso wie die Vorjahre war auch 2005 wesentlich durch die Vorbereitungen und Teilnahmen an Wettkämpfen geprägt. Jeweils den ersten Platz errangen die Aktiven bei Pokalwettkämpfen in Schiffelbach und Sachsenhausen. Bei den Stadtpokalwettkämpfen kamen sie auf Rang zwei, in
der Wertung ohne Fragebogen auf den vierten Platz. Den Sieg in dieser Kategorie sicherte sich ein so genanntes "Sondereinsatzkommando", bei dem nahezu alle Teilnehmer das 60. Lebensjahr überschritten hatten.
Bei den Feuerwehrleistungsübungen meldete sich Goldhausen mit einer relativ jungen Mannschaft wieder zurück. Dem Sieg beim Kreisentscheid in Korbach folgten der 5. Platz auf Bezirksebene in Bebra sowie der 4. Platz beim Landesentscheid in Homberg.

Neben den Wettkämpfen betrieben die Frauen und Männer aber auch allgemeine Feuerwehrausbildung. Besonders erwähnt wurden von Wehrführer Andreas Sinsch die Durchgänge in der Atemschutzübungsstrecke sowie eine übung in der mobilen Brandsimulationsanlage, die im Frühjahr in Korbach stationiert war. Außerdem wies Sinsch auf die Teilnahme an einer gemeinsamen Funkübung mit allen Korbacher Wehren, übungen mit dem hydraulischen Rettungsgerät, eine Erste-Hilfe-Schulung und dergleichen hin.
Jugendwart Marc Saure berichtete über rege Teilnahme der Jugendlichen bei den vielfältigen Aktivitäten der Jugendwehr. Auch die waren bei den Wettkämpfen im vergangenen Jahr erfolgreich. Beim Stadtpokal in Goldhausen erreichten sie den ersten und zweiten Platz. Den ersten und sechsten Rang belegten sie beim Kreiszeltlager des Altkreises Waldeck. Unter anderem nahmen sie auch noch an Zeltlagern und Umweltaktionen teil und organisierten das Osterfeuer.
Aus Anlass des 70-jährigen Bestehens des Feuerwehrvereins gab es einen Kommersabend und wurden die Stadtpokalwettkämpfe der Korbacher Jugendfeuerwehren und Einsatzabteilungen in Goldhausen durchgeführt.

Außerdem richteten die Feuerwehrmitglieder das Pfingstfest am Dorfgemeinschaftshaus aus und halfen bei der Feier zum 100-jährigen Bestehen des Georg-Viktor-Turms im Juli mit. Eine viertägige Fahrt der Jugendfeuerwehr in die tschechische Partnerstadt Vysoke Myto war ein weiterer Höhepunkt des regen Vereinslebens.
Nach den Grußworten von Stadtrat Wilhelm Kappelmann, Ortsvorsteher Wolfgang Behle und Stadtbrandinspektor Friedhelm. Schmidt standen Beförderungen und Ehrungen an: Schmidt beförderte Kerstin Zenke zur Feuerwehrfrau, Stefan Frese und Marc Saure zu Oberfeuerwehrmännern. Corinna Schüttler übernahm er in die Einsatzabteilung. Schmidt berichtete, dass Marc Saure im Dezember das goldene, Kerstin Zenke und Stefan Frese das silberne Leistungsabzeichen des Landkreises erworben haben. Marc Saure erhielt das hessische Leistungsabzeichen in Eisen.

Für 40-jährige Mitgliedschaft erhielt Hartmut Scharfe eine silberne Ehrennadel sowie eine Ehrenurkunde des Kufhessisch-waldeckischen Feuerwehrverbands.

WLZ – im Februar 2006


Bartmann übernimmt die Führung

Schützenverein Goldhausen: Carsten Vahland hört auf

Schützenverein Goldhausen: Geehrte Mitglieder und neuer Vorstand gemeinsam mit Ortsvorsteher Behle. (Foto: pr)

KORBACH – GOLDHAUSEN (r). Die Jahreshauptversammlung des Kleinkaliber-Schützenvereins Goldhausen stand ganz im Zeichen von Ehrungen und den Neuwahlen des Vorstands. Vorsitzender Carsten Vahland übergab die Vereinsführung nach 17 Jahren im Vorstand an seinen bisherigen Stellvertreter Armin Bartmann.

Neuer stellvertretender Vorsitzender wurde Dirk Vahland, zu neuen Jugendwarten wurden Jens Hartmann und Roland Fabinger gewählt. Ebenfalls neu in den Vorstand kam Frank Mütze als stellvertretender Kassierer. Jürgen Fihlon (Schießwart), Willi Grebe (stellvertretender Schießwart), Conny Graf (Kassiererin) und Andrea Fihlon (Damenwartin) wurden in ihren ämtern bestätigt. Anja Mütze übernahm das Amt der Schriftführerin kommissarisch für ein Jahr.

Vahland berichtete von einem weiteren Mitgliederzuwachs, insbesondere die Jugendarbeit trägt Früchte. Im Rückblick brachte Vahland verschiedene Veranstaltungen in Erinnerung, besonders erwähnte er das Preisschießen mit fast 90 teilnehmenden Einzelschützen und 34 Mannschaften. Der Biathlon-Wettkampf im Herbst war ein besonderer Höhepunkt des Jahres.
Die sportlichen Erfolge zeigten die Schießwarte Jürgen Fihlon und Markus Hartmann auf. Für die erbrachten Schießleistungen erhielten die Jugendlichen Christian Wallraff, Patrick Zenke, Micha Zenke, Patrick Messner, Marcel Müller, Steffen Gliem und Roland Fabinger Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold. Als Vereinsmeister erhielten folgende Schützen Pokale von Vorsitzendem Vahland: Christian Wallraff (Jugend), Conny Graf (Damen), Erich Becker (Senioren), Karl-Helmut Tepel (Passive), Jürgen Fihlon (Schützen Pistole) und Bernd Mütze (Schützen Gewehr). Für langjährige Mitgliedschaft im Verein und Verband wurden Heinrich Schüttler, Dieter Schmittmann (beide 40 Jahre in Verein und Verband) und Ernst Hartmann (30 Jahre im Verein und 50 Jahre im Verband) mit der Ehrenurkunde des Vereins und mit der Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes in Gold ausgezeichnet.

Ortsvorsteher Wolf gang Behle dankte dem Verein für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr. Der neue Vorsitzende bedankte sich bei den scheidenden Vorstandsmitgliedern Garsten Vahland, Markus Hartmann und Rüdiger Messner mit einem kleinen Präsent.

WLZ – im Februar 2006


Vorstand wieder komplettiert – Jetzt mit Abteilungsleiter Fußball

Dirk Vahland ist neuer Vorsitzender der SSG

Der neue Vorstand des Spielgemeinschaft Ense/Nordenbeck (v. I. n. r.): Dirk Vahland, Karl Heinz Schulze, Burkhard Krüger, Rene Steffen, Karl-Wilhelm Butterweck und Helmut Schulze, (Foto: pr)

KORBACH-NIEDERENSE (do/cs). Die Spiel- und Sportgemeinschaft Ense/Nordenbeck hat einen neuen ersten Vorsitzenden. Bei der Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Nieder-Ense wurde Dirk Vahland gewählt. Zuletzt war das Amt vakant.

In seinen Eröffnungsworten hegte Schriftführer Burkhard Krüger die Hoffnung, wieder einen neuen ersten Vorsitzenden zu finden. Zwei weitere Jahre ohne ersten Vorsitzenden seien undenkbar, weswegen die Versammlung einen vollzähligen neuen Vorstand für das Jubiläumsjahr 2006 stellen sollte.
Finanziell hat die SSG das vergangene Jahr im Plus abgeschlossen, wie Kassierer Karl-Heinz Schulze erklärte. Vor allem die Reduzierung der Ausgaben und die Erhöhung der Jahresbeiträge hätten ihre Früchte getragen.

Es folgten die Neuwahlen des Vorstandes. Neu ist die Position des Abteilungsleiters Fußball, die die Arbeit des Vorstandes erleichtern soll. Für die Position wurde Helmut Schulze gewählt. Der neu gewählte Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitzender Dirk Vahland, stellvertretender Vorsitzender Rene Steffen, Kassenwart Karl Heinz Schulze, stellvertretender Kassenwart Harald Mark, Kassierer Friedrich Brandt (Nieder-Ense), Harald Behle und Friedhelm Freund (Ober-Ense), Detlef Matzkeit (Nordenbeck), Ulrich Fischer (Goldhausen), Schriftführer Burkhard Krüger, stellvertretender Schriftführer Tim Wolf, Obmann erste Mannschaft Christian Schmidt, Obmann zweite Mannschaft Karl-Helmut Tepel (bis Ende Saison 2006), Obmann Alte Herren Lars Kurp, Jugendleiter Karl-Wilhelm Butterweck, Obfrau für Damengymnastik Edith Freund, Abteilungsleiter Tischtennis Thorsten Klein, Pressewart Tim Wolf.

Geehrt wurden auch treue Vereinsmitglieder. Für 25 Jahre Mitgliedschaft im Verein zeichnete Rene Steffen Burkhard Krüger und Karl-Wilhelm Butterweck mit einer Urkunde und einer Ehrennadel aus.

WLZ – im Januar 2006


St.-Georg-Grube im Miniformat ans Zechenhaus in Goldhausen übergeben

"Maulwürfe" restaurieren Modell

Das ursprüngliche Modell der St.-Georg-Grube aus den achtziger Jahren ist samt Landschaft und Georg-Victor-Turm komplett restauriert worden und in einer Vitrine geschützt. Unser Bild zeigt (v.l.) "Schacht-Führer" Dieter Stede, Ortsvorsteher Wolfgang Behle, Peter Penkert, Dr. Wilhelm Völcker-Jansen sowie Gabriele Penkert von der "Arbeitsgemeinschaft Maulwurf". (Foto: sw)

KORBACH-GOLDHAUSEN (sw). Was Gabriele und Peter Penkert in liebevoller Kleinarbeit zu Tage gefördert haben, ist nun im Zechenhaus in Goldhausen zu bewundern: Das alte Modell der St.-Georg-Grube, ursprünglich in den achtziger Jahren von Dr. Jens Kulick gebaut, wurde nach der zeitgenössischen Darstellung "De re metallica" von Georgius Agricola aus dem Jahr 1557 restauriert.

Der etwa drei Zentimeter große Haspelknecht im Modell kurbelt den Bergmann auf dem Holzpflock in die Tiefe. Schlepper und Hauer treiben den Schacht ins Erdinnere voran. Was so situationsgetreu den Alltag im spätmittelalterlichen Goldbergbau nachbildet, ist in etwa 100 Stunden ehrenamtlicher Arbeit von Gabriele und Peter Penkert von der "Arbeitsgemeinschaft Maulwurf" (Arnsberg) restauriert worden. Lediglich zwei Figuren des Urmodells waren nebst dem nackten Styroporberg noch vorhanden.
In Zusammenarbeit mit dem Wolfgang-Bonhage-Museum und dem Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" wurde anlässlich der 14. Mineralien- und Fossilienbörse in Arnsberg eine Sonderausstellung gezeigt. Themenschwerpunkte waren die Korbacher Spalte und der Goldbergbau der Region – anschaulich durch das Modell der St.-Georg-Grube dargestellt.
Künftig findet das Modell im Zechenhaus des Goldgräberortes Goldhausen seinen Platz und veranschaulicht die Arbeit vergangener Zeiten im heutigen Industriedenkmal. Interessierte können es nach Anmeldung und Absprache mit der Tourist-Information in Korbach besichtigen.

Am 30. Mai ist Saisoneröfnung in der St.-Georg-Grube in Goldhausen. Dann kommen auch die Fledermäuse, die dort ihre Winterstarre halten, wieder des Nachts zu Tage.

WLZ – im Januar 2006


Schützenverein Goldhausen veranstaltet Neujahrs-Preisschießen

Marcel Matzkeit zeigt es allen

Die siegreichen Schützen des Preisschießens in Goldhausen mit Ortsvorsteher Wolfgang Behle (r.) und dem Vorsitzenden des ausrichtenden Schützenvereins, Garsten Vahland (L).

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Der Schützenverein Goldhausen hafte wieder zum Neujahrs-Preisschießen auf den Schießstand im Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Nach spannendem Wettkampf lag am Ende überraschend der zehnjährige Marcel Matzkeit vorn. Für seine Leistung erhielt er vom Vorsitzenden Carsten Vahland den Hauptpreis.

Zahlreiche Sachpreise in der Einzelwertung und Geldpreise für die Mannschaften lockten zahlreiche Teilnehmer an. Im Verlauf des Tages gingen auf dem Schießstand in der Einzelwertung 85 Schützinnen und Schützen an den Start. Außerdem kämpften 33 Mannschaften mit jeweils drei Schützen um die ausgesetzten Geldpreise.
Bei der Siegerehrung dankte Ortsvorsteher Wolfgang Behle dem ausrichtenden Verein für sein Engagement. Ferner überbrachte er auch die Grüße der Stadt Korbach.
Geschossen wurde auf Glücksscheiben, so dass auch ungeübte Teilnehmer eine Siegchance hatten. Da die Resonanz auf das Pokalschießen die Erwartungen deutlich übertraf, waren die Organisatoren in der Lage, die vorgesehenen Preisgelder erheblich aufzustocken.

Den Hauptpreis von 40 Euro sicherte sich die Familie Hartmann, für die Ina Klinker sowie Carmen und Jens Hartmann die Gewehre anlegten. Auf Platz zwei (30 Euro) landeten die "Die drei Fragezeichen", ebenfalls ein Familienteam, bestehend aus Lars, Jörn und Karola Vahland. Den dritten Rang (20 Euro) sicherten sich "Die Namenlosen" (Kerstin und Marianna Zenke, Sarah Behle). Für die Plätze vier bis sieben gab es jeweils 15 Euro Preisgeld. Diese belegten die Mannschaften Nordenbeck I, der Ortsbeirat, die Familie Müller und die "Souffleusen".
Spannend ging es in der Einzelwertung zu: Da zwei Teilnehmer das Maximum von 54 Punkten schafften, musste das zweitbeste Ergebnis über den Sieg entscheiden. Den ersten Preis sicherte sich als jüngster Teilnehmer Marcel Matzkeit (Nordenbeck), der Ronald Müller (Goldhausen) das Nachsehen gab. Rang drei ging an Karola Vahland. Insgesamt erhielten über 60 Teilnehmer Sachpreise.
Vorsitzender Vahland dankte allen Teilnehmern und hoffte, dass bei dem einen oder anderen das Interesse am Schießsport geweckt wurde. Er lud alle Interessierten zu den übungsabenden ein, die regelmäßig montags ab 19.30 Uhr durchgeführt werden.

WLZ – im Januar 2006

Presseberichte 2005

Presseberichte 2005


Im Winter Ruhepause für Fledermäuse

Bis Ende Oktober letzte Goldbergbau-Führungen in der Saison 2005

Faszination für Groß und Klein: ein Besuch unter Tage an den Goldlagerstätten des Eisenbergs. (Foto: pr)

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Zahlreiche Besucher haben seit Mai des Jahres in die Unterwelt des Eisenberges geschaut. Fachkundige Führungen von Mitgliedern des Vereins Historischer Goldbergbau weihten sie in die Geheimnisse der sagenumwobenen Stollen ein.

Helm auf, Gummistiefel an – so geht es hinein in Deutschlands reichste Goldlagerstätte. Gänge, Schichten und Mineralien erzählen von Jahrmillionen Erdgeschichte, der kräftezehrenden Arbeit mittelalterlicher Bergleute und den Versuchen moderner Glücksritter aus aller Welt, das edle Erz des Waldecker Landes zu bergen.
Mal dunkel (Mangan), mal braunrot schillernd (Eisen), mal seifig und hell gebändert (Tuffite) zeugen Spuren von den geologischen Prozessen im Gestein, die letztlich auch das goldene Erz anreicherten. Regelrechte Goldklumpen sind zwar nicht zu finden, aber fein verteilt steckt immer noch über eine Tonne edlen Metalls im Eisenberg.
Am Ende der 250 Meter langen und gut zugänglichen Strecke eröffnet sich dem Besucher ein Blick auf die engen, mittelalterlichen Grubenbaue, die den Eisenberg als historisches Industriedenkmal wertvoll machen.

In diesem Monat finden zum Ausklang der Saison 2005 noch folgende Führungen für Einzelpersonen statt: Sonntag, 16. Oktober, um 14.30 Uhr, Samstag, 29. Oktober, um 10.30 Uhr, Sonntag, 30. Oktober, um 14.30 Uhr.
Interessierte werden um Anmeldung im Bürgerbüro Korbach unter Tel. 05631/53-232 gebeten. Erwachsene zahlen 7 Euro, Kinder bis 14 Jahre 3,50 Euro. Treffpunkt ist das Zechenhaus am Dorfgemeinschaftshaus in Goldhausen. Schutzkleidung wird gestellt. Führungen für Gruppen sind täglich bis zum 31. Oktober ebenfalls über das Bürgerbüro buchbar.

Ab November wird der Stollen zum Schlafzimmer der Fledermäuse, die dort ungestört den Winter verbringen sollen. Ab 15. April 2006 sind dann regelmäßig wieder Führungen. Weitere Informationen zum Besucherbergwerk und zum Goldbergbau auf der Internet-Homepage "www.goldspur-eisenberg.de".

WLZ – im Oktober 2005


Goldhäuser Feuerwehr sichert sich Pokalsegen

Offene Pokalwettkämpfe der Sachsenhäuser Brandschützer

Strahlende Siegergesichter: Die Jugendwehr aus Goldhausen sicherte sich mit zwei teilnehmenden Mannschaften den ersten und zweiten Platz. Auch die Seniorenmannschaft konnte nach erfolgreichem Wettkampf zum Siegerpokal greifen. (Fotos: gs)

WALDECK – SACHSENHAUSEN (gs). Bei strahlenden Sonnenschein starteten die Jugend- und Seniorenmannschaften der freiwilligen Feuerwehren bei den offenen Pokalwettkämpfen in Sachsenhausen. Eingeladen hatte die örtliche freiwillige Feuerwehr mit Wehrführer Bernd Schäfer.

Sowohl bei den Jugend- als auch Seniorenmannschaften sicherten sich die Goldhäuser Teilnehmer die Siegerpokale. Ein erfolgreicher und fairer Wettkampf – so lautete die Bilanz von Sachsenhausens Wehrführer Bernd Schäfer nach Abschluss der offenen Pokalwettkämpfe rund um das Feuerwehrgerätehaus. Dennoch zeigten sich die Veranstalter enttäuscht, dass von 20 eingeladenen Jugendmannschaften lediglich vier teilgenommen haben. .Viele der eingeladenen Mannschaften haben erst am Veranstaltungstag oder aber gar nicht abgesagt", berichtete Schäfer bei der Siegerehrung. Insgesamt nahmen 15 Senioren- und vier Jugendmannschaften gestern an den Wettkämpfen teil und stellten ihr Können sowohl in der Theorie als auch in der Praxis unter Beweis.
In der Wertung der Jugendmannschaften hatte Goldhausen II mit 1652 Punkten die Nase vorn und sicherte sich den Siegerpokal. Auf Platz zwei folgte Goldhausen I mit 1637 Punkten, gefolgt von Freienhagen (1512 Punkte) auf Platz drei und Mühlhausen (1477 Punkte) auf Rang vier.

Im praktischen Teil stellten die Teams der Wehren ihr Können unter Beweis und lieferten sich einen spannenden Wettkampf.

Bei den Senioren waren es ebenfalls die Goldhäuser, die mit 990 Punkten den Siegerpokal holten. Zweiter wurde die Wehr aus Ober-Werbe mit 990 Punkten, gefolgt von Reinhardshausen (987 Punkte). Rang vier belegte Affoldern mit 977 Punkten. Punktgleich mit 975 Zählern, aber aufgrund der besseren Zeit landete Bad Wildungen auf Rang fünf, und Bohne belegte Platz sechs. Siebter wurde die Mannschaft aus Wega (974 Punkte), gefolgt von Bergheim (965 Punkte) auf Rang acht und Dehringhausen (960 Punkte) auf Platz neun. Mehlen lag mit 960 Zählern mit Dehringhausen gleich auf, hatte aber schlechtere Zeiten aufzuweisen. Auf den weiteren Plätzen folgten: Ammenhausen (957 Punkte), Königshagen (930 Punkte), Viermünden (872 Zähler), Freienhagen (864 Punkte) und Rheria (801 Punkte).
Grußworte und Gratulationen zum erfolgreichen Pokalwettkampf gab es von Stadtverordnetenvorsteherin Vera Reuber, dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, Manfred Hankel, und Waldecks Stadtbrandinspektor Uwe Schaumburg. Für das leibliche Wohl der Wettkampfteilnehmer sorgten zahlreiche Helfer sowie die Ehefrauen der Feuerwehr-Angehörigen.

WLZ – im August 2005


„Soul Classics" und „Höllentour" zum Eisenberg

hr4-Radtour – Herzhausen, Goldhausen, Korbach – Sport, Show und Konzerte

Auf den Drahtesel schwang sich am Samstag auch Vöhls Bürgermeister Harald Plünnecke, als die hr4-Radtour zum Etappenziel in Herzhausen führte – auch wenn Sandalen nicht gerade zur Standardausrüstung eines Tour-Fahrers gehörte. (Foto: md)

KORBACH/VöHL (gs/jk). Die hr4-Radtour, die am vergangenen Freitag in Kassel startete, machte am Samstag in Herzhausen, auf dem Eisenberg in Goldhausen und auf dem Obermarkt in Korbach Station. Für weit über 500 Radler gab es herzhaften Empfang, Unterhaltung und köstliche Verpflegung. hr4 dankte es mit Musik und Show.

Auf dem rund 200 Kilometer langen Rundkurs von Kassel durch Kurhessen und um den Edersee führte die zweite Etappe am Samstag von Bad Wildungen über Herzhausen und Goldhausen nach Korbach. Bei der Tour durch die Gemeinde Vöhl strampelte auch Bürgermeister Harald Plünnecke mit im Pulk. Derweil sorgte die Dorfgemeinschaft mit Nudeln und Erbsensuppe für kräftige Stärkung, Drachentrommler und Jagdhornbläser zeigten, dass die Herzhäuser auch musikalisch einiges auf der Pfanne haben.

Gut aufgelegt zeigte sich Goldhausens Ortsvorsteher am Samstagnachmittag mit hr4-Moderator Garsten Gohlke. (Foto:jk)

Das nächste Etappenziel mussten sich die über 500 Tour-Radler, dazu viele Tagesgäste, mit viel Schweiß verdienen. Von Nordenbeck ging es den steilen Anstieg hinauf bis ins Dorf der größten Goldlagerstätte Deutschlands. Die Goldhäuser Frauen hatten nicht zu viel versprochen und tischten 88 Kuchen für hungrige Pedalritter, hr-Crew und Besucher auf. Das brachte natürlich ein Sonderlob von Moderator Garsten Gohlke. Mit munteren Worten quetschte er den Ortsvorsteher Wolfgang Behle über die Geschichte des Ortes aus, und die Besucherführer des Vereins „Historischer Goldbergbau" luden in der Etappenpause gleich zur Entdeckungsreise unter Tage.

Dann ging es weiter nach Korbach, wo die Stadt auf dem Obermarkt einen herzlichen Empfang bereitete. Bei der Ankunft sorgte „Sempre Samba" aus Bad Wildungen mit heißen lateinamerikanischen Rhythmen für Stimmung. Abends gab es Musik vom Feinsten: Unter freiem Himmel heizte auf der Bühne als Vorgruppe die Band „Jazz for Fun" das Publikum an.
Am Abend lieferte dann die hr-Big-Band mit Dirigent und Geburtstagskind Jörg Achim Keller ihre „Soul Classics". Begeisterten Applaus auf dem gut gefüllten und malerisch erleuchteten Obermarkt erhielt auch Solist Butch Williams (Stuttgart). Der amerikanische Sänger arbeitet regelmäßig mit bekannten Popgruppen wie den "Söhnen Mannheims" und zählt derzeit zu den gefragtesten Soulstimmen in Deutschland.
Parallel zum Konzert der hr-Big-Band auf dem Obermarkt gab es im Schießhagen eine Open-Air-Vorführung des Dokumentarfilms "Höllentour". Der Streifen stammt von Filmemacher und Oscar-Preisträger Pepe Danquart, der 2003 die Tour de France zum 100-jährigen Bestehen mit drei Kamerateams begleitet hat.

Derweil empfahl sich die hr-Big-Band mit zweieinhalb Stunden Jazz und Soul der Extraklasse. Bandchef, Arrangeur und Filmmusik-Macher Keller, der das Ensemble in den vergangenen fünf Jahren von klassischer Big-Band-Musik über deutschen Swing bis Avantgarde-Jazz noch vielseitiger in Szene gesetzt hat, war denn auch hoch zufrieden: Seine Big Band, die wäre auch ein Genuss fürs Altstadt-Kulturfest in Korbach.

WLZ – im August 2005


Goldhausen I erringt Wimpel beim Kreiszeltlager

1000 Jugendfeuerwehrleute aus dem ganzen Waldecker Land in Volkmarsen

Die drei besten Jugendwehren aus dem Waldecker Land (Goldhausen, Bohne, Ammenhausen) mit ihren Trophäen. (Fotos: cl)

VOLKMARSEN (cl). Rund 1000 Jugendliche und Betreuer aus 58 Waldecker Feuerwehren, darunter ein Drittel weibliche Mitglieder, über 100 Zelte, drei Zentner Schweinebraten am Sonntagmittag. Das sind nur einige Zahlen vom Wochenende über das gelungene Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr Waldeck in der Kugelsburgstadt.

Von Freitag bis Sonntag bestimmten Wettkämpfe, Spaß und Spiel und Information das Programm. Den begehrten Kreiswimpel errang unter 69 Wettkampfgruppen für ein Jahr die Jugendfeuerwehr Goldhausen l vor Böhne und Ammenhausen. Das Kreiszeltlager sei in jedem Jahr der Höhepunkt im Jahresablauf der Jugendfeuerwehren, betonte Kreisjugendfeuerwehrwart Christoph Weltecke bei der Eröffnung. Die Stadt ermöglichte das Zeltlager auf dem Stadtbruch und stiftete Freikarten für das Burgschwimmbad, was bei dem schönen Wetter höchst willkommen war.

Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Manfred Hankel und Stadtverordnetenvorsteher Burkhard Scheele wünschten den jungen Blauröcken in Gegenwart der Bürgermeister Rolf Emde (Diemelstadt) und Peter Brandenburg (Waldeck) ein unvergessliches Wochenende. Grüße übermittelten der stellvertretende Kreisbrandinspektor Horst Benner-Hensel und der Volkmarser Stadtbrandinspektor Eberhard Henkelmann.
Für die gute Vorbereitung und Organisation des Zeltlagers wurde den Volkmarser Kameraden und den sie unterstützenden Frauen großes Lob gezollt. Seit Freitagabend können die Teilnehmer und ihre Angehörigen daheim unter www.feuerwehr-volkmarsen.de online in der Bildergalerie das Zeltlager miterleben.
Unter freiem Himmel wurde zum Auftakt eine ökumenische Andacht mit der katholischen Gemeindereferentin Gisela Mihm und dem evangelischen Vikar Helge Abel gefeiert. Dazu spielte die Pfarrband "Heaven". Nach einer Nachtwanderung mit Lagerfeuer unterhalb des Schwimmbades machten die jungen Feuerwehrleute um 23 Uhr mit einem imposanten Fackelzug auf sich aufmerksam. An der Spitze marschierten neben dem Kreisjugendwart und seiner Stellvertreterin Wiltrud Hase Stadtjugendfeuerwehrwart Helmut Figge. Die Feuerwehrspielmannszüge Rhoden und Bad Arolsen spielten auf.

Beliebt war die THW-Kletterwand.

Parallel zu den Wettkämpfen herrschte großer Andrang vor der zehn Meter hohen Kletterwand des Technischen Hilfswerks Korbach. Die jungen Herzen schlugen höher, als die Flughafenfeuerwehr des Bundeswehrstandortes Fritzlar mit zwei Fahrzeugen ihre Einsatzstärke demonstrierte. Bei den Wettkämpfen unter Leitung von Werner Pilger und Dirk Ungemach stand eine Löschübung an und musste ein Fragebogen richtig ausgefüllt werden. Für den Landkreis freute sich Beigeordneter Otto Wilke: "Hier zeigt sich Gemeinschaftssinn und kameradschaftliche Leistungen im Wettbewerb." Zu den Gratulanten gehörte auch Bürgermeister Hartmut Linnekugel.

Unter großem Jubel holte sich die Jugendfeuerwehr Goldhausen mit dem ersten Platz und 1652 Punkten den Wimpel ab. über Platz zwei und den Wanderpokal freute sich Bohne nur knapp dahinter mit 1648 Punkten. Mit Platz drei und 1645 Zählern errang Ammenhausen die große St. Florian-Figur, die vor vielen Jahren vom unvergessenen Ehringer Feuerwehrmann Siegfried Funkenberg als Wanderpreis gestiftet wurde. Als Zugabe erhielten alle drei Teams einen Holzteller mit Brandmalerei der Kreisjugendfeuerwehr.

Gute Leistungen bescheinigte Kreisjugendfeuerwehrwart Christoph Weltecke den1 69 Wettkampfteams mit 621 Jungen und Mädchen.
Die ersten 20 Platzierungen: 1. Goldhausen l mit 1652 Punkten, 2. Bohne (1648), 3. Ammenhausen (1645), 4. Berndorf l mit 1640 Punkten, 5. Sachsenhausen 1(1638), 6. Goldhausen 2, (1638), 7. Lelbach (1637), 8. Berndorf 3 (1636), 9. Berndorf 2 (1636), 10. Bergheim (1634), ll.Helmighausen2 (1627), 12. Elleringhaüsen (1621), 13. Helmighausen l (1616), 14. Lengefeld 2 (1616), 15. Mengeringhausen l (1603), 16. Bad Arolsen (1592), 17. Anraff (1580), 18. Bad Wüdungen (1577), 19. Wirmighausen (1577) und 20. Lengefeld l (1570).

Bei einer Disko-Fete wurde am Abend in der Stadthalle kräftig gefeiert. Wer es ruhiger liebte, konnte sich bei Filmen oder am Lagerfeuer die Zeit vertreiben. Am Sonntag legten die Gruppen die Prüfungen für die Jugendspangen in Bronze, Silber und Gold ab. Dabei galt es, Aufgaben aus den Bereichen Umwelt, Erste Hilfe und Feuerwehrtechnik zu lösen. Außerdem informierte die Kreishandwerkerschaft über Ausbildungsberufe im Handwerk. Bei einem Jugendforum unter der Leitung der Jugendsprecher Andreas Conradi und Caroline Vesper konnten alle loswerden, was sie immer schon sagen wollten.
Für die Verpflegung sorgten am Samstag und Sonntag die Mitarbeiter der Feldküche des DRK-Kreisverbandes Korbach-Bad Arolsen, die zentnerweise Gulasch, Schweinebraten und Beilagen und tausende Brötchen zum Frühstück vorbereiten mussten. Die Verpflegung am Freitag übernahm die Feuerwehr Volkmarsen.
Die DRK-Bereitschaft Korbach-Bad-Arolsen hatte bis Samstagabend nur wenig zu tun. Die Helfer leisteten Erste Hilfe für den Gast eines Vereinstestes in der Nachbarschaft.
Am Sonntagmittag war die Lagerzeitung "Lange Leitung" fertiggestellt. Das Blatt gibt es 20 Jahre, jedes Vierteljahr erscheint eine Ausgabe.

WLZ – im Juli 2005


Gans Ronald stahl den Betreuern die Schau

Feier zum Jubiläum des Georg-Victor-Turms auf dem Eisenberg

Attraktion Ronald: Josefine und Luisa hatten ihre zahme Gans mitgebracht. FOTOS: TRAUTMANN

GOLDHAUSEN 100 Jahre Georg-Victor-Turm: Nach dem Festgottesdienst unterhalb des Denkmals gings weiter mit dem Frühschoppen. Die lustigen Spiele an der Burgruine wurden von den Kindern gerne angenommen, wenngleich Gans Ronald den Betreuern zwischenzeitlich die Show stahl. Das gibt’s ja auch nicht alle Tage, eine zahme Gans auf dem Eisenberg.

 

Alphornbläser vom Ettelsberg tönen vom Georg-Victor-Turm herab.
Herzklopfen ist Name und Programm.

Außergewöhnlich waren auch die Klänge vom Turm herab, denn die Willinger Alphornbläser bliesen ihre Signale in luftiger Höhe. Unten auf der Bühne sang die Gruppe Herzklopfen vom MGV Goddelsheim. "Küssen verboten" zum Beispiel. Für eine süße Stärkung hatten die Eisenberger Landfrauen mit Kuchen und Torten bestens gesorgt. Ihr "Waldcafe" auf einer kleinen Lichtung machte seinem Namen alle Ehre. Und das ideale Ausflugswetter lockte ständig neue Besucher auf den Gipfel des Korbacher Hausbergs. (ZUT)

HNA – im Juli 2005


Festakt zum 100-jährigen Bestehen des Georg-Viktor-Turms auf dem Eisenberg

Waldecker Tradition und "Wir-Gefühl"

Das "Waldecker Lied" erschallte am Fuße des Georg-Viktor-Turms nach dem Festakt auf dem Eisenberg. Zu den Ehrengästen gehörten Fürst Wittekind zu Waldeck und Pyrmont mit seiner Gattin Cecilia und den drei Söhnen Josias, Anton und Johannes.

KORBACH-GOLDHAUSEN (gs). Mit einem Festakt feierten die Goldhäuser gemeinsam mit der Stadt Korbach das 100-jährige Bestehen des Georg-Viktor-Turms auf dem Eisenberg. Die Geschützgruppe "St. Barbara" eröffnete die Veranstaltung mit kräftigen Böllerschüssen aus der Kanone, die von Fürst Wittekind zu Waldeck und Pyrmont gezündet wurde. Der Georg-Viktor-Turm wurde zu Ehren seines Urgroßvaters erbaut.

Goldhausens Ortsvorsteher Wolf gang Behle begrüßte die zahlreichen Gäste beim Festakt, der anlässlich des 100-jährigen Turmjubiläums am Fuße des Geburtstagskindes stattfand. "Dieser Turm prägt seit mehr als 100 Jahren den Eisenberg an Deutschlands goldreichster Stelle", so Behle. Sein Dank galt der Stadt Korbach, den örtlichen Vereinen, Sponsoren sowie der Bläsergruppe der Waldeckischen Jägerschaft für die Ausrichtung des Festes.
Im Namen des Waldecker Fürstenhauses richtete Fürst Wittekind zu Waldeck und Pyrmont ein Grußwort an die Gäste. "Dieser Turm wurde zu Ehren meines Urgroßvaters gebaut. Es tut mir Leid, dass ich heute in kleiner Besetzung komme, denn mein Hofstaat inklusive der Angestellten passt in einen VW-Bus. Zu Zeiten meiner Vorfahren sah das sicherlich anders aus", scherzte der Fürst. Gleichwohl erinnerte er an die Verdienste seines Ahnen, zu dessen Ehren der Turm auf dem Eisenberg errichtet wurde. Dabei ermunterte er die Politiker der Moderne, bei Verhandlungen mit schwierigen Gesprächspartnern die gleiche Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit walten zu lassen, wie es einst Fürst Georg Viktor zu Waldeck und Pyrmont gegenüber Preußen getan hatte.

Auch Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich lobte das Engagement der Einwohner von Goldhausen. "Sie haben mit dieser Feier wieder etwas Hervorragendes aus dem Boden gestampft", freute sich der Rathauschef. Er schlug den Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart und zeigte auf, dass nicht nur das 100-jährige Bestehen des Georg-Viktor-Turms Anlass zum Feiern sei, sondern dass historisch betrachtet eine 800-jährige waldeckische Tradition und ein ebenso altes "Wir-Gefühl" sich in der gemeinsamen Feier widerspiegele. In Richtung des Fürsten gewandt erklärte Friedrich: "Sie sind eine Waldecker Integrationsfigur."
Grußworte gab es auch von der Korbacher Goldmarie Stefanie Grass-Urff und Pfarrer Burkhard Uffelmann im Namen der Kirchengemeinden.

Die Bläsergruppe der Waldeckischen Jägerschaft übernahm die musikalische Gestaltung des Festaktes zum 100-jährigen Bestehen des Georg-Viktor-Turms. (Fotos: gs)

Die Festrede des Abends hielt Korbachs Stadtverordnetenvorsteher Heinz Merl. Würdevoll mit Zylinder vorgetragen, ließ er die waldeckische Geschichte, die Entwicklung des Fürstenhauses und des Eisenberges, in besonderem Maße aber der Person des Fürsten Georg Viktor zu Waldeck und Pyrmont Revue passieren. So sei der Fürst ein Alters- und Zeitgenosse des späteren 99-Tage-Kaisers Friedrich III. gewesen. Beide studierten in Bonn und hatten eine für die damalige Zeit bemerkenswerte liberale Grundhaltung. 1852 wurde Georg Viktor Herrscher des Fürstentums und mit der Militärkonvention von 1862 übergab er die waldeckische Militärhoheit an Preußen. Zum Verzicht auf die Souveränität und Abtretung Waldeck-Pyrmonts an Preußen, was in dem Vertragswerk von 1862 ebenfalls in einem separaten Artikel niedergelegt wurde, kam es jedoch nicht. Grund hierfür war der Dank des Fürsten Bismarck für die Bündnistreue im deutschdeutschen Krieg, der 1866 für Waldeck-Pyrmont den Erhalt der Unabhängigkeit bedeutete. Bereits kurze Zeit nach dem Tode von Fürst Georg Viktor entstanden erste Pläne für den Turmbau; die Einweihung des Bauwerkes fand am 3. Juni 1905 im Beisein der Fürstenfamilie statt.

Zu Akkordeonklängen von Hartmut Scharfe sangen die rund 200 Besucher zum Abschluss des Festaktes das "Waldecker Lied", bevor abends die Schützenblaskapelle Willingen für schwungvolle Musik sorgte.

WLZ – im Juli 2005


Goldhäuser Wehr wird ihrem Ruf gerecht

BEBRA. Eine Mannschaft aus dem Kreis Waldeck-Frankenberg wurde im Vorfeld der Feuerwehrwettkämpfe in Bebra (Kreis Hersfeld-Rotenburg) als Favorit gehandelt: das Team der Freiwilligen Feuerwehr Korbach-Goldhausen.

Diese Vorgabe war berechtigt. Die Mannschaft gehört zu den Besten im Regierungsbezirk Kassel. Dies stellte sie beim Bezirksentscheid in der Eisenbahnerstadt eindrucksvoll unter Beweis. Mit nur einem Fehler, der dem Team fünf Strafpunkte bescherte, kam sie punktgleich mit drei weiteren Teams in die Ausscheidung um den dritten Platz, in dem sie zwei Mitbewerbern den Vortritt lassen musste.
In der Abschlussrangliste des nordhessischen Bezirksentscheids wird Korbach-Goldhausen so auf dem fünften Platz mit 995 Punkten geführt. Die Platzierungen der übrigen Mannschaften aus dem Kreis Waldeck-Frankenberg: 7. Gemünden (Wohra)-Schiffelbach 992, 9. Waldeck-Ober-Werbe 990, 12. Edertal-Böhne 972, 16. Bad Arolsen 949.

Den nordhessischen Bezirksentscheid gewann die Freiwillige Feuerwehr Neuhof-Dorfborn (Kreis Fulda) im Stechen gegen Wehretal-Oetmannshausen (Werra-Meißner-Kreis). Beide hatten ohne Fehler die Höchstzahl von 1000 Punkten erreicht. Am Start waren 18 Mannschaften, von denen sich die zwölf besten für den Landesentscheid am 11. September im Homberg qualifizierten.

Der Bezirksentscheid in Bebra wurde nach den Bedingungen der hessischen Landesleistungsübung mit 18 Mannschaften ausgetragen. Die Teams mussten sich über die Kreisentscheide für die Teilnahme auf der Ebene des Regierungsbezirks qualifizieren. Die übung selbst gliederte sich in zwei Bereiche. Theoretisches Wissen aus dem Feuerwehrdienst war bei dem Beantworten von Fragen gefordert. Der praktische Teil war der Vortrag eines Löschangriffs über einen Hindernisparcours. Die einzelnen Stationen: Wasserentnahme aus einem Hydranten, das Verlegen einer Schlauchleitung von der Tragkraftspritze über einen Laufbalken und durch einen Kriechgang bis zu einem Verteiler. Von hier aus wurde der Löschangriff mit dem Verlegen von C-Schläuchen von drei Trupps über die Hindernisse Leitergerüst, Bahngleis und Hürde fortgesetzt und endete mit dem Umspritzen von Fallklappen. Als letzte Aufgabe mussten die Wettkämpfer vier Knoten fachgerecht knüpfen. In der vorgegebenen Zeit von 450 Sekunden blieben nahezu alle Mannschaften. Für das überschreiten der Vorgabe sowie bei Fehlern im Fragebogen oder bei der praktischen Ausführung der übung gab es Strafpunkte, die von den vorgegebenen 1000 Punkten abgezogen wurden. überwacht und ausgewertet wurde die Feuerwehrleistungsübung von den neutralen Schiedsrichtern aus den Kreisen Gießen und Main-Kinzig. Verantwortlich für die Austragung war der Brandschutzdezernent im Regierungspräsidium im Kassel, Erwin Baumann, im Zusammenwirken mit dem Hersfeld-Rotenburger Kreisverbandsvorsitzenden und stellvertretendem Kreisbrandinspektor Hermann Funk. Beeindruckt von den guten Leistungen der Mannschaften war Regierungspräsident Lutz Klein, der die Siegerehrung zum Abschluss vornahm. (ZVK)

HNA – im Juli 2005


"Immer eine verlässliche Mannschaft"

70. Vereinsgeburtstag: Feuerwehr Goldhausen richtet Korbacher Stadtpokalwettkämpfe aus

Lengefeld 1 und das "SEK" Goldhausen gewannen in den beiden Kategorien der Stadtpokalwettkämpfe.

KORBACH-GOLDHAUSEN (tk). Zwei Pokale bleiben im Ort, einer geht an die Nachbarn: Bei den Stadtpokalwettkämpfen der Korbacher Feuerwehren siegten die Jugendmannschaft Goldhausen l und das Goldhäuser "SEK" (Senioren-Einsatz-Kommando) im Praxiswettbewerb ohne Fragebogen. Als Stadtpokalsieger in Theorie und Praxis beendete das Team Lengefeld l die zweitägige Veranstaltung. Aus Anlass ihres 70. Geburtstags richtete die Feuerwehr Goldhausen die Wettkämpfe im und am Dorfgemeinschaftshaus aus.

Gegründet wurde die freiwillige Feuerwehr Goldhausen am 13. Februar 1935 von 17 Männern. Obwohl zuvor schon eine Pflichtfeuerwehr bestand, so war die Feuerwehr zunächst doch recht spärlich ausgerüstet, berichtete Andreas Sinsch in seiner Festrede am Samstagabend. Der Wehrführer und Vorsitzende des Feuerwehrvereins ließ die Entwicklung der Goldhäuser Wehr Revue passieren.
Als erster Wehrführer fungierte Karl Schmutzer, der zuvor schon Leiter der Pflichtfeuerwehr gewesen war. Mit dem Wiederaufbau der freiwilligen Feuerwehr nach dem Krieg übernahm Wilhelm Jesinghausen 1949 die Wehr. Als weitere Wehrführer folgten Friedrich Zimmermann, Heinrich Zenke, Wolfgang Behle und Karl-Helmut Tepel.

Im Wettbewerb der Jugendwehren siegte Goldhausen 1 vor Goldhausen 2 und der Mannschaft aus Leibach.

Hausbau in Eigenleistung

1951 wurde ein Hydrantenwagen angeschafft, auf dem die wenigen Schläuche, zwei Strahlrohre, ein Standrohr und eine Anstellleiter Platz fanden. 1956 kam die erste Motorspritze und 1961 ein Tragkraftspritzenanhänger hinzu. In den Jahren 1968/1969 wurde ein Feuerwehrhaus, auch damals schon mit viel Eigenleistung gebaut. Zwei Jahre später, 197.1, bekam die Wehr ein Tragkraftspritzenfahrzeug. 1980 kaufte sich der Verein aus eigenen Mitteln ein zweites Fahrzeug, einen VW-Bulli als Mannschaftstransportwagen. Die beiden Fahrzeuge wurden 1990 gegen neue ausgetauscht. Die Mitglieder ersetzten den Mannschaftstransportwagen durch ein Nachfolgemodell wiederum aus Vereinsmitteln. 1995 wurde das Feuerwehrhaus durch den Umbau der alten Viehwaage erstmals erweitert. Die zweite Erweiterung des Feuerwehrhauses folgte 2001. 2004 kaufte sich schließlich die Wehr zum dritten Mal einen Mannschaftstransportwagen, erneut aus Vereinsmitteln.

30 Einsatzkräfte

In den 1990er Jahren stieg die Anzahl der Einsätze sprunghaft an. Insbesondere bei einer Serie von Großbränden in Korbach zeigte sich dabei auch die Effektivität der Ortsteilwehren, so Sinsch in seiner Rede. Mit dem Erhalt des Rettungssatzes zur technischen Hilfeleistung, also der so genannten Rettungsschere und dem Spreizer, kam ein neues Aufgabengebiet für die Feuerwehr hinzu, nämlich der Einsatz bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen. "Diese Art von Einsätzen ist aufgrund verletzter oder gar tödlich verunglückter Menschen für den einzelnen Feuerwehrmann oft nur schwer zu verarbeiten und somit eine große Belastung", führte Sinsch aus.
Heute sind über 30 Goldhäuser in der Einsatzabteilung aktiv. "Zu verdanken ist diese stattliche Zahl aber auch der Tatsache, dass viele Frauen heute ihren Dienst in der Feuerwehr verrichten", so Sinsch. 1990 traten gleich neun Frauen in die Einsatzabteilung ein. Als Nachwuchsabteilung gibt es seit 1969 die Jugendabteilung. Der Feuerwehrverein hat heute 154 Mitglieder, davon 21 Jugendliche. 1993 wurde der Verein in das Vereinsregister eingetragen. Ehrenmitglied ist der frühere Wehrführer und langjährige Kreisbrandinspektor Heinrich Zenke.
Bei der Ausbildung widmete sich die Feuerwehr Goldhausen seit jeher sehr stark den Wettkämpfen. Aus den vielen Siegen und guten Platzierungen bei unzähligen Pokalwettkämpfen, Stadtmeisterschaften, Kreis- und Bezirksentscheiden ragen die Erfolge bei den Landeswettkämpfen heraus.
1995 gewann ein Team erstmals den Landesmeistertitel. In den beiden Folgejahren wurde dieser Erfolg wiederholt: Die Goldhäuser Feuerwehr schaffte den Hessen-Hattrick.

"Stützpunkt im Westen"

Zu den Gratulanten am Kommersabend gehörten Bürgermeister Klaus Friedrich, Ortsvorsteher Wolfgang Behle und Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt. Friedrich beglückwünschte den Verein zu seinen engagierten treuen Mitgliedern. Zu einer funktionierenden Feuerwehr gehörten "Leistungsbereitschaft, gesunder Ehrgeiz und Kameradschaft". "SBI" Schmidt zeigte sich vor allem von der langjährigen Feuerwehrtradition im "kleinen Stützpunkt im Westen Korbachs" beeindruckt: "In Goldhausen gibt es seit 70 Jahren immer eine verlässliche Mannschaft."

WLZ – im Juni 2005


Bergmanns-Hund mit goldener Botschaft

Sankt Barbara fährt schwere Geschütze auf

Mit Kanonendonner übergab die Geschützgruppe Sankt Barbara ihr schweres Geschenk: einen Hund. Aufgemöbelt und mit Erinnerungsplakette wirbt der Bergmannswagen vorm St-Georgs-Schacht in Goldhausen. Unser Bild zeigt die Kanoniere mit Egon Eirund (3. v. l.), Malermeister Friedrich Saure, Schützenkönigspaar Hans-Jürgen und Ilselore Jost und Wolfgang Behle. Der Ortsvorsteher ist auch Vorsitzender des Vereins "Historischer Goldbergbau Eisenberg". (Foto:jk)

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). Salut für einen alten Hund: Die Korbacher Geschätzgruppe Sankt Barbara und der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" übergaben zum Wochenende einen stählernen Bergmannswagen mit donnernden Schüssen seiner Bestimmung.

Mitten im Dorf vorm Einstieg zum St-Georg-Schacht hat der offene Waggon einen Ehrenplatz erhalten. In der Bergmannssprache ist das Vehikel keine "Lore", sondern ein "Hund" oder auch "Hunt".
Urheber der Aktion ist Egon Eirund, Kanonier-Hauptmann der Schützengilde 1377. Vor über 20 Jahren wünschte er sich privat eine Lore für den heimischen Garten. Eirund wurde in Thalitter zu einem guten Preis fündig, doch führte der Wagen zunächst eher ein Schattendasein im heimischen Schuppen. Das große Engagement in Goldhausen, den Bergbau zur touristischen Blüte zu bringen, brachte Eirund dann auf die Idee, dem Goldförderverein das Vehikel zu vermachen. Schließlich ist die heilige Barbara auch Schutzpatronin der Bergleute.

Die Mitglieder um Vorsitzenden Wolfgang Behle nahmen das Präsent dankbar an. Das war schon 2002 – zum 50. Geburtstag der 1952 neu gegründeten Korbacher Kanonier-Abteilung. Indes musste der Hund noch ordentlich aufgemöbelt werden, was dann der frühere Ortsvorsteher und Malermeister Friedrich Saure übernahm.
In Schwarz mit Erinnerungsplakette und goldener Schrift wirbt der Wagen seither – wie weitere alte Hunde in Goldhausen und Korbach – für den historischen Bergbau. Behle und die Vereinsmitglieder bedankten sich herzlich bei den Kanonieren der Schützengilde, die am Sonntag gleich noch mal in Goldhausen Station machten: Der traditionelle Schnadezug führte auch durch den Heimatort des amtierenden Schützenkönigs und Ersten Dechanten Hans-Jürgen Jost.

WLZ – im Juni 2005


Goldhausen gewinnt Kreisentscheid

52 Mannschaften bei Feuerwehrleistungsübungen auf der Hauer

Wieder vorne mit dabei: Goldhausen gewinnt den Kreisentscheid und fährt mit Schiffelbach, Ober-Werbe, Bohne und Bad Arolsen zu den Bezirkswettkämpfen, die am 9. Juli in Bebra ausgetragen werden. (Foto: tk)

KORBACH (tk). Das neunköpfige Goldhäuser Team um Gruppenführer Arno Zenke hat bei den hessischen Feuerwehrleistungsübungen auf Kreisebene am Sonntag den ersten Platz erreicht. Die Gruppe aus Korbachs Feuerwehrort Nummer l holte 995 von 1000 möglichen Punkten.

An die Erfolge aus den 90er Jahren wollen die Goldhäuser Brandschützer mit ihrem Wehrführer Andreas Sinsch jetzt wieder anknüpfen. Zwischen 1995 und 1997 waren sie dreimal in Folge Landesmeister.

Damals wie auch beim Wettkampf am Sonntag die härtesten Gegner: die Feuerwehr Schiffelbach. Das Team aus dem Gemündener Stadtteil landete nur drei Punkte hinter dem Sieger auf Platz zwei. Dritter wurde Ober-Werbe vor den Mannschaften aus Bohne und Bad Arolsen. Diese Platzierung wurde erst nach einem Stechen ermittelt. Den Wettkampf beendeten alle drei Teams mit 990 Punkten. Diese ersten fünf Mannschaften vertreten den Landkreis auf Bezirksebene (Regierungsbezirk Kassel) am 9. Juli in Bebra.
Auf den weiteren Plätzen landeten Lengefeld und Nordenbeck (beide 985 Punkte) vor Reinhardshausen (980), Ammenhausen und Reddighausen I (beide 977), Nieder-Ense (974), Mehlen (970), Rennertehausen (965), Helmighausen II (962) und Affoldern (960).

Im praktischen Teil der Wettkämpfe stand am Sonntag die übung "Vornahme von drei C-Strahlrohren" an. Der theoretische Teil umfasste 15 Fragen verschiedener Fachgebiete. Zum Beantworten gab es zehn Minuten Zeit.
Teilnehmer an den Feuerwehrleistungsübungen konnten auch das Feuerwehrleistungsabzeichen erwerben. In diesem Zusammenhang äußerte Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick Kritik an der Kameradschaft in den Gruppen. So hätten viele, die bereits das Leistungsabzeichen erworben haben, andere Gruppenmitglieder auf dem Weg dorthin nicht genügend unterstützt. Ansonsten zog Biederbick ebenso wie Verbandschef Manfred Hankel und der Erste Kreisbeigeordnete Peter Niederstraßer eine positive Bilanz des Wettkampftages. Im Vergleich zum Vorjahr sei zwar die Zahl der teilnehmenden Teams um acht gesunken. Dennoch sei diese Beteiligung in Hessen Spitze.
Zur Siegerehrung musizierte der Spielmannszug der Feuerwehr Korbach. Mitglieder der Stützpunktwehr sorgten außerdem für das leibliche Wohl und einen reibungslosen Ablauf der fast achtstündigen Wettkämpfe.

WLZ – im Mai 2005


Besuchersaison in Deutschlands größter Goldlagerstätte eröffnet

Goldmarie und Gottes Segen

Hinein in die Höhle der Bergleute: Besucherführer Friedrich Bachmann (I.) nahm auch Korbachs "Goldmarie" Stefanie Graß-Urff (r.) mit auf die Reise rund 250 Meter tief in den Fels. Am Ende gibt es authentischen Einblick bis in den mittelalterlichen Bergbau – die Grube St. Sebastian aus dem 14. Jahrhundert.

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). Die neue Saison am Eisenberg ist eröffnet. Die ersten Besuchergruppen tauchten am Sonntag ab in den goldenen Stollen – auf den Spuren von rund 800 Jahren Bergbaugeschichte. Bis Mitte Oktober können Gruppen und Einzelpersonen wieder Deutschlands größte historische Goldlagerstätte erkunden.

Es war noch diesig, als die ersten Gäste aus dem westfälischen Küstelberg am Morgen den Weg ins Dunkel des Berges wagten. Doch die Besucherführer des Vereins "Historischer Goldbergbau Eisenberg" waren schon bestens präpariert: Stiefel, feste Jacken, Helme, Akkumulatoren und Geleucht standen bereit, um Goldhausens Unterwelt zu erkunden.
Vor rund 80 Besuchern erklärten dann am Mittag Vereinschef Wolfgang Behle und "Goldmarie" Stefanie Graß-Urff das Besucherbergwerk zur Saison 2005 für eröffnet. Dabei machte sich Korbachs werbende Symbolfigur erstmals mit auf die Reise in den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen mit seinen Ursprüngen aus dem 15. Jahrhundert. Die historische Entwicklung zeigte Besucherführer Dr. Hans Günther Nelles auf.

Pfarrer Burkhard Uffelmann hielt die Andacht am Unteren-Tiefen-Tal-Stollen. (Fotos: jk)

Der Segen von Pfarrer Burkhard Uffelmann war ihnen zur Saisoneröffnung gewiss: "Wir begeben uns auf die Goldspur, und ich wünsche mir, dass sich in Zukunft wieder viele Menschen hier in Goldhausen auf die Suche machen."
Gottesdienste sind bei den Bergleuten guter Brauch, denn das Leben der Kumpel birgt Gefahr. In seiner Andacht nahm Uffelmann Rekurs auf das harte Leben der Bergleute, die sich vor Jahrhunderten täglich zentimeterweise ins Gestein schufteten. Uffelmann zitierte die Worte Hiobs, der symbolisch das Werk des Bergmanns beschreibt: "Er bringt Verborgenes ans Tageslicht." Aber Gottes Weg zur Weisheit sei auch durch Gold nicht zu bezahlen.

"Glück auf, der Steiger kommt": Der gemischte Chor Eisenberg unter Regie von Hartmut Scharfe sang zur Eröffnung des Besucherbergwerks.

Den musikalischen Rahmen bei der Andacht setzte der Gemischte Chor Eisenberg unter Leitung von Hartmut Scharfe: "Glück auf, der Steiger kommt", hieß es wie 1974, als die Sänger den Schauspieler Roger Moore am Eisenberg begrüßten. Der war damals nicht als "Agent 007" in geheimer Mission, sondern auf Promotion-Tour für seinen Abenteuerfilm "Gold".

Was die Filmemacher früh erkannten, ist rund 30 Jahre später Wirklichkeit geworden das goldene Erbe des Eisenbergs besser zu vermarkten. Schon römische Geschichtsschreiber berichteten vom Gold in der Eder. Flüsse und Bäche aufwärts stießen die Goldsucher später auf immer neue Vorkommen des edlen Erzes.
Vor etwa 1000 Jahren begannen die Goldwäscher auch am Fuße des Eisenbergs. Seit Mitte des 12. Jahrhunderts wühlten sie sich in den Fels. 1250 rühmte schon der große Theologie und Naturforscher Albertus Magnus das reine Gold vom Eisenberg. Bis zum Beginn des Dreißigjährigen Krieges (1618) herrschte dann Hochkonjunktur, doch selbst in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es immer wieder ausländische Firmen, die im Gestein nach Gold sondierten.
Geblieben sind rund 20 Kilometer Stollen und Schächte, die den Eisenberg wie einen Schweizer Käse unterhöhlen. Seit 1997 ist Deustchlands größte historische Goldlagerstätte als Industriedenkmal geschützt.

WLZ  – im April 2005


Goldbergbau Eisenberg

Goldwäscher und Führer gesucht

KORBACH – GOLDHAUSEN (gs). 86 Mitglieder hat der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg". Bei der Jahreshauptversammlung standen neben dem Jahresbericht des Vorsitzenden Neuwahlen des Vorstandes an.

"Wir sind seit dem 21. Oktober Besitzer des Bergrechts und somit sind Sie alle stolze Besitzer unserer Goldmine", eröffnete Wolfgang Behle, Vorsitzender des Vereins, die Versammlung. Mitglieder des Regierungspräsidiums besichtigten die Stollen und das Bergbauamt nahm die historische Zeche im April ab. Nach diesen beiden Terminen stand für den Verein fest, dass Anfang Mai die Eröffnung des Besucherbergwerkes im Eisenberg stattfinden konnte. "Wir hatten von Mai bis Oktober 91 Buchungen mit 141 Gruppen, so dass rund 1500 Gäste in der vergangenen Saison das Bergwerk besichtigt haben", berichtete Behle stolz. Besonderes Lob ging an die ehrenamtlichen Führer der Besuchergruppen. Da ständig weitere Führer im Bergwerk benötigt werden, können sich Interessierte mit dem Schriftführer des Vereins, Claus Günther, unter Tel. 05631/5026424 oder per E-Mail unter claus.guenther[at]wirtschaftsfoerderung-korbach.de* melden.
Ebenfalls benötigt werden ehrenamtliche Helfer, die gemeinsam mit Kindergruppen Gold an der Marbeck waschen wollen. Ein weiterer Dank des Vorstandes galt dem Lions-Club und der Stadt Korbach, die jeweils den Verein mit einer Spende von 1000 Euro unterstützten. Laut Kassenbericht war das vergangene Jahr für den Verein mit rund 2000 Euro defizitär. Grund hierfür ist der Erwerb der Bergrechte, der mit rund 10 000 Euro zuzüglich Kaufnebenkosten zu Buche schlug.

Bei den turnusmäßigen Vorstandswahlen wurde der gesamte Vorstand im Amt bestätigt. Vorsitzender bleibt Wolfgang Behle, sein Stellvertreter ist Uli Zabel. Schriftführer bleibt Claus Günther und als Kassierer wurde Karl-Helmut Tepel im Amt bestätigt. Auch die drei Beisitzer Friedrich Bachmann, Hermann Wittmer und Armin Prager wurden per Blockabstimmung für weitere drei Jahre in den Vorstand berufen. Sicherheitsbeauftragter des Vereins bleibt Heinz Vaupel. Neuer Rechnungsprüfer ist Reinhold König.

Wichtige Termine des Vereis in diesem Jahr: 17. April: Eröffnung der Saison 2005 mit Andacht; Arbeitseinsätze der Mitglieder am 12. und 19. März sowie zweiten und vierten April; 16. und 17. Juli: Feier 100 Jahre Turm auf dem Eisenberg und eine Fahrt zum 80-jährigen Bergmannsjubiläum "Glückauf" nach Borken am 21. August.
über die Eröffnung des Besucherbergwerkes hat der Verein einen Film hergestellt, der als DVD oder Videokassette erhältlich ist.

WLZ  – im Februar 2005


Erfolgreiche Saison für Besucherstollen am Eisenberg

Historischer Goldbergbau – Mitgliederversammlung:

Goldwäscher am Werk: (v.l.) Dr. Wolfgang Homann, Besucherführer Werner Grebe und Claus Günther (Tourist-Information). (Archivfoto: jk)

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). Die erste Saison im neuen Goldhäuser Besucherstollen lief erfolgreich. Am 25. Februar ruft der Verein "Historischer Goldbergbau" zur Mitgliederversammlung. Interessenten und weitere Besucherführer sind willkommen.

Die Mitglieder um Vorsitzenden Wolfgang Behle treffen sich um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus am Eisenberg. Jahresbericht, Kassenlage und Vorstandswahl stehen auf der Tagesordnung. überdies wird ein Film von Dr. Peter Witzel und Gerhard Rink von der Eröffnung des Besucherbergwerks am 2. Mai 2004 gezeigt.
Die erste vollständige Saison war für den Verein erfreulich. Rund 1500 Besucher gingen von Frühjahr bis Herbst 2004 auf Erlebnistour im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen. Darunter waren Gruppen aus ganz Deutschland, aber auch ausländische Gäste. Damit hat sich der ehrenamtliche Einsatz der Vereinsmitglieder gelohnt. Unterstützt durch Spenden von Sparkasse bis Lions-Club, mit Hilfe des Landes und vor allem der Stadt Korbach hat sich Goldhausen zu einem herausragenden Ausflugsziel gemausert.
Dazu gehört neben dem Besucherstollen vor allem auch das "Zechenhaus". Dauerausstellung, Vortragsraum und Einblick in Gesteinskunde machen den Besuch an Deutschlands größter historischer Goldlagerstätte zusätzlich interessant.

Für die Zukunft hat der Verein weitere Attraktionen im Visier: Sie reichen vom Goldwaschen für Gäste bis zur öffnung eines weiteren Goldgräbergangs im Berg. So sind auch weitere Besucherführer willkommen.

WLZ  – im Februar 2005


Unser Dorf Goldhausen e.V. ehrt Albert Illian

Nach 29 Jahren Vorstandsarbeit zum Ehrenmitglied ernannt

In der Jahreshauptversammlung des Vereins "Unser Dorf Goldhausen e.V." wurde der Vorstand neu gewählt. Schriftführerin Claudia Prieske und Gründungmitglied Albert Illian scheiden aus dem Vorstand aus.

Goldshausen. Dirk Vahland, in seinem Amt des 1. Vorsitzenden bestätigt, würdigte Albert Illian für sein unermüdliches Engagement mit der Ernennung zum Ehrenmitglied. Illian war 1976 einer der Gründungsmitglieder des ehemaligen Verkehrsvereins, der 2001 mit der Aktionsgruppe "Unser Dorf" zum heutigen Verein fusionierte. In den ersten Jahren war Illian als Kassierer tätig bis er 1980 seine 21-jährige Laufbahn als 1. Vorsitzender begann. Auch nach der Umgestaltung des Vereins stand er dem Vorstand als Beisitzer zur Verfügung. Nach 29 Jahren zieht sich Illian nun aus der aktiven Vorstandsarbeit zurück und übergibt sein Beisitzeramt "Tätigkeitsfeld Baumaßnahmen" an Walter Tielemann.
Vahland dankt auch der ausscheidenden Schriftführerin Claudia Prieske für Ihre Arbeit. Insbesondere bei der schwierigen Zeit der Zusammenführung der AG Unser Dorf und des Verkehrsvereins zu "Unser Dorf Goldhausen e.V." stand sie tatkräftig zur Verfügung. Ihr Amt übernimmt nun Bernd Mütze, der seinen Tätigkeitsbereich des 2. Kassierers an Ursula Benirschke übergibt.
Petra Thielemann (2. Vorsitzende), Ulrich Fischer (1. Kassierer), Volker Scharfe (2. Schriftführer), Rudolf Fabinger (Beisitzer Tätigkeitsfeld Natur und Bepflanzungen) und Kirsten Westmeier (Beisitzerin Tätigkeitsfeld Kinder- und Jugendarbeit) wurden in Ihren ämtern bestätigt.

"Unser Verein hat zur Zeit 102 Mitglieder", so stieg Vahland in seinen Jahresbericht ein. Die Theatervorführung "Chaos GmbH und Co KG, wir stellen auf Computer um" der Theater AG, die Wanderung und Besichtigung des neuen Klärwerks "Oberes Aartal", sowie das Dorffest mit Besuch der HR3 Moderatoren Klaus Reichert und Daniel Hartwich waren die Highlights des vergangenen Jahres. Advents- und Silversterfeier sowie der Aktionstag mit dem Ortsbeirat und die monatlichen Pflegeeinsätze der Grünanlagen runden das Aktionsfeld des Vereins ab.
Für 2005 sind neben den Aktionstagen ein Dorffrühstück am 13. März, die Teilnahme an der Klostertrophy in Immighausen, das Turmfest (100 jährige Bestehen) am 16. und 17. Juli, sowie die Adventsfeier am 11. Dezember und eine Silversterparty geplant.

Nach dem offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung lud der Verein zur Karnevalsveranstaltung ein. Der Goldjupp (Ulrich Fischer) eröffnete die Bütt mit dem neuesten "aus’m Dorf". "Dann du hast zwei Möglichkeiten" erklärte die "schrullige Alte" (Uschi Benirschke) und erläuterte eine etwas ungewöhnliche Zukunftsperspektive. Die "Sieben Zwerge" und "Sister Akt" rundeten neben vielen weiteren Vorträgen das humorvolle Programm ab. Eine Bildergalerie dieser Veranstaltung sowie alle Termine sind unter www.goldhausen.de zu finden.

Volker Scharfe – im Februar 2005


Biathlon-Cup in Goldhausen geplant

Jugendarbeit im Kleinkaliber-Schützenverein trägt Früchte

Ortsvorsteher Wolfgang Behle (I.) und Vorsitzender Carsten Vahland (r.) ehrten in der Jahreshauptversammlung des Kleinkaliber-Schützenvereins Goldhausen Friedrich Saure, Heinrich Zenke, Wilhelm Grebe, Patrick Zenke, Jürgen Fihlon, Christian Wallraff, Bernd Mütze und Conny Graf (v. I.) für langjährige Mitgliedschaft und Erfolge im Schießsport. (Foto: pr)

KORBACH (r). In der Jahreshauptversammlung des Kleinkaliber-Schützenvereins Goldhausen würdigte der Vorstand zahlreiche sportliche Erfolge. Die Palette wird 2005 um einen Biathlon-Cup erweitert, kündigte Vorsitzender Carsten Vahland an. Er soll ein besonderes Highlight werden.

Vahland berichtete von einem weiteren Mitgliederzuwachs im Verein. Vor allem die Jugendarbeit trage Früchte. Gegenüber dem Vorjahr habe sich die Zahl der Schüler und Jugendlichen verdoppelt.

In seinem Jahresrückblick hob der Vorsitzende besonders das Preisschießen mit über 90 teilnehmenden Einzelschützen und 33 Mannschaften hervor. Ein weiterer Höhepunkt sei 2004 das traditionelle Pfingstfest gewesen.
Für die Vereinsmitglieder habe der Vorstand im vergangenen Jahr kräftig investiert, allein für die Anschaffung neuer Waffen seien über 5000 Euro aufgewendet worden. Vahland: "Dass dieses Geld goldrichtig angelegt ist, zeigen die sportlichen Erfolge."
Die Schießwarte Jürgen Fihlon und Markus Hartmann berichteten, dass zwei von drei Mannschaften in nächsthöhere Klassen aufstiegen, in den Einzelwertungen wurden ebenfalls die Spitzenplätze belegt. Die Jugend- und Seniorenmannschaften liegen durchweg im vorderen Tabellendrittel. Auch bei Meisterschaften erreichten die Goldhäuser stets gute Platzierungen und krönten ihre Erfolge mit dem Sieg bei der Korbacher Stadtmeisterschaft.

Der Vorstand honorierte die Schießleistungen der Jugendlichen Kira Köster, Sarah Behle, Christian Wallraff, Patrick Zenke, Patrick Messner und Rene Mehring mit Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold. Christian Wallraff und Jürgen Fihlon bekamen Urkunden für vordere Plätze bei den Kreismeisterschaften.
Die Pokale für die Vereinsmeister überreichte der Vorsitzende an Christian Wallraff (Jugend), Conny Graf (Damen), Erich Becker (Senioren), Helmut Vahland (Passive), Jürgen Fihlon (Schützen Pistole) und Bernd Mütze (Schützen Gewehr).

Für langjährige Mitgliedschaft wurden Wilhelm Grebe (40 Jahre), Friedrich Saure (50 Jahre) und Heinrich Zenke (50 Jahre) mit der Ehrenurkunde des Vereins sowie mit der Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes in Gold ausgezeichnet.

WLZ  – im Januar 2005


40 Jahre Chorleiter in Goldhausen: Liederabend für Hartmut Scharfe

"Prägendes Wirken zum Wohle Goldhausens"

Gut ausgebildeter Nachfolger: Arno Huthwelker aus Buchenberg, der eine Ausbildung in der Chorleiterschule des Mitteldeutschen Sängerbundes absolviert hat, übernimmt die Leitung des Gemischten Chores Eisenberg. Bei der Premiere am Samstag wagte er sich mit dem Ensemble gleich an einen der schwersten Chorsätze – mit Erfolg. (Fotos: tk)

KORBACH-GOLDHAUSEN (tk). "Die ära Scharfe endet ohne ein weinendes, dafür mit zwei lachenden Augen." So fasste es der Geehrte selbst zusammen. Nach 40 Jahren als Leiter des Gemischten Chores Eisenberg legt Scharfe die Stimmgabel in jüngere Hände, aber nicht ganz aus der Hand. Mit Nachfolger Arno Huthwelker aus Buchenberg, der beim Liederabend am Samstag seine Premiere am Pult meisterte, wird er noch manches Chorprogramm gemeinsam gestalten. Denn der pensionierte Musiklehrer bleibt weiterhin Chorleiter in der Nachbarschaft, beim MGV "Edergold" Ober-Ense.

Am 6. Januar 1965 hatte Scharfe die Leitung des Gemischten Chores Eisenberg übernommen. Genau 40 Jahre später gibt er sie ab. Den bereits gut ausgebildeten Nachfolger hat er eingearbeitet. Wie gut, wurde beim Liederabend im voll besetzten Goldhäuser Dorfgemeinschaftshaus bald klar. Als Meisterstück lieferten Arno Huthwelker und seine hochmotivierten Sängerinnen und Sänger mit "Ach, ich hab in meinem Herzen" den laut Bearbeiter Scharfe "schwersten Chorsatz" ab. Ein übergang also, der eindeutig die Handschrift des glühenden Verehrers von "Frau Musica" trägt: sorgfältig vorbereitet, besonnen ausgeführt, sympathisch vermittelt. ähnlich beschrieben auch Laudatorin Ilselore Jost oder die Vorsitzende des Korbacher Sängerbezirks, Annelies Weibel, die Qualitäten des scheidenden Chorleiters: Scharfe habe es verstanden, zu probieren und zu motivieren, zu leiten und Freude zu bereiten. Ortsvorsteher Wolfgang Behle lobte das "prägende Wirken zum Wohle Goldhausens", das über die Grenzen der Stadt und des Kreises hinaus Anerkennung gefunden habe. Die menschlichen Züge des gebürtigen Sachsen nannte er vorbildhaft.

Die Leidenschaft für die Musik wurde dem 1933 in Delitzsch geborenen Pädagogen in die Wiege gelegt. Nach der Flucht aus der sowjetisch besetzten Zone (SBZ) landete die Familie schließlich 1947 in Korbach. Nach Abitur und Studium in Weilburg trat er 1958 seine erste Stelle in der damaligen einklassigen Dorfschule in Goldhausen an. Als musikalischer Impulsgeber gründete Scharfe 1963 die Landjugendgruppe und 1973 den Musizierkreis Eisenberg. 1985 wurde er mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet. Seit Samstag ist Scharfe nun auch Ehrenchorleiter des Gemischten Chores Eisenberg. Vorsitzender Günther Vahland überreichte ihm in Form einer Urkunde den einstimmigen Vorstandsbeschluss. Für Scharfes Ehefrau Hannelore, selbst aktive Chorsängerin, gab es einen Blumenstrauß. Von Stadtrat Franz Ricke und den Vertretern befreundeter Chöre aus Lelbach, Helmscheid, Nordenbeck, Nieder- und Ober-Ense sowie von Peters Gesangverein gab es Präsente und etwas für die Reisekasse des bevorstehenden Türkeiurlaubs.

Ehrenchorleiter: Günther Vahland (L), Vorsitzender des Gemischten Chores Eisenberg, überreicht die Urkunde an Hartmut Scharfe, der 40 Jahre lang das Ensemble leitete. Für Ehefrau Hannelore Scharfe (r.) gab es einen Blumenstrauß als kleine Wiedergutmachung für die zahlreichen Verpflichtungen ihres Mannes.

Vielseitig wie das musikalische Wirken der Hauptperson gestalteten die Chöre das Programm des Liederabends. Der schwungvolle Auftakt der Gastgeber ("Mein Mund der singet", "Singen ist Leben") gipfelte im mitreißenden Stimmungslied "Ja, das ist unser Leben" der Chorgemeinschaft MGV Nieder-Ense/Ober-Ense, das Hartmut Scharfe mit dem Akkordeon und die Besucher mit rhythmischem Klatschen begleiteten. Besinnliche Chorsätze steuerte der Gemischte Chor Lelbach unter der Leitung von Carmen Jost mit "Meister, es toben die Winde" und ,Von guten Mächten wunderbar geborgen" bei. Kraftvoll vom Gemischten Chor Eisenberg vorgetragen: die "Goldhäuser Nationalhymne". Das "Eisenberger Lied" stammt aus der Feder von Hartmut Scharfes Vater Erich. ,Von fern klingt leise eine Melodie": Der Schlusschor aller eingeladenen Sängerinnen und Sänger sorgte für den angemessenen Ausklang des Liederabends.

WLZ  – im Januar 2005


Spannende Entscheidungen im Schießstand

Walking-Weiber und Gerda Illian vorn

Siegerehrung beim Neujahrspreisschießen in Goldhausen (von links nach rechts): Vorsitzender Garsten Vahland, Anette Vahland-Fischer (Walking-Weiber), Gerda Illian (1.Platz Einzelwertung), Anja Mütze (Walking-Weiber), Willi Mütze (2. Platz Einzelwertung), 2. Vorsitzender Armin Bartmann. (Foto: pr)

KORBACH – GOLDHAUSEN (r). Zum Neujahrspreisschießen hatte der Schützenverein Goldhausen auf den Schießstand im Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Zahlreiche Sachpreise in der Einzelwertung und interessante Geldpreise in der Mannschaftswertung lockten viele Teilnehmer.

In der Einzelwertung gingen 86 Schützen an den Start, in der Mannschaftswertung (jeweils drei Mann/ Frau) kämpften 34 Teams um die Preise. Geschossen wurde auf Glücksscheiben, so dass auch Ungeübte eine Siegchance hatten. Die Resonanz auf die Veranstaltung übertraf die Erwartungen der Organisatoren, so dass die vorgesehen Preisgelder erheblich aufgestockt werden konnten.

Bei der Siegerehrung dankte Karola Vahland vom Ortsbeirat dem Verein für sein Engagement. Den Hauptpreis (50 Euro) sicherten sich die "Walking-Weiber" aus Goldhausen. Auf den Plätzen 2 und 3 landeten die Feuerwehr Goldhausen I und "Die Namenlosen" (Goldhäuser Jugendliche), sie erhielten dafür 30 bzw. 20 Euro. Für die Plätze 4 bis 6 gab es jeweils 15 Euro Preisgeld. Es ging an die Mannschaften SC Linde II (Nordenbeck), Jugendfeuerwehr I (Goldhausen) und SC Linde I (Nordenbeck). In der Einzelwertung gab es eine spannende Entscheidung: Gleich zwei Teilnehmer erlangten das Maximalergebnis von 54 Punkten. Das zweitbeste Ergebnis musste entscheiden. Den ersten Preis sicherte sich Gerda Illian vor Willi Mütze (beide Goldhausen). Insgesamt wurden an rund 45 Teilnehmer Preise verteilt.

Vorsitzender Garsten Vahland hoffte, dass bei dem einen oder anderen Teilnehmer das Interesse am Schießsport geweckt wurde. Er lud alle Interessierten zu den übungsabenden ein (montags, 19.30 Uhr).

WLZ  – im Januar 2005


Gesangverein verabschiedet seinen Chorleiter am 8. Januar mit Liederabend

Im Einklang mit dem Chor

Hört als Chorleiter auf: Hartmut Scharfe (71) am Klayier.

Von Ursula Trautmann

GOLDHAUSEN. 40 Jahre sind vergangen, seit Hartmut Scharfe die Nachfolge von Willi Krüger antrat: als Chorleiter des Gemischten Chores Eisenberg Goldhausen. Zuvor hatte Scharfe schon einige Jahre im Tenor des Vereins mitgesungen und andernorts im Dirigieren genügend Erfahrungen gesammelt.

In Goldhausen machte er zunächst im Stil seines Vorgängers weiter, erarbeitete mit den Sängerinnen und Sängern aber nach und nach neues Liedgut. Volkslieder begleitete er teilweise mit dem Akkordeon – eine Neuerung, denn Instrumentalbegleitung der heimischen Chöre war damals in Waldeck noch nicht üblich. Außerdem schrieb Scharfe Chorsätze für bekannte Lieder. 15 für gemischte Chöre und neun für Männerchor sind bis heute fertig und werden aufgeführt. Am schönsten findet er "Wir sagen euch an den lieben Advent", das in seinem Satz fast alpenländisch klingt.

Bei Auftritten fühlt Scharfe sich "im Einklang mit dem Chor", und noch nie plagte ihn Lampenfieber. Seine "vollkommene innere Ruhe" übertrage sich auch auf die Sänger, meint er. Und ganz selbstverständlich übernimmt er Vertretungen bei der Chorleitung anderer Vereine.
Die Musikalität hat Scharfe aus dem Elternhaus mitbekommen. Mit seiner Familie siedelte er im Jahr 1947 von Eilenburg/Mulde nach Korbach über. An der Alten Landesschule legte er 1954 das Abitur ab, dem sich ein Lehrerstudium mit dem Hauptfach Musik anschloss. Ab 1958 unterrichtete Scharfe an der Volksschule Goldhausen, und später an der Mittelpunktschule Goddelsheim. Seit rund vier Jahrzehnten engagiert sich Scharfe auch als Chorleiter in den Ense-Dörfern.

Er gründete die Landjungend Goldhausen, die als Volkstanz- und Trachtengruppe bekannt wurde, jedoch nicht mehr besteht, sowie den Musikkreis Eisenberg. Er war Mitglied im Schützenverein und bei der Feuerwehr, um die Kriegsgräberfürsorge kümmert er sich bis heute. Seiner Frau Hannelore ist Scharfe dankbar: "Sie hat immer mitgezogen und ist außer in den Enser Männerchören in allen Vereinen selbst dabei gewesen."

Ein beruhigendes Gefühl empfindet er nun, da er seine Chorleitertätigkeit in Goldhausen endgültig an Arno Huthwelker weitergibt: "Der Chor kann weiter bestehen." Der Gesangverein würdigt Scharfes Chorleiterjubiläum am Samstag, 8. Januar, mit einem Liederabend im Dorfgemeinschaftshaus.

HNA  – im Januar 2005

Presseberichte 2004

Presseberichte 2004


Lichterbogen für das Goldgräberdorf

Ein Schmuckstück ziert zur Adventszeit den Ortseingang

Wilhelm Schüttler (I.) und Wolfgang Behle sind stolz auf ein kleines Schmuckstück am Ortseingang: Schüttler spendierte einen Lichterbogen mit Bergmannsmotiv, der zur Adventszeit leuchtet. (Foto: jk)

KORBACH (jk). Ein bergmännischer Lichterbogen heißt Besucher in Goldhausen zur Adventszeit willkommen. Wilhelm Schüttler hat das kleine Kunstwerk fürs Korbacher Goldgräberdorf gestiftet. Derweil frönt Schüttler im Hobbykeller selbst der handwerklichen Leidenschaft und fertigt Schwibbogen aus Holz.

Wer zur Adventszeit in die geschmückten Fenster blickt, kann sie auch hier zu Lande leuchten sehen – die mit Kerzen gekrönten Schwibbogen. Die Lichterbögen sind eine Tradition aus dem Erzgebirge, die Wilhelm Schüttler Ende der 80er Jahre für sich entdeckte.

Schwibbogen nach Art der Handwerker aus dem Erzgebirge hat Schüttler zu seinem Hobby gemacht. Rund 15 Stunden braucht er für ein kleines Kunstwerk. (Foto: jk)

Mit Chorleiter Hartmut Scharfe machte er sich 1987 erstmals auf den Weg in die damalige DDR. Scharfe hat Verwandtschaft dort, und Schüttler wollte den anderen Teil Deutschlands unbedingt kennen lernen. Vom Anlaufpunkt Elsterwerda ging es in einem Tagesausflug nach Annaberg-Buchholz ins Erzgebirge. "Und da stehen die in Massen", erinnert sich Schüttler an seine Begegnung mit den Schwibbogen. Denn das Erzgebirge ist bekannt für Bergbau und Schnitzereien.
Da Goldhausen eine ähnliche Bergbautradition hat, kam Schüttler später die Idee, auch für den Eisenberg "so ein Ding zu besorgen". Metallbaufirmen hier in der Region winkten ab, um Schüttlers Gedanken zu verwirklichen. So holte der Goldhäuser das Handwerksstück für rund 500 Euro direkt aus dem Erzgebirge.

Inzwischen leuchtet am Ortseingang ein metallener Schwibbogen mit Bergbaumotiv und Lichterkranz, den Schüttler für seinen Heimatort aus eigener Tasche gespendet hat. Ortsvorsteher Wolfgang Behle half mit, und Hermann Wittmer montierte ein Untergestell, damit der Lichterbogen auch genau an die Willkommenstafel am Ortseingang passt.
So soll der Lichterbogen künftig immer zur Adventszeit auf Goldhausens Bergbaugeschichte aufmerksam machen, freut sich Ortsvorsteher Behle. Zumal Behle auch Vorsitzender des Vereins "Historischer Goldbergbau" ist, der mit viel ehrenamtlichem Einsatz den neuen Besucherstollen am Eisenberg verwirklicht hat.

Dabei brachte die erste Saison am Eisenberg bis Mitte Oktober bereits rund 1500 Besucher nach Goldhausen. Im "Unteren-Tiefen-Tal-Stollen" erhielten sie einen spannenden Einblick in Deutschlands größte Goldlagerstätte mit über 800-jähriger Geschichte. (mehr Infos unter www.goldspur-eisenberg.de)

Derweil ist aus Schüttlers Touren ins Erzgebirge längst ein privates Hobby geworden. Aus Buche, Pappel oder Limbaholz fertigt der Goldhäuser seit rund 15 Jahren Schwibbogen mit unterschiedlichsten Motiven, die im Verwandten- und Bekanntenkreis sehr begehrt sind. Bis ins Ruhrgebiet und selbst nach Finnland sind Motive aus Schüttlers Hobbykeller schon gelangt – ob Lichterengel, Bergmann, Waldhaus, Wildfütterung oder christliches Motiv.

WLZ  – im Dezember 2004


Gemeinschaftshaus umgebaut und modernisiert

Muskelschmalz hat sich gelohnt

Zur Eröffnungsfeier eine glänzende Silhouette der Stadt: (v. l.) Bürgermeister Klaus Friedrich, Ortsvorsteher Wolfgang Behle und Pfarrer Burkhard Uffelmann. (Foto:jk)

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). Mit Büffet und guter Laune feierten die Goldhäuser ihr neu gestaltetes Dorfgemeinschaftshaus. Kräftige Eigenleistung und Spenden machen sich in Korbachs Goldgräberdorf sichtbar bezahlt.

"In Goldhausen hat sich einiges getan. Ich freue mich über den gelungenen Anbau und die Renovierung", betonte Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich bei der Feier am Freitagabend. Großes Lob zollte der Rathauschef der engagierten Ortsgemeinschaft, die sich mächtig einsetzte, um dem Haus ein neues Antlitz zu verpassen.
So blickte Pfarrer Burkhard Uffelmann auf Feste und Gottesdienste voraus, die "wir immer wieder feiern werden". Das Gemeinschaftshaus sei damit Zeichen für enge Bande zwischen Gemeinde und Kirchengemeinde.

Rohrbruch und weiter

Dabei mussten die Goldhäuser in den vergangenen dreieinhalb Jahren auch Rückschläge wegstecken. Vor Weihnachten 2002, als schon die Eröffnungsfeier geplant war, machte ihnen Frost einen Strich durch die Rechnung. Ein plötzlicher Temperatursturz ließ ein Wasserrohr unterm Dach platzen. Das Wasser lief durch die Decke in den Saal, stieg auf zehn Zentimeter – und sickerte dann bis in den Keller durch. Die Goldhäuser warf das Missgeschick aber nicht aus der Bahn.
Friedrichs Anerkennung kommt dabei nicht von ungefähr, schließlich sparte die Eigenleistung bares Geld im Stadtsäckel. ähnlich wie bei der Mehrzweckhalle in Hillershausen vereinbarten die Goldhäuser ein Finanzierungsmodell mit Muskelschmalz. Die Stadt stellte insgesamt knapp 80 000 Euro bereit, die Eigenleistungen wurden jedoch nicht abgezogen, sondern flossen als weitere Investitionen ins Projekt. So wurden über 11000 Euro zusätzlich frei für Theke, Fliesen oder Tür zur Terrasse, resümierte Ortsvorsteher Wolfgang Behle mit Stolz.
Weitere 3600 Euro sammelte der Ortsbeirat an Spenden der Bewohner, um dem Saal von der Glastür bis zur Decke zu neuem Glanz zu verhelfen. Die Pflastersteine für den Hof besorgten sich die Goldhäuser aus gebrauchtem Material der Stadt.

Fassade mit Bild

Für Kunst am Bau sorgte der Malermeister und frühere Ortsvorsteher Friedrich Saure, der am Giebel des Dorfgemeinschaftshauses den Eingang des neuen Besucherstollens als Bild darstellte. Zur Eröffnung am Freitag steuerte Metallbauer Klaus Fiedel überdies noch eine stählerne Silhouette der Stadt bei – ein Symbol für "Korbach goldrichtig".
So erntete der Goldhäuser "Flaggenträger" Wolfgang Behle für seinen beherzten Einsatz dicke Komplimente. Im Namen des Ortsbeirats überreichte Karola Vahland einen Messingtaler der Korbacher "Goldspur", für Behles Frau Angelika gab es einen Blumenstrauß.

Behle bedankte sich artig bei den Handwerksfirmen, bei Stadt und Parlament, lobte die gute Kooperation mit Bauamt und Kulturamt. Doch hieße er nicht Behle, wenn er den Bürgermeister völlig wunschlos verabschiedet hätte: Eine neue Tür für den behindertengerechten Eingang und einen neuen Raumteiler für den Saal haben die Goldhäuser noch auf der Liste.

WLZ  – im November 2004


Radiomoderatoren haben Hessenwanderung freudig hinter sich gebracht

Auf und von den Socken durch Hessen

Die beiden Gipfelstürmer Klaus Reichert (links) und Daniel Hartwich sind angekommen. Hauptutensilien: Festes Schuhwerk zum Wandern und geölte Stimme zum Moderieren.

In Goldhausen war gerade ein Dorffest mit Kinderspielen im Gange, als sich die beiden "Quasselstrippen" vom Radio spontan ankündigten. (Fotos: den)

WILLINGEN/GOLDHAUSEN (den/jos). Wirkliche Erleichterung war ihnen nicht anzumerken. Als die beiden HR3-Moderatoren Klaus Reichert und Daniel Hartwich am Sonntag nach 300 Kilometern Fußmarsch von Süd- nach Nordhessen am Kopf des Ettelsberges ankommen, bleiben die strapazierten Wanderschuhe an und die Stimmen immer noch auf 180. Job ist eben Job.

Und der bestand in den letzten zwei Wochen darin, zu Fuß von A nach B zu kommen – genauer von Lampertheim im Süden Hessens ins hohe Willingen (WLZ-FZ berichtete). Dass das klappte, lag vor allem an der Hilfsbereitschaft der Menschen, die den beiden Plappermäulern beim Erleben des "Abenteuers Hessen" (so der offizielle Titel) mit Rat (die Seouls führten sie durch das unbekannte Terrain) und Tat (übernachtungsmöglichkeit stellen) zur Seite standen.

Tipps vom Langlauftrainer

Und auch auf der letzten Etappe von Goldhausen über den Uplandstieg und die Diemelquelle nach Willingen hatten sich wieder etliche Mitwanderer gefunden, die die zwei bei ihrem strammen Marsch mit Bergschuhen und Gehstöcken begleiteten. Allen voran Jochen Behle, der Langlauf-Bundestrainer. Er hatte neben der Ortskenntnis auch noch ein paar handfeste Kniffe aus dem Training für die Wandervögel parat.
"In Hessen gibt es anscheinend immer noch Leute, die so Typen wie uns bei sich zu Hause übernachten lassen", erklärte Reichert die T(ort)our am Ende für gelungen. Dabei hatten sich die Kilometerfresser, die umgerechnet mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von gerade einmal 1,3 km/h unterwegs waren, gar nicht besonders auf den langen Weg vorbereitet. Reichert hat sich nur mit Lauftraining fit gemacht, Hartwich hat "wahrscheinlich gar nichts gemacht", schätzte der ältere der beiden Moderatoren am Ende.
Es stand nicht nur Wandern auf dem Programm. Zwischendurch galt es, Aufgaben zu erfüllen. Etwa, Skier zu wachsen. Und mit denen dann von der Mühlenkopf schanze zu springen. "Da haben die beiden schon ein bisschen Bammel gekriegt", lächelt Behle über den nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag.
Ein harter Job war der Weg indes schon. "Wir konnten nicht jeden Abend Wettsaufen mit der Freiwilligen Feuerwehr machen", lächelt Reichert. Schließlich haben die beiden jetzt eine Arbeitszeit von 336 Stunden aufzuweisen – zwei Wochen lang 24 Stunden.

Der letzte Arbeitsakt war die letzte "Schalte" zum Heimsender in 200 Kilometer Entfernung. Da gaben die beiden und ihre 15 Begleiter noch einmal alles – wenn auch Hartwich am Ende etwas abgespannt wirkte. Trotzdem, es funktionierte gut: Mit den Leuten klönen, scherzen, reden. Und sobald das Mikrofon an war, noch einen Zahn zulegen. Manche ließen sich gar durch die charmante Art der beiden zur Begleitung von mehreren Etappen hinreißen. So wie die neunjährige Sonja Richter aus Wetzlar, nach Ansicht Reicherts "das eisernste Mädchen Hessens".
Der Weg war in dieser Zeit das Ziel: Land und Leute und ihre Eigenarten kennen lernen. Das hat den beiden anscheinend so viel Spaß gemacht, dass sie nach der Ankunft auf dem höchsten Punkt Nordhessens erst einmal wieder runterkommen müssen.

Reichert werde wohl erst mal ein trauriges Buch lesen, um das übermaß an Fröhlichkeit ein wenig abzuschütteln. Und Hartwich macht sich schon wieder auf die Socken. "Einen Spaziergang ganz alleine" wird er zu Hause wohl als erstes unternehmen. Dahin fuhren sie übrigens nach den 300 Kilometern Fußmarsch verständlicherweise mit dem Auto.
Vorher sind die beiden spitzzüngigen Moderatoren allerdings schon einmal auf ein zwar nicht motorisiertes, aber doch entspannendes Transportmittel umgestiegen: Vom Korbacher Stadtteil Goldhausen aus haben Hartwich und Reichert neun Kilometer sitzend, in einer Kutsche, zurückgelegt. Dafür haben die Plappermäuler allerdings eine Erklärung parat: .Von Herzhausen nach Immighausen sind wir dank eines engagierten Wanderclubs nicht in fünf, sondern in 14 Kilometern gelangt", klagten sie völlig erschöpft.

Die Herzhäuser Führer hatten es zwar vermutlich nur gut gemeint, haben die Rundfunkleute allerdings aus dem Zeitplan geschmissen. Ganz kurzfristig haben die sich bei Gerda Illian in Goldhausen einquartiert – zur Freude der Bewohner, denn in dem "330-Seelen-Dorf" war gerade ein Fest auf dem Platz "Am Gruggelbusch" in Gange. Dort bereiteten die Goldhäuser den "Abenteurern" einen zünftigen Empfang.

WLZ  – im August 2004


Korbacher Gold für den Lauf zu den Olympischen Spielen

KORBACH (aw). Jetzt kann es losgehen: Heute um 9 Uhr starten die Mitglieder des Vereins Gold für Olympia (CfO) am Korbacher Rathaus ihren Lauf nach Athen. Gestern abend fand der Auftakt am Eisenberg statt. Am Unteren-Tiefen-Tal-Stollen suchten Lothar Albrecht, Chef der Streckenplanung von GfO, und Wolfgang Behle, Vorsitzender des Vereins Historischer Goldbergbau Eisenberg, Gold in Korbachs Hausberg. Anschließend wurde dieses in die Staffelstäbe, die die 60 Läufer bis in die Olympiastadt tragen, eingelassen. Unser Bild zeigt von links Lothar Albrecht, Volker Bandowski, Vorsitzender von GfO, Wolfgang Behle und GfO-Kassierer Dieter Wrana. (Foto:aw)

WLZ  – im Juli 2004


Zeltlager und Wettkämpfe um den Feuerwehr-Stadtpokal in Rhena

Lelbach, Goldhausen und Lengefeld siegen

Die Sieger des Stadtpokalwettkampfes: Die Frauenmannschaft aus Lengefeld (kniend) und die Mannschaft Goldhausen l zusammen mit Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt (l.) sowie den Stadträten Franz Ricke (2. v. L) und Heinz Graf (3. v. l.) (Fotos: rm)

KORBACH-RHENA (rm). In Rhena wurde am Wochenende der Wettkampf um den Stadtpokal der Feuerwehren aus der Großgemeinde Korbach ausgetragen. Jung und Alt kämpfte um Punkte und Sekunden.

Die Jugendwehren der Stadt verbrachten das Wochenende im Zeltlager auf dem Rhenaer Bölzplatz gemeinsam mit ihren Gästen aus Pyritz (Polen) und Waltershausen (Thüringen). Am Samstagmorgen traten sie zum Wettkampf nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift an. Zwölf Mannschaften waren am Start.
"In der Prüfung mussten die Kinder ihr Können bei einer Brandbekämpfung mit drei C-Strahlrohren und der Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer unter Beweis stellen", erläuterte Stadtjugendwart Karsten Stein. Außerdem wurden theoretische Kenntnisse in einem Fragebogen übergeprüft. Am Ende landeten die Teams aus Lelbach und aus Goldhausen punktgleich auf dem ersten Platz. Den dritten Rang belegte die Mannschaft aus Lengefeld mit 1646,6 Punkten.
Bei den Erwachsenen trafen sich am Sonntagmorgen 19 Teams zum Leistungsvergleich. "So viele Teams wie in diesem Jahr haben noch nie an den Wettkämpfen teilgenommen", freute sich Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt. Das hänge sicherlich auch mit den veränderten Wettkampfbedingungen zusammen. "Wir haben den Mannschaften die Möglichkeit gegeben, den theoretischen Teil der Prüfung auszulassen. Daher werden zwei Mannschaften den ersten Rang belegen – eine in der Gruppe mit und eine in der Gruppe ohne Fragebogen." Geprüft wurde auf der Grundlage der Feuerwehrleistungsübungen des Landes Hessen für das Jahr 2004.

Die Mannschaft der Jugendfeuerwehr Goldhausen: Sie belegte mit 1652 Punkten den ersten Platz. Die Aktiven der Jugendfeuerwehr Lelbach erreichten die gleiche Punktzahl und konnten für den Sieg ebenfalls einen Pokal mit nach Hause nehmen.

Die Sieger in diesem Jahr sind die Lengefelder Frauenmannschaft, die ohne den theoretischen Teil am Wettkampf teilnahm, sowie das aus Goldhausen (Knotenzeit von 14 Sekunden). Beide Teams erreichten die maximale Punktzahl 1000.
Auf den weiteren Plätzen landeten in der ersten Gruppe (mit Theorie): 2. Nordenbeck – (1000, Knotenzeit 16 Sekunden), 3. Lengefeld I (992), 4. Goldhausen II (990) und 5. Nieder-Ense I (987). Zweite Gruppe (ohne Theorie): 2.Nieder-Ense II (987), 3. RhenaII (975), 4. Rhena III (970), 5. Rhena I (955).
Ein großes Lob und ein Dankeschön richtete Friedhelm Schmidt im Rahmen der Siegerehrung an die Organisatoren aus Rhena. "Alle haben hart gearbeitet und diesen Wettkampf reibungslos und ohne Zwischenfälle über die Bühne gebracht."

WLZ  – im Juni 2004


35 Jahre Jugendfeuerwehr Goldhausen

Jubiläumsfest mit Pokalwettkampf

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Die Jugendfeuerwehr Goldhausen besteht seit 35 Jahren. Aus diesem Grunde findet am Samstag, 19. Juni, ab 13 Uhr ein Pokalwettkampf mit befreundeten Mannschaften am Dorfgemeinschaftshaus statt. Die Siegerehrung ist für 17 Uhr vorgesehen.

Mit zwölf Jungen wurde die Jugendfeuerwehr Goldhausen 1969 gegründet. Heute gehören ihr 16 Mädchen und acht Jungen an. Erste Jugendwarte waren Willi Straußberg und Günther Vahland. Es folgten Wolfgang Behle und Wilfried Jesinghausen. Ihre Stellvertreter waren Gerhard Wäscher und Karl-Wilhelm Butterweck. Bereits im 17. Jahr sind derzeit Dirk Straußberg und Dirk Wilke als Jugendwarte in ihrem Amt. Seit einem Jahr werden sie von Marc Saure und Stefan Frese unterstützt. Alle Jugendwarte leisteten eine hervorragende Arbeit und verstanden es, die Jugendlichen immer wieder zu begeistern und zu motivieren. So blieben große Erfolge bei den Jugendfeuerwehrwettkämpfen nicht lange aus. Bereits im Gründungsjahr wurden die Goldhäuser Kreissieger. Zwischen 1973 und 1981 wurde dieser Erfolg neunmal in Folge wiederholt. Von 1999 bis 2003 gelang bei den Stadtpokalwettkämpfen fünfmal nacheinander ein Doppelsieg. Darüber hinaus gehören viele weitere Siege bei Wettbewerben außerhalb der Kreisstadt und zwei Teilnahmen am Landesentscheid zur Bilanz.

Aber nicht nur Wettkämpfe und feuerwehrtechnische Ausbildung gehören zum Jahresprogramm. Ebenso sorgen gesellige Aktionen wie die Teilnahme an Zeltlagern, sportliche und kulturelle Veranstaltungen für Spaß und Abwechslung. Unter dem früheren Jugendwart Wilfried Jesinghausen begeisterten die Mädchen und Jungen regelmäßig ein großes Publikum bei der Aufführung von Theaterstücken. Für die körperliche Fitness sind Fußballspiele, Wandern, Schwimmen, Kegeln und Schlittschuhlaufen sehr beliebt. Außerdem nimmt die Jugendfeuerwehr Goldhausen regelmäßig an Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen teil. Für Geld in ihrer Kasse sorgten die Jugendlichen immer wieder selbst durch die Abholung von Altpapier, Verteilung von gelben Säcken und das jährliche Osterfeuer.
Für den Pokalwettkampf am Samstag haben sich bisher zwölf Mannschaften angemeldet. Weitere Jugendwehren sind willkommen. Von 13 bis 17 Uhr gibt es außerdem Informationen zum Brandschutz im Haushalt und zum Verhalten bei Bränden. Auch Fettexplosionen, wie sie jederzeit in der Küche passieren können, werden vorgeführt. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt. Nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen. Nach der Siegerehrung wird ab 18 Uhr das Fußball-Europameisterschaftsspiel Lettland gegen Deutschland im Dorfgemeinschaftshaus auf einer Großleinwand übertragen. Die Jugendfeuerwehr hofft auf viele Gäste.

WLZ  – im Juni 2004


Krüger legt Taktstock beiseite

Dirigent des Gemischten Chores wird nach 40 Jahren Arbeit verabschiedet

Vorbereitung: Reinhold Krüger vor einer seiner letzten übungsstunden in Helmscheid FOTO: TRAUTMANN

GOLDHAUSEN. "Mit Sicherheit wird mir was fehlen", sagt Reinhold Krüger (71), der nach 40 Jahren sein Amt als Dirigent beim Gemischten Chor Helmscheid aufgeben will. Eine Nachfolgerin ist mit Carmen Jost gefunden, und ihr übergibt Krüger "einen intakten Chor, der gut in Schuss ist". Zufrieden, ein bisschen stolz, aber auch etwas wehmütig blickt der Chorleiter zurück.

"Schuld" an seiner Chorleiterkarriere war Vater und Chorleiter Willi Krüger. Er brachte dem neunjährigen und mitunter widerspenstigen Sohn die Geigentöne bei, und freiwillig lernte Reinhold Krüger später dem Umgang mit Schlagzeug und Akkordeon.
"Im Frühjahr 1964 bekam ich plötzlich Besuch", erzählt er. Vorstandsmitglieder des Gemischten Chores Helmscheid wollten den jungen Mann als Chorleiter gewinnen, und nur auf Drängen seines Vaters ließ Krüger sich dazu überreden. Ziemlich mulmig war es ihm auf der Fahrt zur ersten übungsstunde, und am liebsten hätte er alles rückgängig gemacht. "Vor den Sängern wusste ich nicht, wo ich hingucken und was ich mit meinen Armen machen sollte". Doch die Helmscheider machten dem Anfänger Mut, und allmählich liefen die Proben immer besser.
An den ersten Auftritt bei einem Sängerfest in Mühlhausen erinnert sich Krüger genau: "Meine Hände zitterten noch eine halbe Stunde nach unseren Vorträgen". Zusätzlich hatte der Vater auch noch allerlei an seinem Sohn zu kritisieren. Reinhold Krüger nutzte Weiterbildungsmöglichkeiten, er wurde sicherer und erhielt immer öfter ein Lob. Andere Vereine warben ihn an, und über viele Jahre hinweg leitete er gleichzeitig
die gemischten Chöre Helmscheid und Nordenbeck sowie die Männergesangvereine Eppe und Wirmighausen, die "Krüger-Chöre". Am einzigen freien Abend der Woche sang er zusammen mit Frau Gisela im Chor seines Heimatortes Goldhausen mit. All das lief neben der anstrengenden Arbeit als Kfz-Meister in einem Korbacher Autohaus. Allein mit den Helmscheider Sängern kann Krüger auf ein Repertoire von über 150 Liedern zurückgreifen, 50 davon seien aktuell und nach einer kurzen Auffrischung fertig für einen Vortrag, meint er. Gerne denkt er an einige Höhepunkte zurück, dazu zählen erfolgreich absolvierte Bewertungssingen in der Korbacher Stadthalle, ein Auftritt bei der Bundesgartenschau in Kassel, und besonders schön fand er immer die Sängerfeste in Helmscheid. Da ging es zwar locker zu, aber die chorische Leistung stimmte. Das schlimmste Erlebnis war, als er während eines Bezirkssängerfestes bei der Gedenkfeier am Ehrenmal den Ton nicht richtig angeben konnte. Drei Mal versuchte er, den Akkord aufzubauen, und jedes Mal war es verkehrt. Vor all den Anwesenden wäre er "am liebsten in der Erde versunken" – aber ein anderer Dirigent half rechtzeitig und alles wurde gut.
Reinhold Krüger erhielt für sein ehrenamtliches Wirken den Landesehrenbrief sowie Auszeichnungen der Sängerbünde. Ehrennadel und Urkunde des Deutschen Sängerbundes für 40-jährige Chorleitertätigkeit gibt’s beim Liederabend in Helmscheid.

Mit dem Dirigieren in Eppe hörte Krüger bereits vor sieben Jahren auf, in Wirmighausen ist ein Chorleiterwechsel in Planung, und in Helmscheid ist es diesen Sommer soweit. Dann ist endlich mehr Zeit für die Familie da. Oder? "Ich glaube, als Sänger kann ich noch eine Weile in Helmscheid mitmachen und es einfach genießen, keine Verantwortung mehr zu haben…." (ZUT)

HNA Von (Ursula Trautmann) – im Juni 2004


Besucherbergwerk "Unterer-Tiefer-Tal-Stollen" feierlich eröffnet

Auf goldenen Spuren im Eisenberg

Der Geschichte des Goldbergbaus vom Mittelalter bis zur Neuzeit können Besucher in Korbachs jüngster Attraktion nachspüren. Am Sonntag, den 02. Mai 2004 ist das Besucherbergwerk "Unterer-Tiefer-Tal-Stollen" im Eisenberg eröffnet worden. Vertreter aus Politik und Wirtschaft verfolgten den Festakt. UnserBild (v. l.) zeigt Ortsvorsteher Wolfgang Behle mit der Korbacher Goldmarie Pia Papenfuli, Bürgermeister Klaus Friedrich, Wolf-Dieter Müller-Jahncke von der Gewerkschaft Waldecker Eisenberg und dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Ulrich Zabel. (Foto: tk)

KORBACH-GOLDHAUSEN (tk). Der Geschichte des Goldbergbaus vom Mittelalter bis zur Neuzeit können Besucher ab sofort auf den Grund gehen. Am Sonntag ist das Besucherbergwerk "Unterer-Tiefer-Tal-Stollen" im Eisenberg feierlich eröffnet worden.

"Kienspäne dienten in der Anfangszeit des Bergbaus als einzige Beleuchtung": Bergdirekter a. D. Erwin Braun (Ahnatal) bei seinem kurzen Fachvortrag.

Vor vier Jahren wurden bei einer Veranstaltung des Naturparks Diemelsee die ersten überlegungen angestellt, vor zwei Jahren der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" gegründet, gestern die ersten Führungen angeboten. Verglichen mit dem Arbeitstempo der Bergleute früherer Zeiten verwirklichten die 80 Vereinsmitglieder, Sponsoren und ideellen Unterstützer das Projekt in Rekordgeschwindigkeit. Vereinsvorsitzender und Ortsvorsteher Wolfgang Behle sprach nicht zuletzt deshalb von einem "wichtigen, historischen Tag". Mit einer symbolischen Vertragsunterzeichnung griffen Behle und Professor Wolf-Dieter Müller-Jahncke von der Gewerkschaft Waldecker Eisenberg dem in wenigen Wochen endgültig vollzogenen Eigentümerwechsel vor. Berg- und Schürfrechte gehören dann dem historischen Goldbergbauverein.
"Mit diesem Verein liegen wir goldrichtig", lobte Bürgermeister Klaus Friedrich das Engagement. Er verschwieg nicht, dass es Widerstände zu überwinden gab und teilweise noch gibt: naturschutz- und privatrechtlich begründete Einwände sowie Befürchtungen von Anwohnern, das Besucherbergwerk führe zu hohem Verkehrsaufkommen in den Dorfstraßen. Holger Kulick, der Sohn des 1997 verstorbenen Korbacher Geologen Dr. Jens Kulick, erinnerte an den erfolgreichen Einsatz seines Vaters. Dieser hatte kurz vor seinem Tod erreicht, dass der Eisenberg als Industriedenkmal unter den Schutz des Landes Hessen gestellt wurde. Für ihn wäre ein Traum in Erfüllung gegangen, hätte er diesen Tag noch erleben dürfen, sagte Kulick beim Festakt.

Weitere Grußworte sprachen Vertreter von Knappenvereinen aus Dreislar und Borken. Bergdirektor a. D. Erwin Braun steuerte einen kurzen Blick in die Geschichte des Bergbaus im "Tiefen-Tal-Stollen" zum Programm bei, das musikalisch vom Gemischten Chor Eisenberg gestaltet wurde. Dekan Bernd Böttner hielt zur Eröffnung eine Andacht.

Junge Besucher beim Goldwaschen am Dorfgemeinschaftshaus.

Zahlreiche Besucher ließen sich bis Sonntagnachmittag vom Goldfieber anstecken, nutzten die Gelegenheit, sich bei einer Führung oder in der Dauerausstellung im "Zechenhaus" über die laut Stadtmarketing "größte Goldlagerstätte" in Deutschland zu informieren. Rund 1,2 Tonnen Edelmetall förderten die Bergleute unter härtesten Arbeitsbedingungen über die Jahrhunderte zu Tage. Fachleute schätzen, dass noch etwa eine Tonne Gold im Eisenberg steckt.
Von dieser Aussicht angelockt, sorgte Carl Theodor Rauschenbusch Anfang des 20. Jahrhunderts für einen neuen Goldrausch am Eisenberg. Er entdeckte alte und erschloss neue Stollen. Gold in Form goldener Taler fanden am Eröffnungstag aber lediglich die jüngsten Besucher. Die kleinen Fundstücke beim Goldwaschen waren aber mehr wegen ihrer inneren Werte begehrt – der Schokolade.

An die Strecke, die ein Besucher heute in einer Minute zurücklegt, hat ein Bergmann früherer Zeiten vier Jahre gearbeitet. Sabine Mehring mit Teilnehmern einer Führung am Eröffnungstag.(Fotos: tk)

WLZ  – im Mai 2004


Wechsel an der Schlüssel-Stelle

Jugendherberge Korbach: Rebekka Rieth folgt als Leiterin auf Renate Plappert

übergabe: Den symbolischen Schlüssel der Korbacher Herberge, den Renate Plappert als Leiterin (rechts) 14 Jahre hütete, hat nun Nachfolgerin Rebekka Rieth in ihrer Obhut. FOTO: MüLLER

KORBACH. "Ein wenig mulmig ist mir schon", raunte Renate Plappert am Rande ihrer offiziellen Verabschiedung einem Gast zu. 14 Jahre hatte sie die Korbacher Jugendherberge geleitet, nun wurde sie, mit Blumen und warmen Worten überhäuft, in einer Feierstunde in den Ruhestand entlassen – und gab ihrerseits Nachfolgerin Rebekka Rieth viele gute Wünsche mit auf den Weg.

"Was macht eine gute Herbergsmutter aus?", fragte Renate Plappert am Mittwoch in die Runde ihrer drei Dutzend Zuhörer in der Herberge und schob die Antwort gleich selbst hinterher: "Sie muss Menschen mögen, flexibel sein und stets bemüht, ihren Gästen das Gefühl des Willkommenseins zu vermitteln."

Die Schar der Geladenen -Wegbegleiter, Politiker, Vertreter von Jugendherbergswerk und Kirche – lauschte, lobte, und erzählte: von der Herbergsleiterin und vom Menschen Renate Plappert. Geboren in Hamburg, 36 Jahre Arbeit im Jugendherbergswerk, in Korbach 14 Jahre Leiterin der Jugendherberge, dazu engagiert im Hausfrauenbund und im Verein Bürgerhilfe.
"Von überschäumender Herzlichkeit" sei Renate Plappert, merkte Wolf gang Mößinger, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Herbergseltern, an. Für den diplomatischen Dienst sei sie nicht geeignet, dafür trage sie ihre Meinung zu sehr auf der Zunge, ergänzte er. "Aber genau das schätzen wir an ihr."

"Sie war von Anfang an überall gleichzeitig", beschrieb Bürgermeister Klaus Friedrich die Arbeit von Renate Plappert und wies auf ihren Titel als Hessens dienstälteste Herbergsmutter hin.
Plapperts Nachfolge hat Ende Februar eine der hessenweit Jüngsten im Herbergsleiter-Geschäft angetreten: "Ich bin ein echtes Waldecker Mädchen", sagte die 26-jährige Rebekka Rieth, die aus Goldhausen stammt und in Korbach ihren Traumberuf gefunden hat. "Für mich gibt es nichts Schöneres, als hier zu arbeiten und den Gästen die Schönheiten des Waldecker Landes näher zu bringen." Rebekka Rieths Hintergrund: Ausbildung zur Industriekauffrau, Studium der Erziehungswissenschaften; die Korbacher Herberge kannte sie bereits von einem Praktikum.
Besonders freut sich die neue Leiterin, die zahlreiche Jugendherbergen als Betreuerin auf Kreisfreizeiten kennen gelernt hat, auf die familiäre Atmosphäre in dem Korbacher Haus: "Hier kennt man noch jeden Gast persönlich."

HNA Von (Matthias Müller)- im März 2004


Deutschlands größte Goldlagerstätte – Eröffnung am 2. Mai:

Festakt für goldenes Besucherbergwerk

Der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" blickt in die Zukunft. Am 2. Mai wird der neue Besucherstollen an Deutschlands größter Goldlagerstätte mit einem Festakt eröffnet. Für Gäste bietet die Goldhäuser Unterwelt spannende Einblicke in 800 Jahre goldene Bergbaugeschichte. Unser Bild zeigt (v. I.) Vereinschef Wolfgang Behle, den früheren Bergamtsleiter Erwin Braun und den Korbacher Christoph Köthke bei einer Probefahrt im Eisenberg. (Foto:jk)

KORBACH (Jk). Der Goldrausch kehrt zurück: Am 2. Mai wird der Besucherstollen am Eisenberg in Goldhausen feierlich eröffnet. Derweil sucht der Förderverein schon nach zusätzlichen Besucherführern.

Noch geben die Fledermäuse im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen den Ton an. Die geflügelten Säugetiere genießen ihre Ruhe im Winterquartier. Doch am 15. April geht das Tor zum Besucherbergwerk wieder auf – zur ersten kompletten Saison mit Goldhausens neuer Attraktion.
Dabei kann der eigens gegründete Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" auf gute Erfahrungen aus dem Vorjahr bauen. Der Förderverein um Vorsitzenden und Ortsvorsteher Wolfgang Behle registrierte im Oktober 2003 binnen weniger Wochen bereits 23 Führungen mit über 260 Besuchern. Und das noch ohne große Propaganda und überregionale Werbung.

überregionales Interesse

Indes haben einige Fernsehteams nach zahlreichen Berichten in der Waldeckischen Landeszeitung schon im Vorjahr glänzende Augen bekommen. Das Medieninteresse ist stark, signalisierte Claus Günther, Leiter der Korbacher Tourist-Information, bei der Mitgliederversammlung des Vereins zuletzt.
Galionsfiguren sind dabei Dr. Wolfgang Homann, früher Chef des Naturkundemuseums Dortmund, und Erwin Braun, ehemaliger Bergamtsleiter Kassel. Die beiden Geologen kennen den Eisenberg bis in den letzten Winkel, sorgen für die wissenschaftliche Grundlage, um die Arbeit in Goldhausen zum Erfolg zu führen. Das reicht vom fachlichen Konzept über Schulungen der Besucherführer bis zum Goldwaschen in der Praxis. Denn Waldecks Flüsse und Bäche bergen bis heute das kostbare Edelmetall – wenn auch nur in kleinsten Partikeln.
Homann und Braun werden die Gäste auch bei der offiziellen Eröffnung des Besucherbergwerks am 2. Mai mit kürzen Vorträgen zu Historie und Entwicklung am Eisenberg einstimmen. überdies begrüßen Bürgermeister Klaus Friedrich, Vereinsvorsitzender Wolfgang Behle und Korbachs "Goldmarie" Pia Papenfuß die Besucher.

Festakt und Goldwaschen

Der Festakt beginnt um 10.30 Uhr, wird mit Chormusik und ökumenischer Andacht der Kirchen gestaltet – und leitet dann über zu einem reichhaltigen Programm. Geplant sind günstige Führungen im Stollen, Goldwaschen für Kinder und Erwachsene, dazu weitere Aktionen am Dorfgemeinschaftshaus.
Der Anlaufpunkt dort trägt künftig den prägnanten Namen "Zechenhaus". Mit viel Eigenleistung und Unterstützung der Stadt hat der Verein die frühere Wohnung am Gemeinschaftshaus als Zentrum hergerichtet. Dort treffen sich die Besucher, werden eingekleidet mit Jacken, Stiefeln, Helmen und Geleucht. überdies soll es in Zukunft zwei Ausstellungsräume geben, die möglichst den zwei herausragenden Figuren des Goldbergbaus im 20. Jahrhundert gewidmet werden, erklärt Claus Günther: Carl Theodor Rauschenbusch und Dr. Jens Kulick.
Rauschenbusch (Kirchen/Sieg) hatte 1918 den Goldrausch am Eisenberg neu entfacht, Stollen und Schächte angelegt, mittelalterliche neu erschlossen. In den 30er Jahren musste Rauschenbusch jedoch erkennen, dass die Ausbeute an Erz einfach zu gering war. Kulick legte in den 70er Jahren die Burgruine auf Korbachs Hausberg frei, erforschte und dokumentierte im Auftrag des geologischen Landesamts zugleich den Bergbau. Kulicks Sohn Holger will für den Raum entsprechende Fotos und Karten zur Verfügung stellen.

Verhandlung um Bergrechte

Parallel laufen die Verhandlungen über die Bergrechte. Besitzerin ist noch die "Gewerkschaft Waldecker Eisenberg", doch die Nachfahren Rauschenbuschs sind bereit, die Rechte an den Förderverein zu verkaufen. Im Gespräch waren zuletzt rund 10 000 Euro, aber die konkreten Preisverhandlungen stehen noch aus.
Weitere Informationen über Verein, Besucherstollen und Goldbergbau gibt es auch auf der brandneuen Internetseite www.goldspur-eisenberg.de. Siehe auch Zahlen und Fakten.

Zahlen und Fakten

(jk). Der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" sucht noch ehrenamtliche Besucherführer. Derzeit begleiten insgesamt zehn ausgebildete Führer die Touren in den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen. Ansprechpartner für Interessenten, aber auch neue Vereinsmitglieder sind Claus Günther, Tourist-Information Korbach (Tel. 05531/53-231), und Vereinsvorsitzender Wolfgang Behle, Goldhausen (Tel. 0563l/ 61633).
Gut gebrauchen kann der Verein auch finanzielle Unterstützung von außen – etwa um die Bergrechte zu erwerben. Der eingetragene gemeinnützige Verein kann entsprechende Spendenquittungen ausstellen. Konto: Sparkasse Waldeck-Frankenberg, Kontonummer 79376, BLZ 52350005.

Anmeldungen für Besuchergruppen laufen über die Tourist-Information der Stadt Korbach. Gruppen bis maximal zwölf Personen zahlen insgesamt 60 Euro, jede zusätzliche Gruppe kostet 30 Euro. Ab 8. Mai werden alle 14 Tage an Wochenenden ebenso Führungen für Einzelpersonen angeboten – sieben Euro pro Person. Die Ausrüstung mit Stiefeln, Jacken, Helm und Licht ist dabei jeweils inklusive.

WLZ  – im März 2004


Neuer Computer, turbulente Folgen

Theatergruppe Goldhausen spielt "Chaos GmbH & Co. -Wir stellen um auf Computer"

Was ein PC so alles anrichten kann: Der Chef säuft, der Hausmeister, der von PCs keine Ahnung hat, verliebt sich die Computerfachfrau, und die Chefsekretärin intrigiert erst und bereut später alles. Die Theatergruppe Goldhausen spielte das Chaos-Stück am Wochenende dreimal im Dorfgemeinschaftshaus. (Foto:pfa)

KORBACH-GOLDHAUSEN (den). Nach den vielen Lese- und Spielproben seit Dezember wurde es an diesem Wochenende für die Theatergruppe Goldhausen ernst. Sie brachte bei drei Aufführungen den Schwank "Chaos GmbH & Co. – Wir stellen um auf Computer" auf die Bühne, wofür sie schallendes Gelächter erntete – wegen des lustigen Stoffes, der aber auch einen ernsten Hintergrund hat.

Rationalisierung ist nämlich das Stichwort, das der Auslöser für alle weiteren Verstrickungen in dem Dreiakter ist. Weil sich die "Toilett-Werbe GmbH" bei einer Betriebsprüfung durch den brüllenden und geifernden Aufseher Willi Saft (gespielt von Ingo Scriba) als technisch gnadenlos veraltet herausstellt, soll sie mit Hilfe einer EDV-Anlage wieder auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. Das sorgt für allerhand Verwicklungen.
Da ist die Chefsekretärin Gisela Herdamit, gespielt von Uschi Benirschke, die den Job seit einiger Zeit für alles andere als Arbeiten nutzt; vor allem das Spirituelle hat es ihr angetan. Da ist aber auch Antje von ültje aus Holland (gespielt von Petra Thielemann und, am Samstag wegen angekratzter Stimme, gesprochen von Souffleuse Sylvia Bartmann), die sich als Schreibkraft das leibliche Wohl ihrer Mitmenschen auf die Fahnen geschrieben hat. Und da ist schließlich auch noch" der lahmste Hausmeister seit Menschengedenken, Helmut Malewksi, verkörpert von Andreas Emde.

Sie alle müssen dank ihrer Einstellung zur Arbeit um ihren Platz in der Firma fürchten, gerade auch, weil Trudi Megabyte (Carmen Hartmann), die ausgeflippte Computertante, anrückt, um den Laden auf Vordermann zu bringen. Zu allem überfluss schneit später auch noch "Pii. Wi. Smith" (Spielleiter Dirk Vahland), der Firmenboss aus dem Mutterland der Rationalisierung, den USA, in die Toilett-Werbe GmbH herein. Die beiden jungen Firmenmitglieder, die nervende Uschi Schneider (Christa Fabinger) und der vom Urlaubträumende Peter Schmidt (Bernhard Tent), tun dann ihr übriges, um die Unordnung perfekt zu machen.
"Wir stellen um auf Computer" ist ein Paradebeispiel für den oft genannten Schneeballeffekt. Ein Computer, der die "Arbeiter" unterstützen soll, sorgt erst für Verwirrung und später für Panik. In dieser Konstellation ist schließlich aber auch noch Platz für die Liebe: zum einen zwischen Schreibkraft Antje und dem Chef der Toilett-Werbe-GmbH, Dr. Herbert Schönbrot (Jens Hartmann), dem am Ende alles egal ist, weil er zu tief ins Glas geguckt hat, zum anderen zwischen der ausgeflippten Trudi und dem Hausmeister (und nach eigenen Angaben Computerspezialisten) "Helmi-Baby". Und ein Happy End gibt’s noch obendrauf – außer für den geifernden Prüfer "Safti". Der muss sich am Ende als Einziger beim Arbeitsamt vorstellen.

Das Stück, das aus der Feder von Frank Ziegler vom Deutschen Theaterverlag stammt, lebt vor allem von der Situationskomik, von allerhand Verwechslungen und auf der Bühne von den durchweg guten und engagierten Hobbyschauspielern. Diese haben nun bereits zum dritten Mal in sechs Jahren einen heiteren Schwank auf die Bretter, die die Welt bedeuten, gebracht, nachdem sich die Jugendlichen der Feuerwehr aus Goldhausen nicht mehr engagierten.
Etwas müssen die Veranstalter bei der nächsten Aufführung, die am Freitag vom Chor Herzklopfen, am Samstagnachmittag vom Musizierkreis Eisenberg und am Abend vom gemischten Chor Eisenberg musikalisch begleitet wurde, aber noch besser abstimmen: In der Pause am Nachmittag waren fast alle Kinder ganz heiß auf den im Stück vorgekommenen holländischen Käsekuchen. Der war aber leider schon längst ausverkauft.

WLZ  – im März 2004


Schützenverein Goldhausen blickt auf ereignisreiches Jubiläumsjahr zurück

Unser Bild zeigt die Geehrten mit 1. Vorsitzenden Carsten Vahland (links) und Stadtrat Heinz Graf (2. von rechts). Es fehlen Kira Köster und Marcel Müller.

Goldhausen: Der Vorsitzende des KKSV Goldhausen Carsten Vahland informierte die Mitglieder des Vereins in der Jahreshauptversammlung am vergangenen Samstag über die Aktivitäten im Jahr 2003.

In seiner Rede dankte Vahland zunächst allen Vereinsmitgliedern für Ihre Unterstützung im zurückliegenden Jahr. Mit verschiedenen Veranstaltungen bot der Verein den Mitgliedern, den Goldhäuser Bürgern und den benachbarten Vereinen ein buntes Programm. Auftakt im 75. Jahr der Vereinsgeschichte war der Schnadezug Ende April, der bei gutem Wetter vielen Goldhäusern und Einwohnern der Nachbarorte den Grenzverlauf der Goldhäuser Gemarkung wieder in Erinnerung brachte. Auch die Vereinswanderung im September von der Ruhrquelle über Winterberg zum Kahlen Asten fand großen Anklang. Die Jubiläumsfeier am 3. Oktober mit der Ehrung zahlreicher Mitglieder und die Durchführung der Herbstversammlung des Schützenkreises sowie der Korbacher Stadtmeisterschaften im November rundeten das vergangene Jahr ab.
Im Ausblick auf 2004 wies Vahland auf das bevorstehende Pfingstfest am 29. und 30. Mai hin, und rief die Goldhäuser Bürger bereits jetzt zu zahlreicher Teilnahme auf. Weitere feste Termine sind die zweitägige Radtour nach Wilhelmshaven/Jever am 10. und 11. Juli sowie die Saisonauftaktfeier am letzten Montag im September.

Sportlich verlief das Jahr 2003 für den KKSV mit Höhen, aber auch mit Tiefen. Besonders erfolgreich war die 2. Luftgewehr-Mannschaft, doch auch die anderen an den Wettkämpfen teilnehmenden Mannschaften blicken zuversichtlich ins neue Jahr. Erste Früchte trägt die intensive Jugendarbeit der vergangenen Jahre. Zahlreiche Neuanmeldungen zeigen, dass der Verein hier auf dem richtigen Weg ist. Vahland dankte den Jugendwarten Markus Hartmann und Rüdiger Messner an dieser Stelle für Ihre wertvolle Arbeit. Aufgrund des erfreulichen Kassenbestandes sind auch in 2004 Investitionen insbesondere im Bereich der Jugend und der Senioren möglich.

Der Stadt Korbach, dem Ortsvorsteher Wolfgang Behle sowie allen Handwerkern und Helfern dankte Vahland nochmals für die Unterstützung bei der Wiederherstellung des Schießstandes nach dem großen Wasserschaden Anfang 2003.
Auch in diesem Jahr konnte der Verein wieder Mitglieder für langjährige Treue und herausragende Leistungen ehren. Die Jugendschützen Sarah Behle, Kira Köster, Marcel Müller und Christian Wallraf erhielten das Hessische Leistungsabzeichen in Silber. Karl-Heinz Behle und Helmut Vahland wurde für 40-Jährige Mitgliedschaft die Ehrenurkunde des Vereins sowie die goldene Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes überreicht. Als Vereinsmeister 2003 nahmen Heinrich Zenke (Senioren), Jürgen Fihlon (Pistole), Bernd Mütze (Gewehr), Helmut Vahland (Passive) und Christian Wallraf (Jugend) die Wanderpokale sowie die Glückwünsche des 1. Vorsitzenden entgegen.
Stadtrat Graf gratulierte allen Geehrten und überbrachte die Grüße der Stadt Korbach sowie der städtischen Gremien.

Im Februar 2004


Heimische Crossläufer räumen in Goldhausen ab


GOLDHAUSEN. Die Waldeck-Frankenberger Crossläufer präsentierten sich bei den nordhessischen Meisterschaften in Goldhausen in hervorragender Form und sicherten sich neben 20 Titeln noch weitere Medaillen. Für die hessischen Crossmeisterschaften am 7. März in Langgöns- Oberkleen, scheinen sie bestens gerüstet zu sein.

Mit dem Lauf der Männer und den bis 49 Jahre alten Senioren über 7500 m wurde die vom Leichtathletik Kreis Waldeck bestens organisierte Veranstaltung eröffnet. Leichtfüßig setzte sich der 33-Jährige Algerier Djillali Abdesselam vom PSV Grün- Weiß Kassel an die Spitze des Feldes. Von Runde zu Runde baute er seine Führung aus und überquerte die Ziellinie als Gesamtsieger in 24:47 Minuten.

In der Altersklasse M 35 knüpfte Thorsten Kramer (LG Eder) an die gute Form der hessischen Hallenmeisterschaften an und siegte in 26:34 Minuten klar vor dem gleichaltrigen Horst Gruber von der LG Burgwald (26:52). Als Dritter und Vierter der M 30 sorgten Thomas Hasenauer und Knut Holzapfel für den Mannschaftssieg der LG Eder. Bronze in der M 40 sicherte sich Heinrich Stracke (LG Burgwald) in 29:36 Minuten.
Spannend die Entscheidung in der Altersklasse M 45. Uwe Schmidt, Neuzugang des SV Dodenhausen, zeigte dem in den vergangenen Jahren dominierenden Günter Horn (SG Chattengau) die Fersen und siegte nach 27:15 Minuten mit 20 Sekunden Vorsprung.
Auch ohne Ernst-Ludwig Engelmohr und Dieter Kotte gelang dem SV Dodenhausen mit Schmidt/Kirschner/Mehring in der M 40/45 der Mannschaftssieg.
3900 m hatten die M 50 und älteren Senioren zu laufen. Bernd Becker, der 53 Jährige deutsche Finanzamts- Halbmarathonmeister des TV Friedrichstein wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann diese Altersklasse souverän in 15:17 Minuten mit über einer Minute Vorsprung.
Für einen weiteren "Männertitel" sorgte schließlich Horst Mroschel vom TSV Korbach in der M 70. 21:17 Minuten zeigten die Uhren für den 73- Jährigen an.

Beim Lauf der Frauen über 2600 m lief die deutsche W 35 -Vizemeisterin im 10 km Straßenlauf, Vera Siebert vom TSV Obervorschütz, in 9:58 Minuten einen souveränen Gesamtsieg nach Hause. Ihr Vorsprung auf die W 20 Siegerin betrug immerhin fünf Sekunden.
Auf Platz eins der W 35 lief Andrea Beranek vom TV Marienhagen in 11:31 Minuten. In der W 40 feierten die heimischen Läuferinnen einen Doppelsieg. Als Vierte des Gesamteinlaufes war 800 m Spezialistin Bärbel Kiel vom TSV Korbach nach 10:23 Minuten im Ziel, dicht gefolgt von der Frankenberger Langstrecklerin Annette Briel ( 10:36 Minuten).
"Damit ich bei den deutschen Senioren-Staffelmeisterschaften gute 800 Meter laufen kann, quäle ich mich als Sprinterin jetzt im Winter auch bei Crossläufen", so die 48-Jährige Heidrun Leithäuser (TSV Korbach), nach dem Zieleinlauf.

In 11:57 Minuten hatte sie den ersten Platz der W 45 belegt. Langstrecklerin Annegret Jandik wurde drei Sekunden später Zweite und sorgte damit für den Mannschaftssieg (W 40/45) des TSV Korbach. Gisela Wickenhöfer vom TSV Frankenberg lief bei den über 55-Jährigen Frauen in 14:14 Minuten als Erste ins Ziel.
Obwohl der noch 16-Jährige Michael Zekl in den letzten drei Wochen aus gesundheitlichen Gründen nur weinig trainiert hatte, wurde er bei den B-Jugendlichen über 3900 m seiner Favoritenrolle gerecht.
Nach einem Sturz in der ersten von drei Runden, ließ er es locker angehen, gewann seine Klasse jedoch sicher in 13:24 Minuten.
Top an diesem Tag auch der heimische Nachwuchs. Nachdem es im vergangenen Jahr wegen einer Fußverletzung für Carolin Schäfer (TV Friedrichstein) läuferisch nicht optimal lief, präsentierte sich der 13-Jährige Erika Keller- Schützling in Goldhausen über 2600 m wieder in Bestform, erreichte das Ziel in 11:21 Minuten und siegte mit 12 Sekunden Vorsprung. Stark auch Christina Bott vom TSV Korbach, die nur zwölf Sekunden später im Ziel war.
Als Dritte machte Julia Waid (TV Friedrichstein) den Waldecker Erfolg perfekt. Auch ihr gleichaltriger Vereinskamerad Sascha Strüning setzte er sich unmittelbar nach dem Start an die Spitze und lief auf der 2600 m Distanz als Erster einen 31 Sekunden Vorsprung heraus. Marcel Becker als Vierter und Patrick Bayer als Siebter sorgten für den Mannschaftserfolg (M 12/13) des TV Friedrichstein vor Ahnatal. In glänzender Form stellte sich auch die 14-Jährige Annika Gerhard von der LG Diemelsee.

Beim Lauf über 2600 m überquerte sie die Ziellinie mit großen Vorsprung in 10:21 Minuten und hatte dabei die ein Jahr ältere hessische Spitzenläuferin, Magdalena Noack von der LG Baunatal-Fuldabrück (10:53 ) deutlich in die Schranken verwiesen. Mit dieser Zeit hätte die 14-Jährige sogar bei den Frauen den vierten Platz im Gesamteinlauf belegt. (ZMA)

HNA – im Februar 2004


Jahreshauptversammlung des Chores Eisenberg Goldhausen

Dirigent Scharfe übergibt Stab

Besondere Verdienste: Der gemischte Chor Eisenberg Goldhausen ehrte langjährige Mitglieder. Unser Bild zeigt (v. I.) Chorleiter Hartmut Scharfe, Daniela Mehring, Annelies Weibel, Vorsitzende des Sängerbezirks Korbach im Waldeckischen Sängerbund, Helene Westmeier und Vorsitzenden Günter Vahland.

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Bei der Jahreshauptversammlung zog Günther Vahland, Vorsitzender des gemischen Chores Eisenberg Goldhausen, Bilanz. Chorleiter Hartmut Scharfe übergab den Dirigentenstab an Arno Huthwelker.

Vahland blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Zurzeit gehören dem Chor 33 aktive und 37 passive Mitglieder an. 2003 trafen sich die Sänger zu 43 übungsabenden und 26 öffentlichen Auftritten. Auch der Terminplan für 2004 sei bereits gut gefüllt. Chorleiter Hartmut Scharfe zeigte sich mit der Arbeit des abgelaufenen Jahres zufrieden. Er übergab den Dirigentenstab verbunden mit den besten Wünschen an Arno Huthwelker.

Annelies Weibel, Vorsitzende des Sängerbezirks Korbach im Waldeckischen Sängerbund, ehrte Helene Westmeier für 40-jährige und Daniela Mehring für 25-jährige aktive Chormitgliedschaft. Eckhard Kuhnhenn wurde in Abwesenheit für 25-jährige passive Treue ausgezeichnet.

WLZ  – im Februar 2004


Jahreshauptversammlung in Goldhausen mit Ehrungen und Beförderungen

Feuerwehr übernimmt Stollendienst

Ehrungen und Beförderungen standen im Mittelpunkt der Feuerwehr-Jahreshauptversammlung in Goldhausen. Es gratulierten Vorsitzender und Wehrführer Andreas Sinsch (M.), Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt, Ortsvorsteher Wolfgang Behle und Stadtrat Heinz Graf(r.).

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Rund 2100 Stunden haben die Frauen und Männer der Feuerwehr Goldhausen im vergangenen Jahr ehrenamtlichen Dienst geleistet. Wehrführer Andreas Sinsch ließ in der Jahreshauptversammlung die Einsätze und Wettkämpfe sowie die praktischen und theoretischen übungen nochmals Revue passieren.

Insgesamt fünf Mal wurde die Feuerwehr Goldhausen 2003 alarmiert. Gleich bei dem ersten Einsatz im Februar mussten die Kameraden zu einem Großbrand in der Werkstatt eines Mineralölgroßhandels in Korbach ausrücken. Dort konnten sie zusammen mit den anderen zu Hilfe gerufenen Kameraden ein übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Motorenöllager verhindern und die Kreisstadt vor einer Katastrophe bewahren. Bei den übrigen vier Einsätzen handelte es sich um Alarmierungen zur technischen Hilfeleistung nach Verkehrsunfällen.
Sinsch berichtete ferner über die Teil-, nähme an einigen Wettkämpfen und Leistungsübungen. Beim Stadtpokal in Helmscheid wurde in einer Gruppe der zweite, in der anderen Gruppe der erste Platz belegt. Rang sechs wurde beim Kreisentscheid in Korbach erreicht. Als dritter Sieger ging die Goldhäuser Mannschaft aus einem Pokalwettkampf in Sachsenhausen hervor.

Mit der Begehbarmachung des Tiefen-Tal-Stollens durch den Verein Historischer Goldbergbau hat die Feuerwehr eine weitere Aufgabe hinzubekommen: Sie muss in Notfällen die Rettung von Besuchern aus dem Eisenberg sicherstellen. Aus diesem Grunde wurden der Stollen besichtigt und eine Rettungsübung vorgenommen.

Jugendwart Dirk Straußberg zeigte sich erfreut über die rege Teilnahme bei den vielfältigen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr, die von Wettkämpfen über Zeltlager bis zu Umweltaktionen reichen. Auch in 2004 hat die Gruppe bereits Dienst geleistet. Sie unterstützte das Technische Hilfswerk beim Verpacken von Spendenkleidung für die Erdbebenopfer im Iran.

Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt beförderte Lena Behle zur Feuerwehrfrau sowie Marc Saure und Stefan Frese zu Feuerwehrmännern. Für 25-jährige Mitgliedschaft überreichte er Andreas Emde, Frank Mütze, Holger Tepel und Wilfried Wäscher die Plakette des Kurhessisch-Waldeckischen Feuerwehrverbandes in Bronze, die auch den verhinderten Jürgen Gernandt und Frank Jesinghausen noch ausgehändigt wird. Erich Schmutzer und Helmut Vahland sowie in Abwesenheit Wilfried Behle, Wilfried Jesinghausen und Eckhardt Schüttler wurden für 40-jährige Treue mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet.

WLZ  – im Januar 2004

Presseberichte 2003

Presseberichte 2003


Regierungspräsidium gibt Genehmigung für den Besucherstollen am Eisenberg:

Auf den Spuren der Goldgräber

Einige Gruppen haben bereits den Besucherstollen am Eisenberg besichtigt. Unter anderem stiegen rund 30 Mitglieder des HoGa-Verbands Korbach-Willingen in den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen. Organisator und Hotelier Ulrich Zabel regte an, den Stollen künftig auch für besondere Trauungen zu öffnen. (Foto:pr)

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). Der neue Goldrausch in Korbach kann beginnen: Das Bergamt hat den Besucherstollen im Eisenberg amtlich abgesegnet. Das verheißt für Gäste ein in ganz Deutschland herausragendes Erlebnis.

Der Eisenberg ist Deutschlands größte Goldlagerstätte und ein in Mitteleuropa herausragendes historisches Industriedenkmal. Nach viel ehrenamtlicher Vorarbeit hoffte der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" zunächst schon im Frühjahr auf eine Genehmigung aus dem Regierungspräsidium (Kassel), um Gäste in die goldene Unterwelt zu lenken. Doch Brief und Siegel für das Besucherbergwerk ließen auf sich warten.

250 Meter in den Berg

Erwin Braun (I.) steht dem Goldbergbau-Verein als Fachmann zur Seite. Braun war früher Chef des Bergamts Kassel. (Archivfoto: jk)

Inzwischen ist die Genehmigung erteilt, die ersten Führungen ins Herz des Korbacher Hausbergs sind bereits gelaufen. Die offizielle Eröffnung soll indes erst im nächsten Jahr folgen, denn von Ende Oktober bis Mitte April ist Schonzeit für Fledermäuse im Stollen.
Derweil haben sich zehn Besucherführer für die neue Aufgabe präpariert. In kleinen Gruppen von zehn bis zwölf Personen bringen sie Gästen ein Abenteuer nahe: 250 Meter hinein in den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen mit seinen Ursprüngen aus dem 15. Jahrhundert.
Regie bei den Schulungen führten Erwin Braun, früher Leiter des Bergamts Kassel, und Dr. Wolfgang Homann, ehemals Leiter des Naturkundemuseums Dortmund. Die beiden Eisenberg-Experten sind auch Mitglieder des Vereins. Vorsitzender ist der Goldhäuser Ortsvorsteher Wolfgang Behle. In Kürze steht ein weiterer – ehrenamtlicher -Arbeitseinsatz an, um den Stollen für den Start im nächsten Jahr herzurichten. Jeder Freiwillige ist willkommen.

WLZ  – im Oktober 2003


Die Hobbys unserer Leserschaft (Korbacher Bote)

Goldsucher

Ganz schön viel Metall: In Goldhausen im Eisenberg gab es früher Goldbergbau…

Seltsames wird geschehen in den kommenden Wochen auf dem Korbacher Hausberg, dem Eisenberg. Für Außenstehende schier unbegreiflich werden selbst bei strahlendem Sonnenschein dutzende neugierige Leute im leuchtend gelben Friesennerz und in Gummistiefeln, "bewaffnet" mit Helm und Geleucht, durch Goldhausen ziehen mit nur einem Ziel: echtes Gold zu sehen!

Allen voran Friedrich Bachmann. Doch nur er weiß, dass tief im Winterquartier von Mausohr-, Langohr-, Bart-, Fransen- und Wasserfledermaus, also im unteren Tiefe-Tal-Stollen, keine Nuggets herumliegen oder dicke Goldadern aus dem schwarzen Schiefergestein glänzen. Die Gold-Krümelchen liegen leider gut versteckt und so gut wie unsichtbar in sehr dünnen Gesteinschichten verborgen.
Nichtsdestotrotz ist der Eisenberg Deutschlands reichste Goldlagerstätte, und immerhin holten Bergleute im Mittelalter in mühevoller Hammer- und Meißel-Arbeit bis zu 1,5 Tonnen des wertvollen Gesteins ans Tageslicht. Die Spuren der Goldgräber sind an vielen Stellen rund um den Eisenberg auch heute noch sichtbar.
Am besten am Unteren Tiefe-Tal-Stollen: Etwa 300 Meter führt er in den Berg hinein, zum Händchenhalten zu schmal, sommers wie winters"klimatisiert" auf 8 Grad, immer glitschig, nass und vor allem stockdunkel!
Alsbald wie möglich soll nun der Stollen Besuchern zugänglich gemacht werden. Lediglich die Genehmigung des Bergamtes steht noch aus. Dann kann es endlich losgehen. Nach einjähriger Vorlaufzeit hat der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" ein umfassendes Konzept rund um das begehrte Edelmetall auf die Beine gestellt.

Mitglied und Beisitzer Friedrich Bachmann ist einer unter vielen, der Interessierte ins "Herz" des Eisenbergs geleiten und geduldig Fragen beantworten wird. Die Führungen beginnen beim Dorfgemeinschaftshaus, wo die Besucher zunächst mit dem nötigen Rüstzeug eingedeckt werden: Mantel, Gummistiefel, Helm, Berglampe und etwas "goldige Theorie". In Zukunft sind eventuell auch Aus Personen für eine gute halbe Stunde ins Berginnere.
"Das ist es, was den Eisenberg so interessant macht: Mittelalterlichen Bergbau kann man nirgends so hautnah erleben wie hier in Goldhausen", ist Friedrich Bachmann überzeugt. Der Pensionär hat sich viele, viele Stunden in Büchern schlau gemacht, sieh mit Geologen und anderen Wissenschaftlern unterhalten und ist nun bestens gerüstet für den Besucheransturm.

Friedrich Bachmann hat ein goldenes Hobby gefunden – sicherlich auch schon Spuren von Gold. Foto: rr

Darüber hinaus ist der 59-Jährige auch sehr engagiert in zahlreichen anderen Organisationen und weiß mit Menschen umzugehen: unter anderem ist er aktiv im Naturschutzbund, im Kreisverband der Bündnis 90/Die Grünen, bei der Agenda 21 und der Korbacher Bürgerinitiative "Tempo 30-Zone". Für das Besucherbergwerk wünscht sich Friedrich Bachmann viele interessierte Menschen, die ihm mit "gespitzten Ohren" zuhören. Auch wenn er "nur" zugezogener Goldhäuser ist, liegt ihm der 562 Meter hohe "Goldberg" doch sehr am Herzen und das zeigt er immerhin sehr engagiert!
Folgen Sie doch auch demnächst einmal hautnah den Spuren der Goldgräber! Wann es endlich losgeht, erfahren Sie unter [www.goldhausen.de] und oder bei der Touristlnfo im Rathaus.

Korbacher Bote  – im Oktober 2003


Jubiläum des Kleinkaliber-Schützenvereins Goldhausen

Seit 1959 wird nicht mehr scharf geschossen – "Gut Schuss" für die nächsten 75 Jahre

Sie haben sich um den Goldhäuser Schützenverein als engagierte Mitglieder verdient gemacht: Die geehrten Sportschützen mit den ersten Gratulanten, unter ihnen Kreisschützenmeister ücker, Ortsvorsteher Behle sowie Stadtrat Graf.

KORBACH-GOLDHAUSEN (kdl). Die Geselligkeit und die Gemütlichkeit sollten im Vordergrund stehen, wenn der Kleinkaliber-Schützenverein Goldhausen seinen 75. Geburtstag feiert. Statt ausschweifender Reden gab es einen kurzen Kommers, um so länger zu feiern.
Vorsitzender Garsten Vahland, der zuvor schon auf die Ehre aufmerksam gemacht hatte, als Urenkel des ersten Vereinsvorsitzenden Karl Vahland das Jubiläums ausrichten zu dürfen, musste eingestehen: "Ich bin nicht der einzige Urenkel." Die Vereinsbrüder Armin Bartmann und Markus Hartmann sind ebenfalls Nachkommen des Goldhäuser Oberschützen der ersten Stunde. 1928 gegründet war das Vereinsleben wegen mangelnder Mitglieder bereits vor dem Krieg ins Stocken geraten, während der Kriegsjahre kam es jedoch völlig zum Erliegen.

Nachdem der Verein am 7. Februar 1955 wieder gegründet war, erfüllte der Kleinkaliber-Schießstand nicht mehr die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen, sodass der Kleinkaliber-Schießstand stillgelegt wurde. Die Schützen zogen 1959 schließlich in den Schulraum um und wechselten vom Kleinkaliber zur Luftdruckwaffe. "Vor 44 Jahren wurde hier noch scharf geschlossen", sagte Carsten Vahland im alten Schulsaal, der heute als Dorfgemeinschaftshaus dient.
Im KKSV sind zurzeit drei Luftgewehrmannschaften – darunter eine Seniorenmannschaft – und eine Luftpistolenmannschaft aktiv. Zudem bilden sechs junge Schützen eine Jugendmannschaft. 1959 lehnten die Goldhäuser einen Antrag aus Lengefeld, dem Schützenverein beizutreten, noch ab.
Heute indes sind die auswärtigen Mitglieder nicht mehr wegzudenken: 95 Sportschützen gehören dem Verein an, darunter Mitglieder aus Korbach, Nieder-Ense, Ober-Ense, Lelbach und Immighausen. "Die Zeiten haben sich geändert", stellte Vorsitzender Garsten Vahland unumwunden fest.
"Die Sportschützen bilden im hektischen Treiben der Zeit einen wahren Ruhepol", sagte Heinz Graf im Namen der Stadt Korbach anerkennend. Auf Konzentration und eine ruhige Hand komme es bei ihnen an. Der Beitrag der örtlichen Vereine für die Gesellschaft werde oftmals unterschätzt.

Die Stadt Korbach werde jedoch ihr Möglichstes tun, die Vereine bei ihrer Arbeit zu unterstützen, versicherte Graf. Nach dem Motto: "Hier in Goldhausen sind wir im Schützenverein goldrichtig" hatte Graf ad hoc auch etwas gegen Nachwuchssorgen parat: Graf meldetet seinen Sohn Torben als 96. Vereinsmitglied an.
Ortsvorsteher Wolfgang Behle gratulierte im Namen des Ortsbeirats und der örtlichen Vereine: der Goldhäuser Feuerwehr, dem Gemischten Chor Eisenberg, dem Verein historischer Goldbergbau, "Unser Dorf" Goldhausen, sowie der Sport- und Spielgemeinschaft Ense-Nordenbeck. Der Ortsvorsteher betonte, wie eng die Geschichte des Schützenverein mit der des Dorfes verwoben sei. Die Ideale des Vereins, die Fähigkeit, das eigene Ich der Gruppe unterzuordnen, seien es wert, an kommende Generationen weitergegeben zu werden. Auch zahlreiche benachbarte und befreundete Vereine gratulierten den Goldhäuser Schützen zu ihrem Jubiläum.

Matthias Schäfer, Leiter des Kreissportamts, gratulierte auch im Namen des Sportkreises Waldeck. Einen Dank an alle, die die Arbeit für den Verein geleistet haben und über lange Jahre im Vorstand aktiv waren, richtete Kreisschützenmeister Detlef ücker aus. Der Vorsitzende des Schützenvereins Bömighausen kam nicht mit leeren Händen, sondern überreichte mit einem "Gut Schuss" den Goldhäusern eine Ehrenscheibe des Hessischen Schützenverbandes.
Als langjähriges Vorstandsmitglied zeichnete der Kreisschützenmeister Friedrich Zenke mit der Ehrennadel des Schützenkreises 22 in Silber aus. Von 1976 bis 1999 war Zenke als Vorsitzender oder stellvertretender Vorsitzender der Sportschützen aktiv. Mit der Ehrennadel des Schützenkreises in Bronze geehrt wurden die Wiedergründungsmitglieder von 1955 Heinrich Zenke und Friedrich Saure sowie Hannelore Scharfe, Charlotte Grebe und Christian Grohmann.
Das hessische Ehrenzeichen in Bronze des Schützenverbandes erhielten Cornelia Graf, Anja Mütze, Willi Grebe, Markus Hartmann, Jürgen Fihlon, Ernst Hartmann, Günther Vahland, Hartmut Scharfe, Horst Butterweck und erneut Christian Grohmann. Auch Vereinsvorsitzender Carsten Vahland wurde geehrt. Er darf sich von nun an mit dem hessischen Verbands-Ehrenzeichen in Silber schmücken.

WLZ  – im Oktober 2003


Verzögerung, aber gute Aussichten fürs Korbacher Goldbergwerk:

Besucherstollen soll im August öffnen

Der Besucherstollen am Eisenberg bietet Einblick in goldene Geologie und Jahrhunderte der Bergbaugeschichte. (Foto:jk)

KORB ACH (jk). Die Zeichen stehen bestens, doch es gibt etwas Verzögerung im Goldbergwerk: Anfang August sollen die ersten Führungen im neuen Besucherstollen am Eisenberg beginnen.

Im Betriebsplan sind noch leichte änderungen nötig, nachdem Spezialisten des Regierungspräsidiums den Stollen zuletzt in Augenschein nahmen. Mit großer ehrenamtlicher Mühe hatte der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" mit dem Goldhäuser Ortsvorsteher Wolf gang Behle an der Spitze bereits viel Vorarbeit geleistet. Doch müssen im wahrsten Sinne noch einige Steine im Innern des Korbacher Hausbergs aus dem Weg geräumt werden, erklärt Claus Günther. Er ist Leiter der Korbacher Tourist-Information und engagiertes Mitglied des Vereins. Zugleich soll das Sickerwasser im. Unteren-Tiefen-Tal-Stollen noch besser abgeleitet werden.
Grundsätzlich zeigten sich die Fachleute des Regierungspräsidiums aber aufgeschlossen für das Vorhaben. Es geht um einzigartiges Erlebnis in der Unterwelt von Deutschlands größter Goldlagerstätte. Der Besucherstollen soll rund 250 Meter tief hineinführen bis in mittelalterliche Abbauzonen.

Realistisches Ziel ist, Anfang August mit den ersten Führungen zu beginnen. Dabei ist das Interesse von außerhalb inzwischen enorm: überregionale Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen warten mit Spannung auf Einblicke ins Besucherbergwerk. Zwischen 1200 und 1618 gewannen Bergleute rund 1,2 Tonnen reines Gold aus dem Eisenberg. Aber auch in späteren Zeiten keimte der Goldrausch immer wieder auf. In den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts war es Carl Theodor Rauschenbusch (Kirchen/Sieg), der den Erzabbau wieder aufnahm. Und bis in die 90er Jahre hinein gab es Bohrungen und Versuche internationaler Unternehmen.

In den 70er und 80er Jahren steckte der Geologe Dr. Jens Kulick viel Kraft in die Erforschung der Goldlagerstätte und spürte viele Stollen und Schächte wieder auf. Kurz vor seinem Tode 1996 ließ Kulick die insgesamt rund 20 Kilometer umfassenden Such- und Abbaustrecken unter Denkmalschutz stellen.

WLZ  – im Juli 2003


Goldbergbau am Eisenberg – Besucherstollen – Sparkassenstiftung spendet 5000 Euro:

Auf den Spuren des Waldecker Goldes

Echtes Gold können Besucher am Eisenberg künftig auch unterm Mikroskop bewundern – wo die fein verteilten Flitter unter vielfacher Vergrößerung zu wahren "Nuggets" wachsen. Rund zehn Korbacher und Goldhäuser wurden bislang als Besucherführer geschult. Zum Programm gehörten neben Geschichte und Bergbaukunde auch Goldwaschen und späteres Mikroskopieren. (Foto:jk)

KORBACH – GOLDHAUSEN (jk). Das Projekt "Goldbergbau" kommt immer besser in Schwung. Die Sparkassenstiftung spendete gestern 5000 Euro für den neuen Besucherstollen am Eisenberg. Landrat Helmut Eichenlaub unterstrich die touristische Bedeutung und das enorme ehrenamtliche Engagement des Trägervereins. Der lockt künftig mit Führungen und Goldwaschen rund um Deutschlands größte Goldlagerstätte.
Das Regierungspräsidium muss noch seinen amtlichen Segen geben, dann steht den ersten Führungen im künftigen Besucherbergwerk in Goldhausen nichts mehr im Wege. So werden die ersten Neugierigen mit Grubenhelm und Stiefeln wohl noch im Juni auf Spurensuche der mittelalterlichen Goldgräber gehen.

Bergrechte erwerben

Wichtig für den 2002 gegründeten Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" ist derzeit, auch die Bergrechte zu erwerben. Besitzerin ist weiterhin die "Gewerkschaft Waldecker Eisenberg" unter Federführung der Familie Rauschenbusch aus dem Siegerland. Carl Theodor Rauschenbusch hatte in den zwanziger Jahren am Korbacher Hausberg einen neuen Goldrausch entfacht, der im Korbacher Museum sehr eindrucksvoll dokumentiert ist.
Nach zahlreichen Gesprächen mit Rauschenbuschs Nachfahren steht dem Kontrakt zur übertragung der Bergrechte grundsätzlich offenbar nichts mehr im Wege, berichtete gestern Wolfgang Behle – Ortsvorsteher in Goldhausen und zugleich Vorsitzender des Fördervereins. Was der Verein aber dringend braucht, ist das erforderliche Geld. Insgesamt geht es um rund 40 000 Euro für Besucherstollen, kleine Ausstellung, Räumlichkeiten am Dorfgemeinschaftshaus, Arbeitsmaterial, Lampen bis zu Jacken und Stiefel für Besucher. Rund 10 000 Euro müssen davon für die Bergrechte fließen.
Die Hälfte steuerte gestern die Sparkassenstiftung Waldeck-Frankenberg bei. Landrat Helmut Eichenlaub, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums, und Rolf-Dieter Purrmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, überreichten einen symbolischen Scheck mit 5000 Euro. Die Vereinsspitze um Behle, Gastronom Uli Zabel, Friedrich Bachmann und Claus Günther, Leiter der Korbacher Tourist-Information, nahm den Betrag dankbar entgegen.

Ehrenamtlich engagiert

"Respekt, Dank und Anerkennung für großes ehrenamtliches Engagement", zollte Landrat Eichenlaub beim Treffen am Unteren-Tiefen-Tal-Stollen, dem künftigen Besucherbergwerk. Eichenlaub und Purrmann sehen in dem Projekt einen wichtigen Eckpfeiler zum Erhalt des historischen Goldbergbaus -aber auch für die touristische Vermarktung des gesamten Landkreises. Für die Kreisstadt bedeutet der Stollen zugleich den sichtbaren Beweis in Sachen Stadtmarketing: "Korbach goldrichtig". Die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Zukunft sind mehr als berechtigt, denn der Eisenberg ist Deutschlands größte historische Goldlagerstätte und seit 1250 schriftlich belegt. Der Geologe und Heimatforscher Dr. Jens Kulick ließ kurz vor seinem Tode Ende 1996 den gesamten Goldhäuser Bergbau unter Denkmalschutz stellen.

Stollen und Goldwaschen

Rund 1,2 Tonnen reines Gold gewannen Bergleute und Abenteurer über die Jahrhunderte. Und noch immer steckt über eine Tonne edles Metall im Gestein. So geht es im Besucherstollen um hautnahes Erlebnis und authentische Spuren des Erzabbaus bis hinein in mittelalterliche Grubenbaue. Die Tour führt über 250 Meter tief in den Berg. überdies sollen Besucher künftig in kleinen geführten Gruppen auch Gold waschen in Waldecker Bächen und Flüssen.
Rund zehn engagierte Freiwillige waren bereits in drei Schulungen dabei, um Gästen künftig die Welt des Goldbergbaus fachmännisch zu erklären. An der Spitze stehen als Experten Dr. Wolfgang Homann, früherer Chef des Dortmunder Naturkundemuseums, und Erwin Braun, ehemaliger Leiter des Bergamts Kassel. Beide sind engagierte Mitglieder des Vereins und haben wesentliche Vorarbeit für den Besucherstollen geleistet. Derweil hofft der Verein auf weitere Spenden.
Ansprechpartner für den Verein: Wolfgang Behle, Am Kleegarten 23 in Goldhausen, Tel. 05631/61633. Künftige Führungen und Information: Claus Günther, Rathaus Korbach, Tel. 05631 / 53-231.

WLZ  – im Juni 2003


Leser-Aktion von WLZ und Hessen-Fernsehen – Die Ersten im Besucherstollen

Mittendrin im "Tiefen Tal" des Goldbergs

Untere-Tiefe-Tal-Stollen ist künftig Anlaufpunkt für Besucher. WLZ-Leser durften gestern bei der gemeinsamen Aktion mit dem Hessen-Fernsehen schon mal mit auf die Reise. Mit dabei das Kamerateam, Korbachs Museumsleiter Dr. Wilhelm Völcker-Janssen (I.), der frühere Bergamtsleiter Erwin Braun (5. v. r.), HR-Reporter Jochen Schmidt (Mitte) und Mitglieder des Vereins "Historischer Goldbergbau Eisenberg", die den Stollen in Eigenleistung begehbar machen. (Foto: jk)

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). Glänzende Nuggets trugen sie nicht nach Hause, aber ein Abenteuer war es allemal: WLZ-Leser erlebten exklusiv den künftigen Besucherstollen im Eisenberg und die Dreharbeiten des Hessen-Fernsehens zu einem Film über den Goldbergbau.

562 Meter hoch ist Korbachs Hausberg, das wussten die Sieger unseres Gewinnspiels bestens. Wie es im Innern des Goldbergs aussieht, das kannten bislang nur Geologen und Bergleute. Viele brennen deshalb darauf, Deutschlands größte Goldlagerstätte einmal hautnah zu erleben. Möglichst noch ab Mai soll der Besucherstollen deshalb dauerhaft Einheimische und Touristen locken.

Mit WLZ in der ersten Reihe

Bei einer gemeinsamen Aktion von Waldeckischer Landeszeitung und Hessen-Fernsehen durften drei WLZ-Leser plus Begleitung gestern die Ersten sein: Für sie öffnete sich die stählerne Tür zum Unteren-Tiefen-Tal-Stollen, dessen Ursprünge im 15. Jahrhundert liegen.
Doch bevor es 250 Meter tief in den Berg ging, mussten sich Karin und Harald Rösler (Korbach), Jens und Miriam Mehring (Vöhl), Christoph und Georg Schrey (Korbach) im Dorfgemeinschaftshaus erst mal präparieren: Helme auf, Gummistiefel und Wetterjacken an, dazu das Geleucht, wie es in der Bergmannssprache heißt.
Nach Begrüßung durch Bürgermeister Klaus Friedrich, Ortsvorsteher Wolfgang Behle, WLZ-Redakteur Jörg Kleine und HR-Reporter Jochen Schmidt tauchten die Gewinner ein in fast 1000 Jahre Bergbaugeschichte, die in Mitteleuropa herausragend ist. Als Experte nahm Erwin Braun, früherer Chef des Bergamts Kassel, die Gruppe mit auf die Reise durch 300 Millionen Jahre altes Gestein.

Spuren des Bergbaus

Der Stollen wurde um 1420 in den Berg getrieben, dann unter Regie von Carl Theodor Rauschenbusch (Kirchen/ Sieg) in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts erweitert. Mal dunkel (Mangan), mal knallrot schillernd (Eisen), mal seifig und hell gebändert (Tuffite) zeugen Spuren von den geologischen Prozessen im Gestein, die letztlich auch das goldene Erz anreicherten. Regelrechte Goldklumpen sind hier zwar nicht zu finden, aber fein verteilt steckt immer noch über eine Tonne edles Metall im Eisenberg. Am Ende der 250 Meter langen und gut zugänglichen Strecke gab Braun für die neugierigsten der Besucher auch noch den Blick frei auf die engen, mittelalterlichen Grubenbaue, die den Eisenberg als historisches Industriedenkmal so wertvoll machen.

Derweil hielt der Hessische Rundfunk die Tour in die Goldhäuser Unterwelt in Bild und Ton fest, ließ WLZ-Leser ihre Eindrücke vor der Kamera schildern. Aber mehr dazu gibt es am Montag, 19.30 Uhr, in der Hessenschau. "Hessen von unten" heißt die laufende Serie.
Resümee der sechs ersten Besucher, die nach rund einer Stunde wieder wohlbehalten ans helle Tageslicht kamen: ein einzigartiges Erlebnis mit vielen neuen Eindrücken mitten in der Heimat. Erkenntnis des tapferen HR-Reporters Jochen Schmidt: In (fernsehjtechnischen Notlagen bewahren selbst Gummistiefel manchmal nicht vor nassen Füßen.

WLZ  – im Mai 2003


Unterer Tiefentalstollen Goldhausen voraussichtlich ab Juni frei für Touristen

Harte Arbeit im dunklen Stollen

Tief unter der Erde: Mitglieder des Vereins Historischer Goldbergbau Eisenberg tragen einen Haufen aus Steinen und Matsch ab, der im Unteren Tiefentalstollen bei Goldhausen den Weg versperrt. Mit dabei (v. L): Wolfgang Behle, Rudolf Fabinger, Alexander Sessler, Karl-Helmut Tepel und Ingo Schulz.

GOLDHAUSEN. Es ist dunkel und eng. Von der niedrigen Decke tropft Wasser. Der schwache Schein der Kopflampe erleuchtet den Gang nur zwei, drei Meter weit. In der Ferne ertönt ein Geräusch. Ein Schaben und Kratzen. Es wird lauter, der Lichtschein stärker. 400 Meter tief im Eisenberg stoßen acht Männer immer wieder ihre Schaufeln in einen großen Haufen aus Abraum.

Diese Szene im Unteren Tiefentalstollen bei Goldhausen könnte im Mittelalter spielen. Vor Hunderten von Jahren war der Schacht angelegt worden, um nach Gold zu suchen. Die Szene passt aber auch in unsere Zeit: Am Samstag rackerten Mitglieder des Vereins Historischer Goldbergbau Eisenberg in dem alten Stollen. Die Gruppe um Vorsitzenden Wolfgang Behle macht den Unteren Tiefentalstollen Touristen-fertig. Anfang Juni soll er voraussichtlich für Besucher geöffnet werden, schätzt Behle.
Zurzeit ist der schmale Schacht nur 240 Meter weit begehbar, ohne dass die Kleidung stark schmutzig wird und die Helme gegen die Decke krachen. Dann versperrt ein Hügel aus Stein und Erde den Weg. Und den tragen die Männer noch an den kommenden zwei Samstagen ab. Wenn der Haufen weg ist, können Besucher noch 160 Meter tiefer in den Berg. Dort stehen Holzstützen – zwar neu angebracht, aber nach alter Bauart. Und nicht aus Sicherheitsgründen, sondern um zu zeigen, wie Bergleute früher die Gänge sicherten. Nach diesem Stück wird der Gang schmaler und niedriger – nicht mehr für Führungen gedacht.

Bevor der Goldstollen für Touristengruppen geöffnet wird, haben die Männer noch einiges zu tun. Schubkarre um Schubkarre, gefüllt mit schwerem Schlamm und Geröll, fahren die Männer aus dem Schacht. Provisorisch angebrachte Lampen und Leuchten an den Helmen weisen ihnen den Weg durch tiefe Pfützen – abenteuerliche Arbeit im Innern des Eisenbergs. Wenn sie fertig sind, prüft das Bergamt noch einmal den Unteren Tiefentalstollen. Das Amt muss dann den Gang freigeben.
Für die beiden nächsten Samstage sucht der Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg noch Helfer, die im Unteren Tiefentalstollen die Schaufeln schwingen.
Informationen unter 0171/22 29 18 1 (ABG)

HNA  – im Mai 2003


Wettbewerb der Korbacher Feuerwehren

Goldener Pokal für Goldhausen II

Die Sieger: Lengefeld l, Goldhausen II und bei den Jugendlichen Goldhausen l holten sich während der Korbacher Pokalwettkämpfe die Trophäen.

HELMSCHEID. Korbacher Stadtpokal der Feuerwehren: Um den wurde gestern in Helmscheid gekämpft. Die insgesamt 21 teilnehmenden Feuerwehrgruppen – Jugendwehren und Einsatzabteilungen – kamen aus neun Korbacher Ortsteilen.

Der Wettbewerb diente aber nicht nur der Ermittlung des Pokalsiegers. Er war gleichzeitig auch Vorbereitung auf den Kreisentscheid aller Waldeck-Frankenberger Feuerwehren am 25. Mai in Korbach.

In der Klasse der aktiven Feuerwehrmitglieder belegte die Gruppe Lengefeld I mit 1000 Punkten und einer Verteilerzeit von 1,12 Minuten den ersten Platz. Die Mannschaft aus Goldhausen holte mit ebenfalls 1000 Punkten, dafür einer Verteilerzeit von 1,20 Minuten den Pokal für den zweiten Sieger. Auf dem dritten Platz, mit 995 Punkten, steht die Nordenbecker Feuerwehr, gefolgt von den Wehren aus Nieder-Ense (mit 915 Punkten), Rhena (mit 887 Punkten), Ober-Ense (mit 869 Punkten) und Lelbach (mit 807 Punkten).
Bei den Pokalkämpfen ohne Fragebogen holte die Gruppe Goldhausen II mit 1000 Punkten und einer Verteilerzeit von 1,25 Minuten den goldenen Pokal. Lengefeld II brachte es mit 1000 Punkten und einer Zeit von 1,27 Minuten auf den zweiten, Meineringhausen mit 984 Punkten auf den dritten Platz.
Auf Platz vier und fünf stehen Helmscheid (938 Punkte) und die Lengefelder Damengruppe (902 Punkte).
Die Abteilung der Jugendlichen: Die Gruppe Goldhausen I erkämpfte mit 1495,6 Punkten den ersten, Goldhausen II mit 1463 Punkten den zweiten Platz. Mit 1458,2 Punkten belegte die Mannschaft aus Lelbach Position drei, gefolgt von der Rhenaer Jugendwehr (mit 1400,6 Punkten), Nieder-Ense (mit 1297,2 Punkten) und Meine-ringhausen (mit 1273,6 Punkten). (ZBG)

HNA  – im Mai 2003


Reinhold Krüger und Hartmut Scharfe prägten über lange Jahre das musische Geschehen im Landkreis

Goldhäuser Goldjungs mit Spaß an der Musik

Musikalische Werbung für Goldhausen: Hartmut Scharfe (links) und Reinhold Krüger sind musikbegeistert. FOTO: TRAUTMANN

GOLDHAUSEN. Der Eisenberg mit dem Georg-Viktor-Turm, Goldbergbau und erfolgreiche Feuerwehrmannschaften – das verbindet man gerne mit dem Korbacher Ortsteil. Doch auch für die heimische Chor- und Musikszene ist Goldhausen ein Synonym.

Mit Hartmut Scharfe – er wird am 31. März 70 Jahre alt – und Reinhold Krüger, der bereits am 2. Februar seinen siebzigsten Geburtstag feierte, wohnen dort zwei rüstige Rentner im musikalischen Unruhestand. Reinhold Krüger wurde in Goldhausen geboren und verbrachte später die Schulzeit in Korbach, ehe seine Familie wieder zurück in das kleine Dorf am Eisenberg zog. In einem Korbacher Autohaus absolvierte Krüger eine Lehre, bildete sich in Kassel weiter zum Kfz-Meister und ist vielen Opel-Fahrern noch ein Begriff. Seine Freizeit widmet er dem Chorgesang. Vater Willi Krüger legte dazu den Grundstein, indem er den mitunter widerwilligen neunjährigen Sohn ins Geigenspiel einwies. Allmählich bekam Reinhold Krüger Spaß an der Musik und lernte den Umgang mit Schlagzeug und Akkordeon. 1964 suchte der Chor Helmscheid einen Chorleiter.
Auf Drängen seines Vaters versuchte sich Krüger dort als Chorleiter – und wollte nach der ersten übungsstunde wieder aufgeben. Doch die Sänger machten dem Anfänger Mut, so dass Krüger im Dirigentenamt immer sicherer wurde.

Er nutzte Möglichkeiten zur Weiterbildung und wurde von seinem Vater unterstützt. Es blieb nicht bei dem einen Chor, Krüger leitete bald auch den Gemischten Chor Nordenbeck sowie die Männergesangvereine Wirmighausen und Eppe. Krüger bezeichnet sich als Laienchorleiter, hat er sich doch seine Kenntnisse ohne Musikstudium selber angeeignet. Nebenbei engagierte er sich im Schützenverein, bei der Feuerwehr und bis zur Eingemeindung Goldhausens im Gemeinderat.
Hartmut Scharfes Geburtsort ist Delitzsch bei Leipzig. Er wuchs in Eilenburg an der Mulde auf und übersiedelte 1947 mit seiner Familie nach Korbach. Hier machte er 1954 sein Abitur an der Alten Landesschule und begann anschließend mit dem Lehrerstudium in Weilburg. Hauptfach war Musik. Ab 1958 unterrichtete Scharfe als Junglehrer an der Volksschule in Goldhausen und ab 1974 an der MPS Goddelsheim. "Ich war Klassenlehrer zahlloser Kinder", erzählt er. 1962 wollte man den Lehrer als Chorleiter für den MGV Nieder-Ense gewinnen. Zögernd nahm er das Amt an, hatte aber rasch Erfolg damit. Einige Jahre später übernahm er den Gemischten Chor Goldhausen und den MGV Ober-Ense. Scharfe gründete die Landjugend Goldhausen, die als Volkstanz- und Trachtengruppe bekannt wurde, aber nicht mehr besteht. 1973 gründete er den Musizierkreis Eisenberg, diese Gruppe gibt es heute noch und erst seit kurzem hat sie einen anderen Leiter.

Musikalität liegt bei Scharfes in der Familie: "Immer war die Musik mein Begleiter", erinnert sich Scharfe. Wie Krüger wurde auch er Mitglied im Schützenverein und bei der Feuerwehr. Außerdem kümmert er sich um die Kriegsgräberfürsorge.
Scharfe und Krüger gründeten beide eine Familie und bauten ein Haus. Anfang der sechziger Jahre machten die Männer zusammen Tanzmusik, waren Sänger im Goldhäuser Gesangverein und wurden Chorleiter. Sie verstehen sich gut und vertreten sich im Dirigentenamt. Für ihr ehrenamtliches Wirken erhielten sie Auszeichnungen der Sängerbünde sowie den Ehrenbrief des Landes Hessen.
Auch wenn Scharfe und Krüger inzwischen Nachfolger für ihre Chorleitertätigkeiten suchen – sind sie noch ständig auf Achse für ihre musikalischen Hobbys. (ZUT)

HNA  – im März 2003


Musizierkreis Eisenberg unter neuer Leitung

Berberich gibt den Ton an

Gerald Berberich ist neuer Dirigent des Musizierkreises Eisenberg. (Foto: pr)

KORBACH – OBERENSE (r). Das Orchester des Musizierkreises Eisenberg hat seit Jahresbeginn mit Gerald Berberich offiziell einen neuen Dirigenten. Nachdem der Gründer und bisherige Dirigent des Vereins, Hartmut Scharfe, nach 28-jähriger Arbeit Ende 2001 sein Amt abgab, hatte Berberich das Orchester zunächst kommissarisch begleitet.

Zunächst übernahm Gerald Berberich im September für drei Monate probeweise die Leitung des Orchesters. Nach dieser Schnupperphase erklärte er sich bereit, ab Januar offiziell als Dirigent zu fungieren.
In der Jahreshauptversammlung des Musizierkreises wählten die Mitglieder ihren Dirigenten nun auch zum Vorsitzenden des Vereins. Berberich löst damit Helga Falarzik ab, die ihr Amt aus persönlichen Gründen niederlegte. Dem Vorsitzenden stehen vier Beisitzer zur Seite: Gerlinde Vogel, Anja von der Ehe, Ute Kesting und Dagmar Brieden. Des Weiteren wurden in den Vorstand gewählt: Christina Vesper (zweite Vorsitzende), Gabi Kann (Schriftführerin), Regina Zimmermann (Kassenwart) und Harald Hutwelker (öffentlichkeitsarbeit). Der ehemalige Kassenwart Hans-Jürgen Jost kandidierte nach über 20 Jahren im Vorstand aus beruflichen Gründen nicht mehr.

Gerald Berberich hat sich während seiner Arbeit an der Korbacher Musikschule berufsbegleitend an der Bundesjugendakademie in Trossingen zum Gitarrenlehrer ausbilden lassen. 13 Jahre engagierte er sich an der Musikschule besonders für die Gruppen- und Ensemblearbeit mit jungen Leuten. Seit 1996 arbeitet er als selbständiger Musiker mit eigenem Studio.
Die Möglichkeit, wieder mit jungen Menschen zu musizieren, war ausschlaggebend für ihn, auf den Musizierkreis Eisenberg zuzugehen. Bereits nach den ersten Proben war der entscheidende Funke übergesprungen. Musikalische Elemente wie E-Gitarre, E-Bass, Percussion, Keyboard und Gesang erweitern nun das Klangspektrum des Orchesters. Neue Arbeits- und Probenelemente stießen auf gute Resonanz. Entsprechende Reaktionen aus den Reihen der Aktiven zeigen den Verantwortlichen, dass die musikalische Zukunft des Orchesters beim neuen Leiter in guten Händen liegt.
Weitere Interessenten – es wird noch ein Schlagzeuger gesucht – können sich bei Herrn Berberich (Tel. 05631/8986 oder 0171/9857214) melden.

WLZ  – im März 2003


Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" – Im Mai soll Besucherstollen eröffnet werden:

Mit Helm und Leuchten in die Goldgrube

Im kommenden Mai soll der Besucherstollen in Goldhausen möglichst eröffnet werden. Mit Helm und Leuchte geht es dann in die goldene Unterwelt des Eisenbergs – wie hier Vereinschef Wolfgang Behle, Geologe Erwin Braun und Christoph Köthke bei einer Erkundungstour im vorigen Herbst (Foto: jk)

KORBACH (jk). Das Ziel ist ehrgeizig, aber der Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" ist hoch motiviert: Im Mai sollen die ersten Besucher in Goldhausens goldene Unterwelt abtauchen. Inzwischen liegt auch ein Angebot vor, die Bergrechte wie geplant zu übernehmen.

Die Offerte der "Gewerkschaft Waldecker Eisenberg" liegt bei 10000 Euro, um die Rechte zu erwerben. Der Verein hätte damit freie Fahrt, um Besuchern aus nah und fern echtes Abenteuer zu bieten. Denn der Eisenberg ist Deutschlands größte historische Goldlagerstätte. Insgesamt 14 Kilometer Such- und Abbaustrecken stehen seit 1997 unter Denkmalschutz.
Fest im Visier hat der Verein mit Goldhausens Ortsvorsteher Wolfgang Behle an der Spitze den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen. Das mittelalterliche Bergbaurelikt ist mit moderatem Aufwand herzurichten und soll Besucher rund 250 Meter tief in den Berg führen.

Viel Eigenleistung

Auch für die Ausrüstung ist bereits gesorgt. Hessens Umweltminister Wilhelm Dietzel überreichte zuletzt 5000 Euro aus einem Fördertopf des Landes. Die Summe hat der Verein bereits bestens investiert – in Stiefel, Helme und Jacken für die künftigen Besucher. Lampen samt Ladestation der voriges Jahr geschlossenen Grube Hirschberg sollen folgen. Die Spezialisten liefern überdies Holz, um einige Punkte im Stollen zu befestigen, erklärt Claus Günther. Er ist Schriftführer des Vereins und Leiter der Tourist-Information der Stadt Korbach.
Zudem muss das Wasser im vorderen Teil des Stollens noch seitlich kanalisiert werden. Somit steht für die Vereinsmitglieder noch schweißtreibende Arbeit auf dem Plan.
Ende März/Anfang April, wenn die winterliche Schutzfrist für die Fledermäuse endet, soll es losgehen. Parallel geht es darum, eine frühere Wohnung am Dorfgemeinschaftshaus als Anlaufziel für Besucher zu renovieren. Farbe und Tapeten hat der Verein schon besorgt.

Besucherführer

In den Startlöchern stehen ebenso rund zehn Mitglieder, die künftig Führungen übernehmen. Für praxisnahe Ausbildung bürgen dabei Erwin Braun und Dr. Wolfgang Homann, beide Mitglieder des Vereins und Kenner des Eisenbergs. Braun war früher Chef des Bergamts Kassel, Homann Leiter des Naturkundemuseums Dortmund.
Und selbst beim Hessentag in Bad Arolsen möchte der Verein den Eisenberg ins Rampenlicht rücken. Vorgesehen ist ein Motivwagen für den großen Festzug – wenn sich eine Arbeitsgruppe dafür findet.
Derweil gilt es für den Vereinsvorstand, möglichst bald die wichtigste Hürde zu nehmen: die Bergrechte unter Dach und Fach zu bringen. Regie bei den Anteilseignern führt noch immer die Familie Rauschenbusch aus dem Siegerland, die in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts einen neuen Goldrausch am Eisenberg entfachte. Gisela Rauschenbusch, die das Goldhäuser Vermächtnis ihres Vaters Carl Theodor bis zuletzt verwahrte, starb voriges Jahr. Alleiniger Liquidator zur Auflösung der Gewerkschaft ist damit deren Neffe Professor Müller-Jahncke

Bergrechte kaufen

Voraussichtlich im April will Müller-Jahncke zu einer Versammlung der Anteilseigner rufen, um auch über den Verkauf der Bergrechte zu entscheiden. Klarer Auftrag durch die Mitgliederversammlung des Goldbergbau-Vereins ist deshalb, bei den Verhandlungen am Ball zu bleiben. Zu klären sind auch Versicherungsfragen gegen eventuelle Bergschäden in der Zukunft.
Größte Herausforderung ist indes die Finanzierung, denn als Verhandlungsbasis stehen 10 000 Euro im Raum – die der gemeinnützige Verein derzeit nicht aufbringen kann. Zwar hat die Sparkassenstiftung einige Tausend Euro Förderung zugesagt, signalisiert Günther. Und auch der Lions-Club Korbach-Bad Arolsen will 500 Euro beisteuern. Doch der Verein braucht weitere Spenden, um das goldene Erbe Korbachs zu bewahren und zugänglich zu machen.

WLZ  – im März 2003


Gemischter Chor Eisenberg zieht Bilanz

19 Auftritte und 36 Proben

In der Versammlung des gemischten Chores Eisenberg wurden langjährige Mitglieder ausgezeichnet. Unser Bild zeigt (v. I.) Gisela Krüger, Vorsitzenden Günther Vahland, Werner Eimer, Helene Tepel, Chorleiter Hartmut Scharfe und die Vorsitzende des Sängerbezirks Korbach, Annelies Weibel. (Foto: pr)

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). In der Jahreshauptversammlung des gemischten Chores Eisenberg in Goldhausen blickte Vorsitzender Günther Vahland auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Außerdem wurden treue Mitglieder geehrt.

Der Chor traf sich in den zurückliegenden Monaten zu 36 Proben und 19 öffentlichen Auftritten, zog Vahland Bilanz. Zu den musikalischen Höhepunkten zählten die Teilnahme am Altstadt-Kulturfest und die Auftritte bei mehreren Veranstaltungen befreundeter Vereine. Der Verein zählt aktuell 34 aktive und 36 passive Mitglieder.
Chorleiter Hartmut Scharfe war mit der geleisteten Arbeit zufrieden. Er würde gern mit mehr Sängerinnen und Sängern arbeiten und ermunterte die Mitglieder, im Freundes- und Bekantenkreis entsprechend zu werben. Bei den in diesem Jahr anstehenden Terminen stellte Scharfe die Jubiläumsveranstaltung zum 80-jährigen Bestehen des gemischten Chores Eisenberg am 7. und 8. Juni in Goldhausen heraus.

Die Vorsitzende des Sängerbezirks Korbach, Annelies Weibel, zeichnete in der Versammlung zwei verdiente Mitglieder aus. Urkunde und Ehrennadel für 50-jähriges aktives Engagement nahmen Gisela Krüger und Helene Tepel in Empfang. Außerdem wurde Werner Eimer für 25-jährige passive Mitgliedschaft von Günther Vahland mit einer Urkunde geehrt.

WLZ  – im Februar 2003


Verein "Unser Dorf Goldhausen"

Jahreshauptversammlung karnevalistisch aufgelockert

KORBACH – GOLDHAUSEN (r). Ein karnevalistisches Programm sorgte in der vergangenen Woche für ein volles Haus bei der Jahreshauptversammlung des Vereins "Unser Dorf Goldhausen". Im nächsten Jahr soll es eine öffentliche Karnevalsfeier geben.

Zu Beginn der Jahreshauptversammlung blickte Vorsitzender Dirk Vahland auf die vielen Veranstaltungen des vergangenen Jahres zurück. Ein besonderer Höhepunkt war aus Vereinssicht das Theaterwochenende, das bei allen Bürgern sehr gut angekommen war. Vahland dankte den Mitgliedern für die geleistete Arbeit bei der Pflege der Goldhäuser Gemarkung und der Kinder- und Jugendarbeit. Um alle diese Veranstaltungen weiterhin umsetzen zu können, wurden die einst zur Aktion "Unser Dorf" gegründeten Arbeitsgruppen wieder aktiviert. Mit den Gruppen "Bau- und Wartungsmaßnahmen", "Büsche, Bäume und Naturschutz", "Festausschuss", "Kinder- und Jugendarbeit" sowie der Gruppe "Dokumentation" soll die Arbeit in Zukunft besser verteilt werden und einfacher zu organisieren sein.

Durch diese neue Gruppenverteilung wurde es möglich, den Kinderkarneval nun doch am 3. März durchzuführen. Weitere Höhepunkte werden neben den Aktionstagen das Dorffrühstück am 30. März, das Kinderspielfest am 19. Juli und die Adventsfeier am 14. Dezember sein. Heinrich Schüttler und Wilfried Vahland wurden in Abwesenheit für ihre 25-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Mit einem Loblied auf das Bier eröffnete Dirk Vahland das anschließende Karnevalsprogramm. "Ich find mich schön", kommentierte Ursula Benirschke aus der Butt und amüsierte durch eine wunderbar schrullige Verkleidung. Welche Missverständnisse bei einer Hotelbuchung auftreten können, spielten Petra und Walter Thielemann vor. Auch der Goldhäuser Goldjupp (Ulrich Fischer) sowie die spontane Einlage von Bernhard Tent und Walter Thielemann heizten die Stimmung der Gäste weiter an. Dirk Vahland trug im passenden Kostüm die Sorgen und Nöte eines Babys vor. "So macht eine Generalversammlung Spaß", wurde von vielen die Initiative der Vereinsmitglieder bei der Programmgestaltung gelobt.

Ortsvorsteher Wolfgang Behle empfahl dem Verein, dieses Programm allen Goldhäusern zu präsentieren. Das sprach den Verantwortlichen Mut zu, im nächsten Jahr eine öffentliche Karnevalsveranstaltung in Goldhausen zu organisieren.

WLZ (ohne Bilder) – im Februar 2003


Wechsel und Beförderungen bei der Goldhäuser Feuerwehr

Andreas Sinsch neuer Wehrführer

Karl-Helmut Tepel (2. v. r.) gab den Vorsitz der Goldhäuser Feuerwehr an Andreas Sinsch ab (2. v. I.). Anja Mütze erhielt das goldene Leistungsabzeichen des Kreises, Luisa Behle wurde zur Oberfeuerwehrfrau befördert.

KORBACH – GOLDHAUSEN (r). Andreas Sinsch ist neuer Wehrführer in Goldhausen. Vorgänger Karl-Helmut Tepel skizzierte bei der Jahreshauptversammlung ein ereignisreiches Jahr für die Brandschützer.

Bei den Vorstandswahlen im Goldhäuser Gemeinschaftshaus trat Karl-Helmut Tepel nicht mehr an. Zehn Jahre lenkte Tepel in Personalunion als Vorsitzender und Wehrführer erfolgreich die Geschicke der Freiwilligen Feuerwehr im Korbacher Ortsteil.

Tepels Nachfolger ist Andreas Sinsch, als Stellvertreter würde Arno Zenke bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurden die Jugendwarte Dirk Straußberg und Dirk Wilke. Beide stellten sich vorerst j edoch nur für zwei Jahre zur Verfügung.
Neuer Kassierer der Goldhäuser Brandschützer ist Bernd Zenke, zum Gerätewart wurde Walter Thielemann gewählt. Sie lösten Volker Vahland und Wilfried Jesinghausen ab, die sich nicht mehr zur Wahl stellten. Bernd Mütze tritt als Schriftführer die Nachfolge von Andreas Sinsch an. Als Beisitzer wurde Albert Illian bestätigt.
Der scheidende Vorsitzende Tepel blickte im Jahresbericht auf viele Ereignisse zurück. Insgesamt leisteten die Goldhäuser 2002 fast 1600 ehrenamtliche Dienststunden.
Geprägt war das vergangene Jahr im Ortsteil von Umbau- und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses. Aktive und passive Mitglieder erbrachten zusätzlich etwa 1600 Arbeitsstunden. Zum ersehnten Tag der offenen Tür gaben die Brandschützer dann für alle Bewohner einen interessanten Einblick in die Arbeit der Wehr. Dazu zählten eine Fahrzeugausstellung und Vorführungen – etwa die Rettung von eingeklemmten Personen nach einem Autounfall.

Insgesamt sechsmal wurde die Feuerwehr im Vorjahr alarmiert. Beim ersten Einsatz, einem Zimmerbrand in Goldhausen, waren die Männer und Frauen bereits vier Minuten nach Alarm an der Einsatzstelle und vermieden somit größeren Schaden. Dazu kam der Brand eines Möbelhauses in Korbach. Ausrücken mussten die Brandschützer ebenso zu technischen Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen und Hochwasser. Gut gerüstet zeigten sich die Goldhäuser zugleich in Wettkämpfen. Beim Kreisentscheid in Korbach belegte Goldhausen den 14. Platz. Beim Stadtpokal in Meineringhausen errang der Ortsteil in einer Gruppe Rang zwei, in einer weiteren Gruppe den dritten Platz – mit einer reinen Frauenmannschaft.
Wie leistungsfähig die Goldhäuser Feuerwehrfrauen sind, zeigen auch Auszeichnungen und Beförderungen. Korbachs Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt gratulierte Luisa Behle, die zur Oberfeuerwehrfrau befördert wurde, und Anja Mütze, die das goldene Leistungsabzeichen des Landkreises erworben hat.

Jugendwart Dirk Straußberg zeigte sich besonders erfreut über die starke Beteiligung der Jugendlichen – ob Wettkämpfe, Zeltlager, Umweltaktionen oder Organisation des Osterfeuers. Herausragend war für die Nachwuchswehr die Fahrt in Korbachs tschechische Partnerstadt Vysoke Myto. Ein Gegenbesuch aus Tschechien ist bereits geplant.
Stadtrat Heinz Graf überbrachte bei der Hauptversammlung die Grüße des Magistrats. Wie Graf dankten auch Ortsvorsteher Wolfgang Behle und Stadtbrandinspektor Schmidt für das große Engagement der Wehr. Dabei nahm Schmidt die jungen Goldhäuser Lena Behle, Stefan Frese, Katrin Tepel und Marc Saure neu in den aktiven Dienst auf.

WLZ – im Januar 2003


Lotto-Mittel als Gewinn fürs Besucherbergwerk:

übergabe am Sankt-Georgs-Schacht

Hessens Umweltminister Wilhelm Dietzel ist zuversichtlich für das Projekt, den Goldbergbau künftig als Erlebnis für Besucher zu öffnen, betonte er beim Treffen mit Ortsvorsteher Wolfgang Behle. In den Händen das Gestein aus dem Eisenberg als Symbol. (Foto: jk)

KORBACH-GOLDHAUSEN (jk). Grubenhelm auf, Stiefel an: Im Mai sollen die ersten Besucher ins Goldbergwerk am Eisenberg abtauchen. Die Landesregierung hat einen Obolus beigesteuert, um das Projekt für einen Besucherstollen zu verwirklichen.

Wilhelm Dietzel kam nicht mit leeren Händen nach Goldhausen. Keine Goldbarren zwar, aber immerhin 5000 Euro aus dem Lotto-Topf des Landes. Und aus diesem dankbaren Fundus können die hessischen Minister einige Anliegen aus ihrem Ressort fördern. So bringt ausgerechnet das Glücksspiel für Goldhausen posthum mehr ein als monatelanges Schuften manches Bergarbeiters im Laufe der Jahrhunderte.
Nach der Gründung des gemeinnützigen Vereins "Historischer Goldbergbau Eisenberg" sind die Mitglieder um den Vorsitzenden Wolfgang Behle in die Offensive gegangen, um mit Nachdruck ein ehrgeiziges Projekt wahr werden zu lassen: Besucherführungen in den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen. Denn der Eisenberg, das ist amtlich, ist Deutschlands größte historische Goldlagerstätte.

Immer wieder zerschlugen sich in der Vergangenheit Ideen, das mittelalterliche Erbe für die Gegenwart sichtbar und nutzbar zu machen. So fühlten sich im Stollen bislang vor allem einige Fledermausarten heimisch. Die sollen auch in Zukunft nicht um ihren Winterschlaf gebracht werden, aber von Frühjahr bis Herbst dürfen künftig Besuchergruppen Goldhausens Unterwelt entdecken.
Die Chancen stehen prächtig, denn inzwischen engagieren sich selbst erfahrenste Bergbauspezialisten im Verein: Dr. Wolfgang Homann, ehemals Leiter des Dortmunder Naturkundemuseums, und Erwin Braun, früher Chef des Bergamts Kassel.

Im ersten Zug braucht der Verein rund 20000 Euro, addieren Behle, Schriftführer Claus Günther und Kassierer Karl-Helmut Tepel beim Treffen mit Umweltminister Dietzel im Feuerwehrhaus. Da geht es vor allem um die Schulung von Besucherführern, um Helme, Bekleidung und die frühere Hausmeisterwohnung im Dorfgemeinschaftshaus. Dort soll in Zukunft der Treffpunkt für Gäste eingerichtet werden. Parallel arbeitet der Verein daran, die Bergrechte zu erwerben. Die liegen noch immer bei der "Gewerkschaft Waldecker Eisenberg", mithin der Familie Rauschenbusch. Carl Theodor Rauschenbusch hatte zusammen mit Industriepartnern in den 20er und 30er Jahren vorübergehend einen neuen Goldrausch am Eisenberg entfacht. Voriges Jahr starb Rauschenbuschs Tochter Gisela, und die Erben sind offenbar bereit, die Bergrechte zu verkaufen.
Mit dem Zuschuss aus dem Lotto-Topf und einer Zusage der Sparkassenstiftung über weitere 5000 Euro lässt sich in Goldhausen also planen. Aber rund 10 000 Euro müssen die Goldförderer noch auftreiben. Da sind auch Spenden aus der Bevölkerung höchst willkommen.

Derweil hörte Dietzel bei den Plänen des Vereins genau hin, schließlich gehört neben Umwelt, Landwirtschaft, Forsten und Naturschutz auch Bergbau in sein Ressort. Und ein Goldberg, der zur Entdeckungsreise für Besucher lockt, wäre natürlich auch für ganz Hessen eine prächtige Werbung. "Sie sollten nur dem Finanzminister nicht zu viel erzählen", schmunzelte Dietzel. Doch die goldenen Reserven im Eisenberg sind zwar noch immer tonnenschwer – nur nicht wirtschaftlich umzumünzen.
Als Rohstoff für gebeutelte staatliche Etats kommt das Goldhäuser Erz somit nicht in Frage.
An Ideen zur Vermarktung mangelt es hingegen nicht: Der Verein könne doch symbolische Aktien als ansprechend gestaltete Erinnerungsstücke verkaufen, schlug Dietzel vor – "am besten schon beim Hessentag in Bad Arolsen".
Fernziel wäre dann, auch den St.-Georgs-Schacht bis in rund 40 Meter Tiefe für hartgesottene Besucher zu öffnen – und Goldwaschen für Gäste anzubieten. So könnte Goldhausen fortan wohl goldene Zeiten erleben.

Jeder Interessent kann Mitglied werden im Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg". Ansprechpartner: Claus Günther, Tourist-Information Rathaus (Tel. 05631/53-231). Spendenkonto: 79376, Sparkasse Waldeck-Frankenberg, BLZ 52350005.

WLZ – im Januar 2003

Presseberichte 2002

Presseberichte 2002


Wasserrohrbruch im Gemeinschaftshaus

Frost bescherte Goldhäusern eine unliebsame überraschung

Pech für die Goldhäuser: überm Saal des Gemeinschaftshauses platzte ein Wasserrohr. Das Wasser lief erst in den Saal, dann durch bis in den Keller. Nach Silvester sollen Entfeuchtungsmaschinen die Räume wieder trockenlegen.

von Jörg Kleine

KORBACH-GOLDHAUSEN. Frost im Wasserrohr sorgte für überschwemmung im Goldhäuser Dorfgemeinschaftshaus. Das Wasser lief vom Dachboden bis runter in den Keller.

Für ihr Dorfgemeinschaftshaus legen sich die Goldhäuser seit anderthalb Jahren ins Zeug. Dabei probten sie ein neues Modell in Korbach: Die Stadt zahlt für Bauvorhaben eine vorher fixierte Summe Geld, der Ortsbeirat bekommt Freiraum bei der Umsetzung.

Profitieren sollen davon beide Seiten, denn die Stadt will möglichst sparen, die Dörfer wiederum haben Interesse, dass sich Eigenleistung auch sichtlich bezahlt macht.
Goldhausens Ortsvorsteher Wolfgang Behle ist denn auch zufrieden. Das Dorfgemeinschaftshaus hat inzwischen einen Küchenanbau, dazu ein Kühlhaus. Insgesamt bietet sich den Goldhäusern damit mehr Platz für Treffen und Feiern. Im gleichen Zug gab es neue Fliesen für Toilettenräume und Ausschank, überdies ein großes Fenster mit Zugang vom Saal aufs Grundstück. Auch für gebrauchtes Pflaster aus der Korbacher Altstadt fanden die Goldhäuser am Gemeinschaftshaus beste Verwendung.
Kurz vor der geplanten Eröffnungsfeier macht ihnen ausgerechnet Väterchen Frost einen Strich durch die Rechnung. Beim plötzlichen Temperatursturz zuletzt ist eine Wasserleitung unterm Dach zugefroren und dann geplatzt. Das Wasser lief durch die Decke zunächst in den Saal, stieg auf zehn Zentimeter – und sickerte dann runter bis in den Keller.
Das Neujahrsschießen im Schützenraum haben die Goldhäuser bereits abgesagt, denn erst mal muss die Suppe wieder ausgelöffelt werden. Entfeuchtungsgeräte sollen die Räume nach Silvester möglichst schnell wieder trockenlegen.

Möglicher Fehler bei der Eigenleistung? "Nein, das ist völlig auszuschließen", betont Horst Paul vom Korbacher Bauamt. Das – isolierte – Wasserrohr unterm Dach hat mit der Erweiterung der Küche nichts zu tun. Die Goldhäuser hatten einfach Pech, noch dazu, weil ein Teil ihrer Arbeit wieder zunichte gemacht worden ist. Denn die neuen Tapeten mussten inzwischen wieder runter.
Trotzdem behält Wolfgang Behle die baldige Eröffnungsfeier im Visier: wenn nicht im Januar, dann eben im Februar.

WLZ – im Dezember 2002


Handarbeit hilft: 2000 Euro

Groß war die Freude beim Handarbeitskreis der Eisenberger Landfrauen, dass bei ihrem Basar im November nahezu alle Handarbeiten sowie sämtliche Kuchen verkauft worden waren. Freude dann am Montag auch bei Dr. Michael Ehrlich. Denn der Vorsitzende des Korbacher Fördervereins für krebskranke Kinder nahm den Erlös des Basars entgegen: 2000 Euro. Seit Juli hatten die 20 Frauen aus Goldhausen, Lengefeld, Nordenbeck, Ober- und Nieder-Ense auf den Basar hingearbeitet. Montags trafen sie sich und frönten ihrem Hobby Handarbeit. Da wurde gestickt, gehäkelt, geheftet, geklebt und gemalt. Seit acht Jahren gibt es den Handarbeitskreis innerhalb des Landfrauenvereins Eisenberg. Der Markt in Nieder-Ense war ihr dritter Basar. Zuvor hatten die fleißigen Bienen um Vorsitzende Ingrid Schulze und die Leiterin des Handarbeitskreises, Helga Rütter, ein Kirchenprojekt sowie eine kranke Frau finanziell unterstützt. (zmo) Foto: Briehl

HNA – im Dezember 2002


WLZ-Adventskalender: Blick in den St.-Georgs-Schacht in Goldhausen

In einem gewissen Berge Gold gefunden

Hier geht”s hinunter: Der Dortmunder Geologe Dr. Wolfgang Homann öffnet die Tür zum St.-Georgs-Schacht in Goldhausen. Homann ist einer der besten Kenner des Goldbergbaus am Eisenberg.Foto: jk

von Jörg Kleine

KORBACH-GOLDHAUSEN. Advent, Advent – die Waldeckische Landeszeitung hat einen Adventskalender zusammengetragen, in dem Sie, unsere Leser, jeden Tag ein Türchen öffnen können, das Ihnen für gewöhnlich verschlossen bleibt. Ob ein Turbinenhäuschen, eine Bodenluke oder der Eingang eines Bunkers: Hinter jeder Tür verbirgt sich eine Geschichte. Diesmal öffnen wir die Tür zum St.-Georgs-Schacht in Goldhausen.

Zur Adventszeit mitten im Dorf in die Unterwelt abzugleiten, das birgt einige Gefahr. Nein, Grubenlampe, Helm, Handschuh und gutes Schuhwerk sind an Bord, da kann nicht viel passieren. Aber gebratene Weihnachtsgänse, Christstollen und Schokoladenlebkuchen sollten nicht zur Vorbereitung gehören: Zwischen Stahlleitern vorn und nacktem Fels im Rücken passt kein dicker Speckgürtel.

Die Bergleute, die in Goldhausen vor 500 bis 600 Jahren ans Werk gingen, waren eher schmal wie Handtücher. Bei kargem Licht und kargem Lohn trieben sie sich mit Hammer und Schlägel täglich nur zentimeterweise ins Gestein, erzählt Dr. Wolfgang Homann beim 40 Meter tiefen Abstieg in die Vergangenheit. Eher karg war ebenso die Ausbeute – zumindest verglichen mit manch südafrikanischer Goldmine. Doch in rund 800 Jahren gewannen die Bergleute aus dem geschieferten Gestein des Eisenberges immerhin rund 1,2 Tonnen pures Gold.
Schon im 13. Jahrhundert muss das Edelmetall aus Waldecker Landen für Furore gesorgt haben. Der große deutsche Naturforscher, Philosoph und Theologe Albertus Magnus ("De Mineralibus") schwärmte 1250 in höchsten Tönen davon: "Das Gold jedoch, das in unseren Zeiten in reichlicherem Maße gefunden wird, kommt aus dem Königreich Böhmen, und neuerdings wird in den Teilen des teutonischen Westfalens, in einem Orte, der Curbeth genannt wird, in einem gewissen Berge Gold gefunden, von dem, wenn es gereinigt wird, weniger verloren geht als von irgendeinem anderen."
Machte das böhmische Erz Prag zur goldenen Stadt, dann dürfte sich in Deutschland heute wohl Korbach mit diesem Titel schmücken. Graf Philipp II. (1453 bis 1524), Stifter der Eisenberger Grafenlinie, wurde von Kaiser Maximilian I. 1486 sogar zum Ritter vom Goldenen Sporn geschlagen. Und selbst in Goethes "Götz von Berlichingen" spielen Graf und Gold eine Rolle – mit Lösegeld.
Götz lauerte 1516 Philipp auf, setzte ihn samt Diener auf einem fränkischen Schloss gefangen und ließ ihn erst frei, als die Waldecker ihm 8000 Goldgulden gezahlt hatten. Diese Episode aus dem wahren Leben dichtete Goethe später auch in sein Drama hinein – der Waldecker Graf in der Rolle des "Weislingen".

Reich geworden ist – außer vielleicht Götz von Berlichingen – von dem Eisenberger Gold indes niemand. Von dieser Seite des realen Dramas kündet auch der St.-Georgs-Schacht. "Glück auf", glänzt es in goldenen Lettern auf der Lore vorm Eingang. Unterm Holzdach öffnet der Dortmunder Geologe Wolfgang Homann eine schwere stählerne Luke, dann geht es senkrecht hinab über teils glitschige Stahlleitern. Vor zehn Jahren haben Homann und sein Team vom Dortmunder Naturkundemuseum die Leitern in schweißtreibender Arbeit im Fels verankert. Bisweilen sind die Stufen aber so nah an der Wand, dass nur die Fußspitze Halt findet.
Als wir auf der 40-Meter-Sohle ankommen, öffnen sich die Gänge der Bergleute nach oben wie Dome. Trotz des Winters ist sogar die Temperatur moderat, die Lungen füllt klare, feuchte Luft. Im Schein der Grubenlampen schillert das Gestein mal rötlich-bunt, mal gelblich an den Wänden. über Kopf haben sich Tausende kleiner milchig-weißer Tropfsteine formiert. Und überall gibt es Spuren vergangener Jahrhunderte zu entdecken.

Goldene Nuggets sind hier im Bauch des Berges, 13 Stockwerke tief unter den Wohnhäusern, für Laien leider nicht zu finden. Doch der neue Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" will die lange Tradition zumindest touristisch ummünzen. So öffnet sich das Türchen am St.-Georgs-Schacht in Zukunft vielleicht auch für Gäste zu einem der beeindruckendsten Abenteuer des Waldecker Landes.

WLZ – im Dezember 2002


Goldhausen siegt im Stadtpokal knapp vor Korbach

EPPE (pfa). Bei den Korbacher Stadtmeisterschaften im Luftgewehr- und Luftpistolenschießen gewann die Mannschaft aus Goldhausen. Mit 1212 Ringen verwiesen die Sportschützen die Teams aus Korbach (1207 Ringe), Meineringhausen, Eppe (je1193) und Lengefeld (1154) auf die Plätze. Beste Einzelschützen des im Epper Schießstand ausgetragenen Wettkampfes waren mit dem Luftgewehr Jochen Brand (188), Kornelia Graf (183) und Bernd Mütze (182). Pistole: Ulrich Weiland (186), Jürgen Fihlon (177) und Jochen Kolberg (173). Karl-Heinz Rupprath, Schießwart der Epper Sportschützenabteilung, und der stellvertretende Ortsvorsteher Günther Daubert überreichten den erfolgreichen Teilnehmern ihre Siegerpokale.

WLZ – im November 2002


Bachmann an Spitze der Grünen

KORBACH. Die Korbacher Grünen haben einen neuen Vorsitzenden: Friedrich Bachmann wurde in der Mitgliederversammlung an die Spitze des Stadtverbandes gewählt. Der 58-Jährige aus Goldhausen übernimmt das Amt von Klaus Fieseler, der im Oktober aus beruflichen Gründen zurückgetreten war. Bereits seit einiger Zeit vertritt Bachmann die Korbacher Belange im Kreisvorstand seiner Partei und arbeitet in den Korbacher Agenda-21-Arbeitsgruppen Stadtentwicklung und Verkehr sowie Naturschutz und Landwirtschaft mit. Er ist außerdem Mitglied im Korbacher Naturschutzbund.

Bachmann kündigte an, Schwerpunkt der Arbeit der Grünen solle neben dem nahenden Wahlkampf die Stadtentwicklung sein. In diesem Zusammenhang kritisierte er die Entscheidung des Stadt-Parlaments, dass Kaufland auf dem Sonneborngelände bauen darf. Kaufland werde keine Probleme lösen, sondern nur neue schaffen. Kaufland sei bloß ein großer Supermarkt mit einigem, zusätzlichem Ramsch-Sortiment. Dieses Angebot werde niemanden zusätzlich nach Korbach, geschweige denn in die Fußgängerzone locken. (NH)

HNA – im November 2002


Korbacher Ortsteil Goldhausen wird an Kläranlage angeschlossen

Alte Leitung ist abgeklemmt

KORBACH-GOLDHAUSEN (pl). In Goldhausen brechen neue Zeiten bei der Abwasserentsorgung an: Am 4. November klemmten Bauarbeiter die alte Schmutzwasserleitung ab. Bis zum Ende der Woche soll der Korbacher Ortsteil an die Verbandskläranlage bei Hillershausen angeschlossen sein.

Dann gehen auch die übrigen Bausteine der neuen Abwasserentsorgung in Betrieb. Herzstück ist ein 275 Kubikmeter großes unterirdisches Regenrückhaltebecken nahe der Kneippanlage unterhalb des Dorfes. Gespeist wird es von einem rund 400 Meter langen Abwasserkanal aus Betonrohren.
Ein zusätzlicher Auffangteich mit 500 Kubikmetern Fassungsvermögen soll das Becken bei besonders starken Regenfällen entlasten. Dort führte das Schwalmstädter Bauunternehmen Rudewig gestern Erdarbeiten aus. Rund 400 000 Euro werden nach Angaben des Twistetaler Ingenieurbüros Gröticke und Partner, das für die Planung und Bauleitung verantwortlich ist, für Kanal und Fangbecken investiert.

Dazu kommt eine etwa zwei Kilometer lange Kunststoffleitung, die das Schmutzwasser aus Goldhausen zum Sammler des Abwasserverbandes befördert, von wo es schließlich zur Kläranlage unterhalb von Hillershausen gelangt. Die Zeit der Hauskläranlagen in Goldhausen ist damit vorüber.
Im Frühjahr war mit dem Bau des Abwasserkanals und des Regenbeckens begonnen worden. Während die neue Anlage ihren Betrieb in dieser Woche aufnehmen soll, können einige Erdarbeiten voraussichtlich erst im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Der viele Regen in den vergangenen Tagen hat den Boden zu stark aufgeweicht.

WLZ – im November 2002


Goldhäuser pflastern ihren Festplatz

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Nicht nur in Eppe und in Meineringhausen hat man für alte Pflastersteine Verwendung. Auch die Goldhäuser nutzen Altes, um damit Neues zu schaffen: Fleißige Helfer säuberten rund 200 Quadratmeter gebrauchtes Pflaster vom Korbacher Rathausvorplatz und verlegten es hinter dem Dorfgemeinschaftshaus (DGH) neu. Viele Goldhäuser waren dem Aufruf des Ortsbeirats gefolgt und packten kräftig zu, damit der neue Festplatz hinter dem DGH noch vor Einbruch des Winters befestigt wurde. Unterstützt wurden die Männer durch einige Frauen, die sich um das leibliche Wohl der Arbeiter kümmerten. Der Korbacher Bürger meister Klaus Friedrich und der Magistrat sprachen den freiwilligen Helfern ihren Dank aus. Die Leistungen spiegelten den guten Geist innerhalb der Dorfgemeinschaft wider, betonte der Bürgermeister.

WLZ – im November 2002


Belastet? Goldhäuser ließen Blut.

Gleiche Blutuntersuchung wie in Korbach: Wie wirken sich Mobilfunkstrahlen auf den Körper aus?

Gerda llian (l.) ließ sich von Rita Mark (r.) Blut abnehmen. Das soll daraufhin untersucht werden, ob es sich beispielsweise durch Mobilfunkstrahlen verändert hat. FOTO: BRIEHL

GOLDHAUSEN. Wie stark sind sie belastet? Wie sehr wirken sich Strahlen des Mobilfunks und von schnurlosen Telefonen auf den Körper aus? Um das herauszufinden, kamen am 21. Oktober 58 Menschen in das Goldhäuser Dorfgemeinschaftshaus. Dort ließen sie sich von einem Arzt und drei Arzthelferinnen Blut abnehmen. Dazu aufgerufen hatte die Bürgerinitiative Goldhausen.

Ende Juli und im August hatte schon die Korbacher Bürgerinitiative die Einwohner der Kreisstadt aufgefordert, an der Blutuntersuchung teilzunehmen. Bei beiden Untersuchungen wurden veränderte Blutwerte festgestellt.
Das Blut aus Goldhausen wird in einem Labor in Ingelheim untersucht. Beispielsweise darauf, ob mehr unreife rote Blutkörperchen durch die Adern gepumpt werden, als bei normalen Werten. Strahlen können daran Schuld sein, dass rote Blutkörperchen zu früh ins Blut abgegeben werden. Produziert werden sie im Knochenmark. Weil sie dann aber noch nicht reif sind, können sie nur wenig Sauerstoff aufnehmen. So wird der Körper auf Dauer mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Ob auch Goldhäuser veränderte Blutwerte haben, das wird in zehn bis 14 Tagen feststehen. Dann soll das Laborfertig sein. ärztin Julia Günther wird die Probanden über ihre Daten informieren. Außerdem werden die Werte der internationalen Organisation Icreserve zur Verfügung gestellt. Sie erforscht, wie sich Strahlen auf Organismen auswirken.
58 Menschen – das kommentiert Sabine Gernandt-Krüger von der Bürgerinitiative Goldhausen auf HNA-Anfrage mit "gut gelaufen". Seit einem Jahr gibt es die Initiative in dem Korbacher Stadtteil. Eine Sendeanlage steht in dem Dorf. Eigentlich seien die Werte in Goldhausen nicht hoch, das hatte ein Baubiologe im Auftrag der Stadt gemessen. Dennoch hätten Goldhäuser über Schlafstörungen und "verschiedene Krankheitsbilder" geklagt, meint Sabine Gernandt-Krüger. Es gebe auch "vermehrt Krebsfälle". Schuld daran müsse nicht nur der Mobilfunksender sein. Auch schnurlose Telefone sendeten starke Strahlen.
Und dass nicht mehr Sender von Mobilfunk-Firmen in Goldhausen installiert werden, das sei dem Dorf zugesichert worden, erklärt Gernandt-Krüger. (ABG)

WLZ – im Oktober 2002


MGV Nieder-Ense richtete Liederabend für seinen Dirigenten Hartmut Scharfe aus

Dem Chorleiter zur Ehr’

Ein Teller für den Jubilar, ein Strauß für die Ehefrau: Hartmut Scharfe (links) wurde für seine langjährige Chorleiter-Tätigkeit gehrt, neben ihm Friedrich Egert (MSB-Präsident), Hannelore Scharfe, Heinz Rhode (Vorsitzender MGV Nieder-Ense) und Annelies Weibel (Vorsitzende Sängerbezirk Korbach).

NIEDER-ENSE. Einen Liederabend zu Ehren von Hartmut Scharfe aus Goldhausen veranstaltete der MGV Nieder-Ense am Samstagabend. Der Grund: Seit 40 Jahren leitet Scharfe diesen Chor.

Vorsitzender Heinz Rhode hieß die Gäste im Dorfgemeinschaftshaus willkommen, und Schriftführer Uwe Hochbein hielt einen humorvollen Rückblick auf die vier Jahrzehnte.
Als der Verein im Sommer 1962 plötzlich ohne Chorleiter da stand und man dringend einen Dirigenten suchte, wurde man auf einen jungen Lehrer in Goldhausen aufmerksam, der sogar Musik studiert hatte. Hartmut Scharfe. Er wurde gefragt, ob er das Dirigentenamt übernehmen wolle und reagierte zunächst überrascht und skeptisch. Nach einer Bedenkzeit sagte er aber zu, fing sofort mit den Chorproben an und nach nur wenigen Tagen hatte der MGV Nieder-Ense beim Erntedankfest den ersten Auftritt mit dem neuen Chorleiter.

1965 übernahm Hartmut Scharfe dann auch die Leitung beim gemischten Chor Goldhausen und zwei Jahre später beim MGV Ober-Ense. Seit Mitte der 80er Jahre treten die Sänger der Ense-Dörfer als Chorgemeinschaft auf.
Im ersten Teil des Liederabends sangen sie Liedgut von vor 40 Jahren; darunter "Mein Mund, der singet" und "Friedlich am Wege". Petra von Hanxleden dirigierte vertretungsweise den Goldhäuser Chor bei "Drei gute Dinge" und dem " Schifferlied". Danach folgten modernere Stücke wie "Wir danken dir". Unter der Leitung von Reinhold Krüger boten die Enser Sänger dar "Schwinge dich auf" und "Glocken der Heimat". Zum Abschluss übernahm der Jubilar wieder selber die Chorleitung. Für "über den Wolken" vom Gemischten Chor Goldhausen und "Ein Traum vom Glück" von der Chorgemeinschaft Ense gab es großen Beifall. Und schon traditionell sangen alle gemeinsam das "Eisenberger Lied".

Zuvor hatte es viele Lob- und Dankesworte für den Jubilar gegeben. 40 Jahre Chöre leiten heiße 40 Jahre Freude bereiten, sagte Annelies Weibel als Vorsitzende des Sängerbezirks Korbach. Als Glücksfall und Juwel für den Bereich von Itter, Ense und Eisenberg bezeichnete Friedrich Egert, Präsident des Mitteldeutschen- und Vorsitzender des Waldeckischen Sängerbundes, den engagierten Chorleiter. Er habe, damals unüblich, mit instrumentaler Begleitung der Gesangvereine begonnen. Weibel und Egert überreichten an Scharfe eine Ehrenurkunde des Deutschen Sängerbundes sowie eine Ehrennadel. Für die Stadt Korbach gratulierte der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Günter Heck. Außer als Chorleiter habe sich Scharfe auch als Begründer des Musizierkreises Eisenberg und der Volkstanzgruppe Goldhausen sowie als Koordinator bei städtischen Veranstaltungen hervorgetan. Darum sei er eine bekannte und geachtete Persönlichkeit, so Heck. Auch Vertreter der von Scharfe grundsätzlich sowie in Vertretung geleiteten Gesangvereine sprachen ein Grußwort. Den Glückwünschen schlossen sich Ortsvorsteher Karl-Heinz Briehl und Pfarrer Reiner Koch an. Durchweg wurde Scharfes ruhige, sachliche und freundliche Art gelobt.
Ein besonderes Dankeschön galt auch Hannelore Scharfe, ohne deren Verständnis das Engagement ihres Mannes nicht möglich gewesen wäre. Der Jubilar selbst erzählte, die Musikalität liege in seiner Familie und daraus habe er immer wieder Kraft für seine Arbeit geschöpft. Scharfe: "Immer war die Musik mein Begleiter." (ZUT)

HNA – im Oktober 2002


"Tag des Geotops" – Exkursionen, Führungen, Ausstellungen

Erdgeschichte lockt Besucher

WALDECK-FRANKENBERG (jk). Faszinierende Einblicke in die Erdgeschichte gab es beim "Tag des Geotops". Trotz miesen Wetters verzeichneten die Organisatoren in Waldeck-Frankenberg Hunderte von Besuchern.

Bergwerke, Steinbrüche, Ausstellungen und geführte Wanderungen lockten am Sonntag an insgesamt acht Orten im Landkreis zum "Tag des Geotops ". " Trotzdem gut", heißt dabei Sven Bökenschmidts (Uni Marburg) Resümee mit Blick aufs Wochenendwetter.

Glanzlichter im Landkreis

Der Vöhler Diplomgeologe gehört zum Arbeitskreis für einen geplanten Geopark Waldeck-Frankenberg, der auch die Veranstaltungen am Sonntag mit organisiert hatte. Schließlich sollte der "Tag des Geotops" auch ein Baustein sein, um für die erdgeschichtlichen Besonderheiten der Region zu werben.
An der Grube "Christiane" in Adorf (Eisenerz) eröffnete Reinhold Sude, Geschäftsführer des Naturparks Diemelsee, den geologischen Reigen für die Besucher. Die Gemeinde Diemelsee stiftete Brötchen und Wurst, fachliches Interesse kam naturgemäß auch vom engagierten Adorfer Knappenverein. Bökenschmidt hätte sich als Experte vor
Ort zwar freundlicheres Wetter gewünscht, doch schwenkte er flexibel auf Vortrag und Bergwerksbesuch um -ohne die geplante Wanderung.

Zugkraft durch Fossilien

Rund 20 Besucher zog es in Adorf zum Bergwerk, rund 250 tummelten sich bei den drei Führungen in der "Korbacher Spalte". Das fossilienträchtige Denkmal aus der Permzeit (vor 250 Millionen Jahren) soll Kernpunkt eines Geoparks werden, und für einen Blick auf eine weltweit bedeutende Fundstätte ließen sich die Besucher offenbar auch nicht von dunklen Wolken schrecken.
Besucherführer Armin Prager war für Korbach äußerst zufrieden, ebenso bei den Exkursionen zum Goldbergbau am Eisenberg (Goldhausen). 40 bis 50 Besucher nahmen Informationen und Exponate zu Deutschlands ehemals größter Goldlagerstätte dankbar auf. Der neue Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" dachte auch an Kaffee und Kuchen.

Informationen zu Deutschlands größter historischer Goldlagerstätte gab es auf dem Eisenberg, wo Armin Prager (Mitte) Besucherführungen lenkte. (Foto: kdl)

Wanderungen und Führungen lockten ebenso nach Bergfreiheit im Kellerwald und nach Rodenbach bei Frankenberg. Dr. Heiner Heggemann (Landesamt für Umwelt und Geologie) zählte rund 40 "sehr interessierte" Gäste in der früheren Rodenbacher Ziegelgrube.
Verschiedene Gesteinsschichten zeugen dort wie in Korbach von Meeresbewegungen in der Permzeit. Statt fossilen Tierknochen sind in Rodenbach vor allem versteinerte Pflanzenreste zu entdecken. Für Mineralienfreunde sind dort zudem Malachit, Bleiglanz oder Pyrit interessant.
Weitere Anlaufstationen waren am Sonntag die Schiefergrube "Christine" in Willingen und das Informationszentrum "KellerwaldUhr" im Frankenauer Feriendorf (Naturpark Kellerwald-Edersee). Rund 50 Besucher "waren insgesamt begeistert von der Ausstellung", zog Landschaftspfleger Volker Nagel (Forstamt Edertal) das Fazit. Geologische Karten, Einblicke in das Geoparkkonzept, dazu Mineralien und Fossilien aus dem Kellerwald zogen überdurchschnittlich viele Besucher zur "KellerwaldUhr". Wichtige Anregung aus den Reihen der Gäste: Die Beschilderung zum Informationszentrum sollte verbessert werden.

Als zusätzliches Bonbon für Besucher gab es am Wochenende teils Broschüren mit Themen zum "Tag des Geotops" und eine neue Ausgabe der Zeitschrift MagNatur, die auch Beiträge heimischer Fachautoren publizierte. Bökenschmidt denkt weiter an die Zukunft: "Eine solche Veranstaltung als Werbung für einen Geopark könnten wir durchaus wiederholen."

WLZ – im Oktober 2002


Umbau des Feuerwehrgerätehauses abgeschlossen

Neuer Raum für die Kameradschaft

Die Goldhäuser Wehrführung gemeinsam mit Ehrengästen aus Politik und Feuerwehr im frisch renovierten Gerätehaus.

KORBACH-GOLDHAUSEN (wk).
Vom schlechten Wetter ließen sich die Goldhäuser Feuerwehrleute ihre gute Laune am Samstag nicht verderben, denn am Wochenende ging endlich ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: Der neue Schulungsraum der Feuerwehr wurde seiner Bestimmung übergeben.

Der neue Schulungsraum konnte eingerichtet werden, weil ihn die Gefriergemeinschaft nicht mehr benötigte. Ende vergangenen Jahres hatte sich die Gemeinschaft aufgelöst. Mit Finanzmitteln der Stadt Korbach und mit über 2000 Stunden Eigenleistung ist das Projekt verwirklicht worden. Außerdem wurden die Räume des Gerätehauses neu gestrichen sowie eine Heizungsanlage eingebaut und die Toiletten modernisiert.

Wehrführer Karl Helmut Tepel bedankte sich bei der Stadt und den vielen freiwilligen Helfern für die Unterstützung. Stadtrat Wilhelm Kappelmann und der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Günther Heck gratulierten den Goldhäusern zu ihrer neuen Unterkunft. Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Manfred Hankel, wünschte sich einen Raum für Gemeinschaft und Kameradschaft. Ortsvorsteher Wolfgang Behle überbrachte den Helfern den Dank des Ortsbeirates. Für die Feuerwehren der Stadt Korbach bedankte sich der stellvertretende Stadtbrandinspektor Willi Straußberg.

Die Goldhäuser Wehr nutzte die Gelegenheit, um mit einem Tag der offenen Tür auf die Dienste der Feuerwehren aufmerksam zu machen. Zahlreiche Besucher informierten sich über die Einsatzmöglichkeiten der ausgestellten Geräte und Fahrzeuge der Kernstadt Korbach. Es gab Vorführungen, wie zum Beispiel eine Fettexplosion oder die Befreiung von Personen aus einem Unfallauto.

WLZ – im Oktober 2002


Goldhäuser übernimmt Korbachs Altsstadt-Schreinerei

Schreinerei Schmalz mit neuer Leitung

Birgit und Jürgen Schulze (links) mit ihren Kindern, den Mitarbeiter der Schreinerei und Ingeborg Schmalz (rechts) foto: Harald Casper

Ob Innenausbau, Restaurationen oder Möbelherstellung: kein Problem für Schreinermeister Jürgen Schulze. Auch Türen, Fenster und Treppen werden fachgerecht erstellt und eingebaut.

Seit dem 1. August hat der 33-Jährige den Handwerksbetrieb von lngeborg Schmalz gepachtet, in dem er bereits 1988 seine Gesellenprüfung abgelegt hat. Nach drei Gesellenjahren in der Firma Schmalz hat er zahlreiche Erfahrungen in verschiedenen Betrieben gesammelt und 1996 die Meisterprüfung abgelegt. Nun ist Jürgen Schulze an seinen Ausbildungsort zurückgekehrt. Alle Mitarbeiter seines Vorgängers Friedrich Schmalz hat er übernommen.

Der Traditionsbetrieb in der Altstadt neben der Freilichtbühne kann bereits auf sein 270-jähriges Bestehen zurückblicken und ist damit einer der ältesten Handwerksbetriebe in der Region. Nun lenkt ein neuer Schreinermeister mit frischen Ideen den Blick nach vorn. Zu erreichen ist Jürgen Schulze mit seinem Team unter 05631-2249. pr

Internet: www.schreinerei-schmalz.de

Korbacher Bote – im September 2002


Feuerwehr Goldhausen in Korbachs tschechischer Partnerstadt

Besuch bei Kameraden in Vysoke Myto

Goldhäuser Feuerwehrleute reisten in Korbachs tschechische Partnerstadt Vysoke Myto – unser Bild zeigt sie vor dem Prager Tor. Links im Bild der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Günther Heck, der die Gruppe begleitete.

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Korbachs tschechische Partnerstadt Vysoke Myto besuchten 17 Jugendliche und 13 Erwachsene der Jugendwehr und der Einsatzgruppe der Feuerwehr Goldhausen. Untergebracht waren sie in Zelten und im Stützpunkt.

Der Empfang durch die tschechischen Feuerwehrkameraden war herzlich. Die Jugendlichen waren in Zelten untergebracht und die Erwachsenen bezogen ein Mannschaftsquartier im Gebäude. Nach dem Abendessen und kurzer Erkundung der Stadt wurden mit den tschechischen Feuerwehrleuten in gemütlicher Runde die ersten Gespräche geführt. Hierbei waren Englisch, Deutsch, Gestik und die Hilfe einiger Dolmetscher erforderlich, um sich zu verständigen.
Gleich in der ersten Nacht erlebten die Camper eine böse überraschung – ein kräftiges Gewitter brach über die Stadt herein. Da sich auch nach einigen Stunden keine Besserung abzeichnete und die Sachen durchnässt waren, zogen die Jugendlichen in den Raum der noch nicht installierten Atemschutzübungsstrecke um.
Am Morgen standen der Empfang beim Bürgermeister und eine Stadtführung in Vysoke Myto auf dem Programm. Nach der Besichtigung des Stützpunktes wurde das Wetter besser und die Gruppe teilte sich. Die Erwachsenen besuchten eine weitere Feuerwehr im Nachbarort Chocen. Die Jugendlichen zogen es vor, schwimmen zu gehen und in der Sonne den fehlenden Schlaf der verkürzten Nacht nachzuholen.
Am nächsten Tag stand die Besichtigung der Berufsfeuerwehr Pardubice, einer Stadt mit rund 100 000 Einwohnern, auf dem Programm. Durch einige übungen demonstrierte diese ihre Arbeit. Abends standen der Besuch eines Biergartens und eines Minigolfplatzes auf dem Programm.

Während des Besuches der Goldhäuser Feuerwehrleute standen noch eine Stadtbesichtigung in Litomysl, Freibadbesuche, Kartfahren sowie eine Abschiedsfeier mit den Gastgebern an. Auf der Rückfahrt legten die Goldhäuser noch einen dreistündigen Zwischenstopp in Prag ein.
Alle waren von der Fahrt begeistert und freuen sich auf den Gegenbesuch der Feuerwehrkameraden aus Vysoke Myto – sie wollen im kommenden Jahr nach Korbach reisen.

WLZ – im August 2002


25 Jahre Goldhäuser Grillhütte

Ein beliebter Ort für Sommerfeste feiert "Geburtstag": Nachdem im Jahre 1976 die Tretbeckenanlage an der Straße nach Goldhausen fertig gestellt war, entstand ein Jahr später ganz in der Nähe eine Grillhütte. Die Stadt Korbach stellte das Material zur Verfügung und der Bau konnte in Eigenleistung durch die Goldhäuser Feuerwehr in mehreren Tagen Arbeit über die Bühne gehen. Im Laufe der Jahre erledigte die Feuerwehr notwendige Reparaturen und pflasterte die Flächen vor und in der Grillhütte.

Der sonnig gelegene Standort mit Blick zum Eisenberg und die Nähe zum erfrischenden Tretbecken sorgen dafür, dass die Grillhütte von Einheimischen und Gästen gern genutzt wird. Am 16. Juni veranstaltete der Verein "Unser Dorf" anlässlich dieses 25-jährigen Geburtstages einen Wandertag, der mit einem Grillnachmittag endete. Vorsitzender Dirk Vahland gab einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Hütte. Alle waren sich einig: Die "Grillhütte auf’m Hübbel" ist sicherlich einer der gemütlichsten Orte in Goldhausen.

im Juni 2002


Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg" gegründet – 42 Mitglieder am ersten Tag – Vorsitzender Wolfgang Behle

Besucher erwartet einzigartiges Bergbau-Erlebnis

KORBACH (jk). "Historischer Goldbergbau Eisenberg": Mit viel Schwung und Eigenleistung will ein neuer Verein goldene Geschichte schreiben. Der Zulauf ist prächtig, denn schon bei der Gründung in Goldhausen trugen sich 42 zahlende Mitglieder in die Liste ein. Vorsitzender ist Wolfgang Behle.

Besucherbergwerk, Abfahren in den Georgs-Schacht, Spuren des mittelalterlichen Tagebaus: "Wir kommen schnell zur Vorstellung, den Bergbau durch ein Besucherbergwerk zu erschließen", ermuntert Erwin Braun. Bei all den modernen Bergbaurelikten überall in der Welt sticht Goldhausen mit Glanzlichtern heraus: "Hier ist der mittelalterliche Bergbau noch authentisch erhalten. Und das ist sehr, sehr selten in Deutschland", schwärmte der frühere Leiter des Bergamts Kassel zum Auftakt der Gründungsversammlung in Goldhausen.

Gute Vorarbeit

Rund 50 interessierte Besucher tummelten sich am Mittwochabend im Goldhäuser Gemeinschaftshaus, um den Verein aus der Taufe zu heben. Ortsvorsteher Wolfgang Behle, Claus Günther von der Stadt und Erwin Braun als Berater hatten gute Vorarbeit geleistet – ob Satzung, Vorstandswahlen oder thematischer Inhalt.
Doch zunächst musste ein Vereinsname her. Vorsichtshalber hatte die Initiatoren im Vorfeld einen Wettbewerb zur Namensgebung gestartet (wir berichteten). Das gesamte Spektrum reichte von "Glück auf Goldhausen" über "Goldfreunde Korbach" und "Aurum" bis "Goldgrube Eisenberg".
Aus den Einsendungen und weiteren Vorschlägen bei der Gründungsversammlung kamen schließlich acht mögliche Namen in die Abstimmung. Die Mehrheit einigte sich schlicht auf den ursprünglichen Untertitel: "Historischer Goldbergbau Eisenberg e.V." heißt der Verein fortan.

Auch die Vorstandswahlen verliefen reibungslos und förderten die Männer zu Tage, die sich schon im Vorfeld für die Vereinsgründung stark gemacht hatten. Vorsitzender ist Ortsvorsteher Wolfgang Behle, Stellvertreter der Korbacher Hotelier Ulrich Zabel, Schriftführer Claus Günther als Mitarbeiter der Stadt. Dazu kommt Karl-Helmut Tepel als Kassierer. Als Beisitzer wirken Hobby-Geologe Armin Prager (Korbacher Spalte), Friedrich Bachmann und Hermann Wittmer an der erweiterten Spitze des Vereins mit.

12 Euro Beitrag

Einige Debatten gab es zur Vereinssatzung mit insgesamt 15 Paragraphen. Der Verein verfolgt gemeinnützige Zwecke und keine eigenwirtschaftlichen Interessen, darin sind sich alle einig. Es geht um Bewahrung und Förderung des historischen Goldbergbaus. Allerdings soll es bald Besucherführungen geben, möglicherweise auch Souvenirs und Getränkeverkauf, wenn der Startschuss für die öffentlichkeit fällt. Da warnte Andreas Kwoll, Leiter der Touristikzentrale des Kreises, mögliche Konflikte mit dem Steuerrecht gleich im Vorfeld zu vermeiden.
Der langjährige Vorgänger Horst König und Versammlungsleiter Ralf Hochstaedt (Rechtsanwalt) sahen indes keine Schwierigkeiten, zumal der Goldhäuser Verein mit Bergwerksfreunden in Adorf oder Bergfreiheit vergleichbar sei: "Sonst dürften auch Sportvereine keine Getränke verkaufen", meinte König.
Die Satzung wurde letztlich einstimmig beschlossen. Der Mindestbeitrag für Vereinsmitglieder beträgt jährlich zwölf Euro für Privatleute, 24 Euro für Institutionen wie Kommunen, Vereine oder Unternehmen.

Viel Eigenleistung

Nach den Formalien steht derweil das inhaltliche Konzept im Vordergrund. Kernpunkt ist zunächst, den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen als Besucherbergwerk zu öffnen. Spezialist Erwin Braun sieht darin kein Problem: "In Eigenarbeit machbar."
Voraussetzungen: Das Entwässerungsrohr am Grubeneingang muss tiefer sein, im Stollen soll das Wasser an die Seite gelenkt werden. Dazu kommen kleinere Arbeiten auf der Strecke. Vielleicht schon im Herbst sollen Besucher dann 250 Meter und mehr bis in die engen mittelalterlichen Partien vorstoßen können.
Als Anlaufpunkt haben die Goldhäuser die Wohnung im Gemeinschaftshaus im Blick – ob Diavorträge, Erläuterungen zum Bergbau oder entsprechende Staffage. Wer ins Besucherbergwerk kommt, soll schließlich authentisches Abenteuer mit Helm und Geleucht erleben. überdies sieht Braun Chancen, auch den tiefen St.-Georgs-Schacht oben im Dorf für kleine Gruppen zu öffnen.
Voraussetzung sind entsprechend ausgebildete Führer, möglichst mit Unterstützung des Korbacher Museums. Zudem brauchen die Korbacher Goldfreunde entsprechende Genehmigungen. Die Bergbaurechte hat nach wie vor die "Gewerkschaft Waldecker Eisenberg", vertreten durch die Familie Rauschenbusch (Kirchen/Sieg). Das Terrain über der Erde gehört der Waldeckischen Domanialverwaltung, dazu kommen Denkmalpflege und staatliche Bergaufsicht (Regierungspräsidium), die das Ansinnen des Vereins absegnen müssen.

Genehmigungen

Doch die meisten Hürden haben die Initiatoren offenbar schon im Vorfeld genommen: Rolf Kaufmann, Chef der Domanialverwaltung, sichert Unterstützung zu; Familie Rauschenbusch scheint wohlgesinnt; auch Stadt Korbach und Naturpark Diemelsee wollen mit zupacken. Gisela Rauschenbusch kann den neuen Goldrausch in Goldhausen nicht mehr erleben. Ihr Großvater Carl Theodor Rauschenbusch hatte das Fieber im Eisenberg in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts neu entfacht, die Enkelin ist vor Wochen gestorben.

Gewinner des Wettbewerbs um die Namensgebung des Vereins ist Stephan Spatke aus Korbach. Er gewinnt ein Goldgräber-Menü für zwei Personen im Goldflair-Hotel "Am Rathaus".
Jeder Interessent kann Mitglied werden im Verein "Historischer Goldbergbau Eisenberg". Ansprechpartner: Wolfgang Behle, Am Kleegarten 23, Goldhausen (Telefon 05631/61633); Claus Günther, Tourist-Information Rathaus (Telefon 05631/53-231, E-Mail: claus.guenther[at]korbach.de)

WLZ (Jörg Kleine) – im Juni 2002; Bilder HNA


Historischer Goldbergbau – 12. Juni Gründungsversammlung in Goldhausen:

Verein mit Besucherbergwerk im Blick

KORBACH – GOLDHAUSEN (jk). Am 12. Juni gründet sich in Goldhausen ein Verein, um glänzendes Erbe zu bewahren: Goldbergbau am Eisenberg. Wichtiges Ziel ist ein Besucherbergwerk.

Korbachs Hausberg ist die größte historische Goldlagerstätte Deutschlands, damit auch ein Pfund für Denkmalschutz und Besucher. Noch firmiert die Initiative um den Goldhäuser Ortsvorsteher Wolfgang Behle als "Interessengemeinschaft", doch nächsten Mittwoch, 19.30 Uhr, im Gemeinschaftshaus wollen engagierte Bürger einen Verein aus der Taufe heben.

40 Meter tief ist der St.-Georg-Schacht in Goldhausen. Der gefährliche Abstieg ist indes vorwiegend Wissenschaftlern vorbehalten. Im Vordergrund Dr. Wolfgang Homann. Der Geologe vom Naturkundemuseum Dortmund fühlt sich im Labyrinth der Goldhäuser
Unterwelt wie zu Hause.

Interessenten willkommen

Jeder, der sich einsetzen möchte, ist willkommen – ob Goldhäuser, Korbacher oder einfach nur Fan von Geologie, Bergbau und Geschichte. Zur Namensfindung des Vereins riefen die Initiatoren Anfang Mai zu einem Wettbewerb auf, parallel bereiteten sie eine Satzung vor, über die dann die Gründungsversammlung zu entscheiden hat.

Magnet für Besucher

Mit von der Partie im engsten Kreis sind neben Behle und Bernd Saure aus dem Ortsbeirat auch Karl-Helmut Tepel, Claus Günther (Tourist-Information), Hobby-Geologe Armin Prager, Hotelier Ulrich Zabel und Werner Hankel (Korbacher Hanse). Als Stadtverordneter machte sich Heinz Langerzik, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Stadtentwicklung, stark.

Großes Ziel des Vereins ist ein Besucherbergwerk im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen. Der soll Besuchergruppen bis ins Herz des mittelalterlichen Bergbaus führen: hinein mit Grubenlampen und Gummistiefeln. Daneben bietet Goldhausen eine Reihe weiterer Abenteuer in Sachen Gold – vom Lehrpfad über Relikte des Tagebaus bis zum Sankt-Georg-Schacht. Das Programm am 12. Juni: Referat des früheren Kasseler Bergamtsdirektors Erwin Braun, Namensgebung für den Verein, Satzungsbeschluss und Vorstandswahl.

HNA – im Juni 2002


Jetzt packen die Goldhäuser selbst an

Goldhäuser Verein pflegt öffentliche Grünflächen und Anlagen und bekommt dafür von der Stadt Geld

Mit dem Mäher durch Goldhausen: Um die öffentlichen Grünanlagen kümmern sich die Goldhäuser im Auftrag der Stadt unserem Bild Karl-Heinz Tepel (r.). Dahinter (v. L): Ralf Buchloh und Frank Maiwald, Mitarbeiter der Stadt, Bürgermeister Friedrich, Ortsvorsteher Wolfgang Behle.   GOLDHAUSEN. Sie packen mit an: Rasenmäher, Sense, Schaufel und Pinsel nehmen die Goldhäuser nun selbst in Hand, wenn öffentliche Anlagen in dem Korbacher Ortsteil gepflegt und repariert werden müssen. Dafür wurde der Grünflächen-Pflegeverein gegründet.

Das machen die Goldhäuser aber nicht, weil sie zu viel Zeit haben. Für die Arbeit bekommen sie von der Stadt Geld, und zwar so viel, wie die Kommune durchschnittlich in den vergangenen Jahren für solche Arbeiten in dem Ort bezahlen musste. Der Vorteil für Goldhausen: Gibt der Verein nicht alles aus, kann er den Rest behalten und Kleinigkeiten für das Dorf kaufen, beispielsweise Hinweistafeln für den Goldlehrpfad und neue Pflanzen. Einen Antrag dafür müssen sie bei der Stadt auch nicht stellen.

Die Stadt hat davon auch Vorteile: Erstens werde der Bauhof entlastet, dessen Mitarbeiter bisher auch wegen kleinerer Arbeiten in die Ortsteile fahren mussten, erklärt Bürgermeister Klaus Friedrich. Zweitens spare die Stadt Geld. "Goldhausen hat hier Modellcharakter." Das Dorf sei bisher der einzige Korbacher Ortsteil, der die öffentlichen Grünflächen selbst pflege, meint Friedrich.
5300 Euro bekommt der Pflegeverein in diesem Jahr. Für diesen Betrag mähen die Mitglieder Rasen, beschneiden Pflanzen, reinigen die Buswartestelle und das Tretbecken, Pflegen die Pflanzen und Wege auf dem Friedhof, schließen regelmäßig den Georg-Viktor-Turm für Besucher auf und kümmern sich um den Goldlehrpfad. Noch ein Vorteil: Wenn Arbeiten anstehen, können sie sofort erledigt werden. Die Goldhäuser müssen nicht mehr warten, bis der Bauhof Zeit hat.
Gibt es Aufgaben, die mit viel Arbeit verbunden sind, wird aber weiterhin der Bauhof beauftragt. Ortsvorsteher Wolfgang Behle beschreibt: Ist eine große Fläche Rasen zu mähen, kommen die städtischen Mitarbeiter. Der Grünflächen-Pflegeverein kürzt dann dort das Gras, wo die große Maschine nicht hingekommen ist. Also bleiben den Goldhäusern die kleineren Aufgaben. Das Geld, das der Ort behalten darf, sei auch ein Dankeschön dafür, dass sich die Einwohner für ihr Dorf engagieren. Alle Korbacher Ortsteile setzten sich dafür ein, dass ihre Dörfer attraktiv blieben, sagt Klaus Friedrich. Ob auch sie ihre öffentlichen Grünflächen und Anlagen selbst pflegen wollen, wird sich bald zeigen. In Goldhausen seien Erfahrungen gesammelt worden, die mit den anderen Ortsvorstehern in den kommenden Wochen besprochen werden sollen. (ABG)  

HNA – im Juni 2002


Gigantische Sicht im goldenen Dorf

Goldhausen liegt idyllisch am Eisenberg – Gold ist eine Attraktion des Dorfes

Abenteuer in Goldhausen: Nicht oft können Besucher den Tiefentalstollen von innen bestaunen Ist der Goldverein gegründet,soll aber regelmäßig durch die engen dunklen Gänge geführt werden. (Foto: Briehl) GOLDHAUSEN. Die Sicht über das Upland ist gigantisch. über sanft geschwungene, vom Wald grün gefärbte Berge hinweg reicht der Blick bis zum Dommelturm, wenn die Luft klar ist. Die Lage Goldhausens, erhöht am Westhang des Eisenbergs, ist ein Grund, weshalb der Korbacher Ortsteil so lebens- und liebenswert ist, meint Ortsvorsteher Wolfgang Behle. "Wenn ein bisschen Wasser hier war’, sehe es aus wie in Capri." Kommt Behle aus dem Urlaub, schaue er zuerst aus dem Wohnzimmerfenster. Die weite Landschaft, seine Heimat vor Augen, stelle er sich jedesmal wieder die Frage: "Was willst du eigendlich woanders?"
Früher war es das Gold, was den Ort so wertvoll machte. Heute ist es die Idylle.
Wegen des Edelmetalls wurde Goldhausen vermutlich gegründet, vor 576 Jahren soll das geschehen sein.

Im Jahr 1426, so steht es im Ortssippenbuch, bauten Bergleute die Siedlung. Die Arbeiter waren auf der Suche nach dem großen Glück, in Form des glänzenden Metalls.
Heute machen sich Gäste des Ortes auf die Suche nach dem Abenteuer. Ein bisschen davon finden sie in den alten Stollen unterhalb Goldhausens, beispielsweise im Tiefentalstollen auf der Südseite des Eisenbergs. Dort werden ab und zu Führungen durch die dunklen schmalen Gänge angeboten.
Bis zu diesem Schacht zieht sich der Goldlehrpfad, der im Ort beginnt. Unter welchen Bedingungen Bergleute vor Hunderten von Jahren arbeiteten und welches Werkzeug sie benutzten, um sich durch Erde und Stein Richtung Gold zu graben, unter anderem das wird auf den Tafeln beschrieben. Um Besucher regelmäßig durch die Stollen führen zu können, soll einer besonders gesichert werden, erklärt Wolfgang Behle. "Man muss halt was zum Anfassen haben."
Zum Anfassen ist auch der Georg-Viktor-Turm oberhalb des 350-Einwohner-Dorfes. Nicht nur von unten kann das 23 Meter hohe Bauwerk bestaunt werden. Von der Spitze aus sind der Dörnberg, der Herkules oberhalb Kassels, das Hohe Gras, die Eder- und Lahnberge und die Berge des Sauerlandes zu sehen.
Wenn er ein paar Tage Bürgermeister von Korbach wäre, was würde Behle für Goldhausen tun? Die Antwort kommt prompt: Das Dorfgemeinschaftshaus erneuern. Der Saal müsse gestrichen, Fenster und Türen erneuert und hinter dem Gebäude gepflastert werden. Bisher seien die Küche um den Schänk- und den Kühlraum erweitert und eine Behinderten-Toilette eingebaut worden, erklärt der Ortsvorsteher. Ihn stört, dass alles mit zeitlichem Abstand umgesetzt wird, statt das Gemeinschaftshaus auf einmal in Ordnung zu bringen.
Dieser Treffpunkt bedeutet den Einwohnern viel. Sie feierten oft in den Räumen. Wenn es fertig ist, wird es alle 14 Tage besetzt sein, schätzt Wolfgang Behle. Ebenfalls in dem Haus untergebracht ist der Jugendraum, dessen Schlüssel sich die jungen Goldhäuser beim Ortsvorsteher abholen können.
Was fehlt in Goldhausen? Behle fallen zwei Dinge ein: eine Gaststätte, seit vier Jahren gibt es dort schon keine mehr, und ein Ortsmittelpunkt, beispielsweise ein Platz, auf dem sich die Einwohner treffen, um zu feiern.

An jungen Menschen mangelt es dem Ort nicht. Viele blieben nach ihrer Ausbildung in Goldhausen, bauten selbst oder an das Haus der Eltern an, sagt Behle. 16 Bauplätze habe das Dorf, 13 seien zurzeit noch frei, ein weiteres Baugebiet könne bald ausgewiesen werden.
Was Goldhausen ebenfalls lebenswert mache, sei die Gemeinschaft. "Jeder kennt jeden." Und die Gemeinschaft ist aktiv. Ein besonderes Treffen organisieren die Einwohner einmal im Jahr: das Dorffrühstück. Ein großes Büffet wird aufgebaut und die Goldhäuser schlemmen gemeinsam. Die älteren bringen zu dieser Gelegenheit Bilder von früher mit, meint Behle. "Das ist immer schön, wenn die Alten kommen." Wenn sie von damals erzählten, "liegen wir immer flach".
Wichtig für die Gemeinschaft und das kulturelle Angebot sind die Vereine des Ortes, das ist die Freiwillige Feuerwehr, der Schützenverein und der Gesangverein. Jung ist der Verkehrsverein. Dessen Mitglieder kümmern sich um die Grünflächen in Goldhausen, pflegen die Pflanzen und setzen neue. Der Verein, der aus der Arbeitsgruppe Unser Dorf entstanden ist, soll den Korbacher Ortsteil verschönern.

HNA – im Juni 2002


Besucherstollen Eisenberg – Bergbaudenkmal:

Goldener Verein sucht klingenden Namen

KORBACH (jk). In Goldhausen formiert sich ein Verein, um historisches Erbe zu bewahren: Goldbergbau am Eisenberg. Wichtiges Ziel ist ein Besucherstollen. Bei der Vereinstaufe rufen die Organisatoren zur ideenreichen Unterstützung auf – der passende Name wird gesucht.

Konzentration im Herzen des Eisenbergs: Heinz Langerzik und der frühere Kasseler Bergamtsleiter Erwin Braun (r.) bei einer Erkundungstour im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen. Ein neuer Trägerverein will den Stollen für Besucherzugänglich machen. (Foto: jk) Goldbergbau hat über 800 Jahre Geschichte am Eisenberg. Rund 14 Kilometer Such- und Abbaustrecken durchlöchern Korbachs Hausberg, rund um Goldhausen sind Spuren von Tage- und Bergbau zu sehen. So steht der historische Goldbergbau als einzigartiges Industriedenkmal in Deutschland seit Ende 1996 unter Schutz.

Helm und Grubenlampe

Seit vorigem Jahr gibt ein Goldlehrpfad am Eisenberg Informationen für Spaziergänger. Doch künftig wird’s viel mehr zu entdecken geben: Ein Besucherstollen soll ins Herz des mittelalterlichen Bergbaus führen.

Der Untere-Tiefe-Tal-Stollen gibt Einblick in rund 600 Jahre Bergbautradition, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erweitert und ist damit prädestiniert als Attraktion für Besucher. Kein "Pantoffelbergwerk" soll’s sein, sondern richtig Abenteuer mit Helm und Grubenlampe.

Gründung im Juni

Ein neuer Verein will das Ziel bald mit viel Eigenarbeit und möglichst öffentlichen Zuschüssen verwirklichen. Unter Federführung des Goldhäuser Ortsvorstehers Wolfgang Behle haben sich engagierte Goldhäuser und Korbacher zusammengetan, um eine gemeinnützige Organisation aus der Taufe zu heben. Mit von der Partie bei der Gründung sind neben Behle und Bernd Saure auch Karl-Helmut Tepel, Claus Günther (Tourist-Information), der engagierte Hobby-Geologe Armin Prager, Hotelier Uli Zabel und Werner Hankel (Korbacher Hanse). Stadtverordneter Heinz Langerzik, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Stadtentwicklung, will ebenfalls als Motor wirken. Nächste Woche soll das Projekt in den Parlamentsaasschuss, und Langerzik ist optimistisch: "Ich sehe kein Problem, dass sich die Stadt hier einbringt."
Am Mittwoch, 12. Juni, 19.30 Uhr, ist Gründungsversammlung im Goldhäuser Gemeinschaftshaus. Bis dahin soll die Satzung ausgearbeitet werden – die möglichst viele neue Mitglieder dann verwirklichen. Als Jahresbeitrag sind zwölf Euro pro Person geplant.

Preis zu gewinnen

Jeder Interessent ist im Verein willkommen, um die jahrhundertelange Bergbaugeschichte am Eisenberg zu bewahren, das Industriedenkmal zu schützen, Menschen für den Goldbergbau zu begeistern. Ideenreichtum ist ab sofort gefragt: Der Verein ruft zum Wettbewerb bei der Namensgebung, dem Gewinner winkt ein Goldgräber-Menü für zwei Personen. Vorschläge sind schriftlich an die Tourist-Information, Stechbahn 1 (Rathaus), zu richten. Informationen und Handzettel zur Teilnahme am Wettbewerb gibt es auch beim Gold- und Töpfermarkt am 11. und 12. Mai in der Fußgängerzone.  

WLZ (Jörg Kleine) – im Mai 2002


In Goldhausen soll ein Besucherbergwerk entstehen:

Abtauchen in eine goldene Zukunft

KORBACH. Am Eisenberg laufen Besucher auf goldenem Boden. Künftig soll sie ein wahres Abenteuer bis Ins Herz der schillernden Unterwelt führen. Ein in ganz Deutschland herausragender Besucherstollen, das scheint klar, ist nur noch eine Frage des Wollens. Und für "Korbach goldrichtig" ein Glanzstück zum Anfassen.

Erwin Braun macht Mut. Mit dem denkmalgeschützten mittelalterlichen Bergbau hütet Goldhausen einen Touristen-Schatz, der über Hessens Grenzen hinweg kaum zu finden ist. "Die Schwierigkeiten liegen nur dabei, dass sich ein paar Leute finden müssen, die das machen", sagt der frühere Chef des Bergamts Kassel lapidar.
Helm auf dem Kopf, Lampen prüfen – gestiefelt und gespornt steht Braun mit Ortsvorsteher Wolfgang Behle, Naturschützer Herbert Ruhwedel und dem Korbacher Stadtverordneten Heinz Langerzik bereit zum Abtauchen in eine goldene Vergangenheit.
Bild: Heinz Langerzik, Erwin Braun und Wolfgang Behle.

Mittelalterlicher Stollen

Der Untere-Tiefe-Tal-Stollen ist Relikt aus mittelalterlicher Bergbaublüte in Goldhausen. Vom 14. bis 16. Jahr- hundert hackten sich die Kumpel hier täglich aufs Neue zentimeterweise ins Gestein. In den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts fuhr Carl Theodor Rauschenbusch alte Stollen dann weiter auf, erzählt Braun – auch im Unteren Tiefen Tal. Der pensionierte Grauschopf strotzt vor Energie, hat noch immer dieses Funkeln in den Augen, wenn es um die Geschichte der Erde geht. Der Mann hatte sein Hobby zum Beruf gemacht.

Schillerndes Gestein

Rechts tunkt Eisenschwamm den Fels in sattes Rot, über Kopf leuchtet Braun auf ein weißes Kalksteinbändchen, das den Goldsuchern ehedem den Weg zum wertvollen Erz verriet. Vor fast 300 Millionen Jahren in der Karbonzeit haben hier gewaltige Bewegungen der Erdkruste den Eisenberg gefaltet. In den versteinerten Schichten der früheren Meeressedimente stieg extrem heißes Wasser von einigen hundert Grad auf und mobilisierte Gold. In Klüften des Gesteins kristallisierte das Erz dann unter geringeren Temperaturen wieder aus. Aber statt ehern fühlt sich das Kalzitbändchen eher fettig an.
Mit der Gelassenheit eines erfahrenen Geologen steuert Braun weiter bis rund 250 Meter tief in den Berg. Er zeigt nach links, nach oben, nach rechts – überall und in teils schillernden Farben gibt es im Schein der Grubenlichter etwas zu entdecken.
Derweil läuft Wolfgang Behle etwas unruhiger einher. Den Stollen kennt der Goldhäuser Ortsvorsteher schon fast wie seine Westentasche. Der Mann will endlich was umsetzen, will endlich mal Besuchergruppen sehen am Eingang.
"Hier, das Wasser muss an einer Seite etwas kanalisiert werden und dann besser abfließen", guckt Behle mehr auf den Boden. Abfluss im Wald tiefer legen, heißt eine erste Aufgabe, um den Einstieg in den Unteren-Tiefen-Tal-Stollen zu erleichtern.

Helm auf, Stiefel an

Ansonsten, meint auch Braun auf dem Weg zurück ins Freie, muss am Stollen gar nicht viel gemacht werden: "Den größten Teil könnten Vereinsmitglieder in Eigenarbeit leisten. "Stützen unter der Decke braucht es nicht, Wasser am Boden kann weiter fließen, und auch elektrisches Licht würde Besuchern wohl eher das Abenteuer verderben. "Das muss authentisch sein, mit Stiefeln, Grubenhelmen und fester Jacke", ist Ortsvorsteher Behle überzeugt. Wer will schon Disney Land am Eisenberg, Besucherbergwerk mit Teppich, Wandleuchten und Computersteuerung? Trotz allem Schweiß und Blut, den sie unter erbärmlichen Bedingungen vergossen haben, würden sich die Bergleute aus Jahrhunderten wohl im Grabe umdrehen.

Refugium für Fledermäuse

Ohnehin wäre auch Herbert Ruhwedel von Lampen an der Stollenwand nicht gerade begeistert. Als Mitglied des Naturschutzbundes (NABU) und Hüter einer besonders scheuen Spezies, gehört der Bergbau auch zu Ruhwedels Revier. Großes Mausohr, Fransenfledermaus, Braunes Langohr, selbst die Teichfledermaus listet der Frankenauer auf. Die ganze Vielfalt heimischer Flugkünstler fühlt sich im Stollen mittlerweile zu Hause.
"1. November bis 15. April", ruft Ruhwedel, als sich Wolfgang Behle vorm Eingang gerade die Stiefel abstreift. Winterliche Ruhepause für Fledermäuse ist gemeint. Behle nickt – und atmet tief ein: Ein Trägerverein kann her, dann Land und Stadt finanziell ins Boot. "Die Stadt ist schließlich Nutznießer der Geschichte."

WLZ (Jörg Kleine) – im Mai 2002


Arbeiten zum Anschluss Goldhausens an die Verbandskläranlage bei Eppe sind angelaufen

Das Bild zeigt die Pressarbeiten an der L 3083 in der Nähe der Walmemühle. Der Bagger auf dem Bild rechts trägt Muttererde auf einem Acker am Fuße von Goldhausen (Hintergrund) ab. Nachdem das Abwasserrohr verlegt worden ist, soll die Schicht wieder aufgebracht werden. (Fotos: pfa)  

KORBACH -GOLDHAUSEN (pfa). Die Tage der Hausklärgruben im Korbacher Stadtteil Goldhausen sind gezählt: Seit einigen Tagen laufen die Arbeiten für den Anschluss des Ortes an die Kläranlage des Abwasserverbandes Oberes Aartal bei Eppe. In der Nähe der Kneippanlage unterhalb von Goldhausen entstehen ein unterirdisches Regenrückhaltebecken mit 275 Kubikmeter Fassungsvermögen sowie ein nachgelagertes Erdbecken, das bis zu 500 Kubikmeter Wasser fasst.

Regen- und Schmutzwasser fließen künftig in 50 bis 80 Zentimeter starken Rohren in das erste Fangbecken. Wenn dieses Betonbassin bei starken Regenfällen überlastet ist, läuft Flüssigkeit in das überirdische Becken über. Von hier aus nimmt das Abwasser in Zukunft seinen 2,5 Kilometer langen Weg ins Tal durch 20 Zentimeter dicke Kunststoffrohre, die mit einer speziellen Fräse verlegt werden. Seit zwei Tagen treiben Mitarbeiter des Diemelstädter Bauunternehmens Bracht in der Nähe der Walmemühle ein Stahlrohr unter der Landesstraße 3083 hindurch. "Die Straße muss nicht gesperrt und aufgerissen werden", erklärte am Montag an der Baustelle Dipl.-lng. Wilhelm Gröticke vom Twistetaler Ingenieurbüro Gröticke und Partner, das mit Planung und Bauaufsicht beauftragt ist. Von dort aus sind es nur noch einige Meter bis zur bereits liegenden Zubringerleitung, die in der Kläranlage endet. Nach Angaben Grötickes soll das Projekt im Spätsommer ab- und Goldhausen an die Kläranlage angeschlossen sein. Weitere Orte, die später noch mit der Anlage verbunden werden sollen, sind den Angaben zufolge der Korbacher Stadtteil Nieder-Schleidern und der Willinger Ortsteil Welleringhausen.

WLZ – im April 2002


Theatergruppe führt heiteres Lustspiel auf

Ein Liebesbrief und seine Folgen

Bild links: Sorgt für allerhand Wirbel und Durcheinander: Der Liebesbrief an Waldemar. Die Theatergruppe "Unser Dorf"
Von links: Andreas Emde, Uschi Benirschke, Ingo Scriba, Jens Hartmann, Petra Thielemann, Dirk Vahland, Bernhard Tent

Was passiert, wenn die schriftliche Liebeserklärung an Waldemar in die falschen Hände gerät? Und was hat es für Folgen, wenn der Empfänger nicht so ganz feststeht? Das zeigte das heitere Lustspiel "Viele heißen Waldemar" von der Theatergruppe "Unser Dorf".

Waldemar sen, (Andreas Emde) findet bei der Suche nach seinem Lottoschein durch Zufall einen Liebesbrief unter der Kommode. "Liebster Waldemar" steht da geschrieben. Der gemütliche Familienvater fühlt sich nicht angesprochen, schließlich heißt sein Sohn (Ingo Scriba) auch Waldemar und ist im besten Alter für solche Anwerbungen. Doch seine Frau (Uschi Benirschke) findet die geheime Liebeserklärung und verdächtigt gleich ihren Mann einer Affäre. Und als ob zwei Waldemars für Verwechslungen nicht genug wären, trägt auch der beste Freund der Familie diesen Vornamen. Verwechslungen, Beschuldigungen und allerhand lustige Situationen sind programmiert. Regisseur Wilfried Jesinghausen und Souffleuse Daniela Mehring begleiten das Stück.

Mit einem heiteren Verwechslungsspiel meldet sich nach zwei Jahren Bühnenabstinenz die Theatergruppe "Unser Dorf Goldhausen" zurück. Nach dem Erfolg von "Das Millionending" im Jahr 2000 widmen sich Regisseur Wilfried Jesinghausen und seine siebenköpfige Darstellertruppe in diesem Jahr Liebeserklärungen und ähnlichen Katastrophen. Aus drei Stücken des Deutschen Theaterverbands wählten die Akteure "Viele heißen Waldemar" von Dieter Adam aus, einem der Autoren von "Peter Steiners Theaterstadl". "Da passte einfach alles" kommentiert Souffleuse Daniela Mehring die Entscheidung. Seit Anfang November wurden die Texte einstudiert und die Bühne gebaut. An allen drei Terminen wurde ein musikalisches Nebenprogramm geboten; der Verein "Unser Dorf Goldhausen e.V." übernahm die Bewirtung.

08. März 2002


Gemischter Chor wählt neuen Vorstand und ehrt Mitglieder

Insgesamt gutes Sängerjahr

Unser Bezeigt (v. l. n. r.) den Vorsitzenden Günther Vahland, Margret Zenke, Margret Wäscher, Chorleiter Hartmut Scharfe, die Vorsitzende des Sängerbezirks Korbach im Waldeckischen Sängerbund, Annelies Weibel, und den stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins und Ortsvorsteher Wolfgang Behle.

KORBACH-GOLDHAUSEN (r). Günther Vahland bleibt Vorsitzender des Gemischten Chores Eisenberg. Dies entschieden die Mitglieder einstimmig bei der Generalversammlung Anfang Februar.

Auch der zweite Vorsitzende Wolfgang Behle wurde in seinem Amt bestätigt, ebenso Schriftführerin Ilselore Jost und ihre Stellvertreterin Marlies Gernandt. Die langjährige erste Kassiererin Helene Tepel, Daniela Mehring als Stellvertreterin und Almuth Kottenhahn als Notenwartin standen für eine neue Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung, Edelgard Tepel, Sabine Gernandt-Krüger und Walter Thielemann losten sie in ihrer Position ab.

Chorleiter Haltmut Scharfe, bezeichnete das Jahr 2001 mit seinen zahlreichen .Veranstaltungen als "insgesamt gutes Sängerjahr". Laut Vahland und Scharfe sucht der Chor noch neue aktive Sängerinnen und Sänger, die den Chor verstärken.
Die Vorsitzende des Sängerbezirks Korbach im Waldeckischen Sängerbund, Annelies Weibel, überreichte Urkunden und Anstecknadeln für 40-jährige Vereinszugehörigkeit an Hildegard Säure, Margret Wäscher und Margret Zenke sowie für 25-jährige Vereinszugehörigkeit an Günther Vahland.

WLZ – im Februar 2002


Versammlung des Verkehrsvereins "Unser Dorf Goldhausen"

Satzung genehmigt – Margret Wäscher ist Ehrenmitglied

Goldhausen e.V.Margret Wäscher ist Ehrenmitglied des Vereins "Unser Dorf Goldhausen". Unser Bild zeigt sie zusammen mit dem gewählten Vorstand, der auf Beschluss der Mitgliederversammlung jetzt ins Vereinsregister eingetragen werden kann.

Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Vereins "Unser Dorf Goldhausen" stand der Beschluss über die Eintragung ins Vereinsregister. Erste Amtshandlung nach der juristischen Neugründung war die Ernennung von Margret Wäscher zum Ehrenmitglied.

Vorsitzender Dirk Vahland gab zu Beginn einen überblick über das ereignisreiche Jahr des früheren Verkehrsvereins, der sich im März mit der Initiative "Unser Dorf" zum Verein "Unser Dorf Goldhausen" zusammenschloss.
Viele Veranstaltungen und Aktivitäten wurden für die gesamte Dorfgemeinschaft unter der neuen Führung organisiert. Ebenso wie die Mitgliederzahl wuchs nach dem Zusammenschluss auch der Kassenbestand, den Kassierer Ulrich Fischer präsentierte.
Von einem Teil des Geldes und mit Unterstützung der Vereine wurde ein Musikschrank für das Gemeinschaftshaus angeschafft.

Mit der Genehmigung der Satzung beschlossen die Mitglieder zugleich die Eintragung ins Vereinsregister.
Die Wahlen verliefen reibungslos, da der Vorstand des im Vorjahr fusionierten Vereins wieder komplett antrat und bestätigt wurde: Vorsitzender Dirk Vahland, (Stellvertreterin Petra Thielemann), Kassierer Ulrich Fischer (Stellvertreter Bernd Mütze), Schriftführerin Claudia Prieske (Stellvertreter und Pressewart Volker Scharfe), Beisitzer Albert Illian (Bereich Baumaßnahmen), Friedrich Bachmann (Natur und Bepflanzungen) und Kirsten Westmeier (Kinder- und Jugendarbeit).

"Vergesst aber die vergangenen 25 Jahre nicht", sagte Ortsvorsteher Wolfgang Behle mit Blick auf die Neugründung des Vereins. Dass dies nicht passieren wird, zeigte dann schon die Ehrung von Margret Wäscher, die zum Ehrenmitglied ernannt wurde und eine Urkunde für 25-jährige Mitgliedschaft erhielt. Sie leistete über Jahre besondere Arbeit bei der Pflege und Verschönerung des Ortsbildes. Ebenfalls für 25- jährige Mitgliedschaft wurde Frieda Mark ausgezeichnet.

Ein umfangreiches Programm steht für das Jahr 2002 bevor: Die Saison beginnt mit dem Kinderkarneval am 11. Februar ab 15.00 Uhr im DGH. Die Theatergruppe präsentiert sich am 08. März um 20.00 Uhr und am 09. März um 15.00 und 20.00 Uhr mit Ihrem neuen Stück "Vielen heißen Waldemar". Der Aktionstag zur Pflege der Beete und Hecken findet am 27. April ab 13.00 Uhr statt. Im Mai treffen sich Kinder und interessierten Erwachsenen zur Kontrolle der Nistkästen mit anschließendem Stockbrotbacken. Am 16. Juni steht ein Wandertag an. Der Abschluss soll anlässlich des 25 jährigen Jubiläums der Grillhütte an dieser stattfinden. An einem Sommerwochenende ist ein Familienzelten an der Grube Eisenberg geplant. Am 22. September wird gewählt. Wie auch bei der vergangenen Kommunalwahl wird wieder zu einer Wahlparty eingeladen. Der Abschluss der Veranstaltungen wird ein Adventsnachmittag am 15. Dezember sein.
Zu diesen Veranstaltungen sind nicht nur die Vereinsmitglieder, sondern alle Goldhäuser und Gäste recht herzlich eingeladen.  

01. Februar 2002

Presseberichte 2001

Presseberichte 2001


25 Jahre Urlaub in Goldhausen


Zum Dank und als Anerkennung für 25 Jahre Treue zu Goldhausen wurde die Familie Haase im Dezember 2001 durch den Verein "Unser Dorf Goldhausen e.V." geehrt.


Adventsfeier am 16. Dezember 2001

Impressionen der Adventsfeier im Dezember 2001:

16.12.2001


Verkehrsverein Goldhausen feiert 25-jähriges Jubiläum und Neubeginn der Arbeit

Verkehrsverein, tut dem Ort einfach gut"

Goldhausens Antwort auf die "Goldmarie": Uli Fischer enthüllt als "Goldjupp" das Schild mit dem neuen Vereinsnamen. Die geehrten Gründungsmitglieder: (v. I.) Erika Vahland, Albert Illian, Edelgard Günther, Vorsitzender Dirk Vahland, Gerda Illian, Helga und Willi Mütze

KORBACH-GOLDHAUSEN, 15.10.2001 (hms) 25 Jahre ist der Goldhäuser Verkehrsverein alt. Dieses Jubiläum feierten die Mitglieder und ihre Gäste am vergangenen Sonnabend im Dorfgemeinschaftshaus. Nach dem ersten Vierteljahrhundert wagt der Verein einen Neuanfang. Er verschmilzt mit den Arbeitsgruppen der Initiatve "Unser Dorf" und gibt sich den frischen Namen "Unser Dorf Goldhausen".

Elf Bürger schritten 1976 zur Tat und gründeten nach längerer Diskussion den Verkehrsverein. Die meisten von innen besaßen Ferienwohnungen und wollten etwas für ihre Gäste tun. Fortan kümmerten sie sich um Wanderwege, Hinweisschilder, Ruhebänke, die Grillhütte und die Wassertretanlage. Die Mitglieder legten Beete an und pflegten sie. Der Vorsitzende hieß Fritz Voßhage. Als besonders fleißige Helfer traten Elfriede und Karl Sude sowie Margret Wäscher auf.
1979 und 1981 nahm Goldhausen am Wettbewerb "Unser Dorf" teil. Die Vereinsmitglieder und andere Bürger des Ortes arbeiteten in unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden an der Verschönerung des Ortes. Anfang der 1990er Jahre ließ indes der Elan merklich nach. Es wurde immer schwieriger, ehrenamtliche Helfer zu finden.

1998 kam neuer Schwung in die Dorfverschönerung. Goldhausen war wieder bei "Unser Dorf" dabei. Es gründeten sich Arbeitskreise, die sich verschiedener Aufgaben annahmen. Gleichzeitig stand der Verkehrsverein vor dem Aus, weil es ihm an Akiven fehlte.
Nach langen Diskussionen entschieden sich die Goldhäuser für eine Fusion der beiden Gruppen. Immerhin verfolgen sie die gleichen Ziele. Am 16. März dieses Jahres vollzogen sie den Schritt. Gleichzeitig lobten sie einen Wettbewerb aus, dem erneuerten Verein auch einen frischen Namen zu geben. Den Sieg trug Ortsvorsteher Wolfgang Behle davon. "Unser Dorf Goldhausen" wird der Verkehrsverein künftig heißen. Er hat inzwischen 67 Mitglieder.

Seit dem Frühjahr ist Dirk Vahland Vorsitzender. Er ehrte sieben Gründungsmitglieder des Vereins. Besonders hob er Albert Illian hervor. Er gehörte 25 Jahre lang zum Vorstand, zunächst als Kassierer, dann bis Anfang dieses Jahres als Vorsitzender. 18 Jahre arbeitete Erika Vahland im Vorstand mit. Sie verwaltete die Finanzen. Urkunden erhielten außerdem Willi und Helga Mütze, Gerda Illian, Edelgard Günther und in Abwesenheit Hans Paul Bruker.

Die stellvertretende Ortsvorsteherin Karola Vahland freute sich, dass der Neubeginn gelungen ist. Der Verein sei eine Bereicherung für Goldhausen. Gäste und Einheimische freuten sich über die vielen Aktivitäten, die das Dorf einfach schöner machten. Sie wies auch auf die große Bedeutung des zweiten Arbeitsschwerpunktes hin. Der Verkehrsverein hat sich vorgenommen, den Zusammenhalt der Goldhäuser auch in Zukunft durch Feste und Feiern zu fördern. "Das tut dem Ort einfach gut", sagte sie.
Grussworte sprachen außerdem Wolfgang Müller von der Tourist-Information in Korbach, Reinhold Sude vom Naturpark Diemelsee und Günther Vahland als Vertreter der drei anderen Goldhäuser Vereine. Den musikalischen Teil der Veranstaltung bestritt der Gemischte Chor Eisenberg.

WLZ-FZ am 15.10.2001


Sportlerin des Monats Juli 2001

Kristina Tepel, 03.05.1987
Zum Klusenberg 6, 34497 Korbach-Goldhausen

Hobbies : Sport, treffe mich sehr gern mit Freunden
Schule :
ALS Korbach (Gymnasium) 8.Klasse

Sportliche Laufbahn:
1998
2. bei den Bezirksmeisterschaften im Hochsprung in der W12 ; 1,31m
1999
Bezirksmeisterin 60m Hürden, 10,20sec, Bezirksmeisterin Hochsprung, 1,40m, Bezirksmeisterin Vierkampf , 1899 Punkte, Bezirksauswahl im Hochsprung und Hürden
2000 Bezirksmeisterin mit der Mannschaft im 2000m Cross, Bezirksmeisterin im Block Wurf , 2457 Punkte; 2. bei den Bezirksmeisterschaften im Hochsprung, 1, 49m; 2. bei den Bezirksmeisterschaften 60m Hürden , 10,29sec; 2. bei den Bezirksmeisterschaften im Vierkampf, 1945 Punkte; Bezirksauswahl im Hochsprung, Diskus und Kugel
2001 Bezirksmeisterin im Speerwurf, 29,31m; Hessische Meisterin im Block Wurf; Qualifikation für die Deutschen; Platz 2 bei den Hess. Meisterschaften 80m Hürden, 12,55sec; Platz 3 bei den Hess. Meisterschaften im Hochsprung, 1,56m
Vereine : TSV 1850/09 Korbach
Training :
2-3 mal wöchentlich, Trainer:  Jan Sonnenberg
Bestleistungen: 
Hochsprung: 1997 – 1,28m, 1998 – 1,31m, 1999 – 1,44m, 2000 – 1,52m, 2001 – bis jetzt 1,56m
Ziele :
Einen vorderen Platz bei den Hessischen Meisterschaften im 7-Kampf.

Quelle: HLV-Kreis Waldeck


Bunte Männchen sollen Autofahrer in Goldhausen bremsen

Der Autoverkehr, der in Goldhausen aufgrund der Ausflugsziele am Eisenberg in jüngster Zeit deutlich angewachsen ist, soll beruhigt werden. Da die Straßen im Ort zum Teil unübersichtlich und verwinkelt sind, haben die Eltern Sorge um ihre spielenden Kinder.
Deshalb begrüßten sie eine Initiative der Jugendfeuerwehr, sogenannte Verkehrsmännchen herzustellen. Diese wurden jetzt im Anschluss an den Aktionstag des Verkehrsvereins, bei dem fleißige Helfer das Dorf reinigten, übergeben. Dirk Straußberg, Dirk Wilke und die stolzen Jugendlichen überreichten die bunten Gesellen an Ortsvorsteher Wolfgang Behle und Vorsitzenden des Verkehrsvereins, Dirk Vahland. Die Stadt Korbach hatte das Material und der Malerbetrieb Saure die Farbe zur Verfügung gestellt. Die acht mit viel Liebe bemalten Männchen sollen in den nächsten Tagen an gefährlichen Stellen im Dorf aufgestellt werden und an die spielenden Kinder erinnern.
Trotz der neuen "Bürger" hoffen die Goldhäuser, dass der Verkehr langfristig durch eine Tempo-30-Zone im gesamten Ort gebremst wird. Bereits im vergangenen Jahr war eine solche Zone in einem Teilbereich des Dorfs getestet worden und bei den Einwohnern auf positive Resonanz gestoßen. Zurück

04.05.2001


Neuer Ortsbeirat in Goldhausen:

Wolfgang Behle bestätigt

Wolfgang Behle

von Peter Lahann
KORBACH-GOLDHAUSEN, 27.04.2001 – Goldhausens Ortsvorsteher Wolfgang Behle ist in der ersten Sitzung des neuen Ortsbeirats in seinem Amt bestätigt worden.

Der neu gewählte Ortsbeirat stimmte am Freitagabend geschlossen für den bisherigen Amtsinhaber. Der 50-Jährige ist seit 1989 im Ortsbeirat. Behle tritt seine zweite Amtszeit als Ortsvorsteher an. 
Als Stellvertreterin wurde Karola Vahland gewählt. Schriftführer ist Gerd Zimmermann, der erstmals im Ortsbeirat vertreten ist. Er wird von Petra Thielmann, ebenfalls neues Ortsbeiratsmitglied, vertreten. Ein weiteres neues Gesicht in dem Gremium ist Bernd Saure. Torsten Emde und Albert Iilian komplettieren den Ortsbeirat.
Die bisherigen Mitglieder Friedrich Zenke und Friedrich Emde waren nicht zur Wiederwahl angetreten.

Im Mittelpunkt der Arbeit des Gremiums wird in diesem Jahr der Anbau an das Dorfgemeinschaftshaus sein. Eine Baugenehmigung liegt bereits vor. Im kommenden Jahr soll die Renovierung des Saals in dem Gebäude in Angriff genommen werden. Zudem soll das Projekt "begehbares Bergwerk" im Eisenberg weiter vorangetrieben werden. Im Laufe des Jahres werden voraussichthch weitere Informationstafeln zum Goldlehrpfad aufgestellt. (Foto: pl)

WLZ-FZ am 04.05.2001


Zusammenschluss des Verkehrsvereins und der Aktionsgruppen "Unser Dorf"

Frischer Wind weht in Goldhausen

Neuer Vorstand des neuen Vereins "Unser Dorf"

KORBACH-GOLDHAUSEN, 16.03.2001 (r) –  Der Verkehrsverein verzeichnet seit dem Zusammenschluss mit den Aktionsgruppen “Unser Dorf” einen starken Mitgliederzulauf. Ein neu gewählter Vorstand arbeitet seit vergangener Woche daran, die Ziele beider Goldhäuser Gruppen zu vereinigen und sie zu einem eingetragenen Verein zusammenzuführen. Die Exzistenz des Verkehrsvereins scheint für die Zukunft gesichert.

Der 1976 gegründete Verkehrsverein hatte sich zur Aufgabe gemacht, Wanderwege, Ruhebänke, Schutzhütten, Sportstätten, oder Grünanlagen zu erstellen und zu pflegen sowie Veranstaltungen, Führungen und Sportmöglichkeiten anzubieten.

In den vergangenen Jahren fehlte jedoch der Nachwuchs, was auf die Altersstruktur der Mitglieder und sicherlich auf die Vielzahl der Goldhäuser Vereine und Initiativen zurückzuführen war. Und schließlich fanden sich in der letzten Generalversammlung keine Nachfolger für die Vorstandsarbeit.
Parallel zur Arbeit des Verkehrsvereins gründeten sich im Jahre 1998 anlässlich der Aktion “Unser Dorf soll schöner werden” mehrere Initiativen, um den Ort für diesen Wettbewerb zu rüsten. Die Gruppen Baumaßnahmen, Büsche und Bäume, Kinder und Jugendarbeit sowie ein Festausschuss wurden ins Leben gerufen.

Da diese Initiativgruppen und der Verkehrsverein die gleichen Zielsetzungen verfolgen, entschieden sich die Goldhäuser für einen Zusammenschluss.
Das geschah bei einer Bürgerversammlung und einer anschließenden außerordentlichen Sitzung des Verkehrsvereins mit Vorstandswahlen. Der inzwischen auf 61 Mitglieder gewachsene Verein wählte folgenden neuen Vorstand: Dirk Vahland (1. Vorsitzender), Petra Thielemann (2. Vorsitzende), Ulrich Fischer (1. Kassierer), Bernd Mütze (2. Kassierer), Claudia Prieske (1.Schriftführerin), Volker Scharfe (2. Schriftführer und Pressewart). Beisitzer sind Albert Illian (Tätigkeitsfeld Baumaßnahmen), Friedrich Bachmann (Tätigkeitsfeld Natur und Bepflanzungen) und Kirsten Westmeier (Tätigkeitsfeld Kinder- und Jugendarbeit).

Als nächste Aufgaben stehen dem Verein nun die Eintragung ins Vereinesregister und die Festlegung eines neuen Namens an. Dazu werden Anregungen gesammelt. Die ersten Veranstaltungen unter neuer Führung sind das Dorffrühstück am Sonntag, den 08.April 2001, ab 10 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus und das jährliche Reinigen des Ortes am 28.April. (Foto: pr)

WLZ-FZ am 22.03.2001


Vorsicht zwischen Eppe und Lengefeld: Krötenwanderung

Rücksicht auf die Sammler nehmen

Friedrich Bachmann

von Peter Lahann
KORBACH. Mit den höheren Temperaturen hat die Krötenwanderung begonnen. Zahlreiche Tiere müssen die Straßen überqueren, um zu ihren Laichplätzen zu kommen. Besonders stark ist die Wanderung der Amphibien Richtung Goldhäuser Teich.

Dabei müssen die Tiere die viel befahrene Landesstraße 3083 zwischen den Korbacher Ortsteilen Eppe und Lengefeld überqueren. Um ihren Weg so gefahrlos wie möglich zu gestalten, stellen Tierschützer in jedem Frühjahr so genannte Krötenfangzäune auf.

Die Amphibien wandern an den Zäunen entlang und fallen in Eimer, die in regelmäßigen Abständen am Zaun stehen. Früh morgens und spät abends ziehen Naturschützer aus Goldhausen und Umgebung los und tragen die Tiere in den Eimern über die Straße. Einer dieser Krötensammler ist Friedrich Bachmann. Bis in die Morgenstunden hat der Naturschützer schon ausgeharrt, um den Kröten zu helfen. In Spitzenzeiten, wenn es besonders warm und feucht ist, sind schon bis zu 1500 Tiere in einer einzigen Nacht gezählt worden.
Immer wieder gelingt es den Amphibien über den Zaun zu klettern, nicht alle Strecken sind durch die kleinen Barrieren gesichert. Deshalb sind Helfer auch auf der Fahrbahn unterwegs, um die Tiere vor dem Tod durch den Autoreifen zu retten, häufig nach Einbruch der Dunkelheit.

Für die kritischen Stunden zwischen 18 Uhr abends und 6 Uhr morgens gilt auf diesem Teilstück eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer. Zusätzliche Warnschilder weisen Autofahrer auf die Krötenwanderung hin. Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich appelliert an die Autofahrer auf dieser Strecke, besonders vorsichtig zu fahren, um die Naturschützer nicht zu gefährden.  Friedrich Bachmann vom Naturschutzbund ist einer von vielen Helfern, die morgens und abends den Kröten bei ihrem gefährlichen Weg zu den Laichgewässern helfen. Im Dunkeln sind die "Sammler" auf die Rücksicht der Autofahrer angewiesen. (Foto:pl)

WLZ-FZ am 05.03.2001

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